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Asset Backed Securities (ABS) - Ein Überblick

Seminararbeit 2011 14 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einführung in das Thema

2. Begriffsbestimmung und Transaktionsablauf

3. Gestaltung von ABS Finanzierungen
3.1 Arten von ABS
3.2 Transaktionsbeteiligte
3.3 Finanzierungsinstrument für den Mittelstand

4. Kritische Betrachtung der Transaktion

5. Interpretation und Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Gliederung von ABS

Abbildung 2: Transaktionsbeteiligte

Abbildung 3: Bilanz vor ABS-Transaktion

Abbildung 4: Bilanz nach ABS-Transaktion

1 Einführung in das Thema

Durch eine oftmals restriktive Geldvergabe der Banken im Rahmen der herkömmlichen Kreditfinanzierung besteht für die Unternehmenslandschaft, verstärkt durch eine zunehmende Internationalisierung, infolge eines Finanzierungsnachteiles zunehmend eine Wettbewerbsschwierigkeit. Das für die deutsche Unternehmerschaft charakterisierende Hausbankenprinzip und die damit sehr starre Verbundenheit, oftmals über Jahrzehnte hinweg, mit ein und demselben Kreditinstitut führt zudem zu einer signifikanten Abhängigkeit und einer damit einhergehenden fehlenden Flexibilität in der Unternehmensfinanzierung. Eine schlechte Zahlungsmoral der Auftraggeber ist im Mittelstand mit einer resultierenden schlechten Eigenkapitalausstattung und hohen Forderungsbeständen verbunden.

Vor diesem Hintergrund gewinnen alternative Finanzierungsformen für die Unternehmen an Bedeutung. Die ABS-Transaktion stellt dabei eine Finanzierungsoption im Bereich der flexiblen Mittelstandsfinanzierung dar. Die Grundidee einer ABS-Transaktion ist die Verbriefung von Forderungen und die damit einhergehende Begründung eines Zahlungsanspruches gegen den Forderungskäufer, der sich durch die Ausgabe von Wertpapieren finanziert.[1]

Das Ziel der Seminararbeit ist es, die Gestaltung einer ABS-Finanzierung zu erläutern sowie eine Aussage darüber zu treffen, ob diese Finanzierungsform eine Alternative für den Mittelstand darstellt. Zudem erfolgt abschließend eine kritische Betrachtung von ABS und eine Interpretation der Arbeitsergebnisse.

2 Begriffsbestimmung und Transaktionsablauf

ABS – Asset Backed Securities – sind Wertpapiere, die durch die Verbriefung von Vermögensgegenständen an eine eigens zu diesem Zweck gegründete Zweckgesellschaft entstehen und gegen selbige Institution einen Zahlungsanspruch begründen. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich im Zeitpunkt des Deals i.d.R. um nicht liquides Aktivvermögen (assets), wobei es sich nahezu ausnahmslos um Forderungsbestände handelt. Der Käufer dieser Forderungen, die Zweckgesellschaft, finanziert sich durch die Ausgabe von besicherten (backed), handelbaren Wertpapieren (securities).[2]

Die ABS-Transaktion dient in erster Linie der Unternehmensfinanzierung, gepaart mit der Möglichkeit eines Risikotransfers im Rahmen der Auslagerung von risikobehafteten Forderungen. Die Funktionsweise der Asset Backed Securities setzt die Bereitschaft eines Unternehmens (sog. Originator) voraus, ein Forderungsportfolio mit dem Ziel der Unternehmensfinanzierung zur Verfügung zu stellen. Die eigens für den Zweck der ABS-Transaktion gegründete Zweckgesellschaft tritt in der Finanzierungsstruktur als Käufer der Vermögensgegenstände auf. Die angekauften Forderungen werden durch die Emission in Wertpapiere, als Form der Schuldverschreibung, umgewandelt und dienen der Refinanzierung der Zweckgesellschaft.[3]

Diese Forderungen müssen hinreichend bestimmt oder bestimmbar sein, man spricht hier von einem Bestimmbarkeitsgebot, welches sowohl bestehende als auch künftige Forderungen als Transaktionsgegenstand zulässt.[4] Der Originator erhält sofort den für den Forderungsabtritt vereinbarten Kaufpreis. Die Wertpapierinvestoren werden mit den ihnen zustehenden Zins- und Tilgungsleistungen aus den Cashflows der zugrundegelegten Assets bedient. In diesem Zusammenhang spielt die Bonitätseinstufung der Rating-Agenturen in Bezug auf die Einschätzung der Ertragskraft und der Werthaltigkeit des Forderungsportfolios eine entscheidende Rolle. Das Potential der Emission wird durch das Rating vorweg abschätzbar. Um einen positiven Einfluss auf die Bonität der ABS-Transaktion zu nehmen und etwaigen Forderungsausfällen vorzubeugen, ist es unter anderem üblich, die Transaktion über spezielle Credit Enhancements abzusichern.[5]

Um die Transaktion durchführen zu können, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt werden. So müssen vertraglich vereinbarte Leistungen des Forderungs-verkäufers bezüglich des Portfolios bereits erbracht sein und die Forderungen dürfen nicht angefochten worden sein.[6]

3 Gestaltung von ABS Finanzierungen

3.1 Arten von ABS

Das Grundkonzept der ABS-Transaktion besteht in der Veräußerung bestimmten Aktivvermögens eines Unternehmens (Originator). Demzufolge lassen sich die verschiedenen Arten von ABS-Transaktionen nach den verschiedenartigen Assets differenzieren, die der Absicherung des Verbriefungsgeschäfts zu Grunde liegen. Nachstehend aufgeführte Grafik soll einen Überblick der Arten von ABS vermitteln:

Abbildung 1: Gliederung von ABS [7]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der erste Strang, die Collateralized Debt Obligations, sind in der Regel Unternehmensforderungen und unterteilen sich in die Collateralized Loan (CLO) und die Collateralized Bond Oligations (CBO). Unter den CLO ist die Verbriefung von Darlehensforderungen zu verstehen. Ist die Rede von der Verbriefung von Unternehmensanleihen, so sind diese dem Bereich der CBO´s zuzurechnen. Den Ursprung haben die Asset Backed Securities in den Mortgage Backed Securities. Dieser Forderungsbereich stellt Forderungen aus Immobilienfinanzierungen bereit, wobei eine Differenzierung zwischen Forderungen aus der Finanzierung von privatem Wohneigentum (RMBS) und gewerblichem Wohneigentum (CMBS) stattfindet. Der dritte Strang sind die ABS im engeren Sinne, welchem Forderungen aus dem Bereich von Kreditkartenforderungen, Leasingforderungen oder Konsumentenkrediten zugrunde liegen.

3.2 Transaktionsbeteiligte

In der Grundstruktur einer ABS-Finanzierung ist eine Vielzahl beteiligter Institutionen mit verschiedenartigen Beziehungen zueinander involviert. Diese Struktur lässt sich anhand nachstehender Abbildung näher verdeutlichen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Vgl. Schmittat, J. (2007), S. 12

[2] Vgl. Bosak (2006), S. 38

[3] Deutscher Bundestag (2008), S. 1

[4] Vgl. Bosak (2006), S. 46

[5] Vgl. Achleitner, A.-K. (2000), S. 413

[6] Vgl. Paul, S. (1994), S. 189 ff.

[7] In Anlehnung an www.tec7.net

Details

Seiten
14
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656086833
ISBN (Buch)
9783656086680
Dateigröße
447 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v184060
Institution / Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Nürnberg früher Fachhochschule
Note
1,7
Schlagworte
asset backed securities überblick

Autor

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