Lade Inhalt...

"Ein Ringen um jeden Einzelnen" - Studentische Opposition an den Universitäten der SBZ/DDR

Hausarbeit 1998 26 Seiten

Geschichte Europa - Deutschland - Neuere Geschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil
1. Zur Definition der Begriffe Widerstand, Opposition und Resistenz
2. Die politischen Hintergründe
a) Der Aufbau eines neuen politischen Systems
b) Die Zweite Hochschulreform und der Aufbau des Sozialismus
3. Die Opposition bis zur Zweiten Hochschulreform 1951
a) Die Situation bei der Wiedereröffnung der Universitäten
b) Erste Opposition auf Basis der LDP- und CDU-Hochschulgruppen
c) Unterwanderung der FDJ
d) Die Gründung der Freien Universität Berlin
4. Der Widerstand nach 1951
a) Die Universität im “Tauwetter”
b) Der “Eisenberger Kreis”
5. Die SED und der Widerstand
6. Hochschulwiderstand im Vergleich zur übrigen Bevölkerung
a) Beteiligung von Studenten am Aufstand des 17. Juni
b) Die Relation der Opposition in der DDR

III. Schluß

IV. Literaturverzeichnis

I. Einleitung

“Das Ringen für die sozialistische Umgestaltung der Universität war ein Ringen um jeden Einzelnen”1. Daß diese Einschätzung zumindest für einige Teile der Studentenschaft in den Jahren von 1945 bis ungefähr 1957 auf dem Gebiet der SBZ und DDR galt, wird in der vorliegenden Arbeit darzustellen versucht. Der Widerstand der Bevölkerung brachte 1989 das politische und gesellschaftliche System der DDR zum Einsturz. Doch gründete dieser Massenprotest möglicher- weise schon in den Anfängen der Opposition? Oder anders: Wirkte sich der

Widerstand der Studenten in den Jahren ab 1945 letztendlich so aus, daß er Einfluß auf das Ende der DDR haben konnte?

Um Opposition und Widerstand erkennen zu können, ist zunächst eine begriff- liche Eingrenzung nötig. Daran schließt sich ein kurzer Überblick über allgemein- und hochschulpolitische Vorgänge an, um zu zeigen, vor welchem Hintergrund eventueller Widerstand aufkam. Weiterhin wird es nötig sein zu untersuchen, wo die Möglichkeiten und Grenzen sowie die Methoden und Ziele für oppositionelles Verhalten an den Universitäten der SBZ und DDR lagen, um dieses im Vergleich zur restlichen Bevölkerung zu sehen und letztlich seine Auswirkungen heraus- stellen zu können.

Die Forschung hat besonders in den letzten Jahren zum studentischen Widerstand an den Universitäten und Hochschulen der SBZ/DDR eine Reihe von neuen Erkenntnissen geliefert. Das resultierte wohl zum einen aus den seit der Wende 1989 besser einzusehenden Quellen. Zum anderen war zu Opposition und Widerstand in der DDR allgemein in den siebziger und achtziger Jahren recht wenig veröffentlicht worden, was möglicherweise darauf zurückzuführen ist, daß diese schlichtweg aus dem Blickfeld der Betrachter verschwunden waren, daß das Volk in den meisten Büchern vergessen worden war.2

So kommt es, daß die gesamte verwendete Forschungsliteratur entweder aus den Jahren vor 1970 oder nach 1990 stammt. Karl Wilhelm Fricke umreißt in seinem Werk von 19643 allgemein den Widerstand in der SBZ. Bei der älteren Literatur muß auch Thomas Ammers Beitrag zur Nachkriegsgeschichte der Universität Rostock4 erwähnt werden, die er sehr ausführlich beschreibt und anhand von Quellenangaben legitimiert. Zudem war Ammer selbst zum behandelten Zeitraum an der Universität Jena immatrikuliert und dort gleichzeitig in der FDJ sowie in einer Widerstandsgruppe tätig, wovon er später im Zuge der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages “Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED- Diktatur in Deutschland” als Zeitzeuge berichtete.5 Diese Kommission widmete ein Themenfeld ihrer Arbeiten zwischen 1992 und 1994 den Möglich- keiten und Formen widerständigen Verhaltens in der DDR. Die Geschichte der Widerstandsgruppe, in der auch Thomas Ammer aktiv war - dem “Eisenberger Kreis” - wurde 1995 von Patrik von zur Mühlen6 veröffentlicht. Er untermauert seine Aussagen hierin vor allem durch Archivquellen, private Material- sammlungen und mündliche sowie schriftliche Mitteilungen der beteiligten Personen. Aufgrund der schlecht zu erreichenden Quellen zu diesem Thema wird sich die vorliegende Arbeit bei der Behandlung des “Eisenberger Kreises” vornehmlich auf die gut dokumentierten Ausführungen Patrik von zur Mühlens stützen. Die Quellenlage zur Hochschulpolitik in der SBZ und DDR ist dagegen durch veröffentlichte Materialien vor allem in der Dokumentation vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen7 wesentlich umfangreicher. Weiterhin wird auf zwei Publikationen der Universität Jena8 zu ihrer Geschichte zurückgegriffen, die aus der Zeit der DDR stammen und so die Darstellung aus einer gegensätzlichen Sicht zur westdeutschen Forschung bedeuten. Allerdings ist in diesen Veröffentlichungen das Thema Opposition weitgehend ausgespart worden.

II. Hauptteil

1. Zur Definition der Begriffe Widerstand, Opposition und Resistenz Was ist Widerstand?

In der bisherigen Forschung ist keine annähernd allgemein anerkannte Definition von Widerstand und Opposition in der DDR entwickelt worden. Daraus erklärt sich, daß nahezu jeder Autor seiner Analyse unterschiedliche Begriffe zugrundelegt, was die Untersuchung des Widerstandsthemas einigermaßen schwierig gestaltet. Auch gibt es kein einheitliches Widerstandsdogma, das es ermöglichte, bestimmte Handlungen oder Haltungen eindeutig unter Begriffe wie Widerstand, Opposition oder Resistenz zu subsumieren.

Den Begriff der Resistenz9 im Dritten Reich hat Broszat in seinem Forschungs- projekt über Bayern in der NS-Zeit10 entwickelt und versucht, so die “kleinen” Formen zivilen Muts, eingebunden in die Situation der Erfahrungswelt sozialer und lokaler Gruppen, in der Bevölkerung nachzuweisen und zu untersuchen.11 Er definiert die Bedeutung von Resistenz “ganz allgemein” als “Wirksame Abwehr, Begrenzung, Eindämmung der NS-Herrschaft oder ihres Anspruches, gleichgültig von welchen Motiven, Gründen und Kräften her”12. So umfaßt Resistenz auch Verhalten, das nicht bewußt als Anti-Haltung politisch motiviert war, “selbst die bloße innere Bewahrung dem NS widerstrebender Grundsätze”13, sofern es eine einschränkende Wirkung auf die NS-Herrschaft oder -Ideologie hatte. Weiter führt Broszat aus, “... zählt politisch und historisch vor allem, was getan und was bewirkt, weniger das, was nur gewollt oder beabsichtigt war”14 und zielt so bei der Untersuchung widerständigen Verhaltens vor allem auf die Wirkung, nicht auf die Motivation des Handelns ab.

Diesen Ansatz zur Begriffsverfeinerung oppositioneller Haltungen führen Mall- mann und Paul geradezu ad absurdum, indem sie behaupten: “Der größte Resistenzfaktor des Dritten Reiches war der Nationalsozialismus selbst. Und den wird man schlechterdings wohl kaum dem Widerstand zurechnen können.”15 In der Tat ist der Begriff der Resistenz mit der Gefahr verbunden, die große Konsensbereitschaft vergessen zu machen16 und auf der Suche nach alltäglichen Oppositionsformen Konflikte zu implizieren, die in jeder Gesellschaft zu finden sind.17 Schließlich, so folgern Schlögl, Schwartz und Thamer, sei Herrschafts- begrenzung durch Resistenz eher eine Nebenwirkung innergesellschaftlicher Frontverläufe, die zudem durch die Koexistenz von Widerspruch und Konsens18 ihrerseits begrenzt bliebe.19

Auch Mallmann und Paul sprechen den Verhaltensweisen, die Broszat dem Resistenz-Begriff zuordnet, weder von der Motivation, den Konfliktanlässen, noch von der Wirkung her eine eigenständige Qualität als Widersprüchlichkeit zu, sondern benennen sie mit dem Begriff der “loyalen Widerwilligkeit”.20 Ähnlich wie Broszat betrachtet auch Fricke “eine rein menschliche und eigentlich unpolitische Verhaltensweise”21 bereits als Form von Opposition. Jedoch muß schon allein aufgrund des Umfangs der vorliegenden Arbeit eine engere Begriffs- definition gewählt und können nur aktive Formen von Opposition und Widerstand untersucht werden.

Relativ unumstritten ist in der Forschung, daß Opposition zu Widerstand wird, wo ihr der legale Handlungsspielraum genommen wird.22 Beide treten daher nicht immer streng voneinander getrennt auf und unterliegen, gerade in der Frühphase der SBZ/DDR einer ständigen Entwicklung, so daß sie jeweils aus ihrer konkreten Erscheinungsform heraus zu erkennen und zu beurteilen sind.23

2. Die politischen Hintergründe

Bei der Untersuchung der hochschulpolitischen Hintergründe zeigt sich, daß die Hochschulentwicklung immer in die allgemeine politische Entwicklung der SBZ/DDR eingebunden war.24

a) Der Aufbau eines neuen politischen Systems

Die Lage der SBZ nach dem Zusammenbruch der nationalsozialistischen Diktatur bestimmte sich aus der daraus entstandenen Notwendigkeit zum neuen Aufbau einer gesellschaftlichen und staatlichen Organisation. Diese führte bereits 1945 im Zuge der Entnazifizierung zur Besetzung sämtlicher Schlüsselpositionen in der Verwaltung, Polizei und Justiz mit Kommunisten.25 Durch Enteignungen und Verstaatlichung26 gelang es der SED immer mehr, den Einfluß neben ihr be- stehender politischer Kräfte einzugrenzen und ihren politischen sowie ideolo- gischen Alleinherrschaftsanspruch durchzusetzen.27 Weiterhin war die Über- wachung und Repression durch Staatssicherheit und Justiz massiv28, ebenso wie die militärische Präsenz der sowjetischen Besatzungsmacht.29 Der gemeinsame Aufruf der KPD und SPD in der SBZ vom 18. Oktober 1945 forderte nun eine demokratische und “gründliche Reform des gesamten Hochschul- und Universitätswesens”30 für die sechs auf dem Gebiet der SBZ befindlichen Universitäten und zwei Technischen Hochschulen. Demnach bestanden die Hauptaufgaben in der Entnazifizierung des Hochschulwesens, der Schaffung eines demokratischen Lehrkörpers und der Brechung des Bildungs- privilegs des Bürgertums. Daraus folgend sollte die Schaffung einer neuen Intelligenz durch die Öffnung der Hochschulen für alle Befähigten, die “durch reaktionäre Bildungsprivilegien bisher vom Studium ferngehalten wurden” stattfinden.31 Der letzte Punkt sollte durch die Einrichtung sogenannter Vorstudienanstalten erreicht werden, die 1949 in Arbeiter-und-Bauern-Fakultäten umgestaltet wurden.32 1948 wurden die Vorstudienanstalten in die Universitäten eingegliedert. Somit wurden die Studenten dieser Anstalten allen anderen gleichgestellt und konnten an den Wahlen zu den Studentenräten teilnehmen.33 Dieser Punkt war für die SED sehr wichtig, weil gerade an den Vorstudien- anstalten eine Großzahl ihrer Anhänger zu finden war.

Mit der “Vorläufigen Arbeitsordnung” des DZVV vom Mai 1949 unterstanden die Universitäten vollständig der staatlichen Verfügungsgewalt, die Aufgaben der studentischen Selbstverwaltung gingen an einen “Studentendekan” über.34

b) Die Zweite Hochschulreform und der Aufbau des Sozialismus

Eine starke Annäherung an das sowjetische Modell35 erfuhren die Universitäten in der DDR mit der Zweiten Hochschulreform 1951. Sie legte den Grundstein für die sozialistische Umgestaltung der Universitäten36 und war die Folge des fort- geschrittenen Aufbau des Sozialismus in der am 7. Oktober 1949 gegründeten DDR. Die Wirtschaft war immer stärker auf Planwirtschaft umgestellt worden, das Staatseigentum an Produktionsmitteln und der Staatsanteil an Industrie- produkten dominant geworden.37 Mit Beginn des Fünfjahrplans wurden somit das zehnmonatige Studienjahr, obligatorischer Russischunterricht, das obligatorische dreijährige gesellschaftswissenschaftliche Grundstudium auf Basis des Marxismus-Leninismus, ein obligatorischer Stundenplan und jährliche Zwischen- prüfungen eingeführt.38

[...]


1 Wissenschaft und Sozialismus, Beiträge zur Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena von 1945 bis 1981, hg. von Siegfried Schmidt, Jena 1983, S. 16. (nachfolgend zitiert: Wissenschaft und Sozialismus).

2 Vgl. Ulrike Poppe, Rainer Eckert und Ilko-Sascha Kowalczuk, Opposition, Widerstand und widerständiges Verhalten in der DDR. Forschungsstand - Grundlinien - Probleme, in: Zwischen Selbstbehauptung und Anpassung. Formen des Widerstandes und der Opposition in der DDR, hg. von Ulrike Poppe, Rainer Eckert und Ilko-Sascha Kowalczuk, Berlin 1995, S. 12.

3 Vgl. Karl Wilhelm Fricke, Selbstbehauptung und Widerstand in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands, hg. vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen, Bonn /West-Berlin 1964 (nachfolgend zitiert: Fricke).

4 Vgl. Thomas Ammer, Universität zwischen Demokratie und Diktatur. Ein Beitrag zur Nachkriegsgeschichte der Universität Rostock, Köln 1969 (nachfolgend zitiert: Ammer).

5 Vgl. Materialien der Enquete-Kommission “Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED- Diktatur in Deutschland” (12. Wahlperiode des Deutschen Bundestages), 18 Bde., hg. vom Deutschen Bundestag, Frankfurt am Main 1995 (nachfolgend zitiert: Enquete-Kommission).

6 Vgl. Patrik von zur Mühlen, Der “Eisenberger Kreis”. Jugendwiderstand und Verfolgung in der DDR 1953-1958, Bonn 1995 (nachfolgend zitiert: von zur Mühlen).

7 Vgl. Dokumente zur Bildungspolitik in der Sowjetischen Besatzungszone, hg. vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen, Bonn/West-Berlin o. J. (nachfolgend zitiert: Dokumente zur Bildungspolitik).

8 Vgl. Wissenschaft und Sozialismus; vgl. Alma mater Jenensis. Geschichte der Universität Jena, hg. von Siegfried Schmidt, Weimar 1983 (nachfolgend zitiert: Alma mater).

9 Zur Kritik an der Begriffswahl siehe: Klaus Michael Mallmann und Gerhard Paul, Resistenz oder loyale Widerwilligkeit? Anmerkungen zu einem umstrittenen Begriff, in: ZfG 41 (1993), S. 101 ff. (nachfolgend zitiert: Mallmann/Paul).

10 Zur Möglichkeit, den Widerstand in der NS-Zeit mit dem in der DDR zu vergleichen und zur Dringlichkeit, für entsprechende Forschungen über die DDR, auf den Ergebnissen der NS- Widerstandsforschung aufzubauen, siehe: Rainer Eckert, Die Vergleichbarkeit des Unvergleichbaren. Die Widerstandsforschung über die NS-Zeit als methodisches Beispiel, in: Zwischen Selbstbehauptung und Anpassung. Formen des Widerstandes und der Opposition in der DDR, hg. von Ulrike Poppe, Rainer Eckert und Ilko-Sascha Kowalczuk, Berlin 1995, S. 69ff. (nachfolgend zitiert: Eckert).

11 Vgl. Martin Broszat, Resistenz und Widerstand. Eine Zwischenbilanz des Forschungsprojektes, in: Bayern in der NS-Zeit, Bd. 4. Herrschaft und Gesellschaft im Konflikt, hg. von Martin Broszat, Elke Fröhlich und Anton Grossmann, München 1981, S. 693. (Nachfolgend zitiert: Broszat.)

12 Ebd., S. 697.

13 Ebd., S. 697.

14 Ebd., S. 698.

15 Vgl. Mallmann/Paul, S. 116.

16 Vgl. Rudolf Schlögl, Michael Schwartz und Hans-Ulrich Thamer, Konsens, Konflikt und Repression: Zur Sozialgeschichte des politischen Verhaltens in der NS-Zeit, in: Zwischen Loyalität und Resistenz. Soziale Konflikte und politische Repression während der NS-Herrschaft in Westfalen, hg. von Rudolf Schlögl und Hans-Ulrich Thamer, Münster 1996, S. 11 (nachfolgend zitiert: Schlögl/Schwartz/Thamer).

17 Vgl. ebd., S. 28; vgl. Ehrhart Neubert, Geschichte der Opposition in der DDR 1949-1989, Bonn 1997, S. 27 (nachfolgend zitiert: Neubert).

18 Vgl. Mallmann/Paul, S. 112.

19 Vgl. Schlögl/Schwartz/Thamer, S. 29.

20 Vgl. Mallmann/Paul, S. 105.

21 Vgl. Fricke, S. 12.

22 Vgl. Fricke, S. 12; vgl. Thomas Ammer, Die Gedanken sind frei. Widerstand an den Universitäten 1945 bis 1961, in: Zwischen Selbstbehauptung und Anpassung. Formen des Widerstandes und der Opposition in der DDR, hg. von Ulrike Poppe, Rainer Eckert und Ilko- Sascha Kowalczuk, Berlin 1995, S. 142 (nachfolgend zitiert: Ammer in: Poppe); vgl. Neubert, S. 29; vgl. Eckert, S. 81f; vgl. Ilko-Sascha Kowalczuk, Von der Freiheit, Ich zu sagen. Widerständiges Verhalten in der DDR, in: Zwischen Selbstbehauptung und Anpassung. Formen des Widerstandes und der Opposition in der DDR, hg. von Ulrike Poppe, Rainer Eckert und Ilko- Sascha Kowalczuk, Berlin 1995, S. 87 (nachfolgend zitiert: Kowalczuk in: Poppe).

23 Vgl. Fricke, S. 12; Ammer in: Poppe, S. 142.

24 Vgl. Wissenschaft und Sozialismus, S. 10; vgl. Waldemar Krönig und Klaus-Dieter Müller, Anpassung Widerstand Verfolgung. Hochschule und Studenten in der SBZ und DDR 1945-1961, Köln 1994, S. 13 (nachfolgend zitiert: Krönig/Müller).

25 Vgl. Hermann Weber, Die DDR 1945-1990, München 21993, S. 10 (nachfolgend zitiert: Weber).

26 Vgl. Beschluß des Parteivorstandes vom 20. Juni 1946, in: Christoph Kleßmann, Die doppelte Staatsgründung. Deutsche Geschichte 1945-1955, Göttingen 51991, S. 384f. (nachfolgend zitiert: Kleßmann); Weber, S. 12f.

27 Vgl. Fricke, S. 18 ff.; Ammer in: Poppe, S. 143; vgl. Dietrich Staritz, Geschichte der DDR, Frankfurt am Main 1996, S. 16 (nachfolgend zitiert: Staritz); vgl. Weber, S. 5.

28 Vgl. Weber, S. 30.

29 Vgl. Ammer in: Poppe, S. 143.

30 Vgl. Gemeinsamer Aufruf der KPD und SPD zur demokratischen Schulreform. 18. Oktober 1945, in: Dokumente zur Bildungspolitik, Dok. 3.

31 Ebd.

32 Vgl. Ernst Richert, “Sozialistische Universität”. Die Hochschulpolitik der SED, West-Berlin 1967, S. 62 (nachfolgend zitiert: Richert); vgl. Dokumente zur Bildungspolitik, Dok. 7.

33 Vgl. Krönig/Müller, S. 30; vgl. Richert, S. 61; vgl. Marianne Müller und Egon Erwin Müller, “...stürmt die Festung Wissenschaft!”. Die Sowjetisierung der mitteldeutschen Universitäten seit 1945, West-Berlin 1953, S. 144 (nachfolgend zitiert: Müller/Müller); vgl. Vorläufige Arbeitsordnung der Universitäten und wissenschaftlichen Hochschulen der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands vom 23. Mai 1949. Herausgegeben vom Präsidenten der Deutschen Verwaltung für Volksbildung, in: Dokumente zur Bildungspolitik, Dok.16.

34 Ebd.; vgl. Müller/Müller, S. 141ff.

35 Zum sowjetischen Vorbild der ABF, die bereits in Anlehnung an die 1920 gegründeten Arbeiterfakultäten an sowjetischen Universitäten errichtet wurden, siehe: Zur Errichtung von Arbeiterfakultäten an den Universitäten. Aus der Verordnung des Volkskommissariats für das Bildungswesen vom 11. September 1919, in: Der Sowjetkommunismus. Dokumente, Bd. 2. Die Ideologie in Aktion, hg. von Hans-Joachim Lieber und Karl-Heinz Ruffmann, Köln und Berlin 1964, D 26 (nachfolgend zitiert: Sowjetkommunismus).

36 Vgl. Wissenschaft und Sozialismus, S. 7, S. 14.

37 Vgl. ebd., S. 48.

38 Vgl. Verordnung über die Neuorganisation des Hochschulwesens. Vom 22. Februar 1951, in: Dokumente zur Bildungspolitik, Dok. 23.; vgl. Wissenschaft und Sozialismus, S. 17.

Details

Seiten
26
Jahr
1998
ISBN (eBook)
9783656230892
Dateigröße
492 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v197098
Institution / Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster – Historisches Seminar
Note
1,3
Schlagworte
Widerstand Opposition Resistenz DDR SBZ Hochschulen Hochschulreform Tauwetter Eisenberger Kreis SED 17. Juni

Autor

Teilen

Zurück

Titel: "Ein Ringen um jeden Einzelnen" - Studentische Opposition an den Universitäten der SBZ/DDR