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Unterrichtsstunde: Große Reiche und ihre Kulturen im Mittelmeerraum – Aus der Geschichte des Alten Griechenlands

Einblicke in das Leben einer attischen Familie – Erarbeitung anhand eines Lernbüfetts

Unterrichtsentwurf 2011 17 Seiten

Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe

Inhalt

1. Reihenplanung der Unterrichtssequenz

2. Lernvoraussetzungen

3. Lernziele der Unterrichtsstunde

4. Verlaufsplanung

5. Didaktisch-methodischer Kommentar

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang

1. Reihenplanung der Unterrichtssequenz

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Lernvoraussetzungen

Bei der zu unterrichtenden Lerngruppe handelt es sich um eine fünfte Klasse, die mit einer Klassenstärke von 26 Schülerinnen und Schülern (SuS) besetzt ist, die mir seit Beginn meines zweiten Jahres als Lehramtskandidatin im August 2010 bekannt ist. Da der Politik- bzw. Geschichtsunterricht im Wechsel stattfindet, hatte die Klasse in den ersten Wochen des Schuljahres jeweils zwei Stunden Politikunterricht pro Woche. In der 39. Kalenderwoche hat der Geschichtsunterricht begonnen und wurde seitdem durchgehend unterrichtet.

Zu den allgemeinen Lernvoraussetzungen ist zu erwähnen, dass die Grundstimmung in der Klasse 5a und das Verhalten sowie Miteinander der SuS als offen, freundlich, rücksichtsvoll sowie hilfsbereit beschrieben werden können. Falls ein Mitschüler Unterstützung benötigt, zum Beispiel beim Lösen von Problemen, gibt es immer zahlreiche Kinder, die gerne Hilfestellung geben. Während meiner Tätigkeit als Lehramtskandidatin sind mir in dieser Klasse keine Auseinandersetzungen oder Konfliktsituationen zwischen den Kindern aufgefallen, die einer speziellen Erwähnung bedürfen. Auch das Verhältnis zwischen den SuS und den Lehrkräften ist meines Erachtens offen, herzlich und durch einen sehr respektvollen Umgang miteinander geprägt.

Die Klasse ist seit Beginn des Schuljahres sehr interessiert an dem neuen Fach und leicht zu begeistern für die Einführung von neuen Methoden. Das allgemeine Wissens- und Lernniveau ist sehr heterogen, das Leistungsspektrum kann von sehr gut bis mangelhaft beschrieben werden. Es gibt allerdings viele gute bis sehr gute Lernende, die sich aktiv und motiviert am Unterrichtsgeschehen beteiligen und dargelegte Zusammenhänge schnell verstehen. Lediglich drei bis vier Schülerinnen und Schüler der Klasse erscheinen nicht durchgehend begeistert, können meist dem neuen Lernstoff nicht sofort folgen und benötigen viel Motivation, Zuspruch und auch Ermahnungen hinsichtlich der Einhaltung der Unterrichtsregeln.

Die folgende Tabelle soll noch einmal den Leistungsstand der einzelnen Schülerinnen und Schüler verdeutlichen.[1]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In den Hospitationsstunden war zu beobachten, dass die Schülerinnen und Schüler bei der Methode des Unterrichtsgespräches sehr aktiv mitwirkten. Sobald die Lernenden Arbeitsaufträge schriftlich erledigen sollten, wurden die unterschiedlichen Leistungsniveaus erkennbar. Die Mehrheit der SuS waren in der Lage, ihre Aufgaben korrekt und in einem angemessenen Schreibtempo zu erledigen. Die leistungsschwachen SuS jedoch brauchten sehr viel Zeit, um die gestellte Aufgabe zu verstehen und mit dem Schreiben zu beginnen. Dies hatte zur Folge, dass die leistungsstärkeren SuS oft schon fertig waren, während die leistungsschwächeren erst begannen, die entsprechenden Aufgaben zu bearbeiten.

Die SuS sind im Geschichtsunterricht unterschiedliche Arbeitsmethoden gewohnt. Offene und kooperative Arbeitsformen wurden eingeführt. Dabei wurden immer die unterschiedlichen Leistungsniveaus berücksichtigt, die Stärken der SuS gefördert und ausgebaut, Kommunikationsanlässe sowie das Arbeiten im individuellen Tempo ermöglicht. Darüber hinaus sind die SuS bereits an Partner- und Gruppenarbeit gewöhnt, auch beherrschen sie das Arbeiten an Stationen oder an einer Lerntheke beziehungsweise einem Lernbüfett. Anzumerken ist allerdings, dass die SuS sonst eher lehrerzentrierten Unterricht gewohnt sind und oftmals noch unsicher sind, wenn sie selbstständig Aufgaben erledigen sollten, da sie bemüht sind, alle Arbeitsaufträge stets korrekt und ordentlich zu erledigen. Dies zeigte sich besonders, wenn sie bei der Lehrkraft nachfragten, wie sie die Aufgabe erledigen sollen, wobei sie eigentlich verstanden haben, was von ihnen verlangt wurde. In den letzten Stunden war schon mehr Selbstständigkeit bei den Lernenden zu erkennen, aber in außergewöhnlichen und neuen Situationen tritt diese Unsicherheit möglichweise wieder in Erscheinung.

In der Unterrichtssequenz „Große Reiche und ihre Kulturen im Mittelmeerraum“ haben die Schülerinnen und Schüler bereits wichtige neue Begriffe wie Polis, Hellenen, Kolonien, Kolonisation, Monarchie, Aristokratie, Demokratie, Bürger, Sklaven, Volksversammlung, Scherbengericht, Pnyx und Homer kennen gelernt und somit ihre Sachkompetenz bezüglich dieses Themas erweitert. Auch wurde ihre Methodenkompetenz hinsichtlich der Auswertung einer Geschichtskarte und der Entschlüsselung von einem Schaubild über die Demokratie in Athen ergänzt. Inhaltlich haben sie bereits Kenntnisse über die landschaftlichen Merkmale Griechenlands, die Gründe und Bedeutung der Kolonisation, religiöse Feiern und Wettkämpfe am Beispiel der Olympischen Spiele gewonnen. Auch die Entstehung der Demokratie und der Sieg über die Perser, durch die Athen als die bedeutendste Polis Griechenlands hervorging, waren Themen der vorhergehenden Stunden.

Die einzelnen Inhalte zum Themenbereich Olympische Spiele wurden mithilfe einer Lerntheke erarbeitet. Den Schülerinnen und Schülern war dabei freigestellt, in welcher Sozialform sie sich die Inhalte aneignen. Die meisten Lernenden entschieden sich für die Arbeit in Kleingruppen. Dabei war allerdings auffällig, dass einige Gruppen nicht effektiv zusammenarbeiteten, sondern sich gegenseitig ablenkten, vor allem durch Privatgespräche. Im Feedbackgespräch wurde gemeinsam entschieden, dass vorläufig die Lehrkraft die Gruppenzuteilung bei solchen Methoden vornimmt, um so die SuS in einer heterogenen Gruppe zusammen zu bringen.

In Bezug auf den Geschichtsunterricht ist weiterhin anzumerken, dass die Lernenden sehr interessiert sind. Das zeigte sich u.a. daran, dass die SuS viele Fragen stellen, um ihre Kenntnisse zu historischen Themen zu vertiefen. Des Weiteren brachten sie in den letzten Wochen unaufgefordert Materialien wie z.B. Bücher, Zeitungsausschnitte oder Hörspiele mit, um diese der Lehrkraft und ihren Mitschülern vorzustellen. Auch zeigten sie sich sehr interessiert an Erzählungen und Geschichten aus dem antiken Griechenland. Sie fragten häufig, ob die Lehrkraft wieder Geschichten erzählen bzw. vorlesen würde. Des Weiteren wurde es auch offensichtlich, dass alle SuS sehr gerne lesen und sich oftmals mit Begeisterung in Geschichten über die Alte Welt vertiefen.

Weiterhin ist bezüglich des fachlichen Wissens zu erwähnen, dass die Kinder nicht nur den Unterricht motiviert und wissensdurstig verfolgen, sondern auch oftmals zu Hause in Lexika oder im Internet Erkundungen einholen zu den aktuellen Themen, um ihr Wissen im Unterricht sowie in den Pausen der Lehrkraft mitzuteilen.

Als kritisch sollte noch erwähnt werden, dass in den letzten Wochen die Klasse durch einen hohen Krankenstand aufgefallen ist. Verantwortlich dafür waren vor allem Krankheiten wie Grippe oder Keuchhusten. Das Fehlen von vielen SuS erschwerte die Arbeit in der Klasse, da das Wissensniveau nicht homogen war und viele Wiederholungen der thematischen Sachverhalte zu Beginn der einzelnen Stunden durchgeführt werden mussten.

3. Lernziele

Grobziel: Die Schülerinnen und Schüler lernen die allgemeinen Lebensumstände einer Familie im antiken Athen mithilfe eines Lernbüfetts kennen und vertiefen somit ihr Wissen und Kenntnisse über das Alte Griechenland.

Feinziele

Sachkompetenz

Die SuS erweitern ihr Wissen über das Leben in der Polis Athen, indem sie sich mit den Aufgaben, Rechten und Pflichten der einzelnen Familienmitglieder im attischen Haushalt auseinandersetzen.

Die SuS eignen sich Wissen über soziale Hierarchien in der Polis Athen an, indem sie sich mithilfe einer von ihnen ausgesuchten Hauptspeise vertiefend mit einzelnen Vertretern sozialer Gruppen beschäftigen.

Methodenkompetenz

Die SuS üben Informationen richtig zu zuordnen, indem sie die Aufgaben der Männer, Frauen, Sklaven und Kinder korrekt in die vorgegebene Tabelle eintragen.

[...]


[1] Die Schülernamen wurden anonymisiert

Details

Seiten
17
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656136156
ISBN (Buch)
9783656136606
Dateigröße
568 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v189377
Institution / Hochschule
Studienseminar Potsdam
Note
1,0
Schlagworte
Griechenland Methoden Lernbüfett Lernbuffet Attische Familie Leben in Griechenland Frauen in Griechenland Kinder in Griechenland Sklaven in Griechenland Athen Stadtstaaten Antike Volksversammlung Scherbengericht Demokratie Hochzeit in Athen Familie im antiken Griechenland

Autor

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