Lade Inhalt...

Hermann Hesse "Unterm Rad"

Werk, Inhalt, Zusammenfassung und Biographie

Referat / Aufsatz (Schule) 2001 34 Seiten

Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe

Hermann Hesse: Unterm Rad:

I) Biographie:

II) Inhaltsangabe:

III) Interpretation:

A) Die Entstehung:

1) Wann entstand HH’s frühe Erzählung? im Jahre 1903.

2) Wie alt war HH?

25 Jahre

3) Wie kann man diese Lebensphase HETs charakterisieren und warum?

Es ist eine wichtige Lebensphase, weil er nach mehreren gescheiterten Schulversuchen, nach seiner Praktikantenzeit in einer Calwer Turmuhrenfabrik und seiner schließlich erfolgreich abgeschlossenen Buchhändlerlehre im Jahre 1898 mit den „Romantischen Liedern“ zum ersten Mal als Schriftsteller hervorgetreten war. Wenig später folgte 1899 der Prosaband „Eine Stunde hinter Mitternacht“ und 1901 „Die hinterlassen en Schriften und Gedichte von Hermann Lauscher“. Nach dem Erfolg semer ersten Veröffentlichungen gibt HH im Frühjahr 1903 seine Tätigkeit als Buchhändler auf und lebt von jetzt an als freier Schriftsteller. Im Sommer 1903 schreibt er das Manuskript des Romans „Peter Camenzind“.

4) Wann wurde UR nicdergeschrieben?

In den Herbst- und Wintermonaten des Jahres 1903 in seinem Heimatort Calw, (erst im Herbst 1905, mit der Jahresangabe 1906, erscheint das Buch)

5) Was ist an UR charakteristisch?

Die Atmosphäre seiner Heimatstadt, die Gegend um Calw, Örtlichkeiten, autobiographische Züge. Calw befindet sich in Schwaben.

6) Welche ist die Schullaufbahn HH’s?

Nach dem Besuch der Lateinschule in Göppingen 1890-91 bestand Hesse im Sommer 1891 das Württembergische Landesexamen und trat im Herbst 1891 als Stipendiat ins Seminar in Maulbronn ein, in dem man 14-18 jährige Schüler auf das Studium der evangelischen Theologie vorbereitete

7) Wie wirkt diese Klosterschule auf HH?

ln den ersten Monaten berichtet er froh, vergnügt, zufrieden über sein Leben in Maulbronn: der Ton in der Schule spricht ihn sehr an; das Verhältnis zwischen den Zöglingen und den Lehrern ist offen; das Verhältnis zwischen den Zöglingen ist nett; es gibt keinen Zwang; das Kloster ist großartig.

Bald aber kommt bei HH eine seelische Krise auf, die im Mai 1992 kulminiert, nachdem er aus dem Seminar entlaufen war in einem Zustand von größter Erregtheit. Zu dieser Zeit pflegte er überschwengliche, überspannte Gedichte zu verfassen. Es fehlte ihm die Fähigkeit, sich selbst in Zucht zu halten und seine überspannten Gedanken und seine übertriebenen Gefühle waren für seine Mitschüler im Seminar zu einer Gefahr geworden.

8) Was passierte deshalb?

Er wurde aus der Klosterschule entfernt.

9) Wie reagierte seine Familie darauf?

Sie wusste nicht mit dem schwierigen Jugendlichen umzugehen und sie schickte ihn daher in die Nervenheilanstalt in Bad Boll zu Pfarrer Christoph Blumhardt dem Sohn eines berühmten Exorzisten.

10) Wie verhielt sich H in dieser Anstalt?

Er unternahm einen Selbstmordversuch nach einer Liebesenttäuschung, so dass Blumhardt die Eltern darum bat, ihren Sohn abzuholen.

11) Was wurde dann aus HH?

Er verbrachte ein paar Monate in der Irrenanstalt Stetten bei Stuttgart, wurde von der Anstalt aber gelöst, da er das Gymnasium in Bad Cannstatt besuchen durfte. Es war HH’s Wunsch, allerdings verließ er das Gymnasium nach dem Einjährigen und begann in Eßlingen eine Buchhändlerlehre, aus der er schon nach wenigen Tagen entlief. Er verbrachte einige Monate hier und da und entschloss sich als Lehrling in die Calwer Turmuhrenfabrik einzutreten.

12) Was erträgt HH als Lehrling?

Den Spott und die Schadenfreude seiner Umwelt, (wie Hans Giebenrath)

Aus einer kleinen Lokalberühmtheit war HH /HG ein trauriger, blasser, einfacher Lehrbube in blauem Schlosseranzug geworden.

13) Was bringt HH die Ruhe?

Neben seiner Lehre betreibt er fanatisch ein intensives Studium der Literatur, schreibt selbst Gedichte und erweist sich als Kritiker. Dies festigt sein dichterisches Selbstbewusstsein und bringt Ordnung in sein Leben. Er findet wieder Ruhe und Heiterkeit, entfernt sich von jener bösen Zeit voll Zorn und Hass und Selbstmordgedanken. Die tollste Sturm und Drangzeit war glücklich überstanden.

14) Welches Schicksal hat HH in UR geschildert?

Sein Schicksal und das Schicksal seiner jüngeren Bruders Hans. Nicht nur sein eigenes Leiden, sondern das Scheitern seines jüngeren Bruders, dem in der Schule das Rückgrad gebrochen wurde, der immer unterm Rad geblieben ist.

Die Lateinschule, die HH viele Konflikte gebracht hatte, wurde für seinen Bruder zur Tragödie.

15) Welches Ziel verfolgt HH in UR?

HH will in UR mit jener Art von Schulen abrechnen, die seinem Bruder und ihm Ursache eines leidensschweren Schülertums waren. Er schildert nicht nur das selbsterlebte und das miterlebte Leiden, er spricht ein allgemeines Missbehagen aus, er prangert Missstände an, die im Wilhelminischen Deutschland dieser Jahre die jungen Leute immer wieder zu Protest und Anklage reizten.

16) Welche Werke zeigen auch die Problematik?

Schülerromane und Jugenderzählungen dieser Zeit wie: von Emil Strauß „Freund Hein“ 1902

Amo Holz „Der erste Schultag“ 1889 Franz Werfel „Abituriententag“ 1928 Rilke „Turnstunde“ 1899-1901 Musil „Törless“ 1906

B) Die Rezeption:

1 ) Wann ist LTR erschienen?

Zwei Jahre nach dem großen Erfolg von Hesse „Peter Camenzind“

2) Was wird am Buch gepriesen?

Die landschaftliche Schönheit, die Stimmungsbilder, die liebevollen Szenen, der poetische Realismus, die Beobachtung und Gestaltung, Hesse’s warmherziges Eintreten für die Jugend, Hesse’s Verständnis und Einfühlungsvermögen, Hesse's Unterfangen eine weitverbreitete Unzufriedenheit in Buchform auszudrücken, Unterfangen H’s Entwicklungskonflikte der damaligen Zeit zu gestalten.

3) Welche Bedeutung hat das Werk damals erlangt?

Das Werk als Schulroman erreichte eine große Beliebtheit.

4) Welche Bedeutung hat das Werk heutzutage noch?

Ende der 60 und Anfang der 70ger Jahre erreichte in Amerika das Werk die fünfte Stelle in der Reihe der amerikanischen Hesse Übersetzungen und in Deutschland wirkte Ende der 70ger Jahre das Buch als hoch aktuell.

5) Warum?

Weil die Jugend sehr stark nach Selbstbesinnung und Selbstbestimmung verlangte und sie sah ihr Anliegen in einem faszinierenden, sprachlich einfachen, gedanklich unkomplizierten Buch vertreten, was die Identifikation erleichterte (das Buch enthält ein Stück wirklich erlebten und erlittenen Lebens).

C) Der Irrweg des Hans Giebenrath;

1) Joseph Giebenrath:

a) Wie wird die Erzählung eingeleitet?

Mit einem Bild von Joseph Giebenrath.

b) Was verkörpert JG?

Eine Gesellschaft von spießbürgerlichen Menschen, die in einer engen, selbstzufriedenen, beschränkten Mittelmäßigkeit erstarrt sind. Sie leben in einer kleinen schwäbischen Stadt. JG ist mittelmäßig, durchschnittlich begabt, unterscheidet sich nicht von seinen Nachbarn, achtet die inneren und äußeren Gebote der bürgerlichen Wohlanständigkeit und trägt mit seinen vertrauten Gewohnheiten, mit seinen bewährten Überzeugungen und seiner geistigen Enge eines Philisters seinen Teil dazu bei, dass in der Stadt ein Klima von zwanghafter Konformität geschaffen wird, in welchem der einzelne sich widerspruchslos einfügen muss und den allgemeinen Erwartungen und Verpflichtungen entsprechen muss.

c) Wie verhält sich JG?

Er lebt für seine Familie, ist beruflich und privat durchschnittlich, hat eine beschränkte Lektüre (Zeitung), ist an Kunst wenig interessiert, misstraut den überlegeneren Persönlichkeiten und ist gegen das Unalltägliche, Feinere, Freiere, Geistige feindselig. Er respektiert Gott und die Obrigkeit und ist der bürgerlichen Wohl ans tändigkeit unterworfen.

Seine Frau ist tot.

d) Wie ist die Gesellschaft dieser kleinen Stadt?

Sie ist erstarrt in ihren sozialen und psychischen Strukturen, somit hat das Außergewöhnliche keinen Platz. Das ganze Leben in der Stadt war altmodisch Die Gesellschaft bestand vorwiegend aus Handwerkern und Fabrikanten, weniger aus Beamten, die Hungerleider und Schreibersknechte genannt wurden.

e) Was konnten die Kinder dieser Stadt als Zukunftsziel erreichen?

Die meisten machten eine Lehre, übten denselben Beruf wie die Eltern aus; die Nicht-Beamten hegten gern den Wunsch, ihre Söhne studieren zu lassen und Beamte werden lassen zu wollen. Es blieb aber oft ein unerfüllter Traum, denn die Söhne taten sich schon in der Latemschulc schwer.

2) Hans Giebenrath (vor der Klosterschule):

a) Mach ein Porträt von Hans Giebenrath!

Hans G. ist ein begabtes Kind und ein in seinem Wesen zarter Mensch. Er fällt vor seinen Altersgenossen auf. Er ist in einer solchen Umgebung von vornherein zum Außenseiter bestimmt. Alle (Lehrer, Rektor etc.) anerkennen, dass er jemand Besonderer sei mit einer bestimmten Zukunftsperspektive. Er war talentiert, eine Art Genie und somit kein tüchtiger Bürger wie die anderen.

b) Welchem Weg muss HG folgen?

Als besonders begabtes Kind armer Eltern öffnet sich ihm nur ein einziger Weg in die Zukunft nach der Lateinschule; die Aufnahme ins Maulbronner Seminar und das anschließende Studium der Theologie am Tübinger Stift und von dort entweder auf die Kanzel oder aufs Katheder. Dort sollte er sich des humanistischen Wissens bemächtigen und zwar auf Staatskosten.

c) Was braucht HG um aufgenommen zu werden?

Er muss beim jährlichen Landesexamen ( die jährliche Hekatombe, bei welcher der Staat die geistige Blüte des Landes auswählt) durchkommen. Diese Examen regelt den Zugang zu einer der protestantischen Klosterschulen des Landes.

d) Wie sieht die Vorbereitung auf das Examen aus?

Als einziger Kandidat dieses Städtleins muss Hans äußerst gut vorbereitet sein. Diese Vorbereitung gelingt aber nicht oline Opfer.

e) Wie sieht dieses Opfer aus?

Hans lässt sich abrichten für die Prüfung. Er ist willig und verhält sich wie ein folgsamer gelehriger Kandidat.

f) Warum9

Weil niemand (weder Hans’s Vater noch seine Lehrer) bezweifelt, dass er für die theologische Laufbahn geeignet ist, nicht einmal er.

g) Wie sieht die Abrichtung aus?

Seme Neigungen und seine Belastbarkeit werden nicht berücksichtigt. Er wird täglich überfordert durch ein kaum zu bewältigendes Lempensum. Diese Überforderung untergräbt seine Gesundheit und zerstört seine Lebensfreude.

h) Was muss HG wegen des Examens aufgeben?

Er muss seine Gesundheit aufgeben (der blasse Knabenkopf, im hübschen, zarten Gesicht sah man unruhige, überarbeitete Augen, auf der schönen Stirn feine Falten, dünne und hagere Arme und Hände); seine Zeitvertreibe und Vergnügungen z.B. das Angeln ; seine Freundschaften z.B. der Schuster Flaig, den Schulfreund August; den Hasenstall

i) Was hat das Examen als Ziel in Hans geweckt?

Einen übermäßigen Ehrgeiz, stets als Bester unter seinen Kameraden zu glänzen. Dieser Ehrgeiz wurde verstärkt durch die Anforderungen seiner Lehrer und durch den Stolz des Vaters.

j) Warum dieser Ehrgeiz?

Das weiß er nicht.

k) Was denkt HG über den Verlust seiner Kindheit?

Er begreift das nicht. Er weiß nur, dass er wegen des Examens seine Ungebundenheit, das freie Spiel als Kind, seine Verbundenheit mit der Natur, das freie und ziellose Träumen und Umherstreunen ihm versagt sind Nicht einmal die Erinnerung daran lindert seine Verzweiflung, deshalb muss er am Schluss in einem Wutanfall seinen Hasenstall zerstören. Somit setzt Hans durch diese Zerstörung das Ziel seines Vaters und seiner Lehrer fort, die ihn ohnehin jedes freie Spiel und jede Liebhaberei verboten hatten.

l) Was erreicht HG kurz vor dem Landesexamen?

Er hat sich selber zerstört.

m) Schildere die Gefühle und die Reaktion des HG vor dem Examen!

Er weint häufig, ist sehr oft aufgeregt, antwortet nur in kurzen bissigen Antworten, hat heimlich Angst vor der Prüfung.

n) Was fühlt HG in seinem kleinen Zimmer / Was verkörpert für HG sein kleines Zimmer?

ein Zufluchtsort, in welchem er Herr war und nicht gestört wurde, ein Ort, in welchem er gegen die Ermüdung , den Schlaf und das Kopfweh öfter gekämpft hatte, ein Ort, in welchem er oft der Verzweiflung nahe gewesen war, ein Ort aber, der ihm Rausch und Siegesmut über Schule, Examen, Wissenschaft,

Lernen gebracht hatte.

o) Was erfahrt HG in Stuttgart kurz vor der Prüfung?

In diesem Jahr gibt es 118 Kandidaten, bestehen können nur 36.

p) Was ruft diese Nachricht in HG hervor?

Schweigen, Kopfweh, scheußliche Träume, Herzklopfen

q) Wie kommt ihm das Kloster zum ersten Mal vor?

Wie eine Folterkammer.

r) Schildere das Landesexamen und die Gefühle und Reaktionen HG’s!

L Tag; Lateinische Stilübung: lächerlich leicht, Hans hat Hunger

2. Tag: griechischer Aufsatz: schlechtes Gefühl; deutscher Aufsatz: auch schlechtes Gefühl; im Saal ist es sehwühl und heiß, sogar der Aufsichtsprofessor hält diese Hitze nicht aus. Reaktion: er ist frustriert. Reaktion des Vaters: er schimpft; am Nachmittag: mündlich; 10 Minuten lang vor 3 Herren Lateinübersetzung, 10 Minuten lang vor anderen 3 Herren Griechisch Übersetzung, es war ihm ganz elend, weil er meinte das Examen sei verpfuscht

3. Tag: Rechnen und Religion; es geht ganz gut; am Abend kann er abreisen; Zustand: er ist erschöpft und gedankenlos

s) Was ruft die geliebte Heimat wieder in HG hervor?

Ein Gefühl von Freude und Erlösung und Erinnerungen, aber er weiß jetzt, dass

diese Welt der Kindheit und der Erinnerungen endgültig verlorengegangen sei,

auch Freiheit, weil er (nicht wie die anderen) schon Ferien hat.

t) HG macht dem Vater einen Vorschlag, er könne aufs Gymnasium gehen, wenn er durchfalle, weil er von einem Göppinger Mitkandidaten das auch gehört habe. Wie reagiert der Vater darauf?

Ablehnend, weil er nicht reich genug ist

u) Wie ist das Ergebnis des Examens?

HG hat als zweiter bestanden.

v) Wie ist die Reaktion von ihm?

- zuerst gelähmt vor Überraschung und Freude
- dann Enttäuschung, weil er nicht erster geworden ist (Ausdruck des Ehrgeizes)
- Dankbarkeit den Helfern gegenüber
- er wünscht sich wieder das Angeln
- Übermäßiger Stolz und Jubel, als er das Wochenblatt liest und merkt, dass er eine Lokalberühmtheit geworden ist.

w) Welches Bild hat man vom Rektor der Lateinschule? Gegenüber HG wirkt er wohlwollend, tröstend, lieb, freundlich. Mensch mit Gefühl und Verstand.

x) Wie werden die Ferien dargestellt?

- wunderschön (Darstellung der Natur, des Waldes, des Flusses, der Blumen, der Pilze, der Vögel, der wilden Tiere) als wäre es ein Fest
- beruhigend und verlockend (Stille)
- erinnerungsbegünstigend (Examen, Schule, Gefühle den anderen gegenüber)
- reich an Müßigkeit und Zeitvertreiben (z.B. Lesen, Angeln, Träumen, Baden gehen)

y) Beschreibe den Geist des Stadtpfarrhauses!

Ein neuer Geist (gegen das traditionelle Bild ernes Pfarrhauses, das veraltet und altmodisch sein sollte); ein moderner ernster Gelehrtengeist, der Bibelkritik treibt (gegen Predigtenverfasser und Mystikausüber)

z) Was sagt der Stadtpfarrer dem HG über das Seminar?

Er wird das neutestamentliche Griechisch lernen und das hebräische studieren.

aa) Was schlägt ihm der Pfarrer vor? Und wie reagiert HG darauf?

Der Pfarrer schlägt ihm Unterricht im Neugriechischen (lh) vor. HG verspürt zwar einen kleinen Unmut, sagt aber zu, weil er sehr ehrgeizig ist und besser als die anderen sein will.

bb) Warum ist HG so ehrgeizig?

Weil die Lehrer, der Pfarrer, der Rektor und der Vater aus ihm das herausgeholt haben, was herauszuholen war und aus ihm einen Primus mit Stolz gemacht haben.

cc)Wie verbringt Hans jetzt seine Ferien?

Am Abend geht er zum Stadtpfarrer, am Morgen geht er Angeln, am Nachmittag baden, sonst bleibt er zu Hause. Sein Ehrgeiz lässt ihm keine Ruhe. Es entsteht in seinem Kopf ein komisches Gefühl und dann kommt immer auch nachts ein Kopfweh auf.

dd) Was ruft das Lernen der griechischen Sprache in Hans hervor?

Ein stolzes Selbstgefühl, als lägen Schule und Lehrer und Lehrjahre schon längst hinter ihm.

ее) Wie ist Hesses ironische Meinung über die Rolle der Lehrer?

Der Rektor z.B. sieht seine Aufgabe darin den Ehrgeiz von Hans zu wecken und zu leiten.

Der Lehrer hat ein Herz und ist kein verknöcherter und entseelter Pedant. Der Lehrer empfindet Freude und Stolz, wenn er sieht, dass ein Kind kein Kind mehr ist, wenn aus einem Jugendlichen jemand wird, der zu früh erwachsen wird. Der Lehrer empfindet als seine Pflicht und als sein Beruf, das Kindliche im Kind zu bändigen und zu vernichten und an Stelle dessen mäßige und staatlich anerkannte Ideale zu pflanzen, denn der Mensch ist etwas Unberechenbares, Undurchsichtiges, Gefährliches, ein Strom, der von einem unbekannten Berg herbricht, ein Urwald ohne Weg und Ordnung. So muss die Schule den natürlichen Menschen zerbrechen, besiegen und gewaltsam einschränken. Die Aufgabe der Schule, ist aus ihm ein nützliches Glied der Gesellschaft zu machen und in ihm die Eigenschaften zu wecken, die durch die sorgfältige Zucht der Kaserne völlig ausgebildet sind.

[...]

Details

Seiten
34
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783656142966
ISBN (Buch)
9783656143338
Dateigröße
7.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v189936
Note
sehr gut
Schlagworte
Hermann Hesse; Unterm Rad; Biographie; Inhalt;

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Hermann Hesse "Unterm Rad"