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Wettbewerbstheorie und -politik

Skript 2000 33 Seiten

VWL - Wettbewerbstheorie, Wettbewerbspolitik

Leseprobe

Teil 1: Begriff, Funktion und Institution des Wettbewerbs

1. Interdependenzen gesellschaftlicher Steuerungsmechanismen in der Sozialen Marktwirtschaft

Generelles Problem: € Die Produktion öffentlicher / kollektiven Güter

- Öffentliche Güter sind durch das Ausschlussprinzip gekennzeichnet (Wenn man Personen von der Nutzung eines Gutes ausschließen kann, spricht man von privaten Gütern, andernfalls von öffentlichen Gütern)
- Problem ist, das man Nutznießer öffentlicher Güter nicht ausschließen kann, sie können also von einen Gut profitieren, ohne dazu etwas beigetragen zu haben (Trittbrettfahren)
- Das Problem des kollektiven Handelns führt zum Marktversagen

4 Steuerungsmechanismen:

1. Demokratie: (Versuch der Erklärung des Angebotes öffentlicher Güter € man versucht die Bedürfnisstruktur zu erkennen, damit öffentliche Güter produziert werden können)
- Vertikales, einseitiges Steuerungssystem (unten € oben)
- Politische Gruppierungen bieten unterschiedliche Versorgungskonzeptionen an öffentlichen Gütern an
- Methodologischer Individualismus versus Staatstheorien des öffentlichen Rechts

2. Bürokratie: (Die Regierung braucht die Bürokratie zur Umsetzung seiner Entscheidungen)
- Fachleute zur Erstellung öffentlicher Güter (Fachwissen)
- Auch hier methodologischer Individualismus anwendbar :

Bürokrat: - Interesse (Egoismus)

- Kostenmax. Agieren für kollektive Güter
- Vertikales, einseitiges Steuerungssystem (oben € unten)
- Planwirtschaftliches Element einer aus dem Parlament hervorgegangenen Regierung
- Politische Erfüllungshilfe einer aus dem Parlament hervorgegangen Regierung

3. Verhandlungssystem: (kollektive Verhandlungen)
- z.B. Arbeitsmarkt (keine Marktpreise € nur polit. Preise) oder Gesundheitssystem
- Methodologischer Individualismus
- Wechselseitiges, horizontales Koordinationssystem
- Die Anbieter von Arbeit (Gewerkschaften) verhandeln kollektiv mit den Nachfragern von Arbeit (Arbeitgeberverbände) über die Höhe der Löhne
- Zentralisierung der Verhandlungsmacht auf die Arbeitnehmenr- und Arbeitgebervertreter transformiert den „Arbeitsmarkt“ zu

„Lohnverhandlungsrunden“

4. Marktsystem: (Methodologischer Individualismus)
- Wechselseitiges, horizontales Koordinationssystem
- Mindestens 2 Anbieter oder Nachfrager, die sich antagonistisch verhalten, d.h. ihren Zielerreichungsgrad zu Lasten anderer unter Einsatz einer oder mehrerer Aktionsparameter verbessern wollen
- Und über Raum, Zeit und Objekt in einer Beziehung zueinander stehen

€Der „Wohlstand der Nationen“ soll maximiert werden (natürlich ausgehend vom Individuum)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

| Selektion: Welche Güter werden bereitgestellt ?

| Distribution: Wer bekommt welche Güter ?

| Allokation: Wie werden die Güter verteilt ?

€Hier muss der Nutzen vom Marktsystem maximiert werden

Anforderungen / Voraussetzungen:

- Ökonomisches Entscheidungsproblem (Selektion)
- Informations- und Koordinationsmechanismus € Preis bei Knappheit der Güter [relative Preise] (Allokation)
- Ökonomisches Anreiz- und Sanktionssystem € durch Zuordnung von Gewinnen und Verlusten (Distribution)

2. Was ist der Markt ?

2 Haupteigenschaften: € Höchstmaß an individueller Freiheit gewährleisten

€Effizienz im Sinne von Produktivität

Allgemeine Definition: € Austauschprozesse, die aus dem Zusammentreffen von Anbietern und Nachfragern erwachsen

(Ein Markt liegt vor, wenn eigennützig handelnde Aktuere in Austauschbeziehung zueinander treten, die nicht zentral geplant ist)

Akteure: € Einzelne Personen

€Kollektive (Organisation, Haushalte, Unternehmen)

Räumlicher Bezug: € Akteure müssen sich nicht an einem Ort treffen (räumlich Trennung

z.B. beim Versandhandel oder bei Devisengeschäften)

Zeitlicher Bezug: € Leistung & Gegenleistung müssen nicht simultan erfolgen

Sinn des Marktes: € Märkte lassen sich beobachten, wo Akteure ihre Freiheitsspiel-

räume zur Erreichung eigenener Ziele nutzen

Warum handeln ?: € Wettbewerb um knappe Güter und Ressourcen

€Märkte sind untrennbar mit Wettbewerb bzw. Konkurrenz hinsichtlich der knappen Güter verbunden

€Ziele stehen im Konflikt mit anderen Akteuren, die dieselben Güter beanspruchen

€Diese Konkurrenz schlägt sich in den Austauschverhältnissen (Preisen) nieder

Dynamischer Charakter: € Der dynamische Charakter des Marktes schafft durch die

knappen Güter (Wettbewerb) Leistungsanreize (=Vorteil marktwirtschaftlicher Steuerung der Wirtschaft)

€Wettbewerb als Entdeckungsverfahren (es gibt zu ent- decken, wie das Gemeinwohl durch technisch- organi- satorische Möglichkeiten verbessert werden kann

3. Was wird auf einem Markt getauscht ?

€Ein Tausch im physischen Sinne findet eigentlich gar nicht statt

€Man handelt mit Handlungs- / Verfügungsrechten (property rights) an Gütern / Dienstlstg.

(€€€ keine Besitz- oder Eigentumsrechte)

Die Verfügungsrechte an einem Gut setzen sich aus 4 Typen zusammen:

- Rechte, welche die Art der Nutzung betreffen (Usus):

z.B. das Recht, ein Gut zu gebrauchen und den Rest der Welt von dem Gebrauch auszuschließen

- Rechte, formaler oder materieller Veränderungen an einem Gut vornehmen (Ab Usus)
- Rechte der Aneignung von Gewinnen und Verlusten, die durch die Nutzung des Gutes entstehen („Fruchtziehungsrechte“, Usus Fructus)
- Rechte zur vollständigen oder teilweise Veräußerung oder Übertragung des Gutes an Dritte

Voraussetzung: € Private und/oder staatliche Definition (Restriktionen, Rahmen-

regelungen zur Einhaltung der p.r.) der Verfügungsrechte

€Nutzen eines Gutes und damit sein Preis wird durch die verbundenen Verfügunsrechte bestimmt (je höher der Nutzen eines Gutes, desto höher sein Preis)

4. Was kostet die Inanspruchnahme des Marktes ?

€Transaktionskosten: (€ Treten bei Abschlüssen von Verträgen (bei Austauschprozessen) auf)

(€ Je geringer die Transaktionskosten, desto vorteilhafter ist es, ein Gut auf dem Markt zu erwerben anstatt es selber herzustellen)

Unterteilung in:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

€Höhe der Transaktionskosten: (werden bestimmt durch die Art der rechtlichen Regelungen und

ihrer Durchsetzbarkeit)

Je mehr durch den Staat überwacht wird (durch Gesetze, Rechte, ...), desto geringer die Transaktionskosten, da Aufwendungen der Akteure zur Kontrolle entfallen.

€Erst dadurch kommt es zu einem höheren Austausch von Gütern

€Unvollständigkeit der Verträge:

Da für das Vertragsverhältnis nicht alle relevanten Entwicklungen im voraus schriftlich festgehalten werden können, ist das Risiko, einen lückenhaften Vertrag anzunehmen geringer, wenn man auf einen funktionsfähigen rechtlichen Rahmen bauen kann, der für einen fairen Interessensausgleich sorgt.

5. Zum Wettbewerbsbegriff

Wirtschaftlicher Wettbewerb wird verstanden als:

€das selbstständiges Streben sich gegenseitig im Wirtschaftserfolg beeinflussender Anbieter oder Nachfrager (Mitbewerber) nach Geschäftsverbindungen mit Dritten (Kunden) durch Inaussichtstellen möglichst günstiger Geschäftsbedingungen

Ziel der Wettbewerbspolitik ist die Erhaltung und Förderung von Wettbewerb:

€es gibt zwar divergierende Detailaussagen, jedoch ist ein Grundkonsens vorhanden:

- Freiheit
- Wohlstand
- Gerechtigkeit

6. Elemente von Wettbewerbsdefinitionen

1. Strukturelle Komponente:
- Existenz von Märkten mit mind. 2 Anbietern oder Nachfragern
- Marktzutritts und –austrittsmöglichkeit
- Wettbewerb findet auf einer Marktseite statt
- Beziehung der Wettbewerber zueinander über Raum, Zeit und Objekt

2. Verhaltenskomponente:
- Wettbewerbliches Verhalten ist antagonistisch
- Gegensatz: synagogisch oder kooperativ
- Nutzenmaximierung unter Einsatz von Aktionsparametern

3. Prozessuale Komponente:
- „actio“ und „reactio“ im Zeitablauf (Innovation und Imitation) (Ständiges gegenseitiges Überholen der Unternehmen)

7. Funktionen des Wettbewerbs

Gesellschaftliche Funktion

1. Freiheitsfunktion:
- Handlungs- und Vertragsfreiheit
- Materielle Entschießungsfreiheit: Fähigkeit, im Rahmen der gesetzlichen Regelung

selbstgesteckte Ziele zu verwirklichen. (€ Kontrolle wirtschaftlicher Macht)

- materielle Entschließungsfreiheit abhängig von individueller Ressourcenausstattung
- kein Marktmachtgefälle bei Verwirklichung beider Freiheiten
- Wettbewerb verhindert Marktmachtkonzentration
- Handlungsfreiheit und materielle Entschließungsfreiheit fallen auseinander, deshalb Einschränkung der Vertragsfreiheit (Kartellgesetz) um Idealzustand herzustellen

Statische Funktionen

2. Einkommensverteilung:
- Verteilung der Markteinkommen entsprechend der Marktleistung, die durch die Produktivität und Zahlungsbereitschaft der Nachfrager bestimmt wird

(€ leistungsgerechte Entlohnung)

- Primäre Verteilung, sekundäre aus gesellschaftlichen Gründen durch Steuern

3. Angebotszusammenstellung: (Selektionsprozess)
- Erstellung und Verteilung des Angebotes entsprechend den Präferenzen der Konsumenten
- Wettbewerb soll optimales Angebot für die Nachfrage bereitstellen

4. Optimale Faktorallokation:
- Minimierung des Einsatzes von Produktionsfaktoren
- Maximierung der mit einer bestimten Faktorausstattung erzielbaren Wertschöpfung

Dynamische Funktionen

5. Anpassungsflexibilität:
- Anpassung an veränderbare Rahmenbedingungen (∆ Nachfragestruktur, ∆ Prod.- technik,∆ Innovation, ∆ Präferenzen), um (2)-(4) zufriedenstellend erfüllen zu können

6. Technischer Fortschritt:
- Förderung des technischen Fortschritts, da wenn
technischer Fortschritt = Wachstum der gesellschaftlichen Wohlfahrt
- Erlangung von Wettbewerbsvorteilen durch Innovation

(Problem: Anreizmechanismus € Monopol vs. Kein Patentschutz)

8. Koordinationsmängelkonzept

€... als Ansatz zur Beurteilung der Marktleistung:

Es gibt 4 Funktionen, die bei Nichterfüllung zum Marktversagen führen / hindeuten:

- Markträumungsfunktion: (Ausgleich von Angebot und Nachfrage)

€hinreichende Tendenz zum Gleichgewicht

€keine übermäßigen Preisschwankungen

- Renditenormalisierungsfunktion: Ausgleich von risikobehafteten Renditen, um ...

€unerwünschte Engpässe / Überkapazitäten zu verhindern

€keine dauerhaften überdurchschnittlichen Renditen zu haben, da sonst der Verdacht auf Ausnutzung von Marktmacht besteht

- Übermachterosionsfunktion: (Beseitigung von dauerhafter Übermacht)
- Innovationsverbreitungsfunktion: (Verhinderung dauerhafter Innovationsrückstände)

€s. Übersicht A1.1, S. 26 im Buch

9. Der Zielkatalog des Wettbewerbs

Gesellschaftliche Grundwerte:

- Freiheit (individuelle Freiheit)
- Wohlstand
- Gerechtigkeit

Wirtschaftspolitische Ziele:

- Wirtschaftliche Freiheit
- Wirtschaftswachstum
- Optimale Allokation
- Verteilungsgerechtigkeit

Wettbewerbsfunktionen:

- Freiheitsfunktion: Sicherung der Handlings- und Wahlfreiheit (Marktteilnehmer brauchen Entscheidungsalternativen)
- Entdeckungs- und Fortschrittsfunktion: Realisierung von technischen Fortschritt (ex-ante können sich Preiseinstellungen und Nachfrage nicht vorhersagen, weil Wettbewerbsprozesse auf dezentralen und individuellen Entscheidungen der Marktteilnehmer beruhen)

€das Marktergebnis kann nicht prognostiziert werden

€Trial & Error – Verfahren

€ansonsten wäre Wettbewerb ja überflüssig

- Anpassungs- bzw. Allokationsfunktion: Anpassung von Angebotsstruktur und Faktoreinsatz an Änderungen der Nachfrage
- Verteilungsfunktion: Verhinderung des Entstehens und Abbaus nicht leistungsgerechter Einkommen

10. Zur Freiheitsfunktion als metaökonomischem Ziel

Gewährleistung von Handlungsfreiheit:

- Wettbewerb ist untrennbar mit individueller Freiheit
- Wettbewerb setzt Freiheitsspielräume voraus
- Marktteilnehmer brauchen Entscheidungsalternativen (∆ Preis oder Marktaustritt)

€Formale Handlungsfreiheit:

€Gleichheit vor dem Gesetz und Schutz vor staatlicher Willkür (keinerlei Diskriminierung)

€alleine reicht formale Handlungsfreiheit aber nicht aus, daher ...

€Materiale Entschließungsfreiheit:

- Macht
- Handlungs-/Wahlfreiheit

€Vermögen, im Rahmen der formalen Freiheit selbstgesteckte Ziele zu verwirklichen

Enthält der Zielkatalog des Wettbewerbs auch „ Wettbewerbsfreiheit “ ? Dies ist strittig in der Literatur. Man unterscheidet 2 Aspekte:

- relativ große Handlungsfreiheit der einzelnen Wirtschaftssubjekte (Unternehmer und Verbraucher)

NICHT absolute Handlungsfreiheit, da Freiheitsgewinn des einen, einen Freiheitsverlust für den anderen darstellt = reziprokes Freiheitsverhältnis zwischen den Wirtschaftssubjekten)

- Wahlmöglichkeiten und Handlungsspielräume müssen hinlänglich gleichgehalten werden

Adäquanz von wirtschaftlicher und politischer Ordnung:

€relative breite Streuung wirtschaftlicher Macht, damit die Funktionsfähigkeit der parlamentarischen Demokratie nicht eingeschränkt wird.

11. Zur Verteilungsfunktion

€Gerechtigkeitsfunktion

Voraussetzung:

- Markttransparaenz
- Stabilität
- Druck durch andere Marktteilnehmer

Gerechtigkeitsvorstellungen:

- Primärverteilung nach Leistungsprinzip

(€ Verteilung gemäß „property rights“)

- Wer viel leistet, bekommt auch viel Einkommen
- (...) , hat Recht auf Einkommen (Gewinne/Verluste)

€Gleiche Leistung = Gleiches Einkommen

- Umverteilung nach Bedarfsprinzip

- Verhinderung von funktionslosen, d.h. nicht leistungsbezigenen Einkommen

Wettbewerb = € Abbau von Vorsprungsfunktion

€Verhinderung von nichtleistungsgerechter Einkommen

€Abbau von Pioniergewinnen im Zeitablauf (kurzfristige Pioniergewinne erlaubt !!!)

€Wettbewerb baut Übergewinn durch Markteintritt bzw. Kapazitätsauf- / -abbau ab:

Übergewinne darf nur derjenige erzielen,...

- Wer besonders knappe Güter besitzt
- Wer besonders knappe Produktionsfaktoren einspart
- Wer neue Güter- & Produktionsfaktoren entwickelt

12. Zur Anpassungsfunktion

€exogen verursachte Strukturänderungen (Nachfrageexpansion / -kontraktion) führen über Wettbewerb zur „ optimalen Anpassung “.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

13. Zur Fortschrittsfunktion

€Basisinnovation:

- strukturell (neues Produkt)
- systembezogen (nicht technischer Natur, z.B. Kulturinnovation)

€Verfahrensinnovation:

- neue Prozesse

€Anreizmechanismen:

- extrinsische Motivation: Beeinflussung durch die Umwelt (z.B. Chef)
- intrinsische Motivation: Besessenheit des Handlenden

Wettbewerb fungiert im Zeitablauf als:

- Suchprozess:

Suche & Gewinnung nach neuen Problemlösungsverfahren / theoretischen Erkenntnissen

€technisches Wissen

€wissenschaftl. Fortschritt

- Entdeckungsprozess:
- Gefundenes nutzbar machen
- Wissen ist in anwendbare Technik zu transformieren (Inventionsprozess)
- Lernprozess:

€Das neue Wissen durch Information & Lernen verbreiten

- Kostensenkungsprozess

- Ausleseprozess:

€Nur die Leistungsfähigsten können sich am Markt behaupten

- Diese Prozesse verursachen Kosten und sind sehr risikoreich
- Das Risiko wird daher oftmals vermieden
- Trotzdem müssen Unternehmen solche Prozesse implementieren, um am Markt / Ball zu bleiben (Sicherung der Unternehmensexistenz)

14. Charakterisierung des Wettbewerbsprozesses

Wettbewerb:

€als dynamischer Prozess mit Kontroll- und Steuerungsmechanismen (finanzielle Sanktionen) zu verstehen

Dynamischer Prozess: Druck auf Preise & Gewinne löst Gewinn- &

Erfolgsstreben aus

Finanzielle Sanktionen: Mit den Sanktionen sollen Vorsprungsgewinne aufgezehrt

werden, wenn keine begründete Marktmacht besteht

Wettbewerb führt zu einer tendenziellen Realisierung des vorhandenen Zielkatalogs, da...

€Zwang zum rationalen Handeln gegeben wird (Verwirklichung der kostengünstigsten Produktionsfaktoren

€optimale Faktorallokation

€Anpassungsflexibilität,

€technischer Fortschritt)

15. Wettbewerb als Ziel oder Mittel ?

Primär-Ziele: - Freiheit € Ziele sollen durch Wettbewerbsfunktionen konkretisiert werden

- Wohlstand € Ziel & Mittel sollen ein zusammenhängendes System sein
- Gerechtigkeit

(Hoppmann hat den Schwerpunkt auf die Konsistenz von Zielsystemen gelegt)

Mittel: - Instrumente

(Kanzenbach hat den Schwerpunkt auf die Konsistenz der Mittel gelegt)

€Ziel & Mittel sollen ein zusammenhängendes System sein

- Mit welchen Mitteln kann welches Ziel erreicht werden (Berücksichtigung von Nebenbedingungen und

konkurrierenden komplementären Zielen)

- Ziel & Mittel werden nicht getrennt betrachtet, sie müssen auf Konsistenz geprüft werden:

€Freiheit durch Wettbewerb

€Wettbewerb durch Freiheit

16. Harmonie oder Dilemma zwischen den Wettbewerbsfunktionen?

€Können alle Wettbewerbsfunktionen realisiert werden ?

Das wird bestritten: € Oft muss man sich zwischen dem Freiheitsziel oder ökonomischen Funktionen entscheiden

Zielkonflikte:

- Marktgeschehen sorgt für max. Anpassungsdruck und daher opt. Interindustrielle Allokation (vor allem im homogenen Polypol)

€jedoch keine Handlungsspielräume für die Marktteilnehmer

€man ist gezwungen, so zu handeln, wie es der Markt verlangt

- Wenig technischer Fortschritt (aufgrund der niedrigen Gewinnspielräume)
- Marktgeschehen ist nicht mit der Verteilungsgerechtigkeit kompatibel

€Welche marktstrukturellen Voraussetzungen müssen für gute Ergebnisse gegeben sein ?

€Welcher Grad an Dezentralisierung kann in einer hochtechnisierten Volkswirtschaft noch aufrecht erhalten werden ?

[...]

Details

Seiten
33
Jahr
2000
ISBN (eBook)
9783638111836
Dateigröße
653 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v1924
Institution / Hochschule
European Business School - Internationale Universität Schloß Reichartshausen Oestrich-Winkel – Lehrstuhl VWL
Note
1,0
Schlagworte
Wettbewerbstheorie Wettbewerbspolitik Wettbewerbsschulen

Autor

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Titel: Wettbewerbstheorie und -politik