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Brennpunkte zukünftiger Arbeit

Hausarbeit 2001 11 Seiten

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft

Leseprobe

Gliederung:

1. Einleitung

2. Frauen, Arbeit, Beruf
2.1. Megatrend Frauenerwerbstätigkeit
2.2. Frauenerwerbsquote
2.3. Heimarbeit und Eigenarbeit zu Hause

3. Künftige Qualifikationsanforderungen
3.1. Ausbildung und Berufstätigkeit
3.2. Anpassung der Berufsbilder
3.3. Facharbeiter – Beispiel für neue Anforderungen

4.Künftige Aus- und Weiterbildung
4.1 Verbesserte Qualifikationen durch Weiterbildung
4.2. Ausbildungstrends
4.3. Lebenslanges und organisiertes Lernen

Quellennachweis

1. Einleitung

Wer von einem strukturellen Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft ausgeht, wird sich Fragen bezüglich der Arbeitswelt in der Gesellschaft und natürlich auch der eigenen Person stellen.

Die ‚Zukunft der Arbeit‘ ist ein aktuelles Thema, das sich mit dem Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft, d.h. dem Wandel der Technologien, des Arbeitsmarktes, der Arbeitsorganisation und des gesamten Weltmarktes beschäftigt.

In der folgenden Ausarbeitung werden einige ‚Brennpunkte künftiger Arbeit‘ (Frauen, Arbeit, Beruf / künftige Qualitätsanforderungen / künftige aus- und Weiterbildung) erläutert.

2. Frauen, Arbeit, Beruf

2.1 Megatrend Frauenerwerbstätigkeit

Nachdem sich die Frauen ihr Recht auf Berufs- und Erwerbstätigkeit in der Gesellschaft erkämpft haben, werden sie von dieser zwar akzeptiert, dafür wird ihre Benachteiligung im Berufsleben aber um so deutlicher: die meisten Frauen gehen Beschäftigungen mit geringer Qualifikation, geringer Bezahlung und geringen Aufstiegschancen nach. Diese ‚typischen Frauenberufe‘ sind z.B. Sekretärin, Verkäuferin, Krankenschwester oder auch Putzfrau.

In gut bezahlten Berufen mit höherer Qualifikation ist bisher nur ein kleiner Frauenanteil zu verzeichnen. Hinzu kommt häufig eine Doppelbelastung berufstätiger Frauen durch Haushalt und Kinder: 90% der Kinder unter 15 Jahren werden von ihren Müttern versorgt, im Gegensatz dazu nehmen weniger als 1% der Väter kleiner Kinder Erziehungsurlaub in Anspruch.

Zwar hat sich die Zahl der selbständig berufstätigen Frauen in den letzten 15 Jahren fast verdoppelt, trotzdem haben sie nicht die gleichen Chancen im Berufsleben wie die Männer: durch Schwangerschaft und Betreuung der Kinder stehen sie dem Arbeitgeber nicht mehr uneingeschränkt zur Verfügung, geben ihr Berufsleben zugunsten der Familie häufig ganz auf und finden oft nicht zurück in die Berufstätigkeit, haben also auch keine Chance mehr auf eine eigene Karriere.

Im Bezug auf die Qualifikation sind die Frauen den Männern zwar noch unterlegen und müssen, wenn sie nicht in den weniger attraktiven Berufen verbleiben wollen, Ausbildungsniveau und Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen verstärken. Doch gerade bei den jüngeren Frauen zeichnet sich eine Wende ab: diejenigen unter 35 Jahren sind –mit steigender Tendenz- annähernd so gut qualifiziert wie die Männer. Auf längere Sicht könnten sie sie sogar nicht nur ein-, sondern sogar überholen.

So sind z.B. 44% (mit Tendenz zur 50%-Marke) aller Studienanfänger Frauen, in den Geisteswissenschaften liegt ihr Anteil sogar bei 80%.

Die z.Zt. zunehmende Erwerbsorientierung der Frauen ist durch mehrere, z.T. miteinander verschränkten Faktoren wie

- gestiegenes Selbstbewußtsein und Wunsch nach materieller Unabhängikeit (Sicherung der eigenen Existenz)
- Wunsch nach persönlicher Entfaltung
- steigendes Ausbildungs- und Qualifikationsniveau
- Unzufriedenheit mit der traditionellen Frauenrolle und sinkenden Kinderzahlen

begründet und wird ergänzt durch die günstigeren Erwerbschancen im expandierenden Dienstleistungssektor.

2.2 Frauenerwerbsquote

Obwohl Frauen den größten Teil der Bevölkerung ausmachen, gehen in den meisten Ländern weniger als die Hälfte der Frauen einer Erwerbstätigkeit nach. Besonders in Bezug auf Ausbildung, Bezahlung und Besetzung von leitenden Positionen sind die Chancen der Frauen im Vergleich zu denen der Männer gering.

Der internationale Vergleich zeigt, dass die Frauenerwerbsquote in Deutschland z.Zt. relativ niedrig ist: sie liegt bei 44% (West = 40%, Ost = 47%) im Gegensatz zu z.B. Skandinavien mit einer Spitzenquote von 65 – 70% (Wilke 1999, S. 226).

Um die deutsche Frauenerwerbsquote an den internationalen Durchschnitt anzupassen, muß u.a. die Arbeitszeitverkürzung und –flexibilisierung für die männlichen Erwerbstätigen verstärkt werden. Z.B. liegt die Teilzeitquote der Frauen in Deutschland z.Zt. bei 36,4%, die der Männer nur bei 4%. D.h., 36,4 % der erwerbstätigen Frauen sind teilzeitbeschäftigt, aber 87% aller Teilzeitarbeit entfällt auf die Frauen!

Jedoch steigt die Erwerbsquote der Frauen stetig an; in den vergangenen zwei Jahrzehnten nahm sie um ca. 14% zu, die der Männer sank dagegen um 4%!

Die höhere Beteiligung der Frauen am Erwerbsleben wird zur Folge haben, dass sich die Gesamtarbeit, die aus Erwerbs- und Haus-/Familienarbeit besteht, zwischen Männern und Frauen verschieben wird.

Auch werden sich Arbeitgeber bzw. Unternehmen auf eine steigende Frauenerwerbsquote und damit an die speziellen Bedürfnisse erwerbstätiger Frauen einstellen müssen. Denn über die Hälfte der Frauen im mittleren Alter, die neu ins Berufsleben einsteigen, hat Familie und betreuungsbedürftige Kinder.

Einige „familienfreundliche“ Unternehmen bieten den bei ihnen beschäftigten Frauen schon Untersützung bei der Organisation der Gesamtarbeit in Form von z.B. Unternehmenskindergärten, Geburtenbeihilfen, flexibler Teilzeitbeschäftigung und Wiedereinstellungsgarantien für Eltern nach ihrem Erziehungsurlaub.

[...]

Details

Seiten
11
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638111690
Dateigröße
376 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v1904
Institution / Hochschule
Universität Bremen – FB Psychologie
Note
1
Schlagworte
Brennpunkte Arbeit

Autor

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Titel: Brennpunkte zukünftiger Arbeit