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Abwehrreaktionen nach Virginia Satir

Studienarbeit 2011 18 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Kurzfassung

Abstract

Abbildungsverzeichnis

1 Virginia Satir
1.1 Zur Person
1.2 Akademische Laufbahn
1.3 Ihre Arbeit
1.4 Kommunikation in der Arbeit von Virginia Satir

2 Kommunikation und Abwehr
2.1 Abwehr - Definition
2.2 Kommunikation - Definition
2.3 Kommunikationsformen
2.3.1 Verbal
2.3.2 Nonverbal
2.3.3 Problematik

3 Kommunikation und Selbstwert
3.1 Selbstwert - Definition
3.2 Ursachen für Störungen des Selbstwertgefühls
3.3 Auswirkung auf die Kommunikation

4 Vier Kommunikationsmuster (Abwehrreaktionen)
4.1 Beschwichtigend
4.2 Anklagend
4.3 Rationalisierend
4.4 Ablenkend

5 Lösung zur Durchbrechung problematischer Kommunikationsmuster

6 Abwehrtheorien weiterer Wissenschaftler

7 Zusammenfassung und Fazit

Literaturverzeichnis

Kurzfassung

Gegenstand der hier vorgestellten Arbeit sind die Abwehrreaktionen oder auch Kommunikationsmuster nach Virginia Satir. Es sollen die verschiedenen Kommunikationsmuster, die in jeder Lebenssituation vorkommen können, erläutert werden, und in diesem Zusammenhang der Problematik dieser Strukturen auf den Grund gegangen werden. Zudem wird die Ursache der Entstehung dieser Muster erklärt, und abschließend ein Lösungsvorschlag geboten. Hierbei wird sich eng an die Erkenntnisse der Virginia Satir gehalten, Parallelen zu anderen Theorien werden jedoch ebenfalls vorgestellt. Mit der Lektüre dieser Arbeit soll die Möglichkeit zur eigenen Reflexion, sowie zur Sensibilisierung in der alltäglichen Kommunikation geschaffen werden.

Abstract

This thesis examines Virgina Satir's views on defence mechanisms, also known as communication styles. It explores situations in which diverse communication styles can appear in everyday life, and illustrates the way in which these styles manifest them- selves. Finally, the text suggests a method to help deal with the problems of mis- communication. While adhering closely to the findings of Virginia Satir, analogies from other theories will also be presented. The study of this paper will offer you the opportunity for self reflection and an increased awareness of everyday communication.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Anteil verbal / nonverbal in der menschlichen Kommunikation

Abbildung 2: Beschwichtigend

Abbildung 3: Anklagend

Abbildung 4: Rationalisierend

Abbildung 5: Ablenkend

Abbildung 6: Anteil der 5 Kommunikationsmuster in der menschlichen Kommunikation

1 Virginia Satir

1.1 Zur Person

Virginia Satir, geboren am 26.06.1916 in Neilsville, Wisconsin, gestorben am 10.09.1988 in Palo Alto, Kalifornien (hier und im Folgenden, Gliederungspunkt 1.1 - 1.3 vgl. Suarez: About Satir), gilt als Pionierin der Familientherapie (vgl. Bosch, Ullrich: Familientherapie). Sie selbst war das älteste von fünf Kindern deutschstämmiger El- tern. Virginia Satir war zweimal verheiratet und Mutter zweier adoptierter Töchter.

Durchaus beeinflusst von der Zusammenarbeit mit anderen Therapeuten richtete Virginia Satir im Gegensatz zu diesen ihre Aufmerksamkeit auf die „ganz gewöhnlichen“ Beziehungsschwierigkeiten, welche sie versuchte praxisnah und problemorientiert zu durchleuchten und zu lösen (vgl. Satir, Familienbehandlung, S. 8)

1.2 Akademische Laufbahn

Virginia Satir besuchte nach Abschluss der High School das Milwaukee State Teachers College (jetzige University of Wisconsin), welches sie 1936 mit dem B.A. der Erziehungswissenschaften abschloss.

Ihre Arbeit veranlasste sie später die University of Chicago - School of Social Services Administration zu besuchen, und Soziale Arbeit zu studieren. Ihr Studium beendete sie 1943, den akademischen Titel erhielt sie allerdings erst 1948 nach Abgabe ihrer Ab- schluss-Arbeit.

1973 wurde ihr ein Ehrendoktor der University of Wisconsin verliehen.

Die University of Chicago verlieh ihr 1975 eine Gold-Medaille für ihren Dienst an der Menschlichkeit.

1.3 Ihre Arbeit

Das Leben der Virginia Satir war stets begleitet von Arbeit, die Ihren Lebensinhalt darstellte. Ihre Ausbildung am College finanzierte sie sich selbst durch Arbeit am und außerhalb des Colleges. Bereits zu diesem Zeitpunkt zeigte sich ihr soziales Engagement durch Babysitting als Einnahmequelle. Ebenso betreute sie junge erwachsene Schwarze im Abraham Lincoln House, einem Gemeindezentrum, und initiierte in diesem Zusammenhang verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten, wie Spiel- und Theatergruppen. Prägnant waren für sie jedoch das Erleben von Rassismus, Vorurteil und Schikane, womit die schwarze Bevölkerung tagtäglich konfrontiert war.

Nach Abschluss ihres Studiums arbeitete sie als Lehrerin an diversen Schulen in ver- schiedenen Bundesstaaten der USA. Dort nahm sie die Gelegenheit wahr und besuch- te die Familien von Schülern, um bereits dort Hintergründe und Struktur zu beobach- ten.

1951 eröffnete sie ihre Privatpraxis, und begann ihre erfolgreiche Arbeit als Therapeu- tin mit Familien und als Beraterin für Schulen und andere Einrichtungen. Bis 1955 ar- beitete sie zusammen mit Dr. Calmest Gyros am Illinois Psychiatric Institute, wo sie ihre Theorie, Familien in die Therapie von Patienten mit einzubeziehen, etablierte.

Virginia Satir zog nach Kalifornien, wo sie 1959 zusammen mit Don Jackson und Jules Riskin das Mental Health Research Institute gründete, und in welchem 1962 die erste familientherapeutische Abteilung überhaupt eröffnet wurde (vgl. Mental Research Insti- tute).

Ab 1964 besuchte sie das Esalen Institute in Big Sur, Kalifornien, um das dortige Lernangebot zu nutzen. Später unterrichtete sie dort auch selbst.

Es gelang ihr ihre Theorien durch weltweite Vorträge und beständige Arbeit bekannt zu machen, und die Familientherapie mit all ihren Zusammenhängen auch außerhalb der USA zu verbreiten und als anerkanntes Verfahren zu etablieren (vgl. Wirsching, Scheib, S. 1, 7, 11, 13).

So gründete sie 1970 das International Human Learning Resources Network (vgl. IHLRN), und 1977 The Virginia Satir Global Network (The Avanta Network), deren Verbindungen und Unterstützung sie aufbaute und nutzte, und dank derer ihre Arbeit bis heute nicht in Vergessenheit geraten ist.

1.4 Kommunikation in der Arbeit von Virginia Satir

Im Zusammenhang mit Ihrer Arbeit mit Familien untersuchte sie in erster Linie das Thema Kommunikation. Ihrer tiefsten Überzeugung nach ist „Kommunikation der einzi- ge und wichtigste Faktor, der bestimmt, welche Arten von Beziehungen er (der Mensch) mit anderen eingeht und was er in seiner Umwelt erlebt.“ (vgl. Satir, Selbst- wert, S. 49). Des Weiteren benennt sie Kommunikation als „der Maßstab, mit dem zwei Menschen gegenseitig den Grad ihres Selbstwerts messen…“ (vgl. Satir, Selbstwert, S. 49). Satirs Theorie besagt dass jeder Mensch (von Behinderungen abgesehen) die gleichen Voraussetzungen mitbringt, nämlich Körper, Werte, Erwartungen, Sinnesor- gane, Fähigkeit zu sprechen, Gehirn, die allesamt Kommunikation ermöglichen. Da Kommunikation vom ersten Moment des Lebens, vor allem innerhalb der Familie, er- lernt wird, ist es möglich diese auch durch Umlernen zu verändern (vgl. Satir, Selbst- wert, S. 50, 51, 79). Die meisten Grundsteine für Verhaltensmuster und Werte werden in der Kindheit gelegt, und setzen sich, wenn auch unbewusst, bis ins Erwachsenenal- ter hinein fort (vgl. Satir, Selbstwert, S. 94). So beobachtete Satir dass selten Worte der Wertschätzung verloren werden, Kritik jedoch häufig geäußert wird (vgl. Satir, Selbstwert, S. 78). Ebenso stellte sie fest dass es zwei Arten der Kommunikation gibt, die verbale, also das gesprochene Wort, sowie die nonverbale, die sich in Gesicht, Stimme, Atem und Körper ausdrückt (vgl. Satir, Selbstwert, S. 83). Dieselbe Theorie stellte Paul Watzlawick, der mit Virginia Satir im MRI zusammenarbeitete, ebenfalls auf und veröffentlichte diese anhand seines ersten Kommunikations-Axioms (auch als Metakommunikatives Axiom bekannt) „Man kann nicht nicht kommunizieren“ (vgl. Watzlawick, Menschliche Kommunikation, S. 53).

2 Kommunikation und Abwehr

2.1 Abwehr - Definition

„Der Begriff Abwehrmechanismus spielt in der Freud´schen Lehre eine zentrale Rolle. Die Psychoanalyse kennt 9 Abwehrmechanismen: Verdrängung, Regression, Reaktionsbildung, Isolierung, Ungeschehenmachung, Projektion, Introjektion, Wendung gegen die eigene Person, Verkehrung ins Gegenteil.“ (vgl. Taemi, S. 71).

2.2 Kommunikation - Definition

Der Begriff „Kommunikation“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet eine „Mitteilung machen“, aber auch „teilen“ und „vereinigen“.

„Kommunikation bezeichnet den Austausch von Informationen zwischen zwei oder mehreren Personen, wobei die Mitteilung sprachlich (verbal) und / oder nichtsprachlich (nonverbal) erfolgen kann“ (vgl. Köck, S. 213).

2.3 Kommunikationsformen

2.3.1 Verbal

Der Begriff „verbal“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Wort“ bzw. „Wortlaut“. In der Kommunikationsforschung ist das gesprochene Wort gemeint.

2.3.2 Nonverbal

Im Duden wird nonverbal beschrieben als „nicht mithilfe der Sprache, sondern durch Gestik, Mimik oder optische Zeichen vermittelt“.

2.3.3 Problematik

Virginia Satir erkannte bei Ihrer Arbeit mit zahlreichen Familien, dass sich das gesprochene Wort und die gleichzeitig passierende Körpersprache oftmals widersprechen (vgl. Satir, Selbstwert, S. 82, 83). Sie sprach in diesem Falle von doppeldeutigen Botschaften, die, wie sie sagt, jedoch meist unbewusst vermittelt werden.

Da der Anteil der nonverbalen Kommunikation bei bis zu 93 % liegen kann (vgl. Mehrabian, Nonverbal Communication, S. 108), führen solch doppeldeutige Botschaf- ten zu Verwirrung, der Empfänger dieser Botschaft reagiert entsprechend, im schlimmsten Falle ebenfalls mit einer doppeldeutigen Botschaft. Dies führt zwangsläu- fig in einen Teufelskreis, der für alle Teilnehmer unbefriedigend und schmerzlich ist. (vgl. Satir, Selbstwert, S. 83).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 „Anteil verbal / nonverbal in der menschlichen Kommunikation“, vgl. Mehrabian, Nonverbal Communication, S. 108

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Details

Seiten
18
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656230441
ISBN (Buch)
9783656231448
Dateigröße
548 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v196930
Institution / Hochschule
Hochschule München
Note
1,3
Schlagworte
abwehrreaktionen virginia satir

Autor

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