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Untersuchung des Kapitalbegriffs von Pierre Bourdieu anhand der zweiten Generation der Rothschild-Dynastie

Hausarbeit 2009 14 Seiten

Geschichte Europa - Deutschland - 1848, Kaiserreich, Imperialismus

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Rothschilds im 19. Jahrhundert

3. Der Kapitalbegriff Bourdieus
3.1. Das ökonomische Kapital
3.2. Das kulturelle Kapital
3.3. Das soziale Kapital
3.4. Das symbolische Kapital

4. Die Übertragung und Umwandlung von Kapital innerhalb einer Familiendynastie

5. Zusammenfassung der Ergebnisse

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Zahlreiche Publikationen befassten sich in den letzten Jahren mit dem Hause Rothschild und ihrer Geschichte. Dies geschah meist im Hinblick auf ihr Vermögen oder auf den politischen Einfluss, welchen die Rothschilds besonders im 19. Jahrhundert ausübten. In den Standardwerken zur Familiengeschichte werden meist die wirtschaftlichen Erfolge der Familie herausgestellt und untersucht. Führt man sich den wirtschaftlichen Erfolg der zweiten Generation der Rothschild-Dynastie[1] vor Augen, so kommt man nicht umhin, auch andere als nur wirtschaftliche Gründe für das Entstehen dieses Imperiums anzuführen, welches von einem Zeitgenossen treffend als „die kolossalste Erscheinung der Börsen-, Geld- und Staatsfinanzwelt, wie sie die Weltgeschichte in unseren Tagen zum erstenmale darbietet“[2] beschrieben wurde. Die zweite Generation der Rothschild-Dynastie war sicherlich nicht nur erfolgreich, weil bereits ihr Vater ein großes Vermögen erwirtschaften konnte, also nicht nur, weil sie, mit Marx gesprochen, über einen großen Besitz von Produktionsmitteln verfügte[3], sondern auch, weil sie über Fähigkeiten und Kontakte verfügte, die ihr im „Positionierungskampf der Akteure“[4] einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Unternehmern ihrer Zeit brachten.

Im Folgenden soll untersucht werden, ob sich für die Analyse des Erfolges der zweiten Generation der Rothschilds der Kapitalbegriff Pierre Bourdieus anbietet. Hierzu werden, nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der Rothschilds im 19. Jahrhundert, die vier Kapitalsorten nach Bourdieu vorgestellt und anschließend jeweils anhand der zweiten Rothschild-Generation untersucht, ob man den Kapitalbegriff als Erklärungsmodell für den Erfolg der fünf Rothschild-Brüder gebrauchen kann.

2. Die Rothschilds im 19. Jahrhundert

Als am 23.2.1744 Meyer Amschel Rothschild in Frankfurt geboren wurde, konnte niemand ahnen, dass seine Nachfahren einmal über das größte Banken- und Finanzsystem der Welt verfügen würden. Rothschild, aus der „Unterschicht der Israeliten“[5] stammend, gelang es innerhalb weniger Jahre zum einflussreichsten Frankfurter Bürger aufzusteigen aufgrund seiner guten Kontakte ins hessische Kurfürstenhaus, den Beziehungen zu Carl Friedrich Buderus, einem Finanzberater, der ihm Kontakte in Fürstenhäuser verschaffte und aufgrund einer „Ausschaltung der Konkurrenz“[6] durch eine vom Fürstenhof gesicherte Monopolstellung. Sein über die Jahre angehäuftes Vermögen vermachte er seinen Söhnen, und erst ihnen gelang es, zur größten europäischen Bank aufzusteigen. Die fünf Söhne Jakob, Karl, Nathan, Salomon und Anselm leiteten die Rothschild-Filialen in Paris, Neapel, London, Wien und im Stammhaus in Frankfurt und saßen somit in den wichtigsten europäischen Machtzentren des 19. Jahrhunderts. Wie es ihnen gelingen konnte, ihr enormes Vermögen aufzubauen, soll im Folgenden Teil dieser Untersuchung sein.

3. Der Kapitalbegriff Bourdieus

Der Kapitalbegriff spielt bei Bourdieu eine zentrale Rolle, wenn es um seine Ausführungen zur Feld- und Habitustheorie[7] geht, welche an dieser Stelle leider nicht behandelt werden kann. Dennoch kann man den Kapitalbegriff auch ohne seine Ausführungen zur Feld- und Habitustheorie betrachten, dies ist für unser Beispiel ausreichend. Ausgehend von der Grundannahme, dass die „praktische Verfügung über die entsprechende Sorte an Kapital (…) die Handlungs- und Profitchancen, die ein Akteur innerhalb eines spezifischen sozialen Feldes de facto hat, [bedingt]“[8] lässt sich feststellen, dass ein Individuum, welches über ein hohes Maß an den von Bourdieu beschrieben Kapitalsorten verfügt, erfolgreicher ist als andere, denen eine „praktische Verfügung“ über eine Kapitalsorte verwehrt bleibt.

Bourdieu definiert den Kapitalbegriff, wie er in der Wirtschaftswissenschaft Allgemeingültigkeit besaß, um mit dem Ziel, das „Kapital in allen seinen Erscheinungsformen“[9] zu betrachten und den Kapitalbegriff nicht auf den „bloßen Warenaustausch, der (…) auf Profitmaximierung ausgerichtet und vom (ökonomischen) Eigennutz geleitet ist“[10] zu beschränken[11]. Der Darstellung der Kapitalformen nach Bourdieu sei vorangestellt, dass Bourdieu das Wort „Kapital“ gleichsetzt mit „Macht“, was in seinen Untersuchungen eine nicht unwesentliche Rolle spielt[12].

In den folgenden Abschnitten werden die vier wichtigsten Kapitalformen[13] nach Bourdieu vorgestellt.

3.1. Das Ökonomische Kapital

Das ökonomische Kapital stellt sicherlich die „bedeutendste Form des Kapitals“[14] dar. Mit der Definition des ökonomischen Kapitals beschäftigt sich Bourdieu nicht in dem Maße wie mit den anderen Kapitalsorten, denn diese Form des Kapitals ist sicherlich die augenscheinlichste. Laut Bourdieu ist ökonomisches Kapital die Form von Kapital, die sich „unmittelbar und direkt in Geld konvertier[en]“[15] lässt und die in „Form des Eigentumsrechts“[16] institutionalisiert ist. Das ökonomische Kapital stellt die am einfachsten messbare Kapitalsorte dar, denn sie kann leicht am Besitz einer Person festgemacht werden, sei es der Besitz von Geld, Häusern, Aktien oder anderen Arten von Besitz. Im Unterschied zu Marx’ Kapitaldefinition geht es bei Bourdieu ausdrücklich nicht nur um den Besitz von Produktionsmitteln[17], sondern um Alles, was in „einem entwickelten Markt in und mittels Geld getauscht“[18] werden kann, also um alle „Formen materiellen Reichtums“[19].

Die zweite Rothschild-Generation verfügte über ein beträchtliches Kapital, dennoch begann keiner von ihnen seine Laufbahn als Millionär[20], sondern jedem von ihnen gelang es mehrere Millionen selbst zu erwirtschaften. Aufgrund unterschiedlicher geschickter Geschäftsmodelle, welche sich immer auch auf gute Kontakte zu europäischen Fürstenhäusern stützten, gelang es den Rothschilds in der zweiten dynastischen Folge zur „internationalen Finanzmacht“[21] aufzusteigen und schon bald so mächtig zu werden, dass „Minister und Regierungen“[22] ohne sie nicht handlungsfähig waren.

3.2. Das Kulturelle Kapital

Die Definition des kulturellen Kapitals gestaltet sich schwieriger als beim ökonomischen Kapital. Bourdieu unterscheidet drei Formen des kulturellen Kapitals[23]:

1. Das objektivierte kulturelle Kapital stellt eine Form des kulturellen Kapitals dar. Bei dieser Form handelt es sich um Kapital, welches einen kulturellen Wert besitzt, zum Beispiel Bilder oder antike Statuen. Die Trennung von objektivierten kulturellen Kapital und ökonomischen Kapital ist nicht immer leicht nachzuvollziehen, da objektiviertes kulturelles Kapital gegen Geld eintauschbar[24] ist und somit streng genommen auch eine Form des ökonomischen Kapitals darstellen kann[25], mit dem Unterschied, dass ökonomisches Kapital nicht zwangsläufig einen kulturellen Wert besitzen muss. Des Weiteren kann beispielsweise ein Gemälde für den Einen eine reine Handelsware darstellen, während es für einen Kunstliebhaber eine Form von kulturellem Kapital ist. Es kann zwar das Objekt übertragen werden, nicht aber die „kulturelle Fähigkeit“[26], die man benötigt, um den kulturellen Wert eines Gegenstandes erkennen zu können.

Die Rothschilds verfügten nicht nur über viel ökonomisches Kapital, sie verstanden es außerdem, dieses in objektiviertes kulturelles Kapital umzuwandeln. Berühmt sind ihre zahllosen Bauten in Frankfurt im jüdischen Ghetto, aber auch im Rest der Stadt. Durch die weite Verbreitung der Tätigkeitsgebiete der Brüder entstanden zudem in ganz Europa Rotschild-Paläste[27]. Die Familie betätigte sich ferner ausgiebig auf dem Kunstmarkt und verfügte über große Sammlungen[28].

2. Als inkorporiertes Kulturkapital bezeichnet Bourdieu jenes kulturelle Kapital, welches selbst durch Bildung[29] und Erziehung erworben wurde. Die wichtigste Eigenschaft des inkorporierten Kulturkapitals ist laut Bourdieu die Körpergebundenheit[30]. Gemeint ist, dass diese Form des Kapitals in keinster Weise übertragbar oder, im Unterschied zum objektivierten Kulturkapital, durch Geld erworben werden kann[31]. Da das inkorporierte Kulturkapital auch durch Erziehung erworben wird, spielt es besonders beim Übergang von der einen Generation in die andere eine wichtige Rolle[32].

Die Rothschilds genossen gewiss eine außerordentliche Bildung. Sie besuchten die besten Schulen und wurden nebenbei früh vom Vater in das Geschäft eingebunden[33] [34]. Auch die Mutter spielte bei der Erziehung eine wichtige Rolle[35]. Häufig finden sich in der Literatur zu den Rothschilds Angaben über Fremdsprachenkenntnisse der Brüder, allerdings schwanken diese stark. Während Conte Cordi davon berichtet, dass „kaum Fremdsprachenkenntnisse“[36] vorhanden waren, sieht Hansert bei den fünf Brüdern eine „Selbstverständlichkeit ihrer Mehrsprachigkeit“[37]

3. Die dritte Form des kulturellen Kapitals bei Bourdieu ist das institutionalisierte kulturelle Kapital. Ähnlich wie das objektivierte kulturelle Kapital tritt es „unabhängig vom einzelnen menschlichen Körper“[38] auf. Es wird in Bildungstiteln und Zeugnissen gemessen und gibt Aufschluss darüber, über welche kulturellen Fähigkeiten ein Individuum verfügt[39], und zwar nicht nur anhand des schwer zu messenden Grades an Fähigkeiten, die das inkorporierte Kulturkapital auszeichnen, sondern auf der „legitimen“[40], da objektiven Ebene von schulischen Titeln und Bildungsabschlüssen.

An dieser Stelle weist das bourdieuische Konzept eine Lücke auf. Bourdieu weiß um die Bedeutung von Abschlusstiteln und Zeugnissen in der Moderne, aber in der Frühphase der modernen Gesellschaft spielen diese noch nicht die entscheidende Rolle. Wichtiger erscheint in einer Gesellschaft, in der es in den deutschen Ländern noch nicht überall eine allgemeine Schulpflicht gibt, immer noch die Bildung, die durch das Elternhaus, bzw. durch Privatlehrer, vermittelt wird, wodurch keine objektive Vergleichbarkeit von Bildungsabschlüssen gegeben ist.

[...]


[1] Zum Begriff des Dynastischen siehe: Hansert, Andreas: Zur Soziologie der dynastischen Machtstellung der Rothschilds, in: Heuberger, Andreas (Hrsg.): Die Rothschilds: Beiträge zur Geschichte einer europäischen Familie, Frankfurt 1995, S.171f.

[2] Steinmann, Friedrich Arnold: Das Haus Rothschild. Seine Geschichte und seine Geschäfte – Aufschlüsse und Enthüllungen zur Geschichte des Jahrhunderts, insbesondere des Staatsfinanz- und Börsenwesens, Prag/Leipzig 1857, in: Heuberger, Georg (Hrsg.): Die Rothschilds: Eine europäische Familie, Frankfurt am Main 1994. S. 12. Originalquelle nicht zugänglich.

[3] Vgl.: Marx, Karl: Das Kapital: Kritik der politischen Ökonomie, Erster Band, Buch I: Der Produktionsprozess des Kapitals, Hamburg 1867.

[4] Kaesler, Dirk: Klassiker der Soziologie: Von Talcott Parsons bis Anthony Giddens, München 1999, S. 301.

[5] Schnee, Heinrich: Rothschild: Geschichte einer Finanzdynastie, Göttingen 1961, S. 28.

[6] Ebd. , S. 29.

[7] Siehe hierzu: Schwingel, Markus: Pierre Bourdieu zur Einführung, Hamburg 1995, S. 85.

[8] Ebd.

[9] Bourdieu, Pierre: Die verborgenen Mechanismen der Macht: Schriften zu Politik & Kultur I, Hamburg 1992, S. 50.

[10] Bourdieu, Pierre: MdM, S. 50.

[11] Auch Schwingel verweist auf die Wichtigkeit dieser Worte, Siehe: Schwingel, Markus: Pierre Bourdieu zur Einführung, S. 86f.

[12] Bourdieu, Pierre: MdM, S. 52.

[13] Bourdieu kennt noch weitere Formen des Kapitals, beispielsweise das körperliche Kapital, diese spielen allerdings für das hier aufgeführte Beispiel keine Rolle, vgl. Bourdieu, Pierre: Die feinen Unterschiede: Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft, Frankfurt am Main 1982, S. 329.

[14] Schwingel, Markus: Pierre Bourdieu zur Einführung, S. 86.

[15] Bourdieu, Pierre: MdM, S. 52.

[16] Ebd.

[17] Siehe Fußnote 2.

[18] Fuchs-Heinritz, Werner & König, Alexandra: Pierre Bourdieu: Eine Einführung, Konstanz 2005, S. 161.

[19] Zwingenberger, Meike: Soziales Kapital: Communities und die Bedeutung sozialer Netzwerke in den USA, München 2003, S. 25. Quelle: http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=981986714&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=981986714.pdf, letzter Zugriff am 15.9.2009.

[20] Schnee, Heinrich: Rothschild: Geschichte einer Finanzdynastie, Göttingen 1961, S. 44.

[21] Jurk, Michael: Die anderen Rothschilds: Frankfurter Privatbankiers im 18. Und 19. Jahrhundert, in: Heuberger, Georg (Hrsg.): Die Rothschilds, S. 43.

[22] Balla, Ignaz: Die Rothschilds, Berlin 1912, S. 68.

[23] An dieser Stelle ist anzumerken, dass Bourdieu diese Unterscheidung meist konsequent gebraucht, allerdings finden sich auch bei ihm Unterschiede und gelegentlich wird auch bei ihm das kulturelle Kapital auf den Erwerb von Bildungsabschlüssen reduziert. Siehe hierzu: Jenkins, Richard: Pierre Bourdieu: revised edition, London 1992, S. 116.

[24] Ebd.

[25] Siehe: Schwingel, Markus: Pierre Bourdieu zur Einführung, S.88.

[26] Bourdieu, Pierre: MdM, S. 59.

[27] Siehe hierzu die äußerst detaillierten Aufzählungen der Rothschildschen Bauten in Frankfurt und an den Herrschaftssitzen in Europa: Bartetzko, Dieter: Märchen, Schlösser – Über die Bauten der Familie Rotschild in Frankfurt am Main sowie Prevost-Marcilhacy, Pauline: Die Bauten der Rothschilds: England, Frankreich, Deutschland, Österreich und Italien, beide in: Heuberger, Georg (Hrsg.): Die Rothschilds.

[28] Siehe hierzu den Abschnitt „Die Rothschilds als Kunstsammler“ in: Heuberger Georg: Die Rothschilds, S. 7ff.

[29] Gemeint ist mit Bildung nicht ausschließlich schulische Bildung, sondern der Begriff ist im weiteren Sinne gefasst, Siehe: Schwingel, Markus: Pierre Bourdieu zur Einführung, S. 89.

[30] Bourdieu, Pierre: MdM, S. 55.

[31] Vgl. : Fuchs-Heinritz, Werner & König, Alexandra: Pierre Bourdieu: Eine Einführung, S. 163.

[32] An dieser Stelle sei auf einen sehr ausführlichen Artikel zum Transfer kulturellen Kapitals verwiesen: Brake, Anna und Kunze, Johanna: Der Transfer kulturellen Kapitals in der Mehrgenerationenfolge: Kontinuität und Wandel zwischen den Generationen, in: Engler, Steffani, Krais, Beate(Hrsg.): Das kulturelle Kapital und die Macht der Klassenstrukturen: Sozialstrukturelle Verschiebungen und Wandlungsprozesse des Habitus, München 2004.

[33] Pohl, Manfred: Vom Hoffaktor zum Staatsfinanzier-Der Aufstieg der Rotschilds, in: Heuberger, Georg (Hrsg.): Die Rotschilds, S. 51.

[34] Conte Cordi, Egon Cesare: Die Rothschilds: Des Hauses Aufstieg, Blütezeit und Erbe, Frankfurt 1971, S. 16.

[35] Ebd., S. 11.

[36] Ebd., S.17.

[37] Hansert, Andreas: Zur Soziologie der dynastischen Machtstellung der Rothschilds, S. 174.

[38] Fuchs-Heinritz, Werner & König, Alexandra: Pierre Bourdieu zur Einführung, S. 164.

[39] Ebd.

[40] Schwingel, Markus: Pierre Bourdieu zur Einführung, S. 90.

Details

Seiten
14
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783656196808
ISBN (Buch)
9783656197751
Dateigröße
510 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v194538
Note
Schlagworte
Pierre Bourdieu Kapitalbegriff Rothschild Kapital

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