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Nationalismus als ein modernes Phänomen

Hausarbeit 2011 9 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffliche Einordnung von Nationalismus

3 Der moderne Nationalismus

4 Fazit

5 Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Das Thema „Nationalismus“ ist weit verbreitet. Es ist in verschiede­nen Bereichen der Wissenschaft wie Historie, Soziologie und auch Politik zu finden. Der Begriff Nationalismus ist vieldeutig, denn in jeder Disziplin gibt es eine andere Bedeutung. Nach Kunze wird unter dem Begriff Nationalismus eine Befreiungsbewegung oder die Be­kämpfung oder Unterdrückung fremder Völker verstanden (vgl. Kun­ze, R.-U. 2005: 18).

Heutzutage wird dieses Thema immer noch sehr intensiv diskutiert. Bespiele dafür sind die Befreiungsbewegungen in manchen asiati­schen oder afrikanischen Ländern.

In dieser Arbeit wird Nationalismus näher betrachtet. Es wird auf die Fragestellung eingegangen, ob der Nationalismus heutzutage immer noch aktuell ist. Dafür wird zunächst der Begriff Nationalismus näher definiert. Darauffolgend wird die heutige Rolle von Nationalismus nä­her erläutert. Diese Arbeit schließt mit einem Fazit ab, in der auf die hier formulierte Fragestellung eine Antwort gegeben wird.

2 Begriffliche Einordnung von Nationalismus

Das Nationalitätsprinzip ist weltweit verbreitet. Alle Staaten der Welt sind heute offiziell Nationen. In unterschiedlichen Staaten hat der Begriff Nationalismus seine eigene Geschichte und Entwicklung. Na­tionalismus gab es nicht nur in Europa, sondern auch in den übrigen Ländern der Welt wie Japan, Lateinamerika, arabische Länder und Israel. Die Gründe für die Entstehung von Nationalismus sind in je­dem Land unterschiedlich und hängen von verschiedenen sozialen und politischen Faktoren ab.

Wie bereits in der Einleitung erwähnt wurde, gibt es für Nationalis­mus unterschiedliche Bedeutungen. Der Philosoph Gellner definiert diesen Begriff, als „eine Theorie der politischen Legitimität, der zu­folge sich die ethnischen Grenzen nicht mit den politischen über­schneiden dürfen; insbesondere dürfen innerhalb eines Staates keine ethnischen Grenzen die Machthaber von den Beherrschten trennen - eine Möglichkeit, die bereits formal durch die allgemeine Formulie­rung des Prinzips ausgeschlossen ist“ (Gellner, E. 1995: 8).

Es gibt in der Welt Nationen, die nicht in territorialer Einheit leben, sondern mit anderen Ethnien vermischt sind. Die nationalistische Ideologie der territorialen politischen Einheit zielt auf eine ethnische Homogenisierung eines Staatsgebietes ab. Allerdings kann es erst dann zu einer politischen Einheit kommen, wenn alle Angehörigen anderer Nationen getötet oder assimiliert werden (vgl. Gellner, E. 1995: 10) Daraus folgt, dass Nationalismus sich keineswegs auf eth­nisch homogene Bevölkerungen beziehen muss. Beispielsweise könn­te sich in Ländern wie USA oder Schweiz auch Nationalismus entwi­ckeln, obwohl es dort unterschiedliche Ethnien hinsichtlich der Kultur und Sprache gibt. (vgl. Jansen, C. / Henning, B. 2007: 27).

Für den Philosoph Karl Deutsch ist Nationalismus “eine Geistesver­fassung, die »nationalen« Nachrichten (messages), Erinnerungen und Vorstellungen einen bevorzugten Platz in der gesellschaftlichen Kommunikation und ein stärkeres Gewicht im Entscheidungsprozeß einräumt“ (Deutsch, K. 1978: 51). Demnach ist ein Nationalist durch spezifisch nationale Gedanken geprägt und vereint die Nachrichten, die aus einer spezifisch nationalen Quelle kommen. Wenn sich eine Person auf derartige Nachrichten fixiert, kann es negative Auswir­kungen haben, weil dadurch alle seine anders gerichteten Vorstellun­gen verdrängt werden. Dies wird auch als extremer Nationalismus bezeichnet (vgl. Deutsch, K. 1078: 51). Ein Träger des Nationalismus handelt im Sinne der nationalen Gemeinschaft und wird auch als Pat­riotismus, Vaterlandsliebe, Volksverbundenheit bezeichnet. Allerdings führt nicht selten diese Bestrebung zur Auslöschung der eigenen Persönlichkeit und zur Missachtung der sittlichen Normen (vgl. Gras­si, E. 1964: 149).

Der Begriff Nationalismus wird oft negativ charakterisiert und als problematisch angesehen. Nationalismus kann sowohl mit dem Impe­rialismus, als auch mit dem Anti-Imperialismus in Verbindung ge­bracht werden (vgl. Winkler, H. 1978: 5). Üblicherweise gibt es für Nationalismus zwei verschiedene Auffassungen. Während die erste Auffassung die politische Ideologie darstellt, geht es bei der zweiten, um die politische Bewegung (vgl. Jansen, C. / Henning, B. 2007: 18).

Der genaue Entstehungszeitpunkt von Nationalismus ist unklar. Man­che Autoren sprechen vom jüdischen Nationalismus in der Antike und andere vom mittelalterlichen Nationalismus (vgl. Winkler, H. 1978: 5). Oft wird auch über einen modernen Nationalismus gesprochen. Damit ist der Nationalismus des 19. Jahrhunderts gemeint, der in der heuti­gen Zeit als ein modernes Phänomen gesehen wird.

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Details

Seiten
9
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656147626
ISBN (Buch)
9783656147473
Dateigröße
397 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v190280
Institution / Hochschule
Universität Potsdam – Historisches Institut
Note
Schlagworte
nationalismus phänomen

Autor

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Titel: Nationalismus als ein modernes Phänomen