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Krebs als Zivilisationskrankheit

Macht unsere Ernährung krank?

Hausarbeit 2010 38 Seiten

Ernährungswissenschaft / Ökotrophologie

Leseprobe

Inhaltsangabe:

1. Einleitung

2. Zivilisationskrankheit Krebs
2.1 Ursachen von Krebs
2.2 Krebs ist Zell-Entartung

3. Selektion der Nahrungsmittel
3.1 Kulturelle Unterschiede
3.2 Nahrungsmittelindustrie

4. Gesunderhaltung durch Nahrung
4.1 Die Wirkung bestimmter Nahrungsmittel
4.2 Nahrungsmittel vs. Nahrungsergänzungsmittel

5. Bewusstsein und Identifikation

6. Resümee

Quellenangaben

1. Einleitung:

Noch vor 200 Jahren lebten die Menschen des Abendlandes in unsicheren Verhältnissen. Krieg, Raub und Unterdrückung waren allgegenwärtig und der tägliche Kampf ums Überleben lag an der Tagesordnung. Auch noch vor 100 Jahren und weniger, gab es durch Krieg und Hungersnöte den natürlich ausgeprägten Flucht- und Jagdinstinkt der Bevölkerung.

Dank der aufstrebenden Wirtschaft der letzten Jahrzehnte und dem Überfluss an Nahrung, verkümmern die natürlichen, menschlichen Instinkte allmählich. Der Mensch hat (außer Naturkatastrophen) keine natürlichen Feinde und wird kaum noch Extremsituationen ausgesetzt. Das Volk wird gefüttert. Supermärkte bieten reichhaltige Angebote und der Einzelne kauft ein, meistens ohne sich Gedanken darüber zu machen, woher die verpackte Nahrung kommt oder wie sie verarbeitet wurde.

Wir kaufen Fleisch, das von Tieren stammt die mit Antibiotika und weiteren Medikamenten behandelt wurden. Verpackte Wurst besteht aus Fleischmix, Konservierungsstoffen, Zucker und künstlichen Aromen. Obst und Gemüse werden gespritzt oder auf künstlichen, nährwertlosem Untergrund herangezüchtet. Roggenbrot besteht zu 70% aus ungesundem Weizenmehl, Käse gibt es bereits künstlich hergestellt und 50g Joghurt beinhalten 30g Zucker.

Die Nahrungsmittelindustrie verschleiert Inhaltsstoffe und Verarbeitungswege, nimmt kaum Rücksicht auf das menschliche Wohlbefinden und den eigentlichen Bedarf an Nährstoffen.

Zivilisationskrankheiten sind die Antwort auf eine ungesunde Lebensweise, Stress und Unwissenheit der Einzelnen.

In dieser Arbeit möchte ich einen kleinen Einblick in das Thema Krebs als Zivilisationskrankheit und Prävention durch eine bewusste Ernährung geben.

2. Zivilisationskrankheit Krebs:

Menschen fürchten den Tod. Viele haben Angst vor Umweltkatastrophen, Unfällen oder Krankheiten. Während die Chance von einem Blitz getroffen zu werden nur 1: 350 000 besteht und das Risiko in einem Verkehrsunfall zu sterben bei 1: 7000 liegt, besteht heutzutage eine Möglichkeit von 1:3 an Krebs zu erkranken und auch daran zu sterben.

Zehn Millionen Menschen, von denen knapp sieben Millionen sterben, erkranken jährlich weltweit an Krebs und kosten dem Gesundheitssystem schätzungsweise über 100 Milliarden Euro im Jahr.

(vgl. Béliveau und Gingras, S.19ff.)

In Deutschland erkranken, laut Aussage des Statistischen Bundesamtes, jährlich über eine Million Menschen an Krebs, Tendenz steigend.

In Frankreich erliegt mittlerweile jeder Zweite dieser Krankheit, weshalb 2006 der damalige Präsident Jaques Chirac, einen Krebsplan ins Leben rief und somit eine Staatsangelegenheit daraus machte. Eben dies tat bereits Präsident Nixon 1971 in Amerika, als er eine „Kriegserklärung gegen den Krebs“ ausrief und ca. zwei Billionen Dollar in die Krebsforschung investierte. (vgl. Ulmer, S.7ff.)

In Deutschland verfügt jedes einzelne Bundesland über mindestens eine Krebsgesellschaft. Es existieren 26 onkologische Arbeitsgruppen, sowie 11 Stiftungen zur Unterstützung von Krebserkrankten. Weiterhin arbeiten verschiedene Tumorzentren und hämatologische Gesellschaften an Forschung und Weiterentwicklung für die Heilung dieser Krankheit. (vgl. krebs-wegweiser.de)

Obwohl es bereits zu spät ist wenn schon von Heilung gesprochen werden muss. In der Prävention liegt der Sinn der Sache. Die meisten Menschen werden gesund geboren, wie ist es also möglich gesund zu bleiben?

„ Sie verstehen sicher, dass ein kranker Baum auch nur kranke Früchte erzeugt, dass böse Worte nur böse Antworten bewirken? Wenn wir diese Denkweise auf unseren Organismus übertragen, wird einem klar, dass eine Krebserkrankung auch eine Antwort auf ein negatives Verhalten des Patienten sein kann.“

( Carson, S.108)

2.1 Ursachen von Krebs:

Wer darüber nachdenkt, woher die Krankheit Krebs kommt und wer sie bekommen kann lässt sich meist von dem Trugschluss beirren, dass wir als Menschen völlig unkontrollierbaren Faktoren ausgesetzt sind.

Zum Beispiel glauben 89 Prozent der Bevölkerung, dass die Krankheit vererbt wird und somit eine genetische Veranlagung besteht. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung glaubt, dass Umweltverschmutzung und Pestizide in den Lebensmitteln die Auslöser sind.

Tatsächlich liegen die größten Risikofaktoren zu erkranken mit 30 Prozent beim Rauchen und ebenfalls mit 30 Prozent in Ernährungsdefiziten.

Nur 15 Prozent Risiko stecken in genetischen Faktoren und nur 2 Prozent in Umweltverschmutzung. Im Großen und Ganzen entziehen sich nur etwa 30 Prozent der krebsauslösenden Faktoren unserem Einfluss.

Die überwiegenden 70 Prozent haben jedoch unmittelbar mit unseren Lebensstil zu tun und resultieren aus Fettleibigkeit, Bewegungsmangel, Süchten und Ernährungsgewohnheiten. (vgl. Béliveau und Gingras, S.21ff.)

Jede Krebserkrankung, egal welches Organ sie befällt, hat nicht nur eine Ursache – es ist immer ein mehrstufiger Prozess.

Sieben hauptsächliche Gründe die für ein krankhaftes Milieu im menschlichen Organismus sorgen und damit Zellentartung auslösen können, sind die Übersäuerung des Körpers durch einen Mangel an lebendiger Nahrung, was zu Sauerstoffnot führen kann und dies wiederum zu Energiemangel führt. Weiterhin führt psychischer und physischer Dauerstress zu Adrenalinmangel, der wiederum einen Mineralmangel im Organismus herstellt – was im Endeffekt zur Immunschwäche führt. (vgl. Ulmer, S.12f.)

„ Wenn Krankheiten aus einer falschen Lebensweise entstehen, können sie durch eine richtige Lebensweise wieder geheilt werden.“

( Hippokrates)

2.2 Krebs ist Zell-Entartung:

Was genau ist Krebs eigentlich? Wer daran denkt, denkt an Geschwulste und Tumore die heraus operiert werden müssen.

Aber bis es dazu kommen kann muss erst einige Zeit vergehen. Krebs ist ein schleichender Prozess der seinen Anfang in einer gesunden Zelle des Organismus macht.

Der Mensch besitzt mehr als 60.000 Milliarden Zellen von denen in einer Minute um die zehn Millionen absterben und auch wieder neu gebildet werden.

Im Bezug auf die Bildung von Krebs spielen vier Hauptbestandteile der Zelle eine wesentliche Rolle: der Zellkern, die Proteine, das Mitochondrium und die Zellmembran.

Der Zellkern ist der Ort an dem die Gene, also die DNS, gelagert sind und der für die Produktion von Proteinen zuständig ist, welche ausreichend Zuckerreserven transportieren, um das Überleben der Zelle zu sichern.

Die Proteine transportieren Nährstoffe aus dem Blutkreislauf und wandeln diese um.

Sie kommunizieren mit der Umgebung und informieren die Zelle ob es Veränderungen gibt. Bei einem Krebsgeschwür schotten sich kranke Zellen von den Gesunden ab und sind somit nicht mehr an Kommunikation und Information beteiligt.

Das Mitochondrium verwandelt mit Hilfe von Sauerstoff Energie aus der Nahrung in zelluläre Energie. Dabei werden freie Radikale als Abfall-produkt freigesetzt, die den Körper bei fehlender Abwehr schädigen können.

Die Zellmembran ist eine Art Filter der die Zelle vor unerwünschten Eindringlingen schützt. Diese Struktur ist lebenswichtig für den Zellkern.

Alle Zellen im Organismus leben in einer Art Gemeinschaft, in der sie Arbeitsteilung betreiben und Gesetze befolgen. Sie haben jedoch die Fähigkeit ihre Gesetze zu ändern und damit Genmutationen hervorzurufen.

Dies geschieht, wenn eine Zelle einer Aggression von außen ausgesetzt ist, z.B. die übermäßige Sonneneinstrahlung auf einer Hautzelle oder Nikotin der auf Schleimhautzellen trifft. (vgl. Béliveau & Gingras, S.41ff.)

Die Zelle modifiziert die Gesetze der Gemeinschaft um ihr eigenes Überleben und das ihrer Nachkommen zu sichern. Da sie sich von den gesunden Zellen abkapselt, muss sie Energie ohne Sauerstoff gewinnen und schaltet somit auf Gärung, also saures Milieu, um.

Das Mitochondrium zerfällt, die Aufnahme von Zucker steigt um das 19-fache und die Zelle übersäuert. Ohne Information von außen besinnt sie sich nun auf ihren Urinstinkt, das Wachsen.

Täglich kann der Mensch etwa 40.000 Krebszellen ausscheiden, ohne zu erkranken. Jeden Tag kämpft der menschliche Körper mit dem Krebs – und solange das Immunsystem intakt ist besteht keine Gefahr den Kampf zu verlieren. (vgl. Ulmer, S.16ff.)

3. Selektion der Nahrungsmittel:

Dank der Arbeit unserer Vorfahren wissen wir heute welche Nahrungsmittel uns die Natur zur Verfügung stellt. Welche davon genießbar und welche für den Menschen giftig sind. Schon im Steinzeitalter der Jäger und Sammler wurde selektiert. Sammlerinnen brachten Beeren, Knollen, Pilze, Nüsse und vieles mehr nach Haus und konnten durch das Beobachten von eventuellen Vergiftungs-erscheinungen ungenießbare Pflanzen und Früchte ausschließen.

Dieses Ausschlussverfahren erstreckt sich über Jahrtausende und sicherlich waren Beobachtungen des Fressverhaltens der Tiere oft Hilfsmittel für die menschliche Gattung.

[...]

Details

Seiten
38
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656104643
ISBN (Buch)
9783656104797
Dateigröße
2.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v187090
Institution / Hochschule
Brandenburgische Technische Universität Cottbus
Note
1,0
Schlagworte
Zucker Übersäuerung Krebs Krankheit Zivilisationskrankheit Tumor Körper Zellen Therapie Ernährung Nahrungsmittel Gesundheit Gesellschaft Leben Fleisch Essen Nahrung

Autor

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Titel: Krebs als Zivilisationskrankheit