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Vincent van Gogh und seine Malerei

Facharbeit (Schule) 2011 21 Seiten

Kunst - Kunstgeschichte

Leseprobe

Inhaltsangabe :

1 Hauptteil
1.1 Biographie des Künstlers
1.2 Die Entwicklung zum eigenen Still
1.3 Analyse dreier Werke
1.3.1 Zwei Zypressen
1.3.2 Stillleben mit Sonnenblumen
1.3.3 Sternennacht
1.4 Zuordnung des Künstlers zu einer Stilrichtung

2 Anhand
2.1 Literaturverzeichnis
2.2 Quellenverzeichnis
2.3 Quellenangabe
2.4 Bilder

1. Hauptteil

1.1 Biographie des Künstlers

Vincent van Gogh wurde am 30. März 1853 in Niederlande geboren1. Sein Vater war ein Pastor und in der Familie gab es noch fünf Geschwister2. Sein Vierjährigen Bruder Theo war für ihn in seinem Leben sehr bedeutsam. Er war für Vincent wie „ein bester Freund“ und zwischen einander hatten sie mehr als 650 Briefe geschrieben3.

Seit 1881 zeichnete Vincent seine erste Bilder, trotzdem wollte er kein Maler sein (Abb.1). Er hat für die Religion Arbeit entschieden und hat als Missionar in Belgien angefangen zu arbeiten5. Von Theo wurde er aber überzeugt, und deswegen ist er wieder zur Malerei gekommen.

Zwischen den Jahren 1881 und 1888 hat Vincent mehr als 1000 Bilder gemalt. Im Jahre 1888 hat er einen kleinen Teil rechter Ohrläppchen abgeschnitten und in dieser Zeit zeichnete er die berühmteste Werke, wie z.B.: „Starry Night over the Rhone“ (Abb.2) (Abb.3)6.

27.Juli 1890 begeht Vincent van Gogh einen Selbstmordversuch und zwei tage später stirbt er in der Südfrankreich. Sein Bruder, Theo, fällt in der Verzweiflung und in kurze Zeit stirbt er auch. Vincent van Gogh hat über 4000 verschiedene Zeichnungen und Bilder gemalt7. Das ganze Leben wird „durch die Periode der Depression und der Manie charakterisieren“4.

1.2 Die Entwicklung zum eigenen Still

Um 1880 hat Van Gogh seine „Malerei Karriere“ in Brüssel angefangen. Da hat er viele neue Künstler getroffen, wie z.B. : Anthon van Rappard8. Im November 1881 wird Vincent in die „Aquarell- und Ölmalerei“ von Anton Mauve eingeführt. Hier entstanden in „düsteren Farben, streng untereinander abgewogen fünfzig Bilder von Menschen und seiner Heimat, vor allem Bauern und Webern“16. Sein „Hauptwerk (...) dieser Periode“ ist das Bild „The Potato Eaters“ (Abb.4)8.

Als Vincent um 1885 in Antwerpen lebte, besuchte er die Kunstakademie9. Da hat er Paul Gauguin getroffen und Vincent hat auch „vor 1886 zu einem eigenständigen Still gefunden, die menschliche Figur, das Lineament (linienhafte Struktur), die Perspektive und die Lichtführung zu gestalten“10.

In Paris hat Van Gogh „den damals aktuellen Kunststil, den Impressionismus“ kennen gelernt9. Er begann mit „verschiedenen Maltechniken zu experimentieren“, sowie er auch die japanische Holzschnitte erlernte9. Diesen versuch, hat er in seine Arbeiten übernommen (Abb.3)9. Mehrmals können wir diese Versuche im Hintergrund der Bilder sehen, wie z.B.: (Abb.6) oder (Abb.7).

Die ersten Ölbilder sind ganz dunkel, düster und ernst11. Mit diesen Farben zeigt Vincent die Armut der Leute - Bauern und wie sie leben und arbeiten11. Ein Beispiel dafür wäre das Bild „Two Women in the Moor”, wo dunkle Farbe und die armen, arbeitenden Leute dargestellt sind (Abb.5).

Etwa 1888 betont Vincent die Flächen und Konturen, seine Technik beruhte nur auf „suggestiver Farbwirkung und den dichten, rasch gesetzten, flimmernden Strichen, die bewusst oft nur einen Teil des Bildgeschehens hervortreten lassen“20.

Im Laufe seines Leben werden die Bilder immer heller, bunter, farbiger und fröhlicher 12. Um 1888 befand er sich in der Südfrankreich und genau dort hat er die Ansichten aus dem Fenster und viele Arbeiten nach Miller, Daumier oder Rembrandt gezeichnet 22. Er möchte sich dort „von den Farben des Südens ganz neu inspirieren lassen“, wie z.B.: (Abb.9)14. „Er zeichnete und malte viel in der Natur“, später orientierte er sich auf die Landmalerei (Abb.8)12. Es ist auch interessant, dass er jeden Tag mit seiner Staffelei in die Natur gezogen ist und wo er die Farbe direkt aus der Tube auf die Leinwand getragen hat15.

Vincent mag das Licht der Sonne und die Farben der Natur. Sein „grober Pinselstrich“ (fand in Arles) ist „für die damalige Zeit total ungewöhnlich“ und wird von vielen nicht verstanden13. „Mit fortschreitender Krankheit (Irrsinn und Epilepsie) malte er (…) expressiver, wobei die Farben (...) an Leuchtkraft verloren“20.

1.3 Analyse dreier Werke

1.3.1 Zwei Zypressen

Ich werde die Abbildung 10 analysieren. Das Bild heißt „Zwei Zypressen“ und wurde im Juni 1889 in der St-Rèmy-de-Provence, Südfrankreich gezeichnet. „Zypressen (…) sind (...) die charakteristischen Motive von der Provence“ und wir finden sie in ganz vielen von ihm gezeichnete Bilder, wie zum Beispiel in der Abbildung 14, die ich auch analysieren werde18.

Auf dem Bild sehen wir zwei Zypressen, die „eng nebeneinander im grasbewachsenen Wald“ stehen17. Die Lichtquelle kommt, nach meiner Meinung, von der linken Seite. Man entnehmt das aufgrund der Berge, weil die linke Seite ein bisschen heller als die rechte Seite ist. Im Bild sieht man keine gerade Linien, was ein Merkmal für den PostImpressionismus ist. Die Linien sind hier geschwungen, aber auch regelmäßig. Das bedeutet, dass z.B.: die Linie der Berge sich nicht zerreißt.

Die Zypresse stehen unterschiedlich. Die vordere steht leicht links von der Mittelachse und streckt sich über den oberen Bildrand hinaus20. Dagegen ist die hintere „zum großen Teil von der vorderen bedeckt“, wobei nur „ein kleiner Teil von ihrer linken Seite zu sehen ist“19.

Der Horizont im Bild liegt ganz niedrig (+- 1/3 des Bildes), so besitzt der Himmel im Vergleich zur Erde einen überragend großen Raum20. Man könnte die vordere Zypresse als die radikale Überschneidung im Bild bezeichnen, weil die Berglinie im Hintergrund horizontal verlaufen21. Der Übergang von den Zypressen, wirkt wegen der Länge des Bildes, der auffälligen Farbe und Form viel dominierender als die horizontale Linie21. „In der Ferne sieht man eine sanfte Berglinie, die sich leicht von links nach rechts steigert und den Wald und Himmel abgrenzt“17. Ich habe eine Skizze gemacht, s. Abb.13. Der goldene Schnitt liegt im weißen Hintergrund, wo auf der linken Seite die weiße Farbe in die blaue Farbe übergeht.

„Die Farben wurden zum Teil auch dick und direkt auf die Leinwand aufgetragen und gemischt, sodass sich den Pinselduktus (=Strichführung) klar erkennen lässt“18. Die Wolken im Himmel sind von leichten Rosafarben geprägt und „zusammen mit der gelben Mondsichel deuten die rosafarbigen Wolken wohl einen frühabendlichen Himmel an“19. „Die dunkelgrünen und hohen Bäume im gelbgrünen Wald“ fungieren im Gegensatz zu der stark verblassten blauen Farbe des Himmels noch finsterer und stärker19.

„Nicht nur die beiden Zypressen, sondern auch das (...) Gras und der (...) Himmel“ entstanden aus dem hektischen Pinselstrich, durch die eine dynamisch, pulsierende Wirkung entsteht19. Weiter sieht man, dass „die Oberflächenstruktur sich dem Basrelief (=Flachrelief) nähert (...)“21. Die kräftige Strichführung hat zweifellos den beweglichen, dynamischen Eindruck des Bildes verstärkt18. „Das Bild wird nicht detailliert gemalt“, und deswegen zeigt es nur einen groben Eindruck, jedoch sind die Gegenstände noch klar zu erkennen18.

1.3.2 Stillleben mit Sonnenblumen

Das Bild „Stillleben mit Sonnenblumen“ ist im Jahr 1888 im Arles gezeichnet (Abb.11). Hier ist es interessant, dass dieses Bild zum „Teil einer Serie von Bildern” mit dem gleichen Motiv -- die Sonnenblumen gehört24.

Gelb ist hier die am meisten verwendete Farbe des Bildes und dazu sind im Bild nur die warmen Farben benutzt23. „Das Gelb der Blumen symbolisiert Heiterkeit, (...) Freundschaft und Liebe“25. Sonst gibt es hier keine Farbe vor die mit dem Bild Kontrast hat, aber die einzigen dunklen Punkte im Bild sind die „verwelkten braunen Blüten“23. Auch bei diesem Bild ist es so, dass die Farbe „mit langen, dicken Pinselstrichen“ aufgetragen ist, was für Van Gogh typisch war25.

[...]


1 http://www.artble.com/artists/vincent_van_gogh/more_information/biography , 19.2.2011

2 vgl. Sagmeister, 2005, S.3

3 Sagmeister, 2005, S.3

4 Roberts, 2009, S.2

5 http://goo.gl/Vip2L , 3.3.2011

6 http://www.vangoghgallery.com/misc/fun_facts.aspx , 5.3.2011

7 http://www.vggallery.com/index.html , 1.3.2011

8 http://de.wikipedia.org/wiki/Vincent_van_Gogh#Beginn_als_Maler , 3.3.2011

9 http://de.wikipedia.org/wiki/Vincent_van_Gogh#Antwerpen_und_Paris , 3.3.2011

10 http://www.jstor.org/pss/1482461 , 24.2.2011

11 vgl.Sagmeister, 2005, S.4 und van Gogh3.pdf, 2008, S.1

12 Sagmeister, 2005, S.4

13 van Gogh3.pdf, 2008, S.1

14 Leube, 2009, S.1

15 vgl.Leube, 2009, S.1

16 Lexikon der Kunst, 1994, S.132

17 (vgl.) Liao, 2007, S.3

18 Liao, 2007, S.17

19 (vgl.) Liao, 2007, S.16

20 Lexikon der Kunst, 1994, S.135

21 (vgl.) Liao, 2007, S.4

22 Lexikon der Kunst, 1994, S.133

23 (vgl.) Schneider, 2004, S.15

24 http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenblumen_%28van_Gogh%29 , 24. Mär. 2011

25 http://www.seilnacht.com/Lexikon/Vincent.htm#sonnenblumen , ohne Datum

Details

Seiten
21
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656188018
Dateigröße
2.7 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v191204
Note
14
Schlagworte
vincent gogh malerei

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Titel: Vincent van Gogh und seine Malerei