Lade Inhalt...

Social Networks - die Relevanz von Facebook im Tourismus

Praktikumsbericht / -arbeit 2011 35 Seiten

Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media

Leseprobe

Gliederung

1 Einleitung

2 Definition elementarer Begriffe
2.1 Tourismus
2.2 Web 2.0
2.3 Social Media

3 Social Network
3.1 Begriffserläuterung
3.2 Funktionen von Social Networks
3.3 Touristisch relevante Social Networks
3.3.1 TripsbyTips
3.3.2 TripAdvisor
3.3.3 FlickR
3.3.4 YouTube
3.3.5 Facebook
3.4 Vor- und Nachteile von Social Networks
3.4.1 Vorteile
3.4.2 Nachteile

4. Facebook im Tourismus
4.1 Touristisch relevante Funktionen
4.1.1 Facebook-Fanpage
4.1.2 Facebook-Places
4.1.3 Location Based Services

5 Fazit

Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Die Menschheit ist in dem Zeitalter angelangt, indem Sie sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen können. Das Web nimmt immer mehr Einfluss. Ob privat oder beruflich, der Computer ist in dem Leben der Menschen nicht mehr wegzudenken.

Facebook, Twitter und Co sind die neuen Medien im Marketing, das ist schon lange keine Geheimnis mehr. Viele Unternehmen setzen auf die Social Media Netzwerke um ihre Produkte, Dienstleistungen und Marken zu präsentieren.1 Doch lohnen sich die neuen Kommunikationskanäle auch im Tourismus?

Konrad Zuse, der im Jahre 1936 den ersten vollautomatischen, programmgesteuerten und frei programmierbaren Computers der Welt (Zuse Z32 ) erfand, konnte sich die Ausmaße seine Erfindung nicht ausmalen. Als dann Anfang der 90er Jahre das „World Wide Web“ für die gesamte Bevölkerung zugänglich wurde, etablierte sich der Computer immer mehr.

Das Web 2.0 ist mittlerweile allgegenwärtig und spielt somit auch im Tourismus eine immer wichtigere Rolle. Die Touristen beginnen ihre Reise nicht erst bei der eigentlichen Buchung, sondern schon bei der Informationsbeschaffung im Internet. Inzwischen ist dort alles zu finden, ganz gleich ob man nur Informationen zu einem bestimmten Hotel sucht oder einen ausführlichen Reiseberichten von Touristen braucht. Daher ist es wichtig, dass touristische Unternehmen ihre Internetpräsenz weiter ausbauen oder schleunigst damit anfangen.

Neben dem Web 2.0 wächst auch die Popularität von Social Media immer mehr an. Spätestens seit dem Jahre 2009, seit es das Social Network „Facebook“ auch auf Deutsch gibt hat sich die Internetauftritt von Unternehmen und der Bevölkerung gewandelt. Social Networks sind aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken und sind mittlerweile in nahezu allen Lebensbereichen eingedrungen. Mit keinem anderen Medium ist es möglich, so viele Menschen gleichzeitig anzusprechen, denn schon lange geht die Nutzung dieser Netzwerke darüber hinaus, Kontakte zu Freunde zu pflegen. Dies haben die einzelnen Unternehmen bemerkt und werden nun aktiv, denn Social Media ist als Marketinginstrument vom großen Nutzen und sollte von jedem Unternehmen genutzt werden.

2 Definitionen elementarer Begriffe

Dieses Kapitel soll einen Überblick über grundlegende Begriffe zum Thema „Social Networks im Tourismus“ geben. Da dieses Forschungsfeld sehr umfangreich und unübersichtlich ist, werden nun die Kernelemente „Tourismus“, „Web 2.0“ und Social Media“ näher erläutert. In den darauf folgenden Kapiteln wird der Bereich des Social Networks im Tourismus näher betrachtet und explizit darauf eingegangen.

2.1 Tourismus

Die Suche nach einer einheitlichen Definition von „Tourismus“ gestaltet sich schwierig, da in der Wissenschaft immer noch keine Einigkeit herrscht, wie man diesen komplexen Begriff explizit definieren könnte. Fakt ist, dass sich in den letzten Jahren die Begrifflichkeit des Tourismus immer mehr durchgesetzt hat. Somit wurde der Terminus Fremdenverkehr ersetzt.

Die WTO (World Tourism Organization) definiert Tourismus wie folgt: "Aktivitäten einer Person, die für weniger als einen bestimmten Zeitraum an einen Ort außerhalb ihrer gewöhnlichen Umgebung reist, wobei der Hauptreisezweck ein anderer ist als die Ausübung einer Tätigkeit, die vom besuchten Ort aus vergütet wird".3 Die wesentlichen Grundelemente von Tourismus sind somit, dass der eigene Wohnsitz für einen gewissen Zeitraum (Stunden, Tage, Monate) verlassen und dass für die Beförderung einer Strecke ein Verkehrsmittel in Anspruch genommen wird. Es bezeichnet dementsprechend den Aufenthalt einer Person außerhalb des gewöhnlichen Lebensumfeldes. Ausgeschlossen sind dabei die unfreiwilligen Reisezwecke, wie zum Beispiel ärztlich verordnete Krankenhausaufenthalte, Aufenthalte in medizinischen Einrichtungen, sowie Gefängnisaufenthalte oder die Ableistung der Wehrpflicht.4

Doch kann der Tourismus noch viel weiter unterteilen werden, nämlich in die Reisedauer, die Reiseentfernung wie auch die Reisemotivation. Laut WTO beginnt der Tourismus erst ab der ersten Übernachtung, denn ohne Übernachtung werden die Gäste als Tagesausflügler bezeichnet. Die Reiseentfernung wird unterschieden nach In- und Auslandsreisen, aber auch nach Reisen in die nähere Umgebung. Das Reisemotiv kann dabei auch sehr vielfältig ausfallen, wie zum Beispiel Dienst- oder Erholungsreisen.5

2.2 Web 2.0

Das Web 2.0 ist aus dem Leben der Menschen nicht mehr wegzudenken, aber kaum einer weiß genau, was „Web 2.0“ eigentlich bedeutet. Sucht man im Internet nach einer Begriffserklärung, so stößt man bei Google auf inzwischen mehr als 1 Millionen Treffer. Unmittelbar wird man auf den Artikel von Tim O´Reilly „What is Web 2.0“ gebracht. O´Reilly prägte und popularisierte die Bezeichnung, blieb aber bei seiner eigenen Definition über das Web 2.0 unpräzise. Er definiert es wie folgt:

“Web 2.0 is the network as platform, spanning all connected devices; Web 2.0 applications are those that make the most of the intrinsic advantages of that platform: delivering software as a continually-updated service that gets better the more people use it, consuming and remixing data from multiple sources, including individual users, while providing their own data and services in a form that allows remixing by others, creating network effects through an “architecture of participation,” and going beyond the page metaphor of Web 1.0 to deliver rich user experiences.”6

Trotz des Versuchs, Web 2.0 zu definieren, existiert immer noch eine große Uneinigkeit darüber, was Web 2.0 nun genau bedeutet. Oft wird es als Modewort bezeichnet oder als ein Schlagwort aus dem Marketing. Viele akzeptieren es als eine neue allgemeine Einstellung.7 Doch was nicht geleugnet werden kann ist, dass das Web 2.0 als Mitmach-Netz bezeichnet wird, denn der Konsument kann sich aktiv an der Produktion der publizierten Inhalte beteiligen. Das bedeutet, dass gemeinsam Programme und Inhalte erstellt werden, dass der Inhalt gemeinsam bearbeitet und weiter verbreitet wird. Somit kann der Nutzer nicht nur lesen, sondern auch antworten. Der Sender und Empfänger wächst zusammen und deshalb spricht man von dem „Mitmach-Netz“.8

2.3 Social Media

Eine passende Definition zum Thema „Social Media“ zu finden, stellt wieder eine große Herausforderung dar, denn bislang besteht noch keine einheitliche Definition. Social Media (im deutschen: Soziale Medien) ist der Überbegriff für Medien, in denen Internetnutzern ihr Meinungen, Eindrücke, Erfahrungen usw. mitteilen und austauschen können. Im englischen wird dies auch als „User Generated Contend, UGC“ bezeichnet.9 Das Hauptaugenmerk liegt darauf, dass sich Menschen in so genannten Netzwerken im Internet treffen und sich austauschen. Die geteilten Inhalte werden meist mit Bildern, Videos etc. untermalt. Deshalb liegt es nahe, dass das Social Media ein Teil des Webs 2.0, dem „Mitmach-Netz“ ist.

Der Bundesverband für Digitale Wirtschaft (BVDW) liefert einen ersten Ansatzpunkt, wie eine einheitliche Definition aussehen könnte: “Social Media sind eine Vielfalt digitaler Medien und Technologien, die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu gestalten. Die Interaktion umfasst den gegenseitigen Austausch von Informationen, Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen sowie das Mitwirken an der Erstellung von Inhalten. Die Nutzer nehmen durch Kommentare, Bewertungen und Empfehlungen aktiv auf die Inhalte Bezug und bauen auf diese Weise eine soziale Beziehung untereinander auf. Die Grenze zwischen Produzent und Konsument verschwimmt.“10

Die beliebtesten Plattformen im Internet, die in den Bereich des Social Media gehören, sind bislang „Twitter“ Statusmeldungen), „Facebook“ (als Social Network), „FlickR“ (zum Hochladen von Bildern) und „YouTube“ zum Einstellen von Videos).11 12

3 Social Network

In dem folgenden Kapitel wird nun ausgiebig auf das Themenfeld des „Social Networks“ eingegangen. Angefangen mit den Erläuterung eines Sozialen Netzwerkes bis hin zur eigentlichen Tätigkeit des „social networkings“. Anschließend werden die wichtigsten touristischen Netzwerke vorgestellt und die Aktuellen Trends, sowie die Vor- und Nachteile beleuchtet.

3.1 Begriffserläuterung

Unter dem Web 2.0 haben sich im Laufe der letzten Jahre immer mehr Community- Netzwerke gebildet, die als so genannte soziale Netzwerke bekannt sind. Es sind Netzgemeinschaften bzw. Webdienste, in denen die Nutzer die Möglichkeit haben mit anderen Mitgliedern zu kommunizieren und eigene Inhalte zu veröffentlichen.13 User dieser Netzwerke haben die Möglichkeit ein eigenes Profil zu entwerfen, in dem sie sich vorstellen und präsentieren können, um somit andere Mitglieder von sich zu überzeugen. Man lernt Freunde und Bekannt kennen, die man in seinem eigenen Profil mit einbinden kann.14

Die Möglichkeit der Interaktionen reichen dabei von „Chatting“ bis hin zum Austausch von Bildern, Videos oder anderen Dateien, sowie das „Blogging“. Vorraussetzung dafür ist allerdings, dass die sozialen Netzwerke mindestens 2 User benötigen, denn nur dann kann man „ansatzweise“ von einer sozialen Struktur ausgehen. Des Weiteren muss eine Beziehung bzw. Verbindung („Link“) zwischen den einzelnen Usern bestehen. Demnach können soziale Netzwerke ausgeschlossen werden, in denen sich zwar mehrere Mitglieder befinden, aber keinerlei Beziehung untereinander besteht.15

3.2 Funktionen von Social Networks

Wenn der Begriff „Social Network“, die menschliche Interaktion auf einer Internetplattform beschreibt, dann definiert „Social Networking“ den eigentlichen Vorgang der Interaktion.

Koch und Richter definierte in einem Artikel sechs Funktionen von Sozial Networks:

- Identitätsmanagement

Darunter wird die Möglichkeit verstanden, das eigene Profil zu gestalten und mit persönlichen Daten zu füllen. Dazu gehört das eigene Profilbild, Angaben zu eigenen Person (wie Geburtstag, Adresse etc.), eine Auflistung von Interessen und Hobbies, usw. Der User entscheidet selbst, welche Informationen bzw. Daten den anderen Mitgliedern zu Verfügung gestellt werden.

- (Experten-) Suche

Die Funktion der Expertensuche gibt einem die Möglichkeit, impliziertes Wissen zu identifizieren und zu nutzen. Unterschieden wird dabei, ob das Netzwerk nach bestimmten Kriterien durchsucht wird, oder der automatischen Empfehlung von potentiellen Kontakten in einem Netzwerk.

- Kontextawareness

Die Kontextawareness deckt die Darstellung des persönlichen Netzwerks und der Beziehungen zu anderen Personen auf. Damit ist das Aufzeigen gemeinsamer Bekannter gemeint.

- Netzwerkawareness

Darunter wird die Information über die einzelnen Aktivitäten der jeweiligen Kontakte im persönlichen Netzwerk verstanden.

- Kontaktmanagement

Unter der Funktion des Kontaktmanagements werden alle Funktionalitäten zur Pflege des persönlichen Netzwerks verstanden.

- Gemeinsamer Austausch

Diese Funktion der Kommunikation bzw. des Austausches gestaltet sich vielfältig. Angefangen beim Chatting im eigenen Netzwerk bis hin zum „Anstupsen“ (Facebook). Durch einen einfachen Klick wird es den Usern ermöglicht, zu kommunizieren.16 17

3.3 Touristisch relevante Social Networks

Dieser Abschnitt der Arbeit soll einen Überblick über die verschiedensten sozialen Netzwerke geben, die im Tourismus eine relevante Rolle spielen. Außerdem werden auch Netzwerke vorgestellt, die einen touristischen Bezug aufweisen. Die Zahl der sozialen Netzwerke steigt täglich. Allein Deutschland hat derzeit mehr als 150. Der Anteil der Netzwerke, die sich dabei auf den Tourismus beschränken, ist jedoch gering.

Das Internet stellt mittlerweile eine der beliebtesten Informationsquellen für Reisende dar. Laut der Reiseanalyse 2011, nutzen deutlich mehr als die Hälfte der Reisenden das Internet als Informationsquelle. Die Suche wird dabei bis ins kleinste Detail ausgebreitet und es wird eine Menge Zeit investiert, bis man die Informationen zusammen hat, die man benötigt. 2010 verbrachten die Reisenden durchschnittlich 9 Stunden auf rund 13 verschiedenen Websites. Ein Viertel von Ihnen suchten sogar bis zu 25 Stunden im Netz auf mehr als 50 verschiedenen Internetseiten.18

Die sozialen Netzwerke, die dabei eine Rolle im Tourismus spielen, variieren in ihren Intentionen. Da wären zum Beispiel Portale, auf denen die Touristen ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Informationen teilen, oder auch Bewertungsportale, auf denen die Reisenden verschiedene Dienstleistungen beurteilen können. Nicht zu vergessen sind die Netzwerke, auf denen die Touristen die Möglichkeit haben, ihr eigenen Fotos bzw. Videos hoch zu laden, um sie dann mit dem Rest der Welt zu teilen.

3.3.1 TripsbyTips

Das deutsche Online-Reiseforum „TripsbyTips“ (www.tripsbytips.de) wirbt mit dem Slogan „Nur das Beste der Welt“. Auf diesem Reiseportal werden die besten Empfehlungen von Touristen für Touristen gegeben.

[...]


1 vgl. Tourismusdesign Blog Saar (2010)

2 vgl. Weller (2011)

3 vgl. World Tourism Organization (2002)

4 vgl. Geographisches Institut Göttingen (2001)

5 vgl. Pich-a, 2009 S. 15

6 vgl. Webthreads (2011)

7 vgl. O´Reilly (2005)

8 vgl. Steadynews (2011)

9 vgl.: Onlinemarketing Praxis (2011)

10 vgl. Markenkunde (2009) (zum senden von Kurznachrichten und

11 vgl. Hummel-a, 2011 S. 2

12 vgl. Social Media Blog (2010)

13 vgl. Spangenberg, D. und F. Nitschmann (2009)

14 vgl. Leibiger, J., J. Fürst, S. Redlich, B. Schröder, M. Lalla, D. Dank, 2007 S. 17

15 vgl. HDC (2006)

16 vgl. Koch-a, 2009, S. 1243

17 vgl. Pich-b, 2009 S. 13 f.

18 vgl. Reiseanalyse, 2011 S. 5

Details

Seiten
35
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656223580
ISBN (Buch)
9783656223849
Dateigröße
540 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v195960
Institution / Hochschule
BEST-Sabel-Bildungszentrum GmbH
Note
1,7
Schlagworte
Facebook Torismus Social Networks

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Social Networks - die Relevanz von Facebook im Tourismus