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Der Kapitalismus und die Stadt

Globale Ursachen lokaler Verdrängung

Hausarbeit 2011 25 Seiten

Soziologie - Wohnen, Stadtsoziologie

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Die Akkumulation durch Enteignung

3 Ein neues Akkumulationsregime
3.1 Die Tendenz zur Überakkumulation
3.2 Lösungsstrategie „spatial fix“
3.3 Lösungsstrategie Privatisierung

4 Auswirkungen auf das Städtische
4.1 Die neoliberale Stadt
4.2 Wohnraumversorgung und Immobilienmarkt
4.3 Die unternehmerische Stadt
4.4 Wettbewerb zwischen den Städten um Kapital und Menschen
4.5 Folgen der Entwicklung
4.5.1 Gentrification
4.5.2 Polarisierung und Segregation

5 Formen des städtischen Widerstandes
5.1 Recht auf Stadt
5.2 Bürgerbegehren gegen Privatisierung

6 Resümee

Literatur

1 Einleitung

Die Stadt ist sowohl Bühne und geographischer Container für unterschiedlichste soziale Interaktionen als auch eigentliches Objekt politischer, wirtschaftlicher oder ganz allgemein gesellschaftlicher Prozesse. Die Erforschung des urbanen Raumes und dieser Prozesse hat bis heute unzählige Erkenntnisse und Publikationen aus den Bereichen der Soziologie, der Politikwissenschaft, der Geographie, der Wirtschaftswissenschaften usw. gebracht.

Die Aufgabe von Kommunalpolitikern, Stadtplanern und anderen stadtgestaltenden Akteuren sollte es sein, das gleichberechtigte Zusammenleben der Menschen in der Stadt zu gewährleisten und zu gestalten. Die Versorgung mit Wohnraum stellt dabei eine der elementarsten Funktionen der Organisation des Städtischen dar. Gerade in Bezug auf diesen Wohnraum kam und kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen unterschiedlichen Akteuren. Da stehen sich Alteingesessene, Zugezogene, Stadtpolitiker, Unternehmer, Immobilienhändler, Architekten und andere Akteure gegenüber. Die Konfliktlinien und Beteiligten sind vielfältig. Häufig geht es dabei um Fragen der Verdrängung. Ein Begriff, der in diesem Zusammenhang häufig genannt wird, ist jener der Gentrification. Anwohner werden durch Aufwertungen aus ihrem Viertel vertrieben, da sie nicht mehr in der Lage sind, den Immobilienpreissteigerungen Stand zu halten und die Miete zu zahlen. Bei diesen Aufwertungen und Verdrängungen handelt es sich um Phänomene, die sich auf lokaler Ebene abspielen. Innerhalb einer Stadt werden einige Viertel aufgewertet. Anderen dagegen drohen die Abwertung und die Konzentration der sozialen Probleme der Stadt. Diese Erscheinungen können in vielen Städten überall auf der Erde beobachtet werden.

Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, welche Ursachen neben der lokalen auf der globalen und systemischen Ebene für die städtischen Erscheinungen verantwortlich sind. Es wird vermutet, dass auch die grundsätzliche Verfasstheit des Kapitalismus und dessen Transformationen eine Rolle spielen. Dabei wird wie folgt vorgegangen. Als erstes werden die Theorien der Akkumulation durch Enteignung und der wechselnden Akkumulationsregime vorgestellt. Im Folgenden werden spatial fix und die Privatisierung als Lösungsstrategien gegen das Problem der wiederkehrenden Überakkumulation untersucht. Schließlich geht es um die Frage, wie sich diese Prozesse auf den städtischen Raum auswirken. Das Konzept der unternehmerischen Stadt wird hinsichtlich Entstehung und Ausgestaltung genauer beleuchtet. Die urbanen Folgen Gentrification, Segregation und Polarisierung und die daraus resultierenden Formen des Widerstandes werden am Ende der Arbeit untersucht.

2 Die Akkumulation durch Enteignung

Das kapitalistische System strebt nach der Einverleibung von Bereichen, die bis dato nicht seinen Verwertungsprozessen unterlagen. Diese Auslegung knüpft an imperialistische Deutungen des Kapitalismus an. Diese denken die von Karl Marx beschriebene „ursprüngliche Akkumulation“ weiter, bei der es sich um einen historisch einmaligen Prozess handelte, der Landarbeiter ihres Bodens beraubte und sie als „doppelt freie Lohnarbeiter“ in die Stadt trieb. Dieser gewaltsame und staatlich gestützte „historische Scheidungsprozess von Produzent und Produktionsmittel“, bildet laut MARX (1968:742) die Grundlage für die Entstehung der kapitalistischen Produktionsweise.

Im Gegensatz zur Einmaligkeit bei Marx, konstatiert ROSA LUXEMBURG (1975) die stetige Wiederholung dieser Enteignung. Mittels imperialistischer Praktiken bemächtige sich der Kapitalismus der Gebiete, die vorher nicht seiner Verwertungslogik folgten. Für LUXEMBURG ergab sich aus der prinzipiellen Endlichkeit eines durch den Kapitalismus vereinnahmbaren Außen die Konsequenz für dessen Zusammenbruch (vgl. ALTVATER 2006:40). DAVID HARVEY sieht diese Endlichkeit des Außen nicht. In Anlehnung an die ursprüngliche Akkumulation wählt er den Begriff der „Akkumulation durch Enteignung“ (2007:91). Diese sei eine sich beständig wiederholende Form der Aneignung von Werten. Dieser Prozess kann auch als Landnahme gelesen werden und die Kette dieser Landnahmen sei prinzipiell unendlich, da der Kapitalismus in der Lage sei, sein eigenes Außen und damit die Basis für neue Landnahmen selbst herzustellen (DÖRRE 2009:42).

Die Enteignung von ca. 4 Millionen meist afroamerikanischen Hausbesitzern und die Entwertung der Spareinlagen in den Rentenfonds der USA im Zuge der aktuellen Krise, die von ihrem Land vertriebenen Bauern in China oder die Strukturanpassungsprogramme des IWF nach einer Finanzkrise in den 1980er Jahren in Mexiko nennt HARVEY als Beispiele der Akkumulation durch Enteignung. Im Gegensatz zu den klassischen Imperialismustheorien findet sie also auch im „Herzen kapitalistischer Gesellschaften“ statt. Die „herrschende Klasse und insbesondere die Banker … bestehlen“ andere Menschen durch diesen Versuch der Akkumulation durch Enteignung (HARVEY 2009). Die genannte chinesische Landenteignung gleicht dabei wohl eher der ursprünglichen Akkumulation. Daher weist HARVEY darauf hin, dass die kapitalistische Entwicklung nicht etwa in geographisch und zeitlich klar abgrenzbaren Phasen verlaufe, sondern sich vielmehr durch eine „ungleiche geographische Entwicklung“ (HARVEY 2007:92) auszeichne. Führt man sich die gleichzeitige Existenz so unterschiedlicher Orte wie der US-amerikanischen Suburbs, indischen Slums, der New Yorker Wallstreet und der Favelas in Südamerika vor Augen, fällt es nicht schwer, dieser Aussage zuzustimmen (HARVEY 2010:148ff.). Der geographische Ort und die Zeit spielen bei Harveys Beschreibung des Kapitalismus eine wichtige Rolle. Anerkennend bemerkt auch ZELLER (2003:225), dass es HARVEY sei, der am systematischsten versuche „der Analyse des Kapitalismus ein räumliches Gesicht zu verleihen“.

Es gibt unterschiedliche Formen der Akkumulation durch Enteignung. Zu nennen sind die Aneignung der Vermögenswerte anderer, die kapitalistische Inwertsetzung bislang nichtkapitalistischer Bereiche und der militärische Zugriff auf strategische Ressourcen wie Erdöl oder Gas. Letzterem Punkt folgend, wäre der Irakkrieg nicht als Schlag gegen den Irak, sondern als einer gegen die US-Konkurrenten auf dem Ölmarkt (vor allem China) zu deuten (WISSEN & NAUMANN 2008:398f.).

3 Ein neues Akkumulationsregime

In der Vergangenheit waren immer wieder Krisen der Ausgangspunkt für einen Wandel in der Ausgestaltung der kapitalistischen Produktionsweise. Unterstellt man eine zyklische Entwicklung des Kapitalismus, bietet sich das Konzept der Einteilung in Akkumulationsregime (AGLIETTA 2000) an, um dessen unterschiedliche Ausprägungen zu charakterisieren. So ist das fordistische Akkumulationsregime als Folge der Großen Depression von 1929 - 1933 und des nachfolgenden Zweiten Weltkriegs zu deuten. Durch verstärkte staatliche Eingriffe, inspiriert von den Ideen John Maynard Keynes, wurde eine kapitalistische Marktwirtschaft mit relativ sozialem Antlitz etabliert. Kennzeichnend für dieses fordistische Akkumulationsregime waren die Integration breiter Bevölkerungsschichten durch Massenproduktion und Massenkonsum, sowie ein Mitspracherecht der organisierten Arbeiterklasse. Es bestand Grund zur Hoffnung, dass zumindest für die Menschen der westlichen Welt, ein Leben in Wohlstand möglich sei. Hauptmittel für die Erzeugung von Wert war die industrielle Produktion von Gütern und deren Konsumtion.

Doch auch diese Konfiguration des Kapitalismus war nicht immun gegen die Krisen, die in den 1970er Jahren die Weltwirtschaft erschütterten. Als Reaktion darauf folgte eine Abkehr vom Keynesianismus und den korporativen Elementen des Kapitalismus. Unter der Führung der konservativen Regierungen in England unter Margareth Thatcher und in den USA unter Präsident Ronald Reagan erhob man das Gesetz des freien Marktes zur obersten Maxime. Unter Berufung auf Klassiker der liberalen Ökonomie wurde eine neoliberale Ideologie durchgesetzt, die die Beschneidung der staatlichen Befugnisse in Fragen der Wirtschaft vorantrieb. Es kam zu massiven Prozessen der Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung.

In der Folge hat seit 1979/80 „ein hochkonzentriertes Finanzkapital zunehmend seine Bedeutung ausgeweitet, nachdem es während sechzig Jahren, dem industriellen Kapital untergeordnet war“ (ZELLER 2003:223, 2004:328). Dieser Finanzkapitalismus markiert eine weitere Stufe in der „Evolution kapitalistischer Produktionsregime“ (WINDOLF 2005:52). Damit einher ging die Internationalisierung des Kapitals. Es kam zu einer Verlagerung der finanziellen Macht. Nun waren institutionelle Investoren wie Investment-, Anlage- oder Pensionsfonds (CHESNAIS 2004; BUSCH 2009:30) federführend bei der Kontrolle der riesigen globalen Kapitalmassen. Diese Akteure üben einen enormen Einfluss auf Konzernführungen aus und stellen Ansprüche an eine neue „corporate governance“, die sich im Sinne des „shareholder value“ ausdrückt (ZELLER 2003:223). Nicht mehr der Kredit als Vertrag zwischen Bank und Unternehmen dominiert die ökonomischen Beziehungen, sondern die durch die Aktie vermittelte Verflechtung an den Börsen (BUSCH 2009:30). Die Möglichkeit des Ausstiegs aus dem Markt in „kürzestmöglicher Zeit“ (ZELLER 2003:224) verleiht den Finanzinvestoren enormen Einfluss in Unternehmen und entmachtet den Staat und dessen Aufsichtsinstitutionen (BUSCH 2009:30). Das finanzdominierte Akkumulationsregime entspricht einer „globalen Enteignungsökonomie“ (ZELLER 2004:324). Im Mutterland der Entwicklung, den USA, kam es zum finanzmarktorientierten Umbruch der Unternehmenskontrolle in den achtziger Jahren. Deutschland folgte dem Beispiel ab Mitte der 90er Jahre (BEYER 2006:36). Die ausgeübte Kontrolle durch die Investoren erscheint abstrakt, sachlich und anonym und unterwirft selbst die Investmentfonds und Ratingagenturen dieser Logik. Die Spieler und vermeintlichen Kontrolleure des Systems werden damit zu Getriebenen einer Dynamik die sie selbst wesentlich befeuern (WINDOLF 2005:54).

3.1 Die Tendenz zur Überakkumulation

Unter den Ökonomen des wirtschaftswissenschaftlichen Mainstream gilt als Konsens, dass die gesunde kapitalistische Weltwirtschaft eine Wachstumsrate von mindestens 3 Prozent brauche (HARVEY 2010:28). Die logische Folge dieser sich ständig erhöhenden Mehrwertproduktion ist eine immer größere Akkumulation und Konzentration des Kapitals. Es gibt eine „allgegenwärtige Tendenz des Kapitalismus, Überakkumulationskrisen zu erzeugen“ (HARVEY 2005:109). Es wird mehr Kapital akkumuliert, als gewinnbringend investiert werden kann. Immer weniger Kapital fließt in die Produktion. Viele Unternehmen (z.B. in der Autobranche) verdienen seit den 1980ern mehr mit investments als mit der Produktion (HARVEY 2010:23). Warum sollten sie sich auch mit industriellen Investitionen aufhalten, wenn die Finanzmärkte mehr Rendite versprechen (HARVEY 2010:29)? Auf der Suche nach produktiven Anlagemöglichkeiten gibt es unterschiedliche Strategien der Überakkumulation zu entrinnen.

3.2 Lösungsstrategie „spatial fix“

Nach HARVEY zirkuliert das Kapital in drei Kapitalkreisläufen. Der primäre Kreislauf dient der unmittelbaren Produktion und dem Konsum. Der sekundäre Kreislauf ist dem fixierten Kapital und der Bildung von Mitteln für den Konsum vorbehalten und der tertiäre Kreislauf beinhaltet langfristige Ausgaben in soziale Infrastruktur. Die Grenzen zwischen den einzelnen Kreisläufen verlaufen nicht immer scharf. So können bspw. Straßen oder Gebäude sowohl dem primären als auch dem sekundären Kreislauf zugerechnet werden (HARVEY 2005:111f.). Bereits vor Harvey war die Rede vom sekundären Kapitalkreislauf. So skizziert HENRI LEFÈBVRE in „Die Revolution der Städte“ (1972) einen sekundären Kapitalkreislauf, der sich aus produktiven Investitionen in den Raum speist (vgl. SCHMID 2005:41).

Im Fall der Überakkumulation von Kapital und dem Mangel an profitablen Anlagemöglichkeiten im primären Kreislauf kann dieses Kapital nun in großen Mengen in den zweiten Kreislauf umgeleitet werden. Durch die Investition in „built environment“ kommt es zu einem „spatio-temporal fix“. Dabei meint fix sowohl die Behebung des Problems der Überakkumulation als auch der räumlichen und zeitlichen Fixierung (HARVEY 2005:115). Die so geschaffene bauliche Landschaft dient der Produktion, der Zirkulation, dem Tausch und der Konsumtion (HARVEY 1985:54; vgl. HEEG 2009:46).

Diese Umleitung des Kapitals bringt jedoch nur eine Zeit lang Entlastung beim Problem der Überakkumulation. Es besteht außerdem die Gefahr, dass die Überakkumulation auch im zweiten und dritten Kreislauf zum Problem wird. Der übermäßige Bau von Wohnungs- oder Bürogebäuden, die dann leer stehen, ist dafür ein Beispiel (HARVEY 2005:112). Zusätzlich gerät diese Fixierung des Kapitals mit der Dynamik des technologischen Wandels in Konflikt (vgl. SCHMID 2005:42). Die geographische Verankerung der Infrastruktur führt zur Verkrustung und ist nur solange für den Verwertungsprozess von Nutzen, wie die Kapitalbewegung den Pfaden dieser Infrastruktur folgt. Tut sie dies nicht, droht die Entwertung des built environment. Ein weiteres Problem ist, dass dem individuellen

Kapitalisten eine Entscheidung für Investitionen in den sekundären Kapitalkreislauf schwer fällt, da diese auch seinen Konkurrenten nützen. Die Amortisierung dieser Ausgaben kann in weite ferne Rücken oder sogar ganz ausbleiben (HARVEY 1985:54). Überdies kann sich die Region, in die das Kapital exportiert wird selber so dynamisch entwickeln, dass von dort wiederum die Suche nach lukrativen Anlagemöglichkeiten beginnt. Der Aufstieg Deutschlands und Japans nach dem Zweiten Weltkrieg verdeutlicht diesen Umstand eindrucksvoll (WISSEN & NAUMANN 2008:398). Schließlich wurden diese beiden Länder zu großen Weltmarktkonkurrenten der USA, nachdem diese große Investitionsprogramme wie den Marshall-Plan aufgelegt hatten, über den auch sehr viel Kapital in die gebaute Umwelt floss. Durch den Wiederaufbau konnten große Mengen Kapitals absorbiert werden. Wenn es nun, anders als nach 1945, mehrere große nationalstaatliche Kapitaleigner gibt, die auf der Suche nach Absorptionsmöglichkeiten sind, kann dies zu globalen Auseinandersetzungen führen. Der spatial fix stellt also eine Krisen-Lösungsstrategie dar, die selbst zur Entstehung neuer Krisen beiträgt.

3.3 Lösungsstrategie Privatisierung

Die Privatisierung bietet den nach Anlagemöglichkeit suchenden Kapitalbesitzern ebenfalls die Möglichkeit zur Investition. Das Handelsblatt schrieb in der Ausgabe 11/2005 vom „Charme der Staatsverschuldung“, der die Privatisierungen öffentlichen Eigentums wesentlich erleichtere (zitiert nach GUZZONI 2008:68; vgl. RÜGEMER 2006). Durch die Abschaffung öffentlicher und die Durchsetzung privater Eigentumsrechte durch Nationalstaaten in Verbindung mit internationalen Organisationen (ZELLER 2004:342) wird die Akkumulation durch Enteignung weiter vorangetrieben. Angeführt wird diese Entwicklung durch einen von HARVEY so genannten „Wall-Street-Finanzministerium- Komplex“, der globale Institutionen wie den IWF oder die WTO kontrolliert. Die Akteure versuchen unter Einsatz ihrer spekulativen Macht „das System durch Entwertungskrisen in verwundbaren Gebieten von der Überakkumulation zu befreien“ (HARVEY 2005:133). Diese entwerteten Gebiete stehen dann einem neuen Zyklus der Akkumulation durch Enteignung zur Verfügung. Die Enteignung durch Privatisierung geschieht dabei häufig in Ländern, die nicht zu den Kernländern des hochentwickelten Kapitalismus gehören. Die berüchtigten Strukturanpassungsprogramme des IWF nach schweren Krisen in Mexiko, Argentinien oder Asien sind dafür exemplarisch. Doch mittlerweile sehen sich selbst Staaten der Europäischen Union den Forderungen nach Privatisierung ausgesetzt. Den Griechen, Portugiesen oder Spaniern bläst der kalte Wind von IWF und den Finanzmärkten mit einer Wucht entgegen, die noch vor Kurzem auf keiner europäischen Wetterkarte verzeichnet waren.

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Details

Seiten
25
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656175285
ISBN (Buch)
9783656175674
Dateigröße
529 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v192587
Institution / Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena – Institut für Soziologie
Note
1,7
Schlagworte
Gentrification Gentrifizierung Kapitalismus spatial fix Stadt Immobilien unternehmerische Stadt neoliberale Stadt Überakkumulation Recht auf Stadt

Autor

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Titel: Der Kapitalismus und die Stadt