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Intermedialität und Ästhetisierung von Gewalt in Stanley Kubricks "A Clockwork Orange"

Seminararbeit 2012 25 Seiten

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Leseprobe

INHALT

1.Einleitung

2. Handlung, Produktion &Rezeption
2.1 Handlung
2.2 Produktion &Rezeption
2.2.1 Das Genre
2.2.2 Die Romanvorlage
2.2.3 Die Filmproduktion
2.2.4 Die Rezeption

3. Die Ästhetisierung der Gewalt und die Intermedialität
3.1 Gewalt
3.2. Die Intermedialität als Mittel der Ästhetisierung von Gewalt
3.2.1 Der Medienwechsel
3.2.2 Intermediale Bezüge

4. Fazit

5. Bibliografie

6. Anhang

1.EINLEITUNG

Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Film „A CLOCKWORK ORANGE“ des us- amerikanischen Regisseurs Stanley Kubrick. Die (film-)wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit dem Film selbst, sowie mit dem Gesamtwerk Kubricks, sind bereits weit vorangeschritten; in der Sekundärliteratur zum Film „A CLOCKWORK ORANGE“ finden sich eine schier unerschöpfliche Zahl möglicher Interpretationswege, psychologische, philosophische oder soziologische Ansätze, die es ermöglichen, neue Zugangswege zum Film zu erschließen.

Diese tiefgreifenden Lesearten seiner Filme legt der Regisseur Stanley Kubrick im Produktionsprozess seiner Filme selbst an: Er betätigt sich nicht ausschließlich als Regisseur, sondern übernimmt oder kontrolliert nahezu alle Schritte der Filmproduktion (Kamera, Regie, Ton, Schnitt etc.)1 selbst. Somit kann Kubrick nicht als „Mainstream-Regisseur“ angesehen werden, aber auch nicht als „Autorenfilmer“, da er stets „lange nach den geeigneten Stoffen suchen“2 musste; so auch in „A CLOCKWORK ORANGE“: der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Anthony Burgess aus dem Jahr 19623 und stammt somit ursprünglich nicht aus der Feder des Regisseurs selbst. Die „vorfabrizierte Idee“4 der Romanvorlage transferiert Kubrick in eine „audiovisuelle Wiederholung des Verliebtseins, das heisst des emotionalen Angesprochenwerdens, das von der Lektüre ausgehtǤ“5 Literatur zu verfilmen bedeutet für Kubrick daher, seine emotionale Betroffenheit der erstmaligen Lektüre der Romanvorlage im Film zu reproduzieren.

Auch in den Post-Produktionsprozess ist Kubrick eingebunden, indem er Werbeplakate entwirft, die technischen Voraussetzungen der Kinos prüft und alle seine Interviews, die ohnehin sehr selten sind, akribisch begutachtet bevor diese veröffentlicht werden können.6

Somit kann Kubrick ein perfektionistischer Stil unterstellt werden, der kaum Raum für Zufälle lässt; jede Szene, jedes Detail seiner Filme ist bewusst gewählt und somit für den Gesamtkontext bedeutungsvoll. Kubrick wird somit zum „totalsten Filmemacher, den es je gegeben hat“7. Dies gilt nicht nur für die einzelnen Filme, sondern auch für das Gesamtwerk Kubricks zudem beispielsweise noch „LOLITA“ (1962), „2001 - A SPACE ODYSSEY“ (1968), „THE SHINING“ (1980) oder „EYES WIDE SHUT“ (1999) gehörenǤ Immer wieder finden sich Querverbindungen zwischen den einzelnen Filmen, inhaltliche Leitmotive (zǤBǤ „der Blick“, „das Auge“, „die Maske“ oder „die Maschine“), ähnliche stilistische Formen der Bildlichkeit (z.B. symmetrische Anordnungen der Architektur, Räume oder Figuren) oder direkte filmische „Zitate“ (zǤBǤ der Soundtrack zu „2001- A SPACE ODYSSEY“ im Regal des Plattenladens in „A CLOCKWORK ORANGE“), was zur Folge hat, dass sowohl der Stand der Sekundärliteratur zum Gesamtwerk Kubricks als auch zur Analyse der einzelnen Filme und ihrer bedeutungstragenden Elemente eine äußerst umfängliche Dimension angenommen hat.

Für diese Seminararbeit werden Querverbindungen zu anderen Filmen Kubricks nicht berücksichtigt, einzig „A CLOCKWORK ORGANGE“ steht als geschlossene filmische Entität im Zentrum der Analyse.

Dabei wird zunächst in filmanalytischer Methode der Inhalt des Filmes wiedergegeben.8 Die Beschreibung des Inhaltes orientiert sich dabei am Sequenzprotoll des Filmes, dass im Anhang der Arbeit angeführt wird. Diese Handlungsbeschreibung wird durch weiterführende Informationen zur Rezeption und Produktion des Filmes ergänzt. Anschließend wird die „Ästhetisierung der Gewalt“ im Film beschrieben und diese mit dem medientheoretischen Konzept der „Intermedialität“ verknüpft. Methodisch werden demnach filmwissenschaftliche Konzepte der systematischen Filmanalyse (Sequenzprotoll, sowie Ergänzungen durch Rezeptionsanalysen) und ein medientheoretischer Ansatz (Intermedialitäts-Theorie) in Verbindung gebracht.

Dabei wird deutlich, dass der Film nicht nur als „Medienwechsel“ (vom Buch zum Film) verstanden werden kann, sondern dass es die „intermedialen Bezüge“ sind, welche den Zuschauer in eine distanzierte und nahezu unwirklich anmutende Perspektive versetzen, die für „A CLOCKWORK ORANGE“ charakteristisch istǤ Diese, in der Fachliteratur zwar festgestellte aber nicht explizit mit dem Vokabular der Intermedialitäts-Theorie in Verbindung gesetzte Distanz zwischen Zuschauer und Filminhalt („Ästhetik der Kälte“9 ), soll exemplarische an einigen ausgewählten Szenen diskutiert werden und stellt den wissenschaftlichen Mehrwert dieser Arbeit dar; auf weiterführende Analysen des Inhaltes oder der (Film-)Ästhetik sowie Querverbindungen zu anderen Filmen soll demnach verzichtet werden.

2. HANDLUNG, PRODUKTION &REZEPTION

Im folgenden Kapitel wird zunächst die Handlung des Filmes beschrieben: Das Sequenzprotokoll (s. Anhang) bildet für dieses Vorhaben die Grundlage. Diese quantitative Methode der systematischen Filmanalyse orientiert sich an der Zeitstruktur des Filmes und beschreibt in chronologischer Anordnung die einzelnen Sequenzen auf der Handlungsebene. Anschließend werden weitere Informationen zu Produktion und Rezeption von „A CLOCKWORK ORANGE“ vorgestellt. Dabei wird nicht nur die Rezeption des Filmes zur Zeit seines Erscheinens in Augenschein genommen, sondern es wird auch versucht, einige moderne Phänomene mit in die Analyse einzuarbeiten.

2.1 HANDLUNG

London, England in naher Zukunft: Alex de Large (gespielt von Malcolm McDowell) ist Anführer einer vierköpfigen Jugendgang („Droogs“), die sich in der futuristisch eingerichteten Korova- Milkbar mit „Milk Plus“, einer mit Drogen versetzten Milch, auf die gemeinsamen Abende einstimmen. Die Gang trägt auffällige weiße Outfits mit runden Hüten und Genitalschutz, schwarze Springerstiefel und geschminkte Gesichter. Die vier Jugendlichen (namentlich: Alex, Georgie, Pete und Dim) ziehen nach dem Konsum der Drogen gemeinsam durch die Stadt und richten allerlei Unheil an: Zuerst verprügeln sie einen wehrlosen, in der Gosse liegenden Obdachlosen unter einer Brücke, anschließend kommt es zu einem wilden Kampf mit einer verfeindeten Jugendbande, die in einem verlassenen Theater gerade ein Mädchen vergewaltigen wollten.

Nach einer rasanten Fahrt durch die Nacht, bei der die vier Jungen in einem gestohlenen Sportwagen andere Verkehrsteilnehmer von der Straße drängen, gelangen die Vier schliesslich zu dem Bungalow des Schriftstellers Mr. Alexander, zu dem sie sich durch das Vortäuschen eines schweren Autounfalles Zugang verschaffen. Mit verstörenden Masken über den Gesichtern, deren Nasen eine stark phallische Form aufweisen, verprügeln und knebeln sie den Schriftsteller und zwingen ihn dazu, Alex dabei zuzusehen, wie er die Frau von Mr. Alexander vergewaltigt. Während der gesamten Gewaltorgie singt Alex fröhlich das Lied „Singing in the rain“ und tanzt dabei prügelnd und randalierend durch das Haus.

Die Gang trifft sich anschliessend wieder in der Korova Milkbar zum Ausklang des gelungenen AbendsǤ Eine Frau, die ebenfalls in der Bar zu Gast ist, beginnt in einer Musikpause die „ Ode an die Freude“ aus der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven zu singen und wird von Dim durch ein unflätiges Geräusch unterbrochen, was Alex dazu veranlasst, seinen Freund mit einem Stock zu schlagen und ihn disziplinierend in die Schranken zu weisen.

Danach sieht man Alex durch eine karge Betonlandschaft nach Hause laufenǤ Im „Wohnblock 18 A, Siedlung Nord“ lebt Alex in einer Wohnung gemeinsam mit seinen Eltern und seinem Haustier, einer Python-Schlange. Er verstaut ein Bündel offensichtlich geraubtes Geld unter seinem Bett in einer Kiste mit weiteren Geldbündeln und Wertgegenständen und entschliesst sich eine Kassette mit Beethovens 9. Sinfonie auf seiner Stereoanlage anzuhören, was ihn in einen traumähnlichen Rauschzustand mit Gewalt- und Katastrophenbildern entrückt.

Am nächsten Morgen trifft Alex in der elterlichen Wohnung auf seinen Bewährungshelfer Mr. Deltoid. Dieser warnt Alex davor, weiterhin Gewalttaten zu begehen; sollte er sich noch einmal mit einem Gewaltverbrechen in Verbindung gesetzt werden können, so wird man ihn endgültigins Gefängnis stecken. Seiner Absicht, Alex hart zu bestrafen, verleiht Mr. Deltoid durch einen Schlag in die Genitalgegend Nachdruck.

In der nächsten Szene schlendert Alex alleine durch einen Schallplattenladen, bekleidet mit einem hochgeknöpften, barocken Mantel und trifft auf zwei Mädchen, die er dazu überredet mit ihm nach Hause zu kommen, um auf seiner Stereoanlage mit ihm Musik anzuhören. Im Zeitraffer (mit zwei Bildern pro Sekunde) wird daraufhin gezeigt, wie Alex und die beiden Mädchen in seiner Wohnung miteinander schlafen, zu den metallischen Klängen einer Synthesizer Version von Rossinis „Willhelm-Tell-Ouvertüre“, die analog zum Bild ebenfalls beschleunigt worden ist.10

Im Hausflur trifft Alex danach auf seine „Droogs“, die ihn zur Rede stellenǤ Dim und Georgie scheinen das Kommando übernommen zu haben und fordern Alex dazu auf, in Zukunft häufiger reiche Opfer zu wählen, um an möglichst viel Geld zu gelangen. Alex scheint zunächst ruhig zu bleiben, doch als die vier in Richtung Stadt ziehen, prügelt er Georgie und Dim mit einem Stock in einen künstlichen See hinein und zerschneidet zudem Dim`s Hand mit einem Messer. Anschließend lässt sich Alex von seinen „geläuterten“ Kumpanen den Plan für den Abend erklären: Der Raubüberfall auf eine reiche, alleinstehende Frau (Mrs. Weathers) , die etwas abgeschottet in einer Villa mit reichlich Kunst und vielen Katzen lebt, was ihr den Beinamen „Cat Lady“ eingebracht hat.

Noch am Abend desselben Tages versuchen die vier sich Eintritt zu der Villa zu verschaffen, indem sie wiederum einen Autounfall vortäuschen. Die Cat Lady ist jedoch misstrauisch, da sie bereits zuvor von dem Vorfall im Haus des Mr. Alexander in der Zeitung gelesen hatte und verständigt die Polizei, ohne den Jungen Einlass zu gewähren. Alex ist zwischenzeitlich durch ein Seitenfenster in das Haus eingedrungen, wiederum maskiert mit seiner skurrilen Maske und überrascht die rüstige Dame, die sich jedoch wenig beeindruckt zeigt und Alex dazu auffordert das Haus zu verlassen. Die Situation spitzt sich immer mehr zu bis es schliesslich zu einem Kampf zwischen den beiden kommt: Die Cat Lady schlägt Alex mit einer Beethoven-Büste, woraufhin er sie mit einem überdimensionierten Kunst-Phallus aus ihrer eigenen Sammlung erschlägt. Daraufhin will Alex aus dem Haus fliehen, da er bereits die nahenden Polizeisirenen vernimmt; als er jedoch vor das Haus tritt, wird er von seinen „Droogs“ mit einer Milchflasche an den Schädel geschlagen und verliert daraufhin kurzzeitig sein Augenlicht, bleibt alleine zurück, schreiend vor Schmerzen und wird in Polizeigewahrsam genommen.

Alex wird auf der Polizeiwache in einen kurzen Kampf mit einem Polizei-Officer verwickelt und blutig geschlagen. Kurz darauf kommt Mr. Deltoid hinzu und eröffnet dem blutenden Gefangenen, dass er wegen Mordes angeklagt und verurteilt werden wird, bespuckt ihn und verlässt den Raum.

Daraufhin wird Alex in das Gefängnis der Stadt eingeliefert, verurteilt zu 14 Jahren Haft wegen Mordes. Nachdem er alle seine persönlichen Gegenstände und Kleider abgegeben hat beginnt für Alex der Strafvollzug. Dabei sucht er die Nähe zum Gefängnispfarrer, der ihn in seinen Messdienst mit einbezieht und ihn beim Studium der Bibel unterstützt. Alex ist fasziniert von der Gewalt in der biblischen Geschichte der Passion Christi und erhofft sich durch sein Engagement eine frühere Haftentlassung.

Diese Hoffnung wird durch den Besuch des Innenministers bekräftigt, der Alex für eine neue Behandlungsmethode („Aversionstherapie“) auswählt, die ihn innerhalb von zwei Wochen zu einem „guten Menschen“ umerziehen kann („Die Ludovico-Technik“).11 Nachdem er in die benachbarte Ludovico-Klinik überführt worden ist, werden Alex Chemikalien verabreicht, die einen Brechreiz, Übelkeit und Krämpfe auslösen, während sein Kopf in eine Vorrichtung eingespannt wird, die seine Augenlieder offenhält und somit seinen Blick auf eine Kinoleinwand fixiert. Auf die Leinwand werden Filmsequenzen projiziert, die Gewalt- und Vergewaltigungsdarstellungen beinhalten; zu Alex` Bestürzung sind die Szenen mit der neunten Sinfonie Beethovens unterlegt.

Das Ergebnis der Behandlung wird in einer anschliessenden Vorführung vor ausgewähltem Publikum im Gefängnis dokumentiert: Alex wird mit körperlicher Gewalt und einer nackten Frau konfrontiert; jedesmal wenn Alex versucht aktiv zu werden, sich zu wehren oder die Frau zu berühren, wird er von Krämpfen und Brechreiz heimgesucht und sinkt zu Boden. Er ist körperlich nicht mehr in der Lage (sexuelle) Gewalt auszuüben. Die Behandlung wird als voller Erfolg verbucht und Alex wird vorzeitig aus der Haft entlassen.

Er kehrt in sein Elternhaus zurück, doch sein Zimmer ist von seinen Eltern an einen jungen Mann weiter vermietet worden der offensichtlich seinen Platz in der Familie eingenommen hat. Seine Eltern, die von Alex` Entlassung aus der Zeitung erfahren haben, wollen ihm keine Bleibe anbieten; der neue Untermieter kümmert sich liebevoll um die weinende Mutter und wirft Alex vor „ein schlechter Sohn“ gewesen zu sein. Aufgrund der Therapie kann sich Alex weder körperlich noch verbal gegen die Situation zur Wehr setzen. Er verlässt das Haus und schlendert gedankenversunken an der Themse entlang. Dort trifft er auf den Obdachlosen, den er mit seinen „Droogs“ vor seinem Gefängnisaufenthalt verprügelt hatǤ Dieser erinnert sich an ihn und zerrt ihn unter eine Brücke, wo er von ihm und mehreren anderen obdachlosen Personen verprügelt wirdǤ Zwei Polizisten eilen herbei, um die Prügelei zu beenden und zu Alex‘ Erstaunen handelt es sich bei den beiden Gesetzeshütern um seine ehemaligen „Droogs“, Dim und Georgie, die ihn in ein Waldstück bringen und dort nach einem kurzem Fussmarsch mit dem Kopf in eine Tiertränke tauchen und in gleichzeitig mit ihren Stöcken verprügeln.

Alex schleppt sich orientierungslos durch den Wald und gelangt schlussendlich ohne es zu realisieren zum Bungalow von Mr. Alexander, der aufgrund der Folgen des Überfalls im Rollstuhl sitzt. Dieser nimmt Alex bei sich auf, da er ein erklärter Gegner der Regierung und ihrer Resozialisierungsmethoden ist und Alex Gesicht ebenfalls aus der Zeitung kennt; dass er den Vergewaltiger seiner Frau und den Verantwortlichen für seine körperliche Behinderung vor sich hat, wird MrǤ Alexander jedoch erst bewusst, nachdem Alex in der Badewanne das Lied „Singing in the rain“ anstimmtǤ Daraufhin betäubt er Alex und sperrt ihn in ein kleines Zimmer unter dem Dach und beschallt den Raum laut mit der neunten Sinfonie Beethovens. Alex, der durch die Aversiontherapie dieselben körperlichen Reaktionen auf diese Musik zeigt, wie auch auf Gewalt und Sexualität, stürzt sich aus dem Fenster, da er die Schmerzen und die Übelkeit nicht auf Dauer ertragen kann. Er überlebt den Sturz jedoch schwer verletzt.

Alex wacht in einem Krankenhausbett wieder auf, sein Körper ist nahezu vollständig eingegipst. Während seiner Bewusstlosigkeit wurden die negativen Konditionierungen der Ludovico- Technik wieder rückgängig gemacht, Alex ist wieder „geheilt“Ǥ Dies findet Ausdruck in der Behandlung durch eine Psychiaterin, die mit ihm einige Tests durchläuft, die beweisen, dass Alex wieder zu Gewalt und Sexualität fähig scheint. Nach dem Besuch seiner Eltern erhält Alex auch noch hohen Besuch vom Innenminister persönlich, der sich bei Alex entschuldigt, seine Fehler einräumt und ihm einen Job und das „Du“ anbietet, wenn er die Regierung unterstützt und sich medienwirksam mit dem Innenminister „versöhnt“.

Der Film endet mit einer bizarren Traumsequenz: Nachdem der Innenminister Alex noch einen Gefallen erweist, indem er auf einer überdimensional großen Stereoanlage Beethoven im Krankenzimmer abspielt, driftet Alex in eine Traumfantasie ab, die ihn beim Sex mit einer Frau in passiver Stellung zeigt. Um die beiden herum steht ein begeistertes Publikum, welches das Geschehen interessiert verfolgt und dazu Beifall klatscht.

Am Ende des Filmes ertönt zum Abspann erneut die Original-Version von „Singing in the rain“.

[...]


1 Kaul/Palmier: 2010: 7.

2 Seeßlen/ Jung: 2008: 26.

3 Vgl. Burgess: 1992

4 Seeßlen/Jung: 2008:26.

5 Kaul/Palmier: 2010: 11.

6 Ebd.

7 Seeßlen/Jung: 2008: 26.

8 Vgl. Korte: 2010: 58.

9 Kaul/Palmier: 2010: 20.

10 Vgl. Seeßlen/Jung: 2008: 193.

11 Vgl. Seeßlen/Jung: 2008: 199.

Details

Seiten
25
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783668322738
ISBN (Buch)
9783668322745
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v195885
Institution / Hochschule
Universität Basel – Institut für Medienwissenschaft
Note
1,5
Schlagworte
Kubrick Stanley Clockwork Orange CLOCKWORK ORANGE Gewalt Intermedialität Ästhetisierung Film

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Titel: Intermedialität und Ästhetisierung von Gewalt in Stanley Kubricks "A Clockwork Orange"