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Wertklärung und Werteerziehung - Werte als Ideale unseres Handelns

Seminararbeit 2012 9 Seiten

Pädagogik - Pädagogische Soziologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Rolle der Lehrkräfte

3. Wertklärung - Versuch einer Begriffsbestimmung

4. Klärende Entgegnung- Eine Methode der Werterklärung

5. Wertklärung aus der kritischen Perspektive

6. Literatur- und Quellenverzeichnis

1. Einleitung

In der heutigen immer mehr vernetzten, globalisierten, schnelllebigen und medialen Welt ist es besonders für Jugendliche schwer die Fülle an neuen Eindrücken, Informationen und Erlebnissen zu verarbeiten und sich in der Welt zu orientieren.

Diese externe Überflutung kann zur Folge haben, dass Jugendliche in ihren Wertvorstellungen verunsichert werden. Daher soll eine Grundorientierung und Rückbesinnung auf Werte angestrebt werden, um das Leben der Jugendlichen in einem „Pluralismus der Werte und Tugenden“[1] zu ordnen.

Demzufolge ist es wichtig, Jugendliche dafür zu sensibilisieren und zu versuchen ihnen bewusst zu machen, ihre eigenen Wertvorstellungen zu reflektieren, damit sie in der Lage sind selbstständig ein eigenes Wertegefüge aufzubauen.

Da Werte aus der ständigen Veränderung des Lebens entstehen[2] sollen Jugendliche für sich selbst gültige und wichtige moralische Werte entwickeln und nach diesen handeln. Eine unreflektierte Übernahme von Werten ist daher die falsche Herangehensweise. Vielmehr sollen die Werte mit dem eigenen Wertesystem und der eigenen Wertehierarchie verglichen werden.

2. Die Rolle der Lehrkräfte

Ein Wert gilt erst dann als solcher, wenn alle Stufen des Wertfindungsprozesses durchlaufen wurden.[3] Somit besteht die Aufgabe der Lehrkraft darin, die Jugendlichen während des Prozesses der Wertfindung zu begleiten und Impulse zu geben.

Das Vermitteln von festgelegten Werten ist also nicht das Ziel, sondern das Wecken des Wertebewusstseins.

„Worum es lediglich gehen kann, ist, den Schülern Beurteilungs- und Entscheidungskriterien für ihre Suche nach subjektiv adäquaten Werten an die Hand zu geben.“[4] Dabei wird primär der Schwerpunkt nicht auf das Produkt selbst gelegt, sondern auf den Prozess.

Während des gesamten Prozesses steht die Autonomie des einzelnen Schülers im Vordergrund.[5] „Es soll durch verschiedene Arten der Klärung die jeweils zugrundeliegende Wert-Dimension des eigenen Handelns bewusst gemacht, reflektiert und zu einer bewussten Stellungnahme hingeführt werden.“[6]

Im Einzelnen bedeutet dies, dass die Jugendlichen dazu ermutigt werden sollen, eine bestimmte Auswahl für sich selbst, freiwillig treffen zu können. Es soll ihnen dabei geholfen werden, andere Möglichkeiten und Alternativen zu entdecken und diese kritisch zu hinterfragen und zu prüfen. Mögliche Handlungskonsequenzen sollten dabei ebenfalls anvisiert und reflektiert werden. Die Jugendlichen sollten aber auch in der Hinsicht bestärkt werden, dass sie ihre Werte vertreten und diese leben können.[7]

[...]


[1] Harecker, 2000, S. 13.

[2] Vgl. Raths, u.a., 1976, S. 52.

[3] Vgl. Herzig, 1998, S. 45.

[4] Pfeifer, 2009, S. 317.

[5] Vgl. Ebenda, S. 316.

[6] Ebenda.

[7] Vgl. Ebenda.

Details

Seiten
9
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656167839
ISBN (Buch)
9783656168331
Dateigröße
458 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v191748
Institution / Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,0
Schlagworte
Werte Wert Erziehung Werteerklärung Wertklärung Werteerziehung

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Titel: Wertklärung und Werteerziehung - Werte als Ideale unseres Handelns