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Praktikumsbericht zum fachdidaktischen Blockpraktikum Deutsch

Seminararbeit 2011 24 Seiten

Didaktik - Germanistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Angaben zum Praktikum

II. Übungsaufgaben
1. Beobachtung einer Unterrichtsstunde
2. Vorstellung und Bewertung einer schüleraktivierenden Methode

III. Dokumentation der eigenen Unterrichtsreihe
1. Sachanalyse
2. Lehrplananalyse und –bezug
3. Angestrebte Lernziele / Kompetenzen
4. Vorgehen und methodisch-didaktische Begründung
5. Verlaufsplan Unterrichtsreihe
6. Ausgearbeitete Unterrichtsstunde

IV. Reflexion
1. Reflexion und Auswertung aller gehaltenen Stunden der Reihe
2. Reflexion des Praktikums

V. Literaturverzeichnis

VI. Anhang
1. Tafelbild Einstiegsstunde Vergleich des Beginns von Lektüre und Film
2. Arbeitsblatt Warten auf die Ehe
3. Arbeitsblatt Effis reales Vorbild und Die Ära Bismarck und das Wilhelminische Deutschland
4. Hausaufgaben
5. Seminarmaterial Reziproke Lehre aus Planung, Durchführung und Analyse von Unterricht 2010

I. Angaben zum Praktikum

Art des Praktikums: Vierwöchiges fachdidaktisches Praktikum Deutsch

Schulform: Gymnasium

Zeitraum: 14.03.2011 – 08.04.2011

II. Übungsaufgaben

1. Beobachtung einer Unterrichtsstunde

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zur genaueren Untersuchung wähle ich die Merkmale Transparente Leistungserwartung und Klare Strukturierung des Unterrichts. Zum Einen sind diese beiden Merkmale elementar für das Gelingen von Unterricht, zum Zweiten halte ich ihre Umsetzung für besonders problematisch in der beobachteten Stunde.

Transparente Leistungserwartung lässt sich von der Lehrkraft beispielsweise durch die Formulierung eines Erwartungshorizontes erreichen. Auch Selbsteinschätzungsbögen können hilfreich sein, hier werden dem Schüler nur die Kriterien kommuniziert, auf die die Lehrkraft Wert legt (beispielsweise: „Ich kann die Satzglieder in einem Satz bestimmen.“), die Einordnung der eigenen Kompetenzen nimmt der Schüler vor. Häufig wird hierzu eine Skala verwendet, beispielsweise von „1 = trifft völlig zu“ bis „5 = trifft überhaupt nicht zu“. Selbsteinschätzungsbögen sollten regelmäßig verwendet werden, damit die Schüler eine konsequente Selbstreflexion entwickeln. Lediglich mündliche und vage Angaben zu machen, etwa in der Art „bis nächste Woche solltet ihr das zweite Kapitel gelesen haben“, ist bei weitem nicht so effektiv wie schriftliche Fixierung der Erwartungen. Dies zeigte sich in der von uns beobachteten Stunde. Die Lehrkraft hatte nur ungefähre Angaben zu dem Lesepensum der Schüler gemacht, mit der Folge, dass ein Großteil der Schüler überhaupt nicht mit der Lektüre vertraut war. Dies schlossen wir aus den Beobachtungen, dass viele Schüler sich unruhig verhielten, nicht am Unterricht teilnahmen und sich gegenseitig Fragen zu dem Lehrervortrag stellten. Auch Rückfragen der Schüler zeigten, wie wenig Wissen über das zu behandelnde Werk vorhanden war. Das klare, am besten schriftliche Formulieren von Zielen und Leistungserwartungen hätte in der beobachteten Stunde sicher sehr zum Erfolg der Stunde beigetragen.

Eine Trennung von Anforderungen des Merkmals und seiner Operationalisierung, also Messbarkeit, ist im Falle der Transparenten Leistungserwartung nicht möglich: das Messkriterium für Transparente Leistungserwartung ist, das eine solche vorhanden ist. Hätte es in den besuchten Stunden eine schriftliche Fixierung der Leistungserwartungen gegeben, so hätte man diese noch auf detailliertere Qualitätskriterien untersuchen können, beispielsweise Verständlichkeit, Genauigkeit oder Angemessenheit der Erwartungen.

Das zweite Merkmal, die Klare Strukturierung des Unterrichts kann, wenn es erfüllt wird, den Unterrichtsablauf sowohl auf Lehrer- als auch auf Schülerseite enorm erleichtern und erfolgreicher machen. Anforderungen an den Lehrer sind sowohl die genaue Planung und Gliederung seiner Stunde, aber auch das Hinterfragen jedes Stundenabschnittes. Sinnvoll sind die Fragen „was tue ich genau?“ und „warum/mit welchem Ziel tue ich es?“. Können sowohl die Lehrkraft als auch die am Unterricht teilnehmenden Schüler beide Fragen zu jedem Zeitpunkt der Stunde beantworten, so handelt es sich um gut strukturierten Unterricht. Sichtbare Anzeichen hierfür sind reibungslose Übergänge, denn die Lehrkraft weiß, von welchem Programmpunkt sie kommt und welcher folgen soll. Je klarer sie sich über die Inhalte und Ziele der Unterrichtsabschnitte bewusst ist, desto leichter kann sie die jeweils geeigneten Methoden für einen Abschnitt wählen. Die Lehrkraft könnte sich also beispielsweise bewusst sein, dass sie die Stunde mit einem informierenden Abschnitt beginnen möchte: für diesen kann sie den Lehrervortrag oder das fragend-entwickelnde Unterrichtsgespräch verwenden. Im folgenden Abschnitt strebt sie jedoch eine interaktive Auseinandersetzung der Schüler mit dem Unterrichtsthema an, hierfür eignet sich das Rollenspiel sehr gut.

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Details

Seiten
24
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656142911
ISBN (Buch)
9783656143239
Dateigröße
4.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v189941
Institution / Hochschule
Universität des Saarlandes – Fachrichtung 4.1 - Germanistik
Note
1,0
Schlagworte
praktikumsbericht blockpraktikum deutsch

Autor

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Titel: Praktikumsbericht zum fachdidaktischen Blockpraktikum Deutsch