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Kennzahlensysteme für private Vermögen und Finanzen

Transfermöglichkeiten des betrieblichen Instrumentariums

Diplomarbeit 2007 125 Seiten

BWL - Controlling

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Vorgehensweise und Struktur der Arbeit

2. Kennzahlen und Kennzahlensysteme in Unternehmen
2.1. Kennzahlen
2.1.1. Kennzahlenbegriff
2.1.2. Systematisierung von Kennzahlen
2.1.3. Funktion und Anwendungsbereich von Kennzahlen
2.2. Kennzahlensysteme
2.2.1. Begriff des Kennzahlensystems
2.2.2. Systematisierung von Kennzahlensystemen
2.2.3. Funktion und Anwendungsbereich von Kennzahlensystemen
2.3. Grenzen in der Anwendung von Kennzahlen und Kennzahlen-systemen

3. Kennzahlensysteme aus der betrieblichen Praxis
3.1. Das DuPont-Kennzahlensystem
3.1.1. Aufbau des DuPont-Systems
3.1.2. Aufgabe und Zweck
3.1.3. Vor- und Nachteile
3.1.4. Bedeutung für den privaten Bereich
3.2. Das ZVEI-Kennzahlensystem
3.2.1. Aufbau
3.2.2. Aufgabe und Zweck
3.2.3. Vor- und Nachteile
3.2.4. Bedeutung für den privaten Bereich
3.3. Das RL-Kennzahlensystem
3.3.1. Aufbau
3.3.2. Aufgabe und Zweck
3.3.3. Vor- und Nachteile
3.3.4. Bedeutung für den privaten Bereich
3.4. Zusammenfassung

4. Privatbereich
4.1. Die private Finanzplanung
4.2. Der Finanzplanungsprozess
4.2.1. Aufbau
4.2.2. Situationsanalyse
4.2.2.1. Vermögen
4.2.2.2. Liquidität
4.2.2.3. Steuern
4.2.2.4. Rentabilität
4.2.2.5. Risiko
4.2.3. Planung/Gestaltung
4.2.3.1. Soll-Ist-Vergleich
4.2.3.2. Szenarien
4.2.4. Dokumentation
4.2.5. Realisierung und Kontrolle
4.3. Bedeutung für ein privates Kennzahlensystem

5. Transfermöglichkeiten
5.1. Abgrenzung betrieblicher und privater Begriffe
5.2. Kennzahlen
5.2.1. Kennzahlen zur Vermögensstruktur
5.2.1.1. Eigenkapitalquote
5.2.1.2. Fremdkapitalquote (Verschuldungsgrad I)
5.2.1.3. Verschuldungsgrad II
5.2.1.4. Anlagenintensität
5.2.2. Erfolgskennzahlen
5.2.2.1. Gesamtkapitalrentabilität
5.2.2.2. Eigenkapitalrentabilität
5.2.2.3. Cash Flow
5.2.2.4. Finanzergebnis
5.2.3. Finanzierungs- und Liquiditätskennzahlen
5.2.3.1. Liquiditätsgrade
5.2.3.2. Deckungsgrade
5.2.3.3. Liquide Mittel
5.2.3.4. Dynamische Liquiditätsreserve
5.2.3.5. Dynamischer Verschuldungsgrad
5.2.3.6. Kapitaldienstdeckung
5.2.3.7. Fristenkongruenz
5.2.3.8. Goldene Bilanzregel
5.2.3.9. Goldene Finanzierungsregel
5.2.4. Steuerliche Kennzahlen
5.2.4.1. Grenzsteuersatz
5.2.4.2. Durchschnittsteuersatz
5.2.4.3. Cash Flow Steuerquote
5.2.4.4. Steuerquote
5.2.4.5. Steuer-Wertveränderungsquote
5.2.5. Risikokennzahlen
5.2.5.1. Versicherungsdeckungsgrad
5.2.5.2. Versorgungsgrad Tod
5.2.5.3. Versorgungsgrad Berufsunfähigkeit
5.2.5.4. Versorgungsgrad Ruhestand
5.3. Kennzahlensysteme
5.3.1. DuPont-Kennzahlensystem
5.3.2. ZVEI-Kennzahlensystem
5.3.3. RL-Kennzahlensystem

6. Grundkonzeption eines privaten Kennzahlensystems
6.1. Systemerstellung/-voraussetzungen
6.2. Aufgaben und Anforderungen an ein privates Kennzahlensystem
6.3. Kennzahlensystem für private Vermögen und Finanzen
6.3.1. Aufbau
6.3.2. Vermögen
6.3.3. Erfolg
6.3.4. Finanzierung und Liquidität
6.3.5. Steuern
6.3.6. Risiko
6.4. Praxisbeispiel
6.5. Zusammenfassung

7. Fazit
7.1. Kritische Würdigung
7.2. Ausblick und weiterführende Themenfelder
7.3. Ergebnis

Anhang

A.1.: Verhältniszahlen

A.2.: Systematisierung von Kennzahlen und Kennzahlensystemen

A.3.: Phasen der Unternehmensführung

A.4.: Beispielrechnung: Nachteil relativer Kennzahlen als Spitzenkennzahl

A.5.: Schematische Darstellung gebräuchlicher Kennzahlensysteme

A.6.: Privatbilanz und private Gewinn- und Verlustrechnung

A.7.: Berechnungsmöglichkeiten der Totalrendite

A.8.: Das Lebensphasenkonzept

A.9.: Fälligkeitsplan

A.10.: Portfoliooptimierung

A.11.: Ruhestandsplanung

A.12.: Leverage-Effekt

A.13.: Grundkonzept eines privaten Kennzahlensystems

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 2-1: Funktionen von Kennzahlen im Überblick

Abbildung 3-1: Erweitertes DuPont-Kennzahlensystem

Abbildung 3-2: Das ZVEI-Kennzahlensystem

Abbildung 3-3: Das RL-Kennzahlensystem

Abbildung 4-1: Vergleich Privathaushalt und Unternehmen

Abbildung 4-2: Der Finanzplanungsprozess

Abbildung 4-3: Vermögensbilanz für Privatpersonen

Abbildung 4-4: Einnahmen-Ausgaben-Rechnung

Abbildung 4-5: Zusammenhang Vermögensbilanz und Liquiditätsrechnung

Abbildung 4-6: Magisches Dreieck

Abbildung 4-7: Analyse der Risikofälle

Abbildung 4-8: Ruhestandsplanung

Abbildung 7-1: Ablaufschema zur Portfolio-Optimierung

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Vor- und Nachteile des DuPont-Systems

Tabelle 2: Vor- und Nachteile des ZVEI-Systems

Tabelle 3: Vor- und Nachteile des RL-Kennzahlensystems

Tabelle 4: Steuerbelastungssätze für 2005/2006

Tabelle 5: Beispielrechnung Grenzsteuersatz

1. Einleitung

Kennzahlen und darauf aufbauende Kennzahlensysteme stellen wertvolle Analyseinstrumente im betrieblichen Bereich dar, sind aber im privaten Bereich weitestgehend unbekannt. Eine Ursache könnten die im betrieblichen Bereich geltenden Vorschriften sein, die im Privatbereich fehlen.1

Von der wirtschaftswissenschaftlichen Seite aus betrachtet sind Privatpersonen und Unternehmen vergleichbar: Auf der volkswirtschaftlichen Ebene sind sowohl Unternehmen als auch Privathaushalte Wirtschaftssubjekte.2 Deshalb könnte es sinnvoll sein, private Kennzahlen als Informationsmedium im privaten Bereich einzusetzen.

Schon Mitte des letzten Jahrhunderts werden in der betriebswirtschaftlichen Literatur Kennzahlen als Instrumente zur Bilanzanalyse und zum Betriebsvergleich beschrieben.3 Wenn in Teilbereichen der privaten Ebene das betriebliche Instrumentarium übernommen wird, können Kennzahlen und Kennzahlensysteme dazu beitragen, Informationen zu verdichten, die Vermögens-, Liquiditäts- und Finanzsituation zu steuern und Maßnahmen zu kontrollieren.

Die gewonnen Erkenntnisse einer Analyse können eine Grundlage für eigene Entscheidungen oder externe Berater, wie z.B. Steuerberater oder Finanzberater sein, und bringen Transparenz in die Vermögensverhältnisse des privaten Haushaltes.

1.1. Problemstellung

Damit ein Kennzahlensystem für den Privathaushalt eingesetzt werden kann, müssen als erstes Kennzahlen gefunden werden, die den Analysebereich genau beschreiben; bestehende Kennzahlensysteme müssen individualisiert oder komplett neu entworfen werden, um sie an die Gegebenheiten der einzelnen Analyseobjekte des privaten Bereichs anzupassen.

Es ist zu prüfen, inwieweit sich existierende betriebliche Kennzahlen und Kennzahlensysteme auf den privaten Bereich übertragen lassen. Dazu müssen Begrifflichkeiten des betrieblichen und privaten Bereiches abgegrenzt und Übertragungsmöglichkeiten überprüft werden.

1.2. Vorgehensweise und Struktur der Arbeit

Zunächst werden in den beiden folgenden Kapiteln Kennzahlen und Kennzahlensysteme sowie eine Auswahl der in der betrieblichen Praxis gebräuchlichen Kennzahlensysteme beschrieben. Im Anschluss werden als nächster Schritt die Strategie und Zielsetzung sowie die Kriterien des Einsatzes von Kennzahlen im privaten Bereich erarbeitet. Danach werden bekannte Kennzahlen und -systeme aus dem betrieblichen Instrumentarium identifiziert und erläutert. Im nächsten Schritt werden diese auf Übertragungs- und Verwendungsmöglichkeiten überprüft und sortiert. Zum Abschluss sollen die gewonnenen Erkenntnisse zusammengeführt und in einem eigenen Kennzahlensystem mit einem Beispiel dargestellt werden.

2. Kennzahlen und Kennzahlensysteme in Unternehmen

In diesem Kapitel werden die Verwendung und der Nutzen von Kennzahlen und Kennzahlensystemen in Unternehmen erläutert. Kapitel 2.1 geht auf die Einzelkennzahlen und deren Verwendungsmöglichkeiten ein. In Kapitel 2.2 rücken die Kennzahlensysteme in den Fokus der Betrachtung. Zum Ende dieses Kapitels werden in Kapitel 2.3 die Grenzen der Anwendungsmöglichkeiten von Kennzahlen und Kennzahlensystemen im Überblick dargestellt.

2.1. Kennzahlen

In Abschnitt 2.1.1 werden kurz verschiedene Definitionen des Kennzahlenbegriffs erläutert, bevor anschließend die systematische Einordnung (Abschnitt 2.1.2) beschrieben wird. Im Abschnitt 2.1.3 werden die Funktionen und Anwendungsbereiche von Kennzahlen aufgezeigt.

2.1.1. Kennzahlenbegriff

Der Kennzahlenbegriff wurde in der betriebswirtschaftlichen Literatur je nach Verwendungszweck unterschiedlich definiert.4 Nach Nowak sind sie wie folgt definiert: „Betriebswirtschaftliche Kennzahlen sind Zahlen, die sich auf wichtige betriebswirtschaftliche Tatbestände beziehen, diese in konzentrierter Form widerspiegeln und dadurch die wirtschaftliche Situation und die Entwicklung von Betrieben (Unternehmungen) erkennen lassen.“5 Schenk bezeichnet Kennzahlen als Zahlen, „in denen die für ein bestimmtes Erkenntnisziel wesentlichen Eigenschaften unmittelbar zum Ausdruck kommen“.6 In der heutigen Zeit kann von einem einheitlichen Kennzahlenbegriff in der Literatur ausgegangen werden. Dabei wird zwischen absoluten Zahlen und Verhältniszahlen unterschieden, die einen (betriebswirtschaftlichen) Sachverhalt in komprimierter Form quantitativ erfassen und beschreiben.7

Folgende Merkmale sind aus Sicht des Autors wesentlich und liegen dem Begriff der Kennzahl zugrunde.8

- Quantifizierbarkeit:

Messung von Sachverhalten und Zusammenhängen auf einem metrischen Skalenniveau.

- Information und Informationsverdichtung:

Bereitstellung von Sachverhalten und Zusammenhängen und deren einfacher Darstellung auch bei komplexen Strukturen.

- Entscheidungsbezug:

Relevanz der Kennzahl hängt von der Entscheidungssituation und der (subjektiven) Einschätzung des Entscheidungsträgers ab.

2.1.2. Systematisierung von Kennzahlen

In der Literatur finden sich unterschiedliche Klassifizierungen der Kennzahlen nach verschiedenen Gesichtspunkten. Häufig findet sich in der Literatur die Einteilung der betriebswirtschaftlichen Kennzahlen nach statistisch-methodischen Gesichtspunkten in absolute Zahlen und Verhältniszahlen.9 Letztere können weiter in Gliederungs-, Beziehungs- und Messzahlen sowie Indexzahlen unterteilt werden.10 Diese Unterteilung ist nicht vollständig, deckt aber den größten Teil des Spektrums der Kennzahlarten ab und ist für die praktische Arbeit zweckmäßig.11 Eine umfangreiche Übersicht der Klassifizierungsmöglichkeiten findet sich bei Meyer.12

[...]


1 HGB, US-GAAP. Vgl. http://www.kpmg.de/library/pdf/990816_USRechnungslegung_de.pdf vom 01.06.2007

2 Vgl. Wied-Nebbeling, S.: Grundlagen der Mikroökonomik, Berlin (1998), S. 2 und 7.

3 Vgl. Viel, J.: Betriebs- und Unternehmensanalyse, 2. Aufl., Köln und Opladen (1958), S.71 - 79.

4 Vgl. Wissenbach, H.: Betriebliche Kennzahlen und ihre Bedeutung im Rahmen der Unternehmerentscheidung, Diss., Berlin (1967), S. 23.

5 Nowak, Paul: Betriebswirtschaftliche Kennzahlen, in: Handbuch der Wirtschaftswissenschaften, hrsg. von Hax, Karl, und Wessels, Theodor, Band I, Betriebswirtschaft, 2. Auflage, Köln und Opladen (1966), S. 703.

6 Schenk, H.: Die Betriebskennzahlen, Begriff, Ordnung und Bedeutung für Betriebsbeurteilung, Leipzig (1939), S. 2 - 3.

7 Vgl. Staehle, W.H.: Kennzahlen und Kennzahlensysteme, Diss., München (1967), S. 62.

8 Vgl. Reichmann, Th.: Controlling mit Kennzahlen und Management-Tools, 7. Aufl. (2006), S.19 und Geiß, W.: Betriebswirtschaftliche Kennzahlen, Frankfurt (1986), S. 42.

9 Vgl. Bihn, W.R./Gröhn, E.: Deskriptive Statistik, 2. Aufl., Köln (1997), S. 117.

10 Vgl. Gerken, W.: Computergestützte Kennzahlen-Analysesysteme, (1983), S. 19 Anhang A.1.

11 Vgl. Meyer, C.: Kennzahlen und Kennzahlensysteme, 1. Aufl., Stuttgart (1976), S. 12.

12 Vgl. Anhang A.2.: „Kennzahlenklassifizierung“.

Details

Seiten
125
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783656997498
ISBN (Buch)
9783869431819
Dateigröße
22.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v186430
Institution / Hochschule
Hochschule Niederrhein in Krefeld
Note
2
Schlagworte
kennzahlensysteme vermögen finanzen transfermöglichkeiten instrumentariums

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