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Bericht über ein vierwöchiges Praktikum an der XY Schule in der Zeit vom 10.9. - 10.10.2008

Praktikumsbericht / -arbeit 2008 13 Seiten

Pädagogik - Schulpädagogik

Leseprobe

Inhalt

1. Wie kam ich an die Schule

2. Allgemeines über die Schule

3. Meine Tätigkeiten
3.1 Schwimmen in der 5c
3.2 Die Schülerfirmenmesse
3.3 Die Schokologie
3.4 Werksbesichtigung XY

4. Die Klausur

5. Reflexion

1. Wie kam ich an die Schule

Ich habe mir vorgenommen in diesem Bericht so wenig wie möglich zu erfinden oder zu beschönigen, deswegen fällt dieses Kapitel nicht sehr lang aus.

Im Grunde habe ich mich lediglich zu spät um einen Praktikumsplatz gekümmert. Ich habe telefoniert und angerufen, die ganze zur Verfügung gestellte Liste von oben bis unten ab. Ich habe mir sogar vorher noch die Mühe gemacht per Routenplaner auszuwerten, welche Schule von meinem zu Hause am einfachsten und schnellsten zu erreichen ist. Diese Mühe hätte ich mir wohl sparen können. Denn schon nach den ersten Anrufen, in denen ich zwischen den Antworten a) „wir stellen keine Praktikanten ein", b) „wir haben schon genug Praktikanten" und c) „wir haben Niemanden, der ihre Fächer betreut" auswählen durfte, wurde mir klar, dass ich meinen Allerwertesten ruhig mal ein paar Wochen früher hätte hochbewegen sollen.

Nun gut, kann man nichts mehr dran ändern dachte ich mir und telefonierte immer weiter. Solange, bis ich schließlich die Nummer der XY Schule wählte und dort von einer netten Dame eine Durchwahl des anscheinend zuständigen Herren bekam. Als ich diese am nächsten Tag wählte erreichte ich auch sofort die gewünschte Person, bei der ich mich kurz vorstellte, mein Anliegen und meine Fächer vortrug und einen neuen Herren als Praktikumsbetreuer zugeteilt bekam. Mit diesem telefonierte ich an einem der nächsten Tage etwas ausführlicher und besprach den weiteren Ablauf der Vorbereitung. Sobald der Stundenplan feststand meldete sich mein Praktikumsbetreuer bei mir und wir vereinbarten wann, wo und wie mein erster Praktikumstag stattfinden sollte.

2. Allgemeines über die Schule

Die XY Schule ist eine, wie der Name schon sagt, integrierte Gesamtschule die jedoch nur bis zur Sekundarstufe I geht.

Die personelle Struktur der Schule beginnt, wie bei jeder anderen Schule auch, beim Schulleiter. Darunter befinden sich der Organisationsleiter, der unter sich die sechs Jahrgangsleiter hat, sowie der didaktische Leiter, dem die sechs Fachbereichsleiter untergeordnet sind.

Neben dem Konzept der Ganztagsschule, zeichnet die XY Schule sich vor allem durch eine Vielzahl an Projekten, AGs und außerunterrichtlicher Veranstaltungen aus.

Oberstes Konzept der Schule ist, dass die Kinder aktive lernen sollen, sich also nicht von Frontalunterricht ,berieseln‘ lassen, sondern selber entdecken und ausprobieren. Dieses Konzept wird meiner Ansicht nach leicht übertrieben und bringt nicht in jedem Fach den erwünschten Lernerfolg.

Die XY ist eine Schule in Eigenverwaltung, die von 660 Schülerinnen und Schülern, 56 Lehrerinnen und Lehrern, Sozialpädagogen, Sekretärinnen, einem Hausmeister und einem Netzwerkadministrator mit Leben gefüllt wird. Die einzelnen Klassen haben jeweils eine weibliche und eine männliche Lehrkraft als Klassenlehrer/in. Pflichtfach an dieser Schule ist neben den alltäglichen jeder anderen Schule „Arbeit-Wirtschaft-Technik“ kurz „AWT“.

Als Wahlpflichtkurse kann man Französisch, Spanisch, Informatik, Technik, Latein und Theater belegen.

Die Projekte sind nach Jahrgängen geordnet und erstrecken sich von „Haustiere“ über „Dritte Welt“ und „Umweltschutz“ bis hin zu „Gentechnik“. Außerdem kann in Bereichen wie „Big Band“, „Schülerchor“, „Robotik“ oder im Umgang mit dem Computer ein persönlicher Schwerpunkt gesetzt werden.

Die Arbeitsgemeinschaften der XY Schule sind ebenfalls sehr facettenreich. Neben sportlichen Aktivitäten wie Judo, Ski- und Snowboardkursen, Tanzen und Wassersport, kann man beim Theater, der Schulband oder im Zirkus sich kreativ ausleben. Bei Robotik, Homepage und Radio Flora können die Schülerinnen und Schüler sogar ihre eigenen Fähigkeiten und Interessen ein Stück weit in Berufsrichtung erproben.

Zu den besonderen Angeboten der XY Schule gehören zum Beispiel die Schwerpunktklassen, wie Forscherklasse, Bläserklasse und die Chorklasse. Außerdem beherbergt die Schule einen kleinen Schulzoo mit Meerschweinchen, Degos und Wüstenrennmäusen. In Schülerfirmen wie der Imkerei oder der Cafeteria lernen die SuS berufsnahes, verantwortungsvolles Handeln.

Was ich als weitere Besonderheit empfand, da ich es aus meiner eigenen Schulzeit nicht kannte, war die Existenz von sogenannten

Lernentwicklungsberichten. Diese sollten die Rückmeldefunktion der Noten an Eltern und Schüler verbessern und wurden für jedes Fach und anhand

unterschiedlicher Kriterien ausgefüllt.

Um die Funktion einer Ganztagsschule zu erfüllen bedarf es einiger besonderer

Institutionen wie z.B. eines großen Mittagspausenangebots, eines reichhaltigen Mensaangebots, vielen Arbeits- und Übungsstunden sowie Förderunterricht und natürlich so wenig Unterrichtsausfall wie möglich. Dies gelingt nicht zuletzt durch die Vielzahl an Unterrichtshelfern, Praktikanten und Referendaren.

Die XY Schule hat in den vergangenen Jahren folgende Auszeichnungen erhalten:

- Umweltschule in Europa
- Gütesiegel als berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule
- Bundessieger der Heinz-Sielmann-Stiftung 2003
- Innovationspreise für Technikprojekte

3. Meine Tätigkeiten

Mein Tag in der Schule lief im Grunde nicht so ab wie man es sich vorgestellt oder gewünscht hatte, geschweige denn wie es in der Praktikumsordnung empfohlen ist.

Im Prinzip erfüllte ich das typische Klischee eines Praktikanten, der mit einer Kopierkarte bewaffnet durch die Gänge hetzt, Anträge für Unterrichtsgänge ausfüllt und Tickets am Bahnhofsschalter für einen Ausflug bucht.

Jetzt stellt man sich die Frage wieso man sich so eine „Ausbeutung" gefallen lässt und nicht eine klare Ansage macht, wie das Praktikum nach eigener Meinung eigentlich laufen sollte. Und in der Tat merkte ich selber oft, wie der Frust in mir hochstieg und genau diese Frage immer wieder aufkam, aber irgendwie fand ich es auch gar nicht so schlimm kaffeeschlürfend Bahnverbindungen rauszusuchen und den organisatorischen Part des Lehrerseins kennenzulernen.

Natürlich habe ich meinem Praktikumsbetreuer gesagt, dass ich gerne in den Mathematikunterricht gehen würde und auch gerne insgesamt lieber zusammenhängende Unterrichtsteile planen und durchführen würde, als hier und dort mal auszuhelfen. Dieser Wunsch wurde auf jeden Fall registriert, nur leider, und da will ich wirklich keine boshafte Absicht unterstellen, ging er in der Masse an Organisation und in allgemeiner Schulhektik unter.

Mein Betreuer sagte mir auch fortwährend, dass ich was aus diesem Praktikum mitnehmen sollte und im Nachhinein betrachtet habe ich das auch. Zwar keine direkte Unterrichtspraxis aber zumindest das Bewusstsein, dass schöne Dinge wie Ausflüge, Projekte und ähnliche schulalltagsfremde Veranstaltungen einer enormen Organisation bedürfen und wirklich kraftraubend sind.

Da ich wie schon gesagt eher für die Organisation eingesetzt wurde, möchte ich zuerst von den wenigen Unterrichtsstunden berichten, die in meinem Fach Sport stattfanden, um dann folgend über die größeren, von mir bearbeiteten Bereiche zu berichten.

3.1 Schwimmen in der 5c

Bereits im Vorgespräch mit meinem Praktikumsbetreuer war klar, dass ich ihn in das XY Bad zum Schwimmunterricht begleiten würde. Da Schwimmen mit 30 Kindern, Lehrer und Schule immer vor ein mittelgroßes Problem stellt, war ich sehr positiv überrascht von der Lösung an der XY Schule. Wie schon zuvor erwähnt gibt es dort viele Unterrichtshelfer, Praktikanten, Referendare und sonstige Helfer. Neben der Sportlehrkraft in Form meines Praktikumsbetreuers Herrn XY wurde die 5c von einer Referendarin, einem gerade fertig gewordenen Examinierten und nun auch noch von mir betreut.

Dieser Betreuungsschlüssel war eigentlich ideal für den Schwimmunterricht und so konnten wir die Klasse gut in Leistungsgruppen einteilen, in denen die Schüler die Disziplinen für das jeweils nächste Schwimmabzeichen absolvieren konnten.

In der ersten Woche durfte ich den Sprung vom Einmeterbrett abnehmen, der je nachdem wer gerade gesprungen war, Bewunderung oder Spott auslöste, mit dem die Schüler und ich lernen mussten umzugehen. In der zweiten Stunde bekam ich drei absolute Nichtschwimmer mit denen ich im brusttiefen Wasser eher so etwas wie Überlebenstraining vollzog.

Mir war und ist heute noch unbegreiflich wie man auf eine weiterführende Schule geht und nicht schwimmen kann, bzw. galt mein Unverständnis vielmehr den Eltern die es versäumt hatten ihren Kindern schwimmen beizubringen.

Jedenfalls war es nun meine Aufgabe den ,Jungs‘ irgendwie beizubringen ohne Boden- und Beckenrandkontakt im Wasser voranzukommen.

In meiner letzten Einheit - einmal war der Unterricht wegen einer Veranstaltung ausgefallen - übernahm ich alle Schüler, die ihr Seepferdchen hatten und Bronze machen wollten.

[...]

Details

Seiten
13
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783656127185
ISBN (Buch)
9783656127222
Dateigröße
469 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v188522
Institution / Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover – Erziehungswissenschaft
Note
Schlagworte
ASP Bericht

Autor

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Titel: Bericht über ein vierwöchiges Praktikum an der XY Schule in der Zeit vom 10.9. - 10.10.2008