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Die Problematik der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie angesichts der beruflichen Anforderungen der modernen Wirtschaft.

Diplomarbeit 2008 65 Seiten

Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Familie: Eine Begriffsbestimmung

2. Geschichtlicher Rückblick auf die Familie
2.1 Das vorindustrielle „ganze Haus“
2.2 Die Herausbildung der modernen Kleinfamilie
2.2.1 T rennung von W ohn- und Arbeitsstätte
2.2.2 Liebe als primäres Kriterium der Partnerwahl
2.2.3 Stellung der Kinder
2.2.4 Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung

3. Organisation der Arbeit in der industriell-geprägten Gesellschaft als historische Referenzfolie für Entgrenzungsprozesse
3.1 Normal-Arbeitsverhältnis
3.2 Normal-Arbeitszeit

4. Reorganisation der Arbeit in der postindustriellen Dienstleistungs­gesellschaft
4.1 Atypische Beschäftigungsverhältnisse
4.1.1 Teilzeitarbeit
4.1.2 Geringfügige Beschäftigung
4.1.3 Befristete Beschäftigung
4.1.4 Leiharbeit
4.1.5 Telearbeit
4.2 Flexibilisierung der Arbeitszeit
4.2.1 Arbeitszeitkonten
4.2.2 Vertrauensarbeitszeit

5. Formwandel der Arbeit
5.1 Indirekte Steuerung der Arbeitsprozesse
5.2 Partizipation und Extemalisierung im Arbeitsprozesse
5.3 Subjektivierung der Arbeit

6. Die Ware Arbeitskraft: Neue Anforderungen an ihre Besitzer
6.1 Selbst-Kontrolle
6.2 Selbst-Marketing
6.3 Selbst-Rationalisierung

7. Mobilität und mobile Lebensformen als berufliche Anforderung
7.1 Fernpendler
7.2 Wochenendpendler
7.3 Fernbeziehung

8. Entgrenzte Arbeit und Zeitmanagement in der alltäglichen Lebens­führung
8.1 Grundzüge des Familienalltags
8.2 Auswirkungen entgrenzter Arbeit auf die alltägliche Lebens­führung
8.2.1 Auswirkungen entgrenzter Arbeit auf die Lebensführung von Familien mit zwei Erwerbstätigen
8.2.2 Auswirkungen entgrenzter Arbeit auf die Lebensführung von Familien mit einem Erwerbstätigen
8.2.3 Zeitliche Belastungen bei Alleinerziehenden
8.3 Chancen entgrenzter Arbeit

9. Zusammenfassung der Ergebnisse 60 Literaturverzeichnis

Einleitung

Die Geburtenrate in Deutschland ist in den letzen zwei Jahrzehnten so stark gesun­ken, dass die Prognosen der Experten über die demographische Zukunft der Gesell­schaft durchaus beängstigend sind. Der hohe Anteil alter Menschen an der Gesamt­bevölkerung steht der niedrigen Fertilitätsrate gegenüber und sorgt somit für einen Bevölkerungsrückgang, der gegenwärtig nur durch Einwanderungen gemildert wer­den kann. Denn durchschnittliche 1,37 Geburten pro Frau liegen deutlich unterhalb der Reproduktionsschwelle.

Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf mehrere Ursachen; eine grundlegende ist die 68er Bewegung, seit der Frauen Anspruch auf ein selbstbestimmteres Leben erhe­ben, dessen Sinn sie nicht mehr ausschließlich in Familie und Kindern sehen und dementsprechend auch nicht suchen. Durch den Einzug in die Erwerbswelt sind eben neue Wege eröffnet worden, eine selbstbestimmte und unabhängige Lebensführung einzuschlagen.

Bedingt durch die Anhebung des Lebensstandards beziehungsweise des allgemeinen Wohlstands in Deutschland, zeichnet sich eine verstärkte und intensive Individuali­sierung gleichermaßen auch bei den Männern ab. Denn Konsum und materielle Werte stehen nicht selten höher im Kurs als Familie und die Sorge für Andere, woraus sich aber dahingegen Werte wie Verantwortungsbewusstsein, Nächstenliebe, Gemeinsam­keit u. a. m. ergeben.

Damit wäre aber nur die eine Seite der Medaille aufgezeigt; denn weshalb sollten nicht beide gesellschaftlichen Bereiche, Erwerbsarbeit und Familie also, ausbalanciert und parallel möglich sein. Die Problematik von Arbeit und Familie kann nicht aus­schließlich der hohen Beteiligung der Frauen an der monetären Arbeit zugesprochen und damit auch nicht auf die Hausfrauendebatte reduziert werden.

Bezüglich der Unvereinbarkeit von Arbeit und Familie werden in der Bundesrepublik seit den siebziger Jahren Lösungswege verfolgt, die bis heute keine echten Verbesse­rungen gebracht haben. Die kontinuierliche Anhebung des Kindergeldes oder die ge­genwärtige Einführung eines Elterngeldes sowie die Debatte um eine umfangreichere Betreuung von Kindern auch unter drei Jahren konnten und werden auch in Zukunft nicht für eine bessere Vereinbarkeit sorgen können. Denn Erhebungen zeigen, dass gerade besser Verdienende und Gebildete weniger oder seltener Kinder haben als Menschen mit geringerem Einkommen oder niederer Bildung. Und die Ausdehnung der Betreuungsmöglichkeiten für die Kleinsten würde bedeuten, dass Kinder schon mit zwei Jahren intensiv von anderen nicht nur betreut, sondern vielmehr erzogen würden. Daraus ergäbe sich eine Instrumentalisierung der Kinder, die dann nur ein Mittel zum Zweck wären, und der Sinn des Kinderkriegens würde nicht mehr auf den Grundprinzipien der modernen Kleinfamilie basieren.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich aber nicht mit den Ursachen der rückläufigen Geburtenzahlen, da die Problematik der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie nicht nur ein quantitatives Problem ist, sondern vielmehr qualitative Defizite nach sich zieht, die in der Arbeitsorganisation und ihrer Form selbst zu suchen sind. Demzufol­ge knüpft diese Arbeit an die Diskussionen, die Soziologen und Sozialwissenschaftler unter der Bezeichnung „Entgrenzung von Arbeit und Leben“ führen. Einen wichtigen und einleuchtenden Beitrag dazu leistete der amerikanische Soziologe Richard Sen- nett mit seinem 1998 erschienenen Essay „Der flexible Mensch“. Darin zeigt er die Kultur des neuen Kapitalismus auf, dessen Schlüsselbegriffe 'Flexibilität' und 'Mobilität' sind.

Ziel dieser Arbeit wird sein, die Dynamik der kapitalistischen Wirtschaftsformation adäquat auf das herkömmliche Familienleben und dessen Rahmenbedingungen zu beziehen und somit die oben genannten Schlüsselbegriffe der modernen Wirtschaft zu hinterfragen. Zwar ist nicht jeder Mensch und Beschäftigte gleichermaßen von zeitli­cher und räumlicher Flexibilität betroffen, doch es ist der Trend, der darauf abzielt, eines Tages jeden in eine hoch bewegliche und flexible Gesellschaft und Arbeitswelt einzubinden. Demzufolge handelt es sich hier um eine theoretische Aushandlung, in der es um die Beantwortung folgender Fragen geht:

Wie ist die Arbeit in der modernen Wirtschaft organisiert? Welche beruflichen An­forderungen stellen die moderne Wirtschaft und ihre Arbeitsorganisation an die Men­schen? Wie wirken sich die beruflichen Anforderungen der modernen Wirtschaft auf die alltägliche Lebensführung der Menschen aus?

In Kapitel 2 zeigt der historische Rückblick die Entstehungsgeschichte der Familie und die Beziehungszusammenhänge zwischen ihren Mitgliedern, dessen Fortschritte in Kapitel 3 in Bezug auf die Arbeitsbeziehungen zwischen Arbeitnehmer und -geber in der bundesrepublikanischen Nachkriegsgeschichte thematisiert werden. Zugleich dient die Aushandlung dieses Punktes als historische Referenzfolie für die Prozesse der Entgrenzung von Arbeit und Leben.

Im vierten Kapitel wird aufgezeigt, wie die Arbeitsbeziehungen in Deutschland einer Umstrukturierung unterzogen werden. Der Formwandel der Arbeit ist Gegenstand des fünften Kapitels. Und die daraus entstehenden Anforderungen an die Beschäftigten sollen dann in Kapitel 6 die Ursachen für raum-zeitliche Inkompatibilitäten aufzei­gen, die in den Kapiteln 7 und 8 auf die Praxis der alltäglichen Lebensführung der Menschen übertragen werden. Die Arbeit schließt mit der Zusammenfassung der Er­gebnisse ab.

Zunächst einmal ist eine genaue Definition des Begriffes 'Familie' und ihrer Rah­menbedingungen für das bessere Verständnis des Themas notwendig.

1. Familie: Eine Begriffsbestimmung

Der Begriff 'Familie' ist wissenschaftlich nicht explizit zu definieren, so dass die Begriffsbestimmung vielmehr einem natürlichen Selbstverständnis folgen muss. Demnach besteht die Familie aus einem Ehepaar und seinen Kindern, die gemeinsam in einem Haushalt wohnen, wirtschaften und Füreinander Sorge tragen. Es ist aber niemals auszuschließen, dass eine Ehe aus den verschiedensten Gründen zerbrechen kann oder aber, dass Menschen aus biologischen oder medizinischen Gründen keine Kinder bekommen können. Wenn in diesem Kontext weitere Ehen eingegangen und Familien gegründet werden, adoptierte Kinder Familien vervollständigen oder aber Eltern nach einer Scheidung in Eheähnlichen Lebensgemeinschaften weiterleben, dann kann nicht von einer Krise der Familie gesprochen werden, sondern höchstens von der Ausdifferenzierung der Lebensformen, die auf die Dynamik der Familie zu­rück zu führen sind. Allerdings ist es krisenhaft, wenn die Rahmenbedingungen für die Beziehungs- und Familienqualität, ganz egal in welcher Lebensform (traditionelle Familie, Eheähnliche Lebensgemeinschaft, Patchwork-Familie, Stieffamilie, Adoptiv- familie, etc.), nicht gewährleistet werden können und es so zu einer Gefährdung der Familie kommt.

Kinder sind für das Familienverständnis Bedingung und insofern wichtig, als das durch sie das Paar als Eltern, sei es mit biologischem oder sozialem Hintergrund, Verantwortungen übertragen bekommen, die in einer Partnerschaft ohne Kinder nicht entstehen können. Neben den „einfachen“ Versorgungsleistungen müssen nämlich auch Sozialisationsleistungen erbracht werden, die für die Sammlung von Erfahrun­gen in der Sorge für Andere, die kindliche Persönlichkeitsbildung und die Ausbildung sozialer Werte von grundlegender Bedeutung sind.

Es ist nicht zwingend erforderlich, dass ausschließlich Väter die Ernährerfunktion übernehmen und Mütter nur auf den innerfamilialen Bereich verwiesen werden. „Die Einbindung beider Eltern in das Erwerbs- und das Familienleben eröffnet heute neue Möglichkeiten gemeinsamer Verantwortungsübernahme von Vater und Mutter in der Gestaltung von Familie als Sozialisationsraum für Kinder.“1 „Familie ist ein Netz­werk besonderer Art, das um verlässliche persönliche Fürsorgebeziehungen zentriert ist.“ 2 Verlässlichkeit und Fürsorge sind allerdings Leistungen, die langfristig nur durch planbare und stabile Rahmenbedingungen erbracht werden können. „Wichtige Bedingung für Interaktionsprozesse ist die physische Anwesenheit der Interaktions­partner, die räumliche Kopräsenz. Denn um Familie als Gemeinsamkeit zu leben und nicht als bloßes Nebeneinander von Individuen, die sich nur die Klinke in die Hand geben, braucht es Gelegenheiten. Bedingung für Familie sind räumlich kopräsente Zeiten und Zeit für Familie, qualitativ gefüllt mit Kapazitäten für Aufmerksamkeit und Gefühle.“3

In einer Familie geht es einerseits um die Paar-Beziehung und andererseits um die Eltern-Kind-Beziehung, die beide nur durch Freude und Zufriedenheit einen Raum bilden können, in dem man Selbstverwirklichung und persönliche Weiterentwicklung erreichen kann. Enttäuschungen hingegen wirken destabilisierend auf den Zusam­menhalt der Familie. Damit ist gemeint, dass zum Beispiel die Zeit nach der Arbeit, am Wochenende und im Urlaub unter anderem für die Pflege der inhaltlich­emotionalen Herstellungsprozesse aufgebracht werden muss, damit innerfamiliale

Entgrenzungen erst gar nicht auftreten können. Wenn Arbeitszeit oder freie Tage na­hezu unplanbar werden, so dass die Gestaltung und Organisation der familiären Inte­ressen von zu viel Flexibilität und Spontaneität geprägt sind, dann kann nicht von stabilen Rahmenbedingungen gesprochen werden.4 Zeit ist häufig die zentrale Inves­tition in die Entwicklung der Paar- und Eltern-Kind-Beziehung sowie ein wichtiger Beitrag für die Herstellung des Humanvermögens in einer Familie.

2. Geschichtlicher Rückblick auf die Familie

Bis weit in die zweite Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts wurde in der Familienso­ziologie davon ausgegangen, dass in der vorindustriellen Zeit die Großfamilie die typische Familienform gewesen sei.5 Eine Familienform, die bis dahin als Drei- Generationen-Haushalt (Großeltern, Eltern und Kinder) und Solidargemeinschaft mystifiziert war. Die historische Familienforschung hat gezeigt, dass unter den vorin­dustriellen Lebensbedingungen ein solches Familienmodell nur selten und bedingt möglich gewesen ist. Im Europa des 18. Jahrhunderts erreichte, auf Grund der fehlen­den Hygienerichtlinien und der schlechten medizinischen Versorgung, nur jedes zweite Kind das 15. Lebensjahr.6 Auch bei den Erwachsenen war die Lebenserwar­tung gering, so dass Ehen sehr häufig durch den frühzeitigen Tod eines Ehepartners aufgelöst wurden.

Außerdem erlaubte die ökonomisch schlechte Situation in der vorindustriellen Zeit nur selten größere Verbände zum Zweck der Solidarität, so dass die Hausarbeit und damit das physische Überleben der Familienmitglieder stets im Mittelpunkt standen.7

2.1. Das vorindustrielle „ganze Haus“

Zwei Familientypen prägten das soziale Leben in der vorindustriellen Zeit. Der eine Typ setzte sich aus den besitz- und eigentumslosen Familien zusammen, die gezwun- gen waren, einer außerhäuslichen Erwerbsarbeit nachzugehen und aus wirtschaftli- cher Not ihre Kinder so früh wie möglich außer Haus zu geben.8

Der zweite Familientyp war gekennzeichnet durch die entweder bäuerliche oder handwerkliche Produktionsform, die als „ganzes Haus“ bezeichnet wurde, in dem nicht nur die biologische Kernfamilie (Ehepaar mit seinen leiblichen Kindern) wohn­te, sondern auch nichtverwandte Personen, von denen die Arbeit auf dem Hof bezie­hungsweise im Betrieb unterstützt wurde, gehörten dem Haushalt an. Alle Bewohner des Hauses unterstanden dem Hausherrn in gleicher Weise, so dass eine emotionale Bindung zwischen den Eltern und ihren Kindern nicht verwirklicht werden konnte.9

Frauen hatten, neben ihrer Gebärfunktion, hauptsächlich ökonomisch begründete Wertschätzung, die in ihrer Gesundheit und der Mitgift, die bei Heirat dem Ehemann zukam, gemessen wurde. Eine Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern gab es in der Sozialform des „ganzen Hauses“ nicht explizit. Zwar waren Frauen für die haus­wirtschaftlichen Tätigkeiten zuständig, arbeiteten aber auch in vielen anderen Berei­chen des täglichen Lebens mit. Auf den Höfen waren das zum Beispiel Arbeiten auf dem Feld und in den Handwerksbetrieben kaufmännische Tätigkeiten und handwerk­liche Hilfsarbeiten.

Im „ganzen Haus“ wurde eine Vielzahl gesellschaftlich notwendiger Funktionen er­füllt. Produktion, Konsumtion, Erziehung der Kinder und Pflege der Alten und Kran­ken konnten dabei auf Grund der Wohnverhältnisse räumlich nicht voneinander ge­trennt werden, so dass sich das gesamte Leben in so genannten Allzweck-Räumen abspielte und die wenigen Zimmer, die zur Verfügung standen, für Alle und zu jeder Zeit zugänglich waren.

2.2 Die Herausbildung der modernen Kleinfamilie

Die Entstehung der modernen Kleinfamilie, die in Deutschland in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts ein alle Schichten umfassendes und universales Le­bensmodell war, ist ein langjähriger Prozess gewesen, der noch vor der Industrialisie­rung begann.

Die hochbürgerlichen Schichten gaben der Familie im 18. Jahrhundert eine andere Bedeutung, wonach die Austauschbarkeit der Partner im „ganzen Haus“ durch die Anerkennung des Partners als Individuum ersetzt wurde und Liebe die ökonomisch begründeten Kriterien der Partnerwahl in den Hintergrund stellte.10 Die räumliche Trennung von Wohn- und Arbeitsstätte ermöglichte die Emotionalisierung und Inti- misierung der familialen Beziehungen. Dieses Modell blieb bis zur Industrialisierung nur auf die Minderheit der hochbürgerlichen Schicht beschränkt.

2.2.1 Trennung von Wohn- und Arbeitsstätte

Im 18. und 19. Jahrhundert eroberten Fabriken die Stadtzentren West- und Mitteleu­ropas und rekrutierten die benötigten Arbeitskräfte aus Menschen, welche ursprüng­lich aus ländlichen Regionen stammten, sich nun aber in den sich rasant ausweitenden Städten niederließenden. Durch die Landflucht erhielten diejenigen eine Chance, eine Familie zu gründen, die durch die Erbschaftsregeln benachteiligt waren. Diese sahen die Übergabe des Hofes meistens nur an den ältesten Sohn vor, was bedeutete, dass nur dieser ökonomisch in der Lage war, zu heiraten.11

Dennoch sollten die Anfänge der Industrialisierung nicht als Geburtsstunde der mo­dernen Kleinfamilie gesehen werden, weil die Situation in den überfüllten Städten alles andere als menschenwürdig war. In den Industriezentren lebten damals mehrere Arbeiterfamilien auf engstem Raum zusammen, um die überhöhten Mieten zahlen zu können.12 Eine Humanisierung der Lebensbedingungen zeichnete sich erst gegen En­de des 19. Jahrhunderts ab, als Industrielle mit dem Bau von Arbeitersiedlungen und Mietshäusern in Fabriknähe begannen.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde verstärkt auf die Trennung der Privatsphäre von der öffentlichen Sphäre gesetzt, was dazu führte, dass das Zuhause zu einem Ort der persönlichen Nähe und Vertrautheit aufstieg und Liebe zwischen den Ehepartnern die Grundlage familialen Lebens bilden konnte.13

2.2.2 Liebe als primäres Kriterium der Partnerwahl

Bevor im 20. Jahrhundert die Liebesheirat zum kulturellen Leitbild avancierte, er­laubten die sozioökonomischen und soziokulturellen Gegebenheiten keine Irrationali­tät bei der Auswahl der Partnerin.14 Das Bündnis der Ehe basierte, gleichermaßen in besitzenden und nicht besitzenden Familien, auf wirtschaftlicher Vernunft und sachli­chen Überlegungen. Reiche Familien waren primär an der Mehrung ihrer Vermögen orientiert, was durch die Mitgift der Ehefrau möglich war, während kapitalunabhän­gige Auswahlkriterien, wie Achtung des Mannes, Arbeitstüchtigkeit und Gesundheit, Schicht und Vermögen übergreifend instrumentalisiert waren.

Die „romantische Liebe“, ein literarisches Ideal des ausgehenden 18. Jahrhunderts,15 setzte sich im Verlauf der Industrialisierung zum einzig legitimen Heiratsgrund durch und gab der Ehe eine andere Bedeutung. Im Mittelpunkt stand nun das Paar, das nicht mehr von wirtschaftlichen Aspekten beeinflusst war. Die Einzigartigkeit der Zweier­beziehung sollte ein Leben lang andauern und auch der Beziehung zu den Kindern eine andere Richtung geben.

2.2.3 Stellung der Kinder

Kinder wurden in der vor- und frühindustriellen Zeit als kleine Erwachsene angese­hen, denen keine anerkannte Entwicklungsphase zukam. Bevor die Industrialisierung Kinder zu potenziellen Arbeitern in den Fabriken machte, benötigte man sie auf den Höfen oder in den handwerklichen Betrieben als Erben sowie zur eigenen Absiche­rung bei Alter und Krankheit. Die Beziehung zu den Kindern hatte ausschließlich instrumentellen Charakter, was ebenfalls in den sozioökonomischen Bedingungen begründet liegt.

Durch die Trennung von Wohn- und Arbeitsstätte, die geschlechtsspezifische Ar­beitsteilung und das Verbot der Kinderarbeit kristallisierte sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Kindheit zu einer eigenständig anerkannten Lebensphase heraus.16 Darüber hinaus zeugte man Kinder nun aus Liebe und gründete dadurch eine Familie, die durch Emotionalität und nicht mehr durch ökonomische Interessen charakterisiert war.17

2.2.4 Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war es undenkbar, dass Frauen zu Hause blieben und sich ausschließlich um die Erziehung der Kinder, den Haushalt und die emotiona­le Bedürfnisbefriedigung der Familie kümmerten. Diese Grundmerkmale des moder­nen Familienmodells konnten erst nach dem Zweiten Weltkrieg generalisiert werden, als die Reallöhne stiegen und das Einkommen des Mannes zur Ernährung der Familie ausreichte. Bis dahin waren Frauen gezwungen, einer außerhäuslichen Erwerbsarbeit nachzugehen, die durch schwierige Produktionsbedingungen und lange Arbeitszeiten in den Fabriken gekennzeichnet war. Eine Entwicklung in Hinsicht auf eine ge­schlechtsspezifische Arbeitsteilung, wie sie etwa im 19. Jahrhundert im aufsteigenden Bürgertum realisiert wurde, war für die Bevölkerungsmehrheit unter den schwierigen Lebensbedingungen bis in die Nachkriegszeit nicht möglich.18

Im Verlauf der Industrialisierung stellten die Arbeiter immer mehr den Anspruch, ihre Frauen von den harten Arbeitsbedingungen in den Fabriken zu befreien, damit sie sich mehr um die reproduktiven Tätigkeiten und den Nachwuchs kümmern konn­ten. Die bürgerlich-moderne Familie entwickelte sich so zu einem gesellschaftlichen Teilbereich, in dem die Rollen klar aufgeteilt waren. Nach diesem Modell ist aus­schließlich der Mann für den öffentlichen und beruflichen Bereich zuständig, wäh­rend die Frau auf den familialen Funktionsbereich der Gesellschaft verwiesen wird.19

3. Organisation der Arbeit in der industriell-geprägten Gesellschaft als histori­sche Referenzfolie für Entgrenzungsprozesse

In der Nachkriegszeit gingen die Bedeutung der Landwirtschaft und der Anteil der Selbstständigen an der Gesamtbevölkerung weiter zurück. Der industrielle Sektor dominierte fortan die wirtschaftliche Situation, und die Lohnabhängigkeit avancierte zur gesellschaftlichen Normalität.20 Durch die kriegsbedingten Zerstörungen war die Wirtschaft in der Lage, den überwiegenden Teil des Arbeitskräftereservoirs zu absor­bieren. In Deutschland entstand so die industriell-geprägte Gesellschaft.

Die aus den USA übernommene tayloristische Arbeitsteilung, nach der die ausfüh­rende von der planenden Arbeit getrennt wird, führte zu einem enormen Anstieg der Arbeitsproduktivität und zur Steigerung der Reallöhne, wodurch die Facharbeiter zu den Abnehmern der in Massen produzierten langlebigen Konsumgüter wurden21 und die Basis für die industrielle Massenproduktion bildeten. Der Arbeitsablauf in den örtlich konzentrierten Großanlagen führte durch zentrale Planung und klare Arbeits­anweisungen zu einer Organisationsform, die die Arbeit in kleine Produktionsvor­gänge zerlegte und das Management in die Lage versetzte, nahezu jeden einzelnen Arbeitsschritt zu kontrollieren. Die Normen von Arbeitszeit und Leistung waren im Rahmen standardisierter Regulierungen marktunabhängig aufgebaut, d. h., dass zwi­schen der Arbeitskraft und den Unsicherheiten des Marktes strikt getrennt wurde.

Standardisierung und die direkte Steuerung der Arbeitsabläufe garantierten durch das System zweckrationalen Handelns kontinuierliche Produktivitätssteigerungen.22 Da­mit ist gemeint, dass der betriebliche Arbeitsablauf und der Einsatz der Beschäftigten in feste Rahmungen eingebettet waren und die Regeln im gesamten Produktionspro­zess klar strukturierten Anweisungen folgten. Arbeitsabläufe wurden von den Vorge­setzten an die Beschäftigten delegiert und der Transformationsprozess der Arbeits­kraft in Leistung durch direkte Kontrolle überwacht. Bedingung für diese Art von Kontrollmechanismus war die Betriebsförmigkeit, durch die Beschäftigte an den Be­trieb räumlich und zeitlich gebunden waren.

Dieser Organisationsform werden in Hinsicht auf monotone Arbeitsinhalte häufig Starrheit und Rigidität vorgeworfen, aber ihre Vorteile, die bezüglich des Problems der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie im Vordergrund stehen, meistens überse­hen: Denn die Beschäftigten hatten Schutz durch „(...) eine statussichernde und be­triebliche Sozialpolitik sowie korporatistische Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer- Organisationen“,23 wodurch die keynesianische Wirtschaftspolitik die Arbeitnehmerseite schützte. Das fordistische Modell der Gesellschaft, von dem hier die Rede ist, war einerseits durch die hohe Sozialstaatlichkeit geprägt und ande­rerseits durch die organisationsstarken Gewerkschaften, die sich für die Durchsetzung kollektiver Interessen einsetzten. Durch tarifliche Regelungen des Arbeitsverhältnis­ses war auch die Normierung des Lebensmusters möglich.

Die klar gezogenen Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben machten den Lebens­lauf der Menschen strukturierbar und planbar. „Dieses Grundmuster der Verteilung von Tätigkeiten der Menschen auf zwei verschiedenartige und getrennte soziale Sphä­ren erreichte einen solchen Grad kultureller Normalität, dass es als quasi natürlich erschien (.. .)“24 In der Erwerbsbezogenen Sphäre sicherte man durch bezahlte Arbeit die Existenz, während die von den erwerbsbezogenen Verpflichtungen freie Zeit un­eingeschränkt der Reproduktion und der Pflege der sozialen Kontakte diente.

Durch die Chronologisierung der einzelnen Phasen war die industriegesellschaftliche Lebensführung standardisiert.25 Der schulischen Ausbildung folgte eine berufliche, nach der man dann in eine Vollzeiterwerbstätigkeit wechselte und meistens Jahrzehn­te lang bei ein und demselben Arbeitgeber beschäftigt war. Das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer basierte nicht auf Flexibilität, sondern auf stabilen Beziehungen, wodurch Leistungen und Gegenleistungen eine lebenszeitliche Per­spektive für beide Seiten boten. Während die Beschäftigten weitgehende Sicherheit des Arbeitsplatzes hatten, profitierte die Arbeitgeberseite von der Arbeitsdisziplin, Zuverlässigkeit und der Loyalität der Beschäftigten zum Betrieb.26

Der Übergang aus der Bildungs- in die Erwerbsphase bedeutete zugleich den Eintritt in das Erwachsenenalter und die Familiengründungsphase. Durch eine abgeschlosse­ne Ausbildung und durch ein von der Sozialpolitik abgesichertes Beschäftigungsver­hältnis war ein standardisierter Familienzyklus Bestandteil der Normalbiographie, dessen Rückgrat das Normal-Arbeitsverhältnis bildete.27

3.1 Normal-Arbeitsverhältnis

Die Herausbildung des Normal-Arbeitsverhältnisses ist als Antwort auf die schwieri­gen Arbeitsbedingungen in der vor- und frühindustriellen Phase zu verstehen. Die Vermarktung der Arbeitskraft wurde von einem arbeitsrechtlich flexiblen Verhältnis mit nicht standardisierten Strukturen in eine standardisierte Form der Erwerbsarbeit transformiert.

Abhängige Beschäftigung, ein Existenzsicherndes Einkommen und Vollzeitbeschäf­tigung, ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis, Sozialversicherungsschutz und kollektivvertraglicher Schutz sind grundlegende Merkmale des Normalarbeitsverhält­nisses. 28 Dabei sind Vergütung und Sozialleistungen von der Qualifikation und Dauer der Betriebszugehörigkeit abhängig, was rückblickend eine Aussage darüber gibt, weswegen im Fordismus ein häufiger Arbeitsplatzwechsel nicht im Sinne der Be­schäftigten lag, sondern vielmehr die Bindung an den Betrieb und den erlernten Beruf sowie die Wahrnehmung der internen Aufstiegsmöglichkeiten. Die qualifikations­und tätigkeitsspezifische Normalleistung wurde kollektiv ausgehandelt und bedeutete somit die Normierung der Entgeltbemessung.

Des Weiteren ist bei der Deskription des Normal-Arbeitsverhältnisses hervorzuheben, dass es sich dabei um eine geltende Rechtsordnung handelt, die den Beschäftigten zum Beispiel durch umfangreiche Regelungen im Arbeitsrecht optimale Sicherheit bietet, und wegen seiner schützenden Funktion bestimmte Mindeststandards an der Gestaltung der Arbeitsbedingungen erfüllt werden müssen. 29 In der fordistischen Pha­se des Kapitalismus war dieses tariflich geschützte Arbeitsverhältnis generalisiert, d. h., dass die Belegschaft eines Betriebes (nahezu) vollständig aus Beschäftigten be­stand, die im Rahmen des Normal-Arbeitsverhältnisses eingestellt waren und somit eine homogene Beschäftigungsstruktur bildeten. Demzufolge konnten kollektive Inte­ressen, wie zum Beispiel mehr Lohn oder die Verkürzung der Arbeitszeit, unter güns­tigen Bedingungen durchgesetzt und bereits bestehende Standards verteidigt werden. Dieses Modell galt in der Nachkriegszeit als gesellschaftliches Leitbild und war hauptsächlich auf die männliche Erwerbsbiographie und das Ein-Ernährer-Prinzip ausgerichtet, da Frauen wegen der Haus- und Familienarbeit keine ununterbrochene Erwerbsbiographie verfolgen konnten. Es bildete sich die Norm vom Familienlohn heraus, durch den der Familienunterhalt und die gesellschaftliche Teilhabe der Fami­lien gesichert waren.30

Ein weiteres Merkmal des Normal-Arbeitsverhältnisses ist die Normal-Arbeitszeit, die festgelegten zeitlichen Mustern folgte und nur in Ausnahmefällen von ihnen ab­wich. Die Standardarbeitszeit ermöglichte eine strikte Trennung des Arbeitsgesche­hens von der Lebenszeit außerhalb des Betriebes, wodurch ein Übergriff auf die Res­source Zeit nicht, oder nur begrenzt möglich war.

3.2 Normal-Arbeitszeit

Dem Verständnis von Normal-Arbeitszeit im fordistischen Gesellschaftsmodell unter­lagen regelmäßige Arbeitszeiten, die von Montag bis Freitag während der Tageszeit einschichtig geleistet wurden, und ein arbeitsfreies Wochenende. 31 Diese Arbeitszeit­regelung konnte als gesellschaftlicher Fortschritt gesehen werden, weil der dadurch entstehende Rhythmus die Erwerbssphäre von der arbeitsfreien Zeit trennte, und den Familieninteressen dadurch Rechnung trug, als das die arbeitsfreie Zeit für die nicht bezahlte Arbeit zu Hause, die Sozialisation der Kinder und die Pflege der sozialen Kontakte und das gesellschaftliche Engagement aufgebracht werden konnte, ohne dass die Menschen unter Zeitdruck gerieten und aufwendige Arrangements zwischen Arbeit und Familie leisten und ihren Alltag durchterminieren mussten. Diese Stan­dardisierung war für die Synchronisation der beiden Teilbereiche Arbeit und Familie von grundlegender Bedeutung.

Des Weiteren stellt die Regelarbeitszeit eine stabile Basis dar, wenn es darum geht, Garantien zu verteidigen. Denn ein über die Standardarbeitszeit hinausgehender Ar­beitseinsatz, wie zum Beispiel Überstunden, muss nicht mehr besonders begründet werden, wenn es eine Fixierung nicht gibt.32 Die Normal-Arbeitszeit hatte somit eine normierende Funktion, die die Umwandlung der Arbeitskraft in Leistung zeitlich ein­schränkte.

4. Reorganisation der Arbeit in der postindustriellen Dienstleistungsgesellschaft

Mitte der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts stieß die bis dahin stabile Nachfra­ge nach langlebigen Konsumgütern an ihre Grenze, wodurch die kostenintensiven Großanlagen nicht mehr voll ausgelastet und dadurch ihr Wert nicht ausreichend auf die Produkte übertragen werden konnten. Es zeichnete sich die Krise der fordisti- schen Massenproduktion und seiner tayloristischen Arbeitsorganisation ab und führte auf Grund der Marktsättigung in ein massives Kapitalverwertungsproblem, das die ökonomischen Wachstumspotenziale erschöpfte 33.

Seither versuchen Unternehmen durch Reorganisation der Arbeit und neue Manage­mentkonzepte die Kapitalverwertungsproblematik beziehungsweise die Profitgier in den Griff zu bekommen. Durch Zerlegung der Produktionsprozesse und Dezentrali­sierung wird versucht, günstigere Produktionsbedingungen zu schaffen. Dabei kon­zentrieren sich Unternehmen meistens auf die Endfertigung und nur auf wenige Kernprodukte, die in kleinen Serien produziert werden, während andere Unterneh­mensteile durch Verselbstständigung Subsysteme bilden.

[...]


1 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.) (2006): Siebter Fami­lienbericht. Familie zwischen Flexibilität und Verlässlichkeit. Perspektiven für eine lebensbezoge nen Familienpolitik. Berlin, S. 130.

2 Schier, Michaela/Jurczyk, Karin (2007): Familie als Herstellungsleistung in Zeiten der Entgren­zung, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 34, S. 11.

3 Ebd.

4 Vgl. ebd., S. 15.

5 Vgl. Nave-Herz, Rosemarie (2004): Ehe- und Familiensoziologie. Eine Einführung in Geschichte, theoretische Ansätze und empirische Befunde. Weinheim und München, S. 37.

6 Vgl. Burguiere, Andre u. a. (Hrsg.) (1997): Geschichte der Familie. Bd. 3. Neuzeit. Frankfurt/Main; New York, S. 16.

7 Vgl. Nave-Herz, Rosemarie, a. a. O., S. 40.

8 Vgl. ebd., S. 46.

9 Vgl. Peuckert, Rüdiger (2002): Familienformen im sozialen Wandel. Opladen, S. 21.

10 Vgl. ebd., S. 22.

11 Vgl. Burguiere, Andre u. a. (1997), a. a. O., S. 57.

12 Vgl. Burguiere, Andre u. a. (Hrsg.) (1998): Geschichte der Familie. Bd. 4. 20. Jahrhundert. Frank­furt/Main; New York, S. 26.

13 Vgl. ebd., S. 40.

14 Vgl. Hoffmeister, Dieter (2001): Mythos Familie. Zur soziologischen Theorie familialen Wandels. Opladen, S. 295.

15 Vgl. Peuckert, Rüdiger, a. a. O., S. 22.

16 Vgl. Meyer, Thomas (1992): Modernisierung der Privatheit. Differenzierungs- und Individualisie­rungsprozesse des familialen Zusammenlebens. Opladen, S. 44.

17 Vgl. Peuckert, Rüdiger, a. a. O., S. 25.

18 Vgl. Burguiere, Andre u. a. (1998), a. a. O., S. 26.

19 Vgl. Meyer, Thomas, a. a. O., S. 44.

20 Vgl. Hirsch, Joachim/Roth, Roland (1986): Das neue Gesicht des Kapitalismus. Vom Fordismus zum Post-Fordismus. Hamburg, S. 54.

21 Vgl. ebd., S. 52.

22 Vgl. Minssen, Heiner (2006): Arbeits- und Industriesoziologie. Eine Einführung. Frankfurt/Main; New York, S. 93.

23 Vgl. Geissler, Birgit: Der flexible Mensch. Eine These auf dem Prüfstand. http://uni-bielefeld.de/soz/we/arbeit/geissler/flexible-mensch.pdf (03.03.2008)

24 Jürgens, Kerstin/Voß, Günter G. (2007): Gesellschaftliche Arbeitsteilung als Leistung der Person, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 32, S. 5.

25 Vgl. Mayer, Karl Ulrich/Müller, Walter: Individualisierung und Standardisierung im Strukturwan­del der Moderne. Lebensverläufe im Wohlfahrtsstaat, in: Beck, Ulrich/Beck-Gernsheim, Elisabeth (Hrsg.) (1994): Riskante Freiheiten. Frankfurt/Main, S. 275.

26 Vgl. Kohli, Martin: Institutionalisierung und Individualisierung der Erwerbsbiographie, in: Beck, Ul rich/Beck-Gernsheim, Elisabeth (Hrsg.) (1994), a. a. O., S. 222.

27 Beck, Ulrich (1986): Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Frankfurt/Main, S. 211.

28 Vgl. Bartelheimer, Peter: Teilhabe, Gefährdung, Ausgrenzung, in: Soziologisches Forschungsinsti­tut, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Internationales Institut für empirische Sozialökonomie (Hrsg.) (2005): Berichterstattung zur sozio- ökonomischen Entwicklung in Deutschland. Wiesbaden, S. 107.

29 Vgl. Kress, Ulrike (1998): Vom Normalarbeitverhältnis zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, in: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Heft 31, S. 491.

30 Vgl. Bartelheimer, Peter, a. a. O., S. 91.

31 Vgl. Minssen, Heiner (2006), a. a. O., S. 168.

32 Vgl. Seifert, Hartmut (2007): Arbeitszeit - Entwicklungen und Konflikte, in: Aus Politik und Zeit­geschichte, B 4-5, S. 21.

33 Vgl. Hirsch, Joachim, a. a. O., S. 79.

Details

Seiten
65
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783656997108
ISBN (Buch)
9783656980414
Dateigröße
832 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v186541
Institution / Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1.8
Schlagworte
problematik vereinbarkeit arbeit familie anforderungen wirtschaft

Autor

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Titel: Die Problematik der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie angesichts der beruflichen Anforderungen der modernen Wirtschaft.