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Entwicklung der Infrastruktur am Beispiel öffentlicher Schulen

Hausarbeit 2011 13 Seiten

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Übersicht über die Infrastruktur
2.1 Entwicklung der Infrastruktur
2.2 Entwicklung der sozialen Infrastruktur am Beispiel Grundschule

3 Herausforderung der Infrastrukturentwicklung im 21. Jahrhundert

4 Zusammenfassung und Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Anzahl Schüler an Grundschulen nach Bundesländer darunter Hessen, Sachsen und Schleswig-Holstein vom Schuljahr 2003/04 bis 2007/08

Abbildung 2: Anzahl Grundschulen nach Bundesländer darunter Hessen, Sachsen und Schleswig-Holstein vom Schuljahr 2003/04 bis 2007/08

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Die Ausprägungen von Infrastrukturen unterliegen einem ständigen Wandel. Technische wie soziale Infrastruktur entwickeln sich mit der Zeit weiter. Sie passt sich an veränderte Bedürfnisse der Bevöklkerung und denn technischen Fortschritt an. Wenn in dieser Arbeit von Schulen und insbesondere Grundschulen gesprochen wird, sind solche in öffentlicher Trägerschaft gemeint.

Diese Arbeit hat nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und beinhaltet keine statistische Analyse. Zahlen werden genannt, um Tendenzen und mögliche Entwicklungen aufzuzeigen.

2 Übersicht über die Infrastruktur

Der Begriff stammt aus dem Lateinischen infra= unten; struktura= Zusammenfügung, das Bauwerk, also Unterbau eines Bauwerkes bedeutet (Spitzer 1991, S. 194). Infrastruktur ist die "standortgebundene Grundausrüstung eines Gebietes an gemeinschaftlichen Einrichtungen und Ordnungen. Sie steht im Dienste einer zweckmäßigen Raumnutzung und eröffnet dazu die Möglichkeit für möglichst reibungslose und umfassende Nutzung aller Teilräume" (Spitzer 1991, S. 186).

"Die Infrastruktur wird als Summe der materiellen, institutionellen und personalen Einrichtungen und Gegebenheiten definiert, die den Wirtschaftseinheiten zur Verfügung stehen und mit beitragen den Ausgleich der Entgelte für gleiche Faktorbeträge bei zweckmäßiger Allokation, d.h. vollständige Integration und höchstmögliches Niveau zu Wirtschaftstätigkeit, zu ermöglichen" (Jochimsen 1966, S. 100).

"Infrastruktur im engeren Sinne umfasst die Gesamtheit der staatlichen und privaten Einrichtungen, die für eine ausreichende Daseinsvorsorge und die wirtschaftliche Entwicklung eines Raumes erforderlich sind" (Jakubowski 2006, S. 238). Dieses Vorhandensein städtischer Infrastruktur ist nicht nur bedeutend für die wirtschaftliche Situation einer Region, sondern auch Voraussetzung des kulturellen und sozialen Lebens. Der Staat muss diese Form der Daseinsvorsorge ermöglichen, produzieren muss sie der Effizienteste (Jakubowski 2006, S. 237), da viele Infrastruktureinrichtungen vielKapital bedürfen. Der überwiegende Anteil der Infrastruktur ist öffentliches Eigentum und wird zum Teil durch öffentliche Mittel finanziert. Des Weiteren zeichnet sich Infrastruktur durch Standortgebundenheit, Langlebigkeit, sowie allgemeine Nutzbarkeit aus. Diese Merkmale gelten nicht für alle Infrastruktureinrichtungen und wandeln sich im Zeitverlauf (Spitzer 1991, S. 196).

Güter und Dienstleistungen zur Daseinsvorsorge werden in technische und soziale Infrastruktur eingeteilt. Die technische Infrastruktur vernetzt Haushalte mit ihrer Umwelt, indem sie Transport von Personen und Gütern, Abfallbeseitigung und die Versorgung mit Energie, Wasser und Information sowie Abwasseraufbereitung ermöglicht und anbietet.Soziale Infrastruktur umfasst soziale und kulturelle Einrichtungen einer Stadt, die in Abhängigkeit von Altersstruktur und sozioökoniomischen Faktoren in unterschiedlichem Unfang und Ausprägung benötigt werden (Bauer-Söllner 2010, S. 65f). Ziel ist es: in allen Teilräumen gleichwertige Lebensbedingungen für die Bevölkerung zu schaffen und gute Standortbedingungen für Unternehmen zu gestalten (Jakubowski 2006, S. 238; BBR 2007, S. 4).

2.1 Entwicklung der Infrastruktur

Das Leben im Mittelalter war durch Kleinräumigkeit gekennzeichnet. Dies lag zum einen, an dem schlechten Ausbau von Handelswegen, aber auch am Einfluss der Kirche, die Handel und Geldverdienen als Sünde sah. (van der Loo, van Reijen 1992, S. 47f). Im Mittelalter wird nicht wirtschaftliche Effizienz, sondern Deckung der Bedürfnisse des Produzenten angestrebt. So steht Fortsetzung und Stabilität statt Fortschritt und Dynamik im Vordergrund (van der Loo, van Reijen 1992, S. 47).

Kaufleute haben eine niedrige soziale Stellung. Ihre gesellschaftliche Position verbessert sich ab dem 11. Jahrhundert, da neue Anbaumethoden entwickelt werden und der Handel durch neue Transportmittel verstärkt wird. Zudem fördert die Verstädterung den Handel, da sie Orte für dies Geschäftstätigkeiten schafft. Diese Städte waren unabhängig von feudalen Herrschern. Regierungen werden gewählt und Gesetze erlassen. Nun kommt es durch das Bevölkerungswachstum in den Städten zu Gewinnstreben, da die Agrarproduktion über den Eigenbedarf hinaus auch für den Markt produziert wird (van der Loo, van Reijen 1992, S. 47ff).

Der Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg richtet sich nach alten, meist auf das Mittelalter zurückzuführende Grundeigentumseinteilung. Kaum geeignet für moderne Städte. Eigentumsverhältnisse verändern sich durch Kauf (Spitzer 1991, S. 187). Die Nutzung verschiedener technischer Infrastrukturleistungen wird für Privathaushalte im 19. und 20. Jahrhundert möglich. So gibt es Mitte 1800 flächendeckende Straßenbeleuchtung mit Gas. Bis 1920 ist die Beleuchtung in Privathaushalten durch Strom Gewährleistung. Dies wird 1915 durch eine Kampagne zur Erleichterung des Anschlusses ans Stromnetz unterstützt. so dass die elektrische Versorgung im Haus in den 1930er Jahren etabliert ist. (Technische Universität1989, S. 339ff.).In Berlin wird 1855 mit der Trinmkwasserversorgung begonnen. Abgeschlossen ist der Anschluss von Wohngebäuden an das Netz der Be- und Entwässerung ca. 1920 (TU Berlin 1989, S. 343ff.).Demgegenüber steht die Entwicklung der sozialen Infrastruktur. Der soziologische Vorrang der Familie ist in der Vergangenheit gesunken. Die Institution Familie gibt schrittweise ihre Funktionen an den Staat ab. Dieser mischt sich in die Beziehung von Eltern und Kindern ein, indem Schulen einen Teil der Erziehungsarbeit nach Gesichtspunkten der Gesellschaft übernehmen (Gropius 1979:56f.).

2.2 Entwicklung der sozialen Infrastruktur am Beispiel Grundschule

Der Geburtenrückgang mit zunehmender Differenzierung des Individuums (Gropius 1979:56f.) führt dazu, dass die Nachfrage nach Infrastruktureinrichtungen für Kinder und Jugendliche abnimmt. Diese Entwicklung ist zum einen durch demografische Veränderungen, zum anderen durch räumliche Verschiebungen der Nachfrage bedingt (Gutsche 2006, S. 271).

Durch Veränderungen in der Personalstruktur können soziale Infrastruktureinrichtungen auf eine veränderte Nachfrage reagieren. Personal kann abgebaut, neu eingestellt oder an anderen Standorten eingesetzt werden (Gutsche 2006, S. 272). Die Kostenunterschiede und -veränderungen in einer Region setzen sich aus standortunabhängiger Kostenstruktur des jeweiligen Infrastrukturbereichs und den regional bedingten Kosten der Infrastrukru zusammen. Letztres ist gekennzeichnet durch Nachfrageenteicklungen einer Region, die beispielweise bei sinkender Auslastung gie Gesamtkosten je nach Einrichtungstyp mehr oder weniger stark ansteigen lässt. So wurde in einer Modellregion bei sinkender Auslastung von Sporthallen ein größerer Anstieg der spezifischen Kosten, als bei spezifischen Kosten von Kindertagesstättern festgestellt

1. Standortunabhängige Kostenstruktur:

Nicht in Zusammenhang mit der Region steht die Größe des Einzugsbereichs der Infrastukrut. Bei einem großen Einzugsgebiet, ist es wahrscheinlichm, dasssich wachsende oder schrumpfende Bevölkerung bzw. daraus resultierende Nachfrageveränderungen sich innerhalb des Einzugsbereiche relativieren. Bei kleinräumigen Veränderungen innerhalb eines kleinen Einzugsbereichs spüren die ansäßigen Infrastruktureinrichtungen dies deutlicher. Außerdem spiel die Auslastungssensibilität eine Rolle. So können sich personalintensive Infrastruktureinrichtungen einfacher an veränderte Auslastungen anpassen, als solche mit hohen Fikkostenanteilen. Auch kleine Einrichtungen mit einer maximal möglichen Kleinteiligkeit beeinflussen ihre Anpassungsfähihkeit an Strukturveränderungen d.h. bei gegebener Nachfrageeranzahl und wirtschaftlicher Auslastung können viele Einrichtungen nebeneinander existieren(Gutsche 2006, S. 276ff.). Die Kosten von Schulen setzen sich aus Kapitalkosten für Gebäude, Betriebskosten, Personalkosten der Schulleitung und Personalkosten für Lehrkräfte zusammen. Die Gesamtkosten pro Schüler steigen ab einer Auslastung unter 50% deutlich an. Die Kosten für Lehrer steigen leicht an. Dies bedeutet für soziale Infrastruktureinrichtungen, dass Kosten pro Nachfrager bei Nachfragerückgang mehr steigen, je höher ihr Fixkostenanteil an den Gesamtkosten ist (Gutsche 2006, S. 272f.). Um Kosten gering zu halten wird eine Mindestschülerzahl von 80 festgelegt. Einige Gemeinden reagieren auf das Problem, indem ihre Schule mit Schulen anderer Gemeinden fusionieren und Kooperieren, z.B. durch die Zusammenlegung der Verwaltung. Zudem erfordert ein Schülerzahl von 40 bis 80abgewandelte Organisations- und Pädagogikkonzepte (BBR 2007b, S. 8ff). Aber reagieren Gemeinden auf veränderte Schülerzahlen? Die Geburtenzahlen könnten hier abgesehen von Umzügen eine hilfreiche Kennzahl für den Bedarf an Grundschulen sein. Folgende Abbildungen zeigen die Schülerzahlen sowie Anzahl der Grundschulen in Hessen, Schleswig-Holstein und Sachsen in den Schuljahren 2003/04 bis 2007/08.

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Details

Seiten
13
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656116165
ISBN (Buch)
9783656116523
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v187953
Institution / Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
Schlagworte
entwicklung infrastruktur beispiel schulen

Autor

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