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Slawische Volksgruppen in deutschen Staaten

Kroaten im Burgenland und Sorben in der Lausitz

Hausarbeit (Hauptseminar) 2010 28 Seiten

Russistik / Slavistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Wen und warum vergleichen?

2. Ausgangslage – Ein Überblick
2.1 Gradišćanski Hrvati – Die Burgenlandkroaten
2.2 Serbja/Serby – Die Sorben

3. Siedlungsgebiete

4. Identität und Trennlinien

5. Staatliche Rechte und deren Umsetzung
5.1 Gesetzeslage
5.2 Finanzielle Förderung
5.3 Bildung in der Muttersprache
5.4 Zweisprachige Beschilderung

6. Eigene Institutionen
6.1 Vertreter und zentrale Einrichtungen
6.2 Medienlandschaft

7. Wirtschaft – Leben an der Peripherie

8. Kulturelle Aktivität und Wahrnehmung
8.1 Folklore und Folklorisierung
8.2 Neue Wege

9. Politische Repräsentation

10. Fazit

11. Literaturverzeichnis

12. Internetquellenverzeichnis

1. Wen und warum vergleichen?

In den beiden deutschsprachigen Staaten Österreich und Deutschland leben insgesamt fünf autochthone slawische Minderheiten – Burgenlandkroaten, Kärntner Slowenen, Tschechen und Slowaken in erstgenanntem, die westslawischen Sorben in den deutschen Bundesländern Sachsen und Brandenburg. Die genannten Volksgruppen unterscheiden sich im Hinblick auf ihre Geschichte teils erheblich, so sind die einen bereits vor der deutschsprachigen Bevölkerung dort ansässig gewesen, wo sie bis heute leben, andere kamen in den Wirren der Türkenkriege in ihre jetzigen Siedlungsgebiete, wieder andere erst im 18. und 19. Jahrhundert. Was sie verbindet, ist ihr gegenwärtiger Status als ethnische Minderheit in einem zentraleuropäischen Nationalstaat.

Im Folgenden sollen einige Aspekte der aktuellen Situation von Burgenlandkroaten und Sorben und auf diese Weise auch die Minderheitenpolitik ihrer Heimatländer dargestellt und – so möglich – verglichen werden. Die beiden Gruppen sind sowohl ihrer Anzahl als auch des Charakters ihrer Siedlungsgebiete nach vergleichbar; bei beiden sorgen diverse interne Trennlinien für Schwierigkeiten bei der Gruppenidentifikation als „Volk“. Beide wurden in der Geschichte in verschiedenen Epochen marginalisiert und benachteiligt, teilweise wurde ihre bloße Existenz verleugnet. Sowohl die burgenländischen Kroaten als auch die Sorben verfügen erst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts über verbriefte Gruppenrechte, bei deren Umsetzung es teils erhebliche und vor allem sehr ähnliche Probleme gibt.

In dieser Arbeit habe ich – neben der angeführten Literatur – auf eigene Erfahrungen aus meiner Heimat, der zweisprachigen Lausitz, sowie auf Eindrücke einer Studienreise durch das Burgenland zurückgreifen können. Ein Vergleich der Situation beider Völker schien naheliegend und bietet die Möglichkeit, ähnliche Tendenzen in der Minderheitenpolitik beider Staaten sowie in der den Volksgruppen innewohnenden Eigendynamik zu erkennen, aber auch die Chance, voneinander zu lernen. Was in der gebotenen Kürze nicht erfolgen kann und wird, ist eine Antwort auf die Frage, ob denn Kroaten und Sorben durch ihr Dasein als Slawen in deutschsprachigen Nationalstaaten eine andere Behandlung erfahren und erfahren haben, als es bei nichtslawischen Minderheiten – wie Friesen und Dänen in Deutschland oder Ungarn in Österreich – der Fall war.

2. Ausgangslage – Ein Überblick

2.1 Gradišćanski Hrvati – Die Burgenlandkroaten

Die heutigen Kroaten des Burgenlandes sind Nachfahren jener Einwanderer aus den kroatischen Gebieten entlang der damaligen österreichischen Militärgrenze, die – ausgelöst u.a. durch das Vordringen der Osmanen auf dem Balkan – im 16. Jahrhundert ihre Heimat in Slawonien, Kroatien und dem dalmatinischen Hinterland verließen und sich vorwiegend auf den durch Pest, Grenzkriege und Hungersnöte entvölkerten Ländereien in Westungarn und Niederösterreich, südöstlich und nordöstlich von Wien, ansiedelten.[1] Die genaue Zahl der kroatischen Einwanderer ist unbekannt, wird aber zwischen 60.000 und 150.000 geschätzt. Aufgrund ihrer Herkunft aus unterschiedlichen Gebieten sind alle drei großen Dialekte des heutigen Kroatischen – Kajkavisch, Štokavisch und Čakavisch – auch im Burgenland vertreten, wenn auch in archaischeren Formen.

In Niederösterreich und den südlichen Gebieten des heutigen Burgenlandes vollzog sich die sprachliche und kulturelle Assimilation der Kroaten bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Zur Jahrhundertwende war das kroatische Siedlungsgebiet bereits in fünf Sprachinseln aufgeteilt, zwischen denen deutsch- bzw. ungarischsprachige Ortschaften lagen. Eine zahlenmäßige Abnahme verzeichneten die Volkszählungen – anders als bei den Lausitzer Sorben – jedoch erst ab den 1930er Jahren.[2]

Die heutige burgenländisch-kroatische Schriftsprache basiert im Wesentlichen auf den čakavischen Dialekten des nördlichen und mittleren Burgenlandes, was für gewisse Akzeptanz-Probleme in den anderen Teilen des kroatischen Siedlungsgebietes, v.a. im Süden, sorgt. Die Standardisierung ist mit der Herausgabe von Wörterbüchern, einer Rechtschreibung und einer Grammatik erst im ausgehenden 20. bzw. beginnenden 21. Jahrhundert vorangeschritten.

Da in Österreich bei Volkszählungen eine Kategorisierung nach Sprachgebrauch erfolgt, liegen offizielle Zahlen über die Größe der Volksgruppe vor. Demnach bezeichneten sich im Jahre 2001 im Burgenland 16.245 Menschen als Sprecher des Burgenlandkroatischen. Aufgrund der Problematik, die solchen offiziellen Zählungen inhärent ist – so variieren die Ergebnisse stark je nach genauer Fragestellung – gehen Vertreter der Volksgruppe jedoch von etwa 50.000 bis 60.000 Einwohnern mit kroatischen Sprachkenntnissen im gesamten historischen Burgenland aus; davon sei die überwiegende Mehrheit in Österreich ansässig.[3]

2.2 Serbja/Serby – Die Sorben

Die in der Ober- und Niederlausitz im Osten Deutschlands ansässigen Sorben stammen von den beiden slawischen Stämmen der Milzener und Lusizer ab, die ab dem 6. Jahrhundert mit der Besiedlung dieser Gegenden begannen. Seit dem Aussterben des Polabischen im Wendland[4] stellen sie die letzten verbliebenen Vertreter der sogenannten „Germania Slavica“, also der ehemals überwiegend slawischsprachigen Bevölkerung des späteren Ostdeutschlands, dar.

Die Sorben verfügen über zwei Schriftsprachen, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Das Obersorbische als die größere von beiden ist in der sächsischen Oberlausitz beheimatet, wo es insbesondere in den Dörfern zwischen den Städten Budyšin/Bautzen, Kamjenc/Kamenz und Wojerecy/Hoyerswerda auch als Alltagssprache gesprochen wird. Das Sprachgebiet des Niedersorbischen ist die brandenburgische Niederlausitz, wo die Sprache allerdings nur noch in wenigen Orten in der Öffentlichkeit zu hören ist. Für beide Sprachen existieren seit der Mitte des 20. Jahrhunderts verbindliche Wörterbücher, Rechtschreibungen und Grammatiken.

Die Sorben sind seit über 1000 Jahren in deutsche Staatswesen integriert. Sprachliche und kulturelle Rechte wurden ihnen jedoch erstmals 1948 mit der Verabschiedung des Ersten Sächsischen Sorbengesetzes eingeräumt. In der Deutschen Demokratischen Republik entwickelten sich beinahe alle heutigen kulturellen und wissenschaftlichen Institutionen, ein sorbisches Schulnetz etc.

Eine Volkszählung nach ethnischer Zugehörigkeit wird seit 1945 in Deutschland nicht mehr vorgenommen. Auch die Sorbengesetze der Länder schreiben fest, dass die Zugehörigkeit zum sorbischen Volk nicht hinterfragt werden darf.[5] Daher ist eine verlässliche Aussage darüber, wie viele Sorben es gibt, nicht möglich. Die offiziell genannte Zahl von 60.000 (davon 40.000 in Sachsen und 20.000 in Brandenburg) ist lediglich eine Schätzung, die seit fast 20 Jahren unverändert ist. Darin einbezogen sind Menschen, die sich zwar als Sorben identifizieren, aber aus verschiedenen Gründen die sorbische Sprache nicht mehr beherrschen. Nimmt man die Sprache als Kriterium, so werden etwa 23.000 Sprecher für das Ober- und 7.000 für das Niedersorbische angenommen. Der sorbische Gelehrte Arnošt Muka hatte 1884/85 noch etwa 160.000 Sorben gezählt, aber bereits auf die starken Assimilationsprozesse vor allem in den Randgebieten und im Umfeld der entstehenden Industrieorte hingewiesen.[6]

3. Siedlungsgebiete

Seit der Besiedlung der heutigen Bundesländer Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen durch slawische Stämme war deren Siedlungsgebiet kompakt. Noch Mitte des 19. Jahrhunderts war der größte Teil der Lausitz, also etwa 8.000 Quadratkilometer Land, flächendeckend sorbisch besiedelt. Die wenigen größeren Orte und Marktplätze wie Budyšin/Bautzen, Chóśebuz/Cottbus, Kamjenc/Kamenz, Grodk/Spremberg oder Baršć/Forst waren deutschsprachige Inseln, die von hunderten zumeist einsprachig sorbischen Dörfern umgeben waren. Diese Situation änderte sich grundlegend erst mit dem verschärften wirtschaftlichen wie auch politischen Druck durch die Industrialisierung und den deutschen Nationalismus nach 1850, der die weitgehende Germanisierung der Niederlausitz, des Braunkohlegebietes der Mittellausitz und schließlich auch der evangelischen Teile der Oberlausitz zur Folge hatte. Bis heute bilden jedoch die verbliebenen mehrheitlich sorbischen Dörfer ein, wenn auch wesentlich kleineres, aber zusammenhängendes Gebiet.[7]

Zum offiziellen Siedlungsgebiet zählen heute 70 Gemeinden oder Gemeindeteile[8] in fünf Landkreisen[9] sowie die Stadt Cottbus. Der Anteil der Sorben an der Gesamtbevölkerung der beiden Bundesländer beträgt jeweils weniger als ein Prozent.

Die Kroaten im Burgenland verfügten dagegen spätestens seit dem 19. Jahrhundert über kein größeres zusammenhängendes Siedlungsterritorium mehr, da sie zur Zeit ihrer Ankunft im 16. Jahrhundert im Wesentlichen jene Dörfer und Gegenden besiedelt hatten, die zuvor verlassen worden waren und die Assimilation seitdem ständig vorangeschritten war. Neben ihnen kamen zudem auch deutsch- oder ungarischsprachige Neusiedler in die Gegend, so dass wir es historisch mit einem ethnisch sehr fragmentierten Gebiet zu tun haben. Den stabilen Kern des Siedlungsgebietes stellen dabei heute die kroatischen Gemeinden der Bezirke Gornja Pulja/Oberpullendorf und Željezno/Eisenstadt im mittleren bzw. nördlichen Burgenland dar. Hier bestehen bis heute mehrere Gemeinden mit mehrheitlich kroatischer Bevölkerung.[10],[11]

Das Siedlungsgebiet der burgenländischen Kroaten ist anders als das sorbische nicht eindeutig definiert; die Volksgruppenrechte beschränken sich jedoch auf das Burgenland. Heute leben Kroaten in insgesamt sechs von sieben Bezirken des Bundeslandes,[12] wobei sie in keinem Bezirk die Bevölkerungsmehrheit stellen. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung des Burgenlandes beträgt gemäß offizieller Zählung nach Umgangssprache knapp 5,7 %,[13] gemäß eigener Schätzungen etwa 14 %.

4. Identität und Trennlinien

Anders als die Sorben leben die Burgenlandkroaten heute in insgesamt drei unabhängigen Staaten, nämlich in Österreich, Ungarn und der Slowakei. Diese unterschiedlichen Hintergründe haben, wie auf einem Forschungsaufenthalt im Mai 2010 deutlich wurde, u.a. verschiedene Auffassungen zur eigenen Sprache und zum Verhältnis zum „Mutterland“ Kroatien zur Folge. Während im österreichischen Burgenland zumindest bis zur 8. Klasse in den Schulen die standardisierte Burgenlandkroatische Sprache unterrichtet wird, lernen die Kinder im ungarischen und slowakischen Teil von Anfang an Standardkroatisch. Die Menschen identifizieren sich stärker mit dem Staat Kroatien und seinen Symbolen. Das ist in Österreich nicht der Fall.

Eine weitere interne Trennlinie besteht innerhalb Österreichs in politischer Hinsicht. So entsprachen die Gegensätze zwischen dem Teil der burgenländischen Kroaten, die die Assimilation als unausweichlich, ja sogar begrüßenswert ansahen und der entgegengesetzten konservativen Strömung, die sich den Erhalt von Kultur und Sprache auf die Fahnen schrieb, im 20. Jahrhundert im Wesentlichen jenen zwischen den politischen Parteien SPÖ[14] und CS/ÖVP[15]. Daraus gingen auch diverse „doppelte“ Institutionen hervor, die jeweils einer politischen Partei nahestanden. Mittlerweile ist jedoch auch die burgenländische SPÖ von ihrem Assimilationskurs abgerückt.

In der sorbischen Lausitz existieren ebenfalls diverse Trennlinien, die eine gemeinsame ethnische Identität erschweren. Jedoch sind diese im Unterschied zum Burgenland weniger politischer, als mehr sprachlicher und konfessioneller Natur. Die auffälligste ist die Trennung zwischen den Sorben der Oberlausitz und den Niedersorben, die sich teilweise bis heute auch als Wenden bezeichnen. Die beiden ehemals durch Übergangsdialekte verbundenen Sprachgebiete werden heute durch einen sprachlich assimilierten Gürtel, der in etwa dem Lausitzer Braunkohlerevier entspricht, voneinander getrennt. Dadurch wird alltäglicher Kontakt zwischen beiden Gruppen erschwert. Hinzu kommt die Sprachsituation des Niedersorbischen, welches kaum noch als Alltagssprache verwendet wird. Anders als in der Oberlausitz werden jedoch in vielen längst nicht mehr sorbischsprachigen Gebieten Brandenburgs trotzdem sorbische/wendische Traditionen weitergeführt, was einige (Ober-)Sorben als Anlass sehen, die „Wenden“ nicht als „echte Sorben“ anzuerkennen. Dementsprechend gibt es in der Niederlausitz auch eine kleine Bewegung, deren Angehörige Wert darauf legen, keine „Sorben“, sondern „Wenden“ zu sein, obwohl ihre Selbstbezeichnung gleich der „sorbischen“ lautet.[16]

Eine weitere Trennlinie ist konfessionell bedingt. Begünstigt durch die deutschnationale Orientierung der evangelischen Kirche in den Jahrhunderten vor 1945, besonders aber im Kaiserreich und unter nationalsozialistischer Herrschaft, ist die Zahl evangelischer Sorben in den vergangenen 120 Jahren stark gesunken, so dass heute der katholische Teil der Oberlausitz das einzige verbliebene sorbische Mehrheitsgebiet ist. Dementsprechend werden von katholischer Seite Ansprüche erhoben, Vertreter des „wahren Sorbentums“ und alleiniger Bewahrer von Sprache und Kultur zu sein, obwohl es durchaus noch evangelische und spätestens seit 1945 auch konfessionslose bewusste Sorben gibt. Letztere waren meist zu Zeiten der DDR in die sorbischen Organisationen (z.B. Domowina) eingebunden, welche eng mit der SED zusammenarbeiten mussten und sind daher in katholischen Kreisen teils noch heute als „rot“ verpönt.

Die Sorben verfügen mit der blau-rot-weißen Flagge und der Hymne Rjana Łužica/Rědna Łužyca über zwei auch offiziell anerkannte eigene nationale Symbole, die sie sowohl von den in der Lausitz lebenden Deutschen als auch von anderen slawischen Völkern unterscheiden. Daneben existieren zahlreiche weitere Symbole, wie das oft in den Nationalfarben gestaltete Lindenblatt oder auch Aufkleber an Autos (Lindenblatt, Flagge oder Kennzeichen „Ł“). Dagegen fehlen einheitliche nationale Symbole bei den Burgenlandkroaten. Eine Flagge oder offiziell anerkannte Hymne existieren nicht; in Ungarn oder der Slowakei wird stattdessen die kroatische Staatsfahne verwendet.

5. Staatliche Rechte und deren Umsetzung

5.1 Gesetzeslage

Beide Völker sind vom jeweiligen Staat gemäß der Europäischen Charta der Minderheitenrechte als „nationale Minderheit“ (Sorben) bzw. als autochthone „Volksgruppe“ anerkannt und haben demzufolge ein Recht auf Pflege ihrer Sprache und Kultur, auf staatliche Unterstützung, auf Schulunterricht in ihrer Sprache, eigene Medien etc. Die Realisierung dieser Rechte stellt sich jedoch in Österreich und Deutschland teils sehr unterschiedlich dar.

In Deutschland sind die Gruppenrechte der sorbischen Volksgruppe im Wesentlichen durch sächsische und brandenburgische Landesgesetze geregelt. Das Gesetz über die Rechte der Sorben im Freistaat Sachsen (SächsSorbG) wurde 1999 verabschiedet, nachdem zuvor noch das alte Sorbengesetz von 1948 in Kraft war. Es schreibt allgemeine Rechte, wie das Recht auf Erhalt der eigenen Sprache, Kultur und Identität, auf zweisprachige Beschilderung, Schulbildung, die Nutzung der sorbischen Sprache vor Gerichten und Behörden etc. fest. Darüber hinaus wird im Anhang das sorbische Siedlungsgebiet definiert.[17] Die genaue Ausgestaltung des Gesetzes ist dann in Richtlinien und Durchführungsbestimmungen geregelt.

[...]


[1] Suppan 1983, S. 34

[2] Suppan 1983, S. 36 ff.

[3] Angabe auf http://www.hrvatskicentar.at/ unter „Kroaten in Österreich“

[4] Die letzte Sprecherin des sogenannten Drawänopolabischen im Wendland starb 1756 im Alter von 88 Jahren.

[5] sh. SächsSorbG § 1: “Das Bekenntnis ist frei. Es darf weder bestritten noch nachgeprüft werden.”

[6] sh. Tschernik 1954

[7] Das Mehrheitsgebiet umfasst im Wesentlichen die Gemeinden Chrósćicy/Crostwitz, Njebjelčicy/Nebelschütz, Pančicy-Kukow/Panschwitz-Kuckau, Ralbicy-Róžant/Ralbitz-Rosenthal und Worklecy/Räckelwitz sowie Ortsteile der Gemeinden Bóšicy/Puschwitz, Hodźij/Göda, Njeswačidło/Neschwitz, Radwor/Radibor, Rakecy/Königswartha sowie der Stadt Kulow/Wittichenau.

[8] Detaillierte Auflistung der betreffenden Gemeinden und Ortsteile auf de.wikipedia.org: http://de.wikipedia.org/wiki/Sorbisches_Siedlungsgebiet – abgerufen am 24. Februar 2011

[9] Landkreise Bautzen/Budyšin und Görlitz/Zhorjelc in Sachsen sowie Spree-Neiße/Sprjewja-Nysa, Dahme-Spreewald/Dubja-Błota und Oberspreewald-Lausitz/Górne Błota-Łužyca in Brandenburg

[10] Suppan 1983, S. 41

[11] Laut Volkszählung 2001 sind das die Gemeinden Klimpuh/Klingenbach, Uzlop/Oslip, Cogrštof/Zagersdorf (Bezirk Željezno/Eisenstadt), Pajngrt/Baumgarten (Bezirk Mattersburg), Pinkovac/Güttenbach, Stinjaki/Stinatz (Bezirk Güssing), Frakanava-Dolnja Pulja/Frankenau-Unterpullendorf, Veliki Borištof/Großwarasdorf, Filež/Nikitsch (Bezirk Gornja Pulja/Oberpullendorf), Čajta/Schachendorf, Čemba/Schandorf (Bezirk Gornja Borta/Oberwart) – sh. Volkszählung 2001 – Hauptergebnisse I Burgenland. Statistik Austria, Wien 2002, S. 69 ff.

[12] Österreichisches Volksgruppenzentrum 1997, S. 99

[13] Statistik Austria: Bevölkerung mit österreichischer Staatsbürgerschaft nach Umgangssprache - http://www.statistik.at/web_de/statistiken/bevoelkerung/volkszaehlungen_registerzaehlungen/bevoelkerung_nach_demographischen_merkmalen/022886.html – abgerufen am 24. Februar 2011

[14] Sozialdemokratische Partei Österreichs, gegründet 1888, bis 1934 Sozialdemokratische Arbeiterpartei, von 1945 bis 1991 Sozialistische Partei Österreichs.

[15] Christlichsoziale Partei, gegründet 1893, 1934 Eingliederung in die Einheitspartei “Vaterländische Front” bzw. Österreichische Volkspartei, gegründet 1945. Zwischen CS und ÖVP bestand eine starke personelle wie auch politische Kontinuität.

[16] Diese Position vertritt u.a. die sogenannte “Lausitzer Allianz/Łužyska alianca”, die frühere Wendische Volkspartei/Serbska ludowa strona, die nur in der Niederlausitz aktiv ist und weniger als 100 Mitglieder hat.

[17] Sächsisches Sorbengesetz (SächsSorbG) auf sachsen.de – http://www.revosax.sachsen.de/Details.do?sid=3392211558411, abgerufen am 23. Februar 2011

Details

Seiten
28
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656088325
ISBN (Buch)
9783656088646
Dateigröße
660 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v184181
Institution / Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin – Institut für Slawistik
Note
1,0
Schlagworte
sorben burgenland minderheiten sprachpolitik deutschland österreich lausitz kroaten

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