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Die Vorsokratiker

Die Kosmogonien und Kosmologien von Thales, Anaximander, Anaximenes und Heraklit

Seminararbeit 2011 29 Seiten

Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Thales von Milet (625-545 v. Chr.)
2.1. Die Kosmogonie des Thales: Wasser als Urstoff

3. Anaximander von Milet (610-545 v. Chr.)
3.1. Die Kosmogonie des Anaximander: Das Apeiron

4. Anaximenes von Milet (585-525 v. Chr.)
4.1. Die Kosmogonie des Anaximenes: Luft als Urstoff

5. Heraklit von Ephesus (540-475 v. Chr.)
5.1. Die Lehre Heraklits: Der „stehende“ Fluss

6. Schlussbetrachtung

7. Quelleneditionen

8. Literaturverzeichnis

9. Internetquellen

Die Vorsokratiker

Die Kosmogonien und Kosmologien von Thales, Anaximander, Anaximenes und Heraklit

1. Einleitung

Im 6. Jahrhundert v. Chr. entwickelte sich das Denken der Griechen durch die Spekulationen der Naturphilosophen aus Kleinasien weiter. Es begann die Emanzipation[1] vom Mythos[2] durch den Logos[3] (unzureichend mit Vernunft übersetzt). Trotz dieser Emanzipation verschwand der Mythos nie vollständig[4] aus der Gedankenwelt der Philosophen[5]. Die Spekulationen der sogenannten Vorsokratiker[6] über den „Urstoff“ aus dem die Welt entstanden war, waren nicht gänzlich reine philosophische Gendankenkonstruktionen, sondern nahmen auch Einflüsse aus griechischen und nicht griechischen Mythen auf. Diese Beeinflussungen waren das Ergebnis des Aufeinandertreffens von verschiedenen Kulturen. Ionien[7] bzw. Kleinasien (die Heimat der ersten Vorsokratiker) war in diesem Zusammenhang im 6. Jahrhundert ein idealer Nährboden für den Kulturaustausch durch Handel, Krieg, u.v.m.

In der folgenden Arbeit werden die Kosmogonien bzw. Kosmologien der ersten drei milesischen Naturphilosophen Thales, Anaximander und Anaximenes kurz vorgestellt. Im Anschluss wird Heraklit, seine Kosmologie und die Unterschiede und Ähnlichkeiten zu seinen drei Vorgängern, behandelt. Bei der Beschreibung aller vier Gedankengebäude soll versucht werden, die kulturellen Einflüsse des griechischen Mythos und anderer Mythen auf die Spekulationen der vier Ionier herauszuarbeiten. Abschließend folgt im Schlusswort eine kurze Zusammenfassung dieser Einflüsse.

2. Thales von Milet (625-545 v. Chr.)

Thales von Milet (etwa 625-545 v. Chr.) stammte aus der ionischen Stadt Milet in Kleinasien. Wahrscheinlich schrieb der Philosoph seine Lehren[8] nicht nieder. Thales war politisch tätig. Er riet den griechischen Städten sich gegen die persische Gefahr zusammenzuschließen. Laut einem fragwürdigen Bericht Herodots (I 75) begleitete der Philosoph den Lyderkönig Kroisos auf einem Feldzug gegen den Perserkönig Kyros. Dabei soll er durch die Anlegung eines Kanals die Überschreitung des Flusses Halys ermöglicht haben. Es gibt Zeugnisse, die Thales in Verbindung mit östlichen Weisheitslehren (vor allem mit der ägyptischen Philosophie und Geometrie) bringen. Über eine Reise[9] des Thales nach Ägypten wird zwar berichtet, dennoch könnte es sich hierbei laut Christof Rapp auch um eine Rekonstruktion handeln. In der griechischen Welt galt nämlich Ägypten als das Ursprungsland der Wissenschaften und der Philosophie. Von der Nachwelt wurde Thales zu den „Sieben Weisen“ gezählt. Ihm wurden zahlreiche Errungenschaften auf dem Gebiet der Geometrie, Astronomie, der Navigation und dem Ingenieurwesen zugeschrieben. Alle diese Zuschreibungen sind wahrscheinlich laut Rapp mehr auf den von Thales verkörperten Typus des Weisen und ersten Philosophen bezogen, als auf seine historische Person. Daher gibt es auch verschiedene Berichte, die Thales einerseits als weltfremden Philosophen (als er bei der Betrachtung des Himmels in einen Brunnen fiel)[10] oder als vorrausschauenden und weisen Geschäftsmann (als er durch die Vermietung von Ölpressen nach einer Olivenernte reich wurde)[11] darstellen.[12] Die berühmteste Tat des Thales war die Vorhersage[13] der Sonnenfinsternis am 28. Mai 585. Durch diese Tat wurde Thales nicht nur berühmt, er erklärte dadurch auch die Natur aus der Natur selbst heraus und nicht aus dem Willen der Götter. Wissen trat somit aus sich selbst heraus und deshalb kann von wissenschaftlichem Denken[14] und den Anfängen[15] der Philosophie gesprochen werden.[16] Die naturwissenschaftliche Hypothesenbildung des Thales wird auch in seiner Erklärung[17] der jährlichen Nilüberschwemmung erkennbar.[18]

2.1. Die Kosmogonie des Thales: Wasser als Urstoff

Thales sah den Ursprung allen Seins in einem bestimmbaren Urstoff, dem Wasser. Wasser spielte in den mythischen Kosmogonien des Alten Orients eine wichtige Rolle. Eine Beeinflussung aus dem Osten ist daher wahrscheinlich.[19] Beispielsweise war das Wasser bei Hesiod als Okeanos bzw. als Styx oder im Enûma elîsch als Apsu und Tiamat, als Urflut in der Genesis oder bei den Ägyptern als Nun eine sehr bedeutend.[20] Thales Lehre besagte, dass Wasser der Ursprung[21] von allem ist.[22] Rapp zufolge ging Thales davon aus, dass alles unmittelbar aus Wasser entstanden ist. Oder, dass alles aus Dingen entstanden ist, die letztlich aus Wasser entstanden sind. Das bedeutet, dass die Dinge nicht Wasser sind, aber sie sind unmittelbar aus dem Wasser (oder aus Dingen, die aus Wasser entstanden, hervorgegangen).[23]

Thales verzichtete in seiner Lehre auf jede mythische Personifikation. Laut ihm würde die Erde auf dem Wasser schwimmen. Diese Vorstellung ging von dem die Erde umrundenden Okeanos[24] aus. Durch seine These[25], dass die Erde auf dem Wasser schwimme wie ein Stück Holz, lieferte er eine Erklärung für den üblichen ruhigen Normalzustand der Erde und ihr gelegentliches Beben.[26] Aristoteles Kritik, dass Thales nichts fand, auf dem das Wasser schwimmt, ist Thales Gedankenwelt entgegenzustellen. Thales ging noch davon aus, dass die unteren Regionen der Erde (Tartaros) noch so weit hinunterreichen, dass dieses Problem verschwinden würde (dieser Ansicht vertrat auch Homer). Die Verbindung von rationalem Denken und Mythos wird durch diese Annahmen erkennbar.[27] Die Vorstellung, dass die Erde wie ein Stück Holz auf dem Wasser schwimmt, war eine ungriechische Vorstellung, die nichts mit der Vorstellung[28] des Okeanos, der die Erde umfließt (und nicht unter ihr hindurch fließt), zu tun hatte. Es wird angenommen, dass Thales diese Vorstellung aus der ägyptischen[29] oder aus der babylonischen[30] Mythologie mitbrachte. Andere südöstliche Einflüsse, wie etwa das Judentum[31] spielten dabei auch eine Rolle.[32] In den ägyptischen Mythen wird aus dem Urwasser Nun der Schöpfergott (Atum, Atum-Re, Schu u.v.m.) geboren. Dieser Gott taucht auch als Urhügel aus dem Nun auf. In einem anderen Strang wird der Urhügel mit Theben assoziiert. Die ägyptische Urhügelvorstellung ist demnach nicht identisch mit Thales Annahmen.[33] Im Enûma elîsch[34] erschien die Urflut in Gestalt des ersten Erzeugers Apsu und der Gebärerin Tiamat. Diese beiden Urwasser vermischten sich und erzeugten dadurch die Götter. Wasser steht somit wie bei Thales am Beginn des Lebens. Auch in der Genesis[35] tauchte der Topos von der Urflut wieder auf. Wahrscheinlich wollten die jüdischen Priester dadurch Jahwes Überlegenheit gegenüber der bekannten mesopotamischen Urflut (Apsu und Tiamat) ausdrücken. Sie wollten sich davon abgrenzen und mussten diesen bekannten Text aber auch behandeln, da er vielen Juden durch das Exil vertraut gewesen sein muss.

Die griechische Vorstellung, des die Erde umfließenden Okeanos war mit den östlichen Kosmogonien nicht vergleichbar. Thales ist der einzige griechische Beleg für eine Vorstellung, die in diese Richtung geht.[36] In den nahöstlichen Kosmogonien spielte das Wasser zwar eine bedeutende Rolle, es war allerdings nicht der Ursprung allen seins. Thales Konzeption wurde von diesen Kosmogonien beeinflusst (Erdbebenerklärung), sie war aber mit der Definition eines Urelements in Form des Wassers eigenständig.[37] Eine Beeinflussung der ägyptischen Kosmogonie und der babylonischen Kosmogonie, in denen das Wasser am Anfang steht und gemeinhin große Bedeutung für das Leben der Menschen hatte, ist allerdings sicher gegeben.

Eine Aussage[38] des Thales, dass alles voll von Göttern sei, wollte nicht die alten Götter wiedereinführen. Vielmehr wurde damit angenommen, dass die alte Ausnahmestellung der Götter vorüber ist. Thales Götterbegriff deckte sich nicht mit dem der Mythologie. Dadurch, dass sich die Welt dem Menschen mehr und mehr öffnet, nimmt er ihre Wunder wahr. Zu diesem Verständnis des Göttlichen passte auch die Aussage[39] über die Seele des Magnetsteins.[40] Was Thales wirklich mit dieser Aussage meinte[41], bleibt dennoch unklar.[42]

[...]


[1] Im Laufe des 6. Jhd. v. Chr. machte das menschliche Denken in vielen Gegenden der Erde (unerklärlicherweise) einen bedeutenden Sprung: in Indien mit Buddha, in China mit Konfuzius und Lao-tse, in Persien mit Zarathustra, in Israel mit den Propheten und in Griechenland mit den Vorsokratikern. In Griechenland reichte der Mythos zwar für die Erklärung der sinnlich erfassbaren Welt, aber nicht mehr für die Erklärung von Sinn und Wesen dieser Wirklichkeit, aus. Der Mythos konnte bestimmte Erklärungen auf Fragen der Menschen geben, allerdings scheiterte er bei einem erneuten Nachfragen. Nur der Logos vermochte Erklärungen aus der Natur aus sich selbst heraus zu suchen und zu geben. Die Gründe wurden zunehmend in der Sache selbst gesucht und nicht im Ratschluss der Götter. Fördernd für diese Entwicklung war, dass die griechischen Vorsokratiker nicht von heiligen Texten, über die eine Priesterkaste wachte, ausgehen mussten, sondern „Kulturtexte“ (anfangs noch) gefahrlos entmythologisieren konnten. Auch der handels- und kriegsbedingte Zusammenstoß (vor allem in Kleinasien) führte dazu, dass die Griechen die eigene Kultur mit fremden Kulturen verglichen. Dies war kein religiöser Schock, aber die Relativität der eigenen Ansichten wurde deutlich. Das führte zu einer Unzufriedenheit mit den alten Autoritäten und förderte ein rationales Denken. Das Empfinden des eigenen Ichs war somit ein Prozess des Loslösens vom Mythos. Individuelle Seelenkräfte wurden erst entdeckt. Denn Seelisches wurde zuvor nach außen projiziert und göttlichen Einwirkungen zugeschrieben. Beispielsweise waren Träume die Ursache von Zeus oder anderen Göttern. Erst in der Orphik des 6. Jhd. v. Chr. emanzipierten sich die Mensch von diesem Denken. Die Emanzipation der Persönlichkeit ermöglichte erst die Schaffung der Lyrik, die persönliche Erlebnisse verarbeitete (Orpheus wollte damit wahrscheinlich Hesiod übertrumpfen). Im Zusammenhang mit dem Dionysos-Kult der Orphiker spielte erstmals die Seele eine Rolle. Dies war ein Teil der Emanzipation vom Mythos. Der „Gärungsstoff“ der Orphik bzw. die Erschütterung der Autorität des Mythos sind die Grundlage für das vorsokratische Denken und bereits bei den Orphikern gab es Vorläufer von kosmogonischen Denkern. Bei den Orphikern bildete der kosmogonische Anfang das Welten-Ei, welches barst und in Himmel und Erde zerfiel. Die Erdgeschöpfe entstanden später aus einem männlich-weiblichen Wesen. Dieses Wesen hatte eine wüste Tiergestalt. Anhand dieser Gestalt wurden auch bereits die orientalischen Einflüsse auf die Griechen erkennbar. Vgl. dazu Ralf Ludwig, Die Vorsokratiker für Anfänger. Eine Lese-Einführung (Philosophie für Anfänger), München ²2006, 19-32 und Bruno Snell, Die Sprache Heraklits, in: Bruno Snell (Hrsg.), Bruno Snell. Gesammelte Schriften, Göttingen 1966, 137 und Walter Burkert, Iranisches bei Anaximandros, in: Rheinisches Museum für Philologie 106 (1963), 97-134, hier 124-125 und Christof Rapp, Vorsokratiker (Bek’sche Reihe Denke 539), München 1997, 18-20 und Keimpe Algra, Die Anfänge der Kosmologie, in: A. A. Long (Hrsg.) Handbuch Frühe Griechische Philosophie. Von Thales bis zu den Sophisten, Stuttgart 2001, 42-61, hier 42-50 und Hans Schwabel, Weltschöpfung, in: Wissowa, Georg/Pauly August/Kroll Wilhelm, Karl Mittelhaus (Hrsg.), Paulys Realenzyklopädie der klassischen Altertumswissenschaft (Supplementband IX), Stuttgart 1962, 1433-1582, hier 1433-1440 und 1466-1472.

[2] Der Mythos (Wort, Rede, Erzählung, Fabel, Sage) war ein früher Versuch der Menschen die Welt gedanklich zu formen und durch Kosmogonien und Kosmologien zu erklären. Der Mythos war kulturgestaltend und die Natur wurde göttlichen Herrschern zugeordnet. Den Göttern wurden später schließlich menschliche Eigenschaften bzw. kulturelle Erscheinungen wie: Hass, Gerechtigkeit, Krieg usw. zu geschrieben. Hesiods Verdienst war eine Systematisierung alter, in Umlauf befindlicher, Mythen zu seiner geschlossenen (wenn auch nicht ganz wiederspruchlosen) Theogonie. Vgl. dazu Ludwig, Die Vorsokratiker für Anfänger, ²2006, 19-24.

[3] „Logos“ heißt Wort bzw. Sagen, Rede, Erzählung ist aber im Unterschied zum Epos das Wort hinter dem sich Rationalität verbirgt. Logos kann auch das private Wort oder auch das Wort, das objektive Wahrheit beansprucht bedeuten. Daher kann es auch mit den Begriffen Meinung, Überlegung, Grund, Erklärung, Argument oder Vernunft gleichgesetzt werden. Vgl. dazu Ludwig, Die Vorsokratiker für Anfänger, ²2006, 93-4 und Rapp, Vorsokratiker, 1997, 65-68.

[4] Durch die Emanzipation vom Mythos war der Weg zur Philosophie geebnet, allerdings wurde der Mythos deshalb nicht abgeschafft. Der Mythos lebt im Logos weiter und der Logos war auch schon immer im Mythos enthalten. Die ersten Vorsokratiker empörten sich nicht gegen die alten Autoritäten, sie berücksichtigten sie nur nicht für ihre Erklärungen der Welt. Als Thales von Milet etwa die Permanenz der rechten Winkel in Dreiecken im Halbkreis entdeckte, soll er einen Stier geopfert haben. Der Mythos verschwand somit trotz gewisser Erschütterungen nie vollständig. Die Bedeutung der Theologie für die Vorsokratiker darf zwar nicht überbewertet werden, dennoch verfolgten einige Vorsokratiker auch theologische Anliegen und ihre Spekulationen überschnitten sich auch mit dem Mythos. Viele der Vorsokratiker wurden zudem von ägyptischen, babylonischen, persischen und anderen orientalischen Strömungen beeinflusst. Dennoch wird dadurch ihre Spekulation nicht weniger rational. Vgl. dazu Ludwig, Die Vorsokratiker für Anfänger, ²2006, 19-32 und 44 und Rapp, Vorsokratiker, 1997, 18-22.

[5] Philosoph (Freund der Weisheit) setzte sich aus Freund (philos) und (sophia) Weisheit zusammen. Ursprünglich bedeutete sophia Tüchtigkeit, Geschicklichkeit im Sinne eines Handwerkers. Die Bedeutung als Streben nach Wissen verengte sich erst später. Aristoteles charakterisierte die Philosophie als die Wissenschaft von den obersten Prinzipien. Eine Voraussetzung für die Philosophie war die Bereitschaft, eigene Modelle (und nicht den Mythos) für die Erklärung der Welt oder ihrer Entstehung zu entwickeln und diese auch zu verteidigen. Erste Ansätze eines solchen Prozesses fanden sich bereits bei Hesiod. Er traf eine Auswahl aus den überlieferten Mythen und formte dadurch eine Erklärung der Welt. Vgl. dazu Ludwig, Die Vorsokratiker für Anfänger, ²2006, 31-32 und Rapp, Vorsokratiker, 1997, 15-20.

[6] Der Begriff Vorsokratiker ist nicht vor dem 18. Jahrhundert belegt. Nicht alle Vorsokratiker lebten zeitlich vor Sokrates (Der letzte Vorsokratiker starb 30 Jahre nach Sokrates). Unter den Vorsokratikern waren somit auch einige Zeitgenossen von Sokrates. Der Begriff Vorsokratiker meint daher, Denker, die noch nicht durch das neue Denken von Sokrates beeinflusst waren. Sokrates Denken beschäftigte sich mit dem Menschen (dies war ein revolutionärer Bruch in der Philosophie) und nicht wie seine Vorgänger mit theologischen Spekulationen. Sokrates gilt daher auch als der Begründer der Ethik. Die Vorsokratiker spekulierten über den Ursprung der Welt. Meist lagen sie mit dem angenommen Prinzip falsch. Dennoch konnten ihre Thesen rational sein. Sie betrachteten ihre Lehren meist als unwiderlegbar und versuchten diese auch gegen andere Spekulationen zu verteidigen. Die spekulativen „Erkenntnisse“ der Vorsokratiker beruhten nicht auf physikalischen Thesen im Sinne der neuzeitlichen Naturwissenschaft. Es sind demnach nicht ihre Antworten und Spekulationen die ihre Bedeutung ausmacht, sondern die Fragen die sie stellten. Die Vorsokratiker begannen sich vom Mythos (dessen Grundstein von Homer und Hesiod gelegt wurde) loszulösen. Diese Loslösung fand nicht abrupt statt. Dennoch war sie ein wichtiger Schritt um aus der „Gefangenschaft“ der Vorstellungen und Erklärungen der Götterwelt auszubrechen, um so das rationale Denken zu entdecken. Vgl. dazu Ludwig, Die Vorsokratiker für Anfänger, ²2006, 17-25 und 37-38 und 59-60 und André Laks, Vorsokratiker, in: Cancik Hubert/Schneider Helmuth (Hrsg.) Der Neue Pauly, in: o. D., [http://www.brillonline.nl/subscriber/uid=3341/entry?entry=dnp_e12208000&refine_editions=dnp_dnp&result_number=1&search_text=vorsokratiker#hit], 16.5.2011 und Rapp, Vorsokratiker, 1997, 13-22.

[7] Die behandelten Philosophen stammten aus wichtigen ionischen Städten: Milet und Ephesus. Milet gründete zahlreiche Kolonien (vor allem an der Schwarzmeerküste) u.a. Naukratis in Ägypten. Die Stadt konnte sich zwar den Expansionsbestrebungen des Lyderreiches unter dessen König Alyattes (600-561 v. Chr.) ab den 670er Jahren noch widersetzten. Danach geriet sie aber zunehmend unter lydischen Einfluss. Unter dem Lyderkönig Kroisos (560-547 v. Chr.) erhielt Milet zusammen mit Ephesus einen Sonderstatus. Milet war Bundesgenosse des Lyderkönigs. Ephesus konnte nach einer Belagerung durch Kroisos ebenfalls seine Freiheit behaupten. König Kroisos überschätzte seine Macht und marschierte in den 540er Jahren gegen den Perserkönig Kyros II. Kroisos erlitt eine verheerende Niederlage und starb wahrscheinlich (entgegen des Mythos) beim Fall seiner Hauptstad Sardes 546/45 v. Chr. Nach dem Sieg des Kyros behielt nur Milet seine Sonderstellung, da es sich nicht mit Kroisos gegen Kyros verbündet hatte. Kleinasien geriet somit unter persische Herrschaft. Seit 546/5 v. Chr. standen alle Städte Ioniens unter persischer Herrschaft. Aufgrund von zu hohen Steuern und dem Zwang zur Heeresfolge rebellierten die Ionier 499 gegen die Perser. Dieser Aufstand wurde niedergeschlagen und Milet 494 v. Chr. zerstört und die Bevölkerung versklavt. Im Zuge der Perserkriege (die durch den ionischen Aufstand ausgelöst wurden) erlitten die Perser schwere Niederlagen u.a. 490 v. Chr. bei Marathon und 480 v. Chr. in der Seeschlacht von Salamis. Die ionischen Städte probten daraufhin erneut den Aufstand gegen die Perser. Unterstütz wurden sie dabei vom Attischen-Seebund. In den 470er Jahren konnte Ionien somit von der persischen Herrschaft befreit werden. Vgl. dazu Lutz Käppel/Justus Cobet/Frank Starke/Volkmar von Graeve/Holger Sonnabend, Miletos, in: Cancik Hubert/Schneider Helmuth (Hrsg.) Der Neue Pauly, in: o. D.,

[http://www.brillonline.nl/subscriber/uid=3341/entry?result_number=1&entry=dnp_e804340&search_text=miletos&refine_editions=dnp_dnp#hit], 9.6.2011 und Peter Högemann/Christiane Schmidt, Kroisos, in: Cancik Hubert/Schneider Helmuth (Hrsg.) Der Neue Pauly, in: o. D.,

[http://www.brillonline.nl/subscriber/uid=3341/entry?entry=dnp_e623480], 9.6.2011 und Josef Wiesehöfer/Maria Grazia Albiani/Annegret Plontke-Lüning, Kyros, in: Cancik Hubert/Schneider Helmuth (Hrsg.) Der Neue Pauly, in: o. D.,

[http://www.brillonline.nl/subscriber/uid=3341/entry?entry=dnp_e626920#e626940], 9.6.2011 und Peter Högemann, Alyattes, in: Cancik Hubert/Schneider Helmuth (Hrsg.) Der Neue Pauly, in: o. D.,

[http://www.brillonline.nl/subscriber/uid=3341/entry?entry=dnp_e116900&authstatuscode=202], 9.6.2011 und Hans Kaletsch, Sardeis, in: Cancik Hubert/Schneider Helmuth (Hrsg.) Der Neue Pauly, in: o. D.,

[http://www.brillonline.nl/subscriber/uid=3341/entry?result_number=1&entry=dnp_e1101290&search_text=sardeis&refine_editions=dnp_dnp#hit], 9.6.2011 und Peter Scherrer/Eckhard Wirbelauer/Christoph Höcker, Ephesos, in: Cancik Hubert/Schneider Helmuth (Hrsg.) Der Neue Pauly, in: o. D.,

[http://www.brillonline.nl/subscriber/uid=3341/entry?result_number=1&entry=dnp_e331450&search_text=ephesos&refine_editions=dnp_dnp#hit], 9.6.2011 und Walter Eder, Perserkriege, in: Cancik Hubert/Schneider Helmuth (Hrsg.) Der Neue Pauly, in: o. D.,

[http://www.brillonline.nl/subscriber/uid=3341/entry?result_number=1&entry=dnp_e915080&search_text=perserkriege&refine_editions=dnp_dnp#hit], 9.6.2011 und Peter J. Rhodes, Attisch-Delischer Seebund, in: Cancik Hubert/Schneider Helmuth (Hrsg.) Der Neue Pauly, in: o. D.,

[http://www.brillonline.nl/subscriber/uid=3341/entry?entry=dnp_e207650&authstatuscode=202], 9.6.2011 und Elke Stein-Hölkeskamp, Ionischer Aufstand, in: Cancik Hubert/Schneider Helmuth (Hrsg.) Der Neue Pauly, in: o. D.,

[http://www.brillonline.nl/subscriber/uid=3341/entry?entry=dnp_e526560&refine_editions=dnp_dnp&result_number=1&search_text=Ionischer+Aufstand#hit], 9.6.2011 und Eckart Olshausen/Hermann Genz/Frank Starke/Friedhelm Prayon/Anne-Maria Wittke/Josef Wiesehöfer/Johannes Niehoff/Volkert Haas/Fritz Graf/Norbert Oettinger, Kleinasien, in: Cancik Hubert/Schneider Helmuth (Hrsg.) Der Neue Pauly, in: o. D.,

[http://www.brillonline.nl/subscriber/uid=3341/entry?result_number=1&entry=dnp_e614980&search_text=Kleinasien&refine_editions=dnp_dnp#hit], 9.6.2011.

[8] Bis auf die ihm zugeschriebene „Sternkunde für Seefahrer“ gab es wahrscheinlich kein Werk von ihm. Laut Wilhelm Nestle scheint aber selbst die Verfassung dieses Werkes nur eine spätere Zuschreibung zu sein. Vgl. dazu Kirk/Raven/Schofield, Die Vorsokratischen Philosophen, 1994, 95-97 und Wilhelm Nestle, Thales, in: Wissowa, Georg/Pauly August/Kroll Wilhelm, Karl Mittelhaus (Hrsg.), Paulys Realenzyklopädie der klassischen Altertumswissenschaft (2. Reihe 9. Halbband, Taurisci bis Thapsis), München 1988, 1210-1212, 1210-1212.

[9] Milet besaß im ägyptischen Nildelta eine bedeutende Handelsniederlassung, Naukratis, die 650 v. Chr. gegründet wurde. Ob Thales allerdings wirklich in Ägypten war, kann nicht mit Sicherheit bewiesen werden, dennoch spricht einiges (Die Erklärung der Nilüberschwemmung oder die Vermessung der Pyramiden) dafür. Vgl. dazu Werner Ekschmitt, Weltmodelle. Griechische Weltbilder von Thales bis Ptolemäus (Kulturgeschichte der antiken Welt 43), Mainz a. R. 1989, 11 und Kirk/Raven/Schofield, Die Vorsokratischen Philosophen, 1994, 87-88 und 93 und 97.

[10] Vgl. die Quellenstelle bei Jaap Mansfeld, Die Vorsokratiker I. Milesier, Pythagoreer, Xenophanes, Heraklit, Parmenides, Stuttgart 1983, 46-47, Nr. 4.

[11] Vgl. die Quellenstelle bei Mansfeld, Die Vorsokratiker, 1983, 46-47, Nr. 3.

[12] Vgl. Rapp, Vorsokratiker, 1997, 27-29 und Ludwig, Die Vorsokratiker für Anfänger, ²2006, 42-48 und Ekschmitt, Weltmodelle, 1989, 9-20 und Kirk/Raven/Schofield, Die Vorsokratischen Philosophen, 1994, 84-89 und 95-96 und Nestle, Thales, 1988, 1210-1212.

[13] Durch die Ferfinsterung der Sonne schlossen die feindlichen Heere des Königs von Lydien (Alyattes) und Medien (Kyaxares) daraufhin Frieden. Thales griff bei seiner Vorhersage wahrscheinlich auf ausländische Quellen (möglicherweise ägyptische und babylonische) zurück. Die Verwertbarkeit ausländischer (am wahrscheinlichsten babylonischer) Erfahrungsberichte wird aber angezweifelt. Thales hatte wahrscheinlich einfach nur Glück bei seiner Vorhersage (die auch nur das Jahr und nicht den genauen Tag meinen konnte) oder die Vorhersage wurde ihm nachträglich zugeschrieben. Er konnte zudem nicht annehmen, dass die Himmelskörper Umlaufbahnen hätten, die unter der Erde verliefen. Bis Anaximander stellte man sich die Erde nämlich nicht frei schwebend vor. Die Himmelskörper kreisten somit um die Erde herum. Vgl. dazu Ludwig, Die Vorsokratiker für Anfänger, ²2006, 44 und Ekschmitt, Weltmodelle, 1989, 15-17 und Rapp, Vorsokratiker, 1997, 29-30 und Kirk/Raven/Schofield, Die Vorsokratischen Philosophen, 1994, 89-93 und Nestle, Thales, 1988, 1210-1212.

[14] Ein anderes Beispiel für das wissenschaftliche Denken Thales ist seine Erklärung für die jährlichen Nilüberschwemmungen. Vgl. dazu Ludwig, Die Vorsokratiker für Anfänger, ²2006, 44.

[15] Dem Philosophen aus Milet kommt Bedeutung zu, weil er als Erster die Frage nach einem umfassenden Prinzip des Seins stellte. Durch die Annahme eines materiellen Grundstoffes wurden Begriffe wie Werden, Sein, Bestehen, und Vergehen erst verständlich. Die Wirklichkeit wurde in Wesen der Dinge (Wasser) und Vielheit der Dinge von Thales aufgespalten. Durch die Einheit in der Vielheit legte Thales den Grundstein für das Wesen und die Erscheinung bzw. dem Sichtbaren und Erkennbaren (auf dem auch Platons „Ideenlehre“ aufbaute). Thales gilt daher als der „Vater der Philosophie“. Vgl. dazu Ludwig, Die Vorsokratiker für Anfänger, ²2006, 46-48.

[16] Vgl. Ludwig, Die Vorsokratiker für Anfänger, ²2006, 42-45 und Mansfeld, Die Vorsokratiker, 1983, 38-43 und Ekschmitt, Weltmodelle, 1989, 12-17 und Rapp, Vorsokratiker, 1997, 29-30 und Nestle, Thales, 1988, 1210-1212.

[17] Vgl. die Quellenstelle bei Mansfeld, Die Vorsokratiker, 1983, 51, Nr. 13.

[18] Vgl. Rapp, Vorsokratiker, 1997, 33-36 und Ludwig, Die Vorsokratiker für Anfänger, ²2006, 42-48 und Ekschmitt, Weltmodelle, 1989, 9-20 und Nestle, Thales, 1988, 1210-1212.

[19] Vgl. Mansfeld, Die Vorsokratiker, 1983, 40 und Kirk/Raven/Schofield, Die Vorsokratischen Philosophen, 1994, 99-102.

[20] Vgl. Schwabel, Weltschöpfung, 1962, 1433-1582, hier 1499-1515.

[21] Thales darf nicht so verstanden werden, dass alles Seiende eigentlich aus Wasser besteht Die vermutete Begründung (jede Nahrung und jeder Samen ist feucht) die Aristoteles für Thales Spekulation anführte, sind wahrscheinlich Erkenntnisse der späteren Medizin. Thales konnte aber sehr wohl beobachten, dass jede Lebensform ohne Wasser nicht überleben kann. Aristoteles deutete Thales These allerdings, so, dass alle Dinge wirklich aus Wasser bestehen, um seine Argumentation bzw. seine Abgrenzung dadurch verstärken zu können. Laut Rapp hätte Aristoteles Deutung schon eine „metaphysische Zäsur“ (zwischen scheinbarer Welt und wirklicher Welt) bedeutet. Thales Deutung allerdings, war ähnlich der Fragestellungen der Kosmogonien. Alles Sein wurde auf einen Ursprung zurückgeführt. Die Thesen vom Urelement Wasser und von der schwimmenden Erde, sind voneinander unabhängig. Aristoteles betrachtete sie als zusammenhängend. Er sah die Erklärung der schwimmenden Erde auch als ein möglicher Lösungsvorschlag für Erdbeben an. Vgl. dazu Rapp, Vorsokratiker, 1997, 27-34 und Kirk/Raven/Schofield, Die Vorsokratischen Philosophen, 1994, 99-103 und Ekschmitt, Weltmodelle, 1989, 9-20 und Ludwig, Die Vorsokratiker für Anfänger, ²2006, 42-48.

[22] Vgl. Ekschmitt, Weltmodelle, 1989, 10-12 und Rapp, Vorsokratiker, 1997, 33.

[23] Vgl. Rapp, Vorsokratiker, 1997, 27-29 und Ludwig, Die Vorsokratiker für Anfänger, ²2006, 42-48 und Ekschmitt, Weltmodelle, 1989, 9-20 und Kirk/Raven/Schofield, Die Vorsokratischen Philosophen, 1994, 99-103.

[24] Die frühe griechische Philosophie hatte häufig Vorbilder in der Dichtung. daher führten beispielsweise Platon und Aristoteles Thales Urelement, das Wasser, auf eine Stelle bei Homer (Ilias XIV 201) zurück, nach der der Okeanos der Ursprung aller Götter sei. Darum ist Thales Lehre nicht so weit entfernt von Aristoteles Lehre eines ersten Bewegers. Vgl. dazu Rapp, Vorsokratiker, 1997, 20-21 und Ludwig, Die Vorsokratiker für Anfänger, ²2006, 46-48 und Mansfeld, Die Vorsokratiker, 1983, 38-43 und Ekschmitt, Weltmodelle, 1989, 9-20.

[25] Vgl. die Quellenstellen bei Mansfeld, Die Vorsokratiker, 1983, 48-51, Nr. 10 und 11 und 12.

[26] Vgl. Mansfeld, Die Vorsokratiker, 1983, 38-43 und Ekschmitt, Weltmodelle, 1989, 11-15.

[27] Vgl. Kirk/Raven/Schofield, Die Vorsokratischen Philosophen, 1994, 98-101.

[28] Die Griechen stellten sich auch nicht vor, dass sich die Sonne unter der Erde bewegt, sondern, dass sie um die Erde kreise. Vgl. dazu Ludwig, Die Vorsokratiker für Anfänger, ²2006, 44 und Ekschmitt, Weltmodelle, 1989, 15-17 und Rapp, Vorsokratiker, 1997, 29-30 und Kirk/Raven/Schofield, Die Vorsokratischen Philosophen, 1994, 89-93.

[29] In der ägyptischen Mythologie war die Erde gemeinhin eine flache, eingefasste Platte, die auf Wasser ruhte. Vgl. dazu Kirk/Raven/Schofield, Die Vorsokratischen Philosophen, 1994, 98-102.

[30] In der babylonischen Kosmogonie sind Apsu und Tiamat die beiden Urwasser. Apsu bleibt nach der Tötung Tiamats übrig und bildet das Wasser unter der Erde. In dem Eridu Epos baute Marduk ein Floß, das an der Wasseroberfläche trieb. Aus diesem Floß wurde die Erde. Vgl. dazu Kirk/Raven/Schofield, Die Vorsokratischen Philosophen, 1994, 98-102.

[31] Auch in jüdischen Psalmen finden sich Analogien. Jahwe dehnte die Erde über die Wasser aus (136,6). Auch in der Genesis (Gen 49,25) liegt die Urflut unter der Erde. Vgl. dazu Kirk/Raven/Schofield, Die Vorsokratischen Philosophen, 1994, 98-102 und die Quellenstelle in O.A., Das erste Buch Mose (Genesis), o. D., [http://www.joyma.com/011mose.htm], 22.6.2011, 49 Zeile 25.

[32] Vgl. Ekschmitt, Weltmodelle, 1989, 11-15 und Rapp, Vorsokratiker, 1997, 30-32 und Kirk/Raven/Schofield, Die Vorsokratischen Philosophen, 1994, 98-102 und Burkert, Iranisches, 1963, 97-134, hier 100-101.

[33] Vgl. dazu Seminar Unterlagen, Ägypten 1. Seite, 1. Aus den Pyramidentexten, 1, Zeile 62 und 2, Zeile 63 und 3, Zeile 64 und 2. Seite, 1. Aus einem Hymnua auf den Gott Amun-Re, 26a.

[34] Vgl. dazu Seminar Unterlagen, Enûma elîsch Tafel 1, Zeile 1-5 oder O. A. (Universität Duisburg-Essen, Fachgebiet Evanglische Theologie), Enuma Elisch, o. D., [http://85.126.104.81/kirchenzeitung/enuma_elish.pdf], 22.6.2011, 2.

[35] Vgl. dazu Seminar Unterlagen, Genesis 1, Zeile 1-3 oder O.A., Das erste Buch Mose (Genesis), o. D., 1 Zeile 1-3.

[36] Vgl. Kirk/Raven/Schofield, Die Vorsokratischen Philosophen, 1994, 98-102.

[37] Vgl. Kirk/Raven/Schofield, Die Vorsokratischen Philosophen, 1994, 102-104.

[38] Vgl. die Quellenstelle bei Mansfeld, Die Vorsokratiker, 1983, 50-51, Nr. 14.

[39] Vgl. die Quellenstelle bei Mansfeld, Die Vorsokratiker, 1983, 50-51, Nr. 15.

[40] Vgl. Mansfeld, Die Vorsokratiker, 1983, 42 und Ekschmitt, Weltmodelle, 1989, 19 und Rapp, Vorsokratiker, 1997, 36-37 und Kirk/Raven/Schofield, Die Vorsokratischen Philosophen, 1994, 107-108 und Nestle, Thales, 1988, 1210-1212.

[41] Einerseits könnte er alles für göttlich gehalten haben, denn die Götter sind unsterblich und sind von göttlicher Kraft. Andererseits könnte er durch das Beispiel des Magnetsteins, eine Abgrenzung vorgenommen haben. Alle Dinge die nicht belebt sind wie z.B. Felsen, wären daher nicht göttlich. Lediglich der Magnetstein ist noch göttlich. Eine genaue Deutung ist nicht möglich. Allerdings lebte auch in dieser Aussage der Mythos weiter. Vgl. dazu Kirk/Raven/Schofield, Die Vorsokratischen Philosophen, 1994, 104-108.

[42] Vgl. Kirk/Raven/Schofield, Die Vorsokratischen Philosophen, 1994, 104-108.

Details

Seiten
29
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656141907
ISBN (Buch)
9783656142140
Dateigröße
548 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v189843
Institution / Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck – Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik
Note
1,00
Schlagworte
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