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Einfluss des Gründungsverhaltens auf die Unternehmensperformance in Österreich, Schweiz und Norwegen

Bachelorarbeit 2012 52 Seiten

BWL - Unternehmensgründung, Start-ups, Businesspläne

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Abbildungsverzeichnis

II. Tabellenverzeichnis

III. Symbolverzeichnis

1. Einleitung

2. Datenerhebung
2.1. Unterscheidung nach Gründungsart
2.1.1. Ein Gründer
2.1.2. Mehrere Gründer
2.1.3. Management Buy Out
2.1.4. Spin Off & Carve Out
2.1.5. Fusion
2.1.6. Staatsgründung
2.1.7. Andere
2.1.8. Keine Daten
2.2. Unterscheidung nach Gründungsjahr
2.3. Durchführung der Datenerhebung

3. Ergebnisse der Datenerhebung

4. Deskriptive Auswertung der Daten
4.1. Gründungsart
4.2. Branchenverteilung
4.3. Rentabilitätskennzahlen
4.3.1. Eigenkapitalrentabilität
4.3.2. Umsatzrentabilität
4.3.3. Cash Flow Umsatzrentabilität
4.4. Umsatzsteigerung
4.5. Gewinn/Volatilität
4.6. Kurs-Gewinn-Verhältnis
4.7. Market to Book Ratio

5. Statistische Auswertung der Datenerhebung
5.1. Welch Test
5.1.1. Volatilität
5.1.2. Umsatzsteigerung
5.1.3. Weitere Welch Tests
5.2. Korrelationskoeffizient
5.2.1. Eigenkapitalrentabilität und Umsatzrentabilität
5.2.2. Umsatzsteigerung und Umsatzrentabilität
5.2.3. Market to Book Ratio und Kurs-Gewinn-Verhältnis

6. Fazit und Ausblick

IV. Literaturverzeichnis

I. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Flussdiagramm zur Datenerhebung

Abbildung 2: Unterscheidung der 291 Unternehmen nach Gründungsart

Abbildung 3: Gründungsjahre der 291 untersuchten Unternehmen

Abbildung 4: Gründernamen

Abbildung 5: Gründungsart in Österreich, Schweiz und Norwegen

Abbildung 6: Gründungsart in den unterschiedlichen Perioden

Abbildung 7: Gründungsart in den unterschiedlichen Perioden II

Abbildung 8: Branchenverteilung bei unterschiedlichen Gründungsarten

Abbildung 9: Branchenverteilung in Österreich, Schweiz und Norwegen

Abbildung 10: Branchenverteilung in den unterschiedlichen Perioden

Abbildung 11: Eigenkapitalrentabilität in Österreich, Schweiz und Norwegen

Abbildung 12: Eigenkapitalrentabilität in den unterschiedlichen Perioden

Abbildung 13: Umsatzrentabilität in Österreich, Schweiz und Norwegen

Abbildung 14: Umsatzrentabilität bei unterschiedlichen Perioden

Abbildung 15: Cash Flow Umsatzrentabilität in Österreich, Schweiz und Norwegen

Abbildung 16: Cash Flow Umsatzrentabilität bei unterschiedlichen Perioden

Abbildung 17: BCG Matrix

Abbildung 18: Umsatzsteigerung in Österreich, Schweiz und Norwegen

Abbildung 19: Umsatzsteigerung bei unterschiedlichen Perioden

Abbildung 20: Gewinn/Volatilität in Österreich, Schweiz und Norwegen

Abbildung 21: Gewinn/Volatilität bei unterschiedlichen Perioden

Abbildung 22: Kurs-Gewinn-Verhältnis in Österreich, Schweiz und Norwegen...

Abbildung 23: Kurs-Gewinn-Verhätnis bei unterschiedlichen Perioden

Abbildung 24: Market to Book Ratio in Österreich, Schweiz und Norwegen

Abbildung 25: Market to Book Ratio bei unterschiedlichen Perioden

Abbildung 26: Beispiel Welch Test

Abbildung 27: Eigenkapital udn Umsatzrentabilität

Abbildung 28: Umsatzsteigerung und Umsatzrentabilität

Abbildung 29: Market to Book Ratio und Kurs-Gewinn-Verhältnis

II. Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Welch Test zu Volatilität bei unterschiedlichen Gründungsperioden. .

Tabelle 2: Welch Test zu Volatilität bei unterschiedlichen Gründungsarten

Tabelle 3: Welch Test zu Umsatzsteigerung bei unterschiedlichen

III. Symbolverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Das Gründungsverhalten eines Unternehmens bildet das Fundament einer erfolgreichen Unternehmung. Die ersten Jahre eines Unternehmens entscheiden meist über Erfolg und Misserfolg. Einzelgründungen, Teamgründungen, Staatsgründungen, Spin Off Gründungen, Fusionen und Management Buy Outs stellen die unterschiedlichen Gründungsarten dar. Diese tragen unterschiedliche rechtliche und unternehmenspolitische Eigenschaften, welche sich ebenfalls auf den Unterhemenserfolg auswirken, mit sich. Der unternehmerische Erfolg und Misserfolg spiegelt sich speziell in der Performance wider.

Die zu untersuchenden Unternehmen und der Schwerpunkt des Gründungsunsverhaltens in Europa als Thema dieser Bacherlorarbeit wurde vom Lehrstuhl für Finanzmanagement und Kapitalmärkte der Technischischen Universität München festgelegt. Als weiterer Schwerpunkt wurde die Performanceleistung von Unternehmen gewählt, da diese ein Indikator für den Erfolg eines Unternehmens darstellt.

Ziel dieser Studie ist es, mit Hilfe von deskripitven und mathematischen Verfahren festzustellen, inwiefern das Gründungsverhalten, insbesondere die Gründungsart und der Gründungszeitraum, die Performance eines Unternehmens beeinflusst.

Zusätzlich wird ein Ländervergleich hinsichtlich des Gründungsverhaltens und dessen Einfluss auf die Performanceleistung der Unternehmen durchgeführt. Dafür werden speziell Unternehmen aus den Ländern Österreich, Schweiz und Norwegen untersucht. Diese Länder wurden für die Studie ausgewählt, da sie eine ähnliche Branchenverteilung haben und den Ruf florierender Wirtschaften genießen. Das sind wichtige Voraussetzungen, um eine aussagekräftige Vergleichsuntersuchung hinsichtlich der Auswirkung des Gründungsverhaltens auf die Performance durchzuführen.

Um diese Ziele zu verwirklichen wird wie folgt vorgegangen: Zuerst wird eine Datenerhebung hinsichtlich der Gründungsart und des Gründungszeitpunkts der zu untersuchenden Unternehmen durchgeführt. In Kapitel 2 werden die in dieser Bachelorarbeit zu vergleichenden Gründungsarten, welche Grundlage für die Datenerhebung sind, definiert. Weiterhin wird die strukturierte Vorgehensweise und die Voraussetzungen der durchgeführten Datenerhebung beschrieben.

In Kapitel 3 werden die Ergebnisse der Datenerhebung präsentiert. Dabei werden diese insbesondere quantitativ ausgewertet, um einen Überblick über das erhobene Datenmaterial zu schaffen.

Eine deskriptive Auswertung und grafische Präsentation der erhobenen Daten zum Gründungsverhalten und dem vom Lehrstuhl zusätzlich bereitgestellten Datenmaterial, welches die Performanceleistung der einzelnen Unternehmen enthält, wird in Kapitel 4 durchgeführt. Aufgrund der Ergebnisse dieser deskriptiven Auswertung werden Hypothesen hinsichtlich des Einflusses des Gründungsverhaltens auf die Performanceleistung der Unternehmen aufgestellt. Ferner wird zwischen den Unternehmen der Länder Österreich, Schweiz und Norwegen hinsichtlich einiger Performancekennzahlen ein qualitativer Vergleich gezogen.

Zum Ende dieser Arbeit werden in Kapitel 5 die zuvor aufgestellten Hypothesen mit Hilfe von statistischen Verfahren auf Gültigkeit geprüft. Desweiteren werden im Falle einer signifikanten Hypothese mögliche Ursachen beschrieben.

2. Datenerhebung

In diesem Kapitel wird die strukturierte Vorgehensweise der Datenerhebung beschrieben. Für 100 österreichische, 100 norwegische und 91 Schweizer Unternehmen wurde die hier beschriebene Datenerhebung durchgeführt. Alle 291 untersuchten Unternehmen sind bzw. waren börsennotiert. Dabei wurden folgende drei Kategorien abgearbeitet:

- Gründungsart
- Gründungsjahr
- Gründernamen

Die Definition der unterschiedlichen Gründungsarten wird im nächsten Abschnitt ausführlich erläutert. Konnte als Gründungsart eines Unternehmens Einzelgründung, Mehrfachgründung oder ein Management Buy Out (MBO) festgestellt werden, so wurden zusätzlich die Vor- und Nachnamen der Unternehmensgründer erhoben. Die erhobenen Gründernamen tragen nicht zu dieser Studie bei, da sie keinen Einfluss auf die Ergebnisse dieser Studienarbeit haben. Jedoch werden sie für spätere Studien des Lehrstuhls für Finanzmanagement und Kapitalmärkte der Technischen Universität München herangezogen.

2.1. Unterscheidung nach Gründungsart

In den folgenden Abschnitten werden die in der Bachelorarbeit berücksichtigten, unterschiedlichen Gründungsarten definiert. Auf der Basis dieser Definition wurde die Datenerhebung durchgeführt.

2.1.1. Ein Gründer

Es wird von einem Gründer gesprochen, wenn das Unternehmen von einer einzelnen natürlichen Person gegründet worden ist, beispielsweise wurde die in die Studie einfließende österreichische Firma Andritz AG im Jahr 1852 durch Josef Korösi gegründet.

2.1.2. Mehrere Gründer

Wird ein Unternehmen von mindestens zwei natürlichen Personen gegründet, so handelt es sich um die Gründungsart „mehrere Gründer“. Beispielweise wurde die österreichische Firma Barracuda Networks AG im Jahr 2000 von Wieland Alge, Klaus Gheri und Peter Marte gegründet.

2.1.3. Management Buy Out

Management Buy Outs gehören zu einer anerkannten, unternehmerischen Strategie, wodurch Manager oder Teile der Belegschaft zu Unternehmern werden können.1 Ein Management Buy Out wird wirksam, sobald das Eigentum von früheren Besitzer dem amtierenden Management übereignet wird. Es kann sehr viele unterschiedliche Gründe für einen Management Buy Out geben. Ein Grund könnte sein, dass eine Tochtergesellschaft möglicherweise nicht zur strategischen Ausrichtung des Konzerns passt. Außerdem kann ein Management Buy Out dadurch entstehen, dass das Unternehmen aktuell unrentabel wirtschaftet und somit den Mutterkonzern schwächt. Ein weiterer Grund ist, dass der Mutterkonzern liquide Mittel benötigt und diese durch einen Management Buy Out erhalten kann.2

Das Management wird teilweise oder vollständig Besitzer des Unternehmens, als Folge einer Investition durch ihr privates Kapital in das Unternehmen. Ein Großteil der zugrunde liegenden Literatur beschreibt, dass Management Buy Outs oft eine geringere Anfälligkeit für Fehler, als andere Gründungsarten aufweisen.3 Beispielweise wurde die BDI Anlagenbau GmbH 1996 durch Wilhelm Hammer, als Management Buy Out aus der Vogel & Noot Industrieanlagenbau herausgelöst.4

2.1.4. Spin Off & Carve Out

Der Spin Off ist eine wirtschaftliche und rechtliche Verselbständigung einer Betriebsfunktion, z.B. der Forschungs- und Entwicklungsabteilung.5 Beispielsweise wurde die in der Studie betrachtete Intercell AG 1997 als Spin Off der Universität Wien gegründet.6

Ein Carve Out ist von einem Spin Off jedoch zu unterscheiden. Die bestehenden Aktionäre bekommen Aktien an dem Tochterunternehmen kostenlos zugeteilt, wobei die gesamten Anteile der Tochter an der Börse notiert werden.7

Da die Unterscheidung zwischen Spin Off und Carve Out in einzelnen Fällen nicht sehr eindeutig ist und die Eigenschaften dieser Gründungsarten sich zum größten Teil überschneiden, werden diese, um Fehler zu vermeiden, zusammengelegt.

2.1.5. Fusion

Die Fusion ist eine Verschmelzung von zwei oder mehreren rechtlich selbständigen Unternehmen zu einer neuen, wirtschaftlichen und rechtlichen Einheit. 1996 fusionierte das in diese Studie miteinfließende Unternehmen Aker mit der Maritime Gruppe zu Aker Maritime.8

Bei der Datenerhebung wurde der Zusammenschluss zweier größentechnsich ebenbürtiger Unternehmen als Fusion interpretiert. Ebenfalls kann auf eine Fusion geschlossen werden, wenn nach der Firmenübernahme der neue Firmenname beide Namen der fusionierenden Firmen enthält. Im Gegenzug wird davon ausgegangen, falls sich der Firmenname bei einer Übernahme nicht ändert, es sich auch tatsächlich um eine Übernahme und keine Fusion handelt.

2.1.6. Staatsgründung

Bei der Staatsgründung wurde das Unternehmen durch den Staat gegründet. 1956 wurde z.B. die OMV AG durch den österreichischen Staat gegründet.

2.1.7. Andere

Unter Andere werden alle bekannten Gründungsarten, die jedoch nicht in die oben beschriebenen Kategorien passen, gelistet. Dazu gehören beispielsweise Unternehmen die rein durch Fonds gegründet und finanziert wurden, Genossenschaftsgrüdungen und sonstige. Da nur ein Einziges der untersuchten Unternehmen in diese Kategorie fällt, wird diese bei der Auswertung außer Acht gelassen.

2.1.8. Keine Daten

Wenn aufgrund von Insolvenzen oder eines Informationsdefizits keine Daten zur Gründungsart eines Unternehmen gefunden werden konnten, so werden die Unternehmen in dieser Kategorie gelistet und fließen nicht in diese Studie mit ein.

2.2. Unterscheidung nach Gründungsjahr

Bei der Erhebung des Gründungsjahres wird das wirkliche Jahr der Gründung beschrieben. Oftmals ist es der Fall, dass ein Unternehmen einige Jahre vor seinem Eintrag ins Handelsregister gegründet wurde. Hierbei wird exakter Weise die Jahreszahl der Gründung und nicht die des Handelsregistereintrags berücksichtigt.

2.3. Durchführung der Datenerhebung

Abbildung 1: Flussdiagramm zur Datenerhebung.

Die systematische Vorgehensweise, welche bei der durchgeführten Datenerhebung eingesetzt wurde, wird in Abbildung 1 als Flussdiagramm dargestellt. Die Unternehmen wurden in alphabetischer Reihenfolge abgearbeitet. Als genaueste Quelle dient hierbei die Firma selbst. Deshalb wurde als erster Schritt die Firmenhomepage nach Daten durchsucht. Entsprachen die dort gefunden Daten ausreichend qualitativ und quantitativ unseren Maßstäben, so war die Datenerhebung für dieses Unternehmen erfolgreich, die Daten wurden gesammelt und die Erhebung für das nächste Unternehmen fortgesetzt. Waren die Daten der untersuchten Quelle nicht ausreichend, so wurde die nächste Quelle durchsucht. Die Priorität der Quellen ist: Firmenhomepage, Bloombergs Business Week, Wikipediaeintrag, Unternehmensdatenbanken (Lexis Nexis, Hoover Firmenprofile, uvm.), Presseartikel, Internetrecherche und als letzte mögliche Quelle, die direkte Kontaktaufnahme zum Unternehmen, den Gründern oder dem Management. Konnte trotz Abarbeitung aller beschriebenen Quellen nicht ausreichend Datenmaterial zu einem Unternehmen erhoben werden, so wurde die Datenerhebung für dieses Unternehmen beendet und die bis dato gefundenen Daten eingetragen.

3. Ergebnisse der Datenerhebung

Bei der Erhebung der Daten hinischtlich der Gründungsart der 291 untersuchten Unternehmen wurden gemäß Abbildung 2 in 28 Fällen keine Daten gefunden. Grund dafür ist, dass der Großteil dieser Unternehmen bereits nicht mehr existent ist, keine Firmenhomepage, keine Presseartikel oder kein Wikipediaeintrag existieren und auch im Handelsregister keine Angaben zur Gründungsart vorliegen. Diese 28 Unternehmen werden im Verlauf der Studie nicht weiter berücksichtigt.

In der Kategorie „Andere“ ist nur ein Unternehmen aufzufinden. Dieses wird ebenso außer Acht gelassen, da die Aussagekraft eines einzelnen Unternehmen im Vergleich zu den deutlich stärkeren anderen Kategorien in keinem vernünftigen Verhältnis steht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Unterscheidung der 291 Unternehmen nach Gründungsart.

Besonders hervorzuheben ist, dass wie in Abbildung 2 verdeutlicht wird, der Großteil, der untersuchten Unternehmen von einer einzelnen Personen gegründet wurde. Die Anzahl der Unternehmen die mehrere Gründer hervorweisen können, ist ebenfalls stark vertreten. Daraus kann schon im Vorfeld der Studie darauf geschlossen werden, dass Personengründungen eine quantitativ wichtigere Rolle spielen, als die anderen kategorisierten Gründungsarten. Abbildung 2 macht jedoch keine Aussage über die qualitative und regionale Rolle hinsichtlich der Gründungsart.

Die Gründungsjahre werden in der Studie und bei jeglichen späteren Untersuchungen in fünf Gruppen kategorisiert. In der ersten Gruppe sind Unternehmen, die bis zum Ende des Ersten Weltkriegs gegründet wurden. Die zweite Gruppe enthält Unternehmen, die bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs gegründet wurden. In der dritten Gruppe sind die Unternehmen, die bis zum Mauerfall gegründet wurden. Die vierte Gruppe enthält die Unternehmen, die bis zum Jahr 2005 gegründet wurden. In der fünften und letzten Gruppe sind die Unternehmen kategorisiert, welche ab 2005 gegründet wurden. Diese Kategorisierung wurde gewählt, um die unterschiedlichen wirtschaftlichen Epochen zu differenzieren.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Gründungsjahre der 291 untersuchten Unternehmen.

Abbildung 3 zeigt genau diese Kategorisierung. Es wurden lediglich für nur 4 der 291 untersuchten Unternehmen keine Angaben zu den Gründungsjahren gefunden. Diese Unternehmen werden im Verlauf der Studie nicht weiter beachtet. Außerdem zeigt die Grafik, dass es zu Zeiten des Dritten Reichs im Vergleich zu den anderen Epochen deutlich weniger Firmengründungen gab. In Zeiten des Krieges und der Armut ist das nicht weiter verwunderlich, da für Firmengründungen Kapital, Innovationsgeist und Risikofreude vorhanden sein sollte. Diese Voraussetzungen sind in diesen Zeiten kaum gegeben und bestätigen die Aussage von Abbildung 3.

Zusätzlich zur Kategorisierung nach Gründungsart wurde bei den Gruppen: ein Gründer, mehrere Gründer und Management Buy Out ebenfalls die Namen der Gründer erhoben. 168 der 291 untersuchten Unternehmen fallen in diese

Kategorisierung. Abbildung 4 zeigt, dass lediglich 7 der 168 Gründernamen nicht ermittelt werden konnten. Dies liegt in den meisten Fällen daran, dass die Unternehmen bereits seit etlichen Jahren Konkurs angemeldet haben und somit sehr wenig oder keine Informationen dazu gefunden werden konnten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Gründernamen.

4. Deskriptive Auswertung der Daten

In diesem Kapitel wird eine deskriptive Auswertung der zuvor erhobenen und das vom Lehrstuhl für Finanzmanagement und Kapitalmärkte der Technischen Universität Müchen für diese Studie bereitgestellte Datenmaterial aus dem Worldscope Database von Thomson Reuters durchgeführt.9

Die Worldscope Database von Thomson Reuters ist die weltweit führenden Quelle für eine detaillierte finanzwirtschaftliche Jahresrechnung. Sie umfasst Daten sowie Profildaten von öffentlichen Unternehmen die außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika ansässig sind. Die Daten berücksichtigen die Vielfalt der Buchhaltung und sind entworfen worden, um Vergleiche zwischen Unternehmen und Branchen innerhalb und über nationale Grenzen hinweg zu erleichtern.

4.1. Gründungsart

Die folgenden drei Abbildungen zeigen die in der Studie verwendete Basis für die deskriptive Auswertung der Performancekennzahlen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Gründungsart in Österreich, Schweiz und Norwegen.

[...]


1 Siehe Schneck (2007), S. 616 f..

2 Siehe Beaver (2001), S. 307.

3 Siehe Beaver (2001), S. 308.

4 BDI - BioEnergy International AG.

5 Schneck (2007), S. 853.

6 Intercell AG.

7 Siehe Wikipedia (a).

8 Siehe Wikipedia (b).

9 Siehe Thomson Reuters (2010), S. 23.

Details

Seiten
52
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656180548
ISBN (Buch)
9783656181330
Dateigröße
1.8 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v192690
Institution / Hochschule
Technische Universität München – Lehrstuhl für Finanzmanagement und Kapitalmärkte
Note
2,7
Schlagworte
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Titel: Einfluss des Gründungsverhaltens auf die Unternehmensperformance in Österreich, Schweiz und Norwegen