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Geschäftspolitik von ethisch respektive sozial orientierten Banken im Vergleich zu herkömmlichen renditeorientierten Banken

von St. Münchow (Autor) Kathleen Hummel (Autor) D. Jauerneck (Autor) Kay Scheschonk (Autor)

Studienarbeit 2011 74 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Vorbetrachtung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielstellung
1.3. Abgrenzungen
1.4. Vorgehensweise

2. Theoretische Fundierung
2.1. Die Finanz- und Wirtschaftskrise - ein kurzer historischer Abriss
2.2. Die Folgen und Lehren der Krise
2.3. Definition - Ethik und Moral
2.4. Ethische Ansätze aus Banken- und Kundensicht
2.4.1. Ethikbanken in Deutschland
2.4.1.1. EthikBank eG®
2.4.1.2. GLS Gemeinschaftsbank eG
2.4.1.3. Steyler Bank GmbH
2.4.2. Renditeorientierte Banken in Deutschland
2.4.2.1. ING-DiBa AG
2.4.2.2. Commerzbank AG
2.4.2.3. Deutsche Bank AG
2.5. Ethische und soziale Produkte
2.5.1. Bankguthaben und Kredite
2.5.2. Wertpapiere
2.5.3. Immobilien
2.5.4. Beteiligungen

3. Empirische Untersuchung
3.1. Einführung
3.2. Zielsetzung und Konzeption der empirischen Untersuchung
3.3. Adressaten, Rücklauf und Teilnehmer der Befragung
3.4. Auswertung der Befragung
3.4.1. Bankverbindungen der Befragten
3.4.2. Kenntnisse und Nutzung ethischer bzw. sozialer Produkte
3.4.3. Anlagestrategien und deren Spezifika
3.4.4. Ethische Prinzipien in der Einzelbetrachtung
3.4.5. Ethische und soziale Motive für Anlageprodukte
3.4.6. Mitbestimmung bei der Kreditvergabe
3.4.7. Preiselastizität von Bankprodukten und -dienstleistungen

4. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis XI

Anlagenverzeichnis XXII

Ehrenwörtliche Erklärung XXXI

Abstract

Seit dem Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise leidet der bislang ergebnis-orientierte Bankensektor aufgrund der immer weiter steigenden Gewinnerzie-lungsabsichten unter erheblichen Vertrauensverlusten seitens der Kunden. Die Kritik an der Kundenberatung, die von der Gesellschaft zunehmend als zu vertriebsorientiert und von Eigeninteressen bestimmt wahrgenommen wurde, unterstreicht dieses Bild. Daher ist es nicht überraschend, dass ethisch und sozial ausgerichtete Banken zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Das scheinbar verantwortungsbewusste Wirtschaften nach ausschließlich ethischen Werten sorgte bei ethisch-sozial ausgerichteten Banken nach wie vor für einen Zulauf verunsicherter Anleger, die sich verstärkt für soziale und öko-logische Themen interessieren.

Das Ziel dieser Studienarbeit ist es zu untersuchen, wie eine Veränderung der geschäftspolitischen Ausrichtung für renditeorientierte Banken hin zu ethischen und sozialen Themen den geschäftlichen Erfolg steigern kann. Die Unter-suchung umfasst dabei auch, in welcher finanziell tragfähigen Form diese Banken den sich wandelnden Kundeninteressen künftig gerecht werden können.

Einleitend werden in der Studienarbeit die Ursachen, der Hergang und die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise betrachtet. Im zweiten Schritt wird der Ethik- und Moralbegriff erläutert und eine mögliche Wahrnehmung der Thematik aus Sicht von Banken und Kunden dargestellt. Durch den Vergleich von ethisch oder sozial ausgerichteten Banken gegenüber herkömmlichen rendite-orientierten Banken wird die Geschäftspolitik einiger in Deutschland tätiger Kreditinstitute in Bezug auf ihre ethische oder soziale Ausrichtung näher betrachtet. Die theoretische Grundlage wird durch einen Überblick von ethisch oder sozial orientierten Produkten ergänzt.

In der Empirie wird das Verhalten von Kunden hinsichtlich ihrer ethischen bzw. sozialen Orientierung für ausgewählte Anlageformen, ihrem Wunsch nach aktiver Beteiligung an operativen geschäftspolitischen Entscheidungen und ihrer Preissensitivität näher untersucht. Für die Befragung wurde ein anonymisierter Onlinefragebogen verwendet.

Auf Basis der Umfrageergebnisse kann festgestellt werden, dass 25 Prozent aller Befragten bei ihren Anlagen nach ethischen Prinzipien entscheiden. Die Kundengruppen der 41- bis 50-Jährigen und Kunden mit einer geringen Anzahl von Bankverbindungen sind ethisch-sozialen Ansätzen gegenüber besonders aufgeschlossen und stellen somit wesentliche Zielgruppen dar.

Prinzipien wie Umweltschutz, regenerative Energien und Menschenrechte stehen im zentralen Interesse, religiöse Werten dagegen kaum. Für weniger als 50 Prozent der Befragten, die nach ethischen Kriterien entscheiden, besteht kein Interesse an Mitbestimmungsmöglichkeiten bei der Kreditvergabe. Folglich kann auf kosten- und zeitintensive Abstimmungsverfahren dieser Art in Geschäftsstrategien verzichtet werden.

Die Analyse der Ergebnisse zeigt auch, dass ethische Prinzipien abhängig von persönlichen Faktoren, wie beispielsweise Alter, Bildungsstand, Einkommen und Vermögen, unterschiedlich wahrgenommen und priorisiert werden.

Vor dem Hintergrund der Finanzierbarkeit von Strategieänderungen mittels gezielter Entgelt- oder Konditionsanpassungen wurde konstatiert, dass mehr als 70 Prozent der Befragten eine Bereitschaft bekunden, auf Rendite zu verzichten bzw. ein zusätzliches Entgelt zu zahlen. Die Akzeptanz der Kunden, damit die Wandlung hin zu ethisch-sozial geprägte Merkmalen der Geschäftsstrategie unterstützen zu wollen, scheint für renditeorientierte Banken partiell durchaus umsetzbar und Erfolg versprechend zu sein.

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Politische Stimmung in Deutschland

Abb. 2: Bilanzentwicklung der GLS Gemeinschaftsbank eG

Abb. 3: Altersstruktur der Befragten

Abb. 4: Bildungsstruktur der Befragten

Abb. 5: Einkommensstruktur der Befragten

Abb. 6: Vermögensstruktur der Befragten

Abb. 7: Anzahl der Bankverbindungen

Abb. 8: Forsa-Umfrage Anzahl der Bankverbindungen

Abb. 9: Kenntnisse ethischer Produkte

Abb. 10: Nutzung ethischer Produkte in der Vergangenheit

Abb. 11: Veränderung der Anlagestrategie

Abb. 12: Ethische bzw. soziale Anlagemotive unterteilt nach Einkommen

Abb. 13: Ethische bzw. soziale Anlagemotive unterteilt nach Alter

Abb. 14: Gewichtung von Positivkriterien für die Anlageentscheidung

Abb. 15: Gewichtung von Negativkriterien für die Anlageentscheidung

Abb. 16: Ethische bzw. soziale Anlagemotive für einzelne Anlageprodukte

Abb. 17: Ethische bzw. soziale Anlagemotive für Beteiligungen unterteilt nach Bildung

Abb. 18: Kundeninteresse an der Mitbestimmung bei der Kreditvergabe

Abb. 19: Verteilung der Bereitschaft für einen Renditeverzicht

Abb. 20: Verteilung der Bereitschaft zur Zahlung zusätzlicher Entgelte

Abb. 21: Bereitschaft für Renditeverzicht verteilt nach Vermögen

Abb. 22: Bereitschaft für Renditeverzicht nach ethisch-sozialer Orientierung

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Chi-Quadrat-Verteilung – absolute Häufigkeit

Tabelle 2: Chi-Quadrat-Verteilung – erwartete Häufigkeit

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Vorbetrachtung

“Banken fehlt so etwas wie ein ethischer Filter - das Gespür, ob man etwas lieber lassen sollte, auch wenn es erlaubt ist.”

Martin Faust [1]

1.1. Problemstellung

In den Jahren vor dem Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise schien das Wirken und Agieren des Wirtschafts- und Bankensektors kaum moralischen, sozialen oder ethischen Prinzipien zu unterliegen. Nahezu ausschließlich ging die Führung einer Bank im Schwerpunkt von finanzmathematischen Kennzahlen aus. Eigenkapitalrenditen von 25 Prozent sollten “selbstverständlich sein, um zu dieser Weltspitze dazu zu gehören”[2]. Derartig erklärte Ziele wurden medienwirksam kommuniziert. Managern, die den ehrgeizigen Zielen nicht Rechnung tragen konnten, wurde von Shareholdergruppen schnell das Vertrauen entzogen.

Dagegen taten sich im bislang ergebnisorientierten Bankensektor neue Tendenzen auf. Von der Öffentlichkeit bisher kaum wahrgenommen, entwickelten sich kleinere Institute mit bisher unbekannten Schwerpunkten. Unterstützung religiöser Werte, nachhaltiger und verantwortungsbewusster Umgang mit der Umwelt, Schutz von Menschenrechten und Ablehnung sämtlicher kriegerischer Handlungen - die zentralen Leitbilder der Nischenbanken klangen eher nach idealistischer Propaganda als nach der ernst zu nehmenden Geschäftsphilosophie einer Bank.

Dennoch ist in der Geschäftsentwicklung dieser thematisch spezialisierten Banken seit vielen Jahren ein stabiles Wachstum zu erkennen.[3] Auf dem Höhepunkt der eskalierenden Finanz- und Wirtschaftskrise begann jedoch ein regelrechter Ansturm auf ethisch-ökologische Geldhäuser. Das scheinbar verantwortungsbewusste Wirtschaften nach ausschließlich moralischen Werten zog immer mehr verunsicherte Anleger an. Auch in der politischen Stimmung in Deutschland lassen sich veränderte Verbraucher- und Wählerinteressen verzeichnen, wie nachfolgender Abbildung[4] entnommen werden kann.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Politische Stimmung in Deutschland

Quelle: ZDF Politbarometer (2011)

Steigende Sympathisantenzahlen von umweltorientierten Organisationen und Parteien sowie wachsende Protestbewegungen gegen Kernkraft und kriegerische Auseinandersetzungen stehen sinnbildlich für das Umdenken der Menschen.

1.2. Zielstellung

Ziel der Studienarbeit ist festzustellen, ob sich aus der veränderten Wahrnehmung der Kunden ein strategisches Geschäftsfeld für Banken entwickeln kann.

Es ist zu untersuchen, ob Banken die vollständige Anpassung der Geschäftspolitik anstreben oder die Veränderung einzelner Teilbereiche favorisieren sollten. Dafür ist es notwendig, Kundengruppen abzugrenzen und Motive im Hinblick auf die thematische Ausrichtung einer Bank bzw. entsprechender Produkte zu ermitteln.

Als abschließende Fragestellung ist zu konkretisieren, in welcher Form die Finanzierung einer Umstellung der Geschäftsstrategie einer Bank möglich ist. Im Rahmen der strategischen Preisausrichtung ist zu untersuchen, ob die Finanzierung mittels gezielter Entgelt- oder Konditionsanpassungen möglich ist.

1.3. Abgrenzungen

Die Betrachtung in Deutschland tätiger Finanzinstitute bezieht sich auf den Vergleich von ethisch und sozial ausgerichteten Banken gegenüber herkömmlichen renditeorientierten Banken. Da auf dem deutschen Bankenmarkt eine Vielzahl von Banken tätig ist, die diesen Kriterien entspricht, wird in den Abschnitten 2.4.1 und 2.4.2 exemplarisch die Geschäftspolitik ausgewählter Banken dargestellt.

Die Untersuchung umfasst aufgrund der Vielfalt nicht alle Geschäftsfelder einer Bank. Die Empirie beschäftigt sich daher im Wesentlichen mit der wissenschaftlichen Analyse der ethischen und sozialen Ausrichtung von Kunden und deren Anlagestrategien. Im Einzelnen stehen für eine ethische bzw. soziale Orientierung ausgewählte Anlageformen, die aktive Einbindung von Kundenmotiven in geschäftspolitische Entscheidungsprozesse, die Beteiligung von Kunden an operativen Entscheidungen und die Preissensitivität im Zentrum der Analyse.

Um für die Empirie aussagefähige Ergebnisse zu erhalten, wurde eine anonymisierte Onlinebefragung durchgeführt. Damit wurde eine Vielzahl von Befragungsteilnehmern ohne spezielle Eingrenzung erreicht. Durch eine eigenständige Beantwortung der Fragen wird sichergestellt, dass eine Beeinflussung durch eine persönliche Befragung ausgeschlossen ist. In der Auswertung der empirischen Studie wurden zum Zweck der Validität unvollständig bearbeitete Befragungen nicht berücksichtigt. Bei der detaillierten Analyse von Antworten wurde innerhalb einzelner Fragen auf Kundengruppen verzichtet, sofern deren Anteil am Ergebnis aufgrund der geringen Verteilung keine hinreichende Aussagekraft aufwies.

1.4. Vorgehensweise

Einleitend werden die Ursachen, der Hergang und die Folgen der Finanzkrise betrachtet. Im zweiten Schritt wird der Ethik- und Moralbegriff erläutert und eine mögliche Wahrnehmung der Thematik aus Sicht von Banken und Kunden dargestellt. Die folgende Analyse ausgewählter Ethik- bzw. Sozialbanken sowie renditeorientierter Banken einerseits und ein Überblick über ethisch oder sozial orientierte Produkte andererseits ergänzen die theoretische Grundlage für die sich anschließende empirische Studie.

In der Studie wurde mittels eines Onlinefragebogens eine Befragung von Bankkunden durchgeführt. Innerhalb dieser wurden die Positionierung zum Ethikbegriff und die Verhaltensmuster der Kunden analysiert, um mögliche Schlussfolgerungen für die geschäftspolitische Ausrichtung von Banken ableiten zu können.

Abschließend werden alle Ergebnisse und Erkenntnisse resümiert und mögliche Handlungsalternativen abgeleitet.

2. Theoretische Fundierung

2.1. Die Finanz- und Wirtschaftskrise - ein kurzer historischer Abriss

Die größte Finanz- und Wirtschaftskrise seit der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 fand im September 2009 mit der Insolvenz der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers ihren Höhepunkt.

Nach dem Ende des „dot.com“-Booms im Jahr 2000 senkte die amerikanische Notenbank die Leitzinsen bis Mitte 2003 auf ein Prozent.[5] Niedrige Zinsen ermöglichten Haushalten und Unternehmen den Zugang zu günstigem Geld für Konsum bzw. Investitionen. Es entwickelte sich eine verstärkte Nachfrage nach Immobilien, die mit hohen Preissteigerungsraten einherging. Immobilieneigentümern wurde damit ein höheres Vermögen (Vermögenseffekt des Konsums)[6] suggeriert, wodurch die Konsumbereitschaft und das volkswirtschaftliche Wachstum gesteigert wurden. Anfänglich wurden Kredite für den Immobilienerwerb noch an kreditwürdige Darlehensnehmer vergeben. Nachdem das Marktsegment erschöpft war, wurden in großem Umfang Kredite an Kunden mit geringer Kreditwürdigkeit (englisch: Subprime) herausgegeben. Die Banken senkten dafür die Kreditvergabestandards[7].[8]

Diese geschäftspolitische Strategie erforderte aber weiterhin niedrige Zinsen und steigende Immobilienpreise. Durch die zunehmende Verbriefung ganzer Kreditportfolios (englisch: Securitization) fand ein Risikotransfer der Kredite statt. Der Verkauf der Kredite führte dazu, dass die Risiken der Kreditportfolios aus der bankeigenen Bilanz ausgelagert werden konnten.

Kritisch ist dabei die Rolle der Ratingagenturen zu betrachten, die mittels doppelter Mandatierung als Berater für die Verbriefungen im Vorfeld und als Analyst der konzipierten Anlageprodukte im Nachgang tätig waren. Darüber hinaus war es Ratingagenturen möglich, durch bestimmte Techniken selbst Portfolios mit hohen Ausfallwahrscheinlichkeiten mit einem AAA-Rating (höchste Bonität, geringstes Ausfallrisiko)[9].[10] Im Bestreben höhere Renditen für Eigenanlagen zu erzielen, waren auch deutsche Banken Käufer dieser scheinbar sicher und zugleich lukrativ erscheinenden Anlagekonstrukte.

Für die Investition in handelbare Kreditportfolios gründeten die Banken Zweckgesellschaften, die unbeachtet von Finanzaufsichten weitestgehend unreguliert waren. Die Finanzierung dafür erfolgte über die Ausgabe von Commercial Papers[11]. Durch diese Form der Beteiligung nahmen die Zweckgesellschaften außerhalb der Bankbilanz die Fristentransformation als klassische Bankfunktion wahr.

Infolge einer erstarkenden US-Konjunktur wurden die Leitzinsen bis zum Jahr 2007 auf über fünf Prozent angehoben.[12] Die meist mit variablen Konditionen und ohne Eigenkapital vergebenen Kredite stellten so ein hohes Risiko dar. Immer mehr Hypothekenkredite konnten durch die Hauseigentümer nicht mehr bedient werden. Diese Kreditausfälle führten zu einer flächendeckenden Verwertung von Immobilien und beschleunigten den Verfall des Preisniveaus und damit den Wertverlust von Hypotheken.

Aus diesem Grund wurde die Werthaltigkeit der Kreditportfolios infrage gestellt und der Handel mit Commercial Papers erlag fast vollständig.[13]

Die Immobilienkrise ging so in eine Vertrauenskrise über. Die zuvor gegründeten Zweckgesellschaften konnten sich nicht mehr refinanzieren. Dadurch waren die Banken gezwungen, die Kreditrisiken wieder selbst zu bilanzieren, was zu erheblichem Abschreibungsbedarf und Verlusten führte.[14] Die Risikodeckungsmasse bzw. das haftende Eigenkapital der Banken wurde zu großen Teilen ausgelastet. In der Konsequenz sank die Risikobereitschaft der Banken. Durch das Misstrauen der Banken untereinander wurden Geldleihen auf dem Interbankenmarkt nahezu eingestellt. Als Folge ergaben sich Liquiditätsengpässe und Hortungstendenzen der Banken, welche eine Gefährdung des geldpolitischen Transmissionsmechanismus[15] zur Folge hatten.[16] Das Kreditgeschäft mit gewerblichen Kunden führte aufgrund einer ebenfalls von hoher Vorsicht geprägten Kreditvergabepraxis zu einer weltweiten Kreditklemme (englisch: credit crunch). Um dem entgegen zu wirken und den Markt wieder mit Liquidität zu versorgen, stellte die Europäische Zentralbank (EZB) in erheblichem Umfang Geld zur Verfügung.[17]

2.2. Die Folgen und Lehren der Krise

Der Verlauf der Finanz- und Wirtschaftskrise hat bis heute Auswirkungen auf die Bankenlandschaft und die Bankkunden. Der nachfolgende Abschnitt stellt in einer Zusammenfassung dar, welche wesentlichen Entwicklungen sich daraus ergaben. Durch Instrumente des Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) war es Finanzinstituten möglich, ihr Eigenkapital zu stärken, Liquiditätsengpässe zu überbrücken sowie Risikopositionen und nichtstrategische Geschäftsbereiche auf so genannte Bad Banks auszulagern.[18] Durch den Gesetzgeber und die Bankenaufsicht wurden aufsichtsrechtliche Maßnahmen ergriffen, um potenziellen Auslösern der Finanz- und Wirtschaftskrise besser entgegenzuwirken. Hierzu zählen beispielsweise das Gesetz zur Umsetzung der geänderten Bankenrichtlinie und der geänderten Kapitaladäquanzrichtlinie (CRD-II-Umsetzungsgesetz), eine Änderung der MaRisk, die Einführung der Institutsvergütungsverordnung sowie das Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz (AnsFuG). Zentrale Elemente bilden u. a. eine Stärkung der Eigenkapitalbasis, regelmäßig durchzuführende Risikoinventuren und Stresstests sowie eine verbesserte Kommunikation von Risiken.

Die krisenbedingte Verunsicherung führte auch bei Privatanlegern dazu, dass Einlagen in erheblichem Umfang von renditeorientierten Privat- und Großbanken abflossen. Sparkassen-[19] und Genossenschaftsbanken[20] verzeichneten im gleichen Zeitraum deutliche Zuwächse im Einlagengeschäft. Nach Aussagen der einzelnen Verbände lag dies in den zusätzlichen Sicherungseinrichtungen begründet. Die existierende Verbundhaftung vermittelte Kunden eine zusätzliche Sicherheit.

Neben dem Sicherheitsbedürfnis erkannten Verbraucher ferner, dass die Finanz- und Wirtschaftkrise ursächlich durch die Renditeorientierung traditioneller Banken begründet war. Bei einem nicht unbeachtlichen Teil der Bankkunden erfolgte ein Umdenken. Statt der reinen Gier nach Mehr wurden nun die Geschäftsmodelle der Banken hinterfragt. Dafür boten ethisch orientierte Banken Alternativen.

Im Zentrum der Geschäftspolitik standen wieder das klassische Einlagen- und Kreditgeschäft und das verantwortungsvolle Wirtschaften ohne Spekulationen. Mit der thematischen Konzentration auf den Menschen und die Ökologie genossen diese Banken, gestützt durch immer wieder aktuelle Ereignisse wie z. B. Naturkatastrophen, außerordentliche hohe Zuwächse.

2.3. Definition - Ethik und Moral

Bevor im Detail eine Untersuchung der Ethikbanken und deren Geschäftspolitik möglich ist, erfolgt eine Abgrenzung der Begrifflichkeiten Ethik und Moral. Der Begriff Ethik entstammt dem altgriechischen Wort ēthos (Gewohnheit, Sitte, Brauch)[21] und beschreibt die Wissenschaft von der Moral, insbesondere hinsichtlich ihrer Begründbarkeit sowie die Diskussion über zugrunde liegende Normen und Werte.

Die Ethik stellt sich zudem als praktische Wissenschaft dar, bei der es um eine verantwortbare Praxis geht. Bei der Suche nach Antworten auf die Frage, wie in bestimmten Situationen gehandelt werden soll, ist es ihre Aufgabe, Kriterien für gutes und schlechtes Handeln und die Bewertung vorhandener Motive und Folgen aufzuzeigen. Sokrates (470 - 399 v. Chr.) befasste sich als erster Philosoph vor allem mit ethischen Fragestellungen und widmete sich später seinem Hauptthema Der richtige Lebensweg.

Der eigentliche Begriff der Ethik wurde von Aristoteles (384 - 322 v. Chr.) eingeführt, der sich erstmalig wissenschaftlich damit beschäftigte. Aristoteles war der Überzeugung, dass die menschliche Praxis grundsätzlich einer vernünftigen und theoretisch fundierten Reflexion zugänglich sei.

Durch die wissenschaftliche Überprüfung der in einer Gesellschaft geltenden und gelebten Normen und Werte versucht die Ethik dabei allgemein verbindliche Regeln von nicht verbindlichen Regeln zu unterscheiden und diese zu begründen und zu rechtfertigen. Dabei sind Normen die Richtlinien des Verhaltens und werden durch Werte konkretisiert. Die Werte spiegeln wider, was eine Gesellschaft als wünschenswert ansieht und stellen Auffassungen über die Qualität der Wirklichkeit dar. Werte und Normen stehen in einer wechselseitigen Beziehung.

In Bezug auf das Finanzwesen analysiert Ethik zum einen die Normen der beteiligten Finanzinstitute, die branchenüblichen Regeln sowie den gesetzlichen Rahmen. Weiterhin steht das individuelle und zwischenmenschliche Handeln innerhalb dieser Regeln und Institutionen im Mittelpunkt der ethischen Analyse. Hierbei gleicht Ethik einem Gestaltungsprinzip, welches interpretiert und umgesetzt werden kann.

Der Begriff Moral entstammt dem lateinischen Wort morallat bzw. mores und bedeutet Sitten und Gebräuche. Die Moral beschreibt die Gesamtheit sittlicher Normen, Werte und Grundsätze, die das zwischenmenschliche Verhalten in einer Gesellschaft regulieren. Ferner wird die Moral vom überwiegenden Teil der Gesellschaftsmitglieder als verbindlich akzeptiert oder als allgemein anerkannt. Die Moral beschäftigt sich mit Grundannahmen im Verhalten der Menschen zu Mitmenschen und zur Natur bzw. zur Umwelt der Menschen. Das Verhalten wird dabei in einzelne Verhaltensvorschriften im Sinne von Regeln unterteilt, die für die Mitglieder einer Gesellschaft gelten und nicht von Gesetzen abhängig sein müssen.

Inwiefern sich Ethik und Moral in Anlageformen widerspiegeln können oder diese beeinflussen, wird nachfolgend erörtert.

2.4. Ethische Ansätze aus Banken- und Kundensicht

Die Unternehmensethik beschäftigt sich als Teilgebiet der Wirtschaftsethik mit der Frage, welchen moralischen Wertvorstellungen Unternehmen genügen sollten. Darüber hinaus ist zu klären, in welcher Form das unternehmerische Gewinnstreben der Banken mit moralischen Idealen vereinbar oder idealerweise kombinierbar ist. Der Bundesverband deutscher Banken stellte in einer aktuellen Umfrage fest, dass für viele Menschen das Vertrauen in die Banken infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise gelitten hat. Daraus schlussfolgernd bestehen Zweifel an der Vereinbarkeit von Gewinnerzielung und ethischen Prinzipien.[22]

Banken verfolgen eigene Formen der Unternehmensethik, häufig verfasst in Leitbildern, Verhaltensprinzipien und Visionen, in denen sich Banken und deren Mitarbeiter gegenüber sich selbst und Dritten verpflichten. In den letzten Jahren wird deutlich, dass der Bankensektor das Potenzial von social banking und die veränderten Kundenbedürfnisse verstärkt wahrnimmt. Die Ausrichtung des Geschäftskonzepts an den Kundenerwartungen, etwa hinsichtlich Transparenz und nachhaltiger Investitionen, verbessert die Loyalität der verunsicherten Verbraucher. Deutsche Unternehmen, unter ihnen die Deutsche Bank AG, die BASF AG und die Deutsche Telekom AG, haben daher im vergangenen Jahr gemeinsam ein Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft entwickelt und unterzeichnet.[23] Der Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Bank Dr. Josef Ackermann präzisierte dies, indem er sagte: “Aber alle unsere Geschäfte müssen nicht nur rechtlich, sondern auch ethisch einwandfrei sein. Davon dürfen wir keine Ausnahme dulden. Es ist besser, ein Geschäft, so finanziell lukrativ es kurzfristig erscheinen mag, nicht zu machen, wenn mittel- bis langfristig daraus beachtliche Reputationsrisiken erwachsen können. Nur eine werteorientierte Unternehmensführung vermag nachhaltigen Erfolg zu gewährleisten.”[24]

2.4.1. Ethikbanken in Deutschland

Im Folgenden wird die Geschäftspolitik anhand von ausgewählten, auf dem deutschen Markt tätigen Ethikbanken zusammenfassend dargestellt. Die in diesem Abschnitt dargestellten Banken gehören zu den größten derart spezialisierten Instituten in Deutschland bzw. stellen mit der Steyler Bank GmbH die einzige Missionsbank Europas dar.

Die auf den Finanzdienstleistungssektor spezialisierte Managementberatung zeb/rolfes.schierenbeck.associates gmbh hat eine Untersuchung durchgeführt, die die gestiegene Bedeutung von Ethikbanken in der Gesellschaft widerspiegelt. Demnach gelang in Deutschland tätigen ethisch-sozial orientierten Banken im Zeitraum von 2007 bis 2010 ein durchschnittliches Bilanzsummenwachstum von mehr als 32 Prozent.[25]

2.4.1.1. EthikBank eG®

Die EthikBank eG® nahm als Zweigniederlassung der Volksbank Eisenberg eG am 15. Dezember 2002 ihren Geschäftsbetrieb auf und ist in den Märkten Deutschland und Österreich als Direktbank präsent.[26] Sie bietet privaten und geschäftlichen Kunden Girokonten, Geldanlagen und Kredite an. Die Bank steigerte die Bilanzsumme im Zeitraum von 2008 bis 2010 um 56 Prozent auf 111 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis wurde im gleichen Zeitraum verfünffacht.[27]

Ihren ethisch-ökologischen Ansatz hat die EthikBank in Form ihrer Anlagekriterien dokumentiert, die regelmäßig geprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Grundsätzlich filtert die Bank nach Anlageuniversum, Tabu- und Positivkriterien.[28] Das Anlageuniversum umfasst Unternehmens- und Staatsanleihen, Aktien von Unternehmen des DAX, MDAX und des NAI[29] sowie Wertpapiere mit zweckgebundener Finanzierung von Immobilien und öffentlichen Aufgaben. Mithilfe detaillierter Kriterien, die auf Basis von Ratings und Research-ergebnissen des Institutes für Markt-Umwelt-Gesellschaft (imug) entstehen, werden Anlageentscheidungen herbeigeführt.[30]

Unter dem Stichwort Gläserne Bank veröffentlicht die EthikBank im Internet Angaben zu den von ihr gewährten Öko- und Ökobaukrediten, ihren Anlagen auf dem Kapitalmarkt und den von ihr gehaltenen Beteiligungen.[31]

Um ihren ethisch-sozialen Anspruch zu untermauern, hat die EthikBank in Zusammenarbeit mit Partnern Förderprojekte ins Leben gerufen. Kunden können durch die Eröffnung eines Förderkontos Teile des Guthabenzinses zugunsten von Förderprojekten spenden. Als weiteres ethisch-soziales Engagement vergibt die EthikBank einen Nachhaltigkeitspreis. Durch den Preis werden mittelständische Unternehmen mit Sitz in Deutschland oder Österreich geehrt, die einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.[32]

2.4.1.2. GLS Gemeinschaftsbank eG

Die 1974 gegründete Bank sieht sich als weltweit erste sozial-ökologische Bank. Seit ihrer Gründung verfolgt sie das Ziel, zukunftsweisende Bankarbeit unter sozialen, ökologischen, kulturellen und ökonomischen Kriterien zu entwickeln und anzubieten.[33] Die Bank hat sich ein Leitbild gegeben, in dem sie die auf individueller Freiheit und Verantwortung begründete Achtung vor dem Leben und die Sorge um friedliche Koexistenz aller Kulturen als ihre Grundwerte ansieht. Sie will die Lebenschancen heutiger und zukünftiger Generationen bewahren und weiterentwickeln.[34]

Die GLS-Bank empfiehlt in diesem Zusammenhang ausdrücklich nur Unternehmen, die entsprechend des Best-in-class-Ansatzes herausragende Leistungen in den vorgegebenen Positivkriterien erbringen. Unternehmen, auf die Negativkriterien zutreffen, werden ausgeschlossen.[35]

Transparenz wird als ein wesentlicher Teil der Philosophie der Bank durch eine regelmäßige öffentliche Berichterstattung über alle Kreditvergaben inklusive der Verwendungszwecke, bankeigenen Anlagen, Beteiligungen und Schenkungen realisiert. Die Anleger haben so die Möglichkeit, die soziale Wirkung ihrer Anlageentscheidung zu verfolgen.[36]

Die Entwicklung ausgesuchter Geschäftszahlen der GLS Bank unterstreicht das nachhaltige Kundeninteresse. Die Zahl der Kunden stieg von 2008 bis 2010 um 50 Prozent.[37] Die konstant positive Geschäftsentwicklung in den letzten 15 Jahren kann der nachfolgenden Grafik entnommen werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Bilanzentwicklung der GLS Gemeinschaftsbank eG

Quelle: Geschäftsbericht 2009 der GLS Gemeinschaftsbank eG

2.4.1.3. Steyler Bank GmbH

Die Steyler Missionare gründeten im Jahr 1964 in Sankt Augustin bei Bonn die nach eigener Darstellung bis heute einzige Missionsbank Europas. Im Zeitraum von 2001 bis 2009 verdoppelte sich die Bilanzsumme. Allein 16 Prozent betrug die Jahresveränderung gegenüber dem Krisenjahr 2008.

Neben den Kriterien Liquidität, Rentabilität sowie Sicherheit auf dem Geld- und Kapitalmarkt wird in der Anlage der bankeigenen Gelder das soziale, kulturelle und ökologische Verhalten, so genannte Nachhaltigkeitskriterien, der Emittenten berücksichtigt. Bei der Auswahl des Anlageuniversums arbeitet die Steyler Bank mit der Ratingagentur oekom-research AG zusammen.[38]

Ihre ethischen Grundsätze hat die Bank basierend auf den drei Säulen Geldanlagepolitik, ethische Verwendung der Bankgewinne und Kundenberatung begründet.

Im Rahmen der ersten Säule werden bei der Investition in Unternehmensanleihen Emittenten nicht nur danach beurteilt, was und wie sie produzieren, sondern auch inwieweit sie dabei die Umwelt belasten. Darüber hinaus wird analysiert, was die Unternehmen für die Gesellschaft tun und inwieweit die Würde des Menschen geschützt wird. Unternehmen, die den Frieden, die Gerechtigkeit und die Schöpfung bedrohen, werden von ihr nicht finanziert. Bewusst verzichtet die Bank auf alle Arten von Spekulationsgeschäften, wie beispielsweise Aktien- und Optionshandel. Kredite an Privatkunden werden vergeben, wenn die Verwendung transparent, sinnvoll und zukunftsträchtig erscheint und davon auszugehen ist, dass der Kreditnehmer auch langfristig seine Kreditverbindlichkeiten bedienen kann.[39]

Gemäß der zweiten Säule der Ethikprinzipien fließen die Gewinne aus dem Bankgeschäft direkt in die Arbeit des Steyler Missionsordens[40]. Somit unterstützt die Bank jedes Jahr mit knapp 2,5 Mio. Euro Hilfsprojekte. Gegenüber den Kunden wird jedes Jahr im Geschäftsbericht der guten Taten Rechenschaft abgelegt.[41]

Bei der dritten Säule sichert die Bank zu, dass bei ihr angelegtes Geld „den ethischen Zielen der Steyler Missionare entspricht, eine ordentliche Rendite erwirtschaftet“ und die Arbeit der Missionare gefördert wird. Für Anlagen in ethischen Aktien und Fonds bietet sie eine Beratung, die ein persönliches Ethik-Konzept umfasst und bei dem eigene Best-in-class-Grenzen (deutsch: die Besten einer Branche) festgelegt sowie über eine Negativliste Ausschlusskriterien bestimmt werden können. Entgegen den zuvor aufgeführten Banken erfolgt bei der Steyler Bank GmbH keine detaillierte Aufschlüsselung der Eigenanlagen und Kreditvergaben.

2.4.2. Renditeorientierte Banken in Deutschland

Für die exemplarische Darstellung der renditeorientierten Banken in Deutschland wurden neben der ING-DiBa AG als größte Direktbank auch die beiden größten Privatbanken Deutsche Bank AG und Commerzbank AG ausgewählt. Insbesondere umfasst die Betrachtung die ethisch-soziale Ausrichtung in der Geschäftspolitik dieser Banken.

2.4.2.1. ING-DiBa AG

Vorgänger der ING-DiBa AG wurden im Jahr 1965 gegründet. Seit dem Jahr 2005 firmiert die Bank unter dem gegenwärtigen Namen ING-DiBa AG. Mit über sieben Millionen Kunden ist die ING-DiBa AG die größte Direktbank in Deutschland[42] mit den Kerngeschäftsfeldern Sparanlagen, Baufinanzierungen, Wertpapiergeschäft, Verbraucherkredite und Girokonten für Privatkunden. Die Bilanzsumme und die Kundeneinlagen konnten im Zeitraum von 2007 bis 2010 um 26 Prozent gesteigert werden.[43]

Die von der ING DiBa übernommene gesellschaftliche Verantwortung wird mit dem Wort FAIRantwortung und den Schwerpunkten Mitarbeiter, Verbraucherschutz, Bildung und Umwelt nach außen publiziert. Darunter versteht sie ihr gesamtes Engagement, von Spenden für UNICEF bis zur Sportförderung. Das Umweltmanagement der ING-DiBa AG wurde in den letzten Jahren aufgebaut, indem der Stromverbrauch gesenkt, der interne Papierverbrauch zu 100 Prozent auf Recycling umgestellt und die Klimatisierung der Gebäude ökologisch sinnvoll modifiziert wurde.[44]

2.4.2.2. Commerzbank AG

Im Jahr 1870 wurde die heutige Commerzbank AG gegründet und ist derzeit die zweitgrößte deutsche Bank.

Den Rahmen für eine nachhaltige Ausrichtung der Geschäftstätigkeit hat die Commerzbank AG mit den Leitlinien zur unternehmerischen Verantwortung geschaffen. Insbesondere werden ökologische, soziale und ethische Kriterien bei unternehmerischen Entscheidungen berücksichtigt.[45] Über den Commerzbank-Kundenbeirat beteiligt die Bank ihre Kunden aktiv an den Entscheidungsprozessen der Bank.[46] Einen weiteren Schwerpunkt stellt das Umweltmanagement dar, welches im Zusammenhang mit einem modernen Gebäudemanagement zur Optimierung des Ressourceneinsatzes und der systematischen Verringerung der CO2-Emissionen steht.[47] Die Commerzbank AG führt regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durch, um deren Bedürfnisse zu erkennen und so über motivierte Mitarbeiter die Unternehmensentwicklung positiv zu beeinflussen.[48]

Die Bandbreite der Förderprojekte der Commerzbank-Stiftungen umfasst Bildung, Forschung und Soziales sowie Kunst und Kultur. Dazu gehören auch die Commerzbank-Sozialstiftungen, die direkte finanzielle Unterstützung von in Not geratenen Mitarbeitern und Pensionären der Bank und deren Familien leisten.[49]

2.4.2.3. Deutsche Bank AG

Die Deutsche Bank AG wurde 1871 gegründet. Angesichts der zunehmenden Globalisierung der Weltwirtschaft ist die Deutsche Bank AG heute bereits in über 70 Ländern präsent. Dies spiegelt sich auch im Leitbild der Bank wider. Hier strebt die Deutsche Bank AG die weltweite Führungsposition für Anbieter von Finanzlösungen an, um nachhaltig Werte zu schaffen – für ihre Kunden, Aktionäre, Mitarbeiter und für die Gesellschaft.[50] Das Ziel der Deutschen Bank AG ist es, neben den wirtschaftlichen Interessen auch die gesellschaftliche Verantwortung und die Nachhaltigkeit fest in ihre Geschäftspolitik zu verankern. Ihre Nachhaltigkeitsstrategie basiert auf den zehn Grundsätzen des Global Compact[51], bei dem die Deutsche Bank AG als Gründungsmitglied tätig war.

Die Deutsche Bank AG hat im Jahr 2005 eine Klimastrategie entwickelt, die auf drei Säulen basiert. Als Finanzintermediär fördert die Deutsche Bank AG in der ersten Säule den Umwelt- und Klimaschutz in ihrem Kerngeschäft. In der zweiten Säule agiert sie als Umwelteffizienz-Manager in allen betrieblichen Vorgängen. Mit der Förderung innovativer Projekte, der Entwicklung nachhaltiger Konzepte und aktiver Zusammenarbeit mit wesentlichen Entscheidungsträgern und internationalen Partnern wird in der dritten Säule die Klimabotschaft vermittelt.[52]

2.5. Ethische und soziale Produkte

Die Anfänge ethischer, sozialer und kirchlicher Geldanlagen werden auf das 19. Jahrhundert zurückgeführt. Vor allem aus religiösen Beweggründen wurden von Anlegern bestimmte Branchen ausgeschlossen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden so genannte sündenfreie Investitionen (englisch: sin-free-investments) eingerichtet, die auf Investitionen in Unternehmen verzichteten, die Erträge mit dem Handel von Alkohol, Tabak oder Waffen oder mit dem Glücksspiel erwirtschafteten. In den USA wurde 1970 einer der ersten ethischen Investmentfonds aufgelegt.[53] Mit dem Luxinvest Ökorent wurde 1989 einer der ersten Ökofonds in Deutschland herausgegeben.[54] Immer mehr Anleger sind seither daran interessiert, wie das angelegte Kapital verwendet wird.

Die Darmstädter Definition "Nachhaltiger Geldanlagen" des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie GmbH nimmt eine Unterscheidung aus ökonomischer, ökologischer und soziokultureller Sicht vor. Danach erfordern nachhaltige Geldanlagen aus ökonomischer Sicht, dass Renditen auf Basis langfristiger Produktions- und Investitionsstrategien erwirtschaftet werden. Darüber hinaus müssen Erträge aus überwiegend realer Wertschöpfung entstehen, elementare Bedürfnisse (z. B. Versorgung mit Wasser) erfüllt und nicht gefährdet werden und Gewinne nicht auf Korruption beruhen. Aus ökologischer Sicht soll die Gewinnerzielung aus nachhaltigen Geldanlagen mit einer Steigerung der Ressourcenproduktivität, einer Investition in erneuerbare Energieformen, der Wiedergewinnung oder -verwendung verbrauchter Stoffe und der Erhaltung der Ökosysteme (z. B. Regenwälder, Meere) einhergehen. Aus soziokultureller Sicht wird unter nachhaltigen Geldanlagen der Einklang aus der Entwicklung des Humankapitals (z. B. Vereinbarkeit von Beruf und Familie), des Sozialkapitals (z. B. Ausgewogenheit der Generationen) und des Kulturkapitals (z. B. kulturelle Vielfalt) verstanden.[55]

Im Folgenden werden Bankprodukte auf ethische Ausprägung untersucht.

2.5.1. Bankguthaben und Kredite

Diese Produkte sind für die Aktiv- und Passivseite einer Bank getrennt zu betrachten. Bankguthaben im klassischen Sinne umfassen alle Formen von Sicht-, Spar- und Termineinlagen.[56]

Bei einer ethischen oder sozialen Ausrichtung der Bankeinlagen achtet die Bank darauf, dass die Refinanzierungsquellen nicht unethisch sind bzw. über entsprechende ethisch-soziale Qualifikationen verfügen. Beispielsweise wird bei einigen kirchlichen Banken auf die religiöse Zugehörigkeit oder die Tätigkeit des Kunden in kirchlichen Berufen oder Institutionen geachtet.

Auf der Aktivseite steht die Geschäftsstrategie der Bank bei der Kreditvergabe im Mittelpunkt des Kundeninteresses. Dabei hat die Bank die Aufgabe, potenzielle Antragsteller für Kredite auf die entsprechende Verwendung dieser Gelder zusätzlich nach ethischen bzw. sozialen Parametern zu prüfen.

Im privaten Kreditkundensegment wird üblicherweise nur der Verwendungszweck des Kredites, z. B. eine energetische Gebäudesanierung, und der damit verbundene ethisch-soziale Zweck betrachtet. Bei gewerblichen Finanzierungen werden die allgemeine Geschäftstätigkeit des Unternehmens und die Verwendung der kreditierten Gelder aufwendig geprüft. Dadurch wird vermieden, dass Unternehmen durch mittelbare Beteiligung den ethischen Grundprinzipien widersprechen.

Als spezielle praktische Ausprägung des moralischen Gedankens, wer über die Vergabe von Krediten entscheidet, wird in ausgewählten Banken das Recht zur Mitbestimmung forciert. Kunden der Bank votieren dabei im Vorfeld, welche Branchen oder welche Unternehmen grundsätzlich für Kreditentscheidungs-prozesse zugelassen werden.

2.5.2. Wertpapiere

Für das Wertpapier im Sinne einer Aktie, eines Rentenpapiers, eines Zertifikates oder in Form eines Investmentfonds ist die ethisch-soziale Ausrichtung des einzelnen Unternehmens als Investitionsobjekt entscheidend.

Während bei einer gezielten Beteiligung an einem Unternehmen die Einhaltung von ethischen und sozialen Gesichtspunkten einfacher prüfbar ist, sind derartige Ansätze im Rahmen der Konstruktion eines Portfolios nur unter großem Aufwand möglich.

Grund dafür ist, dass neben der Kerngeschäftstätigkeit auch die direkte und mittelbare Beteiligung an anderen Unternehmen betrachtet werden muss. Im Rahmen eines globalen Finanzmarktes ist die geschäftliche Verzahnung von Unternehmen untereinander umso komplexer.

Bei der Konzeption und beim Aufbau dieser Portfolien werden unterschiedliche Investmentstrategien und -themen verfolgt. Für die Auswahl einzelner Unternehmen kann der Ansatz der Ausschließlichkeit, die so genannte Black-List (Auflistung von Ausschlusskriterien), verfolgt werden. Den strengen Vorgaben entsprechend werden nur Unternehmen zugelassen, welche definitiv keine Beteiligung an Ausschlusskriterien aufweisen.[57]

Daneben existiert der Best-in-class- bzw. White-List - Ansatz (Auflistung von Zulassungskriterien). Hierbei werden einzelne Themen nicht ausgeschlossen, sondern die Selektionskriterien allgemein betrachtet. Es werden Unternehmen für die Portfolioaufnahme ausgewählt, die innerhalb ihrer Branche ethisch-soziale Standards am besten erfüllen.

Die Wahl des Investmentthemas beeinflusst ebenfalls die Auswahl von Einzeltiteln. In Kirchenfonds führen Tabuthemen wie Empfängnisverhütung oder Abtreibung beispielsweise zum Ausschluss einiger Pharmaunternehmen. Ökofonds schließen durch die Ablehnung von Kernenergie die meisten Energieversorger aus.

2.5.3. Immobilien

Immobilien sind grundsätzlich Grundstücke und Gebäude. Die Konzeption von ethisch bzw. sozial geprägten Immobilien basiert auf wirtschaftlichen, ökologischen und soziokulturellen Prinzipien.[58] Eine ethische Betrachtung von Immobilien kann in Bezug auf den Nutzerkreis der Gebäude spezialisiert werden. Es ist möglich, anhand spezieller Positiv- oder Negativkriterien bestimmte Mieter- und Pächtergruppen zuzulassen oder auszuschließen.

Häufig liegt der ethische Schwerpunkt einer Immobilie im ökologischen Energiehaushalt des Objektes. Bei der Betrachtung von privaten Immobilien sind spezielle Förderprogramme der KfW für energieeffiziente Baumaßnahmen relevant. Im gewerblichen Immobiliensektor stehen komplexe Energiebilanzen des Gesamtobjektes im Mittelpunkt. Energetische und damit langfristig finanzielle Vorteile erhöhen den Wert der Immobilien in zweierlei Hinsicht. Zum einen erhöht der effiziente Umgang mit Energie den wirtschaftlichen Wert dieser Objekte und damit die Rentabilität. Zum anderen steigert die Kommunikation dieser Maßnahmen in der öffentlichen Wahrnehmung das Image der Eigentümer respektive der Nutzer.

Im Sinne einer Anlageklasse kann das Eigentum an den Objekten mittelbar in Form einer Beteiligung an einem verwalteten Immobilienportfolio, zum Beispiel als Immobilienfonds, oder unmittelbar in Form eines direkten Kaufs erfolgen.

2.5.4. Beteiligungen

Bei einer Beteiligung handelt es sich um eine Anlage, die einer begrenzten Anzahl von Anlegern die Möglichkeit gibt, sich an einem oder mehreren Projekten mit einem bestimmten Zweck unternehmerisch zu beteiligen. Durch die Eigenschaft als Gesellschafter haben Kunden die umfangreichste Möglichkeit, Informationen über die Geschäftstätigkeit bzw. das Investitionsobjekt zu erhalten.[59]

Der Markt der Beteiligungen umfasst mittlerweile eine Vielzahl von Anlageklassen wie z. B. Solar-, Wasser und Windkraftanlagen, Immobilienfonds und viele weitere. Bei den Beteiligungen wurden Projekte mit ethischer und sozialer Ausrichtung in den letzten Jahren verstärkt nachgefragt. Vor allem Energiefonds haben im Jahr 2010 einen Zuwachs von 52 Prozent des platzierten Eigenkapitals gegenüber dem Vorjahr erfahren.[60] Diese Entwicklung wird durch eine im Jahr 2009 von der Steinbeis-Hochschule in Berlin durchgeführte Studie bestätigt. Demnach gingen 77,2 Prozent der befragten Banken und Vermögensverwalter davon aus, dass die Investitionshäufigkeit in erneuerbare Energien auch zukünftig weiter steigen wird.[61]

3. Empirische Untersuchung

3.1. Einführung

Der Abschnitt zur empirischen Untersuchung beginnt mit einer Darstellung der Zielsetzung und Konzeption, des Adressatenkreises der Befragung und der Rücklaufquote. Aus der Analyse der ausgewerteten Befragungsergebnisse wurden im ersten Schritt die Befragungsteilnehmer nach unterschiedlichen Kriterien gruppiert. Auf Basis dieser Daten wurden die Ergebnisse der Befragung mittels deskriptiver und induktiver Statistiken betrachtet. Dabei wurden die Antworten der Befragungsteilnehmer zunächst innerhalb der einzelnen Fragen untersucht. Anschließend wurden mögliche Zusammenhänge zwischen Ergebnissen einzelner Fragen und dem Kreis der Befragungsteilnehmer abgeleitet und hinsichtlich des Themas der Studienarbeit fundiert erörtert.

3.2. Zielsetzung und Konzeption der empirischen Untersuchung

Ziel der Befragung ist es zu untersuchen, ob eine Veränderung der geschäftspolitischen Ausrichtung hin zu ethischen und sozialen Themen für renditeorientierte Banken den geschäftlichen Erfolg steigern kann. Der Fragebogen begann mit einer Einleitung zu ethischen und sozialen Sachverhalten. Dadurch wurden die Befragten auf die nachfolgenden Fragen vorbereitet.

[...]


[1] Faust, M., zitiert in WirtschaftsWoche (2011), S. 122.

[2] WeltOnline (2009): Josef Ackermann verteidigt 25-Prozent-Ziel.

[3] Vgl. zeb/rolfes.schierenbeck.associates gmbH (2009): Konsequenz der Finanzkrise: Kreditinstitute sollten wachsende Nachfrage nach „Social Banking“ ernst nehmen; zeb/rolfes.schierenbeck.associates gmbH (2009): Das Social-Banking-Geschäftsmodell wirkt auf Kunden geradezu magnetisch – 2010 ist die deutsche GLS Bank um 37 Prozent gewachsen.

[4] Vgl. ZDF Politbarometer (2011): Politische Stimmung in Deutschland seit Januar 2004.

[5] Vgl. hierzu und im Folgenden Sauerland, Dirk et al. (2009): Lehren aus der Finanzkrise: Sucht mit System – Staat und Banken in der Abhängigkeit, S. 5.

[6] Vgl. Löchel, H. (2009): Volkswirtschaftslehre für Financial Planner, S. 28.

[7] Sogenannte NINJA – Loans: No Income, No Job and No Asset Loans (deutsch: kein Einkommen, kein Arbeitsplatz und unbesicherte Kredite).

[8] Vgl. hierzu und im Folgenden Sauerland, Dirk et al. (2009): Lehren aus der Finanzkrise: Sucht mit System – Staat und Banken in der Abhängigkeit, S. 6.

[9] Vgl. Börse-live (o. J.): Ratingübersicht: Rating und Bonitätsbewertungen.

[10] Vgl. hierzu und im Folgenden Sauerland, Dirk et al. (2009): Lehren aus der Finanzkrise:Sucht mit System – Staat und Banken in der Abhängigkeit, S. 9.

[11] Commercial Papers sind kurzfristige, oft nur wenige Tage laufende Anleihen.

[12] Vgl. hierzu und im Folgenden Sauerland, Dirk et al. (2009): Lehren aus der Finanzkrise:Sucht mit System – Staat und Banken in der Abhängigkeit, S. 6.

[13] Vgl. Löchel, H. (2009): Volkswirtschaftslehre für Financial Planner, S. 15.

[14] Ebenda

[15] Prozess, mittels dessen sich geldpolitische Entscheidungen auf die Wirtschaft im Allgemeinen und das Preisniveau im Besonderen auswirken. Vgl. Europäische Zentralbank (2004): Die Geldpolitik der EZB, S. 44.

[16] Vgl. Weber, A. (2009): Finanzkrise: Fragen der Aufarbeitung, Bewältigung und Prävention,S. 8.

[17] Vgl. Weber, A. (2009): Finanzkrise: Fragen der Aufarbeitung, Bewältigung und Prävention,S. 8.

[18] Vgl. Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (o. J.): Welche Aufgaben nimmt die FMSA wahr?.

[19] Vgl. Focus Online (2008): Finanzkrise: Sparkasse als große Gewinner.

[20] Vgl. BVR (2009): Genossenschaftlicher FinanzVerbund erwirtschaftet auch im Krisenjahr 2008 respektables Ergebnis.

[21] Vgl. hierzu und im Folgenden Wikipedia (o. J.): Ethik.

[22] Vgl. Bankenverband Bundesverband Deutscher Banken (2011): Banken in der Verantwortung: Ergebnisse einer begleitenden repräsentativen Meinungsumfrage des Bundesverbandes deutscher Banken, S. 10 ff.

[23] Vgl. Deutsche Bank (2010): Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft.

[24] Vgl. Ackermann, J. (2011): Hauptversammlung Deutsche Bank AG, S. 9.

[25] Vgl. zeb/rolfes.schierenbeck.associates gmbH (2009): Konsequenz der Finanzkrise: Kreditinstitute sollten wachsende Nachfrage nach „Social Banking“ ernst nehmen.

[26] Vgl. Müller, C. (2005): An ihrem dritten Geburtstag wendet sich die EthikBank nach Österreich, S. 1 f.

[27] Vgl. EthikBank (2011): Zahlen & Fakten; EthikBank (2011): Meilensteine.

[28] Vgl. EthikBank (o. J.): Unsere ethisch-ökologischen Anlagekriterien im Detail.

[29] Natur-Aktien-Index; vgl. hierzu SECURVITA Gesellschaft zur Entwicklung alternativer Versicherungskonzepte mbH (2011).

[30] Vgl. EthikBank (2011): Anlagekriterien, S. 4 ff.

[31] Vgl. EthikBank (o. J.): Gläserne Bank.

[32] Vgl. EthikBank (o. J.): Förderpreis „Nachhaltiger Mittelstand“.

[33] Vgl. GLS Bank (2010): Geschäftsbericht 2009 der GLS Bank, S. 6.

[34] Vgl. GLS Bank (2004): Leitbild der GLS Bank.

[35] Vgl. GLS Bank (o. J.): GLS Anlagekriterien.

[36] Vgl. GLS Bank (2004): Leitbild der GLS Bank.

[37] Vgl. GLS Bank (2010): Geschäftsbericht der GLS Bank 2009, S. 2; GLS Bank (o. J.): Hochkonjunktur bei der GLS Bank.

[38] Vgl. Steyler Bank GmbH (2010): Geschäftsbericht 2009, S. 2 ff.

[39] Vgl. hierzu und im Folgenden Steyler Bank GmbH (2011): Wir fördern nachhaltige Entwick- lung - Die Ethik der Steyler Bank, S. 5 ff.

[40] Der Steyler Missionsorden gehört zu den zehn größten katholischen Ordensgemeinschaften weltweit.

[41] Vgl. hierzu und im Folgenden Steyler Bank GmbH (2011): Wir fördern nachhaltige Entwick- lung - Die Ethik der Steyler Bank, S. 13 ff.

[42] Vgl. Focus (2009): Der Markt der Finanzanlagen: Daten, Fakten, Trends, S. 11.

[43] Vgl. ING-DiBa AG (o. J.): Fakten und Kennzahlen der ING-DiBa nach IFRS.

[44] Vgl. ING-DiBa AG (2010): Umwelt, S. 2.

[45] Vgl. Commerzbank AG (o. J.): Nachhaltigkeit und Verantwortung.

[46] Vgl. Commerzbank AG (o. J.): Nachhaltigkeit und Verantwortung: Markt & Kunden.

[47] Vgl. Commerzbank AG (o. J.): Nachhaltigkeit und Verantwortung: Ökologie.

[48] Vgl. Commerzbank AG (o. J.): Nachhaltigkeit und Verantwortung: Mitarbeiter.

[49] Vgl. Commerzbank AG (o. J.): Nachhaltigkeit und Verantwortung: Gesellschaft.

[50] Vgl. Deutsche Bank AG (o. J.): Deutsche Bank im Überblick, S. 2.

[51] Der Global Compact ist ein von der UN initiiertes Forum von weltweit 5.000 Unternehmen, darunter 164 deutsche Unternehmen, zur nachhaltigen Umsetzung von Themen wie bei- spielsweise Schutz von Menschenrechten, Verhinderung von Zwangsarbeit und Korruption sowie Stärkung des Umweltschutzes.

[52] Vgl. Deutsche Bank AG (o. J.): Finanzintermediär.

[53] Vgl. Heidrich, H.-P. (2007): Ethische Geldanlagen – Honorig aber unprofitabel?, S. 35.

[54] Vgl. Deutsche Börse AG (o. J.): SEB ÖkoRent.

[55] Vgl. Hoffmann, J./Scherhorn, G./Busch, T. (2004): Darmstädter Definition Nachhaltiger Geldanlagen, S. 7.

[56] Vgl. hierzu und im Folgenden Franz, H. (2005): Ethisch-ökologische Kreditinstitute, S. 45 ff.

[57] Vgl. hierzu und im Folgenden Deutsch, A. (2011): Reines Gewissen – und die Rendite, S. 59.

[58] Vgl. Suljagic, A. (2010): Ethikbasierte Investments, S. 18.

[59] Vgl. Suljagic, A. (2010): Ethikbasierte Investments, S. 17.

[60] Für die verwendeten Daten vgl. VGF Verband geschlossene Fonds e.V. (2011): VGF Branchenzahlen 2010: Anleger investieren 13 Prozent mehr Eigenkapital in geschlossene Fonds.

[61] Vgl. Commerz Real AG (2009): Studie zu Trends bei Geschlossenen Fonds: Banken und Vermögensverwalter rechnen mit mehr New Energy-Fonds.

Details

Seiten
74
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656092186
ISBN (Buch)
9783656092285
Dateigröße
1.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v184405
Institution / Hochschule
Frankfurt School of Finance & Management
Note
2,0
Schlagworte
geschäftspolitik banken vergleich ethik sozial ethisch bank rendite renditeorientiert

Autoren

  • St. Münchow (Autor)

    2 Titel veröffentlicht

  • Kathleen Hummel (Autor)

  • D. Jauerneck (Autor)

  • Kay Scheschonk (Autor)

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Titel: Geschäftspolitik von ethisch respektive sozial orientierten Banken im Vergleich zu herkömmlichen renditeorientierten Banken