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Internationalisierung von Familienunternehmen am Beispiel Hipp und der Tengelmann Gruppe

Hausarbeit 2011 15 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit

2 Begriffserklärung
2.1 Familienunternehmen
2.2 Internationalisierung
2.2.1 Allgemein
2.2.2 Bei Familienunternehmen

3 Internationalisierung von Familienunternehmen
3. 1 Motive für eine Internationalisierung
3.2 Internationalisierungsstrategien
3.3 Chancen und Risiken von Familienunternehmen

4 Internationalisierte Familienunternehmen
4.1 Das Familienunternehmen HiPP
4.1.1 Unternehmensgeschichte
4.1.2 Als Familienunternehmen international tätig
4.2 Die Unternehmensgruppe Tengelmann
4.2.1 Unternehmensgeschichte
4.2.2 Als Familienunternehmen international tätig

5 Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Idee, international zu agieren wird meist von allen Unternehmen angestrebt. Nur so kann ein Unternehmen einen Wachstum erzielen und sich global aufstellen. Auf der internationalen Ebene kann das Unternehmen neue Absatzmärkte finden und seine Produkte verkaufen. Doch ist eine Unternehmung im Ausland oft mit Risiken verbunden. Speziell Familienunternehmen, besitzen in der Frage der Internationalisierung ein besonderes Risikopotenzial. Ihr Hauptrisikopunkt liegt in der Familie und dem einbeziehen des Unternehmens. Die Probleme unter einer Familiengeführten Unternehmung werde ich in dieser Hausarbeit demnach auch erläutern, da diese mit dem Internationalen agieren zusammenhängen.

„Dafür stehe ich mit meinem Namen“, ist wohl der meistverbreitete Marketing Slogan eines Familienunternehmens. Anhand dieses Ausspruchs wird deutlich, dass Familienunternehmen sich mehr für ihr Unternehmen einsetzen als Nicht-Familienunternehmen. Sie opfern sich für ihr Unternehmen auf und bringen ihre eigene Persönlichkeit in das Unternehmen mit ein.

„Rund 95 Prozent aller über 3,1 Millionen deutscher Unternehmen sind Familienunternehmen (…)“[1] Diese Zahl schließt jedes Unternehmen ein das selbständig geführt wird, also auch Kleinbetriebe wie Friseure oder kleinere Dienstleistungsunternehmen. Demnach spielen Familienunternehmen eine tragende Rolle in der Wirtschaft.

Doch welche Maßnahmen ergreifen familiengeführte Unternehmen in der Frage der Internationalisierung? Gibt es zu dieser Frage Unterschiede zu Nicht-Familienunternehmen? Diese Fragen versuche ich mit dieser Hausarbeit zu klären.

1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

Mein Versuch ist es mit dieser Hausarbeit die Unterschiede eines familiengeführten Unternehmens und einem Nicht-Familienunternehmens zu verdeutlichen. Dabei besonderen Wert auf die Internationalisierung legen. Ein Problem dieser Hausarbeit war es in den Beispielen geeignete Strategien und Motive für einen Internationalisierung dieser Unternehmen zu finden. Ich habe dennoch versucht Speziell auf die Internationalisierung dieser Unternehmen einzugehen.

1.2 Aufbau der Arbeit

Ich werde mit dieser Hausarbeit versuchen dem Leser erst einmal einen kurzen Einblick über die Definition von Familienunternehmen und deren Internationalisierung zu geben. Im weiteren Verlauf meiner Ausarbeitung gehe ich auf die Motive, die Strategien, die sich hinter einer Internationalisierung verbergen und deren Vor- und Nachteile in Bezug auf familiengeführte Unternehmen ein. In meinem letzten Punkt werde ich zwei Unternehmen vorstellen, die international tätig sind. Diese Unternehmen werde ich auf die Kriterien die ich zuvor allgemein erläutert habe, analysieren und schließlich herauskristallisieren, wie diese Unternehmen mit der Frage der Internationalisierung umgegangen sind. Mit Hilfe dieser Beispiele möchte ich ein Fazit extrahieren, wie Familienunternehmen international agieren und was ihre Besonderheiten sind.

2 Begriffserklärung

Im Folgenden werde ich die Begriffe Familienunternehmen und Internationalisierung erläutern. Allerdings gibt es für den Begriff Familienunternehmen keine exakte Definition. Aus diesem Grund habe ich eine Definition gewählt, die sich nicht von meinen verwendeten Quellen unterscheidet. Somit habe ich versucht eine allgemeingültige Definition von Familienunternehmen zu finden.

2.1 Familienunternehmen

Für eine Definition des Begriffes Familienunternehmen sind die Kriterien Eigentum und Führung ausschlaggebend. Dabei ist es nicht von Belangen welche Rechtsform oder Betriebsgröße ein Unternehmen hat. Demnach sind Familienunternehmen Gesellschaften in denen die Familie entweder das Management kontrolliert oder durch ihr Eigentum einen starken Einfluss auf das Unternehmen hat.[2] Außerdem muss der dynastischer Wille, die Absicht das Unternehmen kontinuierlich durch Mitglieder der Familie weiterzuführen, gewährleistet sein. Typisch für Familienunternehmen ist es, dass sie möglichst kein Fremdkapital besitzen. Nur so kann eine Unabhängigkeit der Banken und Investoren sichergestellt sein. Darüber hinaus erschweren es Familienunternehmen Dritten an Informationen ihres Unternehmens zu gelangen. Durch die Öffnung von Informationen ist es Dritten leichter möglich sich in das Unternehmen einzumischen.[3]

Das Hauptziel von Familienunternehmen ist demnach ihre Unabhängigkeit zu behalten.

2.2 Internationalisierung

Ich versuche bei dieser Begriffserklärung erst einmal auf Internationalisierung im Allgemeinen einzugehen. Ich werde kurz erläutern wie Unternehmen im Allgemeinen vorgehen, wenn sie sich am globalen Markt beteiligen wollen. Damit ich im weiteren Verlauf zeigen kann, wie Familienunternehmen mit der Frage der Internationalisierung umgehen.

2.2.1 Allgemein

Internationalisierung bietet eine Chance das Wachstum eines Unternehmens zu steigern. Dabei muss sich ein Unternehmen auf ausländischen Märkten engagieren. „Die Internationalisierung einer Unternehmung kann schematisch als ein Prozess von Export bis hin zu der eigenen Tochtergesellschaft im Ausland angesehen werden.“[4] Je mehr dabei im Ausland agiert wird, desto höher steigt dabei der Internationalisierungsgrad. Umso höher dieser ist, desto höher ist dementsprechend das Risiko im Ausland zu agieren.[5]

2.2.2 Bei Familienunternehmen

Familienunternehmen gehen der Tradition nach das Risiko international tätig zu werden nicht ein und sind in einem Land verwurzelt. Dadurch das ein Unternehmen international wachsen will, muss es gewisse Risiken eingehen. Aus diesem Grund konzentrieren sich Familienunternehmen bei ihrer Internationalisierung auf eine Nische um ihr Risiko zu minimieren. Diese Vertiefung in eine Nische bietet den Unternehmen auch mit wenig finanziellen Ressourcen eine Technologie- bzw. Qualitätsführerschaft und somit eine Wachstumsentwicklung zu erreichen.[6] Demnach sind Familienunternehmen deutlich vorsichtiger was die Frage der Internationalisierung angeht, als Nicht-Familienunternehmen.

3 Internationalisierung von Familienunternehmen

Im weiteren Verlauf werde ich die Motive, die Strategien und die damit verbundenen Chancen und Risiken einer familiengeführten Unternehmung im Ausland vorstellen. Dabei gehe ich bei dem Punkt Chancen und Risiken nicht speziell auf die Auslandsunternehmung ein, sondern wäge die Vor- und Nachteile eines Familienunternehmens ab. Diese haben auch dementsprechend einen Einfluss auf das lokale wie das globale Unternehmen.

3.1 Motive für eine Internationalisierung

Laut einer Studie der European Business School engagieren [bzw. planen] sich 30 Prozent von 400 Befragten im Ausland.[7] Dabei ist anzumerken das vermehrt Familienunternehmen diesen Plan äußern. Von den Gewinnen eines Unternehmens am Markt profitieren zunächst die Eigentümer. Diese können sich entscheiden, ob sie einen gewissen Anteil dem Unternehmen gutschreiben, umso weitere Investitionen zu tätigen.[8] Dadurch können sie die Familie weiter versorgen und gewinnen mit zunehmendem Kapitalgewinn des Unternehmens auch an Gesellschaftlicher Anerkennung. Demnach sind die Motive für ein Wachstum und die damit verbundene Internationalisierung mit den persönlichen Motiven des Eigentümers verknüpft. Darüber hinaus muss ein Unternehmer seinen Umsatz zum Wachstum verhelfen um auf Dauer Gewinne zu erzielen und die gesellschaftliche Stellung des Unternehmens und die damit verbundene Stellung des Unternehmers zu stärken bzw. zu erhöhen.[9] Außerdem sind Familienunternehmen genauso wie Nicht-Familienunternehmen an Niedriglohnstandorte interessiert. So lassen sich mit Hilfe der Arbeitsteilung Teile der Produktion in ein kostengünstigeres Land verlagern.[10] Zu guter Letzt spielt die Markterschließung eine tragende Rolle in der Frage der Internationalisierung. Die Unternehmen möchten ihre Produktion auf ausländischen Absatzmärkten anbieten umso neue Kunden zu gewinnen und ihren Umsatz zu steigern.[11]

[...]


[1] Michler [2009], S. 9.

[2] Vgl. Sachs [2008], S. 26.

[3] Ebd.

[4] Sachs [2008], S. 34.

[5] Vgl. Ebd.

[6] Vgl. Sachs [2008], S. 40.

[7] Vgl. Milojevic [2007].

[8] Vgl. Berthold [2010], S. 101.

[9] Vgl. Berthold [2010], S. 102.

[10] Vgl. Sachs [2008], S. 125.

[11] Vgl. Ebd.

Details

Seiten
15
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656144137
ISBN (Buch)
9783656143871
Dateigröße
505 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v189971
Institution / Hochschule
Hochschule Fresenius; Köln
Note
2,0
Schlagworte
Internationalisierung Globalisierung Hipp Tengelmann Familienunternehmen Hausarbeit Unternehmensgeschichte

Autor

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Titel: Internationalisierung von Familienunternehmen am Beispiel Hipp und der Tengelmann Gruppe