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Die Medientheorie aus der Sicht Mc Luhans und Neil Postmans

Hausarbeit 2002 37 Seiten

Medien / Kommunikation - Methoden und Forschungslogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 McLuhan
1.1 Die Biographie McLuhans
1.1.1 Die Kindheit McLuhans
1.1.2 University of Manitoba
1.2 Das Medium ist die Message
1.3 Die magischen Kanäle
1.4 Die Gutenberg-Galaxis

2 Neil Postman
2.1 Das Verschwinden der Kindheit
2.2 Wir amüsieren uns zu Tode
2.2.1 „Schöne neue Welt“
2.2.2 „1984“
2.2.3 Postman: Huxley und nicht Orwell hat Recht
2.3 Die zweite Aufklärung
2.4 Die sieben Thesen Postmans zur Medientechnologie

Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

Diese Arbeit befasst sich mit zwei bedeutsamen Medientheoretikern des 20. Jahrhunderts: Marshall McLuhan und Neil Postman. In dieser Arbeit werden einige meiner Meinung nach relevanten Bücher der aus Nordamerika stammenden Autoren vorgestellt, ohne aber den Anspruch erheben zu wollen, ihre ganze Literatur umzufassen.

Die Arbeit wurde so aufgebaut, dass sie aus zwei Teilen besteht.

Im ersten Teil wird die Medientheorie McLuhans dargestellt. So wird zuerst eine relativ ausführliche Biographie McLuhans dargeboten, wobei auf einige wichtigen Stationen des Lebens McLuhans eingegangen wird. Dann wird versucht, eine knappe Zusammenfassung einiger seiner wichtigen Passagen bzw. Gedanken, die McLuhan in seinem Buch „Das Medium ist die Message“ dargeboten hat.

Im Anschluß dazu wird sein zweites Buch „Die magischen Kanäle“ dargelegt, und werden einige Inhaltspunkte einiger wichtigen Medien, die McLuhan in seinem Buch behandelt, wiedergegeben.

Das dritte Kapitel des ersten Teils der Arbeit beschäftigt sich mit dem Buch „Die Gutenberg - Galaxis.“ Es wird versucht, ein Überblick über die Annahmen bzw. Gedanken McLuhans über den Buchdruck zu geben. Das Buch enthält auch viele Zitate anderer Autoren, auf die auch teilweise eingegangen wird.

Das zweite Teil dieser Arbeit befasst sich mit dem anderen amerikanischen Medientheoretiker, Neil Postman. Auch das zweite Teil befasst sich mit einigen relevantesten Bücher Postmans.

Als erstes erfolgreiches Buch Postmans ist sein Buch „Das Verschwinden der Kindheit,“ in dem Postman seine Position über die Auswirkungen der neuen Medien auf die Kinder erläutert.

Sein zweites Buch, das auch in dieser Arbeit behandelt wird, ist sein wohl berühmtes Buch „Wir amüsieren uns zu Tode,“ in dem Postman die heutige Fernsehgesellschaft mit dem Wohlgesellschaft von Huxley vergleicht.

Im dritten Kapitel geht es um einen knappen Überblik seines relativ neuen Buchs „Die zweite Aufklärung,“ in dem Postman einige Ideen der Rationalisten darstellt, die nicht in Vergessenheit geraten sollen.

Im letzten Kapitel des zweiten Teils werden die sieben Thesen Postmans zur Medientechmologie knapp zusammengefasst.

Zum Schluss werden einige Grundgedanken bzw. Thesen der beiden Theoretiker verglichen.

1 McLuhan

1.1 Die Biographie McLuhans

1.1.1 Die Kindheit McLuhans

Der Familienlegende nach hatte die Familie McLuhan am Anfang des 20.Jahrhunderts von Irland nach Kanada emigriert (Marchand 1999:25).

Sein Vater Herbert zog 1907 nach Alberta und hatte fünfundsechzig Hektar in einem Gebiet in der Nähe des Städtchens Minburn, wo er Elsie Hall kennen lernte und am 31. Dezember 1909 heiratete (vgl. Marchand 1999:26f). Nach einem Jahr zog die Familie mit der Initiative von Elsie in die Provinzhauptstadt Edmonton um, wo Herbert ins Immobiliengeschäft einstieg (vgl. Marchand 1999:27). Am 21. Juli 1911 wird Herbert Marshall McLuhan als erstes Kind der Familie McLuhan geboren und zwei Jahre später auch das zweite Kind Maurice Rymond geboren (vgl. Marchand 1999:27).

1914 endete der große Immobilienboom in Edmonton, und Herbert McLuhan trat 1915 der kanadischen Armee bei, wo er wegen Plattfüße oder einer Grippe nicht lange Zeit blieb (vgl. Marchand 1999:28). Nach dem Umzug erst mal nach Winnipeg, die Hauptstadt der Provinz, Manitoba, zieht die Familie McLuhan im Jahre 1921 in der Gertrude Avenue 507, wo Marshall den Rest seiner Kindheit und Jugend verbrachte (vgl. Marchand 1999:29).

Una Johnston, eine Freundin aus Kindertagen charakterisiert Marshall McLuhan als „sehr freundlich und kontaktfreudig, aber er hielt immer etwas hinter dem Berg,“ während sein Bruder Maurice erzählt, dass die Kinder ihn bewunderten, zum Teil Angst vor ihm hatten und „waren froh, wenn er auf ihrer Seite stand“ (vgl. Marchand 1999:36f).

1.1.2 University of Manitoba

McLuhan schrieb sich 1928 an der University of Manitoba ein und entschied sich für einen auf fünf Jahre angelegten Studiengang (vgl. Marchand 1999:41).

Am Anfang wollte McLuhan Technik studieren, aber es war Professor R.C. Lodge, der McLuhans Interesse für Platon und für die Philosophie im Allgemeinen erweckte, doch ihn beeindruckte aber auch der britische Historiker und Essayist Macaulary. (vgl. Marchand 1999:42ff).

Die Zeit des Studiums in Manitoba soll bei McLuhan eine sehr wichtige Rolle in seinem Leben gespielt haben, denn er entschloss sich „der Welt statt Kinder etwas auf intellektuellem Gebiet zu hinterlassen“ (Marchand 1999:47).

1932 kaufte McLuhan zufällig ein Buch über Ökonomie „Was unrecht ist an der Welt,“ das sein Leben verändern habe, denn das Buch verteidigte einige interessante Ideen, wie persönliche Freiheit, Unantastbarkeit der Familie und die Traditionen des christlichen Europas als Gegenpol zum Sozialismus und zum rücksichtslosen Kapitalismus (vgl. Marchand 1999:53).

Nach seinem Magister im Jahr 1934 ging McLuhan mit Hilfe von seinem Professor R.C. Lodge problemlos in Cambridge, und er erhielt auch ein Stipendium vom Imperial Order of Daughters of the Empire (vgl. Marchand 1999:59).

In Cambridge interessierte sich McLuhan für die Werbung, worüber er 1951 sein erstes Buch „die mechanische Braut“ schrieb (vgl. Marchand 1999:67). McLuhan soll die Zeit in Cambridge „als die besten Jahre seines Lebens“ betrachtet haben (vgl. Marchand 1999:75).

Als McLuhan Cambridge im Jahr 1936 verließ, arbeitete er als Assistent am Englischen Seminar der University of Wisconsin, einer der besseren staatlichen Universitäten in den USA, die aber von einer linksintellektuellen Atmosphäre dominiert wurde (vgl. Marchand 1999:77).

Die Familie von McLuhan war religiös (evangelisch) sehr geprägt. Die Jungfrau Maria soll nach Marchand (vgl.1999:81) für McLuhan nicht nur als „vage indirekte Quelle der Inspiration“, sondern als praktische Hilfe für sein Denken. Ein Gebet für McLuhan war „ein ständiger, ununterbrochener Dialog mit dem Schöpfer“ (vgl. Marchand 1999:81).

Im Sommer 1938 fuhr McLuhan nach Los Angeles, um in der Huntington Library für seine Doktorarbeit über die elisabethanischen Schriftsteller Thomas Nashe zu recherchieren, wo er durch seine Mutter eine junge Studentin, Corinne Keller Lewis (Schauspiel- und Sprechkundelehrerin) kennen lernte und am 4. August 1939 heiratete (vgl. Marchand 1999:87f).

Seine Doktorarbeit über Nashe soll bei McLuhan dazu geführt haben, dass McLuhan mit Enthusiasmus die antike Rhetorik und Grammatik, die Welt Ciceros, Quintilians, Senecas und die griechischen und römischen Stoiker studierte (vgl. Marchand 1999:97). So fand McLuhan Gespräche „lebendiger , lustvoller, dramatischer“ als das Schreiben und meinte, dass Reden „sein Königsweg zur Erkenntnis“ war (vgl. Marchand 1999:98).

Im Frühjahr 1946 bekam McLuhan ein Lehrangebot an der University of Toronto, und er zog da um (vgl. Marchand 1999:123).

Im August 1952 hatte die Familie McLuhan sechs Kinder, doch McLuhan konnte laut Marchand (vgl.1999: 122ff) mit Kinder nichts anfangen, denn ihm fehlte die Geduld, so dass seine Frau als ‚Puffer’ zwischen Kindern und Vater galt.

Im Jahr 1953 gewann die McLuhan-Carpenter-Gruppe nach einem interdisziplinären Wettbewerb die Ford-Stiftung (vgl. Marchand 1999:173).

Im Sommer 1959 übernahm McLuhan die Vorlesungen von Hugh Kenner in Santa Barbara, und im August 1959 kehrte er in Toronto zurück (vgl. Marchand 1999:195f).

Im Januar 1960 machte McLuhan eine Entdeckung in seiner Medientheorie. So behauptete McLuhan, dass „innerhalb des menschlichen Sensoriums jeder Sinn mit den anderen in Wechselwirkung steht und die anderen Sinne in seine jeweils eigene Form der Wahrnehmung übersetzt“(vgl. Marchand 1999:202).

1963 gründete McLuhan in der University of Toronto das Institut „Centre for Culture und Technology“ mit dem erklärten Ziel „die psychischen und sozialen Auswirkungen aller Technologien zu erforschen“ (Marchand 1999:228).

Das größte Ereignis des Jahres 1964 war für McLuhan nach Marchand (vgl. 1999:238) die Veröffentlichung seines Buchs „Understanding Media“ („Die magischen Kanäle“). Interessant zu erwähnen ist auch die Tatsache, dass McLuhan erreicht hat, auch sein Sohn für die Wissenschaft zu gewinnen, so kam sein Sohn 1965 bei ihm als Assistent, und die zwei folgenden Jahren gehörten zu den arbeitsreichsten seiner ganzen Laufbahn, so Marchand (1999:272). Als Resultat dieser Arbeit erschien 1967 sein berühmtes Buch „Das Medium ist Massage“ (vgl. Marchand 1999:272).

Am 1. September 1967 zogen McLuhans in die Kimball Avenue 1015 in New York (vgl. Marchand 1999:278) um. Im Spätherbst 1967 fing McLuhan über die Gesundheit zu beschweren, so leidete McLuhans an Blackouts, die erst als Epilepsie diagnostifiziert wurde, dann aber wurde ein Tumor alarmierender Größe festgestellt, so dass McLuhan am 25. November operiert werden musste (vgl. Marchand 1999:287). Nach der Operation soll McLuhan langanhaltender Schmerz erlebt haben, der nach McLuhan (Marchand 1999:288) im Menschen „ein unauslöschliches Gefühl seiner Nähe zu Gott und seiner Abhängigkeit von ihm“ erzeuge. Trotz seiner schlechten Gesundheit erschien im September 1968 sein Buch „Krieg und Frieden im globalen Dorf“ (vgl. Marchand 1999:297). 1968 kehrte McLuhan wieder nach Toronto zurück und lebte da bis zu seinem Tod (vgl. Marchand 1999:301).

Im Jahr1971 verschlechterte sich wieder sein Gesundheitszustand, aber wollte mit dem Schreiben nicht aufhören, weil er sich aufgrund der unvollendet gebliebenen Bücher unwohler fühlte (vgl. Marchand 1999:349). So schrieb McLuhan 1971 das Buch „Take Today“ (vgl. Marchand 1999:331).

Nach Marchand (vgl. 1999:370) soll McLuhan die Vorstellung geliebt haben, dass er „das Denken der großen Geister der Welt beeinflussen“ kann.

McLuhan starb friedlich in seinem Bett „irgendwann in den frühen Morgenstunden des letzten Tages des Jahres 1980“ (Marchand 1999:391).

2.2 Das Medium ist Message

Schon am Anfang seines berühmten Buches „das Medium ist die Message“ behauptet McLuhan (1969:8), dass das Medium bzw. die elektronische Technik „die Muster gesellschaftlicher Beziehungen und alle Aspekte unseres Privatlebens“ umstrukturiert, denn alles ist ‚im Wandel begriffen’, so dass unmöglich ein Verständnis der gesellschaftlichen und kulturellen Wandlungen ohne die Auswirkungen der Medien sei. McLuhan (1969:10) meint, dass die Technik ermöglicht, „mittels Humor zu lernen.“

Bezüglich des Vorwurfs, dass die Medien den Problemen auswichen, sagt Mc Luhan (1969:10, herv. von mir, R.K.), dass „ein Überleben ist unmöglich, wenn wir unsere Umwelt, das gesellschaftliche Drama, von einem starren, unveränderlichen Standpunkt aus betrachten: das geistlose Reaktionsschema auf Nicht-Wahrgenommenes.“

Die elektronische Schaltungstechnik hat nach McLuhan (1969:16) die Herrschaft von ‚Zeit’ und ‚Raum’ gestürzt und den Dialog im globalen Maßstab wieder ermöglicht. Die Botschaft der Technik ist der totale Wandel, der aller Beschränktheit, sei sie psychischer, sozialer, ökonomischer oder politischer Art, ein Ende setzt (vgl. McLuhan 1969:16).

Auch in der Politik hat die Technik (das Fernsehen) ermöglicht, das „Wohnzimmer zur Wahlkabine“ zu machen (McLuhan 1969:22). Die Medien verändern laut McLuhan (1969:22) alles und lassen „keinen Teil von uns unberührt, unbeeinflußt, unverändert.“

So kommt McLuhan (1969:26) zu seiner berühmten Definition, dass alle Medien „Erweiterungen bestimmter menschlicher Anlagen - seien sie psychisch oder physisch“ sind. In diesem Zusammenhang ist vielleicht wichtig die drei dimensionale Kino zu erwähnen.

Es ist mehr als erstaunlich den Unterschied eines Leihwandes ohne die sogenannten „3 D-Brille“ und mit der „3 D-Brille“ zu erleben. Die Wahrnehmung des Inhaltes ist ein ganz anderes. Von daher ist die Theorie von Mcluchan in dieser Hinsicht nachvollziehbar.

McLuhan (1969:41) meint, dass die Medien durch Veränderung der Umwelt in uns „einzigartige Beziehungsverhältnisse zwischen den Sinneswahrnehmungen“ hervorrufen, so dass diese Sinneserweiterung die Art und Weise verändert, wie wir denken und handeln bzw. wie wir die Welt wahrnehmen und führt so zur Änderung der Menschen.

McLuhan (1969:43) behauptet, dass das beherrschende Sinnesorgan in vor-alphabetischen Kulturen das Ohr war, und dass erst das Alphabet das Auge im Mittelpunkt der visuellen und räumlichen Wahrnehmung der Umwelt brachte. Doch der Sehraum sei „gleichförmig, stetig und zusammenhängend“ (vgl. McLuhan 1969:44). Vor der Erfindung der Schrift lebte der Mensch in einem „Hörraum ohne Grenzen“ und in einem „unbegrenzten, horizontlosen Hör- und Riechraum,“ wo „Zeit und Raum zu einem Ganzen“ vereinigen (vgl. McLuhan 1969:57).

Heute leben wir nach McLuhan (1969:63) in einem „globalen Dorf,“ wieder in einem ‚Hörraum’ und sind nicht mehr fähig, „Stück für Stück, Schritt um Schritt lineare Abfolgen zu entwickeln, weil die augenblickliche Kommunikation dafür sorgt, daß sich gleichzeitig alle Umwelts- und Erfahrungsfaktoren im Zustand aktiver Wechselwirkung befinden.“

Das größte Hindernis zum Verständnis der Auswirkungen neuer Medien sieht McLuhan (1969:68) in unserer „eingefleischte[n] Angewogenheit, alle Erscheinungen von einem starren Standpunkt aus zu betrachten.“

So führte die Erfindung des Alphabets vielmehr zur Vergessenheit als zur Erinnerung, weil wir uns durch die Schrift „nicht innerlich und unmittelbar“ erinnern werden (vgl. McLuhan 1969:113).

Den meisten Leuten fällt es nach McLuhan (1969:117) schwer, rein verbale Begriffe zu verstehen, sie fühlen sich sicherer, „wenn die Dinge sichtbar sind, wenn wir etwas selbst sehen können.“

So habe das Fernsehen mit dem „allgegenwärtigen Ohr und dem bewegten Auge“ die Schrift abgeschafft (vgl. McLuhan 1969:125).

McLuhan (1969:125ff) meint, dass die Kritiker des Fernsehens nicht verstehen, dass Fernsehen die andere Sinnesreaktionen erfordert, den Tastsinn erweitert, sowie die Gesamtperson stark einbezieht. Das Fernsehen ist eine völlig neue Technik und keine heruntergekommene Form der Buchdruck-Technik (vgl. McLuhan 1969:128).

Zum Schluss seines Buchs behauptet McLuhan (1969:157) in seiner ungewöhnlichen Stil, dass die Umwelt des Menschen zu einem Medium wird, und dass das Denken sich durch die Erfindung der Schrift vom Handeln löste, und erst durch das Fernsehen „kommen sich Denken und Handeln wieder näher, und das gesellschaftliche Engagement wird größer.“

2.3 Die magischen Kanäle

In seinem Buch „Die magischen Kanäle“ interpretiert McLuhan einzelne Medien.

Die westliche Welt erlebt laut McLuhan (1992:11) eine Implosion, so dass die Entwicklung der Technik und der Elektrizität unser Zentralnervensystem zu einem weltumspannenden Netz ausgeweitet habe und damit auch Raum und Zeit aufgehoben habe.

In seinem ersten Kapitel seines Buches „die magischen Kanäle“ stellt McLuhan (1992:17) seine These, dass das Medium die Botschaft ist.

McLuhan (1992:17) verneint die Behauptung, dass der Sinn oder die Botschaft der Medien in dem liegt, was man mit den Medien macht. Das gelte nach McLuhan (1992:17) für die Maschinen, nicht aber für die Automatiktechnik, denn das Wesen der Automatiktechnik wirkt in die Tiefe, während die Maschine „bei der Gestaltung menschlicher Beziehungen an der Oberfläche haften blieb.“

Die Eisenbahn hat nach McLuhan (1992:18) der menschlichen Gesellschaft „das Ausmaß früherer menschlicher Funktionen vergrößert und beschleunigt und damit vollkommen neue Arten von Städten und neue Arten der Arbeit und Freizeit geschaffen.“

Am Beispiel des elektronischen Lichtes, wobei Baseballspiel oder ein gehirnchirurgischer Eingriff Inhalte dieses Lichtes sind, argumentiert McLuhan (vgl. 1992:18) seine These, dass das Medium die Botschaft ist, weil eben das Medium diesen Prozess gestaltet und steuert.

Weiterhin unterscheidet McLuhan zwischen heißen und kalten Medien.

Heiße Medien sollen nach McLuhan (1992:35) das Radio und der Film sein, während kalte Medien das Telefon und das Fernsehen. Während heiße Medien vom Publikum eine geringe Beteiligung oder Vervollständigung fordern, verlangen kühle Medien persönliche Beteiligung oder Vervollständigung durch das Publikum, was zu unterschiedlichen Auswirkungen führt (vgl. McLuhan 1992:35).

Das Zeitalter der Elektrizität verlangt nach McLuhan (1992:40) nicht nur nach der Bedeutung der Medien zu suchen, sondern auch nach den Wirkungen, denn die Wirkung bezieht sich die Gesamtsituation und nicht nur eine Ebene der

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Details

Seiten
37
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783656215516
ISBN (Buch)
9783656218333
Dateigröße
437 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v195766
Institution / Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,7
Schlagworte
medientheorie sicht luhans neil postmans

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