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Probleme und Lösungsmöglichkeiten der „letzten Meile“

Logistik KEP

Hausarbeit 2012 13 Seiten

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Erläuterung der letzten Meile
1.2. Volumen des KEP-Marktes

2. Unterscheidung KEP
2.1. Kurierdienstleister
2.2. Expressdienstleister
2.3. Paketdienstleister

3. Problemdarstellung bei KEP-Dienstleistern

4. Lösungskonzepte der letzten Meile
4.1. PUDO Konzept
4.2. Packstation-Konzept
4.2. Tower
4.3. Einsatz von Telematik

5. Zusammenfassung

6.Quellverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Erläuterung der letzten Meile

Als „letzte Meile“ wird die Zustellung von Waren beim Kunden vor Ort bezeichnet. Es handelt sich dabei um den letzten Teil der Supply Chain. Heutzutage ist dabei vor allem die Haustürbelieferung gemeint, die beim Kunden vor Ort durchgeführt wird.[1]

Die Problematik der letzten Meile besteht grundsätzlich in der gesamten Logistik. Jedoch haben hauptsächlich die KEP-Dienstleister und die Containerdienstleister mit den hohen Kosten der letzten Meile zu kämpfen.

Bei den Containerdienstleitern wird dies durch die hohe Fertigungstiefe der Produkte und die Globalisierung verursacht. Die Produkte werden an unterschiedlichen Orten zu Halbfertigwaren zusammen gebaut und anschließend wieder versendet, um sie dann zu einer Fertigware zusammenzubauen. Anschließend erfolgt noch der Transport vom Hersteller bis zum Endkunden in der Supply Chain.

Zu den Hauptverursachern für die KEP-Dienstleister werden die heutigen Online-Bestellungen gezählt (B2C oder C2C). Hier wird vor allem der Online-Versandhandel, Direktvertrieb durch Online-Shops und Teleshopping gemeint, hinzu kommen noch Online-Auktionsbörsen wie eBay.

Die Kosten für die letzte Meile werden dabei auf 50 % der Gesamtkosten beziffert. Dies ist der Grund, weshalb viele KEP-Dienstleiter versuchen an diesem Punkt die Kosten zu reduzieren.[2]

Bei dem Versand von Containern, vom Zielhafen bis zum Endkunden, entstehen ebenfalls hohe Kosten. Dies wird durch die zunehmende Globalisierung verstärkt, da Güter aus unterschiedlichen Teilen der Welt an einen bestimmten Punkt geführt werden, wo aus ihnen ein neues Gut entsteht.[3]

Neben diesen beiden Bereichen gibt es eine Vielzahl von weiteren Bereichen, denen hohe Kosten durch die letzte Meile entstehen. Neben einigen Logistikbereichen wie z.B. bei Anlieferung von Rohstoffen (Öl, Pellets etc.) gibt es diese Problematik auch in der Telekommunikation. Diese sind technisch bedingt.

In dieser Hausarbeit wird dabei näher auf die Problemdarstellung und die Lösungsmöglichkeiten bei Paket- und Expressdienstleistern eingegangen. Dies ist der Bereich, der das größte Sendungsaufkommen hat und dadurch die größten Möglichkeiten bei der Kostenersparnis bietet.

1.2. Volumen des KEP-Marktes

Der KEP-Markt gehört zu den Bereichen, die eine hohe Wachstumsrate haben und für viele Unternehmen wichtig ist. Das Volumen des Marktes (B2B, B2C) betrug im Jahr 2010

16,69 Milliarden Euro.

Der KEP-Markt wird folgendermaßen untergliedert:

Kurier: (22%) 3,75 Mrd. €

Express: (36%) 5,95 Mrd. €

Paket: (42%) 6,99 Mrd. €

Summe: 100% 16,69 Mrd. €

Desweiteren zeigen sich aufgrund der Wachstumsraten in den letzten 11 Jahren noch große Potenziale, die Investitionen in allen Bereichen für alle Marktteilnehmer als profitabel erscheinen lassen. Hierzu gehört aufgrund der hohen Kosten besonders die letzte Meile.[4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hierdurch ergibt sich, wenn der Umsatz auf die Kosten eins zu eins umgelegt wird, ein Umsatz von 8.344 Mrd. €, der auf der letzten Meile erwirtschaftet wird.

2. Unterscheidung KEP

2.1. Kurierdienstleister

Bei den Kurierdienstleistern ist besonders zu erwähnen, dass sie eine besondere Anbindung zum Kunden haben. Der Bote liefert nicht nur die Sendungen, sondern holt diese beim Kunden vor Ort ab. Dabei werden verschiedene Verkehrsmittel, wie vom Fahrrad bis zum LKW, eingesetzt,

dies ist jeweils abhängig von der Sendung. Aufgrund der Tatsache, dass es beim Kurierdienst keine industrialisierten Prozessabläufe gibt, können die Kurierdienstleister besonders auf Kundenwünsche eingehen. Kurierdienstleister haben die Möglichkeit Sendungen direkt beim Kunden abzuholen und über längere Strecken direkt zuzustellen.5

2.2. Expressdienstleister

Expressdienstleister bedienen sich, um die Sendungen zuzustellen oder abzuholen, eines (inter)nationalen Logistiknetzwerkes. Dabei werden unter anderem auch Flugzeuge als Verkehrsmittel eingesetzt, um Sendungen schnellstmöglich zuzustellen. Je nach Einsatzgebiet und der Beschaffenheit der Sendung, haben sich die Expressdienstleister auf einzelne Logistikprozesse spezialisiert. Die Sendungen werden dabei meistens bis zum Schreibtisch des Empfängers geliefert. Bei Paketdienstleistern geschieht dies meist nur bis zur Tür. Der ganze Prozess ist im Gegensatz zu den Kurierdienstleistern standardisiert.5

2.3. Paketdienstleister

Die Paketdienstleister fokussieren sich auf die regelmäßige, flächendeckende und zum Teil fahrplanmäßige Beförderung von standardisierter Paketstücke (Bis 31,5 kg). Die Lieferung erfolgt dabei über Nacht von Depot zu Depot. Das Angebot richtet sich nicht an den Einzelsendungen aus, sondern ist mengenorientiert und arbeitet mit einem hohen Systematisierungsgrad. Der Transport ist bei Paketdienstleistern aufgrund der standardisierten Sendungen leichter zu handhaben als bei Stückgütern mit unterschiedlichen Größen und Formen.

Die Sendungen werden auf mechanischen Fördersystemen wie Bändern, Rutschen oder Rollen so einfach wie möglich gehandhabt, um die Abläufe und IT-Prozesse so stark wie möglich zu vereinheitlichen.[5]

3. Problemdarstellung bei KEP-Dienstleistern

Aufgrund des zunehmenden Online-Versandhandels, insbesondere im B2C Bereich, ergeben sich notwendige Änderungen in der Distributionsstruktur der Kurier- Express- und Paketdiensten (KEP). Diese müssen eine Änderung der Versandstruktur bei Sendun­gen verarbeiten, da diese zumeist als Klein- und Kleinstsendungen verschickt werden. Diese Atomisierung der Sendungen lässt die Transportkosten stark ansteigen, im Verhältnis zum Auftragsvolumen.

Die herkömmliche Logistik entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten meist auf eine geringe Anzahl von Sendungen mit hoher Stückzahl, meist Paletten. Dies trifft bei KEP nicht mehr zu und muss somit umstrukturiert werden.[6]

[...]


[1] Bestufs: http://www.bestufs.net/download/BESTUFS_II/good_practice/German_BESTUFS_Guide.pdf S. 43

[2] Klaus Peter, Winfried Krieger: Gabler Lexikon Logistik: S. 307 ff.

[3] Leske + Budrich; Globalisierung der Weltwirtschaft S. 56

[4] http://www.bdkep.de/pdf/Kurzstudie 2011.pdf, S. 8 ff

[5] http://www.dhl-discoverlogistics.com/cms/de/course/services/cep/cep_definition.jsp Stand: 01.02.2012

[6] Cristoph Bauer; E-Logistik, S. 150 ff.

Details

Seiten
13
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656124740
ISBN (Buch)
9783656125051
Dateigröße
495 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v188648
Note
1,4
Schlagworte
probleme lösungsmöglichkeiten meile logistik

Autor

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Titel: Probleme und Lösungsmöglichkeiten der  „letzten Meile“