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Walter Benjamins Medientheorie „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“

Hausarbeit 2011 11 Seiten

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zeithistorische Einordnung Walter Benjamin und die Entstehungsgeschichte seiner Medientheorie

3. Zentrale Aussagen der Medientheorie
3.1 Begriff der Reproduzierbarkeit
3.2 Begriff der Aura

4. Die Medientheorie im zeitgenössischen Zusammenhang

5. Fazit

1. Einleitung

Film und Fotografie sind in der heutigen Mediengesellschaft zu einem wichtigen Bestandteil des täglichen Lebens geworden. Fotoapparate und Videokameras sind längst nicht mehr professionellen Fotografen, Filme­machern oder enthusiastischen Amateuren vorenthalten. Sie lassen sich heutzutage, außer in Ihrer ursprünglichen Form, auch als Hybrid in Handys, Computern oder MP3-Playern wieder finden. Und die Forschung ist hierbei noch lange nicht an ihrem Höhepunkt angelangt, wobei die Entwicklung von dreidimensionalem Foto- und Videomaterial wohl den nächsten großen Schritt bedeutet. Festzuhalten bleibt, dass durch Massenproduktion und Vereinfachung der Geräte Film und Foto zu einem Massenphänomen geworden sind, an denen jeder teilhaben kann. Durch diesen unaufhaltsamen Fortschritt ist es umso wichtiger, sich die Auswirkungen, wie es Walter Benjamin in seiner Medientheorie: „Das Kunstwerk im Zeitalter der technischen Reproduktion“ tut, vor Augen zu halten. Dabei geht er vor allem auf die Aura des Kunstwerkes und die Bedeutung der massenhaften Reproduktion in den 30er Jahren ein. Mir stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage: „Was bedeutet die Reproduzierbarkeit für die Kunst aus heutiger Sicht?“ Zur Beantwortung der Frage werde ich zunächst kurz auf die Person Walter Benjamins eingehen und die Entstehungsgeschichte seiner Arbeit, bevor ich im Hauptteil die zentralen Aussagen aus seiner Medientheorie herausarbeite und dessen zeitgenössischen Zusammenhang näher erläutere. Abschließend folgt ein Fazit mit einer kurzen Zusammenfassung und der Beantwortung der eingangsgestellten Frage.

2. Zeithistorische Einordnung Walter Benjamin und die Entstehungsgeschichte seiner Medientheorie

Walter Benjamin wird 1892 als Jude in Berlin geboren. Nach seinem Abitur studiert er Philosophie, deutsche Literatur und Psychologie. 1919 promoviert Benjamin an der Universität in Bern zum Thema: „ Der Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik“ . Anschließend arbeitet er als freier Übersetzer und Schriftsteller. Er verbringt viel Zeit zusammen mit Berthold Brecht und arbeitet einige Zeit lang in Moskau. Beides beeinflusst ihn in seiner politischen Haltung, so dass er sich dem Kommunismus zuwendet. Auch deswegen flüchtet er schon früh, 1933, ins Exil nach Paris.[1] Dort verfasst er 1935 seinen Aufsatz: „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“. Ein Jahr später wird dieses zum ersten Mal in einer Zeitschrift für Sozialforschung unter dem französischen Titel „L'œuvre d'art à l'époque de sa reproduction mécanisée“ in verkürzter Weise publiziert. Die deutsche Fassung erschien jedoch erst nach dem Tod Benjamins 1955.[2]

In diesem Aufsatz setzt sich Benjamin mit dem Thema des Medienwandels auseinander, also der veränderten Wertigkeit eines Kunstwerks infolge seiner Vervielfältigung. Als Grundlage hierfür dienen ihm nicht nur seine Promotionsarbeit, sondern auch frühere Werke wie die „Einbahnstraße“ und „Die kleine Geschichte der Photographie“.[3] Seine marxistische Überzeugung und die damit einhergehende positive Haltung dem historischen Materialismus gegenüber, haben seine Medientheorie entscheidend geprägt. Benjamin hielt seinen Text selber für die „erste ernste materialistische Kunsttheorie“2.

[...]


[1] Vgl. Suhrkamp Verlag (O.J.)

[2] Vgl. Benjamin (1993) S. 151

[3] Vgl. Engell (2008) S. 13

Details

Seiten
11
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656195177
ISBN (Buch)
9783656196341
Dateigröße
490 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v193951
Institution / Hochschule
BSP Business School Berlin (ehem. Potsdam)
Note
1,3
Schlagworte
walter benjamins medientheorie kunstwerk zeitalter reproduzierbarkeit

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Titel: Walter Benjamins Medientheorie „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“