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Projektmethode Rund um den Fußball

Fußballprojekt im Jugendzentrum

Zwischenprüfungsarbeit 2011 16 Seiten

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden

Leseprobe

Gliederung

1. Projektinitiative
1.1 Themenfindung

2. Projektskizze
2.1 Themenbereiche
2.2 Wertevertrag
2.3 Brainstorming
2.4 Abschließendes Ziel
2.5 Lerninhalte
2.6 Zeitraum und Ort
2.7 Finanzen
2.8 Kooperationspartner

3. Projektplan
3.1 Woche 1
3.2 Woche 2
3.3 Woche 3
3.4 Woche 4

4. Fazit

1. Projektinitiative

1.1 Themenfindung

Im Laufe meines bisherigen Praktikums im Kinder- und Jugendtreff (KJT) Gebhardshagen habe ich Beobachtungen der Kinder angestellt.

Durch diese vorangegangenen Beobachtungen und Analysearbeiten, wie die Sozialraumanalyse oder Gruppenanalyse habe ich festgestellt, dass in der Gesamtgruppe kein großes soziales Klima herrscht. Die Kinder können sich nicht ausdauernd und konzentriert mit etwas auseinandersetzen. Das bedeutet, dass die meisten Kinder sich schnell ablenken lassen. Viele Kinder müssen zum Beispiel immer wieder zurück zu ihren Hausaufgaben geholt werden.

Es besuchen auch nicht immer alle Kinder den Treff an offenen Tagen oder nehmen regelmäßig an derangebotenen Hausaufgabenbegleitung und dem Mittagstisch teil.

Daher ist es schwierig sich auf eine feste Gruppe festzulegen, da die Regelmäßigkeit der Besuche sehr schwankt, anders als in einer Kindertagesstätte, in der die Kinder jeden Tag für mehrere Stunden anwesend sind.

Aufgrund der geschilderten Situation habe ich mich in den ersten drei Wochen meines Praktikums mit Beobachtungen der Kinder beschäftigt, um einen möglichen Interessenbereich festzustellen. Auch die Methode der Ideenbox, habe ich als Unterstützung gewählt.

In dieser Ideenbox, die ein Junge extra angefertigt hat, konnten die Kinder ihre Ideen sammeln. Durch die Ideenbox und meinen angestellten Beobachtungen habe ich schnell erkannt, dass viele der Kinder alle eines gemeinsam haben und das ist der Spaß am Ballsport. Bei gutem Wetter nutzten die Kinder immer das Außengelände des KJTs um z.B. „einmal berühren" zu spielen.

Diese Fußballspielform wurde von den Kindern entwickelt und wird bei gutem Wetter gespielt. Dabei muss der Ball einmal an die Wand geschossen werden und vom nächsten Spieler erneut gegen die Wand geschossen werden. Dieser Vorgang geschieht dann im Wechsel zwischen den Spielern (z.B. 1, 2, 3 / 1, 2, 3...etc.) Wer es nicht schafft den Ball direkt zu schießen, sodass er gegen die Wand prallt erhält einen Minuspunkt. Bei, in der Regel drei Minuspunkten, wird der Spieler ausgeschlossen. Der Spieler der zuletzt noch spielt hat gewonnen.

Durch meine angestellten Beobachtungen der Kindesinteressen, hat sich für mich das Projektthema Fußball ergeben, aber es sollte von den Kindern aus kommen.

Um aus diesem Grund nicht über den „Kopf der Kinder" hinweg zu entscheiden und den Kindern die Möglichkeiten zum partizipativen Handeln zu geben und eine intrinsische Motivation der Kinder hervorzurufen, habe ich mich zunächst direkt in das Spiel der Kinder eingebracht. Durch diese Form der extrinsischen Motivation konnte ich die vorab beobachteten Interessen der Kinder sicherstellen und sie zu weiteren Handeln motivieren.

Die Kinder wussten, zum Einen durch meinen Steckbrief und zum Anderen durch meine direkte Ansprache und der angefertigten Ideenbox, dass ich mit Kindern des KJTs ein Projekt machen möchte.

In dem Spiel „Einmal berühren" kam ein Junge auf mich zu und erzählte mir seine Idee, etwas mit Fußball machen zu wollen.

Ich nahm seine Idee wertschätzend auf. Er sollte schon mal die ersten Ideen schriftlich fixieren und mit anderen Kindern, auch außerhalb des KJTs, Rücksprache halten.

Im Laufe der dritten Woche meines Praktikums nahm ich mir dann nochmals die Ideenbox, mit den Vorschlägen der Kinder zur Hilfe, um mir einen differenzierteren Überblick über die Kindesinteressen zu machen.

In der Ideenbox waren folgende Vorschläge der Kinder enthalten:

- Sport
- Fußball
- Backen
- Party
- Bewegung
- Musik
- Spiele
- Kochen
- Sportturnier

Der Junge, der in der Phase der Ideenfindung auf mich zugekommen ist, brachte am 17.05.2011 einige seiner Freunde mit. Insgesamt waren es an diesem Tag 8 Kinder, die an der Ideenfindung beteiligt waren.

Nachdem ich mir die Vorschläge (Ideenbox) angeschaut hatte, sammelten die Kinder diese Vorschläge auf einem Plakat. Danach kam es zur demokratischen Abstimmung.

Dafür verwendeten die Kinder Eddings. Sie durften, auf Grund der vielen Vorschläge jeweils zwei Punkte dort setzen, bei dem was sie am liebsten umsetzten wollen.

Die Punkte konnten sie verteilen wie sie es wollten, d.h. nicht jeweils ein Punkt für zwei verschiedene Themen, sondern es stand ihnen frei auch zwei Punkte an einem Thema zu setzten, je nach dem wie stark sie sich für dieses Thema interessierten.

Die Stimmenverteilung lautete wie folgt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wie aus dieser Auflistung zu erkennen ist, ist das Thema mit den meisten Stimmen „Fußball" geworden.

Sobald das Thema entschieden war, sprudelten mehrere Ideen aus den Köpfen der Kinder. Dabei stellte sich heraus, dass es ein Fußballprojekt mit abschließendem Turnier werden soll.

Allerdings kam dabei auch die Frage auf, was mit den übrigen Ideen gemacht wird.

Diese sollten durch das Plakat nicht in Vergessenheit geraten und sollen, so bald die Zeit es erlaubt, innerhalb des KJTs aufgegriffen werden bzw. die Ideen mit in das Fußballprojekt integriert werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Sollten an anderen Tagen weitere Kinder hinzukommen, die bei der Ideenentwicklung nicht anwesend waren, erhalten diese eine Reflexion durch die anderen Kindern mit meiner Unterstützung, damit sie sich ebenfalls ins Thema einfinden und weitere Ideen entwickeln können. So erhalten alle Kinder die Möglichkeit, Interesse an dem Thema zu entwickeln und an den Aktivitäten teilzunehmen. Wenn die Kinder Interesse an dem Thema zeigen und ich ihnen den nötigen Partizipationsspielraum biete, sind sie in der Lage, sich selbstständig intrinsisch zu motivieren.

2. Projektskizze

2.1 Themenbereiche

Bei einem weiteren gemeinsamen Gespräch mit den Kindern, konnten sie Ideen und Fragen für Aktivitäten in dem Projekt äußern. Dabei war der Wunsch nach einen großen abschließenden Turnier deutlich groß. Dies konnte hierbei also aus der Projektinitiative aufgegriffen und in die Skizze integriert werden.

Die Kinder haben mit Begeisterung viele Ideen und Vorschläge geäußert.

Dabei habe ich eine Fragehaltung entwickelt, damit die Kinder zum weiteren Nachdenken angeregt werden. Meine Fragen bestanden zum Beispiel darin:

- Was gehört alles zum Fußball und dem Fußball spielen?
- Was benötigen wir alles für ein abschließendes Fußballturnier?
- Was kann man neben dem Training noch machen fürs Fußballturnier)?
- Wo und wann soll das Turnier stattfinden?

Die Kinder haben vor allem großes Interesse daran die Dinge selbst zu organisieren, die für das Fußballturnier gebraucht werden. Dazu gehören zum Beispiel die Pokale aber auch die eigene Musik. Bei dem Musikwunsch kann also auch diese Idee aus der Projektinitiative in die Projektskizze integriert werden und findet weiterhin Beachtung.

Die Kinder sind aufgeweckt und erzählen am Liebsten ununterbrochen von ihren Ideen.

Sicher ist diese Ideenvielfalt vorteilhaft und willkommen, dennoch muss ich die Kinder oft wieder zurück holen, da sie sich oft im Kreis drehen und wir so nicht weiter kommen.

Es stellt sich auch heraus, dass die Kinder nicht nur selbst theoretisch planen möchten, sondern auch aktiv werden und sich beteiligen wollen, in dem sie z.B. Materialien von sich aus mitbringen, wie zum Beispiel das Spenden von kleinen Pokalen.

Die Kinder werden also im gesamten Verlauf ermutigt, selbst aktiv zu werden, sich zu beteiligen und partizipativzu handeln.

2.2 Wertevertrag

Ein wichtiger Bestandteil der Anfangsphase in dem Projekt ist die Verabschiedung des Wertevertrags.

Nachfolgend ist der Wertevertrag zu sehen, der mit den Kindern abgeschlossen wurde

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wertevertrag/ Regeln:

1. nicht spucken
2. keine Gewalt
3. es spricht nur EINER
4. nicht nerven
5. keine Beleidigungen
6. kein Mobbing
7. Stop-Ruf, wenn es einem zu viel wird
8. Müll wegräumen
9. keine Drogen
10. wir lassen uns ausreden

Am Freitag, 25.05.2011 sind 4 weitere Regeln hinzugekommen. Der Wertevertrag wurde überarbeitet und erneut, auf einem Plakat, schriftlich fixiert.

1. nicht spucken
2. keine Gewalt/gewaltfreien Umgang miteinander
3. es spricht nur EINER
4. nicht nerven und stänkern
5. keine Beleidigungen, kein Mobbing
6. wir lachen niemanden aus
7. Stop-Ruf, wenn es einem zu viel wird
8. Müll wegräumen (Ordnung und Sauberkeit)
9. keine Drogen
10. wir lassen uns ausreden
11. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit (abmelden bei Verspätung)
12. wir sind ehrlich und lügen nicht
13. hilfsbereiter Umgang miteinander
14. ordentlicher Umgang mit eigenem und fremden Eigentum

Die Inhalte des Wertevertrages wurden in Übereinstimmung mit der Gruppe zusammen entwickelt und schriftlich fixiert.

[...]

Details

Seiten
16
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656124832
ISBN (Buch)
9783656125181
Dateigröße
6.8 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v188408
Institution / Hochschule
Katholische Fachschule für Sozialpädagogik Gengenbach
Note
1,2
Schlagworte
projektmethode rund fußball fußballprojekt jugenzentrum

Autor

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Titel: Projektmethode Rund um den Fußball