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Barthes, Foucault und der "Tod des Autors"

Hintergründe und Differenzen einer Debatte

Hausarbeit (Hauptseminar) 2010 35 Seiten

Literaturwissenschaft - Allgemeines

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Einordnung der Debatte
2.1 Der „Tod des Autors“: Ein poststrukturalistisches Theorem?
2.2 Barthes, Foucault und die „Generation des Strukturalismus“
2.3 Barthes und die „alte Kritik“

3 Charakterisierung der Akteure
3.1 Quereinsteiger und Provokateur: Roland Barthes
3.2 Vermittler mit „klassischer“ Laufbahn: Michel Foucault

4 Genre und Ort
4.1 Barthes „Essay-in-a-box“ und das Aspen Magazine
4.2 Vorläufiges Nachdenken: Foucaults Vortrag am Collège de France

5 Barthes Provokation: Der Tod des Autors
5.1 „Vorgeschichte der Moderne“: Periodisierung und Selbstverortung
5.2 Das hintergründige Rauschen anderer Stimmen
5.3 Reichweite und Konsequenz des Postulats

6 Foucaults Kritik: Was ist ein Autor?
6.1 „All das ist bekannt“ – Neupositionierung Barthes
6.2 Blockaden: Werk-Begriff und écriture
6.3 Autorfunktion und Selbstbezug

7 Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Du bist hier

Der Dichter

Und ich bin dein Vernichter

Ich danke dir dafür“[1]

1 Einleitung

In dem Maße, wie eine bestimmte Moderne [...] Mallarmé und sein Verhältnis zur Literatur wiederaufgriff, entstand eine Neigung, den Autor zugunsten des Textes auszulöschen. [...] [E]s war die sehr fruchtbare Zeit des literarischen Strukturalismus, der Semiologie; ich selbst, als Zeichen dessen, was ich sage, habe damals einen Artikel verfaßt, dessen Titel diese Tendenz zusammenfaßt: „Der Tod des Autors“.[2]

Dies alles klingt, etwa 12 Jahre nach Erscheinen des besagten Artikels[3], seltsam zurückhaltend und bescheiden. In der Tat verpasste Roland Barthes mit seiner provokanten Verkündung einer „Tendenz“ gewissermaßen den programmatischen wie prägnanten Slogan. Darüber hinaus sorgte er indirekt dafür, dass das Konzept und die Rede vom „Tod des Autors“ noch heute große Popularität weit über die (universitären) Grenzen literatur-, kultur- und medientheoretischer Debatten hinaus zu genießen scheint: Etwa als Lemma eines Lexikons der Literatur- und Kulturtheorie[4], als Titel eines parodierenden Romans[5] und nicht zuletzt als Thema in der Musik, wie die eingangs zitierten Zeilen aus einem aktuellen Song der deutschen Band „Tocotronic“ beispielhaft illustrieren sollen. Gleichzeitig sind, spätestens seit Ende der 1980er Jahre, Fragen nach der Reichweite des Postulats und der „Rückkehr des Autors“ immer wieder Gegenstand zumeist literaturtheoretischer Auseinandersetzungen.[6]

Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass jene Konzepte, die gemeinhin mit postmoderner Theoriebildung in Verbindung gebracht werden – wie auch das berühmte „anything goes“[7] –, oft nur als Phrasen im Umlauf sind, deren vermeintliche Prägnanz sich bei näherem Hinsehen als missverständliche Verknappung und bisweilen Vermischung verschieden motivierter Ansätze herausstellt.[8] Zwar wird in der Regel betont, dass der „Tod des Autors“ nicht nur von Barthes allein, sondern aus jeweils anderer Perspektive mal mehr, mal weniger explizit auch von Julia Kristeva und Michel Foucault formuliert wurde.[9] Dennoch gewinnt man den Eindruck, es habe zwischen den drei routinemäßig Genannten, mindestens aber dem „Gespann“ Barthes und Foucault[10], um deren Texte es hier gehen soll, Absprachen oder gar ein gemeinsam verfolgtes Projekt gegeben.[11] Dafür können mindestens drei Gründe angegeben werden: Erstens steht die Rede vom „Tod des Autors“ in direkter und fast untrennbarer Verbindung – in Reihenfolge und Relevanz variierend – mit den Namen Barthes und Foucault, wie die beiden folgenden Beispiele verdeutlichen sollen:

Zusammen mit Michel Foucaults Was ist ein Autor? ist Der Tod des Autors des Franzosen Roland Barthes (1915–1980) das wohl einflussreichste Plädoyer für eine Verabschiedung des Autors aus der Interpretation literarischer Texte.[12]

Für die polemische Diskussion über den vermeintlichen Tod des Autors vor allem im sogenannten Bereich der poststrukturalistischen Ästhetik sind zwei Texte fundamental geworden: Roland Barthes’ La mort de l’auteur (1968) und Michel Foucaults Qu’est-ce qu’un auteur (1969).[13]

Daran anschließend werden zweitens die Ansätze Barthes und Foucaults gewöhnlich unter dem Kennzeichen der „poststrukturalistischen Autorkritik“[14] zusammengefasst und, mit der Formel vom „Tod des Autors“ versehen, als ein zentrales Theorem des Poststrukturalismus betrachtet.[15] Dies erscheint vor allem dann problematisch, wenn man den „(französischen) Poststrukturalismus“ als ein theoretisches Konstrukt der 80er und 90er Jahre des 20. Jahrhunderts versteht,[16] das für den unmittelbaren Äußerungszusammenhang der hier untersuchten Texte zunächst gar keine Rolle spielt. Drittens schließlich werden die Überlegungen Barthes und Foucaults zum Autor zwar häufig thematisiert, seltener aber oder nur unzureichend und ungenau mit den entsprechenden Kontextinformationen versehen. Der so oder ähnlich knapp formulierte Hinweis auf die „68er Bewegung“[17] kann dafür als typisch gelten.

Da der Fokus hauptsächlich auf den Gemeinsamkeiten – die es ja zweifellos gibt – beider Positionen zu liegen scheint, drängt sich unweigerlich die Frage auf, worin sich Barthes Essay Der Tod des Autors und Foucaults Vortrag Was ist ein Autor? denn überhaupt unterscheiden? Und daran anschließend: In welchem größeren Zusammenhang stehen sie, wo und wie werden sie hervorgebracht? Welche Strategien verfolgen sie?

Um diese Fragen zu beantworten, sollen zunächst auf textexterner Ebene theoretische Voraussetzungen geklärt (2), die Akteure charakterisiert (3), sowie Genre und Publikations­ort beider Texte beleuchtet werden (4). Besonders hier lässt sich zeigen, dass das Aufkommen der Rede vom „Tod des Autors“ weniger Ergebnis einer genuin poststrukturalistischen Theoriebildung ist, sondern eher im Rahmen zweier unterschiedlicher Debatten von begrenzter Dauer betrachtet werden muss. Daran anknüpfend, sollen auf textinterner Ebene die Diskussionsbeiträge Barthes (5) und Foucaults (6) untersucht werden. Hierbei geht es jedoch nicht so sehr um eine detaillierte, inhaltliche Auslegung der Texte, sondern vielmehr um bestimmte Strategien: Selbstpositionierung innerhalb der Debatte, Reichweite des Autorbegriffs und externe Anknüpfungspunkte. Ziel ist es zu zeigen, dass die Texte, obwohl beide dem strukturalistischen Umfeld entstammen, hinsichtlich ihrer Äußerungs- und Publikationskontexte, sowie in ihrer formalen Anlage und Rhetorik, zunächst nur wenige Gemeinsamkeiten aufweisen und – im Hinblick auf Foucault – den Anschein eines gemeinsamen Projekts gerade zu vermeiden suchen. Abschließend sollen die Ergebnisse noch einmal zusammengefasst werden (7).

2 Einordnung der Debatte

2.1 Der „Tod des Autors“: Ein poststrukturalistisches Theorem?

Wenn der „Tod des Autors“ zu den zentralen Themen des Poststrukturalismus gerechnet wird, so ist damit gleichzeitig auch die Annahme verbunden, es handle sich dabei um ein in sich geschlossenes Konzept einer theoriebildenden Gruppe – den „Poststrukturalisten“ –, die Hypothesen über bestimmte Sachverhalte miteinander teilt. Anders gesagt: Es gebe ein Theorem „Tod des Autors“, über dessen Implikationen bei den Poststrukturalisten Konsens bestehe. Die Probleme fangen jedoch schon beim vermeintlichen „Poststrukturalismus“ französischer Prägung selbst an, der sich mit Angermüller auch als „internationales Missverständnis“[18] bezeichnen ließe. Denn im Gegensatz zum selbstverständlichen internationalen Gebrauch im intellektuellen Diskurs, wurde und wird der Begriff „Poststrukturalismus“ in Frankreich – zumindest in seiner hier geläufigen Form – gar nicht verwendet. Er ist vielmehr das Produkt einer in erster Linie angloamerikanischen, später international anerkannten Wahrnehmung, die in den letzten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts mehrere theoretische Positionen zu einer poststrukturalistischen Bewegung verknüpfte, welche zum Zeitpunkt ihrer Entstehung nur wenig miteinander zu tun hatten.[19] Gemeint sind damit die Texte kanonischer Autoren, die allgemein als „poststrukturalistisch“ gelten, wie etwa Lacan, Althusser, Foucault, Derrida, Barthes oder Kristeva. So ergeben sich zwei Lesarten ein- und desselben Textkorpus: International wird er eher als Ausdruck einer homogenen Gruppe von französischen Intellektuellen aufgefasst, aus französischer Perspektive hingegen mehr als eine lose Sammlung von Aussagen einzelner Theoretiker, die stark an ihre Entstehungszeit gebunden sind.[20] Aus diesem Grund erweist sich die Bestimmung zentraler Theorien und Inhalte des Poststrukturalismus als besonders schwierig, da diese nicht in erster Linie auf gemeinsamen Annahmen, sondern auf umstrittenen Fragen beruhen.[21]

Ebenso problematisch ist die im Nachhinein vollzogene Abgrenzung zwischen Strukturalisten und Poststrukturalisten, die versucht, bestimmte theoretische Vorstellungen und Herangehensweisen der Akteure zeitlich zu ordnen. Strukturalistisch hieße dann beispielsweise, Texte als in sich geschlossene, von bestimmten Ordnungen und Gesetzmäßigkeiten abhängige Gebilde zu betrachten; poststrukturalistisch hingegen, Texte als unberechenbare und allseitig offene Zeichenspiele zu verstehen.[22] Es soll keinesfalls bestritten werden, dass Verschiebungen und Erweiterungen stattgefunden haben, die man heute mit guten Argumenten als noch strukturalistisch oder schon poststrukturalistisch charakterisieren kann. Aber um solche Differenzierungen überblicken und bewerten zu können, bedarf es der zeitlichen Distanz. In der französischen Diskussion der 1960er Jahre jedoch würden beide Textbegriffe bestenfalls als strukturalistisch geprägt aufgefasst. Hier geht es vielmehr darum, dass beispielsweise Kafitz und andere den Poststrukturalismus vor allem als Reaktion auf den Strukturalismus begreifen, als seine Weiterführung, Kritik und Dekonstruktion.[23] Damit wird die Vorstellung transportiert, die vermeintlichen theoretischen Konzepte des Poststrukturalismus seien letztlich nichts anderes, als Ergebnis der Auseinandersetzung mit strukturalistischen Thesen. Das trifft für den „Tod des Autors“ aber nur bedingt zu, da er – wie noch gezeigt werden soll – eben nicht nur ein strukturalistischer Diskussionsbeitrag ist, sondern zugleich das Ende einer Auseinandersetzung zwischen Barthes und Vertretern der traditionellen akademischen Literaturwissenschaft in Frankreich markiert.

Damit lassen sich schon zwei wichtige Schlüsse ziehen: Will man Barthes Der Tod des Autors und Foucaults Was ist ein Autor? in ihrem historischen Kontext[24] betrachten, macht es vorerst wenig Sinn, sie unter einem poststrukturalistischen Paradigma zu vereinen. Stattdessen könnte als zentraler theoretischer Einfluss oder Bezugspunkt beider, wenn auch verschieden akzentuiert, die „hegemoniale Dominanz der strukturalen Zeichentheorie“[25] im Anschluss an Saussure betrachtet werden, deren Implikationen hier jedoch nicht weiter ausgeführt werden sollen.[26] Weiterhin lässt sich die Diskussion um den „Tod des Autors“ – hebt man die Differenzen beider Standpunkte hervor – als Teil einer strukturalistischen Debattenkultur verstehen, deren Ziel nicht der kleinste gemeinsame Nenner oder ein geschlossenes theoretisches Produkt, sondern die Forcierung und Etablierung der jeweils eigenen Position ist. Innerhalb dieser Kultur werden dann bestimmte Positionen aufgegriffen, weiterentwickelt oder verworfen.

2.2 Barthes, Foucault und die „Generation des Strukturalismus“

Wichtiger als die genaue Zuordnung zu einem theoretischen Denkstil oder einer homogenen Gruppe scheint in diesem Zusammenhang zu sein, Barthes und Foucault als Protagonisten in einem strukturalistischen Umfeld zu betrachten, dass von zahlreichen Einflüssen und Konflikten geprägt ist. Es bildet zugleich den Hintergrund für die Debatte um den „Tod des Autors“. Man kann daher – mit Angermüller – Barthes und Foucault als Angehörige einer „Generation des Strukturalismus“ bezeichnen, denen bestimmte historische Ereignisse als gemeinsame Bezugspunkte dienen: Interdisziplinär rezipierte Ansätze wie die Linguistik Saussures, der Marxismus und Freuds Psychoanalyse, sowie die politische und akademische Umbruchsituation in Frankreich um das Jahr 1968 herum.[27] Diese Ereignisse stellen Angriffe auf wesentliche Überzeugungen des Humanismus dar, weshalb man im Zusammenhang mit den theoretischen Projekten der strukturalistischen Generation gelegentlich auch vom französischen Antihumanismus spricht.[28]

Im Fokus der Humanismus-Kritik steht insbesondere die Frage nach der Autonomie des Subjekts, die von mehreren Seiten mit seiner Dezentrierung beantwortet wird. Die Diskussion um den „Tod des Autors“ bildet somit einen Teilaspekt der umfassenden Subjektkritik, an der unter anderem Lacan und Foucault mit jeweils eigenen Projekten partizipieren, auf die sich wiederum Barthes bezieht.[29] In diesem Sinne kann man die Rede vom „Tod des Autors“ – wie Barthes – als griffige Zusammenfassung einer strukturalistisch geprägten Tendenz betrachten, „den Autor zugunsten des Textes auszulöschen.“[30] Zudem ist Barthes Essay selbst ein weiterführender Diskussionsbeitrag einer Debatte, an der auch Foucault mit seinem differenzierenden Vortrag zum Autor teilnimmt. Daraus entsteht schließlich die Vorstellung, es existiere ein poststrukturalistisches Konzept vom „Tod des Autors“, wobei dessen Zugehörigkeit zu einem weiteren Diskussionszusammenhang übersehen wird.

2.3 Barthes und die „alte Kritik“

Bereits Mitte der 1960er Jahre spitzt sich in Paris eine Kontroverse zwischen Vertretern der universitären Literaturwissenschaft und der nouvelle critique zu, die sich an Barthes 1963 erschienenem Buch Sur Racine entzündet, das drei schon früher publizierte Essays über den französischen Dramatiker Jean Baptiste Racine enthält.[31] Die Hauptrollen dabei spielen Raymond Picard, Professor für französische Literatur an der Sorbonne und Roland Barthes, der mittlerweile ebenfalls Professor an der Pariser Ecole des Hautes Etudes ist.[32] Ein wesentlicher Streitpunkt der Auseinandersetzung, die von einem breiten Medieninteresse begleitet wird, ist Barthes Literaturverständnis jener Zeit, das Literatur nicht als reine Abbildung von Geschichte betrachtet, sondern als deren Hinterfragung und Verformung. Die bisherige Literaturgeschichte müsse demzufolge einer Funktionsgeschichte der Literatur weichen.[33]

Interessant sind hierbei vor allem jene Ansichten Barthes, die den Praktiken einer positivistisch orientierten Literaturwissenschaft, wie sie Picard verkörpert, zuwider laufen. Deren Ziel ist es, die dem literarischen Werk zugrunde liegende, wahre Bedeutung zu entdecken. Genie und Intention des historischen Autors stellen dabei die wichtigsten Bezugsgrößen der Interpretation dar. Barthes will stattdessen zeigen, dass Interpretationen zwar mehr oder weniger plausibel, niemals aber verbindlich und überzeitlich gültig sein können: Ein Angriff auf die dogmatische Festlegung von Sinn.[34] Dazu bedürfe es einer Literaturkritik, die ihren Gegenstand sowohl in zeitgenössischen, als auch in den Klassikern des französischen Literaturkanons findet, welche sie mit Hilfe der existentialistischen, marxistischen, psychoanalytischen und strukturalistischen Denkansätze neu kontextualisiert.[35] Barthes energisches Eintreten für einen offenen, dabei aber nicht beliebigen Umgang mit den Klassikern steht im deutlichen Gegensatz zur konservativen akademischen Literaturgeschichtsschreibung, die „die kanonisierten literarischen Werke [...] als nationales Kulturerbe verehrt und so zugleich musealisiert.“[36]

In zweierlei Hinsicht ist die Auseinandersetzung zwischen Barthes und Picard für das Verständnis von Der Tod des Autors und die sich anschließende Debatte wichtig. Zum einen verwirft Barthes schon während des Streits die von der akademischen Literaturwissenschaft vertretene Überzeugung, der Autor sei Dreh- und Angelpunkt jeder Literaturbetrachtung, denn

[...] wie könnte denn die Wissenschaft von einem Autor sprechen? [...] Ich weiß, daß wir heute im allgemeinen dazu neigen, uns vom Schriftsteller die Bedeutung seiner Werke angeben zu lassen. Daher die vielen unsinnigen Fragen, die der Kritiker an den toten Schriftsteller richtet, an sein Leben, an die Spuren seiner Absichten [...]. Man will um jeden Preis den Toten zum Sprechen bringen – oder seine Substitute: seine Epoche, die Gattung, den Wortschatz, kurz alles, was für den Autor zeitgenössisch war [...].[37]

[...]


[1] Tocotronic: Das Blut an meinen Händen. Aus dem Album „Schall & Wahn“ (2010).

[2] Roland Barthes: Die Vorbereitung des Romans. Vorlesung am Collège de France 1978–1979 und 1979–1980. Hrsg. von Éric Marty. Frankfurt am Main: Suhrkamp 2008, S. 320.

[3] Vgl. Roland Barthes: Der Tod des Autors [The Death of the Author, 1967/La mort de l’auteur, 1968]. In: Fotis Jannidis u.a. (Hg.): Texte zur Theorie der Autorschaft. Stuttgart: Reclam 2000, S. 185–193. Im Folgenden wird auf Barthes Essay direkt im Text – mit der Abkürzung „B“ und der entsprechenden Seitenzahl – verwiesen.

[4] Vgl. Heinz Antor: „Tod des Autors“. In: Ansgar Nünning (Hg.): Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie. Ansätze – Personen – Grundbegriffe. 4., aktual. u. erw. Aufl. Stuttgart, Weimar: Metzler 2008, S. 719.

[5] Vgl. Gilbert Adair: Der Tod des Autors [The Death of the Author, 1992]. Zürich: 1997.

[6] Zunächst an nordamerikanischen Universitäten, vgl. dazu z. B. Nancy K. Miller [1986]: Wechseln wir das Thema/Subjekt. Die Autorschaft, das Schreiben und der Leser [Changing the Subject]. In: Jannidis u.a. (Hg.): Texte zur Theorie der Autorschaft (s. Anm. 3), S. 251–274. Für weitere Ansätze und die deutsche Debatte vgl. besonders Fotis Jannidis u.a.: Rede über den Autor an die Gebildeten unter seinen Verächtern. Historische Modelle und systematische Perspektiven. In: Dies. (Hg.): Rückkehr des Autors. Zur Erneuerung eines umstrittenen Begriffs. Tübingen: Niemeyer 1999 (Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur; 71), S. 4.

[7] Vgl. Utz Riese / Karl Heinz Magister: Postmoderne/postmodern. In: Karlheinz Barck u.a. (Hg.): Ästhetische Grundbegriffe. Historisches Wörterbuch in sieben Bänden. Bd. 5: Postmoderne – Synästhesie. Stuttgart: Metzler 2003, S. 4.

[8] Vgl. Jannidis u.a.: Rede über den Autor an die Gebildeten unter seinen Verächtern (s. Anm. 6), S. 16.

[9] Vgl. ebd., S. 3.

[10] Vgl. Michel Foucault: Was ist ein Autor? [Qu’est-ce qu’un auteur?, 1969] In: Jannidis u.a. (Hg.): Texte zur Theorie der Autorschaft (s. Anm. 3), S. 198–229. Im Folgenden wird auf Foucaults Vortrag direkt im Text – mit der Abkürzung „F“ und der entsprechenden Seitenzahl – verwiesen.

[11] So z. B. in einer Einführung in die Literaturwissenschaft: „Dabei richteten sich Barthes und Foucault überhaupt nicht gegen die Tatsache, dass ein Text einen menschlichen Urheber hat [...]. Sie versuchten lediglich, den Stellenwert des Autors zu senken [...].“ Ursula Kocher / Carolin Krehl: Literaturwissenschaft. Studium – Wissenschaft – Beruf. Berlin: Akademie Verlag 2008, S. 51.

[12] Einleitung: Roland Barthes. Der Tod des Autors. In: Jannidis u.a.: Texte zur Theorie der Autorschaft (s. Anm. 3), S. 181.

[13] Michael Wetzel: Autor/Künstler. In: Karlheinz Barck u.a. (Hg.): Ästhetische Grundbegriffe. Historisches Wörterbuch in sieben Bänden. Bd. 1: Absenz – Darstellung. Stuttgart, Weimar: Metzler 2000, S. 481.

[14] Jannidis u.a.: Rede über den Autor an die Gebildeten unter seinen Verächtern (s. Anm. 6), S. 15.

[15] Vgl. z. B. auch Dieter Kafitz: Literaturtheorien in der textanalytischen Praxis. Würzburg: Königshausen & Neumann 2007, S. 24, sowie Antor: Tod des Autors (s. Anm. 4).

[16] Vgl. Johannes Angermüller: Nach dem Strukturalismus. Theoriediskurs und intellektuelles Feld in Frankreich. Bielefeld: transcript 2007, hier bes. S. 9–13 und S. 37–45.

[17] Jannidis u.a.: Rede über den Autor an die Gebildeten unter seinen Verächtern (s. Anm. 6), S. 15. Vgl. auch Kafitz: Literaturtheorien in der textanalytischen Praxis (s. Anm. 15), S. 25.

[18] Angermüller: Nach dem Strukturalismus (s. Anm. 16), S. 9.

[19] Vgl. ebd., S. 9f.

[20] Vgl. ebd., S. 11.

[21] Vgl. ebd., S. 41f.

[22] Vgl. Kafitz: Literaturtheorien in der textanalytischen Praxis (s. Anm. 15), S. 71.

[23] Ebd., Martin Sexl: Einführung in die Literaturtheorie. Wien: WUV Facultas 2004, S. 82, Jeremy Hawthorn: Grundbegriffe moderner Literaturtheorie. Tübingen, Basel: Francke 1994, S. 250.

[24] Angermüller weist darauf hin, dass die Beschäftigung mit dem historischen Kontext, im Gegensatz zur Theoriebildung an sich, bisher zu kurz gekommen sei. Vgl. Angermüller: Nach dem Strukturalismus (s. Anm. 16), S. 14.

[25] Ebd., S. 46.

[26] Vgl. dazu Sexl: Einführung in die Literaturtheorie (s. Anm. 23), S. 172–176.

[27] Vgl. Angermüller: Nach dem Strukturalismus (s. Anm. 16), S. 80f., S. 46.

[28] Vgl. ebd., 233f.

[29] Vgl. Carlo Brune: Roland Barthes. Literatursemiologie und literarisches Schreiben. Würzburg: Königshausen & Neumann 2003, S. 146.

[30] Barthes: Vorbereitung des Romans (s. Anm. 2), S. 320.

[31] Vgl. Brune: Roland Barthes (s. Anm. 29), S. 109f.

[32] Vgl. Helmut Scheffel: Vorwort. In: Roland Barthes: Kritik und Wahrheit [Critique et vérité, 1966]. 5. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1991, S. 9.

[33] Vgl. Brune: Roland Barthes (s. Anm. 29), S. 110.

[34] Vgl. ebd., S. 109.

[35] Vgl. ebd., S. 105.

[36] Ebd., S. 105.

[37] Roland Barthes: Kritik und Wahrheit [Critique et vérité, 1966]. 5. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1991, S. 70f [Hervorhebung im Text].

Details

Seiten
35
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656117353
ISBN (Buch)
9783656132080
Dateigröße
576 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v188006
Institution / Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg – Germanistisches Institut
Note
1,7
Schlagworte
Barthes Foucault Tod des Autors Literaturtheorie Strukturalismus Postmoderne Poststrukturalismus

Autor

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Titel: Barthes, Foucault und der "Tod des Autors"