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Kommunikation und Konflikt - Eine Übersicht

Studienarbeit 2012 23 Seiten

Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Zielsetzung und Vorgehensweise
1.2. Aktualität und Bedeutung

2. Kommunikation
2.1. Definition Kommunikation
2.2. Kommunikationsgeschichte
2.3. Ziel der Kommunikation
2.4. Kommunikationsarten
2.4.1. Verbale Kommunikation
2.4.2. Nonverbale Kommunikation
2.5. Kommunikationstheorien
2.5.1. Kommunikationsmodell von Schulz von Thun
2.5.2. Kommunikationsmodell von Shannon & Weaver
2.5.3. Axiome von Watzlawick
2.5.4. Transaktionsanalyse
2.6. Kommunikationsstörungen

3. Konflikt
3.1. Definition Konflikt
3.2. Konfliktarten
3.2.1. Heißer Konflikt
3.2.2. Kalter Konflikt
3.3. Konflikttypen
3.3.1. Beziehungskonflikt
3.3.2. Wertekonflikt
3.3.3. Interessenskonflikt
3.3.4. Identitätskonflikt
3.4. Konfliktfunktionen
3.5. Konfliktursachen

4. Lösungsansätze
4.1. Gewaltfreie Kommunikation
4.2. Metakommunikation
4.3. Effektive Kommunikation

5. Fallbeispiel
5.1. Lösung mithilfe der gewaltfreien Kommunikation
5.2. Lösung mithilfe der Metakommunikation
5.3. Lösung mithilfe der effektiven Kommunikation

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Buchquellen:

Internetquellen:

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Verteilung der Kommunikationsarten Selbst erstellte Grafik in Anlehnung an http://www.transkulturelles- portal.com/index.php/8/verbale-nonverbale-paraverbale-kommunikation

Abbildung 2: Vier Ohren einer Nachricht http://www.schulz-von- thun.de/index.php?rex_img_type=bild_gross_textbereich&rex_img_file=bild3.jpg Abrufdatum: 05.02.2012

Abbildung 3: Kommunikationsmodell Shannon & Weaver http://www.bildung-und-medien.de/wp-content/uploads/2011/05/Weaver.jpg Abrufdatum: 10.02.2012

Abbildung 4: Grundvoraussetzungen der Transaktionsanalyse Selbst erstellte Grafik in Anlehnung an Walter Simon (2004). Gabals großer Methodenkoffer - Grundlagen der Kommunikation.

Abbildung 5: Kommunikationsstörung http://images.wikia.com/marketing/de/images/0/0f/Sender-Empf%C3%A4nger-Modell.png Abrufdatum: 03.02.2012

Abbildung 6: Metakommunikation http://www.metrionconsulting.de/sites/default/files/image/newsletter14/elb_01.gif Abrufdatum: 16.02.2012

1. Einleitung

1.1. Zielsetzung und Vorgehensweise

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Missverständnissen in der Kommunikation, die schnell zu Konflikten führen können. Aufgrund der schlechten Abgrenzbarkeit der Begriffe Kommunikation und Konflikt kann in dieser Arbeit nur ein Auszug von einzelnen Bereichen dargestellt werden. Im ersten Teil der Studienarbeit erfolgt ein Definitionsversuch des Begriffes Kommunikation. Des Weiteren wird auf den Prozess der Kommunikation sowie auf einzelne Theorien der Kommunikation eingegangen. Der zweite Teil bezieht sich auf den Punkt Konflikt. Es werden die Funktionen von Konflikten und weiterführende Erläuterungen aufgeführt. Abschließend befasst sich die Arbeit mit verschiedenen Lösungsansätzen um die zwischenmenschliche Kommunikation zu verbessern und Konflikten vorzubeugen beziehungsweise zu beseitigen.

Insgesamt soll die Studienarbeit einen Überblick über die Begriffe Kommunikation und Konflikt schaffen um ein Grundverständnis für die jeweils ablaufenden Prozesse zu erlangen. An dieser Stelle sei noch kurz erwähnt, dass aufgrund der leichteren Lesbarkeit nur die Männlichkeitsform verwendet wird. Angesprochen sind beide Geschlechter gleichermaßen.

1.2. Aktualität und Bedeutung

Der Begriff „Kommunikation“ gehört für uns ganz selbstverständlich zur alltäglichen Sprache. Wir nutzen das Medium „Kommunikation“ nahezu in jeder Lebenssituation, egal ob bewusst oder unbewusst. Dazu zählen nicht nur die gesprochenen Worte, sondern auch Interaktionen wie die Körpersprache, Mimik oder Tonfall. Setzt man sich mit diesen Prozessen genau auseinander so wird einem erst deutlich wie komplex und umfangreich diese Vorgänge sind.

„Atomkonflikt“, „Nahostkonflikt“, „Armenier-Konflikt“, „Syrien-Konflikt“, etc.. Das alles sind Ausdrücke die uns täglich nicht nur in den Nachrichten begegnen. Heutzutage wird das Wort „Konflikt“ in vielen verschiedenen Zusammenhängen verwendet. Doch was bedeutet „Konflikt“ überhaupt? Wie funktioniert dieser? Das sind alles Fragen, die diese Arbeit grundsätzlich zu erläutern versucht.

2. Kommunikation

2.1. Definition Kommunikation

(Verständigung untereinander; Verbindung, Zusammenhang)1

Gibt man den Begriff „Definition Kommunikation“ bei der Suchmaschine „Google“ ein bekommt man ungefähr 20.600.000 Ergebnisse. Dies verdeutlicht, dass es keine einheitliche Definition der Kommunikation gibt, da dieser Begriff für viele verschiedene Fachbereiche verwendet wird und deshalb auch unterschiedliche Bedeutungen hat.

Folgendes kann als Definitionsversuch herangetragen werden.

„Kommunikation bezeichnet den Austausch von Informationen zwischen zwei oder mehreren Personen, wobei die Mitteilung sprachlich (verbal) oder / und nichtsprachlich (nonverbal) erfolgen kann“.2

2.2. Kommunikationsgeschichte

Die Entstehung der sprachlichen und nichtsprachlichen zwischenmenschlichen Kommunikation hat mehrere Millionen Jahre in Anspruch genommen. Dennoch gibt es bis heute keine einheitliche Theorie der Kommunikationsgeschichte. Forscher sind sich nur hinsichtlich der Tatsache einig, dass die Geschichte der Kommunikation in einzelne Zeitabschnitte eingeteilt werden kann. Der erste existierende Kommunikationsweg war die Körpersprache, diese ist mehr als 6 Millionen Jahre alt. Anschließende entwickelte sich die gesprochene Sprache die Grundlage für die Übermittlung von geheimem Wissen, überlebenswichtige Informationen, Rituale, Mythen sowie Legenden und Sagen war. Ungefähr 34.000 vor Christus bis zum 3. Jahrtausend vor Christus waren Felszeichnungen Vorgänger für Schriftzeichen und bald darauf, ungefähr zwischen Mitte des 3. Jahrtausend vor Christus bis zum 15. Jahrtausend nach Christus, wurden die ersten Schriftzeichen verwendet und weiterentwickelt. 1450 verhalf Johannes Gutenberg der Druckmaschine zum Durchbruch in Europa. Daraufhin folgten Bild- und Tonmedien und die „Multimedialisierung“ in unserer Gegenwart. Das alles waren Entwicklungen die die zwischenmenschliche Kommunikation revolutionierten.3

2.3. Ziel der Kommunikation

Die zwischenmenschliche Kommunikation verfolgt eine Vielzahl von Zielen. Unter anderem bietet sie die Möglichkeit zum Austausch von unterschiedlichen Ansichten zu einem Thema. Auch können wichtige Informationen, Inhalte oder Ideen vermittelt werden. Kommunikation kann die Koordination von Handlungsmöglichkeiten auslösen außerdem können komplexe Gegenstände und Sachverhalte erfasst und beschrieben werden. Somit kann man zusammenfassend sagen dass Kommunikation die Basis für Verständnis, Erklärung als auch Entwicklung von zwischenmenschlichen Beziehungen ist.4

2.4. Kommunikationsarten

Kommunikation findet bewusst oder unbewusst seit Beginn des Lebens statt. Menschen kommunizieren selbst dann wenn sie es nicht wollen. Wie man in der nachfolgenden Grafik entnehmen kann liegt der Kern der menschlichen Kommunikation in der nonverbalen Kommunikation. „Mit Händen und Füßen reden“ ist ein Sprichwort das schon Jahrzehnte lang existiert und wie man in den folgenden Punkten feststellt, große Bedeutung hat.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Verteilung der Kommunikationsarten

2.4.1. Verbale Kommunikation

Unter verbaler Kommunikation versteht man die Kommunikation über das gesprochene Wort beziehungsweise über die Sprache. Die verbale Kommunikation ist sehr komplex und unterschiedlich. Die verschiedenen Arten von verbaler Kommunikation differieren in den einzelnen Kulturen und können somit als kulturabhängige Kommunikationsstile eingeordnet werden. Auch werden diese an die nächsten Generationen weitergegeben. Ein Beispiel für die Weitergabe von Ausdrucksweisen wäre zum Beispiel der Dialekt, der von Region zu Region unterschiedlich ist. „Durch die Sprache können die Menschen ihre Eindrücke, Empfindungen, Gedanken, Wünsche, Bedürfnisse und Erfahrungen der sozialen Umwelt mitteilen, sich und andere vor Gefahren schützen und ihre Lebensart, Werte, Normen, Sitten und Umgangsformen pflegen, verbessern und den Umständen anpassen.“. Die verbale Kommunikation ist somit unter anderem für das gegenseitige Verstehen oder Missverstehen verantwortlich und war ausschlaggebend für die Entwicklung des Homo-sapiens zum modernen Kulturmenschen.5

2.4.2. Nonverbale Kommunikation

„ Man kann nicht nicht kommunizieren “6

Dieser Satz sagt bereits alles über die nonverbale Kommunikation aus. Als nonverbale Kommunikation wird der nichtsprachliche Bereich der menschlichen Kommunikation bezeichnet. Ein Synonym für nonverbale Kommunikation ist der Begriff „Körpersprache“. Darunter fallen körperliche Bewegungen wie Mimik, Gestik oder Blickwechsel aber auch andere Symptome wie Schwitzen oder Erröten. Das heißt, wenn Menschen nicht verbal kommunizieren spricht der Körper allein, wobei sich die Anfangs genannte These bestätigt.7 Die meisten nonverbalen Signale werden unbewusst gesendet. Diese sind schlechter zu beeinflussen als die gesprochenen Worte und somit sind auch die Botschaften des Körpers „ehrlicher“ beziehungsweise „echter“. Die nonverbale Kommunikation ist von Kultur zu Kultur unterschiedlich, zum Beispiel der Körperkontakt bei der Begrüßung. In Deutschland gibt man sich meistens die Hand, in Japan hingegen ist es üblich sich vor dem Gegenüber zu Verbeugen.8

2.4.3 Paraverbale Kommunikation

Bei der zwischenmenschlichen Kommunikation ist die Art und Weise wie man spricht und wie die Sprache eingesetzt wird ein ausschlagegebender Aspekt. Zu dem paraverbalen Bereich des Sprechens gehören Punkte wie Tonhöhe, Tonhöhenverlauf, Tonhöhenänderungen, Sprachtempo, Pausen sowie Laute und Geräusche. Bei der paraverbalen Kommunikation geht es vor allem darum „wie“ etwas gesagt wird. Diese Signale werden in den meisten Fällen mit anderen Kommunikationsarten wie zum Beispiel der nonverbalen Kommunikation kombiniert. Durch diese Kommunikationssignale kann man den Kommunikationsprozess beeinflussen, da man Emotionen, Gedanken, Stimmungen, etc. effektiver ausdrücken kann. Ebenfalls kann der Gesprächspartner durch den Klang der Stimme Eigenschaften wie Enttäuschung, Ablehnung oder Begeisterung besser bewerten.9

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich auf die verbale Kommunikation am meisten Einfluss nehmen lässt, da Menschen dazu in der Lage sind eine „bewusste Wortwahl“ zu treffen. Im Vergleich zur paraverbalen Kommunikation wird dies schon schwieriger, da es komplizierter ist eine entsprechende Wirkung der gesprochenen Wörter zu erzielen. Nahezu unmöglich ist die komplette Beeinflussung der menschlichen Körpersprache.10

2.5. Kommunikationstheorien

2.5.1. Kommunikationsmodell von Schulz von Thun

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Vier Ohren einer Nachricht

Die Basis der menschlichen Kommunikation beruht auf der Annahme, dass es einen Sender gibt, der eine Botschaft vermitteln möchte. Er verschlüsselt seine Nachricht mittels eines Mediums. Der Interaktionspartner des Senders ist der Empfänger. Er entschlüsselt die Botschaft sodass eine Verständigung stattfinden kann. Schulz von Thun hat ein Modell entwickelt bei dem die zwischenmenschliche Kommunikation auf vier Ebenen abläuft. Zum einen die Sachebene, diese enthält die Sachinformation der Nachricht, also worüber der Sender versucht zu informieren. Des Weiteren gibt es die Ebene der Selbstoffenbarung, das heißt was der Sender von sich selbst kundgibt. Dieser Punkt beinhaltet auch Informationen über die Person des Senders. Deshalb werden diese Botschaften auch „Ich-Botschaften“ genannt. Mit dieser Seite der Nachricht sind viele Probleme der zwischenmenschlichen Kommunikation verbunden. Auf der Beziehungsebene wird ausgedrückt, wie man zum Empfänger der Nachricht steht beziehungsweise wie die Interaktionspartner zueinander stehen. Deshalb werden diese Botschaften auch entweder „Du-Botschaften“ genannt, also wenn der Sender ausdrücken will was er vom Empfänger hält oder „Wir-Botschaften“, wenn die Beziehung zwischen den Interaktionspartnern dargestellt werden soll. Die vierte und letzte Ebene beinhaltet den Appelcharakter, da man seinen Gesprächspartner versucht in seinem Denken, Fühlen und Handeln zu beeinflussen. Die meisten Botschaften, die vermittelt werden, versuchen den Interaktionspartner zu etwas veranlassen.11

2.5.2. Kommunikationsmodell von Shannon & Weaver

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Kommunikationsmodell Shannon & Weaver

Das Modell von Shannon & Weaver wurde 1949 entwickelt ist eines der bekanntesten und auch im Bereich der Psychologie am häufigsten zitierten Kommunikationsmodelle. Es war anfangs ein rein technisch orientiertes mathematisches Modell, dessen ursprünglichen Nutzen es war die Kommunikation der amerikanischen Armee zu verbessern.12 Nach der Kommunikationstheorie von Shannon & Weaver müssen folgende sieben Elemente beinhaltet sein: Informationsquelle, Verschlüsselung, Nachricht, Kanal, Entschlüsselung und Empfänger. 13 Das heißt „die Gedanken eines Sprechers(Senders) werden mehrfach verändert, bevor sie der Empfänger hört.

- Gesagt ist noch nicht gehört
- Gehört ist noch nicht verstanden
- Verstanden ist noch nicht einverstanden
- Einverstanden ist noch nicht angewendet
- Angewendet ist noch nicht beibehalten“14

[...]


1 Duden (2004 ). Die deutsche Rechtschreibung (Band1 ). Seite558.

2 http://lexikon.stangl.eu/535 /kommunikation/.

3 Roland Burkhart / Walter Hömberg (2007 ). Kommunikationstheorien. Seite234 ff..

4 http://elearning-ss11.fham.de/moodle/file.php/2031 /komm_ss2008 _grundlagen_neu.pdf.

5 Rasoul Tanghatar (2011). Kommunikation und Körpersprache. Seite 28.

6 Paul Watzlawick (2011). Menschliche Kommunikation - Formen und Störungen. Seite 58.

7 Michael Argyle (2005). Körpersprache und Kommunikation. Seite 57ff.

8 http://www.transkulturelles-portal.com/index.php/8/verbale-nonverbale-paraverbale-kommunikation.

9 Rasoul Tanghatar (2011 ). Kommunikation und Körpersprache. Seite52 f..

10 Doris Ternes (2008 ). Kommunikation - eine Schlüsselqualifikation. Seite37.

11 Friedmann Schulz von Thun (2010). Miteinander Reden (Band 1). Seite 25ff..

12 Doris Ternes (2008). Kommunikation - eine Schlüsselqualifikation. Seite 45f..

13 http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/KOMMUNIKATION/Kommunikation.shtml#Shannon25 ff..

13 Doris Ternes (2008). Kommunikation - eine Schlüsselqualifikation. Seite 4.

14 http://www.steinrisser.at/tc/startseite/service/menschliche_kommunikation/.

Details

Seiten
23
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656190585
ISBN (Buch)
9783656191940
Dateigröße
642 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v193398
Institution / Hochschule
Hochschule für angewandtes Management GmbH
Note
1,7
Schlagworte
kommunikation konflikt eine übersicht

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Titel: Kommunikation und Konflikt - Eine Übersicht