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Deregulierung, Innovation und Wettbewerb in der Telekommunikation in ausgewählten europäischen Ländern

Diplomarbeit 2011 105 Seiten

BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung, Social Media

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 VORGEHENSWEISE UND AUFBAU DER UNTERSUCHUNG

2 AKTUELLE BESTANDSAUFNAHME DES TELEKOMMUNIKATIONSMARKTES
2.1 DIE BEDEUTUNG DER TELEKOMMUNIKATION IN DER WELTWIRTSCHAFT
2.2 DIE MÄRKTE DER TELEKOMMUNIKATION
2.2.1 FESTNETZ- UND MOBILFUNKMÄRKTE
2.2.2 INTERNETMÄRKTE
2.2.3 ONLINE-MÄRKTE
2.3 STEIGENDE DATENMENGEN VS. NETZNEUTRALITÄT
2.4 TECHNOLOGISCHE ENTWICKLUNGEN DER NETZE
2.5 REGULIERUNGSANFORDERUNGEN AN NEUE NETZE

3 VOLKSWIRTSCHAFTLICHE ANALYSE DIGITALER MARKTDYNAMIK
3.1 MONOPOLMÄRKTE
3.1.1 NATÜRLICHE MONOPOLMÄRKTE
3.1.2 SUNK COSTS ALS MARKTEINTRITTSGRENZE
3.1.3 NETZWERKEFFEKTE ALS MARKTEINTRITTSGRENZE
3.1.4 MONOPOLISTISCHE BOTTLENECKS
3.2 DIE AUSWIRKUNGEN VON MARKTMACHT BZW. FEHLENDEM WETTBEWERB
3.3 DIE REGULIERUNG NATÜRLICHER MONOPOLE
3.4 DEREGULIERUNGS- UND REGULIERUNGSAKTIVITÄTEN
3.4.1 MOTIVE DER DEREGULIERUNG
3.4.2 STATISCHE EFFIZIENZ
3.4.3 DYNAMISCHE EFFIZIENZ & INNOVATION
3.4.4 WETTBEWERB DURCH INNOVATION
3.5 DEREGULIERUNG UND DIE VERTIKALE INTEGRATION VON DIENSTEN UND NETZEN
3.6 WICHTIGE TREIBER IN DER TELEKOMMUNIKATION

4 VERGLEICH DER DEREGULIERUNG IN AUSGEWÄHLTEN EUROPÄISCHEN LÄNDERN
4.1 GRUNDLAGEN ZUM EUROPÄISCHEN RAHMEN
4.2 ZENTRALISIERUNG VS. DEZENTRALISIERUNG DER REGULIERUNG
4.3 DIE ENTWICKLUNG DER DEREGULIERUNG IN DEUTSCHLAND
4.3.1 MARKTANTEILSENTWICKLUNG
4.3.2 PREIS- UND MENGENENTWICKLUNG IM FESTNETZ UND MOBILFUNK
4.3.3 BREITBANDENTWICKLUNG
4.4 DIE ENTWICKLUNG DER DEREGULIERUNG IN GROßBRITANNIEN
4.4.1 MARKTANTEILSENTWICKLUNG
4.4.2 PREIS- UND MENGENENTWICKLUNG IM FESTNETZ UND MOBILFUNK
4.4.3 BREITBANDENTWICKLUNG
4.5 DIE ENTWICKLUNG DER DEREGULIERUNG IN ÖSTERREICH
4.5.1 MARKTANTEILSENTWICKLUNG
4.5.2 PREIS- UND MENGENENTWICKLUNG IM FESTNETZ UND MOBILFUNK
4.5.3 BREITBANDENTWICKLUNG
4.6 GEGENÜBERSTELLUNG DER ERGEBNISSE IN DEN AUSGEWÄHLTEN LÄNDERN

5 FAZIT

LITERATURVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung 1 „Top Ten“ der weltweit größten Länder mit Breitbandabonnenten

Abbildung 2 NGN als Konvergenznetz

Abbildung 3 FTTx-Technologien

Abbildung 4 Natürliche Monopole in der TK im Ein-Produkt-Fall

Abbildung 5 Netzwerkeffekte in der TK

Abbildung 6 Ermittlung eines monopolistischen Bottlenecks

Abbildung 7 Harbecker-Dreieck

Abbildung 8 Umsatzerlöse auf dem deutschen TK-Markt 1998-2010

Abbildung 9 Investitionen in das SAV

Abbildung 10 Beschäftigte auf dem TK-Markt 1998-2010

Abbildung 11 Die Entwicklung des TK-Marktes in GB

Abbildung 12 Entwicklung des britischen Kommunikationsmarktes 2004-2009

Abbildung 13 Marktanteilsentwicklung der Teilnehmer auf dem britischen TK-Markt

Abbildung 14 Durchschnittliche Kosten für TK-Dienste in GB

Abbildung 15 Umsatzerlöse auf dem österreichischen TK-Markt 2006-2010

Abbilqdung 16 Entwicklungen der Sprachverbindungsminuten ins Fest- und Mobilfunknetz .

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 EINLEITUNG

1.1 PROBLEMSTELLUNG

Die Telekommunikationsbranche (TK-Branche) erlebte in vielen europäischen Ländern seit der Marktöffnung eine enorme Entwicklung. Durch den Einstieg zahlreicher alternativer Wettbewerber von TK-Dienstleistungen wurde der Markt durch günstige und innovative Angebote belebt. Verbraucher und Anbieter zogen folglich eine entsprechende Konsequenz aus Preisanpassungen - welche zumeist in Preissenkungen resultierten - und Marktanteilsverschiebungen.1 Mithilfe von Regulierungsvorschriften wurde der Liberalisierungs- und Privatisierungsprozess in den meisten Ländern erfolgreich vollzogen.

In der heutigen Zeit befindet sich der Markt in einem europaweiten umfassenden Transforma- tions- und Übergangsprozess. Zum einen sollen laut der Europäischen Kommission (KOM) die Märkte - entsprechend ihrer Entwicklung - von der Regulierung in das allgemeine Wett- bewerbsrecht überführt werden und zum anderen hat ein weltweiter Erneuerungsprozess der Netze begonnen. Hierbei erfolgt eine Migration der klassischen kupferbasierten Netze hin zu glasfaserbasierten breitbandigen Netzen. Das Zusammenspiel der Aspekte der ordnungspoliti- schen und wohlfahrtsökonomischen Ziele der Gewährleistung und Intensivierung des Wett- bewerbs und der Innovations- und Investitionsförderungen auf den TK-Märkten wird dabei als wichtiges Element gesehen.2

Im Zentrum der hier zu untersuchenden Problemstellung stehen die Entwicklung sowie der Wandlungsprozess des TK-Marktes. Es soll gezeigt werden, inwieweit sich die Machtstellung der jeweiligen Incumbents bzw. die Wettbewerbssituation auf den deutschen, britischen und österreichischen TK-Märkten bis zur heutigen Zeit entwickelt hat. Der Begriff der Innovation nimmt hierbei einen wichtigen Stellenwert ein. Durch innovative Produkte (z. B. IPTV, VoIP) werden den Unternehmen neue Gewinnquellen ermöglicht, sodass diese folglich einen Anreiz erhalten, Investitionen vor allem in neue Netze zu tätigen, da durch die Erhöhung der Übertragungsgeschwindigkeiten die Einführung solcher Produkte erst ermöglicht wird. Folglich stellt sich die Frage, inwieweit Innovationen durch Wettbewerbsbedingungen und/oder durch De- bzw. Regulierungstendenzen gefördert werden können.

1.2 VORGEHENSWEISE UND AUFBAU DER UNTERSUCHUNG

Zunächst soll in der Diplomarbeit einleitend eine aktuelle Bestandsaufnahme der Situation auf dem TK-Markt erfolgen. Hierzu soll neben der Bedeutung der TK für die Weltwirtschaft ein allgemeiner Überblick über die einzelnen Marktsegmente der Branche gegeben werden. Des Weiteren wird in diesem Kapitel die aktuelle Diskussion um die Netzneutralität aufgegriffen. In diesem Zusammenhang werden technologische Entwicklungstendenzen sowie ihre Regulierungsanforderungen näher erläutert.

Im dritten Teil wird anschließend eine volkswirtschaftliche Analyse durchgeführt. Hierbei werden zunächst Fragestellungen bezüglich der Monopolmärkte in der TK herausgestellt so- wie die in dem Kontext stehende Auswirkung fehlenden Wettbewerbs diskutiert. Ferner soll auf den Regulierungsrahmen eingegangen werden, mithilfe dessen die natürlichen Monopole aufgehoben wurden. Diesbezüglich werden Regulierungstheorien und verschiedene Regulie- rungsinstrumente definiert respektive beschrieben. Im nächsten Schritt werden Deregulie- rungs- und Regulierungsaktivitäten voneinander abgegrenzt. Neben den Motiven für eine De- regulierung soll auf die statische und dynamische Effizienz eingegangen werden. Bei der dy- namischen Effizienz spielt besonders das Rahmenwerk eine Rolle, inwiefern ein Innovations- und Investitionsverhalten gefördert werden können. Anschließend sollen Perspektiven aufge- zeigt werden, die ein Auslaufen einer Regulierungsaktivität befürworten.

Im vierten Teil der Arbeit sollen die aktuellen Entwicklungen auf TK-Märkten ausgewählter europäischer Länder analysiert werden. Hierzu werden zunächst die Grundlagen zum europäi- schen Rahmen dargestellt, da die Entwicklungen sowie die Liberalisierungsmaßnahmen maß- geblich seitens der EU angestoßen bzw. beeinflusst wurden. Nach einer anschließenden Dis- kussion über eine Zentralisierung bzw. Dezentralisierung der Regulierungskompetenzen wird der deutsche, britische und österreichische TK-Markt jeweils auf die Marktanteilsentwick- lung, Preis- und Mengenentwicklungen im Festnetz und Mobilfunk sowie auf die Breitband- entwicklungen hin untersucht. Bei der Marktanteilentwicklung soll ein Überblick über die Entwicklungen bei den Gesamtumsätzen, den Investitionen sowie die Beschäftigungsverhält- nisse gegeben werden. Dabei soll beschrieben werden, wie sich die Wettbewerber im Ver- hältnis zum Incumbent entwickelt haben. Diese Analyse wird nach einer Gegenüberstellung der Ergebnisse und einem kurzen Ausblick über die Breitbandinitiativen in den ausgewählten Ländern mit einem Fazit abschließen.

2 AKTUELLE BESTANDSAUFNAHME DES TELEKOMMUNIKATIONSMARKTES

2.1 DIE BEDEUTUNG DER TELEKOMMUNIKATION IN DER WELTWIRTSCHAFT

Der strukturelle Wandel von der Industrie- zur Informations- und Wissensgesellschaft befin- det sich in einem fortlaufenden Prozess. Hierbei bildet die Informations- und Kommunikati- onstechnologie (IKT) die Basis für eine wissensbasierte Wirtschaft, denn durch sie wird u. a. die Voraussetzung geschaffen, stetig steigende Datenmengen zu verarbeiten und zu verbreiten bzw. eine schnelle und kosteneffiziente Speicherung zu gewährleisten.3 In der Wirtschaft be- sitzt die IKT nicht zuletzt aufgrund der hohen Komplexität sowie der großen Bedeutung der IKT als Querschnittstechnologie einen besonderen Stellenwert. Deregulierung, die Globalisie- rung des Wettbewerbs sowie technische und inhaltliche Konvergenzen auf Telekommunikati- ons- und Medienmärkten stellen weitere Treiber für die zunehmende Dynamik auf internatio- nalen IKT-Märkten dar. Die ökonomischen Trends spiegeln sich in den gesellschaftlichen Veränderungen wider. Durch diese Veränderungen und die Dynamik auf den Märkten werden neue Chancen geschaffen, die der Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft zugute- kommen können. Jedoch dürfen nicht nur die positiven Aspekte des Wandlungsprozesses beachtet werden. Durch die Veränderungen können auch Risiken hervorgerufen werden, die es zu beachten gilt.4

Im März vergangenen Jahres wurde seitens der EU eine neue Strategie bzw. ein Ausblick auf einen richtungsweisenden Weg ausgegeben, um sich den Herausforderungen in der Zukunft zu stellen. Hierbei wird der IKT eine besondere Bedeutung zugesprochen. Diese Erkenntnis wird aus einer Leitinitiative „Die Digitale Agenda für Europa“ - welche seitens der EU-KOM im Rahmen des Berichts „Europa 20205 “ vorgeschlagen wurde - ersichtlich. Laut der digita- len Agenda erwirtschaftet der IKT-Sektor rund 660 Milliarden EUR (hiervon entfallen ca. 351 Mrd. EUR auf die TK-Branche6 ) und leistet somit einen Beitrag i. H. v. 5 % zum europä- ischen Bruttoinlandsprodukt. Aus Sicht der gesamten Produktivitätssteigerung wird jedoch ein weitaus größerer Beitrag geleistet, der sich zum einen aus dem IKT-Sektor selbst (ca. 20 %) und zum anderen aus den IKT-Investitionen (ca. 30 %) ergibt. Zurückzuführen sind die höheren Beitragssätze unter anderem auf das hohe Niveau der Dynamik, die Innovationsstär- ke des Sektors und die Eigenschaft, andere Bereiche bzw. Sektoren in ihrer Wirtschaftstätig- keit zu verändern. Zudem wird ersichtlich, dass der IKT-Sektor Auswirkungen auf das soziale Leben hat. Die fast täglich steigende Zahl der Internetnutzer in Europa sowie die steigende Bedeutung der Mobilfunkkommunikation haben maßgeblich zu einer Veränderung des Le- bensstils beigetragen.7

Dem IKT-Sektor selbst werden unterschiedliche Elemente zugeordnet, wie die Elektrotechnik, Mikroelektrik, Automatisierung, Robotik sowie die Telekommunikation. Der TK-Markt bildet hierbei eines der wichtigsten Elemente der IKT. Dieser kann in folgende Untermärkte kategorisiert werden:

- das Infrastrukturdienstangebot der Netzwerkbetreiber „sogenannte Daten- autobahnen“ sowie die
- eigentlichen digitalen Dienstemärkte

Das Infrastrukturangebot der Netzbetreiber besteht aus Ausrüstungsgütern und Netzwerkkomponenten, die bereitgestellt8 werden, um den stetig steigenden Anforderungen auf den digitalen Dienstemärkten gerecht werden zu können. Sprachtelefonie, SMS, MMS, E-Mail oder mobiles Internet sind solche Dienste, die im Fokus der Endnutzer stehen. Um diese Dienste jedoch anbieten zu können, ist es vonnöten, eine funktionierende TK-Infrastruktur aufzubauen. Steigt die Menge der nachgefragten Dienste, so wird auch die Kapazität der Infrastruktur steigen, um die Dienste anbieten zu können.9

TK-Märkte besitzen in der modernen Wirtschaft- und Wissensgesellschaft einen hohen Stel- lenwert, da sie maßgeblich zu Wohlstand, Stabilität und Demokratie beitragen. Daher kom- men der TK wichtige Aufgaben in Bezug auf die wirtschaftliche bzw. wirtschaftspolitische Sicht zu:

- da zahlreiche digitale Dienste Vorleistungen in der Produktion aller Sektoren dar- stellen, wodurch z. B. ein internationaler Wettbewerbsvorteil durch preiswerte bzw. innovative Dienste erreicht werden kann;
- da das Vorhandensein von Sprachtelefondiensten für private Haushalte uneinge- schränkt verfügbar sein sollte;
- weil bürgerfreundliches Regieren auf wettbewerbsintensive Telekommärkte ange- wiesen ist.10

2.2 DIE MÄRKTE DER TELEKOMMUNIKATION

Grundsätzlich sind auf den Märkten der Telekommunikation fünf Kommunikationsplattformen zu unterscheiden11:

- Festnetz (Analog, ISDN, VoIP, Breitband-Internet, IPTV);
- Mobilfunknetz (mobiles Breitband-Internet/UMTS; Mobil-TV);
- Kabel-TV-Netz (VoIP-Telefonie, Breitband-Internet, TV);
- Satelliten-Netz (Breitbanddienste, TV, Telefonie);
- Funk-Netz (mit besonderer Betonung von Broadband Wireless Access - oder

BWA genannt - wobei sich darüber u. a. WiMAX als schnelle Datenübertragungsoption realisieren lässt.

Während in der Vergangenheit feste und mobile Netzbetreiber hohe Einnahmen durch Telefonie und die sprachbasierten Einheitsmehrwertdienste erwirtschafteten, wird in der heutigen Zeit u. a. sowohl durch „Voice oder IP“ (VoIP) als auch durch internetbasierte MultimediaAnwendungen des Web 2.0 deutlich, wie die Internettechnologien zu einer Veränderung der (Tele-)Kommunikationswirtschaft führen.12 Demnach lässt sich der europäische TK-Markt durch die folgenden Merkmale charakterisieren: stagnierende Umsätze und Rentabilität für die Netzbetreiber, die Einführung von gebündelten Dienstleistungsprodukten sowie eine steigende Anzahl von Medienunternehmen.13

Es stellt sich die Frage, inwiefern zukünftige Gewinne in der Telekommunikationswelt zu realisieren sind. Sinkende Einnahmen durch stetig günstigere Sprachminuten, eine steigende Verbreitung fester und mobiler Internetzugängen sowie anwachsende multimediale Internet- dienste bekräftigen diese Fragestellung.14 Die zusätzlichen Gewinne, welche aus den Daten- diensten gewonnen werden, sind noch nicht in der Lage, die rückläufigen Umsätze der Sprachtelefondienste zu kompensieren. Zudem weisen in den meisten Ländern die Investitio- nen in sogenannte Zugangsnetze der nächsten Generationen (NGA = Next Generation Access) noch eine begrenzte Haltung auf. Durch den Wettbewerb der Kabelanbieter sowie die Investi- tionen örtlicher Behörden soll jedoch diesem Problem entgegengewirkt werden. Obgleich gute Aussichten auf positive Zuwachsraten in den kommenden Jahren bestehen, wird ein An- schluss an die Wachstumsraten in der Vergangenheit kaum zu erreichen sein.15

Der TK-Markt, welcher bisher als Gesamtmarkt betrachtet wurde, lässt sich grob in die folgenden drei Teilmärkte untergliedern: den Festnetzmarkt, den Mobilfunkmarkt sowie den Internetmarkt.16

2.2.1 FESTNETZ- UND MOBILFUNKMÄRKTE

Festnetze stellen aus Übertragungs- und Vermittlungselemente gebildete TK-Infrastrukturen dar, die einem Kunden den Zugang für den Gebrauch von TK-Diensten an einem gleichbleibenden Standpunkt ermöglichen. Mobilfunknetze sind ebenfalls auf Übertragungs- und Vermittlungselemente aufgebaute TK-Infrastrukturen, jedoch wird hierbei dem Endverbraucher die Möglichkeit geboten, an einem veränderlichen Standort die Nutzung von TK-Diensten unter Einsatz von Funktechnik in Anspruch zu nehmen.17

Der europäische Markt für Festnetz- und Mobilfunk-Sprachtelefonie sank laut Angaben der Europäischen Beobachtungsstelle für Informationstechnologie (EITO) im Jahre 2009 in Summe um 8,1 %. Zwar konnten die Internet- und Datendienste in beiden Sparten jeweils zulegen (Festnetz 5,6 %; Mobilfunk-Datendienste: 9,3 %), jedoch ist eine Kompensierung der Verlustraten und somit ein leichter Anstieg der Wachstumsrate lediglich im Mobilfunkbereich (Wachstumsrate 0,6 %) zu verzeichnen.18 Die Sprachminuten im Fest- und Mobilfunknetz zeigen in den europäischen Ländern eine unterschiedliche Verteilung. Während in Deutsch- land, Schweden und Großbritannien die Kommunikation überwiegend über das Festnetz (je- weils über 50 % in 2009) erfolgte, strahlen Länder wie Österreich und Portugal (jeweils über 60 % in 2009) eine klare Dominanz der Kommunikation über das Mobilfunknetz aus.19

Auch wenn die Festnetz- und Mobilfunkmärkte in der heutigen Zeit noch getrennt voneinan- der betrachtet werden, lässt sich für die Zukunft eine voranschreitende Substitution zwischen den beiden Bereichen feststellen. Demnach wachsen die klassischen festnetzbasierten und mobilen TK-Märkte zusammen, ein Zustand, welcher auch unter dem Terminus „ Fixed Mobi- le Convergence “ (FMC) beschrieben werden kann. Während Festnetzanbieter zusätzlich mo- bile Kommunikationsdienste anbieten, treten die Mobilfunkanbieter zunehmend in die Fest- netzmärkte mit eigener Festnetztelefonie (z. B. in Form von „ Homezones “ oder VoIP) sowie DSL-basierten Internetzugriffen ein.20 Einen weiteren Ansatzpunkt für eine zunehmende Festnetz-Mobilfunk-Substitution liefert der steigende Anteil an Mobil-Only-Haushalten. Län- der wie Österreich (38 %), Italien (37 %) oder auch Portugal (48 %) zeigen, dass eine hohe Anzahl der Haushalte keinen Festnetzbreitbandanschluss mehr besitzen. In Deutschland ist zwar mit derart hohen Prozentanteilen nicht zu rechnen, jedoch stieg auch hier die Zahl der Mobile-Only-Haushalten an und betrug im Jahr 2009 rund 10 % (im Jahr 2003 ca. 4%).21

In Österreich beispielsweise bietet der Telekommunikationsanbieter Orange im Business- Bereich den Geschäftskunden ein sogenanntes „ Mobiles Festnetz “ an. Demnach ermöglicht der Anbieter dem Kunden, dauerhaft unter einer Festnetznummer erreichbar zu sein, auch wenn dieser sich nicht an einem unveränderlichen Standort befindet. Anrufe auf die Festnetz- nummer werden dann direkt an das Mobiltelefon weitergeleitet, ohne die Kosten für eine Rufumleitung mit sich zu bringen. Weitere Vorteile bestehen zudem in der Ersparnis der Festnetzgrundgebühren sowie in der Möglichkeit, Online-Faxe zu versenden.22

Um die zunehmenden Verluste aus den Festnetzgeschäften abzufedern, bedienen sich die tra- ditionellen Telekommunikationsunternehmen der Geschäftsmodelle der Bündelprodukte. Hierbei wird die Telefonie in Zusammenhang mit Internet- und TV-Diensten gekoppelt und als ein sogenanntes „ Triple-Play-Angebot “ auf den Markt gebracht.23 Dieses Vorgehen weist vor allem zwei positive Aspekte auf: Zum einen bietet es den Kunden ein gutes Argument, den Festnetzanschluss zu behalten, was eine Verlangsamung bzw. ein Stoppen der Leitungs- verluste herbeiführt (v. a. in Portugal, Schweden), und zum anderen wird ein Zusammen- schluss der Festnetz-Breitband-Märkte erzwungen. Auf dem französischen TK-Markt konnte bereits nachgewiesen werden, dass dieses Vorgehen zu einer Stabilisierung der Marktanteile und zu einer Trendwende in der Erzielung der ARPUs (Average Revenue per U- ser/durchschnittlicher Erlös pro Kunde) in den Unternehmen geführt hat.24 Eine weitere Be- drohung erfährt das traditionelle Festnetz u. a. auch durch das VoIP, welches zu einer Sen- kung der Kosten und somit gleichzeitig zu einer Senkung der Minutenpreise führt.25 Die An- bieter sind somit gezwungen, auf lange Sicht ihre Netze umzugestalten und somit auf die günstigere IP-basierte Telefonie (bzw. All-IP-Produkte) den Fokus zu setzen.

Im Mobilfunk ist zunehmend eine Abflachung der Wachstumskurve zu erkennen, wodurch deutlich wird, dass der Markt sich in Richtung eines Verdrängungswettbewerbs verändert. Hierbei erhalten nicht nur kapitalstarke Anbieter bzw. Anbieter mit hohen Kundenzahlen die Chance, Vorteile aus niedrigeren Erstellungskosten zu nutzen, sondern es werden auch Tele- kommunikationsanbieter mit innovativen Produkten die Möglichkeit erhalten, an diesen Vor- teilen zu partizipieren. Es muss jedoch darauf geachtet werden, dass die Innovationen einen signifikanten Nutzen für die Anwender innerhalb einer Zielgruppe haben.26 Betrachtet man z. B. die Akzeptanz der SMS (Short-Message-Service) - und MMS27 (Multimedia-Message- Service) -Funktionen in Deutschland, so besteht hier ein wesentlicher Unterschied. Während die SMS-Funktionen einen jährlich starken Anstieg zu verzeichnen hat, so stagniert die Marktrelevanz von MMS auf einem sehr niedrigen Niveau (SMS-Nutzung 2009: 92,6 Mio. pro Tag; MMS-Nutzung 2009: 0,54 Mio. pro Tag). Dieser Vergleich zeigt, dass die Akzep- tanz neuer technischer Fortschritte nicht immer gegeben ist.28

2.2.2 INTERNETMÄRKTE

Laut einer Umfrage des Bundesverbandes für digitale Wirtschaft (BVDW) stellt das Breitband mit 88 % die am weitesten verbreitete Zugangsmöglichkeit zum Internet in den europäischen Ländern dar.29 Demnach waren im Jahre 2010 allein 113,97 Mio. Haushalte in Westeuropa mit einem Breitband-Internetzugang versorgt, was zum Jahre 2013 nochmals um ca. 40 Mio. Haushalte steigen soll.30 Die führende Telekommunikationstechnologie am Breitband- Weltmarkt stellt die DSL-Technologie mit einem Marktanteil von ca. 63 % dar, weitere tech- nologische Trends wie das Kabelmodem oder FTTx („Fibre-to-the-X) bilden deutlich gerin- gere Marktanteile.31 Zwar stiegen die Glasfaseranschlüsse bis zum Endkunden in Europa zwi- schen 2008 und 2009 um ca. 40 %, jedoch machten diese lediglich 1,75 % aus. Lettland und Schweden mit den jeweils größten Glasfaseranteilen bilden hierbei die beiden stärksten Län- der.32

Die Abbildung 1 gibt einen Überblick über die „ Top Ten “ der weltweiten größten Breit- bandmärkte (gemessen an der Anzahl der angeschlossenen Endkunden). Demnach stehen die „ Breitband-F ü hrungsländer “ China oder USA deutlich vor den europäischen Ländern. Aus der Übersicht wird auch der durchweg steigende Anstieg der angeschlossenen Kunden er- sichtlich.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 „Top Ten“ der weltweit größten Länder mit Breitbandabonnenten33

Betrachtet man jedoch den Markt aus Sicht der „ Breitbandversorgung “, so zeigt sich eine starke Dominanz in Richtung der europäischen Länder. Demnach belegen Dänemark und die Niederlande mit einer Breitbandpenetration von ca. 40 % der Bevölkerung die Weltspitze. Jedoch zeichnen sich aufgrund einer zunehmenden Marktsättigung nur noch geringe Zu- wachsraten ab. Die Vereinigten Staaten, die bei der „Top Ten“ der Breitbandteilnehmer noch den zweiten Rang hinter China einnahmen, stehen mit einer Penetrationsrate von 27,1 % hin- ter neun EU-Ländern (darunter Deutschland, Frankreich, Schweden usw.). Breitbandzugänge, die über das Mobilfunk realisiert werden können (z. B. mobiler Internetzugang über Note- books), stoßen vor allem in Österreich (13,8 %), Schweden (12,6%) und Portugal (10,8 %) auf großes Interesse. In Europa ist der Marktanteil bei einer Gesamtbetrachtung seit Anfang 2009 um 54 % gestiegen und liegt derzeit bei 4,2 %. Der Breitbandmarkt zeigt zudem positive Wachstums- und Beschäftigungseffekte. Eine durch die Europäische KOM in Auftrag gege- bene Studie zeigt, dass der Ausbau des Breitbandmarktes mehr als zwei Mio. neue Arbeits- plätze in Europa bis zum Jahre 2015 schaffen kann.34

2.2.3 ONLINE-MÄRKTE

TK-Märkte stehen neben der Vernetzung von Unternehmen und Haushalten auch für den Ge- brauch digitaler Dienste. Während die Haushalte in erster Linie den Markt nutzen, um Infor- mations- und Kommunikationsdienste abzurufen, rückt zunehmend der sogenannte „ E- Commerce “ (digitaler Handel) in das Interessenfeld der Konsumenten.35 Der digitale Handel gewinnt dabei besonders aufgrund einer voranschreitenden globalen Diffusion der Internet- technologien in die Gesellschaft und Wirtschaftssysteme eine besondere Bedeutung. Neue Gelegenheiten, Gewinne aus Geschäften sowohl auf Angebot- als auch Nachfrageseite zu vereinnahmen, werden durch die Schaffung eines virtuellen Marktplatzes ermöglicht.36 Dabei lassen sich durch den E-Commerce die „ klassischen “ Geschäftsmethoden ergänzen bzw. in nicht wenigen Fällen sogar zum Standard herausbilden. Als Beispiel soll hierbei der Bereich des Marketings gelten. Während gedruckte Broschüren, Annoncen in Print-Medien oder Au- ßenwerbung (Plakate etc.) zu den klassischen Werbemethoden zählen, so können diese m. H. des Internets um weitere zusätzliche Möglichkeiten (z. B. Produktpräsentation auf einer Web- seite od. datenbankbasierter Onlinekatalog usw.) ergänzt werden.37 Die zunehmende Bedeu- tung der Online-Werbung spiegelt sich auch in den Investitionen der Unternehmen wider. Während die weltweiten Ausgaben für Online-Werbung im Jahr 2000 noch 7,17 Mrd. EUR betrugen, so haben diese sich bis zum Jahre 2009 verfünffacht und nahmen somit einen Be- trag i. H. v. 36,47 Mrd. EUR ein. Laut einer Prognose der „Magnaglobal“ könnten sich die weltweiten Investitionen bis 2016 auf insgesamt 81 Mrd. EUR erhöhen.38

Durch die stetig steigenden Investitionssummen wird deutlich, dass der Online-Markt eine zunehmende Bedeutung zugesprochen bekommt. TK-Unternehmen nutzen den Online- Vertriebskanal, um besonders Provisionszahlungen an die Kooperationspartner bzw. an den Vertrieb zu senken. Um jedoch einen Endkunden zur Bestellung über den direkten Onlineweg motivieren zu können, werden zumeist Anreize in Form von monatlichen Preisvergünstigun- gen oder Anschlusspreisbefreiungen gewährleistet. In der Endsumme sind diese Anreize je- doch deutlich geringer als die Provisionszahlungen, was folglich in einer deutlichen Kosten- minimierung resultiert.

Im Bereich des Einzelhandels hielt sich z. B. Europas größter Elektronikhändler ( „ Media- Saturn “ ) lange Zeit aus dem Internetgeschäft raus und verzichtete somit auf innovative Verkaufsstrategien im Internet. Da der Druck der Wettbewerber jedoch immer größere Dimensionen annahm und im vergangenen Jahr operativ weniger Umsatz erwirtschaftet wurde als zum Vorjahr, akquirierte die Elektronikkette den Online-Händler „Redcoon“, um somit einen Anschluss im Online-Geschäft zu erhalten.39

Der weltweite Umsatz für den digitalen Handel betrug im Jahr 2008 7,4 Billionen EUR, wobei die USA, gefolgt von Japan, der Marktführer ist. Auf Westeuropa entfielen 28 % der weltweiten Umsätze, Deutschland bildet hierbei den europäischen Marktführer. Ferner bilden Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien weitere wichtige Länder mit hohen E- Commerce-Umsatzzahlen. In den Folgejahren wird ein anhaltender positiver Trend der Kennzahl Umsatz zu erwarten sein.40 Der Gebrauch und die zunehmende Bedeutung des Internets spiegeln somit den Wandel vom reinen Informationsmedium zum multimedialen Kommunikationsmedium wider. Dienste wie E-Mail, Messaging und VoIP etc. zeigen, dass das Internet nunmehr das Potenzial besitzt, die klassische TK zu ersetzen.41

2.3 STEIGENDE DATENMENGEN VS. NETZNEUTRALITÄT

Das stetig steigende Interesse sowie die steigenden Nutzerzahlen auf den Internetmärkten bringen jedoch das Problem der Kapazitätsengpässe mit sich und werfen somit die einhergehende Frage der Netzneutralität auf. Diesbezüglich entstehen weltweite kontroverse Diskussionen, wobei den USA aufgrund ihrer hochentwickelten Internetwirtschaft besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Die Netzneutralität ist ein unbestimmter Begriff und enthält seitens der BEREC oder EU- KOM keine Begriffsdefinition. Grundsätzlich kann jedoch hierunter die neutrale Übermitt- lung von Daten im Internet verstanden werden. Die Daten werden hierbei unabhängig von Inhalt, Dienst, Anwendung, Herkunft oder Ziel behandelt. Da im Internet eine „ simple Archi- tektur “ vorherrscht, die einen Austausch von Datenpaketen ermöglicht, erfolgt eine Trennung zwischen den Diensten selbst und dem Transport dieser Dienste. Internetanbieter sind somit nicht dazu verpflichtet, ein Entgelt für den exklusiven Zugang zu einem bestimmten Kunden zu zahlen. Bestehen keine Engpässe in den Netzen, so kann das Internet basierend auf der Netzneutralität den Datenverkehr ohne Qualitätseinbußen ausführen.42

Netzbetreiber haben jedoch immer größer werdende Datenmengen zu bewältigen, um diese schließlich an den Endkunden weiterzugeben. Laut einer Prognose des US-amerikanischen Netzausrüsters Cisco werden sich die heutigen ca. 30 Mrd. Gigabyte eines monatlichen Da- tenaufkommens im weltweiten Internet bis zum Jahre 2014 verdreifachen.43 Aufgrund dessen fordern Netzbetreiber eine entsprechende „Durchleitungsgebühr“ von den Internetanbietern, wodurch zusätzlich attraktive Gewinne erwirtschaftet und wiederum in leistungsfähigere Net- ze Re-Investiert werden könnten. Als besonders problematisch ist hierbei speziell die rasant steigende Nutzung von „ Web-Videos “ zu sehen, die vor allem durch sogenannte „ Flatratean- gebote “ hervorgerufen werden. Der enorme Popularitätszuwachs der Videoangebote durch z B. YouTube, Hulu oder iTunes unterstreicht hierbei diese Problematik.44

Da die Transportkapazität ökonomisch gesehen keine unbegrenzte Ressource darstellt, wird als Lösung der Kapazitätsengpässe über ein Netzmanagement diskutiert. Demnach soll bereits im Vorfeld darüber entschieden, ob bestimmte Inhalte im Internet schneller als andere trans- portiert werden dürfen.45 Neue IP-Netze besitzen hierbei die Voraussetzungen, um Kapazi- tätsengpässe mithilfe von Priorisierungs- und Reservierungsmethoden zu managen. Das „ Traffic-Management “ kann hierbei unabhängig von Festnetz oder Mobilfunknetz angewandt werden, da beide Netzbetriebe identische technische Herausforderungen besitzen und auf der IP-Technologie basieren. Das Mobilfunknetz stellt jedoch einen besonderen Fall der Netz- neutralität da, da die Kapazitäten in diesem Netz stärker beschränkt sind und somit eine Not- wendigkeit besteht, die Kapazität pro Nutzereinheit zu beschränken. Solange jedoch Datenpa- kete nicht selektiv bezüglich des Inhalts behandelt werden, würde demnach kein Konflikt mit der Netzneutralität auftreten.46

Eine Differenzierung der Angebote kann jedoch auch durchaus wohlfahrtssteigernde Effekte besitzen, jedoch müsste den Kunden die Gelegenheit geboten werden, freie Entscheidungen treffen zu können (Voraussetzung von transparenten Informationen bez ü glich des Traffic Ma- nagements und der angebotenen Qualität m ü ssen vorhanden sein). 47 Ob jedoch eine „ Priori- sierung von Angeboten “ letztendlich einen Verstoß gegen die Netzneutralität darstellt, kann nur dann beantwortet werden, wenn eine klare Definition vorliegt. Des Weiteren besteht die Gefahr einer gleichzeitigen Diskriminierung von Datenpaketen, wenn bestimmte Angebote bevorzugt würden. Wird eine Priorisierung ohne Rahmenbedingungen gestaltet, so könnte die Gefahr bestehen, dass Provider bevorzugte Leitungen verkaufen oder Exklusivverträge mit Anwendungsanbietern geschlossen werden, um hierbei zusätzliche Gewinne anzusteuern. Infolgedessen würde der sogenannte Best-Effort-Weg (Auslieferung eines Datenpaketes nach besten Bemühungen) verkommen. Um diesem entgegenzuwirken, müssten Anbieter, welche entgeltliche Leitungen zu Verfügung stellen, verpflichtet werden, in einer engpassfreien Phase „ Best-Effort-Kanäle “ zu fairen Preisen freizuhalten.48

Zudem wird kritisiert, dass die Bildung eines Zwei-Klassen-Netzes und somit das Ende der Netzneutralität den großen Netzbetreibern eine Machtstellung verschaffen könnte, die sich negativ auf Innovationen, Chancengleichheit sowie Datenschutz auswirkt.49 Wird z. B. eine Differenzierung zwischen den Klassen und nicht innerhalb von Klassen angestrebt, so könnten jedoch durchaus dienstunabhängige Transportklassen als vereinbar mit den Kriterien der Netzneutralität angesehen werden.50 Grundsätzlich bleibt jedoch abzuwarten, ob die Gebühren, die seitens der Netzbetreiber von den Internetanbietern verlangt werden, nicht schlussendlich an den Endkunden abgewälzt bzw. durchgereicht werden.

2.4 TECHNOLOGISCHE ENTWICKLUNGEN DER NETZE

TK-Netze stellen wichtige infrastrukturelle Ressourcen für eine Volkswirtschaft dar, die auf- grund ihrer effizienten und breitbandigen Netze als Input-Faktoren zahlreicher Branchen be- nötigt werden. Zudem gelten die Effektivität und die Qualität der TK-Netze eines jeweiligen Landes als ein wichtiges Kriterium in puncto Standortfaktor.51 Der beschriebene starke An- stieg der Datenmengen und zahlreiche Innovationen haben zudem einen Beitrag zum Ausbau sowie zur Entwicklung effizienterer Netze geleistet, die eine Notwendigkeit darstellen, um dem technischen sowie ökonomischen Wandel zu folgen. Kupferbasierte Bandbreiten, die bis zu 50 MBit/s (in Abhängigkeit von den Umfeldbedingungen) erzielen können, stoßen allmählich an ihre Grenzen und sind nicht mehr zukunftstauglich, daher ist der Ausbau der NGA/NGN-Netze sowie der Mobilfunkbandbreiten von besonderer Bedeutung. Da die drahtlosen sowie kabelgebundenen Technologien auf ein „ shared Medium “ zurückgreifen, werden hierbei besonders Glasfasern für die Erreichung höherer Bandbreiten benötigt.52

Grundsätzlich zeichnen sich die Zugangsnetze der nächsten Generation vor allem dadurch aus, dass alle möglichen Telekommunikationsdienste (Daten und Sprachnetze) über ein Kernnetz zu Verfügung gestellt werden können.53 Dieses Kernnetz wird in der Abbildung 2 dargestellt, wodurch z. B. verdeutlicht wird, dass für die Ausführung unterschiedlicher Anwendungen nicht mehr mehrere Netze notwendig sind.

Des Weiteren werden zwei Formen von NGN-Netzen (im Festnetz) unterschieden: NGN im Core-Netz sowie NGN im Access-Netz (NGA). Das NGN im Core-Netz verfolgt das bereits beschriebene Ziel der Kosteneinsparungen sowie die Ermöglichung neuer Dienste durch die Integration mehrerer Netze in einem NGN Netz. Hierdurch werden die Vermittlungsstellen durch IP-Router („All-IP“) ersetzt und zudem mit weiteren Funktionalitäten ausgestattet. Die in 2.3 angesprochene Priorisierung von Paketen nach verschiedenen Datenklassen kann durch dieses NGN-Netz bereits verwirklicht werden.54

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 NGN als Konvergenznetz55

Das NGN im Accessnetz hingegen verfolgt das Ziel der Einführung von neuen bzw. höheren Bandbreiten und dadurch die Ermöglichung von neuen Diensten im Accessbereich. Um diese höheren Bandbreiten zu erreichen, sind die Netzbetreiber dazu gezwungen, die sogenannte letzte Meile56 von Kupferkabeln auf Glasfaserkabeln zu erneuern.57 Hierzu werden verschie- dene Technologien eingesetzt (siehe Abb. 3) die unter dem Begriff „ Fibre-to-the-x “ (FTTx) zusammengefasst werden können. Das „ X “ , wird, je nachdem bis zu welchem Punkt das Glasfaserkabel verbaut wurde, durch die jeweilige Endung ersetzt. Wird z. B. das Glasfaser- kabel bis zum Teilnehmeranschluss verbaut, so wird die Technologie mit „ Fibre-to-the- Home “ bezeichnet.58

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 FTTx-Technologien59

Im Bereich des Mobilfunkbreitbands wird der Standard 3G durch die Nachfolgegeneration 4G, auch „Next Generation Mobile Networks“ (NGMN) genannt, ersetzt. Hierbei handelt es sich um die „ Long-Term-Evolution “ -Technologie (LTE-Technologie). In Europa hat sich die LTE-Technologie gegenüber der WiMAX-Technologie60 (Worldwide Interoperability for Microwave Access-Technologie) durchgesetzt, während z. B. die USA einen anderen Weg einschlagen und beide Technologien zum Einsatz kommen.61

In Deutschland soll die LTE-Technologie, wie von der Bundesnetzagentur (BNetzA) vorge- schrieben, zunächst nur in ländlicheren Räumen zum Einsatz kommen. Hiermit sollen etwa bis zu 50 Mbit/s im Download-Bereich zur Verfügung gestellt werden.62 Während bereits erste marktreife LTE-Modems und somit neue Produktangebote der TK-Anbieter auf dem Markt existieren, werden Endgeräte für die Mobilkommunikation erst noch folgen. Zwar wurden bereits erste Handys in den USA vorgestellt, darunter Produkte der Hersteller HTC, Samsung, Motorola, jedoch ist eine Kommunikation über diese Endgeräte im LTE-Netz noch nicht möglich, da bisweilen noch kein Standard für Sprachtelefonie über LTE existiert. Die ersten massenfähigen Smartphones werden somit erst in einigen Jahren erwartet.63

Im Bereich der Satellitentechnologie sorgen weitere Innovationen für Fortschritte in der Anbindung. Grundsätzlich ist die Satellitentechnologie sofort einsatzbereit und überall verfügbar und bildet zudem in Verbindung mit der Glasfaser, DSL, LTE, Richtfunk, WLAN, Funk und Kabel einen wichtigen Bestandteil zur Schließung der weißen Flecken. Dank der Innovation eines neuen Satelliten („KA-SAT“) sowie den dazugehörigen Bodenstationen wird es möglich sein, Haushalte sowie Unternehmen mit neuen Breitbanddiensten in ganz Deutschland und weiten Teilen Europas mit bis zu 10 Mbit/s zu versorgen.64

2.5 REGULIERUNGSANFORDERUNGEN AN NEUE NETZE

Durch den Ausbau neuer Netze entstehen einerseits neue regulierungspolitische Herausforde- rung sowie ökonomische Anreize zur optimalen Nutzung neuer Netzkapazitäten sowie ande- rerseits angemessene Gestaltungsoptionen von Investitionsanreizen. Durch die Konvergenz der verschiedenen Dienste steigt die Wettbewerbsintensität des Zugangs zum Endkunden. Zudem wird die technologische Neutralität seitens der Regulierung verletzt, da TV- Kabelnetzbetreiber bereits über einen „oligopolitischen Bottleneck“ verfügen. Des Weiteren müssen Investitionskalküle in die Regulierungsbetrachtung miteinbezogen werden, da die Kupferkabel bereits seit Jahren verlegt und somit in der Regel abgeschrieben sind. Es stellt sich somit die Frage nach einer angemessenen Regulierungsgestaltung, um Investitionsanreize zu schaffen, die eine Verlegung der Glasfaserkabeln in die Realität umsetzen lässt.65

Der Aufbau der neuen Netze vollzieht sich in den verschiedenen Mitgliedsstaaten in differen- zierter Weise und Geschwindigkeit. Diese Unterschiede sind z. T. auf die Infrastrukturausstat- tung sowie auf die finanzielle Förderung durch die jeweilige öffentliche Hand zurückzufüh- ren.66 Vor allem die Kosten der Verlegung von Glasfasernetzen sind hoch (1.000-2.000 EUR pro Haushalt in dicht besiedelten Gebieten). Die Kosten für FTTH werden als fünffach höher als bei der VDSL-Technologie gesehen. Zudem wird ein vollständiger Roll-out (d. h. zu allen Endkunden) in keinem europäischen Land als profitabel erachtet. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wird der FTTH-Ausbau beispielsweise in Frankreich nur zu 25 % befürwortet.67

Als problematisch werden speziell zwei weitere wesentliche Gesichtspunkte gesehen. Zum einen sehen sich die Investoren beim Ausbau ihrer Netze hohen Risiken ausgesetzt und zum anderen wird seitens der Wettbewerber eine mangelnde Transparenz beklagt. In Bezug auf die mangelnde Transparenz sollten die jeweiligen Regulierungsbehörden die Incumbents dazu verpflichten, den Wettbewerbern Informationen bezüglich des Ausbaus der Netze zur Verfügung zu stellen, um somit einen reibungsfreien Übergang von der heutigen Netztechnologie auf die zukünftige Netztechnologie zu gewährleisten.68

Die Regulierung der NGN-Netze ist als umstritten anzusehen. Während führende NGN- Investoren eine Deregulierung anstreben, sind die Newcomer eher an einer Preisregulierung bei der Netznutzung interessiert. Durch eine Preisregulierung könnte jedoch auf neuen Märk- ten - ggf. hervorgerufen durch Produkt- und Prozessinnovationen - dem Innovator (darunter auch der Ex-Monopolist) die Schumpeter’sche Rente wegreguliert werden. Dies würde erheb- liche Wohlfahrtsverluste mit sich ziehen. Bietet beispielsweise ein marktbeherrschendes Un- ternehmen eine digitale Produktinnovation über ein neuartiges NGN-Netzwerk an, so gilt es erstens zu klären, ob Neuanbieter einen regulierten Zugang zum NGN erhalten sollen, und zweitens, ob das marktbeherrschende Unternehmen das Altnetz noch aufrechterhalten muss. Der letztere Punkt bezieht sich auf den regulierten Marktzugang, den die Neuanbieter wäh- rend der Marktöffnungsphase erhalten hatten. Aufgrund der zusätzlichen Kosten wird der „Altnetzbesitzer“ bei vollständiger Umstellung auf die neue Technologie wohl einer Auf- rechterhaltung widersprechen.69

Nach der NGA-Empfehlung der EU-KOM werden die Nationalen Regulierungsbehörden (NRB) dazu angehalten, für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Förderung von Inves- titionen und der Wahrung des Wettbewerbs zu sorgen. Ferner ist das Investitionsrisiko der Netzbetreiber bei der Festlegung der Zugangspreise durch die NRB in einem „ angemessenen Verhältnis “ zu berücksichtigen. Die Regulierung wird somit auch auf Unternehmen mit be- trächtlicher Marktmacht ausgeweitet, wodurch verhindert wird, dass die Incumbents einen Vorsprung bei der FTTB/FTTH-Kundengewinnung erhalten. Es gilt jedoch darauf zu achten, dass drastische regulatorische Bedingungen nicht für jeden Marktteilnehmer obligatorisch sind, da diese eine investitionshemmende Wirkung entfalten könnten. Marktteilnehmer ohne beträchtliche Marktmacht sollten vor diesem Hintergrund vielmehr regulierungsfrei bleiben. Sogenannte Open-Access-Geschäftsmodelle könnten hierbei für eine nachhaltige Wettbe- werbsförderung sowie für die Erschließung von Regionen ohne Breitbandzugang förderlich sein.70

3 VOLKSWIRTSCHAFTLICHE ANALYSE DIGITALER MARKTDYNAMIK

3.1 MONOPOLMÄRKTE

Zu Beginn der Neunzigerjahre setzte in mehreren OECD-Ländern eine Liberalisierungswelle ein, die zu einer Veränderung der Marktstruktur vor allem in der netzbasierten Industrie geführt hat. In den Sektoren der Telekommunikation71, Eisenbahn- und Flugverkehr, der netzgebundenen Energieversorgung sowie dem Postwesen wurde darüber entschieden, die Machtverhältnisse der jeweilig bestimmten Unternehmen aufzulösen.72

Die vorherige Existenz eines Monopols in den genannten Bereichen wurde bis zu diesem Zeitpunkt als Normalzustand angesehen. Lange Zeit wurden den Anbietern in Netzindustrien Monopolrechte eingeräumt, um die Leistungserstellung nur durch einen Anbieter zu garantieren. Jedoch bringen Monopolmärkte aus ökonomischer Sicht unterschiedliche Probleme mit sich.73 Bevor jedoch auf die Probleme eingegangen werden, soll zunächst die Frage beantwortet werden, was unter einem Monopolmarkt zu verstehen ist.

Demnach versteht man unter einem Monopol eine „ Marktform, bei der auf der Seite des An- gebots nur ein aktueller Verkäufer vorhanden ist (Angebotsmonopol), während die Nachfra- geseite viele kleine Nachfrager aufweist. Bei einem geschlossenem Markt spricht man auch von einem absoluten Monopol, während das Monopol bei offenem Markt als prozessuales Monopol bezeichnet wird. “ 74 Dabei gilt es, das natürliche, rechtliche sowie wirtschaftliche Monopol zu unterscheiden.75

3.1.1 NATÜRLICHE MONOPOLMÄRKTE

Unter einem natürlichen Monopol wird in der Volkswirtschaftslehre derjenige Zustand verstanden, bei dem ein einziger Anbieter einen Markt kostengünstiger bedienen kann als mehrere Anbieter.76 Dieser Vorteil entsteht in der Regel durch einen Größenvorteil (auch Economies of Scale genannt) des Anbieters. Die sogenannten „ Economies of Scale “ treten immer dann auf, wenn infolge steigender Produktionsmenge die Stückkosten bei gegebener Kapazität sinken.77 Konkurrierende Unternehmen, die diese Größenvorteile nicht im selben Umfang bzw. überhaupt nicht oder nicht im selben Zeitraum abfangen können, würden in einen Preiskampf eintreten, welcher meist ruinös endet.78

Die Abbildung 4 verdeutlicht das Zustandekommen eines solchen Zustandes wie folgt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4 Natürliche Monopole in der TK im Ein-Produkt-Fall79

[...]


1 Vgl. DEWENTER, R.; HAUCAP, J. (2004): Die Liberalisierung der Telekommunikationsbranche in Deutschland,

S. 1.

2 Vgl. VATM (2009): VATM-Konzeption für eine NGA-/HVt-Migration unter Berücksichtigung des OpenAccess-Ansatzes, S. 2.

3 Vgl. EUROPÄISCHE KOMMISSION (2001): Zweiter Bericht über den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt - Die wissensbasierte Wirtschaft, S. 62.

4 Vgl. BMWI (2009): Monitoring 12 Faktenbericht 2009, S.13.

5 Die Agenda Europa 2020 besteht aus sieben Leitlinien und setzt das Ziel einer hohen Beschäftigung und Produktivität in einer kohlendioxidarmen Wirtschaft mit weitreichendem sozialem Zusammenhalt, das durch konkrete Maßnahmen auf EU-Ebene und auf nationaler Ebene erreicht werden soll. Vgl. hierzu EUROPEAN COMMISSION (2010): A Digital Agenda for Europe; S. 3f.

6 Vgl. EUROPEAN COMMISSION (2010): Progress Report on the Single European Electronic Communications Market 2009 (15th Report), S. 3.

7 Vgl. EUROPEAN COMMISSION (2010): A Digital Agenda for Europe, S. 4.

8 Bereit gestellt werden diese Komponenten von Netzausrüstungsfirmen z. B. Alcatel, Siemens, Cisco, Huawei

9 Vgl. WELFENS, P.J.J. (2006): Die Zukunft des Telekommunikationsmarktes, S. 15.

10 Vgl. WELFENS, P.J.J. (2006): Die Zukunft des Telekommunikationsmarktes, S. 16.

11 Vgl. WELFENS, P.J.J. (2006): Die Zukunft des Telekommunikationsmarktes, S. 29.

12 Vgl. MAGEDANZ, T. (2007): Kommunikationsplattformen für maßgeschneiderte Dienste, S. 177.

13 Vgl. ITU (2009): Information Society Statistical Profiles - Europe, S. 15.

14 Vgl. MAGEDANZ, T. (2007): Kommunikationsplattformen für maßgeschneiderte Dienste, S. 177.

15 Vgl. EUROPEAN COMMISSION (2010): Progress Report on the Single european Electronic Communications Market 2009 (15th Report), S. 3.

16 Vgl. WELFENS, P.J.J. (2006): Die Zukunft des Telekommunikationsmarktes, S. 39.

17 Vgl. GERPOTT, T.J. (2003): Konvergenzstrategien von Mobilfunk- und Festnetzanbietern, S. 629.

18 Vgl. EUROPEAN COMMISSION (2010): Progress Report on the Single european Electronic Communications Market 2009 (15th Report), S. 3.

19 Vgl. LITTLE, A.D. (2010): Ersetzt mobiles Internet bald stationäres Internet?, in: http://www.adlittle.de/pressemeldungen_de.html?&no_cache=1&view=299, abgerufen am: 10.05.11.

20 Vgl. MAGEDANZ, T. (2007): Kommunikationsplattformen für maßgeschneiderte Dienste, S. 178.

21 Vgl. LITTLE, A.D. (2010): Ersetzt mobiles Internet bald stationäres Internet?, in: http://www.adlittle.de/pressemeldungen_de.html?&no_cache=1&view=299, abgerufen am: 10.05.11.

22 Vgl. ORANGE (2011): Festnetzkosten sparen, Festnetznummer behalten, in: http://www.orange.at/Content.Node/business/festnetzersatz/mobiles-festnetz/, abgerufen am 13.05.11.

23 Vgl. T-SYSTEMS ENTERPRISE (2007): White Paper Next Generation Network, S.2.

24 Vgl. LITTLE, A.D. (2009): Telecom operators, Reviving the fixed Line, S.1.

25 Vgl. MAGEDANZ, T. (2007): Kommunikationsplattformen für maßgeschneiderte Dienste, S. 178f.

26 Vgl. KAACK, J. (2010): 15 Jahre digitaler Mobilfunk, in:

http://www.mittelstandswiki.de/15_Jahre_digitaler_Mobilfunk, abgerufen am 16.02.2011.

27 Die MMS-Funktion stellt eine technische Weiterentwicklung der SMS-Funktion dar, die einem Endkunden die Möglichkeit bietet, mit einem dafür geeigneten Endgerät multimediale Nachrichten an andere mobile Endgeräte bzw. an E-Mail-Adressen zu schicken. Vgl. hierzu MAST, C.; HUCK, S.; ZERFAß, A. (2006): Innovationskommunikation in dynamischen Märkten, S. 92.

28 Vgl. DIALOG CONSULT/VATM (2010): 12. gemeinsame TK-Marktanalyse 2010, S. 27.

29 Vgl. BVDW (2010): Europaweite Daten zur digitalen Wirtschaft - MC DD 2009, S. 15.

30 Vgl. PRICEWARTERHOUSECOOPERS (2009): Global entertainment and media outlook: 2009-2013, S. 116

31 Vgl. VANIER, F. (2011): World Broadband Statistics: Short Report Q4 2010, S.8

32 Vgl. DSTGB (2010): Mehr Breitband für Deutschland, S. 10.

33 VANIER, F. (2011): World Broadband Statistics: Short Report Q4 2010, S.8

34 Vgl. DSTGB (2010): Mehr Breitband für Deutschland, S. 10.

35 Vgl. WELFENS, P.J.J. (2006): Die Zukunft des Telekommunikationsmarktes, S. 28.

36 Vgl. BITKOM (2009): Praxisleitfaden E-Commerce, S. 6.

37 Vgl. BITKOM (2009): Praxisleitfaden E-Commerce, S. 9.

38 Vgl. MAGNAGLOBAL (2011): 2011 Advertising Forecast, S. 13, in: http://www.magnaglobal.com/wp- content/uploads/downloads/2010/12/2011-MAGNAGLOBAL-Advertising-Forecast-Abbreviated.pdf, abgerufen am: 22.05.11.

39 Vgl. SPIEGEL (2011): Internetstrategie - Media-Saturn kauft Online-Händler Redcoon, in: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,754163,00.html, abgerufen am: 22.05.11.

40 Vgl. GRAUMANN, S. (2009): „Monitoring Informations- und Kommunikationswirtschaft 2009“, in: http://www.tns-infratest.com/presse/presseinformation.asp?prID=700; abgerufen am 03.05.11.

41 Vgl. MAGEDANZ, T. (2007): Kommunikationsplattformen für maßgeschneiderte Dienste, S. 178f.

42 Vgl. DOMMERMUTH, F. (2011): Digital World Economy and Regulatory Polices, S. 102ff.

43 Vgl. KURTH, M. (2010): Außer Kontrolle, S. 10.

44 Vgl. SPIEGEL (2010): US-Regulierer wollen Netzneutralität durchsetzten, in: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,732272,00.html, abgerufen am: 03.04.11

45 Vgl. BUNDESTAG (2010): Öffentliche Anhörung Netzneutralität, in: http://www.bundestag.de/internetenquete/Oeffentliche_Anhoerung_Netzneutralitaet/index.jsp, abgerufen am: 03.04.11.

46 Vgl. DOMMERMUTH, F. (2011): Digital World Economy and Regulatory Polices, S. 107.

47 Vgl. DOMMERMUTH, F. (2011): Digital World Economy and Regulatory Polices, S. 105ff.

48 Vgl. BUNDESTAG (2010): Öffentliche Anhörung Netzneutralität, in: http://www.bundestag.de/internetenquete/Oeffentliche_Anhoerung_Netzneutralitaet/index.jsp, abgerufen am: 03.04.11.

49 Vgl. BOEING, N. (2010): Droht ein Zwei-Klassen-Internet?, in: http://www.zeit.de/zeit- wissen/2010/06/Internet-Daten-Netzneutralitaet, Abruf: 04.04.11.

50 Vgl. DOMMERMUTH, F. (2011): Digital World Economy and Regulatory Polices, S. 105.

51 Vgl. RUHLE, E.O. (2010): Der Staat auf allen Seiten des Glasfaserausbaus, S.3.

52 Vgl. RUHLE, E.O. (2010): Der Staat auf allen Seiten des Glasfaserausbaus, S.4f.

53 Vgl. TRICK, U.; WEBER, F. (2009): SIP, TCP/IP und Telekommunikationsnetze, S. 31.

54 Vgl. RUHLE, E.O. (2010): Der Staat auf allen Seiten des Glasfaserausbaus, S.7.

55 MAGEDANZ, T. (2007): Kommunikationsplattformen für maßgeschneiderte Dienste, S. 180.

56 Die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) wird häufig als letzte Meile bezeichnet und beschreibt die Leitung zwischen dem Endkunden und dem vermittelnden Netzzugangsknoten. Vgl. hierzu REINECKE, R.D.; BOCK, F. (2007): Gabler Lexikon - Unternehmensberatung, S. 4.

57 Vgl. RUHLE, E.O. (2010): Die Perspektiven des Glasfaserausbaus für den deutschen TK-Markt, S.5.

58 Vgl. BRILLIANT, A. (2008): Digital and analog fiber optic communications for CATV and FTTx applications, S.4

59 Eigene Darstellung

60 Die WiMAX-Technologie basiert auf dem IEEE Standard (802.16) und ermöglicht die Bereitstellung von Breitbanddiensten, welche im Jahre 2006 durch die koreanische Telekom für den Markt realisiert wurde. Die Technologie sollte speziell in Gebieten wo kein DSL-Zugang möglich ist eingesetzt werden. Vgl. hierzu KATZ, M.D.; FITZEK, F.H.P. (2009): WiMAX evolution: emerging technologies and applications, S.3; SCHREINER, R. (2009): Computernetzwerke, S. 179.

61 Vgl. SJURTS, I. (2011): Gabler Lexikon Medienwirtschaft, S. 414

62 Vgl. MAIER, S. (2010): LTE geht an den Start, Geräte folgen später, S. 62.

63 Vgl. O. V. (2011): LTE-Smartphones: Erst in drei Jahren marktreif, in: http://www.chip.de/news/LTE- Smartphones-Erst-in-drei-Jahren-marktreif_47894780.html, abgerufen am: 06.04.11.

64 Vgl. O. V. (2011): Neue Satellitentechnologie bringt schnelles Internet in jeden Winkel in: http://www.weisseflecken.de/aktuelles-details.html?&tx_ttnews[tt_news]=1153&tx_ttnews[backPid]=133&cHas h=68d0718ca9f8f947c34ea593fa791ac6, abgerufen am: 06.04.11

65 Vgl. WELFENS, P.J.J.; VOGELSANG, M. (2009): Regulierung und Innovationsdynamik in der EUTelekommunikationswirtschaft, S. 11ff.

66 Vgl. BMWI (o. J.): Stellungnahme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zur Empfehlung der Europäischen Kommission über den regulierten Zugang zu Next Generation Access Networks, S. 2.

67 Vgl. NEUMANN, K. H. (2009): Wettbewerbsmodelle bei Next Generation Access, S. 8f.

68 Vgl. BMWI (o. J.): Stellungnahme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zur Empfehlung der Europäischen Kommission über den regulierten Zugang zu Next Generation Access Networks, S. 2.

69 Vgl. WELFENS, P.J.J.; VOGELSANG, M. (2009): Regulierung und Innovationsdynamik in der EUTelekommunikationswirtschaft, S. 14f.

70 Vgl. O. V. (2010): Breko begrüsst NGA-Empfehlung der EU-Kommission, in: http://www.smart-metering- 21.de/nc/related-e-zaehler-news/artikel/45998-breko-begruesst-nga-empfehlung-der-eu-kommission/192/, abgerufen am: 08.04.11; MCDONOGH, T. (2011): Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses zu dem „Vorschlag für einen Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates über das erste Programm für die Funkfrequenzpolitik, S. C107/56 ff.

71 Im weiteren Verlauf der Arbeit wird nur auf den Bereich der Telekommunikation eingegangen. Für die Liberalisierungsprozesse in der Eisenbahn- und Flugverkehr, Elektrizität und dem Postwesen siehe WINDISCH, R. (1987): Privatisierung natürlicher Monopole im Bereich von Bahn, Post und Telekommunikation

72 Vgl. WAIZ, E.; ALKAN, D. (2006): Kommunale Gestaltung der Daseinsvorsorge im Europäischen Binnenmarkt, S. 134.

73 Vgl. DEWENTER, R.; HAUCAP, J. (2004): Die Liberalisierung der Telekommunikationsbranche in Deutschland, S. 1.

74 GABLER VERLAG (o. J.): http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/3358/monopol-v7.html; abgerufen am: 03.04.11.

75 Hierbei soll im Folgenden nur auf das natürliche Monopol eingegangen werden, da diese Monopolform eine grundlegende Ursache im Hinblick auf die Telekommunikation darstellt. Detailreichere Informationen zu rechtlichen und wirtschaftlichen Monopolen, sind jedoch in der einschlägigen Literatur zu finden.

76 Vgl. SIEBERT,H.; LORZ,O. (2007): Einführung in die Volkswirtschaftslehre, S. 137.

77 Vgl. KLAUS, S. (2009): Deregulierung der netzbasierten Infrastruktur, S. 180.

78 Vgl. PETERS, H.-R. (2000): Wirtschaftspolitik S.190.

79 WINDISCH, R. (1987): Privatisierung natürlicher Monopole im Bereich von Bahn, Post und Telekommunikati- on, S.44.

Details

Seiten
105
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656140214
ISBN (Buch)
9783656140436
Dateigröße
1.8 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v189668
Institution / Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
1,7
Schlagworte
TK-Markt VWL Regulierung Deregulierung

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Titel: Deregulierung, Innovation und Wettbewerb in der Telekommunikation in ausgewählten europäischen Ländern