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Green Innovation

Eco Products am Beispiel von Apple

Essay 2012 11 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

1 Einleitung

In Zeiten von globaler Erwärmung, Umweltkatastrophen und Ressourcenverknappung sowie einem starken Bevölkerungswachstum und steigendem Energieverbrauch, wächst weltweit das Interesse an nachhaltigen und ökologisch verträglichen Neuerungen. Ne­ben der Behebung von vorhandenen Schäden, soll der aktuelle Umweltzustand verbes­sert und für nachfolgende Generationen intakt erhalten bleiben. Zu den Verbesserungen zählen unter anderem die Einsparung von Ressourcen, die Verminderung der Emissio­nen sowie die Reduzierung der Risiken durch anthropogene Aktivitäten.[1]

Der Begriff Green Innovation als Synonym für Umweltinnovationen nimmt in diesem Zusammenhang eine bedeutende Rolle ein. Das steigende Umweltbewusstsein wird in Abbildung 1 verdeutlicht. Hier ist der zeitliche Verlauf des Interesses an Green Innova­tion, anhand der Suche des Stichworts bei Google, abgebildet. Deutlich erkennbar ist ein steigender Trend, wobei der Verlauf durch kontinuierlichen Interessensabfall sowie -anstieg gekennzeichnet ist. Dies lässt sich dadurch begründen, dass das Thema stark von den Massenmedien bzw. Berichterstattungen abhängig ist. Beispielsweise ist der Anstieg des Interesses Ende 2011 durch die Verleihung des „Green Innovation A- wards“[2] maßgeblich bestimmt worden.

Abbildung 1: Interesse im zeitlichen Verlauf3 (Quelle: Google Insights for Search, 2011.)[3]

Das Interesse für Green Innovation ist jedoch nicht gleichmäßig über den Globus ver­teilt. Durch die Aufschlüsselung des Suchvolumens aus Abbildung 1 nach Regionen ergibt sich die in Abbildung 2 resultierende regionale Interessensverteilung. Hier ist erkennbar, dass das Suchvolumen in den Ländern Australien, Indien, Großbritannien, Kanada und den USA sehr hoch ist. Dies könnte darauf hindeuten, dass besonders in diesen Ländern hohe Bestrebungen für Green Innovation bestehen bzw. viele Umwel­tinnovationen entwickelt wurden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Regionales Interesse (Quelle: Google Insights for Search, 2011.)

Das „grüne Bewusstsein“ nimmt nicht nur auf Unternehmensseite, sondern auch auf Staats- und Konsumentenseite rasant zu und verhilft zu einer globalen Verbesserung der Umwelt sowie zu einem ökologisch verantwortungsbewussten und durchdachten Han- deln.[4] Das neue ökonomische Grundverständnis von Unternehmen sollte die Implemen­tierung von Nachhaltigkeitsaspekten und Umweltanforderungen bei der Entwicklung von Innovationen beinhalten. Neben einer guten Idee sollte eine Green Innovation er­folgreich am Markt eingegliedert werden können und gewünschte Ergebnisse liefern. In wie weit diese Bestrebungen von Unternehmen eingehalten werden, soll im Anschluss an die allgemeine Betrachtung am Themenfeld der „Eco Products“ diskutiert werden.

2 Unternehmerische Ansätze zu Green Innovation 2.1 Allgemeine Betrachtung

Heutzutage befasst sich fast jedes Unternehmen, das etwas auf sich hält, mit Green In­novation. Egal ob die Entwicklung umweltfreundlicher Produkte und Prozesse oder die Herausbildung neuer Verhaltensweisen und Organisationsstrukturen[5], Unternehmen sind bestrebt dem weltweiten Trend zu folgen und durch Green Innovation auf sich aufmerksam zu machen.

Im Zuge der Corporate Social Responsibility möchten viele Unternehmen einen freiwil­ligen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten und so den Zuspruch der Gesell­schaft erlangen. Neben dem ökologischen Aspekt und dem löblichen Verhalten von Unternehmen aus altruistischen Beweggründen, spielen hierbei aber auch andere Fakto­ren eine herausragende Rolle.

Unternehmen sind in marktwirtschaftliche Systeme eingegliedert und streben nach Ge­winnmaximierung. Somit wären Green Innovation ohne Eigennutzen kaum denkbar. Viele Unternehmen haben daher den Umweltgedanken in ihre Strategie aufgenommen, um diese wichtige Wachstumsbranche nicht zu verpassen und an dieser teilzuhaben. Neben Wettbewerbsvorteilen durch neue Produkte, besteht die Chance einer Neupositi­onierung und eines Imagewandels, sowie die Möglichkeit zur Aufdeckung neuer Markt­segmente. Durch neue Produktions- und Entsorgungsprozesse können Ressourcen ein­gespart und somit Kosten gesenkt werden.

Der wirtschaftliche Gesichtspunkt von Green Innovation ist eindeutig und lässt die Fra­gestellung wie folgt zu: „Ohne marktwirtschaftlichen Gewinn - keine Green Innovati­on?“ oder „Sind Green Innovation ohne staatliche Steuerung und Rahmenbedingungen überlebensfähig?“

Eine Herausforderung für die Zukunft liegt darin, Green Innovation als festen Bestand­teil in das marktwirtschaftliche System einzugliedern und einen harmonischen Konsens zwischen Ökologie und Ökonomie zu finden. Dies soll der langfristigen Erhaltung unse­res Lebensraumes und des ökologischen Gesamtsystems dienen.

[...]


[1] Vgl. Urbaniec, 2008, S. 15.

[2] Vgl. Hagon, 2011.

[3] Die Zahlen in der Grafik zeigen an, wie viele Suchvorgänge für einen bestimmten Begriff verglichen mit der Anzahl aller Suchanfragen bei Google über einen bestimmten Zeitraum durchgeführt wurden. Die Zahlen geben nicht das absolute Suchvolumen an, da die Daten normalisiert und auf einer Skala von 0 bis 100 dargestellt werden (Vgl. Google Insights for Search, 2011).

[4] Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, 2010, S. 10f..

[5] Vgl. Klemmer/Lehr/Löbbe, 1999, S. 29.

Details

Seiten
11
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656153214
ISBN (Buch)
9783656153481
Dateigröße
505 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v190539
Institution / Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
1,3
Schlagworte
Innovation Umweltinnovation Nachhaltigkeit Apple Eco Product Ökoprodukte Umwelt Greenwashing Produktlebenszyklus

Autor

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Titel: Green Innovation