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Körpersprache als wichtiges Hilfsmittel der Lehrperson

Hausarbeit (Hauptseminar) 2007 12 Seiten

Pädagogik - Der Lehrer / Pädagoge

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis

1. Möglichkeiten der Kommunikation:

2. Was ist eigentlich Körpersprache?

3. Die Körpersprache im Unterricht

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

6. Internetquellen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Arten der Kommunikation

Abbildung 2: Gestik Beispiel

Abbildung 3: Proxemik

1. Möglichkeiten der Kommunikation:

Der Begriff Kommunikation leitet sich aus dem lateinischen Wort „communicare“ ab was soviel bedeutet wie mitteilen oder vereinigen. Kommunikation definiert Rosenbusch als die Bezeichnung für unmittelbare interpersonelle Wahrnehmungs- und Wechselwirkungsprozesse.[1] Dabei unterscheiden wir zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation. Unter der verbalen Kommunikation verstehen wir den akustischen aussenden von sprachlichen Signalen an unsere Umwelt, in allen anderen Fällen handelt es sich um eine Art der nonverbalen Kommunikation.

Bei der nonverbaler Kommunikation oder auch Körpersprache gehen wir davon aus das der Körper mit seiner Umwelt kommunizieren will. Eine Kommunikation kommt zustande sobald jemand die gesendeten Signale wahrnimmt.[2]

Die nonverbale Kommunikation ist unterteilt in Paralinguistik (oder auch vokale nonverbale Kommunikation), die nonvokale nonverbale Kommunikation und die nonverbale Kommunikation im weiteren Sinne.

Paralinguistik wird in zwei weitere Kategorien unterteilt. Die Sprachbegleitende, z.B. Sprechpausen, und die Selbständige Kommunikation wie z.B. Lachen.

Die nonverbale Kommunikation im weiteren Sinne umfasst das aussenden von Signale durch so genannte Artefakte (z.b. Kleidung, Schenken von Blumen, offenes Tragen von Waffen).[3]

Nonvokale nonverbale Kommunikation beinhaltet die Kommunikation durch Gestik, Mimik, Proxemik, Köperhaltung, Blickkontakt sowie das Berührungsverhalten.

Abbildung 1: Arten der Kommunikation[4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Was ist eigentlich Körpersprache?

Der englische Evolutionstheoretiker Charles Robert Darwin (1809-1882) legte mit seiner Wissenschaftlichen Arbeit „ Ausdruck und Gemüthsbewegungen bei dem Menschen und den Thieren “ den Grundstein für die Untersuchung der nonverbalen Kommunikation.

Darwin versuchte in seiner Arbeit durch langwierige Untersuchungen und Beobachtungen verschiedenster Arten, Aufschluss über den phylogenetischen Ursprung unseres Ausdrucksverhaltens zu bekommen.

Er kam zu dem Schluss dass unser Ausdrucksverhalten durch 3 Prinzipien geleitet wird.

- Prinzip der zweckmäßigen assoziierten Gewohnheit
- Prinzip des Gegensatzes
- Prinzip der direkten Wirkung des Nervensystems

Viele von Darwins Beobachtungen sind bislang immer noch aktuell und bilden den Grundstein für weitere Forschungen auf dem Gebiet der nonverbalen Kommunikation.[5]

Jedes Lebewesen beherrscht bereits bei seiner Geburt ein gewisses Grundrepertoire an nonverbalen Signalen welches es zur Kommunikation mit seiner Umwelt nutzen kann.

Sowohl Mensch als auch Tier verfügen über die Fähigkeiten nonverbale Signale zu senden und auch zu verstehen.

Dieses Grundreportair erlaubt es z.b. einem kleinen Kind durch verschiedene Gesichtsausdrücke mit seiner Umwelt bewusst zu Kommunizieren obwohl es diese Signale nie gelernt hat. Lachen, weinen oder das aufreißen der Augen bei Angst sind zum Beispiel einige dieser Signale.[6]

Dieser Grundbestand an nonverbalen Ausdrucksformen wird durch den Sozialisationsprozeß im Laufe des Lebens stetig erweitert. Der Mensch lernt die Bedeutung verschiedenster Gesten und Gebärden kennen, z.b. das Händeschütteln bei der Begrüßung oder das umarmen als Möglichkeit Trost zu spenden.

In jedem Tierbuch, egal um welche Art von Tier es sich dabei handelt findet man Kapitel darüber, wie man die Körpersprache seines Tiers verstehen kann.

Nonverbale Kommunikation ermöglicht es Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen miteinander zu kommunizieren ohne das man die „verbale“ Sprache des anderen versteht.

Allerdings birgt die nonverbale Kommunikation auch die Gefahr der Fehlinterpretation bestimmter gesendeter Signale. Dies kann vor allem immer dann vorkommen wenn die gleichen Signale in unterschiedlichen Kulturkreisen oder Arten eine abweichende oder gänzlich andere Bedeutung haben.

Das Gesicht spielt bei der Erforschung der nonverbalen Körpersprache eine besondere Rolle, denn im Gesicht, und besonders in den Augen eines Menschen spiegeln sich die Emotionen und Stimmungen eines Menschen wieder und senden eindeutige Signale.

Aus diesem Grund beziehen sich zahlreiche Emotionstheorien explizit auf den Ausdruck von Emotionen im Gesicht.

Interessanterweise können wir nur einen Teil unseres Ausdrucks im Gesicht kontrollieren. Vielen Menschen fällt es schwer einen bestimmten Gesichtsausdruck bewusst aufzusetzen,

zum Beispiel ein freudiges Gesicht obwohl man wegen irgendetwas traurig ist.

Oft wird man bei dem Versuch ein falsches Gesicht aufzusetzen von seinem gegenüber durchschaut, denn der Körper sendet viele verräterische Signale.[7]

Personen beim Theater und Film müssen in der Lage sein ihren Körper so zu kontrollieren das ihr Auditorium nur das wahrnimmt was sie wollen.

3. Die Körpersprache im Unterricht

Welche Bedeutung hat die nonverbale Kommunikation für den Unterricht?

Eine große Bedeutung, denn die nonverbale Kommunikation dient dem Pädagogen als unterstützendes Hilfsmittel bei der Vermittlung von Inhalten, Prozessen und Beziehungsbotschaften im Unterricht.[8] Beispielsweise kann eine Lehrperson durch Handsignale verdeutlichen wie sie sich die Klassenaufteilung bei Gruppenarbeit vorstellt oder mithilfe einer Gestik den Verlauf eines Flusses in die Luft nachzeichnen um es den Schülern besser zu illustrieren. Die Gestaltung des Unterrichts erfolgt demnach sowohl auf der Ebene der verbalen- als auch der nonverbalen Kommunikation. Es ist wichtig dass sich ein Pädagoge der Möglichkeiten und Risiken der nonverbalen Kommunikation bewusst ist, den der Erfolg des Unterrichts hängt davon ab ob die verbale Kommunikation und die Körpersprache miteinander harmonisieren. Ist dies nicht der Fall kann es sehr leicht zu Missverständnissen, Verunsicherung und Verwirrung kommen und der Erfolg des Unterrichtsstunde ist gefährdet.

Eine Lehrperson die sich mit gesenktem Kopf und hängenden Schultern hinter dem Pult verschanzt wird es schwer haben den Schülern einen souveränen Eindruck zu vermitteln.

[...]


[1] Vgl. Rosenbusch, H.; Schober, O.: Körpersprache in der schulischen Erziehung, Pädagogische und fachdidaktische Aspekte nonverbaler Kommunikation, 2. Auflage, Baltmannsweiler, 1995, S.: 6

[2] Vgl. Moloch, S.: Alles über Körpersprache, 7. Auflage, München ,2006, S.: 8

[3] Vgl. Rosenbusch, H.; Schober, O.: Körpersprache in der schulischen Erziehung, Pädagogische und fachdidaktische Aspekte nonverbaler Kommunikation, 2. Auflage, Baltmannsweiler, 1995, S.: 6

[4] Vgl. Rosenbusch, H.; Schober, O.: Körpersprache in der schulischen Erziehung, Pädagogische und fachdidaktische Aspekte nonverbaler Kommunikation, 2. Auflage, Baltmannsweiler, 1995, S.: 5

[5] Vgl. Ellgring, R.: Nonverbale Kommunikation in; Rosenbusch, Heinz und Schober, Otto; Körpersprache und Pädagogik - Das Handbuch. 4.Auflage, Baltmannsweiler, 2004, S.: 8

[6] Vgl. Moloch, S.: Alles über Körpersprache, 7. Auflage, München ,2006, S.: 8 ff

[7] Vgl. Ellgring, R.: Nonverbale Kommunikation in; Rosenbusch, Heinz und Schober, Otto; Körpersprache und Pädagogik - Das Handbuch. 4.Auflage, Baltmannsweiler, 2004, S.:6ff

[8] Vgl. ebd. S.: 7

Details

Seiten
12
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783656102793
ISBN (Buch)
9783656102540
Dateigröße
813 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v187066
Institution / Hochschule
Universität des Saarlandes
Note
1,3
Schlagworte
körpersprache hilfsmittel lehrperson

Autor

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Titel: Körpersprache als wichtiges Hilfsmittel der Lehrperson