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Die Revision Magdeburgs im Dreißigjährigen Krieg anhand von Selbstzeugnissen

Hausarbeit (Hauptseminar) 2011 31 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Selbstzeugnisse in der historischen Forschung

3 Die Revision Magdeburgs im Dreißigjährigen Krieg anhand von Selbstzeugnissen
3.1 Die Situation Magdeburgs vor dem Krieg
3.2 Magdeburg im Dreißigjährigen Krieg bis 1631
3.3 Die Belagerung und Zerstörung Magdeburgs im Jahr 1630 und 1631
3.4 Magdeburgs bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges

4. Schluss

5 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

„Es könnte doch mein Trauern mir nichts helfen, ich sollte mich zufrieden geben und Gott danken, daß ich das Leben davon gebracht.“1 Mit jenem Satz gibt der Magdeburger Simon Printz die belehrenden und zugleich tröstenden Worte, die ihm kurz nach der Eroberung und Zerstörung Magdeburgs am 20. Mai 1631 von einem Söldner mitgeteilt wurden, wieder. Jener Söldner, der den Magdeburger unter Zahlung einer Geldsumme sicher aus der brennenden Stadt geleitet hatte, lag durchaus richtig mit seiner Behauptung. Für viele Menschen war das Leben das Einzige was ihnen am Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 blieb. Der Krieg hat mit seinen Begleiterscheinungen etwa ein Drittel Todesopfer der damaligen Bevölkerung verzeichnet. Bereits jener Aspekt beweist die Einzigartigkeit des Dreißigjährigen Krieges in der neuzeitlichen Geschichte. Es handelt sich erstmalig um einen Krieg, der durch alle Schichten der Bevölkerung drang und dem am häufigsten Zivilisten zum Opfer fielen.

In dieser Seminararbeit soll sich der Wahrnehmung und Bewertung des Dreißigjährigen Krieges in der Bevölkerung gewidmet werden. Dies geschieht mit Hilfe von Selbstzeugnissen um ein vielschichtiges und anschauliches Bild der damaligen Lebenssituation nachskizzieren zu können.

Das Hauptaugenmerk soll dabei auf die Region Magdeburg gerichtet werden. Die Stadt stellt nicht nur aufgrund ihrer bedeutenden Stellung im Krieg und ihres einzigartigen Schicksals ein interessantes Forschungsobjekt dar, sondern ist durch zahlreich überlieferte Selbstzeugnisse, wie von Simon Printz, Otto von Guericke, Jürgen Ackermann um nur einige an dieser Stelle zu nennen, prädestiniert für jene Untersuchung.

Zunächst sollen in der vorliegenden Seminararbeit Fragen der Selbstzeugnisforschung beantwortet werden. Anschließend wird sich dem Hauptthema der Arbeit gewidmet, indem die Bedeutung Magdeburgs vor dem Dreißigjährigen Krieg geschildert wird. Die nachfolgenden Kapitel beinhalten ausdrücklich die Revision des Dreißigjährigen Krieges in Magdeburg anhand von Selbstzeugnissen. Für den besseren Überblick wurde eine zeitliche Gliederung der Geschehnisse um Magdeburg von 1618 bis 1630/31, 1631 bis 1632 sowie von 1632 bis 1648 vorgenommen.

Abschließend werden die Arbeitsergebnisse zusammengefasst. Hierbei wird darauf eingegangen, wie die Zeitgenossen den Dreißigjährigen Krieg in ihren Selbstzeugnissen bewerten. Des Weiteren soll die Frage geklärt werden, inwiefern Selbstzeugnisse die Erinnerungskultur beeinflussen und das nationale Geschichtsbewusstsein prägen können.

2 Selbstzeugnisse in der historischen Forschung

Befasst man sich mit dem oben vorliegenden Thema, kommt man nicht umhin, sich mit der historischen Quellengattung der Selbstzeugnisse zu beschäftigen.

Darauf eingehend soll in diesem Kapitel ein Definitionsversuch, eine Kategorisierung und eine kritische Stellungnahme zur Gattung der Selbstzeugnisse erfolgen. Benigma von Krusenstjern bewertet in ihrem Aufsatz „Was sind Selbstzeugnisse“ jene Quellengattung als „sich selbsterklärend“, indem sie diese mit den Worten „jemand legt über sich selbst Zeugnis ab“ beschreibt.2

Jedoch können aus dieser pragmatischen Definition Missverständnisse entstehen. So schreibt Benigma von Krusenstjern weiter:

„Chroniken, Haushaltsbücher, Tagebücher, Reisebeschreibungen, Briefe können, aber müssen nicht Selbstzeugnisse sein.“3

Es ergibt sich somit das Problem, dass nicht alles, was in der heutigen Forschung unter dem Begriff „Egodokumente“ zusammengefasst wird, auch Selbstzeugnis ist.4 Die Autorin verweist zur Lösung des Problems auf eine notwendige Analyse anhand bestimmter Kriterien. Ein Kriterium, welches eine genauere Definition der Quellengattung „Selbstzeugnisse“ ermöglicht, ist die Frage der Selbstthematisierung. Es muss dabei überprüft werden, in welcher Qualität das Selbst in der zu untersuchenden Quelle in Erscheinung tritt. Die Forschung differenziert zwischen dem „impliziten“ und dem „expliziten“ Selbst. Ersteres bezieht sich auf die Präsenz eines „Selbst“ in All seinen Handlungen. So ist ein Autor durch die Wahl des Themas, der Art der Verarbeitung und dem persönlichen Schreibstil in seinem verfassten Text präsent. In Anwendung des „impliziten“ Selbst wäre jede Quelle ein Selbstzeugnis und ein Differenzierungsversuch gescheitert. Als brauchbares Kriterium für Selbstzeugnisse erweist sich somit das Vorhandensein eines „expliziten“ Selbst.5 Dies bedeutet, dass der Autor ausdrücklich auf sich selbst eingeht. In Anbetracht des Kriteriums der expliziten Selbstthematisierung ergibt sich nach Krusenstjern folgender Satz:

„die Person des Verfassers bzw. der Verfasserin tritt in ihrem Text selbst handelnd oder leidend in Erscheinung.“6

Wie bereits oben angedeutet wird in der historischen Forschung die Gattung Selbstzeugnisse häufig mit dem Begriff „Egodokument“ gleichgesetzt. Aus diesem Aspekt ist eine genauere Differenzierung beider Quellenarten notwendig.

Der Begriff „Egodokument“ wurde von dem niederländischen Historiker Jaques Presser in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts eingeführt und bezeichnet nach ihm Texte, in denen „der Autor uns etwas über sein persönliches Leben und seine Gefühle erzählt.“7 Presser schließt seinen Ausführungen an, dass in jener Form „ein ego sich absichtlich oder unabsichtlich enthüllt oder verbirgt.“8

Winfried Schulze erweitert die letztgenannte Definition, indem er die durch Zwang oder ähnliches hervorgerufenen Bekenntnisse des Egos mit einbezieht. Die vollständige Definition Schulzes lautet deshalb:

„Gemeinsames Kriterium aller Texte, die als Egodokumente bezeichnet werden können, sollte es sein, dass Aussagen oder Aussagenpartikel vorliegen, die- wenn auch in rudimentärer und verdeckter Form- über die freiwillige oder erzwungene Selbstwahrnehmung eines Menschen in seiner Familie, seiner Gemeinde, seinem Land oder seiner sozialen Schicht Auskunft geben oder sein Verhalten zu diesem Systemen und deren Veränderungen reflektieren.“9

Die Bedingung der „erzwungenen Selbstwahrnehmung“ des Autors wurde vom niederländischen Historiker Rudolf Dekker verworfen, sodass bei ihm nur die freiwillige und bewusste Mitteilung des Egos in den Vordergrund tritt. Jene Auslegung des Begriffs „Egodokument“ gleicht dem Selbstzeugnis im deutschen Sprachgebrauch. In Anbetracht des zuletzt herausgearbeiteten Kriteriums ergibt sich nun folgende Erweiterung der Definition der Selbstzeugnisse. So schreibt Krusenstjern:

„[Selbstzeugnisse sind] selbst verfasst, in der Regel auch selbst geschrieben (zumindest diktiert) sowie aus eigenen Antrieb, also `von sich aus`, von selbst entstanden […].“10

Somit lassen sich Selbstzeugnisse eindeutig von administrativ, jurisdiktionell oder wirtschaftlich entstandenen Zeugnissen abgrenzen, da diese äußeren Zwängen entspringen. Beispiele für letztere Form stellen Steuererhebungen, Visitiationen, gerichtliche Aussagen, Untertanen- und Zeugenbefragungen, Kaufmanns- Rechungs- und Anschreibebücher sowie Testamente dar.11

Jene Form von Quellen sollen in dieser Seminararbeit nicht herangezogen werden.

Demzufolge sind Selbstzeugnisse meist in privaten Räumen angesiedelt, während sich Egodokumente ebenfalls im öffentlichen Rahmen einbetten lassen.12

Vergleicht man abschließend die Quellengruppe der Egodokumente mit den Selbstzeugnissen, kann man feststellen, dass es sich bei den Selbstzeugnissen um eine Untergruppe der Egodokumente handelt.13

Zusammenfassend sind Selbstzeugnisse demnach eine Teilmenge der Quellengruppe der Egodokumente, wobei der Verfasser des Textes in diesem selbst handelnd oder leidend in Erscheinung tritt und explizit sowie freiwillig auf sich selbst in einen privaten Rahmen Bezug nimmt.

Ferner verweist Krusenstjern in ihrer Arbeit auf vier verschiedene Typen von Selbstzeugnissen, wobei sich die Differenzierung aus der unterschiedlichen Intensität ergibt, in der der Autor des Selbstzeugnisses in Erscheinung tritt.14

Steht im ersten Typ, Typ A, noch das Ich des Textes im Vordergrund und nimmt den größten Teil des Inhalts ein, handelt es sich bei dem letzten Typ, Typ D, nur noch um eine periphere Form der Selbstzeugnisse. Die Anteile des expliziten Ichs sind nur noch ab und an erkennbar. Die Autorin bezeichnet Aufzeichnungen jener Form demnach als „Zeitzeugnisse“ und nicht mehr als „Selbstzeugnisse“.15 Sie weist in ihrer Typologie zusätzlich auf den in der Literaturwissenschaft häufig als Synonym für „Selbstzeugnisse“ verwendeten Begriff der „Autobiografie“ hin. Diese stehe nur für einen kleinen Teil der „Selbstzeugnisse“. Da die Autobiografie eine zusammenhängende Lebensgeschichte beschreibt, deckt sie allein ihrer Form nach Tagebücher, Merkbücher, Erinnerungen, Reisebeschreibungen sowie Briefe nicht ab.16 Andreas Rutz setzt in seinen Aufsatz „Egodokumente oder Ich- Konstruktion?“ an dieser Stelle an und ordnet die Autobiografie je nach ihrer Intensität der Darstellung der Außenwelt entweder dem Typ A oder dem Typ B der Selbstzeugnisse zu.17

Beruft man sich in der historischen Forschung auf Selbstzeugnisse, ist vorweg eine kritische Reflexion jener Quellengattung unabdingbar.

Die historische Forschung beschäftigt sich zusehends neben objektiven, sofern es diese gibt, mit den subjektiven Quellentypen. In Folge dessen stehen Fragen der Mentalitätsgeschichte, welche Wahrnehmungen, Gefühle, Erfahrungen, und Interpretationen der Individuen erörtern, im Vordergrund. Da sich der Blick nun von einer Makro- auf eine Mikroebene richtet, wird der Horizont durch das Heranziehen von Selbstzeugnissen in der Geschichtswissenschaft eingeschränkt.18 Diese Einschränkung bringt nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile mit sich. Ein wesentlicher Vorteil des Selbstzeugnisses ist, dass die Geschichte in dieser Quellenform unmittelbar beschrieben wird. Der Autor des Selbstzeugnisses war persönlich am geschilderten Ereignis aktiv oder passiv beteiligt und erläutert das Erlebte zumeist zeitund ortsnah. Als Selbstbetroffener erweist er sich als ein direktes Medium der Geschichte für den Leser. Andreas Rust formuliert jenen Aspekt wie folgt:

„haben wir es doch mit dem erkenntnistheoretisch einmaligen Fall zu tun, dass erkennendes Subjekt und erkanntes Objekt identisch sind.“19

Der dadurch vermittelte Wahrheitsgehalt scheint sowohl in Qualität als auch in Quantität alle anderen Quellentypen zu übertreffen.

Allerdings wird an jener Stelle die kritische Reflexion des Selbstzeugnis´ als historische Quelle notwendig, da Selbstzeugnisse häufig von überzogenen Selbstdarstellungen, Verfälschungen der Wirklichkeit durch Auslassen oder Veränderung von Fakten sowie fehlerhaften Erklärungen geprägt sind.

Im nachfolgenden Abschnitt soll kurz auf jene verzehrten Bilder, die durch Selbstzeugnisse entstehen können, eingegangen werden.

Die erste hier zu nennende Besonderheit der Selbstzeugnisse ist die Darstellungsweise aus der Retrospektive. Jene Form der Berichterstattung tritt wiederholt in Autobiografien und Memoiren auf, kann jedoch bei allen Formen von Selbstzeugnissen vorkommen. Bei der Retrospektive besteht eine zeitliche Differenz zwischen der Wahrnehmung und Widergabe des Wahrgenommenen. Durch jenen zeitlichen Abstand erfolgt eine Verzerrung des ursprünglich Wahrgenommenen oder Empfundenen. Demzufolge unterscheiden sich häufig die realen Lebenszusammenhänge von den konstruierten Lebenszusammenhängen des Selbstzeugnisses.20 Winfried Schulz schreibt zu jenem Aspekt Folgendes: „Der konstruktive Charakter von Lebensläufen in autobiografischen Texten ist vielfach zu beobachten und kann ihren Quellenwert mindern oder doch relativieren.“21

Dieser Satz ergibt, dass eine Sondierung der sicheren Tatsachen erforderlich ist, wodurch oftmals nur ein kleiner- nutzbringender Teil des Selbstzeugnisses übrig bleibt.22

Die Verzerrung der Wirklichkeit ergibt sich ebenso aus bestimmten Absichten, welche die Autoren von Selbstzeugnissen verfolgen. Selbstzeugnisse werden zum Beispiel genutzt um sich in „das Rechte Licht“ zu rücken. Die Autoren verfolgen die Intention sich oder ihre eigenen Handlungen zu legitimieren oder zu entschärfen. Rust formuliert dies wie folgt:

„mit derartigen Verstellungen oder Maskierungen der eigenen Person sowie des eigenen Denkens und Empfindens ist freilich […] zu rechnen.“23

Darauf aufbauend sollte nicht nur der Verfasser des Selbstzeugnisses, sondern ebenso der Adressat, sofern dieser bekannt ist, analysiert werden. Zu untersuchen wäre demzufolge, ob der Verfasser den Adressaten manipulieren, aufklären, belehren oder täuschen will. Jene Analyse ist vor allem bei Korrespondenzen zu empfehlen.

Wie bereits oben angedeutet rufen nicht nur Verfälschungen der Wirklichkeit oder der eigenen Person Trugbilder im Selbstzeugnis hervor. Darüber hinaus beinhalten auch bewusste Auslassungen oder Verschleierungen im Text eine gewisse Aussagekraft über den Verfasser. Andreas Rutz zitiert in seinem bereits oben erwähnten Aufsatz den italienischen Schriftsteller Alessandro Portelli zu diesem Thema mit folgendem Satz:

„the most precious information may lie in what the informants hide, and in the fact they do hide it, rather than in what they tell.“24

Eine weitere Verfälschung des Selbstzeugnisses kann sich aus unzureichenden oder falschen Wissen des Verfassers ergeben, indem dieser Deutungen und Fakten aus seiner Umwelt ohne kritische Reflexion übernimmt.

Demnach sollte man bei der Arbeit mit Selbstzeugnissen die benutzen Quellen des expliziten Selbst heranziehen und jene genauer untersuchen.25

Ein weiteres Problem, das bei der Arbeit mit Selbstzeugnissen präsent sein sollte, ist die narrative Verarbeitung des Geschehenden durch den Verfasser. Dieser will die zu vermittelnde Situation für den Leser interessanter gestalten indem er Ausschmückungen oder Verarbeitungen des Geschehenden zu kleinen Anekdoten vornimmt.26

Fasst man die letztgenannten Punkte zusammen, erschließt sich für die Selbstzeugnisforschung das ganz alltägliche Problem der Geschichtswissenschaft.

Das Problem beschreibt Georg Simmel in seiner Schrift „Probleme der Geschichtsphilosophie“ als den „konstruktiven Charakter von Geschichte“.27

Demnach sind Selbstzeugnisse Ich- Konstruktionen, die von bestimmten Abhängigkeitsfaktoren motiviert sind, welche ihre Grundlage sowohl in der persönlichen Konstitution als auch in der Außenwelt besitzen. Wird man sich jenen Abhängigkeitsfaktoren bewusst, sind Selbstzeugnisse dennoch brauchbar, da sie einen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt einer Person zu einer bestimmten Zeit ermöglichen. Demzufolge schreibt Rutz:

„Die Möglichkeit einer Annäherung an den Menschen in der Geschichte in diesen Quellen bleibt gleichwohl bestehen.“28

Die sich daraus ergebene Ambivalenz der Selbstzeugnisse zwischen Wirklichkeit und Konstruktion formulieren die Autoren Andreas Bähr, Peter Buschel und Gabriele Jancke mit folgenden Satz treffend:

„Er [der Text der Selbstzeugnisse] erscheint als eine Quelle, deren Subjektivität die Wirklichkeit in besonderer Weise erschließt und zugleich- mit ungewollten Irrtümern und strategischen Konstruktionen verschleiert.“29

Nachdem in jenem Abschnitt die gewissenhafte und kritische Arbeit mit Selbstzeugnissen propagiert wurde, kann sich im nachfolgenden Abschnitt nun dem eigentlichen Thema gewidmet werden.

3 Die Revision Magdeburgs im Dreißigjährigen Krieg anhand von Selbstzeugnissen

In diesem Kapitel soll die Situation in Magdeburg während des Dreißigjährigen Krieges rekapituliert werden. Die Selbstzeugnisse der unterschiedlichsten Berichterstatter werden herangezogen um die damals vorliegende Situation zu veranschaulichen. Die subjektiven Berichte jener Personen sollen die geschichtliche Aufarbeitung nicht ersetzen, sondern einen weiteren Teil zu jener beitragen. Zunächst soll kurz die Situation Magdeburgs vor dem Dreißigjährigen Krieg geschildert werden. Anschließend wird sich Magdeburg im Dreißigjährigen Krieg gewidmet, wozu die unterschiedlichsten Selbstzeugnisse herangezogen werden sollen.

3.1 Die Situation Magdeburgs vor dem Krieg

Magdeburgs Einfluss in den Epochen des Mittelalters und der frühen Neuzeit ist nicht zu unterschätzen. Die Stadt im Zentrum des heiligen römischen Reiches genoss großes Ansehen

[...]


1 Neubauer, Ernst: Magdeburgs Zerstörung 1631. Sammlung zeitgenössischer Berichte. S. 52.

2 Krusenstjern, Benigma von: Was sind Selbstzeugnisse? - Begriffskritische und quellenkundliche Überlegungen anhand von Beispielen aus dem 17. Jahrhundert. S. 462.

3 Ebd. S. 463.

4 Der Begriff „Egodokument“ soll an anderer Stelle erläutert werden.

5 Krusenstjern, Benigma von: Was sind Selbstzeugnisse?- Begriffskritische und quellenkundliche Überlegungen anhand von Beispielen aus dem 17. Jahrhundert. S. 463.

6 Ebd.

7 Schulze, Winfried: Vorüberlegung für die Tagung „EGO- DOKUMENTE“. S. 14.

8 Ebd.

9 Rutz, Andreas: Egodokumente oder Ich Konstruktion? Selbstzeugnisse als Quellen zur Erforschung des frühneuzeitlichen Menschen. S. 2.

10 Ebd. S. 3.

11 Schulze, Winfried: Vorüberlegung für die Tagung „EGO- DOKUMENTE“. S. 21.

12 Bähr, Andreas; Buschel, Peter; Jancke, Gabiele: Räume des Selbst. Eine Einleitung. S. 3.

13 Rutz, Andreas: Egodokumente oder Ich Konstruktion? Selbstzeugnisse als Quellen zur Erforschung des frühneuzeitlichen Menschen. S. 3.

14 Vgl. Krusenstjern, Benigma von: Was sind Selbstzeugnisse?- Begriffskritische und quellenkundliche Überlegungen anhand von Beispielen aus dem 17. Jahrhundert. S. 462. Krusenstjern liefert in diesem Aufsatz ausführliche Beispiele zu den unterschiedlichen Typen von Selbstzeugnissen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. S. 465/466.

15 Ebd. S.465.

16 Mehr dazu. Benigma von Krusenstjern: Was sind Selbstzeugnisse?- Begriffskritische und quellenkundliche Überlegungen anhand von Beispielen aus dem 17. Jahrhundert. S. 466- 469.

17 Rutz, Andreas: Egodokumente oder Ich Konstruktion? Selbstzeugnisse als Quellen zur Erforschung des frühneuzeitlichen Menschen. S. 4.

18 Vgl. Bähr, Andreas; Buschel, Peter; Jancke, Gabiele: Räume des Selbst. Eine Einleitung. S. 1.

19 Rutz, Andreas: Egodokumente oder Ich Konstruktion? Selbstzeugnisse als Quellen zur Erforschung des frühneuzeitlichen Menschen. S. 5.

20 Ebd. S. 8.

21 Schulze, Winfried: Vorüberlegung für die Tagung „EGO- DOKUMENTE“. S. 25.

22 Rutz, Andreas: Egodokumente oder Ich Konstruktion? Selbstzeugnisse als Quellen zur Erforschung des frühneuzeitlichen Menschen. S. 5.

23 Ebd. S. 6.

24 Ebd. S.7.

25 Ebd. S. 5.

26 Ebd. S. 6.

27 Vgl. Simmel, Georg: Die Probleme der Geschichtsphilosophie. Eine Erkenntnistheoretische Studie.

28 Rutz, Andreas: Egodokumente oder Ich Konstruktion? Selbstzeugnisse als Quellen zur Erforschung des frühneuzeitlichen Menschen. S. 8.

29 Bähr, Andreas; Buschel, Peter; Jancke, Gabiele: Räume des Selbst. Eine Einleitung. S. 7.

Details

Seiten
31
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656109365
ISBN (Buch)
9783656109624
Dateigröße
533 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v187560
Institution / Hochschule
Technische Universität Dresden – Geschichte
Note
1,3
Schlagworte
revision magdeburgs dreißigjährigen krieg selbstzeugnissen

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