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Die Staatsschuldenkrise als Vertrauenskrise?

Eine vergleichende Untersuchung der Sozialkapitalentwicklung im Verlauf der Staatsschuldenkrise anhand ausgewählter Eurostaaten

Bachelorarbeit 2011 70 Seiten

Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Theorie vom sozialen Kapital
2.1 Begriffsentwicklung und theoretischer Ursprung
2.2 Putnams Konzept vom Sozialkapital
2.2.1 Die Bildung sozialen Kapitals
2.2.2 Die Wirkung sozialen Kapitals
2.3 Dimensionen des Sozialkapitals
2.3.1 Formelles und informelles Sozialkapital
2.3.2 Sozialkapital mit hoher oder geringer Dichte
2.3.3 Innenorientiertes und au ß enorientiertes Sozialkapital
2.3.4 Brü ckenbildendes und bindendes Sozialkapital
2.4 Kritik an Putnams Sozialkapitalkonzept

3. Das Untersuchungsdesign
3.1 Fragestellungen und Vergleichsobjekte
3.2 Zusammenhangshypothesen
3.3 Fallkonstruktion und Fallauswahl
3.4 Datengrundlage
3.5 Operationalisierungen
3.5.1 Staatsschuldenkrise
3.5.1 Betroffenheit von der Staatsschuldenkrise
3.5.2 Vertrauen in das politische System
3.5.4 Soziales Kapital
3.6 Anmerkungen zum explorativen Charakter

4. Politisches Vertrauen und Staatsschuldenkrise
4.1 Politisches Vertrauen im Verlauf der Staatsschuldenkrise
4.2 Politisches Vertrauen und Art der Krisenbetroffenheit
4.3 Politisches Vertrauen und Stärke der Krisenbetroffenheit
4.4 Zwischenbetrachtung

5. Politisches Vertrauen und soziales Kapital
5.1 Generalisiertes Vertrauen und politisches Vertrauen
5.2 Soziale Netzwerke und politisches Vertrauen
5.2.1 Einbindung in informelle Netzwerke
5.2.2 Einbindung in formelle horizontale Netzwerke
5.2.1 Einbindung in formelle vertikale Netzwerke
5.3 Zwischenbetrachtung

6. Fazit

Tabellen- und Darstellungsverzeichnis

Literatur- und Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Mit dem Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 des amerikanischen Insolvenz- rechts durch die US-Investmentbank Lehman Brothers, fand die internationale Fi- nanzkrise am 15. September 2008 ihren symbolträchtigen Höhepunkt. Der Konkurs war unausweichlich geworden, nachdem die US-Regierung der Bank dringend benö- tigte Liquiditätshilfen verweigert hatte, die zur Aufrechterhaltung der Geschäfte nö- tig gewesen wären. In der Folge kam es zu einem massiven Vertrauensverlust inner- halb des Finanzsystems, was wiederum zum faktischen Zusammenbruch des interna- tionalen Interbankenhandels führte. Schon wenige Tage nach der Lehman -Pleite mussten mit Goldman Sachs, Morgan Stanley und Merryll Lynch auch die verbliebe- nen Investmentbanken ihren rechtlichen Sonderstatus aufgeben. Das Trennbanken- system der Vereinigten Staaten war kollabiert. Einzig die staatlichen Zentralbanken konnten noch für die Refinanzierung der international größten Geldhäuser sorgen.1

Damit hatte die Krise zum ersten Mal ihr Gesicht dramatisch verändert: War in den Monaten zuvor noch von einer reinen Subprime-Krise die Rede gewesen, die auf steigende Ausfallraten im Geschäft mit Wohnungsbaudarlehen und sinkende Immo- bilienpreise zurückging, war nunmehr klar, dass es um eine systemweite Krise der internationalen Finanzmärkte ging.2 Doch diese Wendung sollte keinesfalls die einzi- ge bleiben. Schon kurz nach der Insolvenz von Lehman Brothers wurde deutlich, dass die Auswirkungen der Finanzkrise nicht auf das Finanzsystem beschränkt blei- ben würden. Vielmehr zeichneten sich erste Symptome einer weltweiten Wirtschafts- krise ab, die durch die starke Irritation des Finanzsystems ausgelöst wurde. So be- fand sich beispielsweise Deutschland bereits 2009 in der stärksten Rezession seit der Weltwirtschaftskrise in den 1930er-Jahren. Auch in vielen anderen Staaten wendete sich die Finanz- zu einer ausgewachsenen Wirtschaftskrise. Das wiederum veranlass- te zahlreiche Regierungen dazu, groß angelegte aber zumeist schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme aufzulegen, um den Wirtschaftseinbruch abzumildern.3

Nicht nur, aber auch deswegen kam es zum dritten und bisher letzten Wandel des Krisenzustands: Nachdem der ökonomische Einbruch in einigen Staaten bereits überwunden schien, wurde die Last der durch die Konjunkturprogramme noch weiter gestiegenen Staatsverschuldung andernorts immer präsenter. Die ursprüngliche Sub- prime-Krise, die zur Finanz- und dann zur Wirtschaftskrise geworden war, entwickel- te sich nun zu einer Staatsschuldenkrise. Bis heute sind davon insbesondere die süd- europäischen Länder der Eurozone betroffen, die große Probleme haben, sich an den Finanzmärkten zu refinanzieren. Die nordeuropäischen Staaten der Eurozone spüren die Folgen der Schuldenkrise bisher hingegen eher indirekt, da sie sich selbst noch zu gewohnten Konditionen mit Krediten versorgen können, aber gleichzeitig über Ret- tungspakete für die Probleme der südlichen Eurostaaten mit einstehen müssen.4

Obwohl die dargestellte Krisenverkettung unterschiedliche Staaten unterschied- lich stark betrifft, besteht kein Zweifel daran, dass sich alle Länder der Europäischen Union seit 2008 in einem permanenten, wenn auch differenzierten Krisenzustand be- finden. Dessen ökonomische und finanzielle Ausprägungen werden von den natio- nalstaatlichen Öffentlichkeiten ebenso kritisch beobachtet, wie die politischen Maß- nahmen, die zur Lösung der jeweils aktuellen Krisensituation vorgeschlagen werden. In der medialen Diskussion werden die Stimmen, die die Schuld für den Krisenzu- stand nicht nur im internationalen Finanzsystem, sondern wahlweise auch bei der europäischen oder der nationalen Politik suchen, immer häufiger. Nicht selten wird dabei die These vertreten, dass die Menschen durch die Krise das Vertrauen in die Politik rapide verloren hätten. So titelte Die Welt beispielsweise am 15. August 2011 „Das Vertrauen schwindet“ und resümierte: „Es gibt eine Krise der Staatsschulden in Europa, und selbst Deutschland, das noch am besten dasteht, ist nicht ohne Fehl. Vor allem aber gibt es eine Krise des Vertrauens nicht nur in die gemeinsame Währung, sondern noch mehr in die Fähigkeit der Politiker, durch die Krise zu steuern.“5

Im Herbst 2008, also kurz nach der Lehman -Pleite, hofften zumindest die poli- tisch Handelnden noch eine andere Entwicklung zu erkennen. So erklärte Bundes- kanzlerin Angela Merkel am 14. November 2008 in der Sü ddeutschen Zeitung: „Ich finde es ist eine beruhigende Erfahrung, dass die Politik in einer konkreten Krisen- situation entschlossen reagiert und verantwortlich gehandelt hat. Der Staat hat sich als die letzte Institution erwiesen, die handeln konnte, um den Bürgern und den Un- ternehmen Sicherheit zu geben und Vertrauen zurückzugewinnen.“6 Zwei Jahre spä- ter, im März 2010, ging Merkel noch weiter und forderte mit klaren Worten: „Es muss das Primat der Politik über die Finanzmärkte geben. Das ist unser Anspruch.“7

Doch während die Politik selbst offenbar noch großes Vertrauen in ihre eigene Gestaltungskraft hatte, war die Bevölkerung bereits deutlich skeptischer. Nach der Veröffentlichung einer Studie der Bertelsmann Stiftung zu den mittel- und langfristi- gen Auswirkungen der Finanzkrise, titelte beispielsweise die Welt am Sonntag vom 27. Dezember 2009: „Vertrauen können die Deutschen nur noch sich selbst und der Familie.“ Untermauert wurde dieses Fazit von Umfrageergebnissen, nach denen da- mals rund 70 Prozent der Deutschen weder Politik noch Wirtschaft trauten. Knapp 50 Prozent der Befragten zweifelten sogar offen an der repräsentativen Demokratie. Ein Vertrauensdefizit, das zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg derart groß gewesen war.8

Vor dem Hintergrund derartiger Veröffentlichungen stellt sich die Frage, ob das Vertrauen der europäischen Bevölkerung in die politischen Institutionen während der Krise tatsächlich gesunken ist und wenn ja, was dies für die nationalstaatlichen Ge- sellschaften bedeutet. Zumindest der politikwissenschaftlichen Theorie nach liegt der Verdacht nämlich nahe, dass sinkendes Vertrauen in das politische System mit spezi- fischen Auswirkungen für das gesellschaftliche Zusammenleben verbunden ist. Diese Vermutung geht auf die kontrovers diskutierte Theorie des Sozialkapitals zurück, die der amerikanische Politologe Robert David Putnam mit seinem 1993 veröffentlichten Werk Making Democracy Work in die akademische Debatte einbrachte.

Das Vertrauen in das politische System basiert Putnams Theorie nach auf sozia- lem Kapital, das in formellen und informellen sozialen Netzwerken zivilen Engage- ments entsteht. Innerhalb dieser Netzwerke treten Menschen in regelmäßigen Kon- takt miteinander und entwickeln so gegenseitiges Vertrauen. Mit der Zeit wird aus diesem spezifischen Vertrauen zu bestimmten Personen ein generalisiertes, interper- sonelles Vertrauen zu Menschen im Allgemeinen. Dieses, in sozialen Organisationen entstandene allgemeine Vertrauen, macht für Putnam den Kern seiner Sozialka- pitaltheorie aus. Es steht dem politischen System als Ressource zur Verfügung und senkt dadurch die Kosten für die Durchsetzung politischer Entscheidungen.9

Wenn nun jedoch das Vertrauen in das politische System durch die Einbindung von Menschen in soziale Netzwerke entsteht, müsste nach Putnam ein Rückgang des Systemvertrauens im Umkehrschluss mit einer geringeren Einbindung der Bevölke- rung in soziale Netzwerke einhergehen. Stimmt also die öffentlich so häufig ange- führte These, dass die europäische Bevölkerung in der aktuellen Krisensituation ihr Vertrauen in die Politik weitgehend verloren hat, so müsste die Netzwerkeinbindung der Bevölkerung parallel dazu und empirisch nachweisbar zurückgegangen sein.

Diese Überlegungen sind Ausgangspunkt und Fragestellung der vorliegenden Bachelorarbeit. Anhand von aktuellen Umfragedaten des Eurobarometers und vor dem Hintergrund von Robert David Putnams Sozialkapitaltheorie, soll erstens ver- gleichend geprüft werden, ob das Vertrauen der Bevölkerungen ausgewählter Euro- staaten in die politischen Institutionen während der Staatsschuldenkrise tatsächlich gesunken ist. Ergänzend dazu soll zweitens der Frage nachgegangen werden, ob Art und Stärke der Krisenbetroffenheit eines Landes Auswirkungen auf den Umfang des Vertrauensverlustes in das politische System haben. Drittens soll dann festgestellt werden, ob ein Rückgang des Systemvertrauens tatsächlich mit einem Verlust von sozialem Kapital - etwa mit einem Rückgang der Einbindung in formelle und infor- melle Netzwerke - verbunden ist, wie es die Sozialkapitaltheorie nahe legt.

Die Beschränkung auf die Staatsschuldenkrise ist notwenig, da nur das Euroba- rometer und auch nur für den Zeitraum zwischen 2009 und 2010 vergleichbare Um- fragedaten zur Verfügung stellt, anhand derer soziales Kapital einigermaßen valide operationalisiert werden kann. Da die Staatsschuldenkrise jedoch noch stärker als die vorhergegangenen Krisenphasen den Fokus der Öffentlichkeit auf die Politik gelenkt hat, muss diese Einschränkung nicht unbedingt von Nachteil sein. Dennoch ist klar, dass die vorliegende Studie deshalb und aufgrund des Problems, dass das Eurobaro- meter kein Survey ist, zu dessen genuinen Zielen die regelmäßige Erhebung von so- zialem Kapital innerhalb der Europäischen Union gehört, lediglich explorativen Cha- rakter haben kann. Eine umfangreichere Untersuchung erscheint derzeit jedoch noch nicht möglich, da Daten aus dem Krisenzeitraum bisher von keinem der großen Sur- veys, die Indikatoren zum Sozialkapital erheben, zur Verfügung gestellt werden.

Gleichwohl bietet diese Beschränkung auch analytische Vorteile. So kristallisier- ten sich erst während der Staatsschuldenkrise mit Portugal, Italien, Irland, Griechen- land und Spanien die sogenannten PIIGS-Staaten der Eurozone heraus, die durch ih- ren hohen Schuldenstand relativ direkt von Finanzproblemen betroffen sind.10 Ihnen stehen mit Deutschland, Finnland, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden und Österreich sechs Eurostaaten gegenüber, die an den Finanzmärkten von den Ratinga- genturen mit der Bestnote Triple-A bewertet werden.11 Sie sind von der Staatsschul- denkrise nur indirekt betroffen und können sich relativ problemlos refinanzieren.

Diese beiden, sich im Allgemeinen sehr ähnlichen Staatengruppen der Eurozone sind es, die aufgrund der Unterschiede ihrer Krisenbetroffenheit für die vorliegende Analyse herangezogen werden. Warum eine solche Fallauswahl methodisch sinnvoll erscheint, wie das exakte Untersuchungsdesign angelegt ist und auf welchem Wege soziales Kapital anhand der Umfragedaten des Eurobarometers operationalisiert wer- den kann, wird in Kapitel drei erläutert. Kapitel zwei gibt zuvor einen detaillierten Einblick in Putnams Sozialkapitaltheorie sowie die daran anknüpfende akademische Debatte. Außerdem stellt es die unterschiedlichen Formen und Dimensionen sozialen Kapitals dar, die theoretisch denkbar oder empirisch nachweisbar sind. Kapitel vier untersucht zu Beginn der empirischen Analyse den theoretisch vermuteten Zusam- menhang zwischen der Krisenbetroffenheit sowie dem Vertrauen in das politische System. Kapitel fü nf betrachtet im Anschluss daran die Beziehung zwischen dem po- litischen Vertrauen sowie den unterschiedlichen Dimensionen sozialen Kapitals. Ka- pitel sechs fasst dann zum Abschluss noch einmal die zuvor gewonnenen Erkenntnis- se zusammen, bezieht sie auf Putnams Sozialkapitaltheorie und unterzieht sie einer kritischen Betrachtung aus methodischer sowie theoretischer Perspektive.

2. Die Theorie vom sozialen Kapital

„Im Mittelpunkt der Theorie des Sozialkapitals steht ein außerordentlich schlichter Gedanke: Soziale Netzwerke rufen Wirkungen hervor.“12 Zu dieser Erkenntnis ge- langten die verschiedensten Wissenschaftler im Laufe der Geschichte immer wieder aus den unterschiedlichsten Perspektiven. So betonte der französische Politikwissen- schaftler Alexis de Tocqueville in seinem Werk Ü ber die Demokratie in Amerika be- reits 1835 die Bedeutung von informellen Netzwerken bei der Entstehung von Soli- daritäts- und Reziprozitätsnormen. Er war fest davon überzeugt, dass in der Demo- kratie kein Bürger Aussicht auf ein öffentliches Amt hat, wenn er sich nicht bei sei- nen Nachbarn und Nächsten durch regelmäßige Gefälligkeiten und Hilfsdienste ei- nen Ruf der Uneigennützigkeit erwirbt. Da in der Demokratie zahlreiche Positionen durch Wahl besetzt werden und sich gleichzeitig viele Menschen wünschen gewählt zu werden, sorge eine demokratische Struktur sowohl für Netzwerkbildung, als auch für ein gesteigertes Interesse der Menschen am Wohlergehen ihrer Mitbürger.13

Diese grundsätzlich positive Vorstellung von den Effekten sozialer Netzwerke ist auch in Robert David Putnams Sozialkapitaltheorie zu finden. In der Tradition von Tocqueville stehend, grenzt er sich damit von anderen Vorstellungen zum Sozialkapi- tal ab, die hauptsächlich durch Pierre Bourdieu geprägt wurden. Anders als Putnam geht Bourdieu davon aus, dass Sozialkapital nicht die gesellschaftliche Integration fördert, sondern vor allem mit Exklusion einhergeht. „Durch Vernetzungen in ‚exklu- siven‘ Organisationen wird aus dieser Perspektive Sozialkapital gebildet, welches die Desintegration fördert und für die Reproduktion sozialer Ungleichheit sorgt.“14

Bereits an diesen zwei Beispielen wird deutlich, dass der Sozialkapitalbegriff in unterschiedlichen Kontexten verwendet wird und seine Bedeutung dadurch teils mehrdeutig ist. Daher soll im Folgenden seine Entwicklung skizziert werden. Im An- schluss daran wird Putnams Sozialkapitaltheorie dann ausführlicher dargestellt.

2.1 Begriffsentwicklung und theoretischer Ursprung

Obwohl bereits Tocqueville auf die positiven Auswirkungen sozialer Netzwerke für die Zivilgesellschaft aufmerksam gemacht hatte, dauerte es noch mehr als 80 Jahre, bis der Begriff des Sozialkapitals erstmals in der wissenschaftlichen Literatur ver- wendet wurde.15 Im Jahre 1916 verfasste der amerikanische Pädagoge Lydia Judson Hanifan einen Aufsatz über die Entwicklung sozialen Kapitals in einem ländlichen Schulbezirk von West Virginia. Darin definierte er soziales Kapital als „[...] that in life that tends to make these tangible substances count for most in the daily lives of a [sic!] people, namely, goodwill, fellowship, mutual sympathy and social intercourse among a group of individuals and families who make up a social unit [...].“16 So ge- artetes soziales Kapital entsteht laut Hanifan durch den zwischenmenschlichen Kon- takt einzelner, beispielsweise innerhalb einer Nachbarschaft. Gleichzeitig wohnt ihm eine gesellschaftliche Dimension inne: So hat die Akkumulation von Einzelbezie- hungen in der Regel auch Auswirkungen auf die Gemeinschaft, indem sie zur Ver- besserung ihrer Lebensumstände beiträgt. „The community as a whole will benefit by the cooperation of all its parts, while the individual will find in his associations the advantages of the help, the sympathy and the fellowship of his neighbors.“17

Hanifans Definition vom Sozialkapital ähnelt den heute vertretenen Ansätzen in zahlreichen Punkten. Trotzdem konnte sich der Begriff vorerst nicht durchsetzen und verschwand wieder aus der wissenschaftlichen Diskussion. Zwischen 1950 und 1990 wurde er dann in den unterschiedlichsten Disziplinen und mit unterschiedlichen In- terpretationen wieder entdeckt. So sprachen Soziologen, Politologen, Psychologen, Kriminologen, Ökonomen und sogar Architekten in den mannigfaltigsten Zusam- menhängen vom sozialen Kapital. Zu den wichtigsten Wiederentdeckern gehörten die Soziologen John Seely und James Coleman, die Urbanistin Jane Jacobs sowie der Ökonom Ekkehart Schlicht. Sie alle betonten den potentiellen Mehrwert sozialer Netzwerke für eine Gesellschaft. Der Ökonom Glenn C. Loury war hingegen wie Pierre Bourdieu eher von den negativen Effekten des Sozialkapitals überzeugt. 18

Neben Coleman, der die Terminologie des Sozialkapitals in den 1980er Jahren prägte, verhalf in jüngster Zeit der Harvard-Politologe Robert David Putnam dem Begriff zum endgültigen Durchbruch. In seiner viel beachteten Monographie Making Democracy Work stellte er 1993 einen Zusammenhang zwischen der unterschiedli- chen Performanz von Regionalregierungen in Nord- und Süditalien sowie dem regi- onalen Bestand an sozialem Kapital her. Mit seiner spezifischen Sozialkapitaltheorie knüpfte er dabei an den republikanischen Strang der Diskussion um die Zivil- bzw. Bürgergesellschaft an, der wiederum in der Tradition von Autoren wie Montesquieu, Walzer und Tocqueville steht.19 Damit verbunden ist eine normative Gesellschafts- vorstellung, die sich klar vom liberalen Konzepten der Zivilgesellschaft unterschei- det. So ist es für den republikanischen Ansatz charakteristisch, dass er - anders als liberale Theorien - nicht von ursprünglich unpolitischen Bereichen innerhalb der Zi- vilgesellschaft ausgeht, sondern jeder gesellschaftlichen Assoziation politischen Cha- rakter zuschreibt.20 Zwar gibt es auch hier „[...] unabhängige Vereinigungsformen, aber ihre Bedeutung liegt nicht in der Bildung einer unpolitischen gesellschaftlichen Sphäre, vielmehr bilden sie die Grundlage für eine Diversifizierung von Macht.“21

Putnams Studie war so einflussreich, dass die Zahl der Publikationen zum sozia- len Kapital in den folgenden Jahren schlagartig zunahm. So brachte die internationa- le Forschungsliteratur zwischen 1991 und 1995 bereits 109 Titel zum Thema hervor. Zwischen 1996 und 1999 steigerte sich die Anzahl nochmals auf mehr als 1 000. 22 Zahlreiche Autoren griffen Putnams Konzept auf und übertrugen es in die unter- schiedlichsten Kontexte. Dadurch etablierte sich der Begriff in der Wissenschaft endgültig. Gleichzeitig blieb er nicht unumstritten und wurde teils heftig kritisiert. 23

Putnam selbst brachte sich auch weiterhin in die Diskussion ein und veröffentlich- te im Jahr 2000 mit Bowling Alone eine zweite Länderstudie. Diesmal über die USA.

2.2 Putnams Konzept vom Sozialkapital

Konstitutiv für die Idee vom sozialen Kapital ist die Annahme, dass regelmäßiger zwischenmenschlicher Kontakt - etwa mit Freunden, in der Familie oder mit Be- kannten - für das Individuum einen wichtigen Wert darstellt. Dieser Wert wird inner- halb von sozialen Netzwerken geschaffen und ist vielseitig einsetzbar. So ist bei- spielsweise immer wieder zu beobachten, dass sich Familienmitglieder in Krisensitu- ationen unterstützen, dass sich Bekannte bei der Arbeitsplatzsuche behilflich sind oder dass Freunde schlichtweg die gemeinsame Zeit genießen. Aufgrund dieser Viel- seitigkeit sind soziale Beziehungen häufig ähnlich produktiv wie monetäres Kapital und sollten deshalb laut Putnam ebenfalls als Kapital bezeichnet werden.24

Doch obwohl soziales Kapital durch den Kontakt zwischen Individuen entsteht, die jeweils ihren eigenen Nutzen verfolgen, geht Putnam wie Hanifan davon aus, dass es nicht nur mit positiven Effekten für den Einzelnen, sondern auch mit positi- ven Wirkungen für die Gemeinschaft verbunden ist. In diesem Zusammenhang un- terscheidet er zwischen internen und externen Effekten sozialen Kapitals. Erstere be- günstigen lediglich jene Personen, die dem Netzwerk, in dem soziales Kapital produ- ziert wird, direkt angehören. Von letzteren profitieren hingegen auch Dritte, die selbst gar nicht ins Netzwerk integriert sind. Mit Blick auf diese externen Effekte kommt Putnam daher zu dem Schluss, dass Sozialkapital in bestimmten Fällen ein öffentli- ches Gut darstellt, von dessen Nutzen niemand ausgeschlossen werden kann.25

Die öffentliche bzw. gesellschaftliche Wirkung sozialen Kapitals war es auch, die er 1993 hervorhob, als er in Making Democracy Work erstmals sein spezifisches Konzept vom Sozialkapital genauer skizzierte. Damals definierte er: „Social capital here refers to features of social organizations, such as trust, norms, and networks, that can improve the efficiency of society by facilitating coordinated actions.“26

Orientiert an dieser Definition, lassen sich zwei zentrale Aspekte der Theorie des sozialen Kapitals differenzieren: Einerseits die Kapitalbildung durch Netzwerke, Normen und Vertrauen sowie andererseits die gesellschaftlichen Auswirkungen sozi- alen Kapitals. Beides soll im Folgenden getrennt voneinander beleuchtet werden.

2.2.1 Die Bildung sozialen Kapitals

Anknüpfend an Coleman, liegt der Ursprung sozialen Kapitals für Putnam in priva- ten Assoziationen, in die Akteure aus rationalem Nutzenkalkül eintreten. Mit Hilfe anderer möchten sie dadurch Ziele erreichen, die ohne derartige Beziehungsstruktu- ren gar nicht oder nur schwer erreichbar wären. Damit ein Akteur jedoch auf die Un- terstützung eines anderen Akteurs zurückgreifen kann, muss in der Regel einer der beiden in Vorleistung treten. Im Sinne der Reziprozität verpflichtet eine solche Vor- leistung den anderen Akteur idealer Weise zu einer ausgleichenden Gegenleistung. Die kann häufig jedoch erst im Nachhinein erbracht werden. Deshalb ist das Erbrin- gen einer Vorleistung individuell nur rational, wenn sich die Akteure sicher sein kön- nen, für ihre Leistungen später auch entsprechende Gegenleistungen zu erhalten.27

Wie die Spieltheorie vielfach gezeigt hat, ist derartige Sicherheit für Akteure in- nerhalb einmaliger dyadischer Beziehungen jedoch ausgeschlossen. Schließlich wäre es für jeden Akteur individuell rational, eine Vorleistung zu erhalten, ohne selbst eine Gegenleistung dafür zu erbringen. Gleichzeitig schadet es jedoch allen Akteuren, wenn es aufgrund solcher Unsicherheiten gar nicht erst zu Kooperationen kommt.

Die Reduktion von Unsicherheit ist für Putnam daher der große Mehrwert sozialer Netzwerke. Durch die regelmäßige Interaktion und Kommunikation zwischen den Netzwerkmitgliedern, werden Informationen über die Vertrauenswürdigkeit von Per- sonen ausgetauscht. Dadurch steigen einerseits die Kosten für all jene Akteure, die eine erhaltene Vorleistung nicht mit einer entsprechenden Gegenleistung ausgleichen wollen. Sie werden durch die Netzwerkmitglieder entweder dazu gebracht die Rezi- prozitätsnormen einzuhalten oder aber aus dem Netzwerk ausgeschlossen. Anderer- seits sinken durch Netzwerke jedoch auch die gegenseitigen Unsicherheiten für jene Akteure, die bisher noch nicht miteinander kooperiert haben. Sie informieren sich bei den übrigen Mitgliedern über deren bisherige Kooperationserfahrungen mit einer be- stimmten Person. Dadurch überträgt sich das individuelle Vertrauen eines Akteurs zu einem anderen Akteur auf alle Netzwerkmitglieder.28 Dies geschieht nach dem Mot- to: „I trust you, because I trust her and she assures me that she trusts you.“29

Solch generalisiertes Vertrauen zu schaffen und Reziprozitätsnormen effektiv durchzusetzen, gelingt laut Putnam vor allem in freiwilligen - also horizontalen - Assoziationen, in denen sich gleichberechtigte Mitglieder auf Augenhöhe begegnen und in denen keine Abhängigkeitsbeziehungen oder Machtasymmetrien bestehen. Für besonders wichtig hält er deshalb Netzwerke zivilen Engagements, beispielswei- se Fußballvereine, Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen, Gewerkschaften oder be- stimmte Nachbarschaftsgemeinschaften. Vertikale Beziehungsstrukturen, in denen Abhängigkeitsverhältnisse und Machtasymmetrien vorherrschen, können Reziprozi- tätsnormen und Vertrauen hingegen gar nicht oder nur sehr begrenzt fördern.30

Das soziale Kapital einer Gesellschaft ist also insgesamt durch drei fundamentale Größen bestimmt: Erstens durch das generalisierte Vertrauen der Bürger zu Men- schen im Allgemeinen. Das wiederum wird zweitens durch Reziprozitätsnormen ge- neriert, die innerhalb der Gesellschaft vorherrschen und die drittens durch die Ein- bindung der Gesellschaftsmitglieder in soziale Netzwerke durchgesetzt werden.31

2.2.2 Die Wirkung sozialen Kapitals

„Wie der Titel seines Buches [...] ‚Making Democracy Work‘ bereits impliziert, geht Putnam [...] davon aus, dass die Mitgliedschaft in freiwilligen Vereinigungen nicht nur das soziale Vertrauen fördert, sondern auch die Basis für kooperatives Handeln sowie effektives und demokratisches Regieren schafft.“32 Soziales Kapital soll also die Performanz des demokratischen politischen Systems steigern, dem es als gesell- schaftliche Ressource zur Verfügung steht. Dabei unterscheidet Putnam auch im poli- tischen Zusammenhang zwischen internen und externen Sozialkapitaleffekten, die der demokratischen Ordnung auf unterschiedliche Art und Weise dienlich sind.

Die externen Effekte sozialen Kapitals sind in großen Teilen relativ direkt be- obachtbar: Gemeint ist damit insbesondere die Aggregation von politischen Interes- sen durch den Zusammenschluss von Bürgern in zivilgesellschaftlichen Netzwerken.

Externe Effekte sozialen Kapitals ermöglichen es den Menschen also, ihre Anforde- rungen an das politische System gemeinsam zu formulieren sowie ihre Unterstü tzun- gen33 zusammen auszudrücken und sich dadurch Gehör zu verschaffen: „When pe- ople associate in neighborhood groups, PTAs, political parties, or even national ad- vocacy groups, their individual and otherwise quiet voices multiply and are amplified.“34 Gleichzeitig schützen sie die Bürger vor politischem Machtmissbrauch, indem sie ein Forum bieten, wo politische Meinungen ausgetauscht und öffentliche Angelegenheiten diskutiert werden können. Formale Netzwerke sind dafür genauso geeignet, wie informelle Strukturen zivilgesellschaftlicher Kooperation.35

Die internen Effekte sozialen Kapitals sind mindestens ebenso wichtig, aber nicht derart direkt beobachtbar. Gemeint sind politische Sozialisationsprozesse innerhalb sozialer Netzwerke, die Putnam unter dem Stichwort Schule der Demokratie zu- sammenfasst. Der Begriff beinhaltet habitualisierte Gewohnheiten der Kooperation und des öffentlichen Interesses sowie praktische Fähigkeiten die zur Partizipation am öffentlichen Leben notwendig sind. Dazu zählen beispielsweise die Organisation von Projekten, Veranstaltungen und Debatten, das Halten öffentlicher Reden sowie das Verfassen offizieller Anschreiben. Interne Effekte sozialen Kapitals ermöglichen es den Bürgern, ihre Angelegenheiten im Kleinen ebenso eigenständig zu regeln und Konflikte ebenso zivilisiert beizulegen, wie es die politisch Verantwortlichen im Großen tun sollten. So sollen sie das Verständnis für demokratische Prozesse und das Vertrauen ins politische System steigern sowie kollektives Handeln erleichtern. Das wiederum ist für die Durchsetzung politischer Entscheidungen von Bedeutung.36

Neben politischen Effekten, geht Putnam zudem von wirtschaftlichen, sozialen, kriminalpräventiven und sogar gesundheitsförderlichen Auswirkungen sozialen Kapitals auf eine Gesellschaft aus. Dazu führt er eine Reihe von Studien an, deren Ergebnisse an dieser Stelle jedoch nicht weiter betrachtet werden können.37

2.3 Dimensionen des Sozialkapitals

Über Vertrauen, Reziprozitätsnormen und Netzwerke definiertes Sozialkapital ist ein hochgradig heterogenes Phänomen. In Making Democracy Work unterschied Putnam 1993 lediglich zwischen horizontalen und vertikalen Netzwerkstrukturen. Sieben Jahre später, in Bowling Alone, führte er mit der Unterscheidung zwischen brücken- bildendem und bindendem Sozialkapital eine zweite Differenzierung ein. Damit rea- gierte er auf die umfangreiche Debatte um soziales Kapital, in deren Verlauf breite Kritik an seinem Konzept formuliert wurde und sich verschiedene Sozialkapitalfor- men herauskristallisiert hatten. Zuletzt sprach Putnam selbst von vier vorläufig iden- tifizierten Typen sozialen Kapitals, die zwar theoretisch unterscheidbar sind, sich a- ber gegenseitig nicht ausschließen. Sie sollen im Folgenden vorgestellt werden.38

2.3.1 Formelles und informelles Sozialkapital

Die Unterscheidung zwischen formellem und informellem Sozialkapital kann mit der Unterscheidung zwischen formellen und informellen sozialen Netzwerken gleichge- setzt werden. Formelles Sozialkapital entsteht in formellen Organisationen, die klare Führungsstrukturen, Mitgliedschaftsbedingungen und Entscheidungsprozesse auf- weisen. Informelles Sozialkapital entsteht hingegen in wenig organisierten, also in- formellen Beziehungsstrukturen. Klassische Beispiele hierfür sind zwanglose Kom- munikationen und Interaktionen im Freundes- oder Bekanntenkreis. Obwohl sich formelle und informelle Formen von sozialem Kapital in ihrer Organisationsform unterscheiden, können beide gesamtgesellschaftliche Effekte entfalten. In der Wis- senschaft spielte bisher vor allem formelles Sozialkapital die bedeutendere Rolle.39

2.3.2 Sozialkapital mit hoher oder geringer Dichte

Je nach Häufigkeit und Ausschließlichkeit von sozialen Kontakten, unterscheidet der Soziologe Mark Granovetter zwischen starken und schwachen Bindungen innerhalb von Netzwerkstrukturen. Mit dieser Differenzierung ist der Unterschied zwischen Sozialkapital mit hoher Dichte und Sozialkapital mit geringer Dichte eng verbunden: Sehr dichtes Sozialkapital meint demnach eng verwobene und vielschichtige Formen sozialer Beziehungsmuster, die mit hoher Kontakthäufigkeit in unterschiedlichen Le- benssphären einhergehen.

[...]


1 Vgl. Rudolph, Bernd: Die internationale Finanzkrise. Ursachen, Treiber, Veränderungsbedarf und Reformansätze, in: Zeitschrift für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht, Heft 1/2010, S. 22 ff

2 Vgl. Rudolph: Die internationale Finanzkrise, S. 6 ff

3 Vgl. Roos, Michael W. M.: Die deutsche Fiskalpolitik während der Wirtschaftskrise 2008/2009, in: Perspektiven der Wirtschaftspolitik, Heft 4/2009, S. 389 ff

4 Vgl. Heise, Michael: Notwendigkeit und Ausgestaltung makroökonomischer Überwachung im Euro- raum, in: Wirtschaftsdienst, Heft 1/2011, S. 1 f

5 Stürmer, Michael: Das Vertrauen schwindet, in: Die Welt, vom 15. August 2011, S. 3

6 Fried, Nico et al.: Es darf keine blinden Flecken mehr geben, in: Süddeutsche Zeitung, vom 14. No- vember 2008, S. 6

7 Zeise, Lucas.: Merkels denkwürdige Wende, in: Financial Times Deutschland, vom 16. März 2010, S. 24

8 Vgl. Meyer, Simone: Vertrauen können die Deutschen nur noch sich selbst und der Familie, in: Welt am Sonntag, vom 27. Dezember 2009

9 Vgl. Pickel, Gert & Pickel, Susanne: Politische Kultur- und Demokratieforschung. Grundbegriffe, Theorien, Methoden. Eine Einführung, Wiesbaden 2006, S. 140 ff

10 Vgl. Schlag, Carsten-Henning: Konjunktur- und Wachstumsanalyse für das Fürstentum Licht- enstein. Verhaltene Dynamik der Liechtensteiner Wirtschaft, Vaduz 2011, S. 13 ff

11 Vgl. Tagesschau: Ratings im Überblick, Wie kreditwürdig sind welche Staaten?, in: tagesschau.de (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ratings102.html), eingesehen am 16. August 2011

12 Putnam, Robert D. & Goss, Kristin, A.: Einleitung, in: Putnam, Robert [Hrsg.]: Gesellschaft und Gemeinsinn, Gütersloh 2001, S. 20

13 Vgl. Tocqueville, Alexis de: Über die Demokratie in Amerika, Stuttgart 2006, S. 242 ff

14 Berger, Maria et al.: Einleitung: Integration, Zivilgesellschaft und Sozialkapital, in: Berger, Maria et al. [Hrsg.]: Zivilgesellschaft und Sozialkapital. Herausforderungen politischer und sozialer In- tegration, Wiesbaden 2004, S. 9

15 Vgl. Putnam & Goss: Einleitung, S. 16 f

16 Hanifan, Lydia Judson: The Rural School Community Center, in: The Annals of the American Aca- demy of Political and Social Sciences, Nr. 67/1916, S. 130

17 Hanifan: The Rural School Community Center, S. 130 f

18 Vgl. Putnam & Goss: Einleitung, S. 17 ff

19 Vgl. Putnam, Robert D.: Making Democracy Work. Civic Traditions in Modern Italy, New Jersey 1993, S. 86 ff

20 Vgl. Seubert, Sandra: Das Konzept des Sozialkapitals. Eine demokratietheoretische Analyse, Frank- furt am Main 2009, S. 23 ff & S. 32 ff

21 Seubert: Das Konzept des Sozialkapitals, S. 33

22 Vgl. Putnam & Goss: Einleitung, S. 18

23 Vgl. Newton, Kenneth: Social and Political Trust in Established Democracies, in: Norris, Pippa [Hrsg.]: Critical Citizens. Global Support for Democratic Governance, NewYork 1999, S. 179 ff

24 Vgl. Putnam & Goss: Einleitung, S. 19 ff

25 Vgl. Putnam & Goss: Einleitung, S. 20 ff

26 Putnam: Making Democracy Work, S. 167

27 Vgl. Seubert: Das Konzept des Sozialkapitals, S. 83 ff

28 Vgl. Putnam: Making Democracy Work, S. 168 ff

29 Putnam: Making Democracy Work, S. 169

30 Vgl. Putnam: Making Democracy Work, S. 171 ff

31 Vgl. Geißel, Brigitte: Einleitung: Sozialkapital im demokratischen Prozess. Theorieangebote und Befunde, in: Berger, Maria et al. [Hrsg.]: Zivilgesellschaft und Sozialkapital. Herausforderun- gen politischer und sozialer Integration, Wiesbaden 2004, S. 103 ff

32 Kern, Kristine: Sozialkapital, Netzwerke und Demokratie, in: Berger, Maria et al. [Hrsg.]: Zivilge- sellschaft und Sozialkapital. Herausforderungen politischer und sozialer Integration, Wiesbaden 2004, S. 121

33 Vgl. Jann, Werner & Wegrich, Kai: Phasenmodelle und Politikprozesse. Der Policy-Cycle, in: Schubert, Klaus [Hrsg.]: Lehrbuch der Politikfeldanalyse, München 2009, S. 78 ff

34 Putnam, Robert D.: Bowling Alone. The Collapse and Revival of American Community, New York 2000, S. 338

35 Vgl. Putnam: Bowling Alone, S. 338

36 Vgl. Putnam: Bowling Alone, S. 338 ff

37 Vgl. Putnam & Goss: Einleitung, S. 19

38 Vgl. Putnam & Goss: Einleitung, S. 25 ff

39 Vgl. Putnam & Goss: Einleitung, S. 25 f

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Titel: Die Staatsschuldenkrise als Vertrauenskrise?