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Chancen und Durchdringung von E - Commerce in der Telekommunikationsbranche im Business to Business Bereich

Seminararbeit 2002 23 Seiten

BWL - Handel und Distribution

Leseprobe

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1 Einleitung

Einschneidende Änderungen in punkto Technik sowie elementare Veränderungen im nationalen und internationalen regulatorischem Umfeld bringen die althergebrachten Pfeiler der TK Branche ins Wanken. Die früheren Monopole werden durch zunehmend wettbewerbsorientierte Märkte ersetzt, an die Stelle des Verkäufermarktes tritt ein durch das Verhalten der Käufer geprägter Markt. 1 Zudem hat der TK Sektor die Funktion eines Leitsektors mit einer hohen Wachstumsdynamik innerhalb der Volkswirtschaften übernommen. 2

Für E - Business wird elektronische Kommunikation benötigt, hier sind die TK Gesellschaften gefordert. Diese profitieren vom E - Business Boom und fördern diesen indem sie ihr Angebot darauf ausrichten. Von den Nutzern der TK Dienste wird mittlerweile weit mehr als nur reine Datenübertragung nachgefragt. Daraus entsteht eine große Her-ausforderung für TK Unternehmen, aber zugleich eine noch größere Chance neue Umsatzquellen zu erlangen. 3

Für den Begriff E - Commerce 4 , welcher als „Elektronischer Handel“ verstanden werden kann, existiert bis heute noch keine einheitliche Definition. Man kann diesen Begriff auf zwei Arten interpretieren: In der weiteren Fassung, der auch der in dieser Arbeit benutzte E - Commerce Begriff zugrunde liegt, bedeutet E - Commerce die Benutzung des Internets / Kommunikationsnetzes, die digitale Kommunikation und die elektronische Abwicklung von Kauf- und Verkaufsprozessen. In der engen Fassung wird nur der Kauf und Verkauf von Produkten, sowie deren Bezahlung über elektronische Netze als E - Commerce definiert. 5

Die Analyse der E - Commerce Aktivitäten der TK Branche beschränkt sich gemäß der Themenstellung dieser Arbeit auf den Bereich Business-to-Business. Hierunter werden alle Geschäftsbeziehungen der TK Unternehmen zu anderen Unternehmen - also der zwischenbetriebliche Handel - verstanden, welche mit der Anbahnung und Abwicklung von Telekommunikationsdienstleistungen zusammenhängen.

1 Vgl. Hanitsch; Gebhardt: Telekommunikation 2000, S. 3.

2 Vgl. Büllingen (WWW): TK - Entwicklungstrends, 2001 S. 1.

3 Vgl. Martin (WWW): E - Business Telekom, 2001, S. 1.

4 Anm.: Die Begriffe E - Commerce und E - Business werden in dieser Arbeit analog verwendet.

5 Vgl. Gora; Mann: Handbuch E - Commerce, 1999, S. 197ff. und Alpar: ECommerce, 1998, S. 263.

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Gerade in diesem Bereich besteht eine große Notwendigkeit, bessere und neue Kommunikationsdienstleistungen anzubieten, um als TK Anbieter attraktiv für Kunden zu sein und somit im Markt erfolgreich agieren zu können. 6

In dieser Arbeit soll zunächst der Wandel der TK Branche aufgezeigt werden, der sich durch die sogenannte Konvergenz der TIMES Märkte ergibt. Dazu erfolgt eine Analyse der erbrachten Leistungen aufgrund eines auf dem Porter’schen Wertkettenmodell beruhenden Ansatzes. Anschließend werden die für E - Commerce bedeutendsten Technologien der Branche erläutert. Als letzter Punkt der Arbeit wird eine kurze Betrachtung des Marktes im Hinblick auf die Durchdringung und Chancen von E - Commerce in der TK Branche gegeben.

2 Wandel in der TK Branche durch die Konvergenz der TIMES

Märkte

Bevor auf die Auswirkungen der TIMES Märkte eingegangen werden kann, soll zunächst eine Definition der Telekommunikationsbranche stattfinden. Unter diesem Begriff werden in dieser Arbeit mehrere Gruppen von Unternehmen zusammengefasst. Dies sind zum einen die eigentlichen Netzbetreiber (wie z. B. die Deutsche Telekom, Arcor) und die Mieter von Netzkapazitäten (wie z. B. Mobilcom), zum anderen aber auch die Ausrüster der beiden vorgenannten Unternehmenstypen (z. B. Nortel, Cisco). Da die Grenzen bezüglich des Angebotes der Unternehmen zunehmend verschwimmen, wird auf eine weitere Aufteilung in Anbieter von Basisdiensten, Mehrwertdiensten, etc. verzichtet. 7

Um die Veränderungen in der TIMES Branche verdeutlichen zu können erfolgt zunächst eine Erläuterung des Wertkettenansatzes von Porter, der im zweiten Teil des Kapitels abgeändert wird, um die Wertschöpfungskette der TIMES Branche darzustellen.

2.1 Der Wertkettenansatz nach Porter

Der 1985 vorgestellte Wertkettenansatz geht auf Michael E. Porter zurück, der dieses Modell zur Systematisierung von Geschäftsprozessen entwickelt hat. Ziel der Analyse ist es Wettbewerbsvorteile eines Unternehmens auszumachen und diese zu nutzen. Dazu

6 Vgl. Hanitsch; Gebhardt: Telekommunikation, 2000, S. 6ff.

Details

Seiten
23
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783656990642
ISBN (Buch)
9783656991298
Dateigröße
5.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v185852
Institution / Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
2
Schlagworte
chancen durchdringung commerce business bereich

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