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Analyse des Unterrichtsbausteins LUKAS zum Thema „Bedürfnisse und Güterkonsum“ unter dem Gesichtspunkt des induktiven Ansatzes von Gerhard Gerdsmeier

Hausarbeit 2011 22 Seiten

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik

Leseprobe

Inhalt

Einleitung

Gerhard Gerdsmeier und der induktiver Ansatz
Eigen- und Fremdmodellierung
Script-Modell
Analyse/ Reflexion des induktiven Ansatzes

Das Unterrichtsmodell LUKAS – Darstellung und Analyse in Bezug auf Gerdsmeiers induktiven Ansatz
Piepenbrocks fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema
Methodischer Exkurs: Zukunftswerkstatt
1. Unterrichtssequenz: Bedürfnisse und Bedürfnisarten
2. Unterrichtssequenz: Entstehung und Veränderung von Bedürfnissen
3. Unterrichtssequenz: Ökonomische und ökologische Auswirkungen
wachsender Bedürfnisbefriedigung
4. Unterrichtssequenz: Wertewandel und Bedürfnisbefriedigung

Perspektiven für die Zukunft – „Zukunft braucht Herkunft“

Ausblick

Literaturverzeichnis

Einleitung

Mit seinen neuen Überlegungen und Konzepten zum Wirtschaftslehreunterricht läutet Gerhard Gerdsmeier vor mehr als 20 Jahren eine neue Epoche der Berufs- und Wirtschaftspädagogik ein. Er ist der Vertreter einer induktiven Vorgehensweise und damit ein wichtiger Vertreter der wirtschaftspädagogischen Entwicklung seiner Zeit und darüber hinaus.

In meiner Arbeit stelle ich zunächst den induktiven Ansatz Gerhard Gerdsmeiers von 1980 in seinen Grundzügen dar. In einem weiteren Schritt werde ich versuchen zu verdeutlichen, wie die Überlegungen Gerdsmeiers in einem Unterrichtsbaustein (LUKAS) seiner Zeit verwirklicht worden sind und inwieweit sein induktives Konzept heute und in der Zukunft noch Bestand hat bzw. haben wird.

Für mich als angehende Wirtschaftspädagogin ist es eine Herausforderung, mich mit Gerdsmeiers Konzept auseinander zu setzen. Dazu wird es nötig sein,sein traditionelles Konzept zu hinterfragen, um Anregungen für meine zukünftige pädagogische Arbeit an berufsbildenden Schulen zu bekommen und die notwendigen Handlungskompetenzen zu erwerben, die mir bei meiner pädagogischen Standpunktsuche behilflich sind, damit die Berufsschüler der kommenden Jahre in den Genuss einer nachhaltigen beruflichen Bildung gelangen.

Angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen, des zunehmenden technischen Fortschritts, der Verwissenschaftlichung, der Globalisierung, der bedrohten Umwelt und des Wertewandels in unserer Gesellschaft müssen wir uns als Wirtschaftspädagogen immer neuen Herausforderung stellen, um eine effektive Berufsausbildung junger Menschen zu gewährleisten. Dazu gehört die berufliche Handlungsfähigkeit, Fach- und Sozialkompetenz, sowie Methoden- und Lernkompetenz. Die Auszubildenden sollen zum selbstständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren angeleitet werden. (vgl. Kaiser/Kaminski 1997: 33)

Zur Vereinfachung werde ich mich in der folgenden Arbeit bei der geschlechterspezifischen Form „Schüler“ und „Schülerin“ sowie „Lehrer“ und „Lehrerin“ auf die beiden Begriffe „Schüler“ und „Lehrer“ beschränken.

Gerhard Gerdsmeier und der induktiver Ansatz

Gerhard Gerdsmeier gehört zusammen mit Wolfgang Lempert, Ingrid Lisop, Frank Achten­hagen, Günter Kutscha und Jürgen Zabeck zu der Gruppe von Fachleuten, die nach 1945 neue pädagogische und didaktische Konzepte für die Berufs- und Wirtschaftspädagogik erarbeitet haben.

Im Folgenden,stelle ich den induktiven Ansatz Gerdsmeiers in seinen Grundzügen von 1980 dar, um ihn später aus heutiger Sicht zu reflektieren. Dabei ist für mich von besonderem Interesse, wie laut Gerdsmeier, fundierte wirtschaftliche Grundkenntnisse bei Schülern gelegt werden, so dass sie ein Bestandteil ihrer privaten und beruflichen Lebenswirklichkeit werden.

Eigen- und Fremdmodellierung

Gerhard Gerdsmeier wendet sich gegen die bis in die 1970er Jahre geltende traditionelle Vorstellung der sog. „Wissensvermittlung“. Er geht davon aus, dass Schüler mit einem eigenen, durch ihre Umwelt geprägten Weltbild in den Unterricht kommen, und dass sie nur die Bildungsinhalte aufnehmen und in ihr Weltbild integrieren, die zu ihrem Weltbild passen. Für sie nicht integrierbare Bildungsinhalte werden verworfen.

Das Welt- und Spezialwissen wird von jedem Menschen individuell modelliert, um sich ein eigenes Weltbild zu schaffen. Im Alltag werden neue Erfahrungen und Eindrücke gesammelt, die das Weltbild komplettieren oder auch verändern können.

Beim Lernengelingt es im günstigsten Fall dem Lehrer, seine Schüler zu irritieren und ihre Vorstellungen von der Welt ins Wanken zu bringen. Dieser Prozess löst einen Konflikt aus, den der Schüler bewältigen muss, um sein Weltbild „zurecht zu rücken“. Allerdings findet dieser selbstgesteuerte Lernprozess nicht zwingend im Schüler statt; er kann auch fehlschlagen. Deshalb ist es die Aufgabe des Lehrers, sinnvolle Irritationen im Schüler auszulösen. Dies ist zwar lästig, aber beabsichtigt und für weitere Entwicklungen des Schülers notwendig. Diese Eigenmodellierungen sind die Voraussetzungen dafür, die Fremdmodellierungen aus den Wissenschaften zu begreifen. Der Schüler hat die Möglichkeit seine Eigenmodellierung zur Fremdmodellierung in Beziehung zu setzen, sie zu vergleichen und seine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen. Dies ermöglicht eine tiefere Auseinanderset­zung mit einem Thema und fördert ein nachhaltiges Lernen.

Script-Modell

Um das Konzept des induktiven Wirtschaftslehreunterrichts zu entwickeln greift Gerhard Gerdsmeier die Skript-Theorie von Roger Schank und Robert Abelson auf:

„Ein Script ist eine Struktur, welche passende Sequenzen von Handlungenin einem bestimmten Kontext beschreiben. […] Ein Script isteine voraussehbare, stereotype Abfolge von Handlungen. Es beschreibt eine gutbekannte Situation und erlaubt Rückschlüsse auf Objekte, obwohl diese nichtgenannt wurden.“ (Schank/Abelson 1977: 41)

Das Hauptinteresse von Schank und Abelson lag in der Modellierung von menschlicher Sprache auf dem Computer.

Gerdsmeier überträgtals Erster deutschsprachiger Pädagoge das Script-Modell auf wirtschaftsdidaktische Problemfelder und entwickelt anhand dessen sein eigenes Script-Modell für den induktiven Wirtschaftslehreunterricht.

Gerdsmeier versteht unter Scripts „subjektive kognitive Aufzeichnungen über Handlungs­sequenzen in bestimmten Kontexten.“ (Gerdsmeier in Fischer 2003: 181)

„Vereinfacht kann man sagen, dass Scripts die kognitive Repräsentation von sozialen Routinen sind, deren Stereotypisierung nicht selten arrangiert wird (etwa in Arztpraxen, Restaurants, Selbstbedienungseinrichtungen usw.) […] Das kognitive Schema dazu wird beschrieben als eine (meist feste) Abfolge von Szenen, die den Vorgang insgesamt gut abbilden. Für jede Szene werden die Akteure, Erwartungen, Requisiten usw. hervorgehoben, die dort notwendig und typisch sind.“ (Gerdsmeier 2006: 5)

Die Schüler haben im Laufe ihres Lebens selbst zahlreiche Scripts konstruiert, die aus ihrer eignen Lebenserfahrung resultieren und diese täglich anwenden. Diese Scripts eigenen sich dazu, das eigene Weltbild entstehen zu lassen und zu modellieren. Dies trägt zur Alltagsbewältigung bei und erleichtert das Leben insofern, dass Lebenssituationen überschaubarer und berechenbarer werden, weil Scripts von einem Lebensbereich auf einen anderen übertragen werden können.

Analyse/ Reflexion des induktiven Ansatzes

Für Gerdsmeier ist das Script-Modell nicht für die direkte Umsetzung im Unterricht gedacht, sondern eher ein Gedankenspiel, das am Alltag der Schüler anknüpft und versucht sie dort abzuholen, wo sie stehen. Die einzelnen Lebenserfahrungen der Schüler sieht er als episodische Scripts an, die er sich zu Nutze macht, um ökonomische Bildungsinhalte zu veranschaulichen. Indem er an die Erfahrungswelt der Schüler anknüpft, spricht er nicht nur ihren Verstand, sondern auch ihre Emotionen an, was lernpsychologisch gute Voraussetzungen für die Verinnerlichung von Wissen schafft. Damit steht Gerdsmeier im Widerspruch zu der traditionellen Vorstellung von ökonomischer Bildung und läutet eine neue Epoche des Wirtschaftslehreunterrichts ein.Er weigert sich, ökonomische Theorien und Modelle unreflektiert an Schüler weiter zu geben, ohne sie auf Inhalt und Aussagekraft hin zu überprüfen. Modelle sind Werkzeuge, „mit deren Hilfe von der wirtschaftlichen Wirklichkeit in mehrfacher Weise abstrahiert wird.“ (Kaiser/Kaminski 1997: 42)

Mit seinem Script-Modell aus den achtziger Jahren nimmt Gerdsmeier zum Teil Erkenntnisse vorweg, die 2001 von dem Amerikaner Bransford, Brown und Cocking in dem Buch „Howpeoplelearn“ thematisiert werden. (vgl. Gerdsmeier in Fischer 2003: 24)

Schüler bauen Zeit ihres Lebens an ihrem eigenen Weltbild. Dieses Weltbild wird geprägt durch ihr eigenes Erleben. Im Klassenzimmer muss der Lehrer an die Lebenswirklichkeit und das Weltbild seiner Schüler anknüpfen, um ihr Interesse zu gewinnen. Gelingt ihm das nicht, wird der Schüler die ihm angebotenen Bildungsinhalte verwerfen und nicht in sein Weltbild integrieren. Erschwerend hinzu kommt, dass Schüler oft mit naiven „Präkonzepten“ in den Unterricht kommen, an die der Lehrer nicht direkt anknüpfen kann, da diese im Gegensatz zu den „wissenschaftlichen Modellierungen“ stehen.(vgl. Gerdsmeier in Fischer 2003: 182)

Gelingt es dem Lehrer nicht, die Brücke zwischen der Lebenswirklichkeit der Schüler und den wissenschaftlichen Modellierungen zu schlagen, besteht die Gefahr, dass die Schüler gelernte wissenschaftliche Modellierungen nur bis zur nächsten Klausur oder Prüfung „annehmen“, um sie dann wieder zu verwerfen. Vielmehr sollte versucht werden, Fallbeispiele so zu konstruieren, dass sie Schüler motivieren, die in den Fallbeispielen enthaltenen Scripts zu erkennen und mit ihren eigenen Scripts aus der Alltagswelt zu verbinden, um diese dann auf die allgemein formulierten wissenschaftlichen Modelle anzuwenden. Im Unterricht können sowohl neue Scripts konstruiert werden, als auch bereits vorhandene verfeinert werden. Damit Unterricht erfolgreich sein kann, müssen die angebotenen Scripts von den Schülern als realitätsnah und als wichtig akzeptiert werden, damit sie über die Schulzeit hinweg ihre Gültigkeit für die Schüler erhalten und nachhaltig wirken können. Es wäre darüber hinaus wünschenswert, wenn sich die Scripts auch im weiteren persönlichen und beruflichen Leben in Form von lebenslangem Lernen verfeinern und differenzieren.

Das Unterrichtsmodell LUKAS – Darstellung und Analyse in Bezug auf Gerdsmeiers induktiven Ansatz

In der vorliegenden Arbeit möchte ich ein Lernprogramm zur Umweltbildung an kaufmänni­schen Schulen untersuchen. Dabei handelt es sich um einen Unterrichtsbaustein für das Fach Volkswirtschaftslehre für die Höhere Berufsfachschule, der für die Unterstufe entwickelt wurde. Der Baustein behandelt das Thema „Bedürfnisse und Güterkonsum“. Der Untertitel lautet: „Ist weniger mehr?“ und wurde von Gerhard Piepenbrock unter der Mitarbeit von Ilka Hilgenbröker von den Kaufmännischen Schulen der Stadt Gütersloh entwickelt.

Das Lernprogramm zur Umweltbildung an kaufmännischen Schulen wird nachfolgend stets unter dem Titel Modellversuch LUKAS zitiert. Es wurde vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft des Landes NRW finanziert und von der Universität – Gesamthochschule Paderborn herausgegeben. Mir liegt die 2. Auflage des Modellversuchs von 1994 vor.

Im Folgenden möchte ich das Modell in groben Zügen vorstellen bevor ich näher darauf eingehen werde.

Gerhard Piepenbrock, der Verfasser des Modells, gliedert den Unterrichtsbaustein in die didaktische Struktur und in die unterrichtlichen Realisierungsmöglichkeiten. Im Anhang fügt er umfangreiche Materialien an.

Das Thema Bedürfnisse und Güterkonsum gilt als Basiswissen der Volkswirtschaftslehre und ist als solches im Lehrplan für kaufmännische Schulen fest verankert.

Piepenbrocks fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema

Piepenbrock geht von der Definition „Was versteht die Volkswirtschaftslehre unter einem Bedürfnis“ aus, um daraus die Notwendigkeit wirtschaftlichen Handelns abzuleiten. Dabei werden Begriffe wie Sachgüter, Dienstleistungen, wirtschaftlicher Nutzen, Bedürfnisbefriedi­gung und ökonomisches Prinzip beleuchtet.

Anschließend werden Begriffe rund um Bedarf und Nachfrage geklärt, um danach die Verhaltensweisen des homo oeconomicus und des dahinter liegenden Menschenbildes nachvollziehen zu können, wie es die Aufgabe eines Wirtschaftswissenschaftlers ist.

Er gliedert Bedürfnisse in unterschiedliche Kategorien, um sich dann auf die ökonomischen Bedürfnisse zu konzentrieren.

Der Modellversuch LUKAS gibt sich jedoch nicht zufrieden mit der bloßen Darstellung der ökonomischen Abläufe, sondern thematisiert von Beginn an auch das Spannungsverhältnis zwischen Ökonomie und Ökologie, indem Piepenbrock auf die umweltbelastenden Faktoren hinweist, die bei der Produktion von Gütern zwangsläufig eine Rolle spielen. Dazu gehören beispielsweise Abfälle und Emissionen. Deshalb plädiert er für die Überprüfung der wirtschaftswissenschaftlichen Hypothesen und fordert dazu auf, die Bedürfnisse des Menschen nicht nur aus der Sicht der Ökonomen zu sehen, sondern auch andere Disziplinen wie die Verhaltensforschung, Biologie, Soziologie, Philosophie und Ökologie mit einzubeziehen, damit diese neue Perspektiven ermöglichen.

Für die vier Unterrichtssequenzen bietet er im Anhang 12 ausgewählte Materialien an. Die Palette reicht von Graphiken, über Tabellen bis zu Texten. Interessant ist auch, dass Piepenbrock zu Beginn des Unterrichtsbausteins ein Brainstorming vorschlägt. Hier zeigt sich bereits, dass der Modellversuch LUKAS den einzelnen Schüler ansprechen möchte und dort abholt, wo er in seiner Entwicklung steht. Deshalb beginnt der Einstieg in die Thematik mit der Aufforderung, die eigenen Bedürfnisse zu formulieren. Mit dieser Art des Einstiegs fühlt der Schüler sich ernst genommen und respektiert, da seine eigenen Vorstellungen von Interesse sind. Er bekommt die Möglichkeit einen Teil seines Weltbildes von sich preiszugeben und erfährt, welche Bedürfnisse seine Mitschüler haben. Bereits hier wird der erste deutliche Impuls gesetzt, der die Eigenmodellierung anregt, indem der Schüler erkennt, inwieweit seine Mitschüler ähnliche oder aber auch ganz andere Bedürfnisse haben als er.

Die Tabellen, Graphiken und Texte sollen im Unterricht analysiert, interpretiert und bewertet werden. Auch hier ist zu erkennen, dass die Materialien für Jugendliche leicht zugänglich sind und eine gewisse Lebensnähe aufweisen. Der einfache Zugang lässt einen schnellen Einstieg zu, so dass der Schüler sich für das Thema begeistert. Das liegt daran, dass die Materialien, insbesondere die Texte versuchen an die Scripts der Schüler anzuknüpfen.

Piepenbrock formuliert für seinen Unterrichtsbaustein folgende Kompetenzen:

„Die Schülerinnen und Schüler sollen Bedürfnisse als Ursache menschlichen Handelns erkennen, das Entstehen und den Wandel von Bedürfnissen begründen und die ökologischen Folgen wachsender Bedürfnisbefriedigung bewerten.“ (Modellversuch LUKAS 1994: 8)

Diese Kompetenzen sollen im folgenden Unterrichtsbaustein innerhalb eines Zeitfensters von vier bis fünf Stunden erworben werden. Piepenbrock unterteilt seinen Unterrichts­baustein in vier Sequenzen:

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Details

Seiten
22
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656117421
ISBN (Buch)
9783656133025
Dateigröße
787 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v187836
Institution / Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
1,7
Schlagworte
LUKAS Gerdsmeier Wirtschaftsdidaktik Komplexe Lehr-Lern-Arrangements wirtschaftsberufliche Bildung berufliche Bildung Unterrichtsmodell induktiv Zukunftswerkstatt Bedürfniss Wirtschaftspädagogik

Autor

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Titel: Analyse des Unterrichtsbausteins LUKAS  zum Thema „Bedürfnisse und Güterkonsum“ unter dem Gesichtspunkt des induktiven Ansatzes von Gerhard Gerdsmeier