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Die Goodwill-Bilanzierung nach US-GAAP und deren Auswirkung auf bilanzanalytische Kennzahlen

Diplomarbeit 2003 111 Seiten

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abstract

1 Grundlagen und Ziele der Analyse von US-GAAP - Abschlüssen
1.1 Begriff der Jahresabschlussanalyse
1.2 Allgemeine Grundsätze der internationalen Bilanzanalyse
1.2.1 Motivation einer internationalen Bilanzanalyse
1.2.2 Ausrichtung der internationalen Bilanzanalyse
1.2.3 Grenzen der internationalen Bilanzanalyse
1.3 Ausrichtung der Analyse von HGB – Abschlüssen
1.4 Ausrichtung der Analyse von US-GAAP – Abschlüssen
1.5 Die Datenbasis für die Jahresabschlussanalyse in der US-amerikanischen Rechnungslegung
1.6 Bilanzpolitische Spielräume in der US-amerikanischen Rechnungslegung

2 Der Goodwill als Problem der Jahresabschlussanalyse
2.1 Begriffliche Abgrenzung
2.2 Grundzüge der Goodwill-Bilanzierung nach US-GAAP
2.2.1 Ansatz und Bewertung bei Erstbilanzierung
2.2.2 Ansatz und Bewertung bei Folgebilanzierung
2.2.3 Abgrenzung zur handelsrechtlichen Bilanzierung
2.3 Der Goodwill in der Jahresabschlussanalyse
2.3.1 Bilanzpolitische Ermessensspielräume durch die Goodwill-Bilanzierung
(1) Ermessensbehaftete Aktivierung von immateriellen Vermögensgegenständen
(2) Ermessensbehaftete Bildung der reporting units
(3) Ermessensbehaftete Allokation von Vermögensgegenständen und Schulden auf die r eporting units
(4) Ermessensbehaftete Allokation des Goodwill auf die reporting units
(5) Ermessensbehaftete fair value- Bewertung
2.3.2 Ausweis der Behandlung des Goodwill im Jahresabschluss
2.3.3 Empirische Studien
2.3.4 Auswirkungen der Goodwill-Bilanzierung für die Jahresabschlussanalyse
2.3.5 Ansätze für Aufbereitungsmaßnahmen hinsichtlich der Goodwill-Bilanzierung für die Jahresabschlussanalyse
(1) Verrechnung mit dem Eigenkapital
(2) Schätzmethodik
(3) Ausklammerung der Goodwill-Abschreibung

3 Auswirkungen auf zahlungsstromorientierte Kennzahlen
3.1 Begriffliche Eingrenzung und Definition des ökonomischen Gewinns
3.2 Einflussfaktoren auf den ökonomischen Gewinn
3.3 Analyse der Auswirkungen auf den ökonomischen Gewinn durch die neue Goodwill-Bilanzierung
3.4 Auswirkungen auf ausgesuchte Kennzahlen zur Messung der Business Performance
3.4.1 Begriff und Ermittlung des Cashflow
3.4.2 Ansätze der Discounted Cashflow -Verfahren
3.4.3 Die Grundkonzeption des Cashflow Return on Investment
3.4.4 Das Economic Value Added- Konzept
3.4.5 Zusammenfassende Darstellung und Beurteilung der Auswirkungen
3.5 Auswirkungen auf klassische finanzwirtschaftliche Kennzahlen
3.5.1 Auswirkungen auf die Finanzlage
3.5.2 Auswirkungen auf das bilanzanalytische Eigenkapital

4 Auswirkungen auf erfolgswirtschaftliche Kennzahlen
4.1 Darstellung des operativen Ergebnisses
4.2 Die Eigenkapitalrentabilität
4.3 Die Gesamtkapitalrentabilität
4.4 Das Return on Investment-Konzept
4.5 Die Berechnung der Earnings per Share
4.6 Zusammenfassende Darstellung und Beurteilung der Auswirkungen

5 Ausblick

Anhang

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Ablaufschema des impairment tests nach SFAS 142

Abb. 2 Grundsätzliche Ermittlung des freien Cashflows

Abb. 3 Grundsätzliche Ermittlung des Cashflows

Abb. 4 Ermittlung der Zahlungen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Abb. 5 Ermittlung des bilanzanalytischen Eigenkapitals

Abb. 6 Ausweis des ordentlichen Betriebsergebnisses

Abstract

Aufgrund der immensen und immer weiter steigenden Bedeutung des Firmenwertes in den Jahresabschlüssen können schon geringfügige Änderungen von geltenden Standards die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage erheblich beeinflussen. Nach der Veröffentlichung der Standards SFAS 141 und 142 zur Bilanzierung des Goodwill durch das FASB am 29.06.2001 folgte eine Welle der Kritik sowohl durch Theorie als auch durch die Praxis. Das Ziel des FASB ist es, mittels der neu geschaffenen Regelungen den Informationswert der Jahresabschlüsse zu erhöhen. Dem Abschlussadressaten soll eine verbesserte Vergleichbarkeit von Finanzinformationen ermöglicht werden.

Die Standards wirken sich negativ auf bilanzanalytische Kennzahlen aus. Die Abschreibung des Firmenwerts wurde durch die Reform in Großen Teilen in das Ermessen des Bilanzierenden gestellt. Weit auslegbare Formulierungen und hohe Ermessensspielräume lassen die scharfe Kritik von allen Seiten zu. Wichtige Kennzahlen der Bilanzanalyse wurden auf ihre Einflussmöglichkeiten und mögliche Einflussszenarien hin untersucht. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass zur Messung der operativen Geschäftstätigkeiten, zahlungsstromorientierte Kennzahlen von der Bilanzierung und Bewertung des Geschäftswerts unberührt bleiben. Aufgrund des nicht monetären Charakters der Goodwill-Abschreibungen bleibt auch die finanzielle Lage des Unternehmens, ausgedrückt durch die Kapitalflussrechnung, von dem impairment-only-approach unbeeinflusst. Die durch den Übernahmeboom der vergangenen Jahre aufgebauten Geschäftswerte drohen das bilanzanalytische Eigenkapital zu eliminieren. Bei mehreren DAX-30 Unternehmen übersteigt der Goodwill das wichtige Eigenkapital und gefährdet damit die Sicherheitsreserven der Unternehmen. Gleichzeitig werden Kennzahlen, die das bilanzanalytische Eigenkapital zur Berechnung heranziehen in Mitleidenschaft gezogen. Der Jahresüberschuss wird künftig volatile Trends aufweisen. Fallweise impairments lassen den Jahresüberschuss dramatisch schmelzen, entsprechende Auslegungen der Standards lassen den Jahresüberschuss unbelastet von Goodwill-Amortisationen. Sämtliche erfolgswirtschaftliche Kennzahlen werden im Zeitverlauf durch volatilere Jahresüberschüsse unvergleichbar. Analysten empfehlen daher den Goodwill zwar in der Kapitalstruktur zu belassen, seine Abschreibung allerdings auszuklammern. Eine Eliminierung der Goodwill-Abschreibung für die Zwecke der Bilanzanalyse wird der betriebswirtschaftlichen Theorie nicht gerecht. Das Management ist für Akquisitionen und damit für die daraus resultierenden Geschäftswerte verantwortlich. Außerplanmäßige Abschreibungen lassen nach objektiver Auslegung der Standards auf eine Wertminderung und damit eventuell auf einen zu hohen Übernahmepreis schließen, wofür das Management zur Verantwortung gezogen werden muss. Eine Ausklammerung dieser Informationen aus einer Bilanzanalyse kann nicht bejaht werden. Als wesentliches Ergebnis lässt sich zusammenfassen, dass erfolgswirtschaftliche Kennzahlen, inklusive und vor Goodwill-Abschreibung ermittelt und gegenüber gestellt werden sollten. Aufgrund der weiten Ermessensspielräume empfiehlt es sich, neben den klassischen Kennzahlen, moderne, intensivere Analysemethoden, wie z.B. die Diskriminanzanalyse einzusetzen. Weiter empfiehlt sich eine Analyse der Marktstellung und von Geschäftsmodellen sowie des Branchenumfeldes und der Marktentwicklung vorzunehmen.

Abstract

Because of the immense and increasing importance of the use of Goodwill in financial statements, marginal changes of current standards can considerably change the presentation of the financial standing and the net earnings of a firm. After the announcement of the Statements of Financial Accounting Standards No. 141 and No. 142 for the accounting of Goodwill by the FASB on July 29th , 2001, a wave of criticism by theory and practice followed. It is the intention of FASB to increase the value of the information that is contained in financial statements. The addressee of financial statements shall be given a better opportunity for the comparison of financial information.

The standards have a negative influence on financial ratios. The Goodwill write-off decision has almost been given to the discretion of the accountant. Widely interpretable wording and highly discretionary authority allow severe criticism from every side. Important ratios of the financial statement analysis have been analyzed on the probability of being altered and scenarios of possible influence. When summarized, it can be stated that for calculating the operating income, cash flow based ratios are not influenced by the accounting and assessment of goodwill. Because of the non-monetary character of Goodwill write-offs, even the financial situation, expressed through the cash flow statement, is not influenced by the impairment only approach. The accumulated Goodwill, which occurred primarily through the mergers and acquisitions boom of the past years, threatens to eliminate the modified equity for the financial statement analysis. At several DAX-30 companies, the Goodwill exceeds the important equity and endangers the contingency reserve of the company. At the same time those financial ratios, which include the modified equity, will be negatively affected. The net income will show volatile trends in the future. Remedial impairments can let the net income disapate dramatically, and analogous interpretations can keep the Goodwill write-off out of the income statement. All profitability ratios will be incomparable over a temporary basis because of the volatile net income trend. Therefore, analysts recommend to keep the Goodwill in the capital structure, but delete the write-off for the financial statement analysis. An elimination of Goodwill depreciation, for the analysis of financial statements, does not deal with the theory of business administration. The management is responsible for acquisitions and should therefore be held liable for the resulting Goodwill. Impairment write-off decisions, with an objective interpretation of the standards, actually impairments the Goodwill and might be connected to a too highly paid price for the acquisition. It is not acceptable for this information to be factored out of a financial statement analysis. It can be summarized that it is essential that profitability ratios, including and before Goodwill impairment, should be confronted. Because of the discretionary authority, it can be recommended that next to the classical ratio system, there should be an application of modern, more intense methods of analysis, like the discriminant analysis. Furthermore, it will be recommended to make an analysis of the position in the market and of the business models of the company, the environment of the branch, and the market development.

1 Grundlagen und Ziele der Analyse von US-GAAP - Abschlüssen

1.1 Begriff der Jahresabschlussanalyse

Mit Jahresabschluss- oder kurz Bilanzanalyse werden bestimmte Verfahren der Informationsgewinnung und -auswertung bezeichnet, mit deren Hilfe aus den Angaben des Jahresabschlusses und im Lagebericht Erkenntnisse über die Finanz- und Ertragslage der Unternehmung gewonnen werden.[1] Schneider setzt sich kritisch mit dieser häufig übernommenen[2] Definition auseinander und definiert seinerseits: „Bilanzanalyse heißt eine Neuordnung der Elemente zahlenmäßiger Abbilder in Jahresabschlüssen und Lageberichten unter betriebswirtschaftlichen Ordnungsmerkmalen, die dem handelsrechtlichen Jahresabschluss und Lagebericht nach Gesetz und GoB nicht innewohnen, aber einzelne Wissenswünsche von Empfängern der Rechnungslegung besser zu erfüllen haben.“[3] Nach der hier vertretenen Auffassung zielen beide Definitionen, wenn auch auf unterschiedlichen Wegen, auf das gleiche Ergebnis: Den nach gesetzlichen Vorgaben bzw. Standards aufgestellten Jahresabschluss den Informationsbedürfnissen der Adressaten entsprechend zu modifizieren und werden als Rahmen für die Untersuchung genutzt.

1.2 Allgemeine Grundsätze der internationalen Bilanzanalyse

1.2.1 Motivation einer internationalen Jahresabschlussanalyse

Eine von Choi und Levich im Jahre 1991 durchgeführte Studie zeigte u.a. auf, dass 50% der in New York, London und Tokio interviewten professionellen Investoren vor allem deshalb nicht in Aktien ausländischer Unternehmen investierten, weil sie nicht in der Lage waren, deren Abschlüsse zu analysieren.[4]

In der Weltwirtschaft sind Unternehmen und Kapitalmärkte seit jeher international ausgerichtet.[5] Aufgrund des in Deutschland stetig fortschreitenden Übergangs – weg vom Jahres- und Konzernabschluss nach HGB und hin zu internationalen Abschlüssen – kommt der Analyse solcher nach internationalen Grundsätzen erstellten Abschlüssen immer mehr Bedeutung zu. Die Analyse von Jahresabschlüssen, die nach internationalen Rechnungslegungsstandards erstellt worden ist, ist besonders aus Investorensicht eine unabdingbare Voraussetzung jeder Investition.

1.2.2 Ausrichtung der internationalen Bilanzanalyse

Nationale Rechnungslegungssysteme stellen traditionell länderspezifische Antworten auf länderspezifische Bedürfnisse dar. Das bedeutet, dass bei einer von nationalen Gegebenheiten geprägte Rechnungslegung ihre Konzeption und Methodik ihrer Analyse von nationalen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst.[6] So kommt u.a. Born zu der grundsätzlichen Annahme, dass Jahresabschlüsse nur dann qualifiziert analysiert werden können, wenn man Kenntnisse über angewendete gesetzliche Vorschriften, Rechnungslegung- und Bilanzierungsgrundsätze hat.[7] Die Bilanz habe beispielsweise international einen geringeren Stellenwert als nach deutschem Recht. Dies zeigt sich auch darin, dass sie oftmals hinter der GuV steht, während in deutschen Abschlüssen die umgekehrte Reihenfolge üblich ist.[8]

Für die Deutung eines mittels Rechnungslegungsvorschriften gezeichneten Unternehmensbildes ist das bloße Kennen dieser Regeln allerdings nicht ausreichend, vielmehr bedarf es das Verstehen der geltenden Bestimmungen. „Verstehen bedingt das Wissen um die Wurzeln, aus denen die herrschenden Verhältnisse gewachsen sind. Rechnungslegung ist ein soziales und kulturelles Konstrukt. Obwohl über das gemeinsame Fundament der doppelten Buchführung hinaus zwischen den verschiedenen Rechnungslegungssystemen Beeinflussungen bzw. Wechselwirkungen bestehen, weisen die verschiedenen Rechnungssysteme doch teils gravierende Unterschiede auf. Sie sind länderspezifische Antworten auf allgemeine und/oder länderspezifische Bedürfnisse, geprägt durch die geschichtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Gegebenheiten der jeweiligen Gesellschaft.“[9]

1.2.3 Grenzen der internationalen Bilanzanalyse

Die Grenzen der Analyse internationaler Abschlüsse werden dem Analysten recht schnell vor Augen geführt. So ergeben sich bereits wesentliche Unterschiede in der Formatierung und dem Inhalt der Bilanz und GuV,[10] die Umgliederungen für die Bilanzanalyse unumgänglich machen. Sie gelingen dem Außenstehenden allerdings nur bedingt.[11]

Ein weiteres relevantes in der Literatur diskutiertes Problem, stellen die unterschiedlichen rechtlichen und systematischen Grundlagen und Unterschiede dar, die zu einer immer größer werdenden Flut von Normen, Regelungen und Anweisungen werden.[12] So beruhen die unterschiedlichen Konzeptionen des statisch geprägten HGB einerseits, sowie der dynamisch ausgerichteten US-GAAP und IAS andererseits im Wesentlichen auf historischen Entwicklungen und unterschiedlichen Rechtstraditionen.[13] Der übergeordnete Bilanzierungsgrundsatz in den US-GAAP und den IAS ist das Prinzip der fair presentation (US-GAAP) bzw. des true and fair view (IAS). Oberstes Rechnungslegungsprinzip nach dem HGB hingegen ist der Grundsatz der Vorsicht. Die damit einhergehenden unterschiedlichen Informationsgehalte der Abschlüsse bergen erhebliche Schwierigkeiten für den außenstehenden Analysten.[14] Die unterschiedliche Behandlung von Geschäftsvorfällen nach den verschiedenen Rechnungslegungssystemen führt dazu, dass die bestehenden, auf die deutsche Rechnungslegung abgestimmten Analyse- und Beurteilungssysteme möglicherweise bei Anwendung auf internationale Abschlüsse nur noch beschränkt aussagekräftige Ergebnisse liefert.[15]

Die Problematik der Analyse und Aussagekraft internationaler Abschlüsse wird mit Hilfe des häufig aufgezeigten Beispiels der Umstellung des Daimler-Benz-Konzerns auf die US-amerikanische Rechnungslegung verdeutlicht: Im Jahre 1996 hat der Daimler-Benz Konzern aus Gründen der Teilnahme am New Yorker Aktienmarkt einen Abschluss sowohl nach HGB, als auch nach US-GAAP parallel aufgestellt. Trotz einer schon stark aufeinander abgestimmten Nutzung der Wahlrechte in beiden Abschlüssen gab es zum Teil gravierende Ergebnisunterschiede. Die Eigenkapitalrendite machte beispielsweise nach HGB 17% und nach US-GAAP 10% aus.[16]

1.3 Ausrichtung der Analyse von HGB – Abschlüssen

Das kontinentaleuropäische Konzept der Unternehmensanalyse ist im Wesentlichen auf die schon lange währende, von der Banque de France maßgeblich geprägte Tradition der Abschlussanalyse in Frankreich zurückzuführen. Es ist im Gegensatz zur anglo-amerikanischen Ausrichtung nicht auf Risiko- und Renditeeinschätzungen aus dem Blickwinkel der Investoren beschränkt. Diese Form der Abschlussanalyse versucht statt dessen, eine vollständige Unternehmensdiagnose zu stellen, in der auch andere Aspekte, wie z.B. die langfristige finanzielle Stabilität des Unternehmens mit berücksichtigt wird. Der Betrachtungsstandpunkt entspricht weniger dem eines Portfolio-Managers, der um die Profitabilität und die Liquidität einer Investition besorgt ist, sondern vielmehr dem eines Investors, der an einer langfristigen Verbindung mit dem Unternehmen und somit auch an dessen Existenzsicherung interessiert ist.[17]

1.4 Ausrichtung der Analyse von US-GAAP – Abschlüssen

Nach der Auffassung von Raffournier und Walton ist das anglo-amerikanische Konzept (entsprechend der grundsätzlichen wirtschaftlichen Verhältnisse) kapitalmarktorientiert. Die Analyse wird demzufolge, primär aus dem Blickwinkel des Investors durchgeführt, der im Wesentlichen am Risiko und der Rentabilität einer Investition interessiert ist. Aus der theoretischen Überlegung, dass der Wert eines Vermögensgegenstandes dem Barwert entspricht, der aus dem zu erwartenden künftigen Cashflow generiert wird, liegt der Schwerpunkt der Analysemaßnahmen auf der Abschätzung der Höhe und dem Risikoniveau der Cashflows, die das Unternehmen in der Lage ist, zu erwirtschaften.[18]

1.5 Die Datenbasis für die Jahresabschlussanalyse in der US-amerikanischen Rechnungslegung

Um die oberste Zielsetzung der US-amerikanischen Rechnungslegung, die fair presentation, zu erfüllen, müssen die folgenden basic financial statements offengelegt werden:

- Income statement (Gewinn- und Verlustrechnung)
- Balance sheet (Bilanz)
- Cash flow statement (Kapitalflussrechnung)
- Statement of changes in equity (Eigenkapitalveränderungsrechnung)
- Notes to the financial statements (Anhang)

Die management’s discussion and analysis – MD&A (Lagebericht) ist kein Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses. Er wird aber häufig freiwillig aufgestellt.[19]

Die US-GAAP enthalten keine konkreten Gliederungsvorschriften für die Bilanz und die GuV. Stattdessen „dominiert anscheinend das Informationsziel allgemein“.[20] Lediglich die SEC-berichtspflichtigen Unternehmen müssen die Anforderungen der Börsenaufsichtsbehörde erfüllen, die in Art. 5 (rule 5-02 und 5-03) der regulation S-X für börsennotierte Handels- und Dienstleistungsunternehmen spezifizierten Vorschriften zur Form einzureichenden Jahresabschlüsse vorgegeben hat.[21] In Abhängigkeit von ihrer Branchenzugehörigkeit sind für die Unternehmen unterschiedliche Gliederungsschemata für die Bilanz und die GuV verbindlich.[22]

1.6 Bilanzpolitische Spielräume in der US-amerikanischen Rechnungslegung

Betrachtet man die zentrale Zielsetzung der US-amerikanischen Rechnungslegung (decision usefulness) wie sie in SFAC 1 beschrieben ist, ist man geneigt anzunehmen, dass sich einem nach US-GAAP bilanzierenden Unternehmen keine bilanzpolitischen Spielräume eröffnen. Denn die offengelegten Daten müssen u.a. der Qualitätsanforderung reliability nachkommen, damit ein Abschluss als entscheidungsrelevant klassifiziert werden kann. Diese beinhaltet, dass die in den Jahresabschluss aufzunehmenden Informationen intersubjektiv nachprüfbar und damit in ausreichendem Maße objektiv sein müssen.[23]

Die US-GAAP kennen faktisch weniger explizite, von den Standardsettern offen eingeräumte Ansatz- und Bewertungswahlrechte (free choices) als die handelsrechtlichen Vorschriften. Daraus darf allerdings nicht auf die Nichtexistenz bilanzpolitischer Spielräume geschlossen werden. In der US-

amerikanischen Rechnungslegung sind Ermessensspielräume wesentlich bedeutsamer als in den handelsrechtlichen Vorschriften. Schildbach zeigt in mehreren kritischen Stellungnahmen zu den US-GAAP u.a. anschaulich eine Auswahl möglicher Ermessensspielräume auf. So werden z.B. Wertpapiere in drei Klassen „unmittelbar zum Handel bestimmt“, „bis zur Endfälligkeit zu halten“ und „ggf. mittelfristig zum Verkauf verfügbar“ eingeteilt. Von der Einteilung hängen die Bewertung (Anschaffungswert oder Zeitwert) und die Gewinnrealisation (unmittelbar bei Veränderung des Zeitwerts oder erst bei Ausscheiden des Wertpapiers) ab. Damit entscheidet das Ermessen in der Klassifizierung der Wertpapiere über den Gewinnausweis.[24] Angestoßen wurde die Diskussion im deutschsprachigen Raum um bilanzpolitische Spielräume in den US-GAAP durch einen Beitrag von Levitt, dem ehemaligen Chairman der SEC, der sich in einem viel zitierten Beitrag über die Schwächen der bis dato kaum kritisierten Rechnungslegung nach US-GAAP auseinandersetzt.[25]

2 Der Goodwill als Problem der Jahresabschlussanalyse

2.1 Begriffliche Abgrenzung

Der Geschäftswert ist der Überschuss des Gesamtwertes eines Unternehmens über dessen Substanzwert. Synonyme sind Firmenwert, Goodwill und Unternehmensmehrwert. Der Gesamtwert des Unternehmens wird nach den Grundsätzen der Unternehmensbewertung als Ertragswert i.S.d. Barwertes der vom Bewerter erwarteten zukünftigen Nettoausschüttungen an die Eigentümer zum Bewertungsstichtag ermittelt, sofern kein Marktpreis für das Unternehmen vorliegt. Der Unternehmenswert ist also der Wert des Eigenkapitals. Für Unternehmen, deren Anteile an liquiden Märkten gehandelt werden, wird der Gesamtwert durch Börsenkapitalisierung repräsentiert. Der Substanzwert ist die Summe aller einzelnen, zu ihrem jeweiligen Tagespreis am Bewertungsstichtag bewerteten Vermögensgegenständen abzüglich der Schulden.[26]

Ähnlich definiert das FASB den Goodwill als denjenigen Unterschiedsbetrag, der sich aus dem im Rahmen der Übernahme eines Unternehmens gezahlten Kaufpreis und den einzelnen zu Zeitwerten bewerteten übernommenen Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden ergibt.[27] Darüber hinaus gelten solche immateriellen Vermögenswerte als Goodwill, die die Voraussetzungen des SFAS 141.39 nicht erfüllen (SFAS 141.43).

2.2 Grundzüge der Goodwill-Bilanzierung nach US-GAAP

Am 29.06.2001 hat das US-amerikanische Financial Accounting Standards Board (FASB) mit der Verabschiedung von SFAS 141[28] (Business Combinations), und SFAS 142[29] (Goodwill and o ther intangible assets) das im August 1996 initiierte Business Combinations Project abgeschlossen.[30] Im Gegensatz zu der bisher international herrschenden Regelung, den Goodwill über die erwartete Nutzungsdauer planmäßig abzuschreiben oder mit dem Eigenkapital zu verrechnen,[31] hat das FASB in den veröffentlichten Standards die Abschreibung des Goodwill für Geschäftsjahre, die nach dem 15.12.2001 beginnen, generell untersagt (142.18). SFAS 141 behandelt die definitorische Abgrenzung des erworbenen Goodwill und regelt den Erstansatz sowie die Zugangsbewertung. SFAS 142 bestimmt die Folgebewertung des Geschäftswertes und legt Einzelheiten des i mpairment only approaches dar.[32] Der Sinn der neuen Regelungen erschließt sich im Kontext zur grundlegenden Neuausrichtung des financial accounting weg vom historical cost accounting hin zum fair value accounting.[33]

2.2.1 Ansatz und Bewertung bei Erstbilanzierung

Die im Rahmen einer Akquisition erworbenen Vermögenswerte und Schulden werden nach SFAS 141.35 mit ihren fair values angesetzt. Die Verfahren zur Ermittlung der Zeitwerte, wie zum Beispiel marktgängige Wertpapiere zu ihren Marktwerten werden in SFAS 141.37 genannt. Bisher war es gängige Praxis, den Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in einer Summe als Goodwill zu erfassen. Einzeln zu aktivieren sind nun alle immateriellen Vermögenswerte, deren künftige Nutzenzuflüsse vertraglich oder gesetzlich abgesichert sind. Durch Schaffung von objektivierten Ansatzkriterien sollen Erwerberunternehmen dazu angehalten werden, sämtliche vom Goodwill trennbaren immateriellen Vermögenswerte separat in der Bilanz zu erfassen und anschließend entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer fortzuführen.

2.2.2 Ansatz und Bewertung bei Folgebilanzierung

Im Rahmen der Folgebewertung wird die Werthaltigkeit des Goodwill auf der Ebene von zu bildenden reporting units (Berichtseinheiten) mindestens ein mal jährlich überprüft. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird nur dann vorgenommen, wenn der Goodwill einer reporting unit wertgemindert ist. Eine solche Wertminderung liegt vor, wenn der Buchwert des Goodwill einer reporting unit dessen implizieten fair value übersteigt (SFAS 142.18). Dieser Werthaltigkeitstest (impairment test) ist zweistufig vorzunehmen:[34]

- Im ersten Schritt ist der fair value der reporting units zu ermitteln und dem Buchwert ihres Eigenkapitals gegenüberzustellen. Eine Wertminderung wird vermutet, wenn der fair value der reporting units niedriger ist als der Buchwert des Eigenkapitals.
- Im zweiten Schritt ist die Höhe der Wertminderung zu ermitteln, falls der fair value der reporting unit unterhalb des Buchwerts des Eigenkapitals liegt, indem der implizite fair value des Goodwill ermittelt und dessen Buchwert gegenübergestellt wird. Der Buchwert des Goodwill ist dann in Höhe der ermittelten Wertminderung (impairment loss) herabzusetzen.

Der fair value der Berichtseinheiten entspricht grundsätzlich ihrem fiktivem Kaufpreis. Vom FASB werden als beste Grundlage für die Schätzung des fair values der reporting units notierte Marktpreise in aktiven Märkten (z.B. der Börsenkurs eines börsennotierten Tochterunternehmens) angesehen (SFAS 142.23). Notierte Marktpreise werden allerdings in der Praxis kaum vorhanden sein.[35] Daher dürften die Berichtseinheiten regelmäßig durch Bewertungsverfahren, wie zum Beispiel Discounted-Cashflow-Verfahren[36] bewertet werden, die im Einklang mit SFAC 7[37] stehen müssen[38] (SFAS 142.24).

[...]


[1] Vgl. Coenenberg, A. C. / Alvarez, M.: Bilanzanalyse, in: HWRP, 2002, S. 394.

[2] Vgl. in ähnlicher Form z.B. Sigloch, J. Jahresabschlussanalyse, in: HWU, 2002, S. 896, Gräfer, H. (2001), S. 19.

[3] Vgl. Schneider, D.: Erste Schritte zu einer Theorie der Bilanzanalyse, in: WPg, Heft 22, 1989, S. 634.

[4] Vgl. Choi, F. / Levich, R.: Behavioural effects of international accounting diversity, in: AH, Heft 2, 1991, S. 1 ff.

[5] Küting, K. / Weber, C.-P. (2001), S. 545 f.

[6] Vgl. Raffournier, B. / Walton, P.: Jahresabschlussanalyse im internationalen Kontext, in: UiW, 2000, S. 910.

[7] Vgl. u.a. Born, K. (2001), S. 107.

[8] Vgl. Ballwieser, W. / Hachmeister, D.: Möglichkeiten und Grenzen einer international ausgerichteten Abschlussanalyse, in: IU, 2000, S. 583.

[9] Vgl. Küting, K. / Harth, H.-J. / Leinen, M.: Anmerkungen zur international vergleichenden Jahresabschlussanalyse, in: WPg, Heft 17, 2001, S. 864.

[10] Vgl. dazu und zum Bilanzgliederungsverhalten deutscher Unternehmen Küting, K. / Busch, J.: Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung in deutschen Jahresabschlüssen, in: StuB, Heft 18, 2002, S. 885 ff.

[11] Vgl. Ballwieser, W. / Hachmeister, D.: Möglichkeiten und Grenzen einer international ausgerichteten Abschlussanalyse, in: IU, 2000, S. 580.

[12] Vgl. dazu kritisch Hakelmacher, S.: Standard und Stunt-Art – Kunststücke zeitgemäßer Rechnungslegung, in: WPg, Heft 4, 2003, S. 169 ff.

[13] Vgl. Dangel, P. / Hofstetter, U. / Otto, P. (2001), S. 19 ff.

[14] Vgl. Amman, H.: Probleme bei der Analyse von nach handelsrechtlichen Vorschriften oder internationalen Standards erstellten Konzernabschlüssen, in: IU, 2000, S. 627 ff.

[15] Vgl. Dangel, P. / Hofstetter, U. / Otto, P. (2001), S. 4.

[16] Vgl. zu dem viel beachteten Musterfall z.B. Lachnit, L. u.a.: Probleme einer international ausgerichteten Jahresabschlussanalyse, in: DB, Heft 44, 1998, S. 2177 ff.

[17] Vgl. Raffournier, B. / Walton, P.: Jahresabschlussanalyse im internationalen Kontext, in: UiW, 2000, S. 911.

[18] Vgl. Raffournier, B. / Walton, P.: Jahresabschlussanalyse im internationalen Kontext, in: UiW, 2000, S. 910.

[19] Vgl. z.B. Grüneberger, D. (2002), S. 6.

[20] Schildbach, T.: US-GAAP, 2002, S. 133.

[21] Vgl. Gliederungsvorschriften unter http://www.sec.gov/divisions/corpfin/forms/regsx.htm.

[22] Vgl. beispw. bei Pellens, B. (2001), S. 83 und Küting, K. / Busch, J.: Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung in deutschen Jahresabschlüssen, in: StuB, Heft 18, 2002, S. 885.

[23] Vgl. Brecht, A. (2002), S. 151.

[24] Vgl. Schildbach, T.: Rechnungslegung nach US-GAAP: Hoffnung und Wirklichkeit, in: BB, Heft 8, 1999, S. 411 f., Schildbach, T.: Reichweite, Eigenschaften und Legitimation der US-GAAP: Vor überzogenen Erwartungen wird gewarnt, in: StuB, Heft 4, 2000, S. 192 ff.

[25] Vgl. Levitt, A.: Spielen mit Zahlen – „The Numbers Game“, in: DB, Heft 51/52, 1998, S. 2544 ff.

[26] Vgl. z.B. Busse von Colbe, W.: Geschäfts- oder Firmenwert, in: HWRP, 2002, S. 884 f.

[27] Vgl. auch Delaney, P. u.a. (2002), S. 359.

[28] SFAS 141 setzt die bisherigen Vorschriften des APB-Opinion No. 16 „Business Combinations“ und SFAS 38 „A ccounting for Preacquisition Contingencies of Purchased Enterprises“ außer Kraft.

[29] SFAS 142 setzt die bisherige Vorschrift APB-Opinion No. 17 „Intangible Assets“, mit Ausnahme der Regelungen zu den selbst erstellten bzw. -entwickelten immateriellen Vermögenswerten außer Kraft.

[30] Vgl. zur Entwicklung der Standards z.B. Pejic, P. / Buschhüter, M.: Ende der planmäßigen Goodwill-Abschreibung?, in: KoR, Heft 3, 2001, S. 107 ff.

[31] Vgl. hierzu beispielsw. Hoegh-Krohn, N. J. / Knivsfla, K. H.: Accounting for Intangible Assets in Scandinavia, the UK, the US, and by the IASC: Challenges and a Solution, in: The International Journal of Accounting, Heft 2, 2000, S. 243 ff., Samuelson, J. / Brayshaw, R. / Craner, J. (1995), S. 181 ff.

[32] Vgl. hierzu grundlegend z.B. Davis, M. : US-GAAP: Rechnungslegung für immaterielle Vermögensgegenstände nach Verabschiedung der FASB Standards 141 und 142, in: DB, Heft 14, 2002, S. 697 ff., Haring, N.: Der Impairment-only-Approach der Goodwill-Bilanzierung gemäß FASB Statement No. 142, in: RWZ, Heft 12, 2001, S. 369 ff., Stauber, J. / Ketterle, T.: Goodwill-Bilanzierung nach US-GAAP, in: ST, Heft 10, 2001, S. 955 ff.

[33] Vgl. Hitz, J.-M. / Kuhner, C.: Die Neuregelung zur Bilanzierung des derivativen Goodwill nach SFAS 141 und 142 auf dem Prüfstand, in: WPg, Heft 6, 2002, S. 279.

[34] Vgl. auch Abb. 1.

[35] Vgl. Frowein, N. / Lüdenbach, N.: Der Goodwill-Impairment-Test aus Sicht der Bewertungspraxis, in: FB, Heft 2, 2003, S. 69 f., Küting, K. / Weber, C.-P. / Wirth, J.: Die neue Goodwillbilanzierung nach SFAS 142, in: KoR, Heft 5, 2001, S. 189.

[36] Vgl. ausführlicher zu den Bewertungsverfahren AAA: Equity Valuation Models and Measuring Goodwill Impairment, in: AH, Heft 2, 2001, S. 161 ff., Foster, J. / Upton, W.: Measuring Fair Value, in: Understandig the Issues, Volume 3, Juni 2001, abzurufen unter: http://www.fasb.org, Mard, J. u.a. (2002).

[37] Vgl. grundlegend zu SFAC 7 u.a. Hitz, J.-M. / Kuhner, C.: Erweiterung des US-amerikanischen conceptual framework um Grundsätze der Barwertermittlung, in: WPg, Heft 18, 2000, S. 889 ff., Starbatty, N.: Fair Value Accounting gemäß Statement of Financial Accounting Concept No. 7, in: WPg, Heft 10, 2001, S. 543 ff.

[38] Vgl. Haring, N.: Der Impairment-only-Approach der Goodwill-Bilanzierung gem. FASB Statement No. 142, in: RWZ, Heft 12, 2001, S. 372, Kahle, H.: Die neue Goodwill-Bilanz-ierung nach US-GAAP – Bilanzierung nach Belieben?, in: StuB, Heft 17, 2002, S. 854.

Details

Seiten
111
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638231961
Dateigröße
800 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v18953
Institution / Hochschule
Universität Paderborn – Lehrstuhl für internes und externes Rechnungswesen
Note
1,7
Schlagworte
Goodwill-Bilanzierung US-GAAP Auswirkung Kennzahlen

Autor

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Titel: Die Goodwill-Bilanzierung nach US-GAAP und deren Auswirkung auf bilanzanalytische Kennzahlen