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Der Kosakenaufstand unter Bohdan Chmel’nyc’kyj

Die Geburtsstunde der ukrainischen politischen Gemeinschaft?

Hausarbeit (Hauptseminar) 2011 31 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhalt

I. Einleitung

II. Die Ausgangsbedingungen des Chmel’nyc’kyj-Aufstands
1. Kosakische Gruppen im 16. und 17. Jahrhundert
2. Kosaken, ukrainische Grenzgesellschaft und das polnisch-litauische Reich
3. Zusammenfassung: Gründe für den Chmel’nyc’kyj-Aufstand

III. Der Verlauf des Chmel’nyc’kyj-Aufstands

IV. Die drei wichtigsten Verträge des Aufstands im Vergleich
1. Der Vertrag von Zboriv
2. Das Abkommen von Perejaslav
3. Der Vertrag von Hadjač

V. Fazit

VI. Quellen- und Literaturverzeichnis
1. Quellen
2. Sekundärliteratur

I. Einleitung

Im Jahr 1648 entfachte der Kosakenführer Bohdan Chmel’nyc’kyj einen der größten Aufstände der frühneuzeitlichen osteuropäischen Geschichte. Fast zehn Jahre sollte sich dieser Aufstand hinziehen und den weiteren Verlauf der Geschichte Osteuropas maßgeblich prägen. Der Aufstand markiert den Zeitpunkt des beginnenden Machtverfalls des polnischen- litauischen Reiches, den Eintritt des Zarenreichs in das Spiel um die westlich von ihm gelegenen Gebiete und das Erscheinen eines geographisch definierten kosakisch-ukrainischen Raums. Seiner historischen Bedeutsamkeit entsprechend hat dieses Jahrzehnt besondere Aufmerksamkeit der osteuropäischen wie der westlichen Historiographie erfahren. Die Forschungsarbeiten zeichnen sich durch eine Vielzahl von Kontroversen aus und stehen nicht selten in Zusammenhang mit politischer Instrumentalisierung. Für ukrainische Historiker schien die Maxime zu gelten, die ukrainische Eigenstaatlichkeit für diese Zeit nachzuweisen und so spätere Unabhängigkeitsbestrebungen zu legitimieren. Russische und dann sowjetische Forscher fanden in dieser Periode Argumente für die Einordnung der Ukraine in den russischen bzw. sowjetischen Staatsverband.1 Auch nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verlor diese Diskussion nicht an Brisanz.2

Mit der Politisierung, so kritisiert Kumke, ging eine stark dualistische Sichtweise einher, die in der ukrainischen und westlichen Forschung dazu führte, dass die Kosaken als abgeschlossenes Phänomen betrachtet wurden. Dieses wurde mit den Attributen „Freiheitsstreben“ und „demokratisch organsiert“ versehen und so als Antagonismus zur polnischen Feudalherrschaft und russischen Despotie konzipiert.3 Der Aufstand Chmel’nyc’kyjs wurde sodann mit der Gründung eines Kosakenstaates gleichgesetzt, dem dieselben Merkmale zugeschrieben wurden.4 Problematisch erscheinen diese aufgrund der verwendeten modernen Terminologien. Das Diktum der demokratisch organisierten Kosaken eignet sich nur bedingt, um eine Gemeinschaft zu beschreiben, die weder mit dem Mehrheitsprinzip vertraut war und noch einen abstrakten Begriff von individueller Freiheit entwickelt hatte.5 Staatliche Züge können in dem von den Kosaken beherrschten Gebiet durchaus ausgemacht werden, doch um einen Staat im Sinne Webers handelte es sich nicht.6

Möchte man sich dem Problem eines potentiellen kosakischen Staates in dieser Zeit nähern, so stellt sich zunächst die Frage nach dessen Prämissen. Kumke hat dafür mit seiner Arbeit „Führer und Geführte bei den Zaporoger Kosaken“ für die Zeit bis zum Aufstand 1648 einen großen Beitrag geleistet, indem er die kosakischen Organisationsstrukturen und deren Entwicklung beleuchtete.7 Für die Zeit nach 1648 fehlt eine solche Arbeit bisher. Dies kann selbstverständlich eine Untersuchung des vorliegenden Umfangs nicht leisten, doch kann sie versuchen, einen Baustein beizutragen. Demnach soll hier nach der Existenz einer kosakisch- ukrainischen politischen Gemeinschaft gefragt werden, die, laut Weber, Voraussetzung für die Entwicklung eines Staates ist.8 In wie weit bestand eine solche 1648 bereits und wie entwickelte sie sich möglicherweise in den Jahren des Aufstands? Den Ausgangspunkt bildet Webers Definition einer politischen Gemeinschaft:

„Unter politischer [Hervorhebung im Original] Gemeinschaft wollen wir eine solche verstehen, deren Gemeinschaftshandeln dahin verläuft: ‚ein Gebiet‘ […] und das Handeln der darauf […] befindlichen Menschen durch Bereitschaft zu physischer Gewalt […] der geordneten Beherrschung durch die Beteiligten vorzubehalten.“9

Weiteres Kriterium ist, dass unterschiedliche Leistungen, wie Verteidigung nach außen oder Verwaltung nach innen, nicht auf verschiedene Gruppen verteilt sein dürfen.10

Eine gute Auswertung von passendem Quellenmaterial für eine größere Zeitspanne, den Aufstand einschließend, findet sich in Velychenkos Dissertation, in der er nach den ideellen Grundlagen der kosakisch-ukrainischen Elite sucht.11 Zur Beantwortung der vorliegenden Frage reicht eine Beschränkung auf die Eliten jedoch nicht aus. Natürlich ist diese der Quellenlage geschuldet, in welche die Stimmen der unteren Schichten kaum Eingang fanden.

Daher wird die Annäherung an das Phänomen einer kosakisch-ukrainischen politischen Gemeinschaft drei offizielle überlieferte Dokumente fokussieren, die eine Suche unterschiedlicher Stimmen ermöglichen. Die Untersuchung wird in drei Schritten erfolgen: Zunächst werden die gesellschaftlichen Bedingungen vor dem Aufstand und dessen Gründe beleuchtet, um dann zu einer Schau der Ereignisse in den Aufstandsjahren 1648-1659 zu kommen.12 Der dritte Schritt besteht in einer systematischen Auswertung und dem Vergleich der drei bedeutendsten Verträge dieser Zeit – Zboriv, Perejaslav und Hadjač.13

Erkenntnisleitend bei allen drei Schritten soll die Frage nach den partizipierenden Gruppen und deren Agenden sein, um festzustellen, in wie weit ein „Gemeinschaftshandeln“ der unterschiedlichen Kosakengruppen oder gar der ukrainischen Gesellschaft bestand und auf welche Bereiche des Gemeinschaftslebens sich dieses erstreckte.

Wie bereits angedeutet, ist zu der Frage der politischen Gemeinschaft nur wenig Forschung betrieben worden, auch weil sie impliziert, sich mit Interessenskonflikten und Brüchen innerhalb der Kosakenschaft beschäftigen zu müssen. Diese gefährdeten das Diktum der einheitlichen ukrainischen Nation einerseits, und die Behauptung eines einheitlichen Bedürfnisses nach der Wiedervereinigung mit Russland andererseits. Dennoch finden sich aussagekräftige Erkenntnisse in den Monographien von Magocsi, March, O’Brien und Subtelny; Basarab, Kumke und Velychenko wurden bereits erwähnt.14 Sehr hilfreich waren auch die Aufsätze von Mackiw, Pernal und Sysyn.15 Ein systematischer Vergleich der Verträge findet sich jedoch in keiner der Schriften.

Im abschließenden Fazit werden die Ergebnisse der Untersuchung mit der Definition der politischen Gemeinschaft konfrontiert, um die Frage zu beantworten, ob von einer kosakischen oder gar ukrainischen politischen Gemeinschaft gesprochen werden kann.

II. Die Ausgangsbedingungen des Chmel’nyc’kyj-Aufstands

1. Kosakische Gruppen im 16. und 17. Jahrhundert

Bei der Wende zum 17. Jahrhundert sind zwei große Gruppen von Kosaken auf dem polnisch- litauischen Gebiet und seinem Grenzland auszumachen: die Registerkosaken und die so genannten „freien“ Kosaken. Seit der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts war Polen dazu übergegangen, eine begrenzte Zahl von ihnen in seinem Heer einzusetzen. Dabei bildeten die Kosaken eigene Register mit eigener Administration, welchen ein regelmäßiges Einkommen und teilweise Landbesitz gewährt wurden. Huttenbach wertet diese Politik für das Ende des 16. Jahrhunderts als eine gezielte Eindämmung und Spaltung der Kosaken, um deren Gefahrenpotential für das Reich zu minimieren.16 Dagegen spricht Sysyn von einer „wavering policy” Polen-Litauens, das sich nicht entscheiden konnte, ob eine Integration aller Kosaken oder eine minimal gehaltene Zahl von Registerkosaken vorzuziehen sei.17 Beabsichtigt oder nicht, das polnische Vorgehen, das Kontingent an Registerkosaken beständig schwanken zu lassen, hatte eine wachsende Unzufriedenheit unter den Kosaken und letztlich eine Reihe von Aufständen zur Folge.

Die nicht in das Register aufgenommenen oder aus diesem entlassenen Kosaken gruppierten sich um die Zaporoher si č. Eine Art Stützpunkt, hinter den Stromschnellen des Dnjepr gelegen, diente er als Zentrum und Anlaufstelle für freie Kosaken oder solche Männer, die es werden wollten.18 Ihren Lebensunterhalt bestritten sie mit Fischen und Jagen, aber vor allem mit Beutezügen.

Eine weitere Einkommensquelle war der Einsatz als Söldner für unterschiedliche Heere. Durch die Funktion als Grenzlandschützer für das litauische Großfürstentum wurden den Kosaken weitreichende Freiheiten gewährt. Die große Entfernung zu den politischen Zentren des Fürstentums und später des polnisch-litauischen Reiches sowie ihre praktizierte Freiheit hatten bei den Kosaken das Verständnis aufkommen lassen, sie stünden in einem Dienstverhältnis zu dem jeweiligen Herrscher, den sie bei einem Krieg unterstützten. So kämpften sie für jeden, der ihnen ein lukratives Auskommen in Aussicht stellte oder mit den Worten Huttenbachs: „[…] the Cossack […] loyalty was to itself first, and to the highest bidder, whether Poland, the Crimea, or Muscovy, second.“19

Während bei der Einführung der Register die eingesetzten Kosaken häufig im Einklang mit den Zaporohern handelten – wohl auch weil ihre eigene Rückkehr in diese Kreise durchaus möglich erschien –, war seit den 1620er eine zunehmende Orientierung am polnischen König zu erkennen.20 Das Verhältnis zu diesem konnte Kumke als ausschlaggebend für die Verfestigung der administrativen Strukturen der Registerkosaken ausmachen. Die als Dienstverhältnis verstandene Beziehung zum polnischen König etablierte das Amt des Heerführers, des het’man, und des Registerführers, des staršyj, die eine Vermittlerposition zwischen Herrscher und Heer einnahmen.21

Maßgeblich für die Identifikation des einzelnen war weniger die Gesamtheit der Kosaken als der einzelne Verband.22 Das verhinderte jedoch nicht, dass sich die Verbände in entsprechenden Situationen zusammenschlossen und als eine Einheit handelten, wie verschiedene Aufstände beweisen sollten. Im Laufe der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts entwickelte sich zudem ein über die einzelnen Register hinausreichendes Gemeinschaftsdenken, das jedoch eine Spaltung in zwei Parteien aufwies: die staršyna, die Gruppe der meist wirtschaftlich besser gestellten und im polnischen Heer fest etablierten Anführer, und die č ern‘, die Masse der einfachen, im Dienst stehenden Kosaken.

Der kleinere, beuteziehende Verband war ebenfalls die maßgebliche Einheit für die freien Kosaken. Diese wählten sich jährlich einen Anführer, ebenso wie die si č immer über eine Führungsperson, den koševoj otaman – später ebenfalls als het’man bezeichnet – verfügte.23 Bei freien wie bei Registerkosaken war die durch Tradition überlieferte Wahl der Führer in der rada, einer Art Gemeinschaftsversammlung, ein entscheidendes Element ihres Gruppenverständnisses.

Ebensolche Traditionen und die Selbstdefinition der Kosaken als Krieger und Steppenbeuter waren die essenziellen Merkmale, die eine Identifikation mit einer über den Verband hinausreichenden Gemeinschaft, im letzten Schluss eines Kosakentums ermöglichten. Jedoch war diese Entwicklung zu Anfang des 17. Jahrhunderts noch am Beginn, so dass, insofern eine Gemeinschaft der Kosaken bestand, diese mehr eine reaktive, einer eigenen Programmatik entbehrende Gemeinschaft darstellte. Mit den Worten Longworths:

„Cossackdom might have reached maturity by 1600 in terms of size and role, […] but neither spiritually nor politically. [...] by 1600 Cossackdom had won recognition as a military corporation [...]. But Cossackdom itself could not formulate an agenda. All it did was react, however powerfully, to external irritants – the colonization of traditionally free lands by the nobility, enserfment and the movement of property from local ownership into the hands of ethnic Poles.”24

Die externen Störfaktoren, denen sich die Kosaken ausgesetzt sahen, stimmen größtenteils mit denjenigen überein, welche die gesamte ukrainische Grenzgesellschaft vor neue Probleme und Herausforderungen stellten. Dies hängt auch damit zusammen, dass noch bis zur Mitte des 17. Jahrhundert die Grenzgesellschaft keine gefestigte soziale Schichtung besaß. Oft waren die Übergänge zwischen Kosaken, Städtern, aber auch Bauern fließend. Unterschiede zwischen diesen Gruppen ergaben sich vor allen durch ihre Siedlungs- und Wirtschaftsweise, so dass je nach Jahreszeit und Umständen Übertritte von einer Gruppe zu einer anderen stattfanden. Auch Überschneidungen mit vor allem dem niederen orthodoxen Adel und den Kosaken sind festzustellen.25

2. Kosaken, ukrainische Grenzgesellschaft und das polnisch-litauische Reich

Der Übertritt der polnisch-ukrainischen und polnisch-kosakischen Beziehungen in das 17. Jahrhundert ist durch große politische, soziale und kulturelle Umwälzungen gekennzeichnet. Hatten zuvor vor allen Dingen Bauern das Leben im gefährlichen Grenzland gesucht, um grundherrschaftlicher Unterdrückung zu entfliehen und ein „freieres“ Leben zu führen, setzte mit der Union von Lublin ein Einströmen polnischer Adliger in die litauischen Gebiete und allmählich in das südliche Grenzland des polnisch-litauischen Reiches ein.26 Diese nahmen nicht nur große Ländereien in ihren Besitz, sondern brachten auch ihre Werte- und Vorstellungswelt mit, an der sich der ansässige orthodoxe Adel allmählich orientierte.27 Für die einfache Bevölkerung stellten diese gesellschaftlichen Vorstellungen einen Bruch mit ihren bis dahin gewohnten Freiheiten dar. Durch ihre Funktion als Grenzlandbevölkerung verfügten Bauern und Stadtbürger über weit größere Rechte als ihresgleichen im Landesinneren. Seit Jahrzehnten war es ihnen möglich, ohne Dienst- oder Abgabenpflicht gegenüber einem Herrn zu wirtschaften. Doch nicht nur, dass diese Freiheiten nun aufgehoben wurden, in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erhöhte der polnische und polonisierte Adel den wirtschaftlichen Druck auf die Bevölkerung beständig. So kam es seit den 1620er Jahren immer wieder zu Aufständen von Kosaken, die von Bauern und Stadtbürgern unterstützt wurden.28

[...]


1 Eine detaillierte Zusammenfassung der prominentesten Arbeiten beider Seiten seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Beginn der 1980er Jahre siehe bei BASARAB, John: Pereiaslav 1654. A Historiographical Study, Edmonton 1982. Das zehnbändige Werk zur ukrainischen Geschichte des ukrainischen Historikers und Politikers Myhajlo Hruševs’kyj, das zwischen 1913 und 1936 veröffentlicht wurde, sticht dabei besonders hervor. Die letzten drei Bände sind der Periode von 1625-1658 gewidmet. Das Canadian Institute of Ukrainian Studies hat mittlerweile die Übersetzung der Bände ins Englische begonnen. Die ukrainische Version ist online verfügbar: HRUŠEVS’KYJ, Myhajlo: Istorija Ukrainy – Rusy, Bände 1-10, Kyiv 1913-1936 (http://litopys.org.ua/hrushrus/iur.htm, letzter Zugriff: 16.08.2011).

2 Für neuere ukrainische Arbeiten siehe LONGWORTH, Philip: Ukraine. History and Nationality; in: Slavonic and East European Review 78 (2000), S. 115–124.

3 KUMKE, Carsten: Führer und Geführte bei den Zaporoger Kosaken. Struktur und Geschichte kosakischer Verbände im polnisch-litauischen Grenzland (1550-1648), Wiesbaden 1993 (=Forschungen zur osteuropäischen Geschichte 49), S. 17.

4 Z. B. KULCHYCKY, George: Three Attempts at Federation in 17th Century Eastern Europe; in: Nationalities Papers 9 (1981), S. 207–224, hier S. 212. — MARCH, G.: Cossacks of the Brotherhood. The Zaporog Kosh of the Dniepr River, New York et al. 1990, S. 35.

5 KUMKE, Carsten: Zwischen der polnischen Adelsrepublik und dem Russischen Reich (1569-1657); in: Golczewski, Frank (Hrsg.): Geschichte der Ukraine, Göttingen 1993, S. 56–91, hier S. 65.

6 „[…] der moderne Staat [ist] ein anstaltsmäßiger Herrschaftsverband […], der innerhalb eines Gebietes die legitime physische Gewaltsamkeit als Mittel der Herrschaft zu monopolisieren mit Erfolg getrachtet hat und zu diesem Zweck die sachlichen Betriebsmittel in der Hand seiner Leitung vereinigt, die sämtlichen eigenberechtigten ständischen Funktionären aber, die früher zu Eigenrecht darüber verfügten, enteignet und sich selbst in seiner höchsten Spitze an deren Stelle gesetzt hat.“ WEBER, Max: Politik als Beruf; in: Ders.: Schriften 1894-1922, Stuttgart 2002, S. 512-556, hier S. 519.

7 KUMKE 1993, Führer und Geführte.

8 WEBER, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriss der verstehenden Soziologie, Tübingen 51976, S. 519.

9 Ebenda, S. 514.

10 Ebenda.

11 VELYCHENKO, Stephen: The Influence of Historical, Political and Social Ideas on the Politics of Bohdan Khmel'nyts'kyi and the Cossack Officers between 1648 and 1657, Diss., London 1980.

12 Der hier gewählte Zeitraum umfasst den in der Forschung unumstrittenen Beginn des Aufstands und endet mit dem Jahr, in dem mit der Einsetzung zweier het‘may gleichzeitig die erste faktische Teilung der ukrainischen Gebiete links und rechts des Dnjepr eintrat. In der Forschung besteht eine Kontroverse bezüglich des Endpunkts des Aufstands. Die einzelnen Positionen finden sich bei: SYSYN, Frank: Khmel'nyts'kyi Uprising. A Characterization of the Ukrainian Revolt; in: Jewish History 17 (2003), S. 115–139, hier S. 118.

13 Eine eingehende Quellenkritik zu diesen Dokumenten erfolgt im Kapitel IV.

14 MAGOCSI, Paul: A History of Ukraine, Toronto / Buffalo / London 1996. — March 1990, Cossacks. — O'BRIEN, C.: Muscovy and the Ukraine. From the Pereiaslav Agreement to the Truce of Andrusovo, 1654-1667, Berkeley / Los Angeles 1963. — SUBTELNY, Orest: Ukraine. A History, Toronto / Buffalo / London 1988.

15 MACKIW, Theodore: Der ukrainisch-polnische Friedensvertrag von Zboriv in der deutschen Fassung von 1649 und seine Vorgeschichte; in: Zeitschrift für Ostforschung 42 (1993), S. 21–39. — PERNAL, A.: The Initial Step towards the Union of Hadiach. Bieniewski's First Diplomatic Mission to Ukraine in 1657; in: Canadian Slavonic Papers 25 (1983), S. 284–300. — SYSYN, Frank: War der Chmel'nyćkyj-Aufstand eine Revolution? Eine Charakteristik der „großen ukrainischen Revolte“ und der Bildung des kosakischen Het'manstaates; in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 43 (1995), S. 1–18. — SYSYN 2003, Khmel'nyts'kyi Uprising.

16 HUTTENBACH, Henry: The Ukraine and Muscovite Expansion; in: Hunczak, Taras / Kohn, Hans (Hrsg.): Russian Imperialism from Ivan the Great to the Revolution, New Brunswick, N.J. 1974, S. 167–197, hier S. 175.

17 SYSYN 2003, Khmel'nyts'kyi Uprising, S. 125f.

18 Dieser wurde mehrfach im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts zerstört und jeweils an einem anderen Ort wieder errichtet. Siehe dazu MARCH 1990, Cossacks, S. 31.

19 HUTTENBACH 1974, Ukraine, S. 175.

20 MARCH 1990, Cossacks, S. 53.

21 KUMKE 1993, Führer und Geführte, S. 488. Für eine detaillierte Darstellung der einzelnen Ebenen der kosakischen Führungshierarchie siehe ebenfalls hier, S. 325-394.

22 Ebenda, S. 67.

23 Zur Entwicklung der Führungspositionen und ihrer Betitelung siehe ebenda, S. 325-394.

24 LONGWORTH 2000, Ukraine, S. 120.

25 KUMKE 1993, Führer und Geführte, S. 32.

26 KUMKE 1993, Zwischen Adelsrepublik und Reich, S. 61.

27 Der Kleinadel widersetzte sich dieser Assimilierung eher, weil er sich von einem sozialen Absinken bedroht sah. Siehe ebenda, S. 63.

28 SUBTELNY, Ukraine, S. 113-119.

Details

Seiten
31
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656167181
ISBN (Buch)
9783656167471
Dateigröße
556 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v191795
Institution / Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,3
Schlagworte
Osteuropa Polen Russland Kosaken Aufstand Perejaslav

Autor

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