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Keine Server mehr im Unternehmen - Wettbewerbsvorteile dank Cloud Computing

Seminararbeit 2012 16 Seiten

Informationswissenschaften, Informationsmanagement

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungen

1 Einführung

2 Kollaborativ und sozial
2.1 Cloud Computing als neue Chance verstehen
2.2 Was der Verbraucher kennt, beherrscht das Unternehmen längst
2.3 Cloud Computing als Antrieb für Unternehmen

3 Der ROI der Cloud
3.1 Infrastructure-as-a-Service (IaaS)
3.2 Plattform-as-a-Service (PaaS)
3.3 Software-as-a-Service (SaaS)
3.4 Auswahl der richtigen Cloud Strategie

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Verzeichnis der Internet-Quellen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Extreme collaboration im digitalen Unternehmen

Abkürzungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einführung

Cloud Computing gilt als Megatrend.[1] Wolkenfotos haben Hochkonjunktur in der Presse, auch wenn es für Cloud Computing keine verbindliche Definition gibt. Die amerikanischeNormierungsorganisation NIST verwendetdaherfolgende Definition:[2]

Cloud computing is a model for enabling convenient, on-demand network access to a shared pool of configurable computing resources (e.g., networks, servers, storage, applications, and services) that can be rapidly provisioned and released with minimal management effort or service provider interaction. This cloud model promotes availability and is composed of five essential characteristics (On-demand self-service, Broad network access, Resource pooling, Rapid elasticity, Measured Service); three service models (Cloud Software as a Service (SaaS), Cloud Platform as a Service (PaaS), Cloud Infrastructure as a Service (IaaS)); and, four deployment models (Private cloud, Community cloud, Public cloud, Hybrid cloud).

Die Wolke sei das Internet, mal betreibt ein IT-Konzern seine eigene Wolke. Wenn es um eines nicht geht bei diesem Thema dann um eine neuartige technische Errungenschaft. In den neunziger Jahren malten Computerexperten Wolken in Präsentationen, wenn sie eine Außenwelt andeuten wollten, mit der ihr Rechner verkabelt war. Ihr PC stand im Mittelpunkt, den Rest der Welt, mit dem sie bei Bedarf Kontakt aufnehmen konnten, ließen sie hinter der Wolke verschwinden, weil es nichts zur Sache tat.[3]

Datenkommunikation war noch ein teurer Luxus. Der Fortschritt bestand darin, dass die Datenkommunikation jederzeit möglich war. Später stand das Symbol für Peer-to-Peer-Netze, in denen viele Nutzer einander brachliegende Rechenleistung zur Verfügung stellten, um komplexe Aufgaben schneller zu lösen. Auch dabei war es egal, wo die anderen Computer standen. Beim heutigen Cloud Computing ist es genau andersrum. Das Endgerät des Nutzers ist nicht mehr relevant. Es reicht, wenn es eine Verbindung zum Internet herstellen kann. Das alles Entscheidende ist jetzt das riesige Rechenzentrum am anderen Ende der Funk- und Kabelverbindung, die Cloud eben. Kunden müssen sich keine teuren Software mehr kaufen, keine Spezialisten zur Wartung der IT-Landschaft einstellen und sich nicht um die Wartung der IT-Landschaft kümmern. Sie vermeiden hohe Fixkosten, bleiben flexibel und wälzen das unternehmerische Risiko auf den CloudAnbieter ab.[4]

Genau diese Argumente sind heute Standard bei Wolken-Anbietern, dabei ist diese Methode in Wahrheit uralt. Als 1966 der Stuttgarter Buchhaltungsdienstleister Taylorix das erste Service-Rechenzentrum baute und Steuerberatern in Nürnberg die EDV-Genossenschaft Datev gründeten, gab es für Mittelständler keine andere, bezahlbare Methode, Computer zu nutzen.[5] Vor der Einführung des PC wurden alle Eingaben von Datentypistinen an dummen Terminals erfasst. Das Rechenzentrum verarbeitete den gesammelten Input über Nacht und schickt die Ergebnisse am nächsten Tag zurück, nicht selten per Post.Das Funktionsprinzip heutiger CloudDienste ist ähnlich, auch wenn die Datenübertragung der Ergebnisse über das Internet nur noch Millisekunden dauert, die Daten in Farbe und grafisch aufbereitet sind und fast alle Menschen mittlerweile im Privat- und Arbeitsleben begegnen.[6]

Die Vorbehalte der Unternehmen gegenüber CloudDiensten ist groß: Niemand liefert sich gerne Dienstleistern aus, die womöglich pleitegehen oder an den Falschen verkauft werden. Auch der Schutz der Daten für Hacker ist ein Sicherheitsaspekt der kritisch beleuchtet werden muss. Ein Unternehmen das seine Daten der Cloudspeichert, muss wissen wo sich diese befinden.Die Archivierung von Daten in grenzüberschreitenden Clouds hat bzgl. steuerlich relevanter Aufzeichnungen Bedeutung, da diese nach § 146 Abs. 2 S. 1 AO grundsätzlich im Inland zu führen und aufzubewahren sind.[7]

Wer die Gefahren der CloudDienste entkommen aber die Vorteile nutzen möchte steht die Möglichkeit offen sich im Unternehmen on‑premise (zu Deutsch: an Ort und Stelle) eine Private Cloud aufzubauen. Das spart eine Menge Verwaltungsaufwand, weil Updates nicht mehr auf jedem einzelnen PC und Notebook installiert werden müssen, sondern nur noch auf einem zentralen Server. Teure Programme, die nur sporadisch gebraucht werden, können dann immer noch ganz nach Bedarf bei einem externen Software-as-a-Service (SaaS) Cloud Anbieter gemietet werden.[8]

2 Kollaborativ und sozial

2.1 Cloud Computing als neue Chance verstehen

Die Experton Group unterstreicht die Relevanz der Cloud mit Wachstumsraten im hohen zweistelligen Bereich.[9] Vor diesem Hintergrund stellt sich einmal mehr die Frage, ob wir es bei Cloud Computing mit einem weiteren Glied in der Kette gehypter IT-Themen zu tun haben. Ebenso ist die Frage, ob sich das Cloud Computing doch zu einem allgegenwärtigen Konzept entwickelt, das den Umgang mit IT-unterstützten Leistungen in Zukunft dominiert. Das reale Potenzial des Cloud Computing erschließt sich jedoch erst im Kontext mit weiteren Entwicklungen, die den Einsatz der IT in Zukunft prägen werden.[10]

Ein Techniktrend entwickelt sich erst zu einem spannenden Thema für Unternehmen, wenn der organisatorische Nutzen zum Vorschein kommt. Es geht darum, ob Cloud Computing in Unternehmen zum Fundament neuer Formen der Kooperation und Kollaboration wird, die endgültig die Barrieren zwischen den einzelnen Fachabteilungen, zwischen Fachressorts und IT-Organisation, aber auch zu den Kunden und Geschäftspartnern aus dem Weg räumt. Mehr Menschen, mehr Know-how und mehr Geschäftsinformationen werden zusammengeführt, um einer Organisation eine höhere Dynamik und Schlagkraft zu verleihen. Die radikale Ausweitung der Kooperations- und Kollaborationsformen wird von dem Konzept des Cloud Computing gestützt und wird Organisationen verändern.[11]

2.2 Was der Verbraucher kennt, beherrscht das Unternehmen längst

Extreme Collaboration[12] wird die Vernetzung moderner Medien wie Twitter, Facebook, Wikipedia, Google, Apple und Amazon verstanden die auf Cloud Technologien basieren.Im anspruchsvollen und schwierigen Marktumfeld mit Privatkunden beweisen diese Firmen täglich, dass die Nutzung der IT keinerlei Orts- oder Zeitbegrenzungen unterliegen muss. Ein Internetzugang mit einem halbwegs modernen Browser und Endgerät ist vollkommen ausreichend, um ein beeindruckendes Angebot an Diensten und Kommunikationsanwendungen rund um die Uhr nutzen zu können.Diese Dienste bringen Gleichgesinnte über Sozial Networking zusammen, unterstützen die Zusammenarbeit über SocialCollaboration oder garantieren einen standardisierten Informationszugang (Social Publishing) und generieren Rückmeldungen (Social Feedback).[13]

[...]


[1] Vgl. Pettey (10. August 2011), o. S.

[2] NIST, o. S.

[3] Vgl. Froitzheim (Oktober 2011), S. 16.

[4] Vgl. ebda.

[5] Vgl.Seifert, o. S.

[6] Vgl. Froitzheim (Oktober 2011), S. 18.

[7] Vgl. Weichert, o. S.

[8] Vgl. Froitzheim (Oktober 2011), S. 18.

[9] Vgl. Heuer (8. Juli 2011), o. S.

[10] Vgl. Jost (2011), S. 71.

[11] Vgl. ebda.

[12] Vgl. Plummer& Hill (26. Mai 2009), o. S.

[13] Vgl. Jost (2011), S. 72.

Details

Seiten
16
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656170549
ISBN (Buch)
9783656171461
Dateigröße
633 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v191991
Institution / Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, München früher Fachhochschule
Note
1,7
Schlagworte
Cloud ROI SaaS PaaS IaaS

Autor

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