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Work-Life-Balance im Zeichen des Bildungscoachings

Hausarbeit 2011 17 Seiten

Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung Bildungscoaching
2.1 Ziele
2.2 Zielgruppen

3 Prozessmodell Bildungscoaching nach F-IAO

4 Work-Life-Balance
4.1 Konzepte

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Monographien

Zeitschriftenartikel

Internetquellen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Idealtypischer Coachingprozess (Quelle: Fraunhofer IAO: http://www.fortbildung-bw.de/?id=281 zuletzt abgerufen am 25.05.2011)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Deutschland sieht sich ebenso wie andere Industrienationen vor Herausforderungen und Auswirkungen des demographischen Wandels gestellt. Der demographische Wandel äußert sich zum Beispiel darin, dass ein immer größer werdender Fachkräftemangel vorherrscht, da nicht genug Nachwuchs vorhanden ist. Zum einen kann dem durch verstärkte Migration von ausländischen Fachkräften entgegengetreten werden. Zum anderen gibt es jedoch viele ungenutzte Potenziale in Deutschland selbst, welche es zu identifizieren und anschließend zu nutzen gilt. Individuen, die ein Bildungscoaching in Anspruch nehmen oder ein solches erfahren, werden im Fokus zum Lebenslangen Lernen und zu einer Work-Life-Balance motiviert. Beide Schwerpunkte sind für Unternehmen und Arbeitnehmer heutzutage essentielle Aspekte. Vor allem Frauen, welche oft arbeiten wollen es jedoch aufgrund ihrer familiären Verpflichtungen nicht schaffen, können durch eine umfassende Work-Life-Balance in Unternehmen als potenzielle Arbeitskräfte angesehen werden. Aber auch Mitarbeiter aller Hierarchieebenen profitieren von einer Work-Life-Balance, was wiederum Vorteile für die Unternehmung nach sich zieht. Überdies tragen durch Bildungscoaching initiierte Work-Life-Balance Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Mitarbeiter bei. Weniger Stress und eine Ausgewogenheit zwischen der Arbeits- und Lebenswelt führen zu geringeren Krankenständen und weniger Fehlzeiten. Auch hinsichtlich des demografischen Wandels ist die Vitalität der Mitarbeiter relevant. Ein weiterer Faktor, den es zu beachten gilt, ist die Globalisierung. Einhergehend mit ihr verändern sich die Arbeits- und Lebensbedingungen rasant. Infolgedessen müssen Individuen sich ändern und neu orientieren. Auch hier ist das Bildungscoaching als Katalysator für eine Work-Life-Balance belangvoll.

Die zentrale Fragestellung, die dieser Hausarbeit zugrunde liegt, lautet wie folgt: „Was kann das Bildungscoaching zu einer gesteigerten Work-Life-Balance beitragen?“. Dazu wird in Kapitel 2 geklärt, was sich hinter dem Begriff des Bildungscoachings verbirgt. Darauf folgen in Kapitel 2.1 Ziele und dem Kapitel 2.2 die Zielgruppen des Bildungscoachings. Damit klar wird, wie der Prozess des Bildungscoachings sich darstellt, wird in Kapitel 3 eine Abbildung herangezogen und mit dem Phasenmodell des Coachings von Rauen verglichen. Im darauf folgenden Kapitel 4 wird erläutert, was der Terminus der Work-Life-Balance zu bedeuten hat, da dieser Begriff immer häufiger genutzt wird, sich jedoch viele über dessen Bedeutung nicht im klaren sind. Unterkapitel 4.1 thematisiert Konzepte zur Umsetzung und Einführung umfassender Work-Life-Balance Maßnahmen in Unternehmen. Hierzu wird ein Konzept vorgestellt und durch ein anderes ergänzt. Abgeschlossen wird diese Arbeit durch ein Fazit, welches wesentliche Aspekte und Erkenntnisse der Arbeit zusammenfasst.

2 Begriffsbestimmung Bildungscoaching

Im Folgenden soll nun kurz der Terminus des Bildungscoachings erläutert werden, da dieser zentral für das Verständnis der Arbeit ist. Zu Anfang lässt sich festhalten, dass sich Bildungscoaching aus den Begriffen Bildung und Coaching zusammensetzt. Unter Bildung kann die Reifung der Persönlichkeit über Vermittlung von Wissen, Verhalten und Können verstanden werden. Weiterhin wird derjenige, der Bildung erfährt, in Situationen versetzt, welche er durch Problemerkennung und daraus resultierenden Lösungswegen beurteilen muss.[1] Coaching ist ein individueller Beratungsprozess von Personen oder Gruppen über einen bestimmten Zeitraum, der berufliche und private Inhalte umfassen kann. Häufig wird die Redewendung der „Hilfe zur Selbsthilfe“ mit dem Coaching assoziiert, da der Coach seinen Coachees bei der Erreichung ihres Ziels hilft, aber keine konkreten Lösungsweg festlegt, sondern nur Hilfestellungen während des Prozesses gibt (vgl. Greif 2008, S. 54 – 55). Weiterhin ist Bildungscoaching als prozessbegleitendes Beratungs- und Unterstützungsangebot zu verstehen. Es soll die Betroffenen prozesshaft befähigen und fördern. Hierbei wird vor allem das Ziel verfolgt, richtige Entscheidungen für sich und sein Umfeld zu treffen.[2] Im Projekt „LernNetz“ der Länder Berlin und Brandenburg wird Bildungscoaching als eine Ergänzung zur Bildungsberatung begriffen.[3] In gleicher Weise verstehen Zirfas und Göhlich das Bildungscoaching als eine Beratungsform, die maßgeblich durch die Pädagogik beeinflusst wird (vgl. Göhlich/Zirfas 2007, S. 172). Folgendes Zitat fasst den Terminus des Bildungscoaching treffend zusammen Bildungscoaching manifestiert sich damit in einem Beratungsprozess, bei dem die Führungskraft und/oder andere Bildungsverantwortliche innerhalb und außerhalb des Unternehmens den Mitarbeiter dabei unterstützen, Aufgaben und Probleme selbst zu lösen, indem sie dessen Fähigkeit zum lebenslangen Lernen fördern“.[4] Demzufolge wird das Bildungscoaching im weiteren Verlaufe der Arbeit als ein Beratungsprozess verstanden, der entgegen dem Zitat nicht nur Erwerbstätige, sondern auch Erwerbslose, falls die finanziellen Mittel vorhanden sind, betrifft. Nachdem nun kurz dargestellt wurde, was unter dem Begriff des Bildungscoachings zu verstehen ist, wird im nächsten Kapitel darauf eingegangen welche Ziele mit dem Bildungscoaching verfolgt werden.

2.1 Ziele

Die Ziele, welche mit einem Bildungscoaching verbunden sind, unterscheiden sich logischerweise je nach Zielgruppe. Allerdings können auch allgemeine Ziele festgehalten werden, die nun erläutert werden. Auffällig ist, dass es zwei übergeordnete Ziele gibt, die mit dem Bildungscoaching verfolgt werden. Zum einen ist das die Unterstützung zur Verwirklichung des Lebenslangen Lernens und zum anderen das Erreichen einer Balance zwischen Leben, Lernen und Arbeit. Der Letzt genannte Punkt lässt sich auch als Work-Life-Balance zusammenfassen, der in Kapitel 4 näher thematisiert wird.[5] Generell geht es darum die Handlungs- und Selbstkompetenz des Coachees auszubauen bzw. zu entwickeln. Allerdings setzt das voraus, dass der Coachee, Kompetenzen im Bereich der Selbstreflexion und Selbstbeobachtung mit sich bringt. Überdies können die mit einem Bildungscoaching verfolgten Ziele zahlreich und verschiedenartig sein. Stellvertretend sind hier die Wiedererlangung der Erwerbstätigkeit, eine Veränderung der beruflichen Situation und das Entgegenwirken von krankmachenden Faktoren zu nennen. Laut dem Projekt „Lernnetz“ liegt auf der Gesundheitsprävention und einer Work-Life-Balance eindeutig der Schwerpunkt im Bildungscoaching. Denn die Lebensarbeitszeit erhöht sich permanent, was z.B. am immer höher werdenden Renteneintrittsalter zu erkennen ist, und daher müssen Begleit- bzw. Beratungssysteme geschaffen werden, die den Menschen rechtzeitig in dieser Hinsicht helfen.[6] Göhlich und Zirfas halten fest, dass das Bildungscoaching darauf abzielt Menschen die Fähigkeit zu vermitteln, selbstständig ihre Weiterbildung zu organisieren und zu lenken. Weiterhin erwähnen sie die Fähigkeit zum lebenslangen Lernen, welche durch das Bildungscoaching unterstützt werden soll (vgl. Göhlich/Zirfas 2007, S. 172). Laske und andere sehen die Förderung der Selbstkompetenz des Menschen als Hauptziel des Bildungscoachings. Darüber hinaus sollen die Coachees dazu befähigt werden ihre berufliche und private Entwicklung fundiert und zukunftsorientiert zu analysieren und im Anschluss daran zu gestalten respektive zu planen. Dabei wird vor allem darauf Wert gelegt, dass keine Lösungswege durch den Coach vorgegeben werden, sondern durch die Coachees selbst erarbeitet werden. Dadurch wird die Selbststeuerungskompetenz der Coachees aufgebaut und ausgebaut, wodurch deren Beschäftigungsfähigkeit nachhaltig aufrecht erhalten und verbessert werden kann.[7]

[...]


[1] http://www.fortbildung-bw.de/?id=281 zuletzt abgerufen am 25.05.2011

[2] http://www.good-practice.de/infoangebote_beitrag3726.php zuletzt abgerufen am 25.05.2011

[3] http://www.lnbb.de/lernnetz/projekte/bildungscoaching/ zuletzt abgerufen am 25.05.2011

[4] Zitiert in http://www.personalwirtschaft.de/de/html/lexikon/147/Bildungscoaching# zuletzt abgerufen am 25.05.2011

[5] http://www.fortbildung-bw.de/?id=280 zuletzt abgerufen am 25.05.2011

[6] http://www.lnbb.de/lernnetz/projekte/bildungscoaching/ zuletzt abgerufen am 25.05.2011

[7] http://www.personalwirtschaft.de/de/html/lexikon/147/Bildungscoaching zuletzt abgerufen am 25.05.2011

Details

Seiten
17
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656125952
ISBN (Buch)
9783656126485
Dateigröße
404 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v188835
Institution / Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1,3
Schlagworte
work-life-balance zeichen bildungscoachings

Autor

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