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Devisenkurse und Importe am Beispiel der Schweiz

Hausarbeit 2005 20 Seiten

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe

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„Wie jede Bilanz wird auch die Zahlungsbilanz grundsätzlich nach den Regeln der doppelten Buchführung aufgestellt. Den in der Leistungsbilanz erfassten Güter-und Dienstleistungstransaktionen entsprechen daher Gegenbuchungen in anderen Teilbilanzen der Zahlungsbilanz […].“ 1

Dennoch ist die Zahlungsbilanz immer ausgeglichen. Wird von einem Ungleichgewicht der Zahlungsbilanz gesprochen, so ist eine ihrer Teilbilanzen nicht ausgeglichen.

2.2.2 Die Kapital- und Devisenbilanz

Im weiteren Sinne zeigt die Kapitalbilanz die Bestandsänderungen von Forderungen und Verbindlichkeiten der Inländer gegenüber dem Ausland. Der Saldo zwischen Forderungen und Verbindlichkeiten wird als Netto-Auslandsvermögen oder Netto-Auslandsposition bezeichnet.

Die Kapitalbilanz wird in zwei Teilbilanzen, die Kapitalbilanz im engeren Sinne (i.e.S.) und in die Devisenbilanz, unterteilt.

Die Kapitalbilanz i.e.S. enthält neben sonstigen anderen Transaktionen Direktinvestitionen, Wertpapiereinlagen und den Kapitalverkehr zwischen In- und Aus-land. Ist mehr Kapital aus dem Inland abgeflossen als eingeflossen, entsteht ein negativer Saldo und man spricht vom Nettokapitalexport. Netto wurde also ein Kredit an das Ausland gegeben. Wird mehr Geld vom Ausland ins Inland geschafft, entsteht ein positiver Saldo und man spricht vom Nettokapitalimport. Netto hat das Inland einen Kredit aus dem Ausland angenommen. Die Devisenbilanz bildet die Bilanz der internationalen Währungsreserven und erfasst Veränderungen der Gold- und Devisenreserven der Zentralbank, sowie die Veränderung der Forderungen und Verbindlichkeiten der Zentralbank gegenüber dem Ausland.

2.3 Bewertung und Erfassung der Importe

Alle Importe und Exporte eines Landes werden in der Leistungsbilanz bilanziert und bilden entweder Defizite oder Überschüsse. Wie dies geschieht, wird theoretisch diskutiert.

1 Vgl. Rose/Sauernheimer: Theorie der Außenwirtschaft, 1995, S. 5

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Der LBS ist genau die Differenz zwischen Güterimporten (IM) und Güterexporten (EX). Der gesamte Ausfuhrwert ist das Produkt aus der Ausfuhrmenge und dem Ausfuhrpreis p x . Der Einfuhrwert ist das Produkt der Einfuhrmenge und dem Einfuhrpreis in der Währung des Auslandes (p m ) multipliziert mit dem Devisenkurs e. Der LBS sieht also wie folgt aus, wenn wir nicht zwischen Güter- und Dienstleis-tungsexporten und -importen unterscheiden:

LBS = p x EX - ep m IM (1)

Verändern sich die Export- und Importwerte, so verändert sich auch der LBS. Man erhält folgende Gleichung, wobei die Brüche die Wachstumsraten der Exporte und Importe zeigen:

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= p dLBS

x

Die Leistungsbilanz ist in unserer Ausgangsposition ausgeglichen und wird durch den Exportwert dividiert. Als Ergebnis erhält man „[…] die Veränderung des LBS […] als Funktion der Wachstumsraten der Außenhandelsmengen und -preise sowie des Devisenkurses“: 2 dLBS

− + = (3) IM p e EX p

m x EX p

x

Nun betrachten wir die Bestimmungsfaktoren der Einfuhr- und Ausfuhrmengen. Dabei hängt die Endnachfrage D von vielen unterschiedlichen Präferenzen der Inländer ab und hat folgende Funktion:

(4) IM = mD

Die gesamte Importnachfrage setzt sich aus der gesamten inländischen Endnachfrage D und den importierten Gütern, dem Importkoeffizienten m zusammen. Dieser lässt sich ausdrücken als m = (ep m / p mk ) - , > 0 (5)

Um den Preis in der inländischen Währung ausdrücken zu können, muss der Preis der ausländischen Produzenten p m (in ausländischer Währung) mit dem Devisenkurs multipliziert werden. Das Produkt wird mit dem Preis p mk verglichen, wel- 2 Vgl. Westphal: Makroökonomik,1994, S. 345

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cher der Ausdruck für Güter ist, die mit den Importgütern konkurrieren und welchen Preis die inländischen Produzenten dafür verlangen würden. Im Gegensatz zu , ist der Importkoeffizient m keine Konstante, sondern eine Größe. „Dabei bezeichnet den absoluten Wert der Elastizität der mengenmäßigen Importnachfrage bezüglich der Preisrelation zwischen Importgütern und den inländischkonkurrierenden Gütern.“ 3

Hierzu wird folgendes Beispiel betrachtet. Es sei =0,6, p mk unverändert und die in Schweizer Franken (SFR) umgerechneten Einfuhrpreise ep m steigen um 15%. Durch das Einsetzen in die Gleichung nimmt die Importmenge um 9% ab (0,6 x 15%), da die Güter der inländischen Produktion im Vergleich billiger geworden sind und mehr nachgefragt werden. Durch das Einsetzen von m in die Importfunktion erhalten wir IM = (ep m / p mk ) - ·D (6)

und durch Umformen die Gleichung für die Wachstumsrate der Importmenge η + − + ⋅ − = D p e IM ) ( . (7)

mk m

Der Import steigt bei höherer Endnachfrage D oder wenn der Preis p mk schneller steigt als die Summe aus dem Devisenkurs und dem Einfuhrpreis (in ausländischer Währung).

Analog lassen sich die Gleichungen für den Export herleiten. Nach ein paar Zwischenschritten erhält man die Gleichung für die Wachstumsrate der Exportmenge: ε + − ⋅ − = > 0 ) ( (8) D p e p EX

f xk x

D f ist die Endnachfrage im Ausland, p x der Preis der inländischen Güter in SFR, p xk der Preis der ausländischen Güter in Auslandswährung multipliziert mit dem Devisenkurs und die Exportnachfrageelastizität.

Details

Seiten
20
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783869437767
ISBN (Buch)
9783656993261
Dateigröße
665 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v186322
Institution / Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
3
Schlagworte
devisenkurse importe beispiel schweiz

Autor

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