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Arabische Patienten in deutschen Kliniken

Medizintourismus in Deutschland

Hausarbeit 2007 43 Seiten

BWL - Offline-Marketing und Online-Marketing

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Arabische Patienten

2. Medizintourismus entstehend aus der Golfregion
2.1. Quellmarkt Golfregion
2.2.Motive der arabischen Patienten

3. Befriedigung der kulturspezifischen Bedürfnisse arabischer Patienten
3.1. Besonderheiten im Umgang mit arabischen Patienten
3.2. Zufriedenheitsumfrage mit arabischen Patienten
3.2.1. Ziel und Methode
3.2.2. Ergebnis

4. Handlungsempfehlung
4.1. Ansatzpunkte zur Verbesserung
4.2. Mögliche Auswirkungen für den Standort Bonn

5. Schlussfolgerung

Quellenverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Quellmarkt Arabien

Abb. 2 Fachabteilung Top 5

Abb. 3 Aufenthaltsdauer von Patienten aus dem Ausland in der Klinik

Abb. 4 Wichtigkeit einzelner Faktoren und Zufriedenheit im Hotel

Abb. 5 Wichtigkeit einzelner Faktoren und Zufriedenheit in der Stadt Bonn

Abb. 6 Wichtigkeit einzelner Faktoren und Zufriedenheit mit sonstigen Services

Anhang 1 Fragebogen

Anhang 2 Kundenzufriedenheitsumfrage

Tabellenverzeichnis

Tab. 1 Hotel

Tab. 2 Stadt

Tab. 3 Sonstige Services

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Arabische Patienten

„Arabische Patienten lassen die Kassen klingeln“ (Inhoffen, L., 17.11.2007, http://www.genralanzeiger.de).

Diese veröffentlichte Aussage 2007 im Bonner Generalanzeiger fand 2006 in einer Statistik des Statistischen Bundesamtes ihre Bestätigung: Demnach lassen sich rund 74.000 Patienten aus dem Ausland in Deutschland behandeln (vgl. Statistisches Bundesamt 2006). Viele davon stammen aus arabischen Ländern. 2005 kamen offiziellen Angaben zufolge allein aus Dubai 350 Patienten und 864 Begleitpersonen nach Deutschland und allein die Zahl der insgesamt aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Deutschland eingereisten Patienten wird jährlich auf etwa 2500 geschätzt (vgl. Bundesamt für Außenwirtschaft 2007).

„Laut Schätzungen der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfahlen stammen von den circa 14.000 Patienten aus dem Ausland, die sich jährlich in NRW behandeln lassen, etwa 10% aus dem arabischen Raum“ (Juszczak 2006, S. 28-30).

Auch das hessische Wirtschaftsministerium meldete bereits im Jahr 2004, dass „ein arabischer Patient mit Begleitung […] durchschnittlich bei jedem Aufenthalt rund 30.000 Euro in Deutschland lasse“.

Eine ärztliche Behandlung der arabischen Patienten im Ausland ist aus deren Sicht oft vorteilhaft, da Kosten der Behandlung häufig nicht selbst übernommen werden müssen: In Saudi-Arabien und in den Golfstaaten kann beispielsweise jeder Staatsbürger bei seiner Regierung oder bei königlichen Stiftungen einen Antrag auf Finanzierung einer medizinischen Behandlung im Ausland stellen. Bei Mitarbeitern großer Konzerne zahlt in manchen Fällen sogar der Arbeitgeber. In Libyen kommt die Krankenversicherung in der Regel für Behandlungskosten im Ausland auf.

Durch die Nahost-Krise und zum Beispiel den Irak- und Afghanistan-Krieg haben viele Araber den USA aus politischen Gründen und angesichts verschärfter Einreise- und Visumsbedingungen den Rücken gekehrt. Viele Patienten, die sich ursprünglich in den USA behandeln ließen, haben seitdem ihre ärztlichen Anlaufstellen anderweitig im Ausland, zum Beispiel in Deutschland, aufgebaut. Deutsche Kliniken sehen auf Basis dieser Entwicklungen die Chance, arabische Patienten zunehmend für Behandlungen in Deutschland zu gewinnen und somit eine rentable zusätzliche Einnahmequelle sicherzustellen.

Die medizinische Versorgung ist für die ausländischen Patienten bei der Wahl des Aufenthaltsortes ein entscheidender Faktor. Hinzu kommen weitere wesentliche Patienteninteressen, die eine erhebliche Rolle spielen und starke Entwicklungen für den wirtschaftlichen Markt in Deutschland mit sich bringen.

Im Rahmen dieser Hausarbeit möchte ich einmal die Einflüsse und Auswirkungen des arabischen Medizintourismus in Deutschland, am Standort Bonn, durch Aspekte jenseits der rein medizinischen Behandlung näher beleuchten, die ebenso entscheidend für die Wahl des Gesundheitsstandortes sind wie die medizinische Versorgung. Diese Arbeit soll verdeutlichen wie der spezielle kulturelle Hintergrund arabischer Patienten den Aufenthalt vor Ort beeinflusst und welche speziellen Bedürfnisse sich hieraus ergeben. Ebenfalls soll die Wichtigkeit einzelner Bedürfnisse in einer Befragung von arabischen Patienten erarbeitet werden, sowie der Grad der Bedürfnisbefriedigung durch vorhandene Angebote und Services am Beispiel des Standortes Bonn. Auf Basis der Befragung sollen mögliche Versorgungsengpässe aufgedeckt sowie Verbesserungsvorschläge entwickelt werden, die den Standort noch attraktiver für den Medizintourismus aus arabischen Ländern machen könnten.

2. Medizintourismus entstehend aus der Golfregion

2.1. Quellmarkt Golfregion

Der entstehende und wachsende Medizintourismus aus den arabischen Ländern in Deutschland ist für den Wirtschaftsstandort sehr verlockend. Der Ausdruck „Medizintourismus“ ist hierbei eine umgangssprachliche Bezeichnung für die Inanspruchnahme ärztlicher Behandlungen und Operationen außerhalb des eigenen Landes. Der wichtigste Grund für diese Form des „Tourismus“ ist eine häufige Kostenersparnis gegenüber einer Behandlung im Heimatland und Qualitätsvorteile bei der Behandlung selbst.

Auf der größten Medizinmesse in Dubai, Arab Healt 2004 im Januar, waren beispielsweise 300 deutsche Aussteller vertreten, darunter auch circa 40 Kliniken, mit dem Ziel vor Ort neue Patienten für den Standort Deutschland zu gewinnen. (vgl. Juszczak/Zangerle 2004, S. A1148).

Durch die bereits erwähnten verschärften Einreisebestimmungen in die USA, besonders nach dem 11. September 2001, hat Europa als Reisedestination für Araber an Attraktivität hinzugewonnen. Deutschland steht somit heute im europäischen Vergleich nach Großbritannien an zweiter Stelle - mit einem Marktanteil von 14 Prozent, wie die Deutsche Zentrale für Tourismus für das Jahr 2006 berichtet. Die Zahl der Übernachtungen von Besuchern aus den arabischen Golfstaaten nahm 2006 in Deutschland um 2,6 Prozent auf rund 700.000 zu (vgl. Kopsa 2007, S. 1).

Die Arabischen Länder sind auf Grund ihrer finanziellen Liquidität und der monetären Förderung der Auslandsbehandlungen für ihre Staatsbürger die attraktivsten Quellmärkte für die deutschen Kliniken. Zu den profitabelsten arabischen Ländern- der Golfregion gehören Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait. Ebenso interessant für den deutschen Gesundheitsmarkt sind die Länder Bahrain/Katar, Oman, Libyen sowie Syrien/ Jordanien/ Libanon (vgl. Abb.1, S. 5). Neben den privatzahlenden arabischen Patienten gibt es in den arabischen Ländern zusätzlich öffentliche Systeme oder einige andere Organisationen wie die Polizei oder die Armee, die über Budgets für Behandlungen in Deutschland verfügen. Allein das DOHMS (Department of Health and Medical Services in Dubai) gab im Jahr 2005 für seine 679 Patienten einschließlich 808 Begleiter 28,3 Millionen Euro aus. Die Gesamtausgaben der VAE für Medizintourismus dürften einschließlich der Ausgaben der Selbstzahler um ein vielfaches darüber liegen (vgl. Bundesamt für Außenwirtschaft 2007).

Vor allem aus Kuwait, lassen sich immer mehr Patienten im Ausland operieren. Ein Staat wie Kuwait kann es sich dank seines Ölreichtums leisten, einen Großteil seiner Bürger großzügig zu versorgen.`Kuwaitische Patienten, (…) bekommen ein monatliches Taschengeld von 5.800 Euro.´ Dreimal in der Woche landen, so eine Meldung der Stuttgarter Zeitung, Maschinen der Kuwait Airways in Frankfurt(Raidt 2005, S. 2).

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes der Jahre 2007 und 2006 ist die Entwicklung der Patientenzahlen in den Jahren 2004/2005 positiv (vgl. Abb.1, S. 5). Immer mehr Kliniken und Rehabilitationskliniken wollen Patienten aus den arabischen Ländern als „Kunden“ und Nachfrager von Gesundheitsleistungen gewinnen, um die Marktnische effektiv zu besetzen. Durch die Akquisition dieser Patientengruppen lassen sich einerseits freie Kapazitäten nutzen und andererseits zusätzliche Finanzmittel erzeugen. Dadurch ist es den Einrichtungen möglich ihre ökonomische Situation zu verbessern.

Inzwischen gibt es zunehmend Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen, die sich darauf spezialisiert haben, ihre Einrichtungen und Dienstleistungen gezielt auf die Bedürfnisse von arabischen Patienten mit Sprachbarrieren und einem besonderen religiösen und kulturellen Hintergrund auszurichten (vgl. Clade 2000, S. A2147). Beispielhaft für solch eine Einrichtung ist die Kaiser-Karl-Klinik in Bonn, die unter anderem speziell für arabische Patienten einen arabischen Koch mit dem notwendigen Repertoire an lokalen Rezepten eingestellt hat (vgl. Langwasser-Greb, B., persönliche Mitteilung, 28.09.07). Die Krankenhäuser verdienen gut am Medizintourismus und somit wird er auch als neues wirtschaftliches Standbein angesehen, in das es sich zu investieren lohnt.

Durch den oft mehrere Monate dauernden Aufenthalt während der Behandlungen steigt ebenso auch der Umsatz und Profit in der Hotellerie. Die Zahl der Gäste aus den Golfregionen nimmt zu und sie werden durch die Regelmäßigkeit und Dauer ihres Aufenthalts als Gäste gern gesehen, helfen sie doch zusätzlich bei der Überbrückung des in der Hotellerie typischen "Sommerlochs" (vgl. Kopsa 2007, S. 1).

Eine Studie im Jahr 2007 des Fachbereiches Wirtschaft FH Bonn-Rhein-Sieg stellt in der folgenden Abb.1 den Quellmarkt Arabien dar:

Abb.1: Quellmarkt Arabien

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2. Motive der arabischen Patienten

Die medizinische Versorgung ist für die ausländischen Patienten bei der Wahl des Aufenthaltsortes ein entscheidender Faktor. Hier genießt Deutschland einen sehr guten Ruf. Aufgrund fehlender oder begrenzter medizinischer Behandlungsmöglichkeiten, dem fehlenden Vertrauen gegenüber den landeseigenen Ärzten und der entsprechenden fehlenden technischen Versorgung in den eigenen Ländern, zieht es die Araber nach Deutschland. Ein ausreichendes medizinisches Angebot, die entsprechend mögliche Aufsuchung von Spezialisten sowie eine moderne technische Ausstattung der Kliniken sind in Deutschland vorhanden und locken zunehmend mehr Patienten aus dem Ausland an. In der Golfregion wird der Ruf von deutschen Kliniken und der sicheren medizinischen Versorgung neben dem besonders hohen Qualitätsstandard als einer der wichtigsten Gründe für eine Behandlung in Deutschland angeführt (Jouini, M., persönliche Mitteilung, 19.11.2007).

Patienten aus arabischen Ländern kommen für sehr unterschiedliche medizinische Behandlungen nach Deutschland. Die Nachfrage von Behandlungen hauptsächlich wegen Innerer Erkrankungen oder chirurgischer Eingriffe liegt bei 50 Prozent. In der folgenden Abb.2 ist ein Ranking der am häufigsten beanspruchten Fachabteilungen dargestellt.

Abb.2: Fachabteilung Top 5

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Juszczak; Ebel 2007, S.3

Die Patienten versprechen sich durch die Behandlung in Deutschland eine vollkommene Genesung und nutzen ihren Auslandsaufenthalt zusätzlich für eine eindrucksvolle und erlebnisreiche Städtereise. Die Begleitpersonen, oft zahlreiche Familienangehörige, lassen sich nicht die Gelegenheit nehmen ebenfalls von den medizinischen Vorteilen zu profitieren und unterziehen sich zum Beispiel plastisch-chirurgischen oder zahnmedizinischen Behandlungen. Sie nutzen des Weiteren die Einkaufsmöglichkeiten vor Ort, besichtigen touristische Sehenswürdigkeiten oder sammeln kulturelle Eindrücke durch Museums- oder Theaterbesuche. Die Qualität der medizinischen Betreuung sowie ein dichtes Kliniknetz stehen nach wie vor im Vordergrund des Auslandsaufenthalts und tragen zum positiven Image des Medizinstandorts, hier beispielhaft der Stadt Bonn, bei. Eine gute Versorgung und Behandlung sichern der Stadt Bonn ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen deutschen Städten wie Berlin, München oder Hamburg. Allerdings sind ein ausreichendes Freizeitangebot vor Ort und eine gute Infrastruktur im Bezug auf Hotels, Restaurants, Geschäfte und kulturelle Einrichtungen ebenfalls wichtige Selektionskriterien bei der Auswahl des Medizinstandorts. Auf gerade diese Aspekte jenseits der rein medizinischen Versorgung soll der Fokus dieser Arbeit gerichtet werden. Das folgende Kapitel beschreibt daher die besonderen Bedürfnisse arabischer Patienten bei einem medizinischen Aufenthalt im Ausland.

3. Befriedigung der kulturspezifischen Bedürfnisse arabischer Patienten

3.1. Besonderheiten im Umgang mit arabischen Patienten

Die kulturellen Unterschiede, die arabische Sprache und die besonderen religiösen Rituale erfordern einen besonderen und einfühlsamen Umgang mit arabischen Patienten durch die deutschen Einrichtungen. Die fremdländischen Gewohnheiten und Umgangsformen verlangen von den deutschen Medizinstandorten eine tolerante und anpassungsfähige Betreuung der Patienten, die speziell auf die Bedürfnisse der arabischen Kultur eingeht. Dadurch kann der Standort Deutschland weiterhin attraktiv für arabische Patienten und somit für speziell diese Klientel wettbewerbsfähig bleiben.

Zu einer zufriedenstellenden Betreuung der Patienten gehört vorrangig eine Sensibilisierung des Personals vor Ort im Bezug auf die kulturellen Unterschiede sowie eine Betreuung durch mehrsprachiges Personal oder das Bereitstellen eines Dolmetscherdienstes. Des Weiteren zählen hierzu beispielsweise mehrsprachige Ausschilderungen in den Einrichtungen sowie eine passende Ausstattung der Räumlichkeiten.

Die speziellen Bedürfnissen der arabischen Patienten beziehen sich auf unterschiedliche Dienstleistungen und Produkte, die in drei Kategorien (Primäre-, Sekundäre-, Tertiäre- Angebote) eingeteilt werden können. Um den Erwartungen der Patienten gerecht zu werden, sollten möglichst alle Angebote am medizinischen Betreuungsstandort vorhanden sein.

Als Primäre Angebote bezeichnet werden

- die medizinischen Leistungen

Sekundäre Angebote beinhalten die

- Klinikausstattung (große Hygieneräume für rituelle Hygiene)
- Zimmerausstattung (arabische TV- und Radioprogramme, Zeitungen, Internetzugang)
- Verpflegung (besondere Speisepläne mit arabischem Essen, Hallal Fleisch, kein Schweinefleisch)
- Religionsausübung (Beachtung der Gebetszeiten, Verschleierungen und vorhandene Gebetsräume, Rücksichtnahme auf kulturelle Gegebenheiten im Todesfall)
- Dolmetscherdienstleistungen
- Sonstige Dienstleistungen (Vermittlungs-, Service- Agenturen)

Zu den Tertiären Angeboten zählen

- Shopping
- Wellness
- Kultur / Sightseeing Sicherheitsdienst
- Transfers/ Chauffeurdienste
- Verkehrsanbindung / Entfernungen zu Bezugspunkten wie Stadtzentrum
- Reiseformalitäten ( Hilfe bei der Visumbeschaffung)
- Begleitpersonen (Unterkunft, vorhandenes Rahmenprogramm)
- Abrechnungsformalitäten

Die Betreuung von Mitreisenden des eigentlichen Patienten hat eine besondere Bedeutung für die Wirtschaftsregion rund um den medizinischen Betreuungsstandort. Durch die vergleichsweise langen Aufenthalte, die in der folgenden Abb.3 veranschaulicht werden, sowie die genutzten Rahmenprogramme wie Stadtführungen, Shoppingtouren, Besuche von Kulturveranstaltungen und Behandlungen von Familienangehörigen entstehen signifikante zusätzliche Umsätze für den Einzelhandel und ortsansässige Unternehmen, die Hotellerie und zahlreiche Serviceagenturen. Diese Agenturen kümmern sich beispielsweise um die Hotelunterbringung für die mitreisenden Begleitpersonen, um die Arzttermine und um Sonderwünsche bei ausgiebigen Shoppingtouren.

Die arabischen Patienten sind es häufig gewohnt, durch eigenes Haushaltspersonal und eigene Bedienstete einen besonderen Respekt von den sie betreuenden Angestellten zu genießen und erwarten diesen Umgang auch im Ausland von Angestellten in Hotels, Geschäften und anderen Institutionen. Die Vermittlung dieses Wohlbefindens und eine sorgfältige Rundum- Versorgung der Kunden sind deswegen kritisch für die Zufriedenheit arabischer Patienten mit ihrem Auslandsaufenthalt und den Angeboten und Dienstleistungen vor Ort (vgl. Raidt, E., 15.11.2007, http://LexisNexis.de).

Abb.3 : Aufenthaltsdauer von Patienten aus dem Ausland in der Klinik

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Juszczak; Ebel 2006, S. 7

Um die Wichtigkeit einzelner Dienstleistungen vor Ort bei einem Auslandsaufenthalt sowie die Zufriedenheit von Patienten und Mitreisender am Beispiel des Standorts Bonn zu veranschaulichen und zu erörtern, soll im Folgenden Kapitel 3.2. eine durchgeführte Zufriedenheitsumfrage beschrieben werden.

3.2. Zufriedenheitsumfrage mit arabischen Patienten

3.2.1. Ziel und Methode

Um einen Einblick in die Wichtigkeit einzelner Faktoren und die Zufriedenheit arabischer Patienten mit diesen Faktoren zu bekommen, wurde eine Befragung mit arabischen Gästen des Maritim Hotel Bonn, mit „potenziellen“ arabischen Patienten, auf Basis eines Fragebogens durchgeführt. Ziel der Umfrage sollte es sein einen ersten beispielhaften Einblick in die bestehende Diskrepanzen und Mängel zwischen Angeboten am Standort Bonn und der speziellen Nachfrage arabischer Medizintouristen zu erhalten. Auf Basis der Auswertung der Umfrageergebnisse werden in einem zweiten Schritt die wichtigsten Nachfragefaktoren sowie Ansätze zur Angebotsverbesserung herausgearbeitet.

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Details

Seiten
43
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783656129004
ISBN (Buch)
9783656130017
Dateigröße
526 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v189041
Institution / Hochschule
Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin
Note
1,7
Schlagworte
Patiententourismus Medizintourismus arabische Patienten Kliniken deutsche arabische Patienten

Autor

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Titel: Arabische Patienten in deutschen Kliniken