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Weblogs als neues Kommunikationsmedium in der Bildungswissenschaft

Beschreibung, Umsetzung und Reflexion einer eigenen Weblogidee

Hausarbeit 2012 17 Seiten

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Weblogs in der Bildungswissenschaft
2.1 Funktionen und Motive von Weblogs in der Bildungswissenschaft
2.2 Instructional Design von Weblogs in der Bildungswissenschaft

3 Der Weblog „Internetkompetenz 2.0 - Datenschutz ist Bildungsaufgabe“
3.1 Wahl der Thematik
3.2 Elemente und Funktionen meines Weblogs
3.3 Instructional Design und Konzept meines Weblogs

4 Reflexion des Weblogs

5 Zusammenfassende Bewertung und Ausblick

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Neue Medien werden zunehmend ein immer mehr bedeutungsvoller Bestandteil unseres alltäglichen Lebens. „Medienkompetenz gilt nunmehr als vierte Kulturtechnik und Schlüsselkompetenz für das soziale Überleben im 21. Jahrhundert“ (vgl. Bastiaens, Schrader & Deinmann, 2008, S.27).

Das Medium „Computer“ ist in der Berufswelt und in Bildungseinrichtungen zu einem essentiellen Element geworden. Mitunter spielt das Internet eine immer entscheidendere Rolle. Durch die stetig zunehmende Popularität von Web 2.0 Anwendungen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, wird auch das Privatleben unserer Gesellschaft ferner von dem Internet bestimmt (Werner, 2011).

Wie Merkle (2011) erwähnt, können wir aus eigener Erfahrung sagen, dass ohne das Internet und ohne modernen Medieneinsatz heutzutage niemand mehr in der Schule, Universität und vor allem am Arbeitsplatz auskommt. Es wird ein kompetenter Medienumgang vorausgesetzt. Die Zusammenarbeit von Eltern, LehrerInnen und ExpertInnen ist aus diesem Grund sehr wichtig. Laut Signer und Friemel (2011) kann der Umgang mit Chancen und Risiken des Internets mit der Geschwindigkeit der technischen Diffusion nur bedingt Schritt halten. Laut Statistik Austria stieg der Anteil der tragbaren Computer für den Internetzugang von 27 Prozent im Jahr 2005 auf 67 Prozent im Jahr 2010, ebenso erhöhte sich die Nutzung von Handys für den Interneteinstieg von 2005 auf 2010 von 2 auf 21 Prozent (Werner, 2011).

In gleicher Weise stieg die Zeit welche Menschen online verbringen (insbesondere auf Social Network Sites wie Facebook und Plattformen wie YouTube), in den letzten Jahren stetig an. Nach Werner (2011) nutzen vor allem Jugendliche diese Plattformen um mit Freunden rund um die Uhr in Kontakt zu sein. Dabei machen sie oft vertrauliche Informationen und Privates einem großen Personenkreis zugänglich. Den Kindern und Jugendlichen ist dabei nicht klar in welche Risikosituation sie sich dabei begeben.

Aufgrund der genannten Fakten ist es unbedingt erforderlich für LehrerInnen, ihren SchülerInnen fachgemäße Internetkompetenz zu vermitteln und ihnen außerdem näher zu bringen wie sie ihre persönliche Daten im Internet am besten schützen. Darüber hinaus sollen die PädagogInnen die SchülerInnen über ihre Rechte, besonders in Bezug auf Web 2.0 Anwendungen im Internet, aufklären.

Im Rahmen des ersten Moduls „Lehren und Lernen in der Wissensgesellschaft (WS 2011/12)“ des Masterstudienganges Bildung und Medien - eEducation beschäftigte ich mich mit dem Thema wie neue Medien, speziell Weblogs, im Bereich der Bildung eingesetzt werden. Ich hatte die Aufgabe selbst einen Weblog theoretisch zu planen und in Folge mit WordPress zu publizieren. Vor der Umsetzung mit Wordpress musste die Erstellung und Konzipierung des Weblogs gut überlegt und klar strukturiert werden.

Außerdem lag der Schwerpunkt auf dem bildungswissenschaftlichen Bezug zum Thema des Weblogs.

In vorliegender Hausarbeit stelle ich nach theoretischen Erläuterungen, meinem Konzept des Weblogs und dessen Umsetzung mit der Weblog-Software WordPress unter anderem eine Methode vor, wie insbesondere LehrerInnen mit Hilfe meines konstruierten Bildungsweblogs ihr Wissensgebiet zum Thema „Internetkompetenz 2.0 - Datenschutz ist Bildungsaufgabe“ bereichern und in Folge im Unterricht anwenden können. Hierbei wird erkennbar, dass mein Weblog nicht einzig als Informationsquelle, sondern auch als Lehr- und Lernmittel dient.

2 Weblogs in der Bildungswissenschaft

Das Internet hat sich stetig weiterentwickelt und ist laut Schmidt (2006, zitiert nach Bastiaens et al., 2011) inzwischen zu einem „Mitmach-Medium“, welches soziale Funktionen menschlicher Kommunikation wiederspiegelt, geworden. „’Shared Interest’ gilt als das Prinzip einer neuen Net-Generation: Die passiven Internetnutzer werden aktiv und teilen Informationen“ (Tscherteu, 2003, zitiert nach Bastiaens et al., 2011). Demnach kann heutzutage jedermann ohne erhebliche Programmier- bzw. Softwarekenntnisse beispielsweise einen Weblog erstellen und mithilfe dessen Informationen im World Wide Web veröffentlichen. Ein beachtlicher Aspekt des Weblogs ist hinzukommend, dass er nicht nur als reine Informationsquelle oder Diskussionsplattform dient, sondern das es auch Sinn macht, den Weblog als Lehr- und Lernmittel (besonders in bildungswissenschaftlicher Hinsicht) einzusetzen.

2.1 Funktionen und Motive von Weblogs in der Bildungswissenschaft

Neben Wikis und Social Network Plattformen sind Blogs zu dem am stärksten diskutierten Format des Web 2.0 geworden (Schmidt, 2008, S. 122). Die konventionelle Kurzbe- zeichnung „Blog“ leitet sich von dem englischen Wort „Weblog“ ab, welches für die beiden Begriffe „Web“ und „Logbuch“ steht. Ein Weblog ist demnach wie ein Tagebuch zu verstehen. Der „Blogger“ oder die „Bloggerin“ bzw. AutorIn publiziert regelmäßig Informationen zu einem bestimmten Thema. Dabei kann es sich beispielsweise um ein, persönliches, politisches oder wissenschaftliches Thema handeln. Walker (2003, zitiert nach Bastiaens et al., 2011) vergleicht den Weblog mit einer Website welche regelmäßig aktualisiert wird und deren Beiträge in umgekehrter Reihenfolge veröffentlicht werden: „Weblog is a frequently updated website consisting of dates entries arranged in reverse chronological order“.

Um es auch technisch zu formulieren ist ein Weblog ein CMS - Content Management System (u.a. eine Software zur Erstellung und Verwaltung von Weblogs). Ein klassisches Beispiel dafür ist die kostenlose Software „WordPress“. Darüberhinaus gibt es noch eine weite Bandbreite an anderer kostenloser Software zur Umsetzung von Weblogs. Hauptbestandteil eines jeden Weblogs ist der sogenannte „Post“ (zu Deutsch - Eintrag). Ein Post muss nicht zwingend ausschließlich aus reinem Text bestehen. Es gibt auch die Möglichkeit multimediale Inhalte wie zum Beispiel Grafiken, Filme, Animationen, Audiodateien oder Links, miteinzubauen. Beim Erstellen eines Blogs ist es beinahe unabdingbar die Trackbackfunktion einzubauen. Trackbacks sind wechselseitige Verlin- kungen von Weblogeinträgen anderer Weblogs mit selbiger Thematik. Besonders in wissenschaftlicher Hinsicht können sich Trackbacks als äußerst nützlich erweisen. Außerdem gibt es die Kommentarfunktion, welche es den LeserInnen ermöglicht über gepostete Artikel mit anderen LeserInnen (aber auch mit dem Blogger bzw. der Bloggerin) zu diskutieren. Eine Kommentarfunktion ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Dennoch gibt diese die Möglichkeit zur webbasierten Interaktion und ist demnach in wissenschaftlicher Hinsicht auf jeden Fall anstrebsam.

Nach Pullich (2007) sind, auf den gesamten Weblog bezogen, drei Elemente besonders zu akzentuieren: RSS-Feed, Blogroll und Archiv.

RSS („Rich Site Summary“) ist ein plattform-unabhängiges auf XML basierendes Format welches entwickelt wurde um Webinhalte auszutauschen. RSS wird immer angesehener, da es besonders häufig mit mobilen Geräten, in erster Linie mit Smartphones, genutzt wird.

Als Blogroll wird bzw. werden die Linksammlungen des Weblogs, welche sich meist in einer Seitenleiste befinden bezeichnet. Die Links verweisen demnach ausschließlich auf andere Weblogs.

Das Archiv trägt die Aufgabe alle Posts bzw. Einträge zu archivieren. Der aktuellste Post erscheint immer als oberstes bzw. zuerst, also auf der Titelseite des Weblogs. Ältere Einträge werden archiviert. (vgl. Bastiaens et al., 2008, S.47-49)

Die Funktionen von Weblogs lassen sich in persönliche und nicht-persönliche Funktionsweisen einteilen. Persönliche Funktionsweisen weisen z.B. Onlinetagebücher oder Reiseberichte auf. Ein Beispiel für nicht-persönliche Funktionsweisen sind Blogs welche beruflich genutzt werden, sogenannte „corporate blogs“. In der Bildungswissenschaft können beide Blogformen auftreten (vgl. Bastiaens et al., 2008, S.48). Schulmeister (2010) zeigt mit der Analyse der Kommentarkultur von Blogs auf, dass Private Blogs gefolgt von Blogs für Zeitungen in der Beliebtheitsskala an oberster Stelle stehen. An dritter Stelle stehen private Blogs von Journalisten. Erst an an letzter Stelle finden sich Blogs mit wissenschaftlichen Themen. Dennoch gewinnen bildungswissenschaftliche Weblogs gegenwärtig immer mehr an Relevanz da sie ein hervorragendes webbasiertes Mittel für Lehr- und Lernfunktionen sind.

2.2 Instructional Design von Weblogs in der Bildungswissenschaft

Das Ziel des Instructional Design ist, gemäß Tennyson & Schott (1997, p. 2, S. 33), eine „Brücke zwischen Lerntheorien und praktischen Anwendungen zu schlagen“. Um Instructional Design in der Lehr-Lernpraxis angemessen umsetzen zu können, ist man gehalten die fünf folgenden Verfahrensschritten des Instructional Design nach Paechter (1996) und Issing (2002, zitiert nach Reinmann, 2011, S. 39 f.) zu beachten:

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Details

Seiten
17
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656204435
ISBN (Buch)
9783656207542
Dateigröße
2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v194993
Institution / Hochschule
FernUniversität Hagen – Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften (KSW)
Note
2
Schlagworte
Weblog Kommunikationsmedium Instructional Design Datenschutz Internet

Autor

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