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Heterogenität in der Grundschule. Ein Überblick

Hausarbeit 2008 16 Seiten

Pädagogik - Schulpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Zum Begriff Heterogenität und Homogenität
1.1. Kategorien von Heterogenität
1.1.1. Leistungsbedingte Heterogenität
1.1.2. Altersheterogenität
1.1.3. Soziokulturelle Heterogenität
1.1.4. Sprachliche Heterogenität
1.1.5. Gesundheits- und körperbezogene Heterogenität
1.1.6. Geschlechtsbezogene Heterogenität
1.1.7. Heterogenität der Familienformen

2. Umgangsweisen mit Heterogenität

3. Fazit / Offener Unterricht als Antwort auf Heterogenität?

4. Literaturverzeichnis

0. Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Heterogenität bei Grundschulkindern. Das Zitat von Günther Schorch zeigt die Problematik bzw. die Aktualität des Themas auf:

„Die Grundschule ist die Schulart mit der größten Heterogenität und muss mit der besonderen Belastung einer noch unausgelesenen Schülerschaft zurecht kommen: Von hochbegabten bis förderbedürftigen Schülern, von „Überfliegern“ bis Langsam-Lernern, von sozioökonomisch Privilegierten bis sozial Benachteiligten. Somit ist der Grundschule das schwer zu lösende Dauerproblem des pädagogischen Umgangs mit Heterogenität schon ins Stammbuch geschrieben.“[1]

Die Vorstellung, dass Kinder zum Schuleintritt eine homogene Lerngruppe mit den gleichen Startbedingungen bilden, ist seit langer Zeit verschwunden.[2] Die Grundschule steht also vor der Aufgabe, gleiche Bildung an ungleiche Kinder zu vermitteln.[3] Aber was genau versteht man unter dem Begriff Heterogenität und Homogenität? Um einen genauen Überblick schaffen zu können, werde ich als Einführung die Begriffe der Heterogenität und Homogenität erläutern. Darauf folgt eine Erläuterung der vielen verschiedenen Kategorien von Heterogenität, die bei Grundschulkindern vorzufinden sind. Das größte Augenmerk lege ich in diesem Abschnitt auf die drei größten Teilbereiche: Die Interkulturelle Pädagogik, die Integrative Pädagogik und die Feministische Pädagogik. Ein weiterer Teil meiner Arbeit geht auf die verschiedenen Umgangsweisen ein, mit denen man auf Heterogenität bei Grundschulkindern reagieren kann. Zum Abschluss stellt sich dann die Frage, ob sich die Heterogenität im Unterricht den Kindern als eine Chance oder als ein Hindernis darbietet. Dazu möchte ich persönlich Stellung nehmen und mich auf Meinungen aus der Literatur berufen.

1. Zum Begriff Heterogenität und Homogenität

Wie in der Einleitung beschrieben, werde ich als Einstieg kurze Begriffserläuterungen vornehmen. Der Begriff Heterogenität taucht nicht erst jetzt in der Literatur auf. Schon Maria Montessori und Peter Petersen befassten sich mit dem Thema der heterogenen Lerngruppen.[4] Was aber genau versteht man eigentlich unter Heterogenität und Homogenität? Um den Begriff der Heterogenität zu erläutern, ist es sinnvoll, auch den Begriff der Homogenität näher zu betrachten. Die Begriffe Heterogenität und Homogenität ergeben sich durch einen direkten Vergleich, der sich jedoch auf einen festgelegten Maßstab bezieht. Heterogenität ist also das Ergebnis eines Vergleiches, wo eine Ungleichheit festgestellt wird. Im Gegensatz hierzu wird der Begriff der Homogenität verwendet, wenn der Vergleich von festgelegten Kriterien Gleichheit hervorbringt.[5] Die Begriffe Heterogenität und Homogenität sind voneinander abhängig, denn „es kann keine Heterogenität ohne Homogenität geben; es ist immer von Heterogenität und Homogenität zu sprechen.“[6]

1.1. Kategorien von Heterogenität

Wenn man von Heterogenität bzw. von Verschiedenheit bei Kindern spricht, dann muss man zwischen vielen verschiedenen Kategorien unterscheiden. Man muss also genau festlegen, „in welcher Hinsicht ein Unterschied konstatiert wird.“[7] Es gibt drei große Teilbereiche, die sich mit der Heterogenität auseinandersetzen: Die Interkulturelle Pädagogik, die Integrative Pädagogik und die Feministische Pädagogik. Annedore Prengel prägte in diesem Zusammenhang den Begriff der ‚Pädagogik der Vielfalt’.[8] Es gibt jedoch noch wesentlich mehr Kategorien von Heterogenität, die für Erziehung und Bildung relevant sind. Die verschiedenen Kategorien sollen helfen, „die lebendige Vielschichtigkeit von Kinderpersönlichkeiten wahrzunehmen.“[9] Im Folgenden werden die meiner Meinung nach wichtigsten Heterogenitätskategorien aufgeführt und kurz erläutert.

[...]


[1] Schorch, G.: Studienbuch Grundschulpädagogik. Die Grundschule als Bildungsinstitution und pädagogisches Handlungsfeld. Bad Heilbrunn 2007, S. 81.

[2] Vgl. Knörzer, W./ Grass, K./ Schuhmacher, E.: Den Anfang der Schulzeit pädagogisch gestalten. Studien- und Arbeitsbuch für den Anfangsunterricht. Weinheim 2007, S. 154.

[3] Vgl. Schorch, G.: Studienbuch Grundschulpädagogik. Die Grundschule als Bildungsinstitution und pädagogisches Handlungsfeld. Bad Heilbrunn 2007, S. 81.

[4] Vgl. Wenning, N.: Heterogenität als Dilemma für Bildungseinrichtungen. In: Boller, S./ Rosowski, E./ Stroot, T. (Hrsg.): Heterogenität in Schule und Unterricht. Handlungsansätze zum pädagogischen Umgang mit Vielfalt. Weinheim und Basel 2007, S. 22.

[5] Vgl. ebd., S. 23.

[6] Ebd., S. 23.

[7] Prengel, A.: Heterogenität als Chance. In: De Boer, H./ Burk, K./ Heinzel, F.: Lehren und Lernen in jahrgangsgemischten Klassen. Frankfurt am Main 2007, S. 71.

[8] Vgl. Prengel, A.: Pädagogik der Vielfalt. Verschiedenheit und Gleichberechtigung in Interkultureller, Feministischer und Integrativer Pädagogik. Wiesbaden 2006, S. 12.

[9] Prengel, A.: Heterogenität als Chance. In: De Boer, H./ Burk, K./ Heinzel, F.: Lehren und Lernen in jahrgangsgemischten Klassen. Frankfurt am Main 2007, S. 72.

Details

Seiten
16
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783656203094
ISBN (Buch)
9783656208938
Dateigröße
387 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v194847
Institution / Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,0
Schlagworte
heterogenität grundschule überblick

Autor

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Titel: Heterogenität in der Grundschule. Ein Überblick