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Der standardisierte Projektablauf einer Einführung einer beliebigen Software in einem KMU als allgemeinverbindliche Checkliste

Hausarbeit 2012 17 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkurzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen
2.1 Phasen des Projektmanagements
2.2 Software
2.3 KMUs

3 Analyse
3.1 Konzeption
3.2 Spezifikation
3.3 Realisierung
3.4 Inbetriebnahme
3.5 Wartung
3.6 Beantwortung der Hypothese

4 Fazit

Anhang

Literaturverzeichnis

Abkurzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Um die Produktivitat des Untemehmens nicht zu gefahrden, werden neue Software- Produkte nach ihrem Erwerb nicht einfach auf den Unternehmens-Rechnern installiert. Ihrer Installation sollte eine ausfuhrliche Planung vorangehen, um Systemabsturzen und Komplikationen vorzubeugen. Der Umfang, sprich die Anzahl der von diesem soge- nannten Rollout betroffenen PC-Arbeitsplatze, spielt dabei eine grofie Rolle. Doch auch den Hardware- sowie Betriebssystemvoraussetzungen sollte dabei zum Beispiel neben weiteren installierten Softwareprodukten, mit denen spater uber Schnittstellen intera- giert werden soll, gesteigerte Aufmerksamkeit zukommen. Im Fokus dieser Arbeit wird daher die Erarbeitung eines standardisierten Projektablaufs fur einen solchen Software- Rollout in einem kleinen- und mittelstandischen Unternehmen (KMU) in Form einer allgemeingultigen Checkliste stehen. Dabei soll die Hypothese untersucht werden, in- wieweit die Einfuhrung einer beliebigen Software in einem KMU zu 70 Prozent stan- dardisiert erfolgen kann und nur 30 Prozent des Gesamtprojektablaufs individuell zu betrachten und auszuarbeiten sind.

Bei der in der Arbeit verwendeten Methode handelt es sich um eine Fallstudie, einen empirisch-analytischen Ansatz, bei dem der Themenkomplex der Softwareeinfuhrung in Projektform hinsichtlich moglicher Standardisierungsmoglichkeiten genauer untersucht wird. Als Zielgruppe werden vornehmend Projektleiter gewahlt, die uber ein elementa- res Vorwissen aus den Bereichen Projektmanagement von Softwareprojekten verfugen. Um das Verstandnis zu fordern werden in Kapitel zwei vorab Grundlagen erlautert. Dort geht es zum einen um Projektphasen aus dem Projektmanagement, als auch um Grundlagen zu den Begriffen Software und KMUs. Diese Projektphasen werden in der Analyse in Kapitel 3.1 bis 3.5, dem Kern der Ausarbeitung wieder aufgegriffen und bezuglich ableitbarer Standardvorgehensweisen untersucht. Aus der Analyse soll spater eine Checkliste hervorgehen, die sich bei der Einfuhrung einer beliebigen Software in einem KMU anwenden lasst. Des Weiteren soll sich aus ihr letztendlich erschliefien, inwieweit sich die Hypothese der Arbeit belegen lasst. Herleitung und Beantwortung der Hypothese folgt in Kapitel 3.6, dem letzten Teil des Analyse-Kapitels. Das Fazit in Kapitel vier rundet die Arbeit schlussendlich ab. Zitierte Definitionen aus anderen Quel- len werden im Laufe des Textes zur Abhebung kursiv dargestellt.

2 Grundlagen

2.1 Phasen des Projektmanagements

Bei dem Wort Projektmanagement handelt es sich um einen aus den Wortern „Projekt“ und „Management“ zusammengesetzten Begriff. Beide Teilbegriffe leiten sich aus la- teinischen Wortern ab: Projekt stammt vom lateinischen Wort pro iacere („nach vorn geworfen“), Management wiederum von manus („mit den Handen arbeiten“). Da es dieser Definition jedoch an Prazision fehlt, ist eine genauere Eruierung erforderlich. „Ein Projekt ist ein Vorhaben, das zeitlich befristet ist, sich durch Neuartigkeit und Einmaligkeit auszeichnet sowie eine beachtliche Grofie und einen hohen Grad an Kom- plexitat aufweist.[1] ‘a Unter Management wird exakter spezifiziert ein kontinuierlicher Prozess verstanden, die sich dauerhaft andernde Umwelt zu beobachten, die aktuelle Situation zu betrachten, zu erkennen welche Mafinahmen beziehungsweise Ziele sich aus ihr fur eine Beibehaltung des Zustandes ableiten lassen und auf welchem Weg diese Ziele erreichbar sind.[2]

Ein Projekt lasst sich laut sich deckenden Quellen in die folgenden vier chronologischen Phasen:

- Konzeption
- Spezifikation
- Realisierung
- Implementierung

gliedern.[3] [4] Diese Phasen werden nachfolgend in der Analyse in Kapitel drei wieder auf- gegriffen und ihre Bestandteile, bezogen auf die Einfuhrung einer beliebigen Software, beschrieben. Erweitertet wird die Analyse um die oftmals nicht zum eigentlichen Pro­jekt gehorende Wartungsphase, die jedoch gerade in Anbetracht kontinuierlich erschei- nender Updates fur Softwareprodukte und mogliche Folgeprobleme, die nach der Ein- fuhrung auftauchen, nicht vernachlassig werden sollte.

2.2 Software

Entgegen der Maxime der Wissenschaft allgemeingultige Begriffsdefinitionen fur Sach- verhalte zu konzipieren, erschwert „die hohe Innovationsgeschwindigkeit und die Pra- xisnahe .. eine solide, konsistente und systematische Begriffsbildung“[5] fur die Software- technik. Entscheidend dabei ist zumeist der Betrachtungswinkel, aus dem man diese untersucht. Dabei erscheinen manche Definitionen oftmals als eher unpassend. Ein Ver- anschaulichungsansatz ist den Begriff Software als Komplex von Anwendungen, dazu- gehorigen Daten und fur ihren Gebrauch unerlasslicher Beschreibungen zu betrachten, mit einer Datenverarbeitungsanlage bestimmte Aufgaben zu erledigen. Spricht man bei Software von einem Softwareprodukt meint dies die Sicht aus der ein Auftraggeber oder Kaufer die Software sieht. So konnen zum Beispiel Anforderungen, die vom Auftragge­ber konkretisiert werden, in der Entwicklung der Software umgesetzt werden. Ferner weist Software als Produkt eine Vielzahl an Eigenschaften wie Qualitat oder Herstel- lungskosten auf, die man mit der Definition eines Produktes verbindet. So charakterisie- ren sich Softwareprodukte, wie beispielsweise auch Maschinen, durch einen Lebenszyk- lus, das heifit durch einen Zeitraum fur den sie auf dem Markt angeboten werden.[6]

2.3 KMUs

Unter KMUs, kurz fur kleine und mittlere Unternehmen, werden nach der Definition der Europaischen Union Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen verstanden. Anhand von Kennzahlen wie Mitarbeiterzahl, Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme und Schwellenwerten fur diese Kennzahlen, werden sie in die drei oben genannten Ka- tegorien gegliedert. Welche der beiden letztgenannten Kennzahlen dabei eingehalten wird, ist von den Unternehmen frei wahlbar. Da es sich laut Statistiken der EU bei 99 % der Unternehmen in ihren Mitgliedsstaaten um KMUs handelt und diese oftmals einen schlechten Zugang zum Kapitalmarkt haben, werden sie von Seiten der Europaischen Union gezielt durch Forderungsprogramme unterstutzt.[7]

Von Kleinstunternehmen wird nach der Einstufung der Europaischen Union aus dem Jahre 2003 bei Unternehmen gesprochen, die eine Mitarbeiterzahl kleiner als zehn und einen Jahresumsatz beziehungsweise Jahresbilanzsumme von kleiner gleich 2 Mio. Eu­ro aufweisen. Um von einem kleinen Unternehmen zu sprechen, mussen weniger als 50

Mitarbeiter und 10 Mio. Euro als Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme ausgewiesen werden. Um noch von einem mittleren und noch nicht von einem Grofiunternehmen sprechen zu konnen, durfen die Schwellenwerte von 250 Mitarbeitern, 50 Mio. Euro Jahresumsatz bzw. 43 Mio. Euro Jahresbilanzsumme nicht uberschritten werden.[8] Mit uber 87 Millionen Arbeitsplatzen, einem Gesamtanteil von mehr als 66% aller Arbeits- platze innerhalb der Europaischen Union, stellen die uber 20 Millionen KMUs einen erheblichen Bestandteil der europaischen Wirtschaftskraft dar.[9]

3 Analyse

Nachfolgend werden die in Kapitel 2.1 vorgestellten und verdeutlichten Projektphasen in Bezug auf die Einfuhrung einer beliebigen Software in einem KMU tiefergehend beschrieben. Weil KMUs im Regelfall nicht uber die Masse an Ressourcen bezie- hungsweise Mitarbeitern verfugen wie Grofiunternehmen, gilt es hier die folgenden Aufgaben nicht in der Tiefe zu betrachten, sondern sich auf die wesentlichen Punkte zu beschranken. Dabei fallen einige Teilaktivitaten, wie um mit dem Projektstrukturplan an dieser Stelle ein Beispiel zu nennen, aufgrund der etwas geringeren Komplexitat in KMUs nicht in gleichem Umfang aus, wie sie bei einer Einfuhrung in einer Grofiunter­nehmen ausfallen wurden.

3.1 Konzeption

„In der Konzeptphase werden Losungsvarianten erarbeitet und beurteilt. Fur die aus- gewahlte Variante werden ausfuhrungsreife Plane erstellt. Die Bedurfnisse samtlicher Interessengruppen sind so weit wie moglich unter einen Hut zu bringen.‘[10]

Es gilt somit primar zu analysieren, fur welchen genauen Zweck die Software ange- schafft und eingefuhrt werden soll, welchen Nutzen diese vorbringen soll und wie die durch sie abgebildeten Aufgaben zum aktuellen Zeitpunkt im Unternehmen erledigt werden. Wird in diesem Aufgabenfeld bereits eine Software eingesetzt, sollte sie im Detail auf Schwachen untersucht werden, um mit dem ablosenden Produkt messbare Verbesserungen zu erzielen. Auch eine Abhangigkeitsanalyse, inwiefern noch andere im Unternehmen zum Einsatz kommende Anwendungen, zum Beispiel durch Interakti-on über Schnittstellen von Veränderungen betroffen sein könnten, ist im Verlauf dieser Phase durchzuführen.

[...]


[1] Bea, F. X. (2008), S. 31.

[2] Vgl. Weatherly, J. N. (2007), S. 1.

[3] Vgl. Bea, F. X. (2008), S. 70.

[4] Vgl. Kessler, H. (2004), S. 124.

[5] Balzert, H. (2009), S. 3.

[6] Vgl. Schwarzer, J. (2006), S. 127.

[7] Vgl. Europaische Kommission (2006), S. 5.

[8] Vgl. Amtsblatt der Europaischen Union L 124/36, Anhang Art. 2 Abs. 1-3.

[9] Vgl. Wymenga, P. (2011), S. 7.

[10] Kuster, J. (2011), S. 60, Anm.: Kursive Hervorhebung nicht im Original.

Details

Seiten
17
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656238140
ISBN (Buch)
9783656239185
Dateigröße
1.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v197492
Institution / Hochschule
Fachhochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulstudienzentrum Duisburg
Note
1,0
Schlagworte
Projektmanagement; Checkliste Softwareeinführung Software KMU Phasen des Projektmanagement; PM; Konzeption Spezifikation; Realisierung; Inbetriebnahme; Wartung ITIL; SLA; Service Level Agreement;

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Titel: Der standardisierte Projektablauf einer Einführung einer beliebigen Software in einem KMU als allgemeinverbindliche Checkliste