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Melancholisches Erzählen in Thomas Glavinics "Lisa"

Hausarbeit (Hauptseminar) 2011 28 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Eine Poetik der Melancholie
2.1) Körperliche und geistige Melancholie
2.2) Zeichen ohne Bedeutung
2.3) Die gestörte Sprachfunktion
2.4) Von der Stimme zur Schrift
2.5) Labyrinth der Metonymie

3.) „Lisa“ - Melancholie als Verlust, Entfremdung und Differenz
3.1) Einbildungskraft und Wahnsinn
3.2) Ökonomie des Schweigens
3.3) Die Aufschreibinstanz
3.4) Assoziationszwang

4.) Moderne Melancholie
4.1) Rhetorik der Körperlichkeit
4.2) Trash und Mittelmäßigkeit

5.) Fazit

6.) Anhang

1.) Einleitung

Die Melancholieforschung der Gegenwart bietet zwar interessante Interpretationen der Werke von Johann Wolfgang von Goethe[1], Gottfried Keller[2], Robert Musil oder Hugo von Hofmannsthal[3], hat moderne Romane jedoch bislang ignoriert. Die wenigen Interpretationen, die zu Glavinics Prosa verfasst wurden[4], beschäftigen sich nicht mit der melancholischen Erzählstruktur der Texte. Gerade die Interpretation seines Werks im Zeichenfeld der Melancholie wäre jedoch aus zwei Gründen wünschenswert. Zum einen verspricht Glavinics Prosa aufgrund ihres modernen Erzählstils neuartige Inszenierungen des sprachlichen Phänomens Melancholie. Zum anderen kann durch die Untersuchung von Erzählungen der Gegenwart die Poetik des Begriffs aktualisiert werden. Die Interpretation des vorliegenden Romans „Lisa“, zu dem noch kein Forschungsbeitrag existiert, hat den Anspruch, die Melancholie in der literarischen Gegenwart zu verorten.

Kapitel 2 des Arbeit beschäftigt sich mit der Theorie und entwirft eine Poetik der Melancholie, die aufgrund der ständigen Präsenz des Begriffs in der Literatur keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann. Vielmehr beschränkt sich die Poetik auf die Darstellung jener Merkmale der Melancholie, welche für die Untersuchung des vorliegenden Romans wesentlich sind. Vor dem Hintergrund des Strukturalismus soll vor allem die sprachliche Inszenierung der Erzählung analysiert werden. Dabei wird sich zeigen, dass literarische Melancholie nicht nur ein Gefühl einer bestimmten Figur bezeichnet, sondern auch als Produktionsprinzip des Textes fungiert. Für eine semiologische und strukturalistische Untersuchung der Melancholie als sprachliches Phänomen bieten sich vor allem die Thesen von Martina Wagner-Egelhaaf und Jörg Löffler an, die Melancholie in der Differenz zwischen Stimme und Schrift verorten. Die Terminologie der Sprachtheorie Saussures[5] und der gängigen Erzähltheorien[6] muss aufgrund des begrenzten Rahmens der Arbeit vorausgesetzt werden.

Die Analyse des Romans „Lisa“ beginnt mit einer Betrachtung von Melancholie als Ergebnis eines Verlusts. So wird zuerst untersucht, wie der Bedeutungsverlust den Ich-Erzähler in den Wahnsinn treibt (Kapitel 3.1) und letztendlich auch zum Verlust der Stimme führt (Kapitel 3.2). Anschließend steht die melancholische Erfahrung der Entfremdung und Differenz im Mittelpunkt, die sich auf der Ebene des discours als Bewegung aus der Stimme in die Schrift realisiert (Kapitel 3.3). In „Lisa“ sind die einzelnen Monologe des Erzählers assoziativ miteinander verschlungen. So wird Melancholie als Schriftbild des Labyrinths konstruiert, in welchem die Erzählinstanz umherirrt, ohne den Ausgang zu finden (Kapitel 3.4).

An die sprachliche Analyse anknüpfend, wird in Kapitel 4 untersucht, wie der Text „Lisa“ moderne Formen der Inszenierung von Melancholie anbietet, indem er die Sprachkritik mit dem Zeichenfeld der Körperlichkeit und des Trash verbindet. Im Fazit wird aus den Ergebnissen der vorangegangenen Kapitel eine mögliche moderne Poetik der Melancholie skizziert, die den Begriff von seinem Geniemythos löst und ihn in der Mittelmäßigkeit verortet.

2.) Eine Poetik der Melancholie

Melancholie ist in nahezu jeder Geistesdisziplin ein bevorzugter Forschungsgegenstand. So ist es nicht verwunderlich, dass der Begriff für die unterschiedlichsten Vorstellungen vereinnahmt wird. In ihrem Standardwerk zur Melancholie weisen Raymond Klibansky, Erwin Panofsky und Fritz Saxl daher auf die Heterogenität des mehr als zwei Jahrtausende alten Begriffs hin: „Neu auftauchende Bedeutungen verdrängten die alten nicht, kurz, es handelt sich nicht um einen Verfalls- und Verwandlungsprozeß, sondern um ein sich parallel vollziehendes Fortleben.“[7] Nach Klibansky, Panofsky und Saxl liegt die Gemeinsamkeit der verschiedenen Interpretationen letztlich nur darin, die Melancholie als einen außergewöhnlichen Zustand zu betrachten, der in irgendeiner Form auf sich aufmerksam macht.[8] Letztendlich ist Melancholie ein so vieldeutiger Begriff, dass jeder Einzelne seine eigene Vorstellung des Phänomens entwickelt:´„In diesem Babel glaubt ein jeder zu verstehen, und sei es auch auf seine eigene Weise, was gemeint ist.“[9]

2.1) Körperliche und geistige Melancholie

Ursprünglich stammt der Melancholie-Begriff aus der antiken Humoralpathologie und beschreibt ein körperliches Leiden. Nach der Viersäftelehre hängt die Gesundheit davon ab, ob Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander fließen. Eine fehlerhafte Mischung im Körper des Menschen führt zur Krankheit. Die schwarze Galle steht in diesem System für das melancholische Leiden.[10] Selbst Teil eines Ordnungsmodells, bezeichnet die Melancholie einen Zustand der permanenten Unordnung, wie Wagner-Egelhaaf erkennt: „Die Melancholie ist eine Ordnungsfigur der Unordnung.“[11]

Mit einem Zitat, das ursprünglich Aristoteles zugeschrieben wurde, vermutlich aber von seinem Schüler Theophrast verfasst ist[12], wird der Idee der Viersäftelehre eine Position entgegengesetzt, welche in der Melancholie die Ursache für produktive Geistesaktivität vermutet. „Wie kommt es, dass alle überragenden (genialen) Persönlichkeiten in der Philosophie, Politik, Dichtung und Kunst sichtlich Melancholiker sind[?]“[13] Marsilio Ficino knüpft an diese Tradition der Genialität an: In seinem Werk „De Vita libri tres“ (1480-1489) beschreibt er den melancholischen litteratus als belesenen Gelehrten und Künstler, der zu außerordentlichen geistigen Leistungen imstande, aber auch von der negativen Einwirkung des Planeten Saturn bedroht ist.[14] In Anlehnung an Ficino verortet Wagner-Egelhaaf die Melancholie in der Schnittstelle zwischen Körper und Geist, indem sie die produktive Geistesleistung des litteratus auf das „Störpotential der Materie“[15] zurückführt.

Auch die folgenden Kapitel behandeln Melancholie zuerst als geistiges Phänomen, das in der Sprache realisiert wird. In Kapitel 4 wird jedoch zu zeigen sein, dass moderne Melancholie gerade nicht im Zeichenfeld des Genies, sondern in einer Rhetorik der Mittelmäßigkeit realisiert wird.

2.2) Zeichen ohne Bedeutung

In ihrer Habilitationsschrift verortet Martina Wagner-Egelhaaf die Melancholie in der Differenz zwischen Zeichen und Bedeutung, Signifikant und Signifikat. Auf sprachlicher Ebene wird „die melancholische Erfahrung der Sinnlosigkeit“[16] dadurch realisiert, dass ein arbiträres Zeichen die Bedeutung immer nur aufschiebt, indem es auf das nächste Zeichen verweist. Somit verliert sich der Melancholiker in einer unendlichen Reflexion.[17] Den melancholischen Bedeutungsverlust und die dazugehörige Reflexion spricht schon Walter Benjamin an, wenn er den Melancholiker als „Grübler über Zeichen“[18] beschreibt.

Indem Wagner-Egelhaaf die Melancholie als kritisches Verhältnis zwischen Signifikat und Signifikant beschreibt, orientiert sie sich an Jacques Derridas différance, der Radikalisierung von Ferdinand de Saussures Sprachtheorie. Aus der Arbitrarität der Zeichen schließt Derrida auf eine grundlegende Differenz zwischen Signifikant und Signifikat. Die unendliche Bewegung der Zeichen resultiert aus der Abwesenheit einer Signifikats, auf das sie verweisen könnten.[19] So geht der Signifikant einer transzendenten Bedeutung immer voraus: „Die Abwesenheit eines transzendentalen Signifikats erweitert das Feld und das Spiel des Zeichens ins Unendliche.“[20]

Mit Derridas Neologismus wird diese These verdeutlicht: Der Begriff der différance weist auf ein kritisches Verhältnis von Zeichen und Bedeutung hin, welches sich in der Differenz von Stimme und Schrift äußert: Wird der Begriff stimmlich artikuliert, ist kein Unterschied zum französischen „différence“ zu hören. So verweist auch der Begriff der differancé auf kein feststehendes Signifikat, er ist ohne Ursprung und bezeichnet den „Nicht-Ort, worin sich ein unendlicher Austausch von Zeichen abspielt.“[21] Die differancé wird in Kapitel 3.3 der Interpretation des vorliegenden Romans noch eine Rolle spielen.

In ihrer Darstellung der Entwicklungsgeschichte des Melancholie-Begriffs behandelt Wagner-Egelhaaf auch die anthropologische Theorie des 18. Jahrhunderts, die das Verhalten und die körperlichen Symptome des Menschen als ein Feld von Zeichen betrachtet, die es zu deuten gilt. Im Fokus der anthropologischen Perspektive steht die Vorstellung einer überhitzten Einbildungskraft: „Alles Gegenständliche ist dem Melancholiker ein Zeichen, oft genug angstbesetztes Zeichen der Vergänglichkeit und des Todes, und alle Zeichen nimmt er für Realität.“[22] Die anthropologische Hervorhebung der Einbildungskraft ist für diese Hausarbeit insofern relevant, als der Erzähler Tom sich als Melancholiker präsentiert, der seinen Sinnen nicht mehr trauen kann und überall Zeichen für ein drohendes Unheil erkennt. In Kapitel 3.1 soll diese Einbildungskraft des Erzählers näher betrachtet werden.

2.3) Die gestörte Sprachfunktion

Nach Sigmund Freud wird die Melancholie, wie auch die Trauer, durch den Verlust eines geliebten Objekts verursacht. Im Gegensatz zum Trauernden ist der Melancholiker jedoch nicht in der Lage, sich dem Realitätsprinzip zu unterwerfen und den Verlust zu akzeptieren. Daher ist die Melancholie im Unbewussten anzusiedeln: Der Betroffene weiß, „wen, aber nicht, was er an ihm verloren hat.“[23] Die Melancholie verursacht nun eine Verminderung des Ichbewusstseins: „Bei der Trauer ist die Welt arm und leer geworden, bei der Melancholie ist es das Ich selbst.“[24] Indem das Ich sich mit dem verlorenen Liebesobjekt identifiziert, gibt es einen Teil von sich auf und überträgt die Klagen gegen das Objekt auf sich selbst. Von sich selbst entfremdet, plagt sich der Melancholiker mit Selbstvorwürfen und fällt durch seine „aufdringliche Mitteilsamkeit“[25] auf. Die Äußerungen des Betroffenen sind meistens auf seine eigene Person bezogen. Diese Selbstdarstellung äußert sich im literarischen Text als selbstreferentielles Moment der Erzählung.[26]

Wagner-Egelhaaf weist darauf hin, dass die Mitteilsamkeit des Melancholikers als Darstellung seines Objekt- und Bedeutungsverlusts zu verstehen ist. So drückt sich die melancholische Differenzerfahrung durch ihren eigenen Verlust aus. Insofern ist die Aufgeschlossenheit trügerisch, da sie in Wahrheit ein Verschweigen darstellt[27]: „Die melancholische Repräsentation ist Repräsentation dessen, was sie nicht ist“[28]. Das Schweigen ist schon bei Walter Benjamin ein topisches Motiv der Melancholie: „Es ist in aller Trauer der Hang zur Sprachlosigkeit und das ist unendlich viel mehr als Unfähigkeit oder Unlust zur Mitteilung.“[29]

Auch Julia Kristevas depressive Melancholie zeichnet sich durch eine gestörte Sprechfunktion aus. Die Verknüpfungen der einzelnen Satzglieder werden getrennt und die syntagmatische Struktur zerfällt. „Über die gebrochenen logischen Sequenzen herrschen nun ein repetitiver Rhythmus und eine monotone Melodie und verwandeln sie in immer wiederkehrende, zwanghafte Litaneien.“[30] Bleiben diese repetitiven Litaneien aus, verliert der Melancholiker letztendlich den Verstand und versinkt in Sinnlosigkeit und gedanklichem Chaos.[31]

[...]


[1] Siehe Löffler, Jörg: Unlesbarkeit. Melancholie und Schrift bei Goethe, Berlin, 2005; siehe auch Breuer, Ulrich: Der dunkle Grund. Melancholie in Literatur/Wissenschaft, In: Curschmann, Michael (Hg.): Bild, Rede, Schrift, Bern, 2008, S. 219-228.

[2] Siehe Wagner-Egelhaaf, Martina: Die Melancholie der Literatur. Diskursgeschichte und Textfiguration, Stuttgart / Weimar, 1997, S. 407-527

[3] Siehe Schmitter, Sebastian: Basis, Wahrnehmung und Konsequenz. Zur literarischen Präsenz des Melancholischen in den Schriften von Hugo von Hofmannsthal und Robert Musil, Würzburg, 2000

[4] Siehe Holzner, Birgit: Thomas Glavinics Endzeitroman 'Die Arbeit der Nacht', In: Zemanek, Evi / Krones, Susanne (Hg.): Literatur der Jahrtausendwende. Themen, Schreibverfahren und Buchmarkt um 2000, Bielefeld, 2008, S. 215-224.; siehe auch Richts, Janina: Thomas Glavinic – Das bin doch ich, In: Ebd.: Inszenierungen von Autor-Kritiker-Verhältnissen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, Norderstedt, 2009, S. 37-42

[5] Siehe Saussure, Ferdinand de: Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft, Berlin, 1967

[6] Siehe Barthes, Roland: Das semiologische Abenteuer, Frankfurt, 1988; Siehe auch Martinez, Matias / Scheffel, Michael: Einführung in die Erzähltheorie, München, 1999

[7] Klibansky, Raymond/Panofsky, Erwin/Saxl, Fritz: Saturn und Melancholie. Studien zur Geschichte der Naturphilosophie und Medizin, der Religion und der Kunst, Frankfurt, 1990, S. 39

[8] Vgl. ebd., S. 13

[9] Klibansky, Raymond/Panofsky, Erwin/Saxl, Fritz: Saturn und Melancholie. Studien zur Geschichte der Naturphilosophie und Medizin, der Religion und der Kunst, Frankfurt, 1990, S. 13

[10] Vgl. ebd., S. 39-54

[11] Wagner-Egelhaaf, Martina: Anatomisten und Seefahrer oder: Die Melancholie des Erzählens, In: Kontingenz und Ordo, (2000), S. 95-115, hier: S. 98

[12] Vgl. Wagner-Egelhaaf, Martina: Die Melancholie der Literatur. Diskursgeschichte und Textfiguration, Stuttgart / Weimar, 1997, S. 19, 37

[13] Aristoteles, Hauptwerke, hrsg. von Wilhelm Nestle, Stuttgart, 1953, S. 198

[14] Vgl. Wagner-Egelhaaf, Martina: Die Melancholie der Literatur. Diskursgeschichte und Textfiguration, Stuttgart / Weimar, 1997, S. 20

[15] Ebd., S. 204

[16] Vgl. Wagner-Egelhaaf, Martina: Die Melancholie der Literatur. Diskursgeschichte und Textfiguration, Stuttgart / Weimar, 1997, S. 16

[17] Vgl. ebd., S. 16, 205

[18] Benjamin, Walter: Ursprung des deutschen Trauerspiels, Frankfurt, 1972, S. 216

[19] Vgl. Guntermann, Isabelle: Mysterium Melancholie. Studien zum Werk Innokentij Annenskijs, Köln / Weimar / Wien, 2001, S. 135

[20] Derrida, Jacques: Die Schrift und die Differenz, Frankfurt, 1972, S. 424

[21] Ebd., S. 424

[22] Vgl. Wagner-Egelhaaf, Martina: Die Melancholie der Literatur. Diskursgeschichte und Textfiguration, Stuttgart / Weimar, 1997, S. 22

[23] Freud, Sigmund: Trauer und Melancholie, In: Die Psychologie des Unbewußten, Frankfurt, 2000, S. 193-212., hier: S. 199

[24] Ebd., S. 200

[25] Ebd., S. 201

[26] Vgl. Wagner-Egelhaaf, Martina: Die Melancholie der Literatur. Diskursgeschichte und Textfiguration, Stuttgart / Weimar, 1997, S. 206

[27] Vgl. ebd., S. 206

[28] Ebd., S. 529

[29] Benjamin, Walter: Ursprung des deutschen Trauerspiels, Frankfurt, 1972, S.254

[30] Kristeva, Julia: Schwarze Sonne. Depression und Melancholie, Frankfurt, 2007, S. 43

[31] Vgl. ebd., S. 43

Details

Seiten
28
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656128120
ISBN (Buch)
9783656128694
Dateigröße
424 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v188884
Institution / Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main – Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik
Note
2,0
Schlagworte
Glavinic Melancholie Lisa

Autor

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