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Die Entwicklung des Lebensmittel-Einzelhandels in Polen seit 1989 unter besonderer Berücksichtigung der Markterschließung durch deutsche Lebensmittel-Discounter

Diplomarbeit 2007 104 Seiten

VWL - Geschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Analyse der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Polen
2.1 Das politische und wirtschaftliche Umfeld in der Volksrepublik Polen nach Kriegsende bis zur Wende
2.2 Sozioökonomische Entwicklung in Polen seit der Wende bis heute
2.2.1 Politische Entwicklung
2.2.2 Wirtschaftliche Entwicklung

3 Sozio-demographische und geographische Rahmenbedingungen
3.1 Geographie
3.2 Bevölkerungsstruktur

4 Analyse des Einzelhandels Anfang der neunziger Jahre
4.1 Zunehmende Konzentration
4.2 Restrukturierung und Zersplitterung
4.2.1 Privatisierung
4.2.2 Gründungsboom
4.3 Einstellung und Besonderheiten im polnischen Einzelhandel
4.4 Konsumverhalten

5 Internationalisierung und Konsolidierung
5.1 Allgemeine Motive für Internationalisierungstendenzen
5.1.1 Push-Strategie
5.1.2 Pull-Strategie
5.2 Spezielle Motive für eine Expansion nach Polen
5.3 Expansionsstrategien im polnischen Einzelhandel
5.4 Internationalisierungsschub
5.4.1 Hypermärkte in Polen
5.4.2 Vertriebsform Supermarkt
5.4.3 Vertriebsform Convenience-Store
5.5 Der einheimische Einzelhandel

6 Lebensmittel-Discounter
6.1 Abgrenzung von den übrigen Vertriebsformen des Lebensmitteleinzelhandels.
6.2 Entwicklung der Discounter
6.3 Die deutschen LM- Discounter in Polen
6.3.1 Tengelmann-Gruppe
6.3.2 Schwarz-Gruppe
6.3.3 Edeka- Gruppe
6.4 Wettbewerber
6.5 Prognose und Potentiale

7 Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Erklärung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 : Organisationsstruktur des sozialistischen Einzelhandels

Abbildung 2: Lebenszyklen des Einzelhandels Anfang der neunziger Jahre

Abbildung 3: Wachstum BIP

Abbildung 4: BIP pro Kopf

Abbildung 5: Preisentwicklung

Abbildung 6: Strukturelle Phasen der Marktkonzentration

Abbildung 7: Marktkonzentration der Hypermärkte

Abbildung 8: Karte Polen

Abbildung 9: Marktbearbeitungsstrategie Tesco

Abbildung 10:Zunahme der Hypermärkte

Abbildung 11 :Hypermärkte im Vergleich

Abbildung 12:Konzentration im LM-Einzelhandel

Abbildung 13:Umsätze pro qm Verkaufsfläche

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Personenverkehr in der Europäischen Union

Tabelle 2: Flächenverlauf Hypermärkte

Tabelle 3: Strukturmerkmale des Einzelhandels 1990

Tabelle 4: Verkaufsfläche pro Einwohner

Tabelle 5: Arbeitslosenquote

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Wohl kein Ereignis in der jüngeren Vergangenheit Europas hat einen vergleichba­ren Einfluss auf die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen Mittel­und Osteuropas gehabt wie der Zusammenbruch des Sozialismus Ende der acht­ziger Jahre des letzten Jahrhunderts.

Ausgelöst durch die Hinwendung zur Marktwirtschaft verläuft vor allem die wirt­schaftliche Entwicklung der mittel- und osteuropäischen Reformstaaten allgemein mit einer bis dato unbekannten Dynamik und mit tiefen und grundlegenden struk­turellen Veränderungen. Die damit einhergehende Liberalisierung der Wirtschafts­systeme und die Öffnung für das Ausland bietet vor allem auch Unternehmen aus den westlichen Industriestaaten die Möglichkeit der Ausdehnung ihrer Geschäfts­tätigkeit. Sie sind in der Lage, aus den hart umkämpften und teilweise gesättigten Märkten Westeuropas in neue Märkte mit gewaltigem Aufholbedarf zu expandie­ren. Der kürzlich erfolgte Beitritt dieser Länder zur Europäischen Union erleichtert den ausländischen Unternehmen die Erschließung der neuen Märkte noch zusätz­lich. Das Spezielle an der Situation in Polen im Jahre 1989 ist, dass sie einen ge­schichtlichen Vergleich vergebens sucht. Die Ausgangssituation ist demnach auch nicht mit der aus der Nachkriegszeit, etwa in Deutschland, vergleichbar. Damals wurde -kriegsbedingt- von Null aus begonnen, in einer von Anfang an marktwirt­schaftlich geprägten Wirtschaftsordnung, den riesigen Nachholbedarf des deut­schen Marktes zu befriedigen.

Ähnlich wie damals ging es seit 1989 auch in den osteuropäischen Reformstaaten darum, den Nachholbedarf eines Marktes zu befriedigen. Allerdings lag hier der Grund für die Mangelversorgung der Bevölkerung in einer jahrzehntelangen Miss­wirtschaft, resultierend aus einer ineffizient funktionierenden Zentralverwaltungs­wirtschaft. In diesem Wirtschaftssystem bestand die Aufgabe des Einzelhandels lediglich in der Distribution der wenigen verfügbaren Güter unter der Bevölkerung. Seit dem Systemwechsel änderte sich die Rolle des Handels und alte, vorhandene Strukturen und Verflechtungen mussten aufgebrochen werden.

Ziel dieser Arbeit ist es von daher die Entwicklung des Lebensmitteleinzelhandels in Polen seit dem Systemwechsel im Jahre 1989 darzustellen und die Strukturel­len Veränderungen zu verdeutlichen. Speziell der Lebensmitteleinzelhandel ist besonders gut geeignet um den Prozess der Markterschließung in einem post­sozialistischem Land und die damit verbundenen, notwendigen Veränderungen näher zu beleuchten. Desweiteren ist er schon von seiner Natur aus gezwungen, schnellstmöglich auf wirtschaftliche und soziale Veränderungen der Rahmenbe­dingungen zu reagieren. Diese Tatsache erlaubt zudem einen Einblick in die Ver­änderungen der jahrzehntelang mangelwirtschaftlich geprägten Konsummuster. Dazu wird in Kapitel 2 eine Analyse der politischen und wirtschaftlichen Entwick­lung Polens bis zum heutigen Tag durchgeführt. Im Hinblick auf das spätere Ver­ständnis der Konsummuster der Bevölkerung wird ein Einblick in die wirtschaftli­che Situation während der sozialistischen Zeit vor der Wende gegeben.

Kapitel 3 gibt einen kurzen Überblick über die soziodemographischen und geogra­phischen Rahmenbedingungen.

In Kapitel 4 erfolgt eine Analyse des Transformationsprozesses wobei die Aus­gangssituation mit Hilfe einer groben Erläuterung der Organisationsstruktur des sozialistischen Einzelhandels verständlich gemacht wird. Im weiteren Verlauf wird Einsicht in die besonderen Gegebenheiten des polnischen Einzelhandelsmarktes genommen. Schließlich werden die Konsumgewohnheiten der Bevölkerung unter­sucht.

In Kapitel 5 möchte ich auf die verschiedenen zur Verfügung stehenden internati­onalen Markteintrittsstrategien eingehen und untersuchen, wie diese seit Mitte der neunziger Jahre durch die internationalen Lebensmitteleinzelhändler in Polen An­wendung fanden und wie sie mit den besonderen Gegebenheiten des polnischen Einzelhandelsmarktes korrespondieren. Im weiteren Verlauf soll die Anpassung der Betriebsformen an die sich veränderten Rahmenbedingungen im polnischen Lebensmitteleinzelhandel analysiert werden.

Ein besonderes Augenmerk möchte ich bei der Betrachtung des Lebensmittelein­zelhandels in Kapitel 6 auf die deutschen Lebensmittel - Discounter legen. Der große Erfolg dieser Vertriebsform in Deutschland hat schon in früheren Jahren zu einer ähnlich erfolgreichen Expansion in Ausland geführt. Ziel der Expansion war allerdings ausschließlich das westliche europäische Ausland oder aber zumindest reife Volkswirtschaften im außereuropäischen Ausland. Hierbei wird untersucht, wie erfolgreich sich diese bewährte Vertriebsform auf eine post-sozialistische und junge Marktwirtschaft übertragen lässt.

Als Fallbeispiel für meine Untersuchungen möchte ich aus mehreren Gründen Po­len heranziehen. Zum Einen gehörte das Land zu den ersten Ländern des frühe­ren „Ostblocks“, dessen Bevölkerung sich vom alten politischen System abgewen­det hat und in dem im gleichem Schritt die freie Marktwirtschaft als Wirtschafts­ordnung eingeführt wurde. Diese Entwicklung war zu dieser Zeit einzigartig auf der Welt und bot die seltene Gelegenheit, einen traditionell geprägten, jahrzehntelang zentralwirtschaftlich regulierten und nach aussen hin abgeschotteten Einzelhan­delsmarkt näher zu betrachten. Dabei soll nicht zuletzt ein Blick auf die Konsum­muster einer Bevölkerung geworfen werden, die angesichts einer ausgeprägten Mangelwirtschaft völlig andere Entwicklungsvoraussetzungen hatten als die der westlichen Konsumenten.

Zum Anderen bietet sich das Land an, weil es als größter zusammenhängender Markt Mittelosteuropas mit über 38 Millionen Menschen, durch ein anhaltendes Wirtschaftswachstum, günstige Lohnkosten und Konsolidierung der Staatsfinan­zen, die Aufmerksamkeit vieler ausländischer Lebensmitteleinzelhändler und - discounter bis zuletzt auf sich gezogen hat. Dabei ist es interessant, den polni­schen Markt im Hinblick auf die Strukturveränderung und Modernisierung durch westliche Einzelhandelsunternehmen zu untersuchen und die Motive für die Markterschließung herauszustellen. Schließlich liegt Polen als östliches Nachbar­land der Bundesrepublik quasi „vor der Tür“ und kann durch diese zentrale Lage in Mittelosteuropa, gerade für die deutschen Einzelhandelsunternehmen, bei erfolg­reicher Markterschließung sozusagen als Sprungbrett für ein weiteres „going-east“ gesehen werden[1].

2 Analyse der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Polen

2.1 Das politische und wirtschaftliche Umfeld in der Volksrepublik Polen nach Kriegsende bis zur Wende

Mit Ende des 2. Weltkrieges kam Polen in den Einflussbereich der Sowjetunion was zur Folge hatte dass neben der sozialistischen Staatsform auch eine Zentral­verwaltungswirtschaft als Wirtschaftssystem durchgesetzt wurde. In diesem Wirt­schaftssystem ist die Produktion, genauso wie Dienstleistungen und der Handel entweder komplett oder nahezu vollständig verstaatlicht oder in Genossenschaften organisiert.[2]

Eine zentrale Planungsbehörde erarbeitet hier Produktionspläne für ein oder meh­rere Jahre. In diese Pläne fließen Prognosen über die zukünftigen gesellschaftli­chen Bedürfnisse sowie die Produktionsmöglichkeiten ein. Die ausgearbeiteten Produktionspläne sind für alle Betriebe des Landes verbindlich, somit werden we­sentliche Allokationsentscheidungen von der zentralen Verwaltungsinstanz getrof­fen. Zur Planung wurden dabei nicht Preise benutzt die sich mit Hilfe eines Markt­mechanismus gebildet haben, sondern die Kosten die bei der Herstellung eines Produktes angefallen sind.

Die Praxis in den ehemaligen sozialistischen Ländern hat allerdings gezeigt, dass regelmäßig ein erhebliches Defizit zwischen Planung und Realisierung der be­schlossenen und geforderten Leistungen eintritt; insbesondere haben es die real existierenden Zentralverwaltungswirtschaften nicht geschafft, die für eine langfris­tige Weiterentwicklung moderner Volkswirtschaften notwendigen Innovationen und Erfindungen zu sichern.[3]

In den Nachkriegsjahren wurde die Industrie weiter verstaatlicht aber die wirt­schaftliche Lage war aufgrund von Fehlorganisation und Missernten schlecht, es wurde allgemein einfach zu wenig produziert. So begann schon Mitte der fünfziger Jahre eine wirtschaftliche Krise die sich auch im Laufe der folgenden Jahre nicht bessern sollte. Die allgemeine Versorgungssituation mit Lebensmitteln und Wirt­schaftsgütern war derart schlecht dass die Unzufriedenheit in der Bevölkerung, nicht zuletzt durch steigende Preise, 1970 in einen Aufstand mündete. Mit Hilfe sowjetischer und westlicher Kredite konnten eine Zeit lang defizitäre Bereiche subventioniert werden und so die wirtschaftlich angespannte Situation kaschiert werden, in den Geschäften füllten sich während dieser Zeit die Schaufenster. Es wäre aber falsch von einer Entspannung der Lage zu sprechen.

Die durch die immense VerschuAbbildung ohnehin angespannte Finanzsituation wurde durch die Ölkrise 1973 zusätzlich verschlimmert sodass eine weitere Erhöhung der Lebensmittelpreise im Jahre 1976 unausweichlich wurde. Die wirtschaftliche Lage und die Versorgung der Bewohner des Landes blieben weiterhin schlecht. Für die Bevölkerung äußerte sich dieser Zustand in einer ständigen Mangelver­sorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs, sowie auch Grundnahrungsmitteln. Lange Warteschlangen vor halbleeren Geschäften waren an der Tagesordnung und auf diverse Lebensmittel wurden Lebensmittelkarten ausgestellt. Die knappen Güter wurden z .T. über „Beziehungen“ verteilt oder nach dem „Windhund­Prinzip“, bei dem nur der Schnellste zum Zuge kam.

Eine neuerliche Preiserhöhungswelle im Jahre 1980 von bis zu 70% für Fleisch führte zu einer landesweiten Streikwelle. Der nun wachsenden Bedeutung der Gewerkschaft „Solidarnosc“ mit ihrem populären Führer Lech Walesa an der Spit­ze begegnete der damalige Staatschef Jaruzelski mit der Verhängung des Kriegs­rechts im Dezember 1981 bis Juli 1983 und der Auflösung der Gewerkschaft. Heu­te gibt es Stimmen die der Einführung des Kriegsrechts insofern durchaus Positi­ves abgewinnen, als dass dieser Umstand mit einiger Wahrscheinlichkeit eine ge­waltsame militärische Intervention der sowjetischen Hegemonialmacht verhindert hat.[4]

Die Entführung und Ermordung des populären Warschauer Priesters Jerzy Popie- luszko durch den Staatssicherheitsdienst am 19. Oktober 1984 löste neue De­monstrationen aus, während sich das ökonomische System in einer seit Jahren anhaltenden Paralyse befand.[5]

Die Ermordung des Priesters Popieluszko muss hier deswegen besonders er­wähnt werden, weil die katholische Religion in Polen einen hohen Stellenwert ein­nimmt, der in Europa mit hoher Wahrscheinlichkeit Seinesgleichen sucht.

Die katholische Kirche war in der Volksrepublik Polen in der Praxis die wichtigste Organisation, mit deren Hilfe sich die Gesellschaft gegen den Partei-Staat be­haupten konnte.[6] So ist es unbestritten dass der verstorbene polnische Papst Jo­hannes-Paul II. auch die politische Entwicklung des Landes mit geprägt hat. Es soll im weiteren Verlauf dieser Arbeit bei Bedarf darauf eingegangen werden, in­wiefern die katholische Kirche auch das wirtschaftliche Leben in Polen beeinflusst. Nach einem Besuch des Papstes im Jahre 1987 brachen im August 1988 erneut landesweite Streiks aus die erst eingestellt wurden, nachdem die „Solidarnosc“ wieder zugelassen worden war.

Mitte des Jahres 1989 kam es nach zähen Verhandlungen zwischen Opposition und kommunistischen Machthabern zu teilweise freien Wahlen. Im Dezember glei­chen Jahres war die Führung der regierende Partei PZPR schließlich nicht mehr in der Lage ihre Macht weiter auszuüben. Der Druck der Gesellschaft war zu groß geworden, begünstigt durch den politischen Richtungswechsel in der damaligen Sowjetunion. Am 29. Dezember 1989 kam es durch eine Verfassungsänderung zu einem friedlichen Systemwechsel und demokratisch - rechtsstaatliche Prinzipien mit dem Staatspräsidenten als Staatsoberhaupt wurden eingeführt.[7]

2.2 Sozioökonomische Entwicklung in Polen seit der Wende bis heute

2.2.1 politische Entwicklung

Die politischen Verhältnisse in Polen zu Beginn der neunziger Jahre waren mehr noch als in jedem anderen Reformland von Umwälzungen geprägt und ein Spie­gelbild der Gesellschaft. Seit der Wende 1989 entwickelte sich ein äußerst vielfäl­tiges Parteienwesen, das auf Grund der fehlenden politischen, und anfangs auch wirtschaftlichen Stabilität, häufigen Veränderungen unterworfen blieb. Auf der ei­nen Seite wirkten die Konfliktlinien in der Gesellschaft strukturierend für das Par­teiensystem. Diese waren wie in allen postkommunistischen Staaten durch die Folgen der ökonomischen Systemtransformation bestimmt und bewegten sich zwischen den beiden Polen freie Marktwirtschaft und Staatsintervention. Ferner verliefen sie entlang der Linie Demokratie - Autoritarismus.

Auf der anderen Seite war eine tiefe Zerrissenheit des Parteienspektrums und gleichfalls der polnischen Wählerschaft nicht zu übersehen, die sich mit Unreife und Unerfahrenheit mit dem neuen politischem System erklären ließ. So siegte in den ersten freien Wahlen nach Jahrzehnten zwar nicht unerwartet der Gewerk­schaftsführer Lech Walesa. Aber der bis dahin noch völlig unbekannte Auslands­pole Jan Tyminski, der mit wirren Parolen um Stimmen warb konnte den damali­gen Ministerpräsidenten Tadeusz Mazowiecki von der Stichwahl ausschalten.

Den Eindruck der Zerrissenheit verstärkt umso mehr die Tatsache, dass bei den ersten Wahlen vom Oktober 1991 mehr als 15 Parteien in das polnische Parla­ment „Sejm“ einzogen, darunter solch skurrile wie die „Polnische Partei der Bier­freunde (PPPP)“. Das Wahlgesetz von 1991 begünstigte dazu in extremem Maße kleine Parteien und damit eine große parteipolitische Zersplitterung. Die Einfüh­rung einer 5-Prozent Hürde für Parteien im Jahr 1993 hat zu einem Konzentrati­onsprozess innerhalb des Parteiwesens geführt und so die Zersplitterung des Par­laments begrenzt.

Im Laufe des radikalen wirtschaftlichen Reformprozesses in der Folgezeit machte sich durch politische Streitigkeiten, Korruption in den Staatsorganen, die Teuerung und die bis dahin nicht gekannten Arbeitslosigkeit eine zunehmende Politikverd­rossenheit unter der Bevölkerung breit. Enttäuscht von einer sich immer weiter öffnenden Schere zwischen erfolgreichen Neureichen auf der einen Seite und, bedingt durch fehlende soziale Sicherungssysteme, ins Abseits Geratene auf der anderen Seite, schwand das Verständnis der Bevölkerung für die Reformpolitik. So kam es im September 1993 zum Sturz der letzten Regierung, die Reformen im Sinne der „Solidarnosc“ vertrat. Die Parlamentswahlen führten zu einer Mehrheit der alten Kräfte aus Reformkommunisten und Bauernpartei. Das Programm der neuen politischen Führung orientierte sich zwar an der Fortsetzung der Reformen und des Transformationsprozesses, allerdings sollte das Tempo im Interesse einer Verbesserung der sozialen Lage der Menschen etwas gebremst werden.[8] Gegen Ende der vierjährigen Regierungszeit bekam Polen schließlich eine endgül­tige, neue Verfassung. Die ehemals starke, populäre Gewerkschaft „Solidarnosc“ hingegen, wie auch ihr ehemaliger Anführer und Staatspräsident Polens, Lech Watçsa, spielen im Polen des 21. Jahrhunderts keine nennenswerte Rolle mehr.

Im Laufe der folgenden Jahre hat sich das Land stark an der EU und den USA orientiert und wurde 1999 NATO-Mitglied. Fünf Jahre später, am 1. Mai 2004 wur­de Polen mit neun weiteren Ländern in die Europäische Union aufgenommen.

Aktuelles Staatsoberhaupt seit den letzten Wahlen vom Oktober 2005 ist Präsi­dent Lech Kaczynski, dessen Regierungskoalition sich zum Ziel gesetzt hat das dringendste Problem, nämlich die hohe Arbeitslosigkeit, zu bekämpfen. Desweite­ren sollen Steuersenkungen ab dem Jahr 2007 zu einer weiteren Stärkung der Binnennachfrage und Investitionstätigkeit beitragen.[9] In einer Umfrage zum Inves­titionsklima die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) im Jahr 2006 unter rund 1000 Unternehmen hat durchführen lassen, wurden auch poli­tisch-wirtschaftliche Defizite genannt, die es anzugehen gilt.

Vor allem die Bürokratie und Korruption trügen das ansonsten positive Bild. Ob die nicht enden wollenden Querelen in der neuen Regierung längerfristig Auswirkun­gen auf die künftige Wirtschaftspolitik haben werden, lässt sich derzeit zwar noch nicht abschätzen. Nach Meinung von „IBnGR“ (Danziger Forschungsinstitut für Marktwirtschaft) bestehen aber zumindest kurzfristig keine wesentlichen Gefahren für die Wirtschaftsentwicklung des Landes, auch wenn die neue Regierung nach ihrer Machtübernahme bereits viele ihrer wirtschaftlicher Ideen wieder über Bord geworfen hat. Es scheint, dass sich Unternehmer und Investoren damit abgefun­den haben, dass populistische Parteien am Kabinettstisch sitzen.[10]

2.2.2 wirtschaftliche Entwicklung

Im Zuge des politischen Systemwechsels kam es zu einem Übergang von der zentralen Verwaltungswirtschaft hin zu einer Marktwirtschaft. Dazu bedurfte es aber radikaler Reformen, die natürlich nicht ohne harte Einschnitte auskamen, tie­fe Spuren in der Volkswirtschaft hinterließen und zunächst mit tief greifenden Ein­brüchen in der wirtschaftlichen Leistung verbunden waren. Dieser Umstand traf die Bevölkerung umso härter, da sich die Wirtschaft nach jahrelanger kommunisti­scher Herrschaft ohnehin in einem fatalen Zustand befand und die Bevölkerung weiter verarmte.[11]

Die Einführung dieser radikalen Reformen war aus heutiger Sicht zwar eine äu­ßerst schmerzhafte, aber gleichfalls eine absolute Grundvoraussetzung für den wirtschaftlichen Überlebenskampf Polens. Ende 1989 wurde vom damaligen stell­vertretenden Ministerpräsidenten Leszek Balcerowicz die später als so genannte „Schocktherapie“ bekannt gewordene Reform durchgeführt.

Inhalt dieser Therapie war die Außerkraftsetzung der zentral geleiteten Planungs­mechanismen und die Einführung marktwirtschaftlicher Prinzipien.[12] Im Einzelnen äußerte sich dies u. a. in

- der Einführung der Gewerbefreiheit
- der Reform des Bankensystems durch Trennung der Zentralbank und der Geschäftsbanken
- der Abwertung der Währung Zloty und der Einführung der Konvertibilität
- einer restriktiven Geldpolitik zur Verringerung der Geldmenge
- einem schrittweisen Abbau aller bisherigen Subventionen

Der polnische Ansatz, nach der die Wirtschaft des Landes reformiert werden soll­te, trug eindeutig Modellcharakter. Nicht alleine, weil Polen unter zum Teil beson­ders ungünstigen Rahmenbedingungen - hohe StaatsverschuAbbildung und Hyperin­flation - in die Marktwirtschaft startete, sondern auch deshalb, weil es bis zu die­sem Zeitpunkt keine Erfahrungen mit einer ähnlich gelagerten Systemtransforma­tion gegeben hatte.[13]

1990 wurde ein umfangreiches Privatisierungsprogramm aufgelegt dessen Ziel in der Einführung und Wiederherstellung umfassender privatwirtschaftlicher Eigen­tumsstrukturen lag. Es wurde eine „kleine“ und eine „große“ Privatisierung durch­geführt. Im Zuge der kleinen Privatisierung wurden durch Liquidierung kleinere staatliche Betriebe, insbesondere im Einzelhandels- und Dienstleistungssektor, in Privatunternehmen umgewandelt.

Bei dem staatlichen Einzelhandel übernahm die jeweilige Kommune die staatli­chen Geschäfte und entschied, wem sie unter den Gesichtspunkten des Gemein­wohls und einer Verbesserung der Versorgung, die Pacht erlaubte. Während diese Art der Privatisierung -von kleineren Problemen abgesehen- noch relativ erfolg­reich verlief, kam der erwünschte und erhoffte Strukturwandel in anderen Wirt­schaftsbereichen nicht in ausreichendem Maße voran. Deswegen kam es 1993 zur so genannten Massenprivatisierung.[14]

Die zuvor erfolgte Freigabe der Preise unter den Bedingungen einer Beruhigung der inflationären Entwicklung gestattete die PreisbiAbbildung in Abhängigkeit von der Stärke des Marktes. Im Ergebnis wurde aus der noch 1990 vorherrschenden drei­stelligen Inflationsrate von zeitweilig 585 Prozent, eine zweistellige Rate in den Jahren 1991 bis 1998. Diese fallende Tendenz setzte sich in den Folgejahren fort und die Inflation erreichte ab dem Jahr 2001 ein Niveau von 2 bis 3 Prozent.[15] Der Wirtschaftsaufschwung in Polen hat seit 1992 kontinuierlich an Fahrt gewon­nen, teilweise mit Wachstumsraten von nicht weniger als 7 Prozent.[16] Eine relative Abschwächung ergab sich lediglich in den Jahren 2001 und 2002 im Zuge einer europa- und weltweiten Wirtschaftsabkühlung.

Ab dem Jahr 1994 hatte der Aufschwung auch Teile der Bevölkerung erreicht, denn nach mehreren Jahren Kaufkraftverlust hatten seit 1994 die Reallöhne wie­der zugenommen. Laut OECD hat das Land im Jahr 1996 als erstes der mittel­und osteuropäischen Reformländer das Niveau des BIP vor Beginn der Umgestal­
tung des politischen und wirtschaftlichen Systems wieder übertroffen. Die treiben­de Kraft des Wirtschaftsaufschwungs war stets die Inlandsnachfrage.

Eines der Hauptprobleme der polnischen Volkswirtschaft, neben der hohen Ar­beitslosigkeit, bestand seit Anfang der neunziger Jahre bis heute - wie bei allen Ländern Zentralosteuropas - in der negativen Außenhandelsbilanz, da der Import an Waren den Export in der Regel überstieg. Dieser Zustand erforderte und erfor­dert einen kontinuierlichen Zufluss an ausländischem Kapital um dieses Defizit finanzieren zu können.[17] Da das Land dank Steuervorteilen und Investitionszu­schüssen, sowie immer noch geringeren Personalkosten als in vielen der übrigen Staaten Europas, als attraktiver osteuropäischer Investitionsstandort angesehen werden kann, wurde dieses Defizit bislang noch durch hohe ausländische Direkt­investitionen ausgeglichen. Auch jüngst verzeichnet die Investitionstätigkeit eine überaus gute Entwicklung, so dass allein 2004 der Bestand an ausländischen Di­rektinvestitionen - für eine relativ kleine Volkswirtschaft respektable- 84,5 Mrd. USD betrug.[18] Im Übrigen sind die Ansichten darüber, inwiefern dieses Defizit eine Gefahr für die Volkswirtschaft darstellen kann, eher geteilt. Nach Ansicht der pol­nischen Nationalbank ist der Umfang und die Struktur des polnischen Imports auf das Engste mit dem Wachstum und der Modernisierung der Wirtschaft verbunden und insofern nicht zwangsläufig gefährlich.

Desweiteren kann noch eine weitere, nicht zu unterschätzende Besonderheit in die Berechnungen hineinbezogen werden, die das polnische Außenhandelsdefizit etwas relativiert. Der tägliche grenznahe Handel an der Oder, genährt durch Ein­käufe Ostdeutscher Grenzgänger in Geschäften oder auf polnischen Märkten stellt quasi einen nicht registrierten, polnischen Export dar. Zudem entzieht er sich zu einem Großteil dem Fiskus. Schätzungen zufolge lag er Mitte der Neunziger Jahre in einer Größenordnung von 2 Mrd Euro.

Ein weiteres wirtschaftliches Problemfeld in Polen liegt in dem hohen Anteil der Schattenwirtschaft, die in nicht zuletzt durch Steuerdruck, komplizierte Steuerver­fahren und zu hohe Sozialabgaben begründet ist. Man schätzt den Anteil auf etwa 30 % des BIP (im Vergleich: Deutschland 16%). Mit mehr oder weniger moderaten Steuer- u. Abgabensenkungen und Vereinfachungen im Steuerverfahren ließe sich nach Einschätzung von Wirtschaftsfachleuten nicht nur die weit verbreitete Bilanzmanipulation sondern auch die Schattenwirtschaft eindämmen.[19] Die jüngste wirtschaftliche Entwicklung gestaltet sich positiv und der weitere kon­junkturelle Ausblick erscheint, insbesondere auch für den Einzelhandelssektor, attraktiv. Obwohl sich die aktuelle Arbeitslosenquote mit fast 13 Prozent auf einem europaweit hohem Niveau befindet, so scheint nicht zuletzt die erfolgte Aufnahme in die Europäische Union in gewissem Maße den Druck vom Arbeitsmarkt zu nehmen.[20]

Besonders signifikant ist die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe der 15 bis 24 jäh­rigen. Hier bietet der EU-Beitritt insbesondere auch diesen geburtenstarken und gut ausgebildeten Jahrgängen der achtziger Jahre die Möglichkeit einer europa­weiten Arbeitsplatzsuche. So sind alleine seit dem Jahr 2004 mehr als 264.000 Polen nach Großbritannien emigriert.[21] Scheinbar unbeeindruckt davon wird der private Konsum durch die sinkende Arbeitslosigkeit und steigenden Einkommen weiter belebt werden und stellt in Zukunft, mehr noch als in der Vergangenheit, neben den Investitionen die treibende Konjunkturkraft dar.[22] Ebenso wird ein starker Wachstumsimpuls durch die Fördergelder der Europäi­schen Union erwartet. Für das Jahr 2007 sagt die Europäische Kommission für Polen ein inflationsfreies BIP-Wachstum von nicht weniger als 6 Prozent, nach 5,8 Prozent in 2006, voraus.[23] Der ökonomische Ausblick ist insgesamt also als positiv zu werten.

3 Sozio-demographische und geographische Rahmenbedingungen

3.1 Geographie

Die Republik Polen liegt in der Mitte des europäischen Kontinents wobei sich der geometrische Mittelpunkt Europas in der Nähe der Hauptstadt Warschau befindet. Mit einer Landfläche von 312.600 qkm ist es nach der Russischen Föderation und der Ukraine das drittgrößte Land Osteuropas und nimmt somit in der gesamteuro­päischen Rangfolge Rang neun an. Polen grenzt im Norden an die Ostsee und an die Enklave Kaliningrad der Russischen Förderation. Im Nordosten grenzt es an Litauen, im Osten an Belarus und an die Ukraine. Den Grenzverlauf im Süden bil­det die Gebirgskette der Karpaten, die das Land von der Slowakische Republik im Südosten und der Tschechischen Republik im Südwesten trennt.

Schließlich bilden die Oder und die Neiße im Westen eine natürliche Grenze zu Deutschland.[24] Der Großteil der Landesfläche (91 %) ist in die nordeuropäische Tiefebene eingebettet und nur wenige Erhebungen liegen höher als 300 m. Die höchste Erhebung ist der Rysy-Gipfel in der hohen Tatra mit 2499 m. Ein Fünftel des Territoriums besteht aus Wiesen und Weideflächen, mehr als ein Viertel der Gesamtfläche ist bewaldet. Die beiden größten Flüsse des Landes, die Oder im Westen und die Weichsel im Landesinneren, münden in die Ostsee und stellen gleichzeitig wichtige Wasserstraßen dar. Das Klima ist gemäßigt mit verhältnis­mäßig kalten Wintern und warmen Sommern.

Die territoriale Struktur Polens wurde nach der Wende wieder reformiert indem man Gemeinden und Kreise als selbst verwaltete Einheiten wieder eingeführt und die Zahl der Woiwodschaften[25] verringert hat. Heute existieren 16 dieser Woiwod­schaften wobei der Bezirk „Masowien“ der Größte ist, gefolgt von der Woiwod­schaft Großpolen. Die größte Stadt des Landes ist die Hauptstadt Warschau mit 1,65 Mio.

Einwohnern, dahinter folgen Lodz mit 830.000, beide jeweils im Zentrum des Lan­des. Krakow liegt mit 750.000 und Breslau mit 642.000 Einwohnern im Süden, Posen mit 583.000 im Westen, Danzig mit 466.000 und das grenznahe Stettin mit 420.000 Einwohnern finden sich im Norden an der Ostsee.

3.2 Bevölkerungsstruktur

Die Bevölkerung Polens betrug im Jahre 1989 etwa 38 Mio. Menschen, im Jahre 2005 lag sie leicht darüber bei etwa 38,2 Mio. Damit steht das Land europaweit an achter Stelle. Diese Einwohnerzahl entspricht hierbei einer Bevölkerungsdichte von 122 Einw./qkm, wobei die meisten Menschen in den Ballungsgebieten rund um Katowice (4 Mio.), Warschau (2,5 Mio.), Gdañsk und Poznaň (jeweils 1,5 Mio.) leben.

Am schwächsten bevölkert sind die Agrargebiete im Nordosten und im Nordwesten. Circa 62 Prozent der Polen leben in 884 kleinen bzw. mittelgroßen Städten und in 40 Städten über 100.000 Einwohner. Im internationalen Vergleich entwickelter Volkswirtschaften bedeutet die oben genannte Prozentzahl einen ver­gleichsweise geringen Urbanisierungsgrad.

Die polnische Bevölkerung ist vom ethnischen Standpunkt aus betrachtet eines der homogensten Länder Europas. Mehr als 98 Prozent der Bevölkerung sind pol­nischer Abstammung, unter den in Polen lebenden Minderheiten (u. a. Weißrus­sen, Ukrainer, Slowaken, Russen, Litauer) stellen die Deutschen mit schätzungs­weise 150.000 Einwohnern die zahlenmäßig Größte dar.[26] Die Polen sind ein vergleichsweise junges Volk. Im Vergleich ist die Altersstruktur des Landes günstiger als die der meisten ursprünglichen EU-Staaten. Im Jahr 2001 waren nur 12,3 Prozent der Polen älter als 65 Jahre im Vergleich zu 17 Pro­zent in der Bundesrepublik. Das weitere demografische Profil wird sich nach Prognosen von Eurostat gemäß dem EU Durchschnitt entwickeln.

Infolge dessen wird der Altenanteil auf 33 Prozent im Jahr 2025 und 51 Prozent im Jahr 2050 steigen. Die Altersstruktur ist ein gewichtiger Faktor bei der Ansprache der Konsumentengruppen im Einzelhandel, deswegen wird die Altersstruktur, dort wo es notwendig erscheinen sollte, später noch genauer untergliedert.

Heute in Polen geborene Frauen haben im Durchschnitt eine Lebenserwartung von 70,8 Jahren, bei polnischen Männern liegt diese bei durchschnittlichen 69,7 Jahren.[27] Nach einer Erhebung aus Mai 2002 besteht der polnische Konsumen­tenmarkt aus fast 13,5 Millionen Haushalten. Mehr als 67 Prozent dieser Haushal­te sind in urbanen Gebieten angesiedelt. Über die letzten Jahre hat die durch­schnittliche Größe eines Haushaltes abgenommen. Bis 2010 werden mehr als ein Viertel aller Haushalte in Polen Ein-Personen-Haushalte sein. Diese Entwicklung wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Einfluss auf die Konsumgewohnheiten haben, deshalb ist eine Berücksichtigung dieser Faktoren nicht zu vernachlässigen.

Der allgemeine BiAbbildungsgrad der polnischen Bevölkerung ist stetig gestiegen. Ähnlich wie in anderen Gesellschaften bilden auch in Polen die Menschen mit ei­nem höheren BiAbbildungsgrad diejenige Gruppe der Bevölkerung, die am ehesten geneigt sind, Innovationen und moderne Life- Styles zu übernehmen. Da sie im Hinblick auf ihren Konsumstil empfänglich für Waren und Dienstleistungen sind, die ihnen ihr Leben erleichtern, soll hier im Zusammenhang mit der Betriebsform Convenience- Store noch einmal darauf zurückgekommen werden.[28]

4 Analyse des Einzelhandels Anfang der neunziger Jahre

Um die bestehende Einzelhandelsstruktur in Polen vor dem politischem und wirt­schaftlichem Umbruch verstehen zu können, ist es notwendig den Stellenwert und die Funktion des Einzelhandels im damaligen planwirtschaftlichem Wirtschaftssys­tem zu analysieren.

Anders als in marktwirtschaftlichen Systemen, in denen strukturelle Veränderun­gen wie Betriebsformenwandel und Standortwahl als Teil einer Wettbewerbsstra­tegie unter privatwirtschaftlichen Marktteilnehmern unter Beachtung von rechtli­chen Rahmenbedingungen zu sehen sind, wurden die sozialistischen Einzelhan­delssysteme konsequent nach den Vorgaben einer zentralen Einzelhandelspla­nung geführt.

Wie schon einleitend erwähnt, wurde der Produktion von Konsumgütern sowie dem Einzelhandel in sozialistischen Wirtschaftssystemen nur eine geringe volks­wirtschaftliche Bedeutung beigemessen, sein Wirken galt sogar als unproduktiv. Seine Funktion wurde einzig und allein darauf beschränkt, die Verteilung von preis- und mengenmäßig festgesetzten Gütern zu gewährleisten und die Versor­gung der Bevölkerung mit Waren des Grundbedarfs sicherzustellen. Somit war der Einzelhandel in Polen, ähnlich wie in anderen Zentralverwaltungswirtschaften auch, Entscheidungen politisch administrativer Gremien unterworfen, die sich auf ein Netz vornehmlich staatlicher Einzelhandelsunternehmen stützten.[29]

4.1 Zunehmende Konzentration

Mit dem Aufbau dieses Netzes wurde schon in den ersten Nachkriegsjahren be­gonnen, als mehr als die Hälfte der damals privat geführten Ladenlokale mit der Intention schließen musste, dadurch sozialistische Eigentumsverhältnisse im Ein­ zelhandel zu schaffen. Da von nun an privater Handel nur noch in kleinflächigen Ladenlokalen zugelassen wurde, sozusagen als „Lückenfüller“ für Waren die von der staatlichen Industrie nicht hergestellt wurden oder aus privater Agrarwirtschaft stammten, kam es insgesamt zu einer Ausdünnung des Verkaufsstellennetzes. Größere Einzelhandelsunternehmen wurden dagegen verstaatlicht oder in staat­lich kontrollierte Konsumgenossenschaften eingegliedert, die in Polen eine wichti­ge Rolle bei der Versorgung der Bevölkerung mit Waren des Grundbedarfs spiel­ten und nahezu eine Monopolstellung innehatten. Im Lebensmitteleinzelhandel fiel dabei der Genossenschaft „Spolem“ die Aufgabe zu, die Stadtbevölkerung zu ver­sorgen, während die „Samopomoc Chlopska“ in ländlichen Gebieten agierte.

Staatliche

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 : Organisationsstruktur des sozialistischen Einzelhandels

Quelle: Pütz, Robert: Einzelhandel im Transformationsprozess: das Spannungsfeld von lokaler Regulierung und Internationalisierung am Beispiel Polen; Passau: L.I.S. Verl.,1998, S.41

Im weiteren Sinne dem Lebensmittelhandel zuzurechnen sind die Ladenketten „Pewex“ und „Baltona“, deren planmäßige Aufgabe darin bestehen sollte, zumeist aus dem Westen eingeführte Luxusgüter gegen Devisen zu vertreiben.[30] In der Praxis dienten diese Devisengeschäfte der Bevölkerung allerdings eher dazu, die Lücken in der Grundversorgung des sozialistischen Einzelhandels zu schließen, in dem leere Schaufenster und Verkaufsregale keine Seltenheit waren. (80 Prozent der Umsätze der Devisengeschäfte wurden mit Waren des täglichen Bedarfs er­wirtschaftet).

Am Anfang der siebziger Jahre wurden im Rahmen der sozialistischen Handels­planung, zum Zwecke der Minimierung der Kontrollkosten, die Handelseinrichtun­gen stärker räumlich konzentriert. Nach dem Prinzip eines dreistufigen konzentri­schen Aufbaus, wurden die Städte in hierarchisch gegliederte Versorgungsberei­che gemäß ihrer jeweiligen Periodizität aufgeteilt und die Verskaufsstätten in de­ren Zentrum platziert. So dienten in den Wohngebietszentren wohnungsnahe Ge­schäfte ausschließlich der Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs. In den Stadtteilzentren wurden zudem Versorgungseinrichtungen für Waren des pe­riodischen Bedarfs eingerichtet und nur in den Stadtzentren existierten Ladenloka­le für Waren des aperiodischen Spezialbedarfs. Zwar konnte insbesondere in den Innenstädten auf eine schon bestehende Ladeninfrastruktur, die zumeist noch aus der Vorkriegszeit stammte, zurückgegriffen werden. In den neuen Plattenbausied­lungen am Stadtrand wurden aber entgegen den Planzielen Verkaufsstellen oft nicht errichtet, sodass es dort auf Kosten der Lebensqualität der Bewohner zu er­heblichen Unterausstattungen im Einzelhandel kam. Dieser Umstand hatte in der Folge Einfluss auf die weitere Entwicklung der Einzelhandelsstruktur.[31] Anfang der achtziger Jahre erfuhr Polen die schwerste Wirtschaftskrise seit Grün­dung der Volksrepublik. Angesichts der folgenden massiven Proteste, versuchte die Regierung der katastrophalen Versorgungssituation mit verschiedenen Libera­lisierungsmaßnahmen, sowie der Implementierung einiger marktwirtschaftlicher Elemente im Einzelhandel zu begegnen. Da aber grundsätzliche Prinzipien der sozialistischen Wirtschaftsordnung beibehalten wurden, wurden die Maßnahmen schon im Keim erstickt und der Konsumgütermarkt blieb durch Desorganisation und Angebotsengpässe gekennzeichnet, die zu dieser Zeit sogar die Ausgabe von Lebensmittelkarten zur Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln notwendig machten.31[32]

Als Beispiel für die missratenen Liberalisierungsmaßnahmen soll hier die Grün­dung des Unternehmens „P.H.S.“(Przedziebiorstwo Hurtu Spozywcego) genannt werden, welches die Monopolstellung der Konsumgenossenschaften beschneiden und somit den Lebensmittelhandel neu beleben sollte. Allerdings konnte schon alleine die Rücküberführung der Ladenlokale, die sich im Besitz der Genossen­schaften befanden, in größerem Ausmaß von diesen leicht verhindert werden.

4.2 Restrukturierung und Zersplitterung

Während die Jahrzehnte nach dem Krieg von einer zunehmenden Zentralisierung und Konzentration des Einzelhandels geprägt waren, zeigten nur die letzten Jahre vor dem Umbruch zarte Dezentralisierungstendenzen. Eine Erleichterung des Pri­vathandels Ende der achtziger Jahre führte zwar zu einer Zunahme privat geführ­ter Geschäfte, restriktive Bestimmungen wie z.B. hohe Gewinnsteuern und Be­schäftigungsobergrenzen verhinderten jedoch eine Weiterentwicklung.[33] Das Er­gebnis war zwar ein Anteil von 19,2 Prozent privater Geschäfte bis zum Jahr 1989, die geringe Betriebsgröße der Ladenlokale führte aber nur zu einem Um­satzanteil von unter 5 Prozent.

Im Frühjahr 1990 wurde das als „Schocktherapie“ bekannt gewordene wirtschaftli­che Reformprogramm aufgenommen, dessen Aufgabe sein sollte, das Wirt­schaftssystem auf marktwirtschaftliche Verhältnisse umzustellen. Ein Kernelement war dabei die Herstellung Marktwirtschaftlicher Wettbewerbsbedingungen im pol­nischen Einzelhandel, was in der Folge zu einem tief greifenden Strukturwandel im einheimischen Einzelhandel führen sollte. Die folgenden Jahre standen nun im

Zeichen von Privatisierung sowie eines massiven Gründungsbooms, und führten damit zwar zu einer Dekonzentration aber auch großen Zersplitterung des Einzel­handelsmarktes.

4.2.1 Privatisierung

Bei der Überführung des Ladeneinzelhandels in private Hände erwies sich die so genannte „kleine Privatisierung“ als das wichtigste Instrument. Die so genannte „große Privatisierung“ setzte erst ein, nachdem die Kleine schon längst angelaufen war und betraf folglich nur die noch verbliebenen Filialnetze. Sie soll hier deshalb nicht näher betrachtet werden.

Der schnelle Erfolg der kleinen Privatisierung liegt darin begründet, dass es hier nicht etwa zu einer zentral gesteuerten Privatisierung staatlicher Unternehmen oder Konsumgesellschaften im eigentlichen Sinne kam, sondern vielmehr um den Transfer von Eigentumsrechten an den Ladenlokalen, in denen die sozialistischen Läden operierten. Die Rechte wurden dabei durch eine Gesetzesnovelle vom Staat an die über 2.000 Gemeinden übertragen, die damit die Privatisierung de­zentral und indirekt durchführen konnten. Die Gemeinden hatten als neuer Eigen­tümer nun das Recht, bestehende Mietverträge nach einer kurzen Kündigungsfrist zu beenden.

Da die Stadträte der Gemeinden oftmals Mitglieder der oppositionellen „Solidar- nosc“ waren, hatten sie kein Interesse an der Bewahrung der alten sozialistischen Einzelhandelsstrukturen, die für sie das kommunistische System symbolisierten und zu denen kaum Beziehungen bestanden. In der überwältigenden Mehrzahl der Fälle wurden die neu gewonnenen Entscheidungsbefugnisse dazu genutzt, die Mietverhältnisse zu kündigen, die staatlichen Einzelhandelsketten zu zerschlagen, und die Lokalitäten an Privatpersonen neu zu verpachten.

Dabei wurden in der Regel die ehemaligen Belegschaften bevorzugt, zu denen oftmals Kontakte über gewerkschaftliche Verbindungen bestanden und die nun den Sprung in die Selbstständigkeit wagten. Die Möglichkeit, die Ladenlokale über Auktionen an den Meistbietenden zu verpachtenden, wurde nur in schätzungswei­se zehn Prozent der Fälle genutzt, obwohl bei dieser Variante die weitaus höheren Mieten erreicht werden konnten.

Als Folge mussten die staatlichen Handelsorganisationen die zumeist kleinflächi­gen Ladenlokale aufgeben, während nur diejenigen Verkaufsstellen in ihrem Be­sitz verbleiben durften, die sie selbst errichtet hatten, i. d. R. größere Handelsob­jekte wie Kaufhallen, Kaufhäuser oder Warenhäuser. Dieser Umstand schlug sich nachweislich im Marktanteil des staatlichen Einzelhandels im Jahre 1991 nieder, in dem der Anteil an den Verkaufsstellen bei 3 Prozent lag, wohingegen der Um­satz bei über 14 Prozent lag.[34]

Aufgrund der vorherrschenden Praxis, Ladenlokale nicht durch Auktionen und so­mit über den Markt zu verpachten, nahm die Privatisierung des polnischen Einzel­handels, insbesondere im Vergleich mit anderen Reformstaaten wie Ungarn oder Tschechien, eine beeindruckende Geschwindigkeit auf. So waren in Tschechien, wo die Betriebe über Ausschreibungen und Versteigerungen vergeben wurden, bis zum Jahre 1992 erst ein Viertel der Geschäfte privatisiert. Dieser Wert konnte in Polen schon knapp zwei Jahre früher, in der ersten Jahreshälfte 1990 erreicht werden. Das rasante Tempo führte dazu, dass bis 1998 fast 95.000 Betriebe des sozialistischen Einzelhandels privatisiert wurden, davon zwei Drittel bereits 1990 und 1991, womit in Polen von allen osteuropäischen Ländern am schnellsten marktwirtschaftliche Verhältnisse geschaffen werden konnten.[35] Bereits in den ers­ten zwei Jahren verlor der staatliche Einzelhandel beträchtliche Umsatzanteile, so dass er 1992 nur noch einen Marktanteil von 10 Prozent besaß. Während der nächsten Jahre verschwand er durch anhaltende Privatisierung praktisch komplett.

Gleichzeitig implizierte die Wahl der Privatisierungsmethode sozusagen eine „In­sider-Komponente“. Diese hatte zwar einen positiven Einfluss auf das Tempo der Privatisierung, bewirkte aber auch, dass ausländische Handelsketten kaum eine reelle Chance hatten bei der Privatisierung zum Zuge zu kommen. Da ihnen schlicht die notwendigen Kontakte auf lokaler Ebene fehlten, waren sie im Rah­men dieser „Insider-Privatisierung“ an die ehemaligen Belegschaften faktisch von den kommunalen Privatisierungen ausgeschlossen, obwohl ihre Beteiligung rein rechtlich durchaus möglich gewesen war.[36]

In den oben genannten anderen beiden Reformstaaten konnten sich die ausländi­schen Handelskonzerne durch eine Privatisierung über den Markt bereits in dieser frühen Phase hohe Marktanteile im Einzelhandel sichern.

Nachdem der Einzelhandel in Polen gemäß der sozialistischen zentralen Han­delsplanung über Jahrzehnte organisatorisch und räumlich konzentriert wurde, leiteten die angewendeten Privatisierungsstrategien eine längere Phase der De­konzentration ein, wie im weiteren Verlauf der Arbeit gezeigt wird.

4.2.2 Gründungsboom

So erfolgreich die Privatisierung -und hier insbesondere die „kleine Privatisierung“ - verlaufen war, so hatten die zur gleichen Zeit einsetzenden privaten Gründungs­aktivitäten einen weitaus stärkeren Einfluss auf die zukünftige Struktur und Ent­wicklung des Einzelhandels des Landes. Das Verhältnis von Privatisierungen und Neugründungen bekräftigt diese These. So war die Zahl der neu gegründeten Ge­schäfte bis zum Jahr 1995 immer mindestens doppelt so hoch wie die Zahl der privatisierten Lokale. Gleichwohl kam es zu einer HerausbiAbbildung von transformati­onsspezifischen Betriebsformen des stationären und halbstationären Einzelhan­dels auf die im weiteren Verlauf eingegangen werden soll.

Ausgelöst durch die Liberalisierungsmaßnahmen im Zuge des wirtschaftlichen Umbruchs kam es im polnischen Einzelhandel zu einer gewaltigen Gründungswel­le abseits der Privatisierung staatlicher und genossenschaftlicher Betriebe. Bis 1998 eröffneten fast 280.000 neue Läden, davon fast die Hälfte bereits in den bei­den Anfangsjahren der Transformation 1990 und 1991. Dabei war dieses Wachs­tum fast ausschließlich der Entstehung von Kleinstbetrieben geschuldet. So hat sich die Zahl der Geschäfte in Polen seit 1990 fast verdreifacht, die Verkaufsfläche stieg im gleichen Zeitraum dagegen nur um weniger als die Hälfte.[37] Als Gründe für diese signifikante Zunahme der privat operierenden Geschäfte sind hier neben den veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen anzuführen:

- Durch den Wegfall des früheren staatlichen Monopols auf den Groß- und Außenhandel und die freie Konvertibilität der polnischen Wäh­rung entwickelte sich eine bessere Versorgung mit Konsumgütern. Begünstigend wirkte gleichfalls der Niedergang des Handels mit der früheren Sowjetunion, so dass früher für den Export hergestellte Gü­ter, nun auf den heimischen Markt flossen.[38]
- Aufgrund der Jahrzehntelangen sozialistischen Mangelwirtschaft ha­ben sich in Polen gezwungenermaßen Daseinstechniken sowie ein gewisser Pragmatismus ausgebildet, wie sie in westlichen Kulturkrei­sen zu dieser Zeit i. d. R. nicht mehr vorzufinden waren.[39] So wird den Polen oftmals ein scheinbar angeborener, ausgeprägter Ge­schäftssinn nachgesagt, der ihnen zum Aufspüren und hartnäckigem Verfolgen von Geschäftsmöglichkeiten verhilft.

In den sieben Jahren nach der Wende haben sich nicht weniger als 2 Mio. Polen selbstständig gemacht, wobei vor allem der Handel den Polen im Blut zu liegen scheint. Nach einer Studie des amerikani­schen Marktforschungsinstituts „Company Assistance“ aus dem Jah­re 1996 war in keinem anderen Land die Anzahl der Geschäfte, die mit Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen handelten, so groß. Danach existierten zu dieser Zeit rund 390.000 Geschäfte, davon 36 Prozent oder 140.000[40] die überwiegend Lebensmittel verkauften.[41]

- In Anlehnung an den zuletzt genannten Grund für eine Zunahme der neu gegründeten Geschäfte darf ein Motiv nicht außer Acht gelassen werden: Als Folge der wirtschaftlichen „Schocktherapie“ kam es in weiten Teilen der Bevölkerung zu Arbeitslosigkeit und gesunkenen Realeinkommen. Anders als z.B. in den neuen Bundesländern, wo die sozialen Sicherungssysteme der Bundesrepublik übernommen wurden, war der Existenzgründungsdruck in Polen erheblich größer. Die geringeren Gründungsaktivitäten im Einzelhandel in den neuen

[...]


[1] Vetter, R.: Der Weg in die Marktwirtschaft ist unumkehrbar. Handelsblatt, Nr. 105, 01.06.1995, S.b01

[2] Friedrich A. von Hayek; W. Kerber : Die Anmaßung von Wissen. Mohr, Tübingen 1996

[3] Schubert, Klaus/Martina Klein : Das Politiklexikon. 4., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2006

[4] Vgl. Gehler, Michael: Die Umsturzbewegungen 1989 in Mittel- und Osteuropa in: Das Parlament, Jg. 2004, Ausgabe 41-42, Beilage

[5] Vgl. Leonid Luks, Katholizismus und politische Macht im kommunistischen Polen 1945 - 1989. Die Anatomie einer Befreiung, Köln-Weimar-Wien 1993.

[6] Vgl. Franzke, Jochen [Hrsg.]:Polen, Staat und Gesellschaft im Wandel; Berliner Debatte, Wiss.- Verl.; Berlin 1998, S. 68f

[7] Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 4., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2006

Franzke, Jochen [Hrsg.]: Polen, Staat und Gesellschaft im Wandel; Berliner Debatte, Wiss.-Verl.; 1998, S.58ff

Faix, Werner G. : Praxishandbuch Außenwirtschaft ; 1. Aufl., Wiesbaden : Gabler , 2006, S.334

[10] Bfai: Länder und Märkte; Polen- Wirtschaftstrends zum Jahreswechsel 2006/ 07, gesamtwirt­schaftlicher Ausblick, 21.12.2006

[11] http://poland.gov.pl/Polens,Wirtschaft,nach,dem,Umbruch,723.html

[12] Vgl. Büro für Investitions- und Technologieförderung der Organisation für Industrielle Entwick­lung derVereinten Nationen in Warschau; ISSN 1643-7535

[13] Vgl. Handelsblatt Nr. 001 vom 04.01.1993, S. 09

[14] Vgl. FAZ Länderanalysen, Nov. 1994 S.4f

[15] Vgl. Abb. 5

[16] Vgl. Abb. 3

[17] Vgl.Lebensmittel Zeitung: Polen- Der Kuchen ist bald aufgeteilt, 07.10.1997

[18] Faix, Werner G. : Praxishandbuch Außenwirtschaft ; 1. Aufl., Wiesbaden : Gabler , 2006

[19] Vgl. FAZ: Die Wirtschaft in Polen mit einem beachtlichem Wachstum; Nr. 61, S.16; 14.03.1994

[20] Vgl. Abb. 3

[21] o. V.: From Sao Paulo to Shanghai - New consumer dynamics: the impact on modern retailing,

[22] Executive summary 2006/2007, 5th edition

[23] Vgl. Bfai: Wirtschaftstrends kompakt - Polen 2007; Heiko Steinacher, 14.06.2007; S.1ff

[24] http://www.europaserviceba.de/lang_de/nn_3018/DE/LaenderEU/Polen/polen_______ node.html nnn=tr ue

[25] Eine Woiwodschaft ist ein Verwaltungsbezirk (dt.: Herzogtum)

[26] Quelle: Deutsche Bank Reseach (2002): Bevölkerungsentwicklung und Rentenreformen in den großen mittelosteuropäischen Ländern. In: Demografie Spezial.

[27] Vgl. Büro für Investitions- und Technologieförderung der Organisation für Industrielle Entwicklung der Vereinten Nationen in Warschau;

[28] Vgl. http://www.poland.gov.pl

[29] Quelle: Olbrich Ressource 2001 ; www.olbrichresource.com

[30] Quelle: EUROSTAT

[31] Vgl. Polish Information and Foreign Investment Agency: The consumer Market in Poland, 2006

[32] Davies, Barry J.; Schmidt, Ruth A.: Going shopping in Poland: The changing Scene of Polish Retailing. International Journal of Retail & Distribution Management, Vol. 19, Nr. 4, 1991, S. 20

[33] Diese Läden stellten eine von mehreren Möglichkeit für den Staat dar, die ständig herrschende Devisenknappheit etwas abzumildern. Der Ausdruck „Luxusgüter“ kann hier eine falsche Vor­stellung bezüglich der Art der Waren erwecken. Häufig bestand das Sortiment aus im westli­chen Ausland völlig geläufigen Konsumgütern wie „Sinalco“-Softdrinks oder einfacher Schoko­lade. Angesichts oft minderer Qualität der einheimischen Produktion wirkten die ausländischen Produkte jedoch luxuriös.

[34] Pütz, Robert.: Transformation und Entwicklungstrends des Einzelhandels in Polen und Ost­deutschland. In: Stöber, Georg (Hrsg.): Der Transformationsprozess in (Ost-)Deutschland und in Polen. Hannover 2003, S. 74

[35] Vgl. Kap. 2.2.2

[36] Pütz, Robert: Einzelhandel im Transformationsprozess: das Spannungsfeld von lokaler Regulie­rung und Internationalisierung am Beispiel Polen; Passau: L.I.S. Verl.,1998, S.42ff

[37] Pütz, Robert: Einzelhandel im Transformationsprozess: das Spannungsfeld von lokaler Regulie­rung und Internationalisierung am Beispiel Polen; Passau: L.I.S. Verl.,1998, S.97f

[38] o. V.: Polen - Modernisierung durch Internationalisierung; Dynamik im Handel, 2/99, S. 70

[39] Pütz, Robert.: Transformation und Entwicklungstrends des Einzelhandels in Polen und Ost­deutschland. In: Stöber, Georg (Hrsg.): Der Transformationsprozess in (Ost-)Deutschland und in Polen. Hannover 2003, S. 79

[40] o. V. : Polen - Modernisierung durch Internationalisierung; Dynamik im Handel, 2/99, S. 70

[41] Vgl. Werwicki, Andrzej: Retailing in Poland. International Journal of Retail & Distribution Management; Vol. 20, Nr. 6, 1992, S.34-38

[42] Barta,V.: Mangelerscheinungen, in: Absatzwirtschaft, 34.Jg.,1991, Nr.2, S. 61

Details

Seiten
104
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783656997832
ISBN (Buch)
9783869431628
Dateigröße
1.8 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v186404
Institution / Hochschule
Fachhochschule Düsseldorf
Note
2.3
Schlagworte
entwicklung lebensmittel-einzelhandels polen berücksichtigung markterschließung lebensmittel-discounter

Autor

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Titel: Die Entwicklung des Lebensmittel-Einzelhandels in Polen seit 1989 unter besonderer Berücksichtigung der Markterschließung durch deutsche Lebensmittel-Discounter