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Tropische Wirbelstürme. Entstehung und Verbreitung

Seminararbeit 2011 15 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Meteorologie, Aeronomie, Klimatologie

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Eigenschaften

3. Aufbau
3.1. Zentrum „Auge“ des Tropischen Wirbelsturms

4. Entstehung
4.1. Voraussetzungen zur Entstehung
4.2. Entstehungsprozess
4.3. Entstehungsgebiete
4.4. Auflösung / Abschwächung

5. Verbreitung und Häufigkeit
5.1. Anzahl und Trend

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Tropische Wirbelstürme zählen zu den gefährlichsten und spektakulärsten Erscheinungen in der Natur. Sie ent- stehen rund um den Äquator im Be- reich der innertropischen Konver- genzzone und nehmen Windge- schwindigkeiten von bis zu 300 km/h an (MALBERG 2006: 152; LAUER & BENDIX 2006: 210). Gefährlich sind die Stürme vor allem für Küstengegenden, wo sie großen Schaden anrichten können wenn sie mit ihrer ganzen Kraft auf die Landoberfläche treffen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Tropischer Wirbelsturm aus dem All Quelle: noaa.gov

Sie kommen auf der Südhalbkugel wie auf der Nordhalbkugel vor und ihre Bezeich- nung richtet sich nach dem Ort der Entstehung. So werden Tropische Wirbelstürme in Amerika als Hurrikan bezeichnet, im Indischen Ozean sagt man Zyklon dazu und im Asiatischen Raum heißen sie Taifun (HÄCKEL 2005: 271). Auf der Nordhalbkugel kom- men sie im Zeitraum von Juni bis November vor und auf der Südhalbkugel treten sie hingegen zwischen Dezember und Mai auf (ROSENBERG & FRANCK 2011: o.S.).

Weiteres werden sie in Klassen zusammengefasst. Die Saffir Simpson Hurrikan Skala teilt die Stürme in 5 Klassen ein und gibt somit Aufschluss darüber wie katastrophal ein tropischer Wirbelsturm ist (UNIVERSITÄT GRAZ 2008).

Diese Arbeit befasst sich hauptsächlich mit der Entstehung und Verbreitung tropischer Wirbelstürme. Im ersten Teil der Arbeit werden die Eigenschaften, der Aufbau und die Entstehung der Wirbelstürme näher erläutert, wohingegen sich der zweite Teil mit ihrer Verbreitung beschäftigt.

2. Eigenschaften

Tropische Wirbelstürme sind extreme Tiefdruckgebiete und haben eine geschlossene Bodenwindzirkulation. Der Durchmesser wird in der Literatur mit 300 - 1000 km an- gegeben (LAUER & BENDIX 2006: 210; WALCH & FRATER 2004: 64; HÄCKEL 2005: 271). Tai- fune im pazifischen Raum erreichen den größten Durchmesser, der bis 1500 km betragen kann (WIEDERSICH 2003: 246). Der Tropische Wirbelsturm bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h fort (WALCH & FRATER 2004: 63; GEBHARDT ET. AL. 2011: 1123) und erreicht verheerende Windgeschwindigkeiten rund um das Zent- rum von bis zu 300 km/h (MALBERG 2006: 152). Bei Oberflächentemperaturen von über 34°C sind sogar Windgeschwindigkeiten von über 350 km/h möglich (WIEDERSICH 2003: 246). Die Geschwindigkeiten sind am stärksten je näher man sich dem Zentrum nähert. So sind in einer Entfernung von 30 bis 50 km rund um das Zentrum die Wind- geschwindigkeiten am stärksten (HÄCKEL 2005: 271). Um überhaupt als tropischer Wir- belsturm eingestuft zu werden, muss er Windgeschwindigkeiten von mindestens 118 km/h erreichen (SCHULTE & ERMERT 2008: 178). So extreme Windgeschwindigkeiten auch in den Wolkenbändern vorherrschen, im Zentrum ist es praktisch fast immer windstill (GEBHARDT ET. AL. 2011: 1124). Da sich in der Troposphäre das gesamte Wet- tergeschehen abspielt, können Tropische Wirbelstürme eine Höhe von bis an die Obergrenze der Troposphäre erreichen.

In einem tropischen Wirbelsturm herrschen starke Gewitter und heftige Regenfälle. Die durchschnittlichen Regenmengen betragen 100 bis 400 mm bzw. 30 bis 40 mm je Tag in einem Sturm der den Durchmesser von ca. 200 km hat. Der Luftdruck innerhalb eines Tropischen Wirbelsturms beträgt ungefähr 950 hPa. In Ausnahmefällen kann er auch einen Druck niedriger als 900 hPa vorweisen. (KLOSE 2008: 326). Der niedrigste Druck der jemals in einem tropischen Wirbelsturm gemessen wurde betrug 677 hPa, im Jahre 1956 (WIEDERSICH 2003: 246).

3. Aufbau

Der Tropische Wirbelstürm zeichnet sich durch einen zylinderförmigen Aufbau aus (Kasang 2008: o.S.). Das Wolkenband, das sein Zentrum umgibt, hat eine spiralartige Form die sich permanent um das eigene Zentrum dreht. In den sich drehenden Wol- kenbändern finden starke Stürme und heftige Regenfälle statt und in der Konvekti- onszelle innerhalb des Wirbelsturms findet ein Kreislauf zwischen aufsteigender warmer und absinkender kalter Luft statt (Abbildung 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Aufbau eines Tropischen Wirbelsturms Quelle: bildwörterbuch.pons.eu

3.1. Zentrum „Auge“ des Tropischen Wirbelsturms

Das Zentrum das sich in der Mitte des Sturms befindet, wird allgemein als „Auge“ bezeichnet. Hier herrschen nur relativ schwache Winde vor, und es ist beinahe wind- still (WIEDERSICH 2003: 246; GEBHARDT ET. AL. 2011: 1124). Der durchschnittliche Durch- messer des „Auges“ wird mit ca. 20 km angegeben (WIEDERSICH 2003: 246), das Auge kann aber auch einen Durchmesser von bis zu 70 km erreichen (LAUER & BENDIX 2006: 210). Der kleinste Durchmesser wird in der Literatur mit 10 km angegeben (MALBERG 2006: 152). Der Kerndruck des Tropischen Wirbelsturms ist bis zu 50 hPa tiefer als au- ßerhalb des Zentrums, in extremen Fällen aber bis zu 100 hPa und erreicht somit we- niger als 900 hPa. Die Luft innerhalb des Auges ist am oberen Ende klar, warm und trocken wohingegen sie am unteren Ende also nahe dem Boden bzw. Ozean relativ feucht und trüb ist (WILLOUGHBY 1998: 3053; HÄCKEL 2005: 271).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Auge eines tropischen Wirbelsturms Quelle: planet-wissen.de

4. Entstehung

Es müssen sehr viele Voraussetzungen gegeben sein, damit sich ein tropischer Wirbelsturm überhaupt entwickeln kann. Man kann sagen ein tropischer Wirbelsturm ist eine eher seltene Erscheinung, dafür leider aber umso gefährlicher. Die Voraussetzungen zur Entstehung werden in diesem Kapitel aufgezählt.

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Details

Seiten
15
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656124795
ISBN (Buch)
9783656125129
Dateigröße
5.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v188617
Institution / Hochschule
Universität Salzburg
Note
1,3
Schlagworte
tropische wirbelstürme entstehung verbreitung

Autor

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Titel: Tropische Wirbelstürme. Entstehung und Verbreitung